[0001] Die Erfindung betrifft eine kittlos gesockelte elektrische Lampe gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] In der Patentschrift DE 40 37 964 ist eine elektrische Kleinglühlampe mit einer Zugentlastung
für die Zuleitungskabel offenbart, die von einem Klemmkeil gebildet wird, der zwischen
die beiden Zuleitungskabel in eine Sockelausnehmung eingefügt ist. Diese Zugentlastung
hat den Nachteil, daß die Zuleitungskabel durch den Klemmkeil nur einseitig belastet
werden, wodurch bei der Montage unerwünschte Kabelbewegungen, insbesondere Verdrehungen,
auftreten können.
[0003] Die europäische Patentanmeldung EP-A 0 643 255 beschreibt eine elektrische Lampe
mit einer Zugentlastung für die Anschlußkabel, die von vercrimpten Durchführungsnieten
gebildet wird. Die Durchführungsnieten sind jeweils auf ein Anschlußkabel aufgefädelt
und anschließend gecrimpt, und sind in die konisch zulaufenden Kabeldurchführungen
eingebettet. Diese Zugentlastung ist vergleichsweise aufwendig bei der Herstellung.
[0004] Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine kittlos gesockelte elektrische Lampe bereitzustellen,
die eine möglichst einfache Zugentlastung für ihre Stromzuführungen besitzt.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst. Besonders vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
[0006] Die erfindungsgemäße kittlos gesockelte elektrische Lampe besitzt eine besonders
einfache Zugentlastung für ihre Stromzuführungen, die ohne zusätzliche Bauteile auskommt.
Erfindungsgemäß wird die Zugentlastung vom Sockelstein und von zwei einander gegenüberliegenden
Seitenwänden der Sockelhülse gebildet. Dabei besteht der Sockelstein erfindungsgemäß
aus zwei gegeneinander verschiebbar angeordneten Sockelsteinbauteilen, deren relative
Lage zueinander die Größe bzw. den Durchmesser der Durchführungen für die Stromzuführungen
bestimmt. Die Stromzuführungen sind klemmend in den Durchführungen fixiert. Der Klemmsitz
wird von den beiden vorgenannten Seitenwänden der Sockelhülse erzeugt, indem die erste
Seitenwand gegen das erste Sockelsteinbauteil und die zweite Seitenwand gegen das
zweite Sockelsteinbauteil drückt.
[0007] Vorteilhafterweise wird der Andruck der beiden obengenannten Seitenwände an die Sockelsteinbauteile
und damit auch der Klemmsitz der Stromzuführungen mit Hilfe von mindestens einer in
das Innere der Sockelhülse weisenden Noppe, die an jeder dieser beiden Seitenwände
angebracht ist, erzeugt. Schmale, die Durchführungen verengende Klemmnasen, die an
die beiden Sockelsteinbauteile angeformt sind, verbessern den Klemmsitz der Stromzuführungen.
Die Sockelsteinbauteile sind vorteilhafterweise als zwei identisch geformte Sockelsteinhälften
ausgebildet. Dadurch vereinfacht sich die Lampenfertigung. Fixiert werden die Sockelsteinbauteile
vorteilhafterweise mit Hilfe von mindestens zwei Befestigungslaschen, die an verschiedenen
Seitenwänden der Sockelhülse angeformt und von diesen abgewinkelt sind, sowie mit
Hilfe von mehreren an der Sockelhülsenwandung angebrachten Anschlagsnoppen, die den
Sockelsteinbauteilen als Anschlag dienen.
[0008] Nachstehend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung des Sockelaufbaus der erfindungsgemäßen Lampe mit
Sockelhülse, zweiteiligem Sockelstein und Stromzuführungen sowie dem im Sockel fixierten
Teil des Lampenkolbens
- Figur 2
- eine Unteransicht des Lampensockels vor der Noppung der schmalen Sockelhülsenseitenwände,
mit verschiebbar angeordneten Stromzuführungen
- Figur 3
- eine teilweise geschnittene Unteransicht des Lampensockels gemäß Figur 1 und 2 nach
der Noppung der Seitenwände, mit eingeklemmten Stromzuführungen und mit zur Fixierung
der Sockelsteinhälften abgewinkelten Befestigungslaschen
[0009] Bei dem in Figur 1 abgebildeten Ausführungsbeispiel der Erfindung handelt es sich
um eine stromgesteuerte, kittlos gesockelte Niedervolt-Halogenglühlampe mit einer
elektrischen Leistungsaufnahme von ca. 200 W und einem Nennstrom von ca. 6,6 A, die
beispielsweise zur Landeplatzbefeuerung eines Flughafens verwendet wird. Diese Lampe
besitzt einen Lampenkolben 1 und einen Sockel, der eine metallische Sockelhülse 2
mit einem darin fixierten Sockelstein aufweist. Die Sockelhülse 2 ist quaderförmig,
mit zwei offenen Stirnseiten ausgeführt. Insbesondere besitzt sie zwei einander gegenüberliegende
schmale Seitenwände 2a, 2b. Der Sockelstein wird von zwei identisch geformten, im
wesentlichen F-förmigen Sockelsteinhälften 3a, 3b, die beide aus einer elektrisch
isolierenden Keramik bestehen, gebildet. Die beiden F-förmigen Sockelsteinhälften
3a, 3b sind derart in die Sockelhülse 2 eingeführt, daß ihre Stege ineinandergreifen
und sie zwei Durchführungen 4, 5 für die beiden Stromzuführungen 6, 7 der Lampe bilden.
Die beiden Sockelsteinhälften 3a, 3b füllen die Sockelhülse 2 in der Höhe aus. Allerdings
besteht zwischen den schmalen Seitenwänden 2a, 2b und den Sockelsteinhälften 3a, 3b
ein geringfügiges Spiel, da die Abmessungen der Sockelsteinhälften 3a, 3b in dieser
Richtung gerinfügig kleiner als die Breite der Sockelhülse 2, das heißt als der Abstand
der Seitenwände 2a, 2b, ist. Dadurch sind die Sockelsteinhälften 3a, 3b in dieser
Richtung geringfügig gegeneinander verschiebbar. Eine derartige Verschiebung der Sockelsteinhälften
3a, 3b gegeneinander verändert die Größe bzw. den Durchmesser der Durchführungen 4,
5. Mit Hilfe von zwei in das Innere der Sockelhülse 2 weisende Noppen 9, die an jeweils
einer der schmalen Seitenwände 2a, 2b angebracht sind, werden die beiden Sockelsteinhälften
3a, 3b gegensinnig verschoben und die Durchführungen 4, 5 verengt, so daß die Stromzuführungen
6, 7 in den Durchführungen 4, 5 klemmend fixiert sind. Die Noppen 9 heben das geringfügige
Spiel der Sockelsteinhälften 3a, 3b zwischen den Seitenwänden 2a, 2b auf. Nunmehr
drücken die Seitenwände 2a, 2b mit ihren Noppen 9 gegen die Sockelsteinhälften 3a,
3b und erzeugen dadurch den Klemmsitz der Stromzuführungen 6, 7 in den Durchführungen
4, 5.
[0010] Die Stromzuführungen 6, 7 verlaufen teilweise innerhalb der Sockelhülse 2 und sind
jeweils mit einer gasdicht im Lampenkolben 1 eingeschmolzenen Elektrode (nicht abgebildet)
verschweißt, die ihrerseits elektrisch leitend mit der Glühwendel (nicht abgebildet)
der Lampe verbunden sind. Sie 6, 7 sind mit einer elektrisch isolierenden Schlauchhülle
versehen und als Anschlußkabel ausgeführt. Zwei schmale, die Durchführungen 4, 5 verengende
Klemmnasen 10, 11, die an die Sockelhälften 3a, 3b angeformt sind, erhöhen die Kemmwirkung.
[0011] Die Sockelsteinhälften 3a, 3b sind mit Hilfe von vier in das Sockelinnere weisende
Anschlagsnoppen 12 und mit Hilfe von zwei an die Schmalseiten 2a, 2b angeformte und
von diesen abgewinkelte Befestigungslaschen 13, 14 in der Sockelhülse 2 fixiert. Die
Anschlagsnoppen 12 legen die Eindringtiefe der Sockelsteinhälften 3a, 3b in die Sockelhülse
2 fest, während die Befestigungslaschen 13, 14 ein Herausfallen der Sockelsteinhälften
3a, 3b aus der Sockelhülse 2 verhindern.
1. Kittlos gesockelte elektrische Lampe, deren Sockel eine Sockelhülse (2) und einen
Sockelstein aufweist, wobei der Sockelstein mit Durchführungen (4, 5) für Stromzuführungen
(6, 7) versehen ist, und wobei ein Zugentlastungsmechanismus für die Stromzuführungen
(6, 7) im Sockel integriert ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zugentlastungsmechanismus vom Sockelstein und von
zwei einander gegenüberliegenden Seitenwänden (2a, 2b) der Sockelhülse (2) gebildet
wird, wobei
- der Sockelstein aus mindestens zwei gegeneinander verschiebbar angeordneten Sockelsteinbauteilen
(3a, 3b) besteht, deren relative Lage zueinander die Größe bzw. den Durchmesser der
Durchführungen (4, 5) bestimmt,
- die Stromzuführungen (6, 7) klemmend in den Durchführungen (4, 5) fixiert sind,
- der Klemmsitz von der ersten Seitenwand (2a), die gegen das erste Sockelsteinbauteil
(3a) drückt, und von der zweiten Seitenwand (2b), die gegen das zweite Sockelsteinbauteil
(3b) drückt, erzeugt wird.
2. Kittlos gesockelte elektrische Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die einander gegenüberliegenden Seitenwände (2a, 2b) jeweils mit mindestens einer
in das Innere der Sockelhülse (2) weisenden Noppe (9) versehen sind, wobei die mindestens
eine Noppe der ersten Seitenwand (2a) an dem ersten Sockelsteinbauteil (3a) und die
mindestens eine Noppe (9) der zweiten Seitenwand (2b) an dem zweiten Sockelsteinbauteil
(3b) klemmend anliegt.
3. Kittlos gesockelte elektrische Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sockelsteinbauteile (3a, 3b) angeformte, die Durchführungen (4, 5) verengende
Klemmnasen (10, 11) besitzen.
4. Kittlos gesockelte elektrische Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Sockelsteinbauteile (3a, 3b) identisch geformte Sockelsteinhälften sind.
5. Kittlos gesockelte elektrische Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sockelsteinbauteile (3a, 3b) mit Hilfe von mindestens zwei Befestigungslaschen
(13, 14), die an verschiedenen Seitenwänden (2a, 2b) der Sockelhülse (2) angeformt
und von diesen abgewinkelt sind, und mit Hilfe von mehreren an der Sockelhülsenwandung
angebrachten Anschlagsnoppen (12), die den Sockelsteinbauteilen (3a, 3b) als Anschlag
dienen, in der Sockelhülse (2) fixiert sind.
6. Kittlos gesockelte elektrische Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sockelhülse (2) aus einem Metall besteht.
7. Kittlos gesockelte elektrische Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sockelsteinbauteile (3a, 3b) aus einer elektrisch isolierenden Keramik bestehen.