[0001] Die Erfindung betrifft einen Tisch mit auskragender Tischplatte, mindestens einem
Tischbein, das die Auskragung abstützt, und mindestens einem Spannelement.
[0002] Aus der französischen Druckschrift 2471164 ist ein unverrückbarar, wandseitig montierter
Hängeschrank bekannt, dessen vordere Front als ein herausklappbarer Tisch ausgebildet
ist. Der Tisch wird an einem Scharnier aus dem Hängeschrank geklappt. Ein am Unterteil
der Tischplatte verriegelbares Tischbein stützt im aufgeklappten Zustand die Tischplatte
auf dem Boden ab. Damit das Scharnier nicht überdrückt werden kann, sind zwischen
dem Hängeschrank und dem vorderen Teil des Tisches zwei Halteseile angebracht. Die
US-Druckschrift 3344 755 zeigt einen von einer Wand abklappbaren Tisch, der mit einem
Tischbein beim Herunterklappen an der Wand angelenkt ist, wobei das Tischbein selbst
an der Wand befestigt ist. Das Tischbein ist mit einem Scharnier am Tisch verbunden.
Über eine Vorrichtung in der Wand wird der Tisch durch sein Eigengewicht an einem
Seil hängend weggeklappt. Das Seil ist dazu am oberen Ende des Tischbeines befestigt.
Wenn die Tischplatte in ihre horizontale Lage eingeschwenkt ist, ist es am Scharnier
in dieser Stellung mit dem Tischbein fest angelenkt. Das Tischbein wird über das Seil
in Richtung Wand gezogen und die Tischplatte mit der Wand arretieren. Die im Stand
der Technik aufgezeigten auskragenden Tische haben den Nachteil, daß sie grundsätzlich
an einer Seitenwand ortsfest angelenkt sind. Sie können ohne Seitenwand nicht aufgestellt
werden.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Tisch mit auskragender Tischplatte, mindestens
einem Tischbein, das die Auskragung abstützt, und einem Spannelement, zu entwickeln,
der an jeder beliebigen Stelle des Bodens aufgestellt werden kann.
[0004] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß gegenüberliegend vom auskragenden
Teil des Tisches am Ende der Tischplatte mindestens ein Spannelement angeordnet ist,
das mit einem Boden und/oder einer Decke und/oder einer Wand verbunden ist. Mit dieser
Erfindung ist es möglich, auskragende Tische an jeder beliebigen Stelle im Raum und
im Freien aufzustellen. Die Tische können zu Sitzgruppen aufgestellt werden, wie sie
beispielsweise für Konferenzen benötigt werden. Vorteilhaft ist es, daß die Spannelemente
Spannseile und/oder Zugstäbe beziehungsweise Druckstäbe sind. Zweckmäßig ist, wenn
das Spannseil zur Decke über eine Umlenkrolle auf dem Boden geführt ist. Von Vorteil
ist es, daß das oder die Tischbeine auf dem Boden in einer Führung angeordnet sind.
In einer weiteren Ausführungsform sind die Spannelemente mit dem Boden und/oder der
Decke über Anker oder mittels Klett-Klebeverbindungen verbunden. Eine andere Möglichkeit
der Verankerung besteht darin, daß auf dem Boden Gegengewichte aufgesetzt sind, die
mit den Spannelementen verbunden sind. Vorteilhaft ist es, daß die Spannelemente ein
Spannschloß aufweisen. Vorzugsweise wird für den Tisch Faserverbundwerkstoff verwendet.
Es ist auch zweckmäßig, daß die Spannelemente Träger von Anbauelementen sind. Eine
weitere Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß an der Wand eines Raumes
oder eines an dieser Wand angeordneten Möbelelementes ein Bügel befestigt ist, in
dem das oder die Spannelemente über die Bügellänge verschiebbar geführt sind, wobei
das Tischbein auf dem Boden steht, oder das Tischbein mit einem Gleitelement in einer
am Möbelelement angebrachten Laufebene verschiebbar angeordnet ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Bügel zur Führung des oder der Spannelemente
des Tisches an einem frei im Raum befindlichen Gegenstand angeordnet.
[0005] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: eine schematische Darstellung eines Tisches mit auskragender Tischplatte,
Fig. 2: Spannelement mit Verankerungen
Fig. 3: Verankerung Tisch - Boden,
Fig. 4: Verankerung Tisch - Wand,
Fig. 5: Verankerung Tisch - Decke,
Fig. 6: Tisch mit Leuchte,
Fig. 7: Verankerung Tisch - Decke und
Fig. 8: Verankerung über Möbelstück.
[0006] Figur 1 zeigt die schematische Darstellung eines Tisches mit auskragender Tischplatte
1. Die Kraglänge der Tischplatte 1 beläuft sich von der Abstützung durch die Tischbeine
2 bis zur vorderen Stirnseite der Tischplatte 1. Der Tisch wird durch Spannelemente
3 statisch in gebräuchlicher Lage gehalten, wobei die Spannelemente 3 zwischen Tisch
und Boden 6 und/oder Decke 13 und/oder Wand 12 angeordnet sind. Die Spannelemente
3 können Spannseile 4 oder Spannstäbe 5 sein. Als Spannelemente 3 können sie auch
kombiniert eingesetzt werden. In Figur 2 ist ein Spannseil 4 dargestellt, welches
im Boden 6 und am Tisch verankert ist. Zur Verankerung am Tisch dient beispielsweise
eine Nut 7, die gegenüberliegend von der Auskragung im Tisch eingearbeitet ist. In
dieser Nut 7 ist beidseitig eine Stange 8 aufgelegt. Über diese Stange 8 ist die Öse
9 des Spannseiles 4 geschoben. Mit dem Boden 6 ist das Spannseil 4 über einen in einen
Dübel eingeschraubten Anker 17 verbunden. Die Verankerung kann auch durch eine Klett-Klebeverbindung
erfolgen. Das im Boden 6 und am Tisch verankerte Spannseil 4 wird über ein Spannschloß
10 gespannt, um den Tisch in seiner gebräuchlichen Stellung aufzustellen und statisch
zu halten. Durch ein Gegengewicht 11 kann die Verankerung des Spannelementes 3 im
Boden 6, ersetzt werden. Figur 3 zeigt die Verankerung des Tisches mit dem Boden 6.
An der hinteren Stirnseite der Tischplatte 1 sind an den beiden Außenseiten Spannseile
4 schräg nach unten mit dem Boden 6 verspannt. Zusätzlich sind zwei Spannstäbe 5 senkrecht
nach unten gespannt. Die Spannstäbe 5 nehmen neben den Zugkräften auch Druckkräfte
auf, die auf die Spannelemente 3 wirken können. Inwieweit Spannstäbe 5 oder Spannseile
4 oder eine Kombination beider Spannelemente 3 eingesetzt werden, hängt von der Form
und dem Einsatzzweck des jeweiligen Tisches ab.
Die Verankerung des Tisches mit einer Wand 12 ist in Figur 4 dargestellt. Um den Tisch
im Raum ortsveränderlich aufstellen zu können, ist an der Wand 12 ein Bügel 18 angebracht.
Ein Spannstab 5 ist mit dem Bügel 18 und dem Tischbein 2 verbunden. Demzufolge kann
der Tisch über die gesamte Bügellänge im Raum seitlich verstellt werden. Wird von
der Wand 12 ein größerer Abstand benötigt, wird ein längerer Spannstab 5 eingesetzt.
In Figur 5 ist eine Verankerungsmöglichkeit des Tisches mit der Decke 13 aufgezeigt.
Die Tischplatte 1 wird von einem zentralen Tischbein 2 getragen. Das Tischbein 2 ist
in einer Führung 15 am Boden 6 arretiert. Von der Stirnseite der Tischplatte 1 sind
Spannstäbe 5 zum Boden 6 und Spannseile 4 zur Decke 13 als Spannelemente 3 angeordnet,
wobei das Spannseil 4 über eine am Boden 6 angebrachte Umlenkrolle 14 zur Decke 13
geführt ist. Wie Figur 6 zeigt, können die Spannelemente 3 auch Träger für Anbauelemente
16, wie Tischleuchten, sein. In Figur 7 ist eine Verankerung des Tisches dargestellt,
bei der ein Druckstab 19 mit der Decke 13 und mit der Tischplatte 1 fest verbunden
ist. Auch hier können am Druckstab 19 Anbauelemente 16 angebracht werden. Figur 8
zeigt eine mittelbare Verankerung des Tisches mit der Wand 12 über ein Möbelelement
20, das durch Fixierungselemente 21 an der Wand 12 befestigt ist. Am Möbelelement
20 ist eine Bügel 18, angebracht, in dem das Spannseil 4 mit Tisch gehalten und geführt
ist. Das Möbelelement 20 besitzt kurz über dem Boden 6 eine Laufebene 22, in die ein
Gleitelement 23, das am Tischbein 2 angeordnet ist, eingreift. Der über das Spannseil
4 am Möbelelement 20 aufgestellte Tisch kann, im Gleitelement 23 und am Bügel 18 geführt,
parallel zum Möbelelement 20 verrückt werden.
Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen
[0007]
- 1
- = Tischplatte
- 2
- = Tischbein
- 3
- = Spannelement
- 4
- = Spannseile
- 5
- = Spannstäbe
- 6
- = Boden
- 7
- = Nut
- 8
- = Stange
- 9
- = Öse
- 10
- = Spannschloß
- 11
- = Gegengewicht
- 12
- = Wand
- 13
- = Decke
- 14
- = Umlenkrolle
- 15
- = Führung
- 16
- = Anbauelement
- 17
- = Anker
- 18
- = Bügel
- 19
- = Druckstab
- 20
- = Möbelelement
- 21
- = Fixierungselemente
- 22
- = Laufebene
- 23
- = Gleitelement
1. Tisch mit auskragender Tischplatte, mindestens einem Tischbein (2), das die Auskragung
abstützt, und mindestens einem Spannelement (3), dadurch gekennzeichnet, daß gegenüberliegend
vom auskragenden Teil des Tisches am Ende der Tischplatte (1) mindestens ein Spannelement
(3) angeordnet ist, das mit einem Boden (6) und/oder einer Decke (13) und/oder einer
Wand (12) verbunden ist.
2. Tisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannelemente (3) Spannseile
(4) und/oder Zugstäbe beziehungsweise Druckstäbe (19) sind.
3. Tisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Sapnnseil (4) zur Decke (13)
über eine Umlenkrolle (14) auf dem Boden (6) geführt ist.
4. Tisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die Tischbeine (2) auf
dem Boden (6) in einer Führung (15) angeordnet sind.
5. Tisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannelemente (3) mit dem Boden
(6) und/oder der Decke (13) über Anker (17) oder mittels Klett-Klebeverbindungen verbunden
sind.
6. Tisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verankerung auf dem Boden (6)
Gegengewichte (11) aufgesetzt sind, die mit den Spannelementen (3) verbunden sind.
7. Tisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannelemente (3) je ein Spannschloß
(10) aufweisen.
8. Tisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für den Tisch Faserverbundwerkstoff
verwendet wird.
9. Tisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannelemente (3) Träger von
Anbauelementen (16) sind.
10. Tisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Wand (12) eines Raumes oder
eines an dieser Wand (12) angeordneten Möbelelementes (20) ein Bügel (18) befestigt
ist, in dem das oder die Spannelemente (3) über die Bügellänge verschiebbar geführt
sind, wobei das Tischbein (2) auf dem Boden (6) steht, oder das Tischbein (2) mit
einem Gleitelement (23) in einer am Möbelelement (20) angebrachten Laufebene (22)
verschiebbar angeordnet ist.
11. Tisch nach Anspruch 1 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Bügel (18) zur Führung
des oder der Spannelemente (3) des Tisches an einem frei im Raum befindlichen Gegenstand
angeordent sind.