[0001] Die Erfindung betrifft eine selbstfahrende Arbeitsmaschine zum Bearbeiten von Fahrbahnen,
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Baumaschinen werden für die Materialaufbereitung, nämlich z.B. das Stabilisieren
ungenügend tragfähiger Böden, das Pulverisieren von harten Asphaltdecken bis hin zum
Recyclen von gebundenen oder ungebundenen Fahrbahnoberflächen benötigt.
[0003] Die bekannten Baumaschinen weisen meistens eine in einer Arbeitskammer umlaufenden
Arbeitswalze, die zur Anpassung an die zu bearbeitende Oberfläche in der Regel höhen-
und neigungsverstellbar angeordnet ist.
[0004] In dieser Arbeitskammer finden, angepaßt an die jeweilige Anwendung, die notwendigen
Prozesse statt, wie z.B. Ablösen und Zerkleinern des abgefrästen Fahrbahnmaterials,
Zugabe von Bindemitteln, Vermischen und Verteilen von zugesetzten Materialien usw.
[0005] Man unterteilt den erfindungsgemäßen Arbeitsprozeß auch in einen Gegenlauf-Arbeitsprozeß
bzw. einen Gleichlauf-Arbeitsprozeß, je nachdem ob die Walzen-Umfangskraft bei gleicher
Drehrichtung der Vortriebskraft der Maschine entgegenwirkt bzw. sie unterstützt. Wegen
ihres relativ breiten Anwendungsspektrums, speziell bei Arbeiten, bei denen Bindemittel
wie zum Beispiel Kalk oder Zement zum Teil in loser Form mit der zu behandelnden Oberflächenschicht
vermischt werden, sind derartige Maschinen häufig arbeitssicherheitsbedingt mit einem
geschlossenen Fahrstand ausgerüstet.
[0006] Die eingangs beschriebenen Arbeitsmaschinen zur Erneuerung von Fahrbahnen weisen
eine Arbeitswalze auf, die entweder einseitig oder beidseitig angetrieben wird, wobei
anwendungsbedingt bei vorwählbarer Walzendrehzahl sehr hohe Antriebsleistungen erforderlich
sind. Da der Arbeitsprozeß häufig in unmittelbarer Nähe von seitlichen Hindernissen,
zum Beispiel Böschungen, Bordsteinen, Bäume, Hauswänden usw., ausgeführt wird, ergeben
sich häufig Schwierigkeiten bezüglich Einhaltung eines möglichst geringen Abstandes
zwischen der äußeren Schnittkante des Rotors und der Maschinenaußenkante im Arbeitsbereich.
[0007] Die Arbeitskammer, die sich zwischen Arbeitswalze und Haube erstreckt, ist von besonderer
Bedeutung für das Arbeitsergebnis. Vorteilhaft für das Arbeitsergebnis wäre zum Beispiel
die Vergrößerung der Arbeitskammer mit größerer Arbeitstiefe. Die Position der Walzenachse
relativ zur Fahrwerksachse ist bei den bekannten Maschinen recht unterschiedlich.
In umfangreichen Untersuchungen wurde festgestellt, daß die Position der Walzenachse
relativ zur Fahrwerksachse von besonderer Bedeutung ist für das Löseverhalten. Die
in der Regel mit zwei Fahrwerksachsen ausgerüsteten Arbeitsmaschinen benötigen für
das Löseverhalten der Arbeitswalze erhebliche Andruckkräfte, die in ihrer maximalen
Höhe durch das Maschinengewicht bestimmt werden. Eine vorteilhafte Anordnung der Arbeitswalze
liegt dann vor, wenn möglichst das ganze Maschinengewicht im Gegenlauf-und im Gleichlauf-Arbeitsprozeß
für unter Umständen notwendige Andruckkräfte der Arbeitswalze benutzt werden kann.
Die Haube wird fest am Maschinenrahmen angeordnet. Die feste Anordnung ist üblicherweise
vorteilhaft wegen des geringen konstruktiven Aufwandes (Wegfall von Führungselementen).
Für das Arbeitsergebnis ist die Korngröße bzw. die Korngrößenverteilung des abgelösten
bzw. zum Teil auch aufgenommenen Materials von großer Bedeutung. Zur Beeinflussung
der Korngrößenverteilung ist die geometrische Gestaltung der Arbeitskammer maßgebend,
die durch definierte geometrische Verhältnisse zwischen Arbeitswalze und Haube beeinflußt
wird. Insbesondere eine gegen mechanische Beanspruchung widerstandsfähige Haube bietet
vorteilhafte Arbeitsergebnisse.
[0008] Der bei den infragestehenden Maschinen aus Arbeitssicherheitsgründen zwingend notwendige
Fahrstand ist insofern problematisch, als er die Maschinenhöhe erhöht, was insbesondere
beim Transport der Maschine sehr nachteilig ist. Aus diesem Grunde hat man den Fahrstand
bei den bekannten Ausführungsformen am Ende oder am Anfang einer Maschine angeordnet,
weil hier noch genügend Platz gefunden wird. Das hat andererseits jedoch den Nachteil,
daß nur eine Arbeitsrichtung wirklich gut beobachtet werden kann.
[0009] Der Arbeitsprozeß erfordert je nach Beschaffenheit der zu bearbeitenden Oberfläche
eine Anpassung der Walzenachse hinsichtlich der Arbeitstiefe, d.h. des relativen senkrechten
Abstandes der Walzenachse von der zu bearbeitenden Oberfläche und der absoluten Querneigung
der Walzenachse. Die für den Materialablösevorgang am Walzenumfang angeordneten Werkzeuge
werden zum Teil mit Schneidwerkzeugen ausgerüstet, die von Straßenfräsmaschinen bekannt
sind.
[0010] Die heute bekannten Verfahren und Vorrichtungen für den beschriebenen Arbeitsprozeß
weisen je nach Ausführungsform einen oder mehrere der folgenden Nachteile auf:
[0011] Die realisierten Lösungen für den Arbeitswalzenantrieb zeichnen sich aufgrund ihrer
hydraulischen, hydraulischmechanischen oder indirekt mechanischen Konzepte durch einen
ungünstigen Wirkungsgrad mit entsprechenden Energieverlusten aus. Einen direkten mechanischen
Antrieb, hat man bei den infragestehenden Maschinen bisher nicht verwirklicht.
[0012] Die für das Arbeitsergebnis vorteilhafte Arbeitsraumvergrößerung mit steigender Arbeitstiefe
ist zwar bei einigen Ausführungsformen von Arbeitsgeräten verwirklicht, allerdings
auf Kosten der vorteilhaften Walzenachsen-Anordnung relativ zu den Fahrwerksachsen.
Dies gilt auch für Ausführungsformen, bei denen sich zwar die Walzenachse zwischen
den Fahrwerksachsen befindet, aber die Gewichtsverteilung (Nachlauf- bzw. Vorlaufachse)
so ungünstig ist, daß der oben beschriebene Vorteil der Nutzung des Maschinengewichtes
für die Andruckkräfte des Rotors nicht für den Gegenlauf- und den Gleichlauf-Arbeitsprozeß
benutzt werden kann. Umgekehrt gibt es Ausführungsformen von Arbeitsmaschinen, die
eine vorteilhafte Walzenachsenanordnung zur Fahrwerksachsenanordnung aufweisen, dann
jedoch nicht über den Vorteil der Arbeitsraumvergrößerung mit steigender Arbeitstiefe
verfügen.
[0013] Derzeitige Ausführungen von Arbeitsmaschinen haben entweder feste oder bewegliche
Anordnungen der Haube am Tragrahmen der Maschine. Die oben beschriebenen Vorteile
einer festen Anordnung sind bei bekannten Arbeitsmaschinen nur in den Fällen der nicht
einstellbaren Arbeitskammer realisiert. Nur bei fester Anordnung des Walzengehäuses
sind auch sogenannte Brecherleisten realisiert, da die Materialzerkleinerung in der
Regel Kräfte hervorruft, die vorteilhafterweise in den Maschinenrahmen eingeleitet
werden. Einstellbare Brecherleisten, d.h. Einrichtungen, bei denen der Abstand zwischen
der Brecherleiste und der Arbeitswalze während des Arbeitseinsatzes verändert werden
kann, sind bisher noch nicht realisiert worden.
[0014] Die Positionierung des Fahrstandes ist bei bekannten Arbeitsgeräten nicht befriedigend
gelöst. Entweder fehlt die Übersicht über die Gesamtmaschine bei nicht mittiger Anordnung,
oder bei mittiger Anordnung des Fahrerstandes ist die Transporthöhe vor allem bei
einer Ausführungsform mit Fahrerkabine so groß, daß Bauteil-Demontagen für den Transport
von einer Baustelle zur anderen notwendig sind.
[0015] Die Anzeige der Arbeitstiefe erfolgt bei den bisher bekannten Maschinen mit Hilfe
der relativen Lage zwischen Rotorachse und Fahrwerksachse. Das bedeutet, daß die bei
dieser Art von Arbeitsmaschinen häufig verwendeten großvolumigen Reifen wegen ihrer
Federwirkung unabwendbar zu einem Meß-und Anzeigefehler für die Arbeitstiefe führen.
Die Verwendung von Regeleinrichtungen für die Einstellung und Einhaltung einer vorgewählten
Arbeitstiefe ist bisher noch nicht realisiert worden.
[0016] Wegen des zum Teil hohen Ablösewiderstandes des zu bearbeitenden Materials wird zum
Beispiel bei dem Bruch eines Schneidwerkzeuges der Halter bzw. andere an der Arbeitswalze
fest angeordnete Bauteile beschädigt, was dann wegen der notwendigen Reparaturen zu
erheblichen Betriebsstörungen und Arbeitsunterbrechungen führt. Die Verwendung eines
Wechselhaltersystems, wie es bei Straßenfräsmaschinen bekannt ist, hat bisher noch
keine Anwendung bei den infragestehenden Arbeitsmaschinen gefunden.
[0017] Dieser bekannte Stand der Technik geht beispielsweise aus den US-Patentschriften
5,259,692, 5,190,398 und 5,354,147 hervor.
[0018] Ausgehend von einem gattungsbildenden Stand der Technik nach US-Patentschrift 5,259,692
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Maschine zur Erneuerung von Fahrbahnen
der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine optimale Ausnutzung des Maschinengewichts
sowohl im Gleichlaufbetrieb wie auch im Gegenlaufbetrieb ermöglicht.
[0019] Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die Merkmale des Anspruchs 1.
[0020] Die Erfindung sieht in vorteilhafter Weise vor, daß eine den Antriebsmotor enthaltende
Antriebseinheit in einem Schwenkrahmen gelagert ist und eine relativ zu dem Maschinenrahmen
schwenkbare Baueinheit bildet, daß die Arbeitswalze ebenfalls in der schwenkbaren
Baueinheit gelagert ist, und gemeinsam mit der Baueinheit relativ zu der an dem Maschinenrahmen
ortsfest montierten Haube verschwenkbar ist, und daß die Arbeitswalze von dem Gewicht
der Baueinheit unmittelbar belastet ist, wobei nahezu das gesamte Maschinengewicht
zwischen den Fahrwerkachsen konzentriert und auf die schwenkbare Baueinheit übertragen
ist.
[0021] Die Anordnung der Antriebseinheit auf der verschwenkbaren Baueinheit erhöht die unmittelbare
Gewichtsbelastung der Arbeitswalze sowie die Massenträgheit der Baueinheit. Das im
übrigen relativ gleichmäßig zwischen den Fahrwerksachsen verteilte Gewicht konzentriert
sich damit auf die mittig zwischen den Fahrwerksachsen angeordnete schwenkbare Baueinheit,
so daß sich ein tiefliegender, für den Gegenlauf- oder Gleichlauf-Arbeitsprozeß gleichermaßen
vorteilhafter Schwerpunkt ergibt.
[0022] Die Einstellbarkeit der Arbeitswalze in Verbindung mit der schwenkbaren Baueinheit
ermöglicht es die Größe des Arbeitsraums, z.B. mit steigender Arbeitstiefe, zu vergrößern.
Je nach eingestellter Arbeitstiefe stehen nämlich unterschiedliche Materialmengen
zur Durchmischung im Arbeitsraum an. Je größer die vorgewählte Arbeitstiefe, um so
höher die zu verarbeitende Materialmenge. Deshalb ist der als Mischraum genutzte Arbeitsraum
variabel, um einerseits den erforderlichen Durchsatz zu erreichen und um andererseits
die erforderliche hohe Mischqualität bei hoher Leistungsfähigkeit zu erreichen.
[0023] Die in dem Schwenkrahmen gelagerte Antriebseinheit weist einen Verbrennungsmotor
zum Erzeugen der Antriebsleistung für die Arbeitswalze und die Fahrwerke auf. Der
Verbrennungsmotor erzeugt die insgesamt für den Betrieb der Maschine notwendige Antriebsleistung,
insbesondere die Antriebsleistung für die Arbeitswalze aber auch die Antriebsleistung
für die Fahrwerke. Hierzu kann die Antriebseinheit mehrere Hydropumpen antreiben,
mit deren Hydraulikdruck Hydromotoren in den Rädern der Fahrwerke separat angetrieben
werden können.
[0024] Vorzugsweise ist vorgesehen, daß die vertikale Reaktionskraft der Schnittkräfte an
der Arbeitswalze im Gleichlauf-Arbeitsprozeß mit einem Hebelarm auf die schwenkbare
Baueinheit einwirkt, der gleichgroß oder kleiner ist als der Hebelarm mit dem die
Gewichtskraft auf die schwenkbare Baueinheit einwirkt, wodurch die Arbeitswalze mit
einem höchstmöglichen Anpreßdruck betrieben werden kann.
[0025] Insbesondere kann vorgesehen sein, daß die vertikale Ebene der resultierenden Gewichtskraft
im wesentlichen mit der vertikalen Ebene der resultierenden Reaktionskraft auf den
Schnittkräften der im Gleichlauf-Arbeitsprozeß im Eingriff befindlichen Schneidwerkzeuge
der Arbeitswalze übereinstimmt.
[0026] Dabei verläuft die Walzenachse in einer vertikalen Ebene, die mit einem horizontalen
Abstand von der gemeinsamen vertikalen Ebene der resultierenden Gewichtskraft und
der resultierenden Schnittkräfte verläuft.
[0027] Durch die Integration von Lagerung und Getriebe in die Arbeitswalze hinein wird erfindungsgemäß
die eingangs beschriebene Nullseite realisiert. Auf diese Weise ist es möglich, daß
die Arbeitswalze auf der einen Seite der Maschine bündig bis zur Fahrspur reicht,
so daß entlang einer vorgegebenen Linie gearbeitet werden kann. Der Maschinenüberstand
ist auf dieser Seite so gering, daß auch nahe entlang von Mauern gearbeitet werden
kann.
[0028] Die verlustarme Übertragung der Antriebsenergie des Verbrennungsmotors wird dabei
erfindungsgemäß durch die Minimierung der Anzahl der Antriebskomponenten sowie durch
die an die räumlichen Restriktionen der Baueinheit angepaßte Anordnung der Komponenten
mit direktem Kraftfluß erreicht.
[0029] Erfindungsgemäß wird die Einstellbarkeit der Arbeitswalzendrehzahl beispielsweise
durch feste Übersetzungsstufen eines mechanischen Getriebes, durch verschiedene einstellbare
Übersetzungsstufen eines Riementriebes bzw. durch Kombination derselben erzielt.
[0030] Die Arbeitsraumvergrößerung mit steigender Arbeitstiefe wird entsprechend der vorliegenden
Erfindung durch Integration der Baueinheit in den Maschinenrahmen mit der maschinenrahmenfesten
Haube erzielt. Erfindungsgemäß wird dadurch auch die Positionierung der Walzenachse
derart zwischen den Fahrwerksachsen möglich, daß eine optimale Ausnutzung des Maschinenrahmengewichts
und des Gewichts der Baueinheit für die erforderlichen Andruckkräfte möglich wird.
Die feste Verbindung der Haube zum Maschinenrahmen ermöglicht die Einleitung von Reaktionskräften
aus dem Zerkleinerungsprozeß direkt in den Maschinenrahmen, zum Beispiel durch eine
feste Anordnung von um eine zu der Walzenachse parallele Schwenkachse verschwenkbare
Brecherleiste an der Haube. Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform ist die Realisierung
bzw. Funktionsintegration der Brecherleiste mit den bei derartigen Hauben üblicherweise
vorhandenen Materialsteuerungsklappen der Haube.
[0031] Für die Erzielung optimaler Arbeitsergebnisse ist die Positionierung des Fahrstandes
von wesentlicher Bedeutung. Erfindungsgemäß wird der Fahrstand direkt über der die
Arbeitswalze enthaltende Baueinheit, also weitgehend in der Maschinenmitte, angeordnet.
Dadurch ist die Maschinenübersicht des Fahrzeugführers für den Gegenlauf- und den
Gleichlauf-Arbeitsprozeß gegeben. Durch das erfindungsgemäße Prinzip der Integration
der die Arbeitswalze enthaltenden Baueinheit in den Maschinenrahmen kann der notwendige
Bauraum (Maschinenhöhe) so gering gehalten werden, daß trotz des mittig angeordneten
Fahrstandes eine minimale Transporthöhe ohne Bauteil-Demontagen ermöglicht wird. Für
den Fall, daß das Arbeitsgerät mit einer geschlossenen Fahrerkabine ausgerüstet ist,
wird dies erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß zu Transportzwecken der obere Teil
der geschlossenen Fahrerkabine schwenkbar angeordnet ist. Weiterhin beinhaltet eine
derartige erfindungsgemäße Anordnung des Fahrstandes die Möglichkeit der quer zum
Maschinenrahmen verschieblichen Anordnung, um die Übersichtlichkeit zum Beispiel zur
sogenannten Nullseite weiter zu verbessern.
[0032] Bei der die Arbeitswalze enthaltenden Baueinheit sind die für den Arbeitsprozeß notwendigen
Querneigungsverstellungen der Arbeitswalze mit den Bauelementen für die Höhenverstellung
des Maschinenrahmens beispielsweise mittels Säulenführungen oder Parallelogrammführungen
möglich.
[0033] Die Anzeige der Arbeitstiefe wird für beide Maschinenseiten erfindungsgemäß durch
die Messung der Arbeitstiefe relativ zwischen Maschinenrahmen und zu bearbeitender
Oberfläche durchgeführt. Dies kann durch berührungslose Meßsysteme erfolgen, wie zum
Beispiel durch einen seitlich neben der Walzenachse angeordneten Ultraschall-Sensor
oder durch mehrere seitlich am Maschinenrahmen angeordnete Ultraschall-Sensoren als
Abstandsensoren. Anstelle von Ultraschall-Sensoren können auch andere berührungslose
oder auch berührende Meßsysteme verwendet werden. Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform
derartiger Systeme liegt dann vor, wenn das Meßsignal dieser Systeme nicht nur zur
Anzeige sondern mittels Rückführung des Signals auch zur Regelung der Arbeitstiefe
benutzt wird.
[0034] Die Arbeitswalze der erfindungsgemäßen Maschine ist mit Schneidwerkzeugen bestückt.
Die Verbindung des Schneidwerkzeugs zur Arbeitswalze erfolgt erfindungsgemäß mit Hilfe
von Werkzeughaltern. Die Verbindung des Werkzeughalters zur Arbeitswalze wird vorzugsweise
als lösbare Verbindung ausgeführt. Eine besonders vorteilhafte, leicht auswechselbare
Ausführung ist ein Werkzeughalter, der formschlüssig und zusätzlich mittels Klemmschrauben
an dem Arbeitswalzenkörper befestigt ist.
[0035] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem nachfolgend beschriebenen
Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Maschine.
[0036] In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Maschine,
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht der schwenkbaren Baueinheit,
- Fig. 3
- die Arbeitswalze in dem von der Haube begrenzten Arbeitsraum,
- Fig. 4
- einen schematischen Längsschnitt durch die Arbeitswalze,
- Fig. 5
- die Maschine im Gleichlaufbetrieb, und
- Fig. 6
- die Maschine im Gegenlaufbetrieb.
[0037] Fig. 1 zeigt die Maschine zum Bearbeiten von Fahrbahnen mit einem von zwei Fahrwerken
getragenen Maschinenrahmen 1 und einem aus einer Fahrerkabine 23 bestehenden Fahrstand.
Die Fahrerkabine 23 ist auf dem Maschinenrahmen quer zur Fahrtrichtung verschiebbar.
Die seitliche hydraulische Verschiebbarkeit des Fahrstands erfüllt die Anforderungen
an die Übersicht bei Vorwärtsfahrt, sei es im Arbeitseinsatz oder beim Überführen
mit hoher Geschwindigkeit. Der Fahrstand kann darüber hinaus für die Rückwärtsfahrt
um 180° gedreht werden, wobei auch eine Umschaltung der lenkenden Fahrwerksachse 4
erfolgen kann. Die Fahrerkabine besteht aus einem unteren Teil 22 sowie einem oberen
Teil 24, der für Transportzwecke um 180° verschwenkbar ist und dadurch die Bauhöhe
der Maschine für Transportzwecke reduziert.
[0038] Die Fahrwerke weisen am vorderen und hinteren Ende des Maschinenrahmens 1 zwei gemeinsam
oder wahlweise einzeln lenkbare Fahrwerksachsen 4 auf, bei der jedes Rad mit einem
eigenen hydraulischen Antrieb in Form eines Hydromotors versehen ist und ggf. separat
angesteuert werden kann. Jedes Rad ist mit einer Höhenverstelleinrichtung 25 versehen,
so daß die Höhe des Maschinenrahmens und ggf. dessen Neigung exakt auf Arbeits- oder
Transporthöhe einstellbar ist. Das gesamte Maschinengewicht konzentriert sich somit
auf den Bereich zwischen den Fahrwerksachsen 4, wobei unterhalb der Fahrerkabine zur
Maschinenmitte versetzt eine Haube 7 ortsfest befestigt ist, die einen als Mischraum
dienenden Arbeitsraum 28 einer rotierenden Arbeitswalze 8 begrenzt.
[0039] Unterhalb des Maschinenrahmens 1 ist eine Baueinheit 2 an dem Maschinenrahmen 1 schwenkbar
um eine zu der Arbeitswalze 8 parallelen Schwenkachse 3 angelenkt, die an dem der
Fahrerkabine 23 gegenüberliegendem Ende des Maschinenrahmens 1 in etwa in Höhe der
Fahrwerksachse 4 angeordnet ist. Mit Hilfe von beidseitig des Maschinenrahmens 1 angeordneten
Kolbenzylindereinheiten 60 kann die Baueinheit 2 auf die gewünschte Arbeitstiefe 29
abgesenkt werden, wodurch sich gleichzeitig der Arbeitsraum 28 unter der Haube 7 vergrößert.
Die Kolbenzylindereinheiten 60 greift einerseits in etwa an der Mitte der Länge des
Maschinenrahmens 1 an und andererseits an dem der Arbeitswalze 8 zugewandten Ende
der Baueinheit 2 im oberen Bereich an. Beide Kraftangriffspunkte jeder Kolbenzylindereinheit
60 befinden sich in etwa in der quer zur Fahrtrichtung verlaufenden vertikalen Schwerpunktebene
41 der gesamten Maschine.
[0040] Die Baueinheit 2 weist einen Schwenkrahmen 13 auf, in dem ein Verbrennungsmotor 9
mit einem Kühlaggregat 52, im einzelnen nicht dargestellte Hydropumpen für die hydraulischen
Antriebe der Räder, ein Riementrieb 10 zum direkten mechanischen Antrieb der Arbeitswalze
8 über ein Untersetzungsgetriebe 11, sowie die Arbeitswalze 8 selbst gelagert sind.
Damit ist ein wesentlicher Teil des Maschinengewichtes in der Baueinheit 2 integriert,
die damit eine hohe Gewichtskraft unmittelbar auf die Arbeitswalze 8 übertragen kann.
Des weiteren wird die übrige Gewichtskraft von dem Maschinenrahmen 1 auf die Baueinheit
2 übertragen, so daß nahezu das gesamte Maschinengewicht für den Gleichlauf- oder
Gegenlauf-Arbeitsprozeß in vorteilhafter Weise genutzt werden kann.
[0041] Die konstruktive Ausführung des Walzenantriebs in der Baueinheit 2 stellt einen höchstmöglichen
Wirkungsgrad sicher. Die Motorleistung des Verbrennungsmotors 9 wird über eine nicht
dargestellte Schaltkupplung und den Riementrieb 10 direkt auf das Untersetzungsgetriebe
11 in der Arbeitswalze 8 übertragen. Der Vorteil dieser in der Baueinheit 2 integrierten
Antriebseinheit besteht darin, daß keine hydraulische Wandlung mit dem damit verbundenen
nachteiligen Kraftverlust erfolgen muß, und daß keine umständliche Leistungsumleitung
erfolgen muß. Vielmehr erlaubt der Riementrieb 10 den direkten Antrieb des Untersetzungsgetriebes
11. Hydropumpen für den Antrieb der Räder sind über ein nicht dargestelltes Pumpenverteilergetriebe
an dem Verbrennungsmotor 9 angetrieben.
[0042] Die günstige relative Lage der Walzenachse 5 der Arbeitswalze 8 zu den Fahrwerksachsen
4 und die sich daraus ergebende günstige Gewichtsverteilung ist den Zeichnungen zu
entnehmen.
[0043] Die ortsfeste Anordnung der Haube 7 an dem Maschinenrahmen 1 sieht an den freien
Ende des Haubengehäuses hydraulisch verstellbare Klappen 18,19 vor, die um parallel
zu der Walzenachse 5 verlaufende Schwenkachsen 20 verschwenkbar sind. Eine verstellbare
Brecherleiste dient dazu, sich lösende Schollen kleinzufräsen, was insbesondere für
das Kaltrecyclen relevant ist.
[0044] Die Klappen 18,19 der Haube 7 werden als anstellbare Brecherleiste zur Vermeidung
von zu großen Korngrößen bzw. als Materialsteuerungsklappe verwendet und über hydraulische
Kolbenzylindereinheiten 64,66 betätigt. Das Schwenkgelenk 21 für die hydraulische
Kolbenzylindereinheit 64 ist in einem abgesenkten Bereich des Maschinenrahmens 1 unterhalb
der Fahrerkabine 23 angeordnet. Die hydraulische Kolbenzylindereinheit 66 für die
Materialsteuerungsklappe 18 ist an der Baueinheit 2 angelenkt.
[0045] Die Haube 7 weist, wie am besten aus Fig. 3 ersichtlich ist, eine Applikationseinrichtung
32 für ein Bindemittel auf, so daß das abgearbeitete Fahrbahnmaterial als mit einem
Bindemittel (Zement, Kalk, Emulsion, Bitumen) versehenes Recyclingmaterial 62 in Fahrtrichtung
hinter der Arbeitswalze 8 wieder in die Fahrbahn eingebaut werden kann.
[0046] Die Arbeitswalze 8 erstreckt sich quer zur Fahrtrichtung über die gesamte Breite
der Maschine und ist an ihrem Umfang mit Wechselhaltern 16 versehen, die Schneidwerkzeuge
17 aufnehmen und mittels einer Klemmschraube 15 befestigt sind. Solche austauschbaren
Wechselhalter 16 ermöglichen einen schnellen Austausch im Reparaturfall und verkürzen
dadurch Ausfallzeiten. In den Zeichnungen ist der Schnittkreiszylinder der Schneidwerkzeuge
17 mit dem Bezugszeichen 6 versehen. Die Drehrichtung 48 der Arbeitswalze 8 ist im
Gegenlaufbetrieb wie im Gleichlaufbetrieb gleich.
[0047] Fig. 4 zeigt einen Längsschnitt durch die Arbeitswalze 8, wobei der Schnittkreiszylinder
6 strichpunktiert angedeutet ist. Die Arbeitswalze 8 ist mit einem im Inneren der
Arbeitswalze angeordneten Untersetzungsgetriebe 11 versehen, das zwecks Erhöhung der
möglichen Arbeitstiefe 29 der Arbeitswalze 8 einen Achsversatz 30 aufweist, wodurch
der Riementrieb 10 arbeitswalzenseitig eine Rotationsachse aufweist, die vertikal
zur Walzenachse 5 nach oben versetzt ist. Der Achsversatz 30 des Walzenantriebs ermöglicht
eine Vergrößerung der Arbeitstiefe 29 bei gleichem Walzendurchmesser oder eine Baugrößenreduzierung
der Arbeitswalze bei gleicher Arbeitstiefe 29.
[0048] Der Riementrieb 10 ermöglicht mit Kraftbändern 14 die unmittelbare Kraftübertragung
von dem Verbrennungsmotor 9 auf das Untersetzungsgetriebe 11.
[0049] Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, übergreift der Schwenkrahmen 13 die Haube 7, wobei
die Haube eine Aussparung 50 aufweist, die ein Absenken der Arbeitswalze 8 ermöglicht,
so daß mit zunehmender Arbeitstiefe auch in vorteilhafter Weise der Arbeitsraum 28
vergrößert werden kann.
[0050] Je nach eingestellter Arbeitstiefe müssen in dem Arbeitsraum unterschiedlich große
Materialmengen durchmischt werden.
[0051] Wie ferner der Fig. 4 zu entnehmen ist, ist die innenliegende Lagerung 12 der Arbeitswalze
auf der dem Untersetzungsgetriebe 11 gegenüberliegenden Seite derart platzsparend
angeordnet, daß auf dieser Seite der Arbeitswalze 8 eine sogenannte Nullseite geschaffen
ist, die es ermöglicht, die Fahrbahn nahezu ohne seitlichen Überstand der Maschine
zu bearbeiten. Der Abstand der Maschinenverkleidung zu der Arbeitswalze ist somit
auf den mit dem Bezugszeichen 33 gekennzeichneten Abstand reduziert.
[0052] Die Fig. 5 erläutert den Gleichlauf-Arbeitsprozeß, wobei innerhalb des Schnittkreiszylinders
6 die bei dem Gleichlauf-Arbeitsprozeß im wesentlichen entstehenden vertikalen Schnittkräfte
und deren Schnittkraftverteilung eingezeichnet sind. Aus diesen vertikalen Schnittkraftkomponenten
40 im Bereich 44 der im Eingriff befindlichen zylindrischen Mantelfläche läßt sich
eine auf die Maschine rückwirkende resultierende vertikale Kraft 42 angeben, die im
Abstand a von der Walzenachse 5 verläuft und den Schnittkräften 40 entgegengerichtet
ist. Diese resultierende Kraft wird durch die Gewichtskraft der Maschine kompensiert,
wobei die resultierende Gewichtskraft der Baueinheit 2 und des Maschinenrahmens 1
in der gleichen vertikalen, quer zur Fahrtrichtung verlaufenden Ebene 41 angeordnet
sein soll, wie die aus den Schnittkräften resultierende vertikale Reaktionskraft 42.
Die Maschine wird demzufolge durch die Reaktionskraft 42 gleichmäßig entlastet, so
daß das Fahrverhalten der Maschine nicht negativ beeinflußt wird.
[0053] Bei dem in Fig. 6 gezeigten Gegenlauf-Arbeitsprozeß entstehen als relevante Kraftkomponenten
der Schnittkräfte horizontale Kräfte 43 im Eingriffsbereich 45, so daß diese Kräfte
im wesentlichen von der Vortriebskraft 26 der Maschine kompensiert werden müssen.
Die Kompensationskraft ist mit dem Bezugszeichen 46 versehen und ist der Vortriebskraft
entgegengerichtet.
[0054] Der horizontale Abstand a der Walzenachse 5 der Arbeitswalze 8 von der gemeinsamen
vertikalen Ebene 41 beträgt ca. das 0,25 bis 0,4-fache, vorzugsweise ca. das 0,3-fach
des Durchmessers der Arbeitswalze. Dieser Abstand ermöglicht die optimale Ausnutzung
des Maschinengewichts bei minimalem Abstand der Fahrwerksachsen.
[0055] Der Abstand b der Schwenkachse 3 der Baueinheit 2 von der Walzenachse 5 beträgt mindestens
das 1 ½-fache bis zum Doppelten des Durchmessers der Arbeitswalze.
[0056] Dadurch, daß die Maschine in Längsrichtung nicht gegenüber den Fahrwerken übersteht,
ist eine nahezu vollständige Einleitung der Gewichtskraft auf die schwenkbare Baueinheit
2 möglich, die aufgrund der in ihr angeordneten Aggregate bereits ein hohes Eigengewicht
aufweist, das die Arbeitswalze 8 unmittelbar belastet.
1. Maschine zum Bearbeiten von Fahrbahnen,
- mit einem Fahrstand (23) für eine Bedienungsperson,
- mit einem selbstfahrenden Fahrwerk mit zwei Fahrwerksachsen (4) und
- mit einer relativ zu dem Maschinenrahmen (1) schwenkbar gelagerten Arbeitswalze
(8), die von einer eine Arbeitskammer definierenden Haube (7) umgeben ist, und
- mit einem Antriebsmotor (9) für die für den Antrieb der Arbeitswalze (8) und den
Fahrbetrieb benötigte Antriebsleistung,
dadurch gekennzeichnet,
- daß eine den Antriebsmotor (9) enthaltende Antriebseinheit in einem Schwenkrahmen
(13) gelagert ist und eine relativ zu dem Maschinenrahmen (1) schwenkbare Baueinheit
(2) bildet,
- daß die Arbeitswalze (8) ebenfalls in der schwenkbaren Baueinheit (2) gelagert ist,
und gemeinsam mit der Baueinheit (2) relativ zu der an dem Maschinenrahmen (1) ortsfest
montierten Haube (7) verschwenkbar ist, und
- daß die Arbeitswalze (8) von dem Gewicht der Baueinheit (2) unmittelbar belastet
ist, wobei nahezu das gesamte Maschinengewicht zwischen den Fahrwerksachsen (4) konzentriert
und auf die schwenkbare Baueinheit (2) übertragen ist.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinheit einen Verbrennungsmotor
(9) mit einem Kühlaggregat (52) zum Erzeugen der Antriebsleistung für die Arbeitswalze
(8) und die Fahrwerke aufweist.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkrahmen (13)
um eine parallel zur Walzenachse (5) verlaufende Achse (3) schwenkbar am Maschinenrahmen
(1) befestigt ist.
4. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in die Arbeitswalze
(8) über ein Reduziergetriebe (11) angetrieben ist.
5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der über eine Riemenscheibe
(10) erfolgende Antrieb des Reduziergetriebes (11) exzentrisch zur Walzenachse (5)
angeordnet ist.
6. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die am Maschinenrahmen
(1) schwenkbar befestigte Baueinheit (2) über stirnseitigen Ausparungen (50) der Haube
(7) absenkbar ist.
7. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die fest mit
dem Maschinenrahmen (1) verbundene Haube (7) um eine zu der Walzenachse (5) der Arbeitswalze
(8) parallele Achse verschwenkbare Brecherleisten (19) aufweist.
8. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrstand
eine Fahrkabine (23) aufweist, deren Wandelemente für Transportzwecke ganz oder teilweise
wegklappbar sind.
9. Maschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Teil (24) der Fahrerkabine
(23) für Transportzwecke verschwenkbar angeordnet ist.
10. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Anzeige
der Arbeitstiefe (29) auf einer oder beiden Maschinenseiten berührungslose oder berührende
Meßsysteme vorgesehen sind.
11. Maschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß zur Anzeige der Arbeitstiefe
(29) Ultraschall-Sensoren vorgesehen sind.
12. Maschine nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Sensoren
erhaltenen Signale zur Regelung der Arbeitstiefe (29) benutzt werden.
13. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitswalze
(8) mit Schneidwerkzeugen (17) bestückt ist, die in Wechselhaltern (16) formschlüssig
gehalten sind.
14. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß in der Haube
(7) eine Sprüheinrichtung (32) für z.B. bituminöse und/oder hydraulische Bindemittel
angeordnet ist.
15. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikale
Reaktionskraft der Schnittkräfte an der Arbeitswalze (8) im Gleichlauf-Arbeitsprozeß
mit einem Hebelarm auf die schwenkbare Baueinheit (2) einwirkt, der gleich groß oder
kleiner ist als der Hebelarm mit dem die Gewichtskraft auf die schwenkbare Baueinheit
(2) einwirkt, wodurch die Arbeitswalze (8) mit einem höchstmöglichen Anpreßdruck betrieben
werden kann.
16. Machine nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikale
Ebene (41) der resultierenden Gewichtskraft im wesentlichen mit der vertikalen Ebene
der resultierenden Reaktionskraft (42) aus den Schnittkräften (40) der im Gleichlauf-Arbeitsprozeß
im Eingriffsbereich (44) befindlichen Schneidwerkzeuge (17) der Arbeitswalze (8) übereinstimmt.
17. Maschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzenachse (5) in einer
vertikalen Ebene liegt, die mit einem horizontalen Abstand (a) von der gemeinsamen
vertikalen Ebene (41) der resultierenden Gewichtskraft und der resultierenden Schnittkräfte
verläuft.
18. Maschine nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (a) das 0,25 bis
0,40-fache, vorzugsweise ca. 0,3-fache, des Durchmessers der Arbeitswalze (8) beträgt.
19. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand
(b) der Schwenkachse (3) der Baueinheit (2) von der Walzenachse (5) mindestens das
1 ½-fache bis zum Doppelten des Durchmessers der Arbeitswalze (8) beträgt.
1. A machine for the treatment of roadways, comprising
- a driver's platform (23) for an operator,
- an automotive drive carriage having two drive carriage axes (4),
- a working drum (8) supported to be pivoted relative to the machine frame (1) and
surrounded by a cover (7) defining a working chamber, and
- a drive motor (9) generating the driving power required for driving the working
drum (8) and for the traveling movement of the machine,
characterized in
- that a drive unit including the drive motor (9) is supported in a pivoting frame
(13) and forms an assembly (2) pivotable relative to the machine frame (1),
- that also the working drum (8) is supported in said pivotable assembly (2) and can
be pivoted together with the assembly (2) relative to the cover (7) which is fixed
in position on the machine frame (1), and
- that the working drum (8) is directly acted on by the weight of the assembly (2),
almost the complete machine weight being concentrated between the drive carriage axes
(4) and being transmitted to the pivotable assembly (2).
2. The machine according to claim 1, characterized in that the drive unit comprises an
internal combustion engine (9) with a cooling aggregate (52), for generating the driving
power for the working drum (8) and the drive carriages.
3. The machine according to claim 1 or 2, characterized in that the pivoting frame (13)
is mounted on the machine frame (1) to be pivoted about an axis (3) extending in parallel
to the working drum axis (5).
4. The machine according to any one of claims 1 to 3, characterized in that the working
drum (8) is driven via a reduction gear (11).
5. The machine according to claim 4, characterized in that the drive for the reduction
gear (11), performed via a pulley (10), is provided eccentrically of the working drum
axis (5).
6. The machine according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the assembly
(2) pivoted to the machine frame (1) can be lowered via recesses (50) on an end side
of the cover (7).
7. The machine according to any one of claims 1 to 6, characterized in that the cover
(7) fixedly connected to the machine frame (1) is provided with breaker bars (19)
pivotable about an axis arranged in parallel to the working drum axis (5) of the working
drum (8).
8. The machine according to any one of claims 1 to 7, characterized in that the driver's
platform comprises a driver's cabin (23), the wall elements of said cabin being completely
or partly foldable for transport purposes.
9. The machine according to claim 8, characterized in that the upper portion (24) of
the driver's cabin (23) is arranged to be pivoted for transport purposes.
10. The machine according to any one of claims 1 to 9, characterized in that contactless
or contacting measuring systems are arranged on one or both machine sides for indicating
the working depth (29).
11. The machine according to claim 10, characterized in that ultrasonic sensors are provided
for indicating the working depth (29).
12. The machine according to claim 10 or claim 11, characterized in that the signals obtained
from the sensors are used for controlling the working depth (29).
13. The machine according to any one of claims 1 to 12, characterized in that the working
drum (8) is provided with cutting tools (17) held in exchange holders (16) by means
of a positive connection.
14. The machine according to any one of claims 1 to 13, characterized in that the cover
(7) has provided therein injection means (32) for bituminous and/or hydraulic binding
agents.
15. The machine according to any one of claims 1 to 14, characterized in that the vertical
reaction force of the cutting forces on the working drum (8) in a co-rotational working
process acts on the pivotable assembly (2) by a lever arm which is of the same length
or shorter than the lever arm by which the weight force acts on the pivotable assembly
(2), whereby the working drum (8) can be operated with the highest possible pressing
force.
16. The machine according to any one of claims 1 to 15, characterized in that the vertical
plane (41) of the resultant weight force substantially coincides with the vertical
plane of the resultant reaction force (42) of the cutting forces (40) of the cutting
tools (17) of the working drum (8) located in the engagement region (44) in co-rotational
operation.
17. The machine according to claim 16, characterized in that the working drum axis (5)
is arranged in a vertical plane extending at a horizontal distance (a) from the common
vertical plane (41) of the resultant weight force and the resultant cutting forces.
18. The machine according to claim 17, characterized in that said distance (a) is 0.25
to 0.40 times, preferably about 0.3 times the diameter of the working drum (8).
19. The machine according to any one of claims 1 to 18, characterized in that the distance
(b) of the pivot axis (3) of the assembly (2) from the working drum axis (5) is at
least 1 ½ times up to twice the diameter of the working drum (8).
1. Engin pour travaux routiers comprenant
- un poste de conduite (23) pour un machiniste,
- un mécanisme de roulement automoteur avec deux essieux (4) et
- un cylindre de travail (8) monté pivotant par rapport au châssis de l'engin (1),
lequel cylindre est entouré par un capot (7) définissant une chambre de travail, et
- un moteur d'entraînement (9) pour la puissance de propulsion nécessitée pour l'entraînement
du cylindre de travail (8) et le fonctionnement,
caractérisé par le fait
- qu'une unité d'entraînement comprenant le moteur d'entraînement (9) est montée dans
un châssis pivotant (13) et constitue une unité modulaire (2) pivotante relativement
au châssis de l'engin (1),
- que le cylindre de travail (8) est également monté dans l'unité modulaire (2) pivotante,
et qu'il peut pivoter ensemble avec l'unité modulaire (2) relativement au capot (7)
monté fixe sur le châssis de l'engin (1), et
- que le cylindre de travail (8) est directement chargé par le poids de l'unité modulaire
(2), presque tout le poids de l'engin étant concentré entre les essieux (4) et transféré
à l'unité modulaire (2) pivotante.
2. Engin selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'unité d'entraînement
comporte un moteur thermique (9) avec un groupe de refroidissement (52) pour produire
la puissance de propulsion pour le cylindre de travail (8) et le mécanisme de roulement.
3. Engin selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que le châssis pivotant
(13) est monté pivotant sur le châssis de l'engin (1) autour d'un axe (3) s'étendant
parallèlement à l'axe du cylindre (5).
4. Engin selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que le cylindre
de travail (8) est entraîné par un mécanisme réducteur (11).
5. Engin selon la revendication 4, caractérisé par le fait que l'entraînement du mécanisme
réducteur (11) résultant d'une poulie (10) est disposé de manière excentrique par
rapport à l'axe de cylindre (5).
6. Engin selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que l'unité modulaire
(2) montée de manière pivotante sur le châssis de l'engin (1) peut être abaissée avec
passage par des évidements frontaux (50) du capot (7).
7. Engin selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que le capot (7)
relié de manière fixe au châssis de l'engin (1) comporte des lattes de broyeur (19)
pouvant pivoter autour d'un axe parallèle à l'axe de cylindre (5) du cylindre de travail
(8).
8. Engin selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que le poste de
conduite comporte une cabine de conduite (23) dont les éléments de -paroi sont entièrement
ou partiellement repliables, en vue du transport.
9. Engin selon la revendication 8, caractérisé par le fait que la partie supérieure (24)
de la cabine de conduite (23) est aménagée pivotante en vue du transport.
10. Engin selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait que, pour l'indication
de la profondeur de travail (29), des systèmes de mesure sans contact ou avec contact
sont prévus sur l'un des côtés ou sur les deux côtés de l'engin.
11. Engin selon la revendication 10, caractérisé par le fait que, pour l'indication de
la profondeur de travail (29), des détecteurs à ultrasons sont prévus.
12. Engin selon la revendication 10 ou 11, caractérisé par le fait que les signaux obtenus
à partir des capteurs sont utilisés pour le réglage de la profondeur de travail (29).
13. Engin selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé par le fait que le cylindre
de travail (8) est équipé d'outils de coupe (17) qui sont maintenus positivement dans
des porte-outils interchangeables (16).
14. Engin selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé par le fait qu'un dispositif
de pulvérisation (32) , par exemple pour un liant bitumineux et/ou hydraulique , est
disposé dans le capot (7),
15. Engin selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé par le fait que la force
de réaction verticale des efforts de coupe sur le cylindre de travail (8) dans le
processus de travail en sens direct agit sur l'unité modulaire pivotante (2) avec
un bras de levier qui est égal au bras de levier, ou plus petit que ce bras de levier,
avec lequel le poids agit sur l'unité modulaire (2) pivotante, grâce à quoi le cylindre
de travail (8) peut être exploité avec une pression d'appui maximale.
16. Engin selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisé par le fait que le plan vertical
(41) de la résultante du poids concorde pour l'essentiel avec le plan vertical de
la force de réaction résultante (42) due aux efforts de coupe (40) des outils de coupe
(17) du cylindre de travail (8) se trouvant dans la zone d'action (44) dans le processus
de travail en sens direct.
17. Engin selon la revendication 16, caractérisé par le fait que l'axe de cylindre (5)
se trouve dans un plan vertical qui se développe à une distance horizontale (a) du
plan vertical commun (41) de la résultante du poids et de la résultante des efforts
de coupe.
18. Engin selon la revendication 17, caractérisé par le fait que la distance (a) est de
0,25 à 0,40 fois, de préférence environ 0,3 fois, le diamètre du cylindre de travail
(8).
19. Engin selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisé par le fait que la distance
(b) de l'axe de pivotement (3) de l'unité modulaire (2) à partir de l'axe de cylindre
(5) s'élève à au moins 11/2 fois jusqu'à deux fois le diamètre du cylindre de travail (8).