[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein nach Oberbegriffsmerkmalen des Patentanspruches
1 gestaltetes Verfahren zum Betreiben einer hydraulisch gesteuerten/geregelten Nockenwellen-Verstellvorrichtung
für Brennkraftmaschinen.
[0002] Aus der EP-B 0 245 791 ist eine nach dem gattungsgemäßen Verfahren betriebene Nockenwellen-Verstellvorrichtung
bekannt, bei der die mechanische Stelleinrichtung durch entsprechende Wahl der Richtung
einer Schräg- oder Schraubverzahnung relativ zur Drehrichtung der Nockenwelle so ausgelegt
ist, daß bei Ausfall der Steuer-/Regel-Hydraulik die Nockenwelle in Spät-Stellung
auf Anschlag gebracht ist. Diese zur Sicherung des Motorbetriebes getroffene Auslegung
ist zwar bei einem Kaltstart der Brennkraftmaschine mit dem gattungsgemäßen Hydrauliksystem
prinzipiell rasch rückgängig zu machen in Richtung Früh-Verstellung, jedoch ist eine
z.B. innerhalb einer Sekunde zu erzielende Früh-Verstellung dann nicht mehr sichergestellt
bei längeren Betriebspausen der Brennkraftmaschine mit durch Leckagen an einem der
beiden Ventile abgesenktem Druckniveau im Druckspeicher.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße Betriebs-Verfahren für
eine Nockenwellen-Verstellvorrichtung mit einfachem Aufbau so zu verbessern, daß eine
startabhängig rasche Früh-Verstellung der Nockenwelle erzielbar ist.
[0004] Diese Aufgabe ist mit dem Patentanspruch 1 dadurch gelöst, daß bei einem Start der
Brennkraftmaschine ein in dem Druckspeicher über ein gesondertes Wegeventil gesteuert
bevorratet gehaltenes Druckmedium in Abhängigkeit eines Startsignals über das Wegeventil
gesteuert freigegeben wird zur Beaufschlagung des Verstellkolbens für eine Früh-Verstellung
der Nockenwelle durch die Stelleinrichtung.
[0005] Mit der Erfindung eines aus dem Hydraulikkreis aufladbaren und über ein Startsignal
ventilgesteuert an den Hydraulikkreis anschließbaren Druckspeichers ist in vorteilhafter
Weise bei einfachem Aufbau ein Verfahren zur raschestmöglichen Früh-Verstellung der
Nockenwelle bei einem Start der Brennkraftmaschine erzielt. Bei entsprechender Dimensionierung
des Hydraulikkreises kann der Druckanstieg im Hydraulikkreis beim Motorstart im wesentlichen
nach einer Sprungfunktion erfolgen, womit in vorteilhafter Weise eine Früh-Stellung
in Bruchteilen einer Sekunde erzielt ist.
[0006] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es zur Schonung von mit den Hydraulikkreis
verbundenen Einrichtungen vorteilhaft, den Druck im Hydraulikkreis beim Abstellen
der Brennkraft gezielt abzusenken.
[0007] Das erfindungsgemäße Verfahren ist anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten
Hydraulikkreises für eine Nockenwellen-Verstellvorrichtung beschrieben.
[0008] Eine Nockenwellen-Verstellvorrichtung 1 einer nicht näher gezeigten Brennkraftmaschine
umfaßt eine mechanische Stelleinrichtung 2 und eine hydraulische Betätigungseinrichtung
3. Die mechanische Stelleinrichtung 2 bewirkt über ihre Verzahnungen 4 und 5 entsprechend
der Antriebsrichtung gemäß Pfeil "A" des Abtriebsrades 6 bei unwirksamer hydraulischer
Betätigungseinrichtung 3 eine Spät-Stellung einer Nockenwelle 7, wobei ein Kolben
8 der Betätigungseinrichtung 3 eine Endstellung "B" einnimmt.
[0009] Weiter ist die Brennkraftmaschine mit einer z. B. von ihr angetriebenen Schmierölpumpe
9 ausgerüstet, die über ein Rückschlagventil 10 in eine Zulaufleitung 11 der hydraulischen
Betätigungseinrichtung 3 fördert. Dieser ist weiter eine Rücklaufleitung 12 zugeordnet.
Ein elektromagnetisch gesteuertes 4/3-Wegeventil 13 verbindet die Leitungen 11,12
mit beidseitig des Kolbens 8 vorgesehenen Steuerkammern 14,15 zur jeweils betriebspunktabhängig
gezielten Verstellung in Richtung früh oder spät der Nockenwelle 7.
[0010] Dem aus Pumpe 9, Zulaufleitung 11, Rücklaufleitung 12 und 4/3-Wegeventil 13 im wesentlichen
gebildeten Hydraulikkreis 16 ist stromauf des Rückschlagventils 10 über eine Leitung
17 und ein 2/2-Wegeventil 18 ein Druckspeicher 19 angeschlossen. Das mit dem Druckspeicher
19 in Reihe angeordnete, elektromagnetisch betätigbare 2/2-Wegeventil 18 weist in
dem mit dem pumpenseitigen Hydraulikkreis 16 in Verbindung stehenden Druckspeicher-Zulaufweg
17' ein Sitzventil 20 auf. Das Sitzventil 20 dient der Rückhaltung von Druckmedium
aus dem Hydraulikkreis 16 im Druckspeicher 19.
[0011] Mit 21 ist eine elektronische Steuereinheit bezeichnet, die über Signalleitungen
22 mit einer Zündanlage 23 in Verbindung steht. Eine weitere Steuerleitung 24 ist
mit dem elektromagnetisch betätigbaren 4/3-Wegeventil 13 derart verbunden, daß die
Zulaufleitung 11 mit der Steuerkammer 14 des in Spät-Stellung der Nockenwelle 7 stehenden
Kolbens 8 verbindbar ist. Schließlich führt von der Steuereinheit 21 eine weitere
Signalleitung 25 zum elektromagnetisch betätigbaren 2/2-Wegeventil 18, um über dessen
Ablaufweg 17" den Druckspeicher 19 mit der Zulaufleitung 11 zu verbinden.
[0012] Beim Start der nicht näher gezeigten Brennkraftmaschine mittels eines Zündschlüssels
26 bewirken Signale auf den Leitungen 24 und 25 eine Steuerung der Wegeventile 13
und 18 derart, daß aus dem im wesentlichen gefüllten Druckspeicher 19 Druckmedium
über die Leitung 11 dem Kolben 8 im Steuerraum 14 für eine Verlagerung aus der Spät-
in eine Früh-Verstellung der Nockenwelle 7 zugeführt wird, wobei der Druckaufbau am
Kolben 8 in vorteilhafter Weise nach Art einer Sprungfunktion erfolgt. Mit diesem
erfindungsgemäßen Betriebs-Verfahren kann bei jedem Start, insbesondere Kaltstart
der Brennkraftmaschine, eine vorteilhafte Früh-Verstellung der Nockenwelle 7 mit erheblich
reduzierter Ventilüberschneidung erzielt werden zur Absenkung nachteilig wirkender
Anteile im Abgas.
[0013] Um eventuell den Bedarf an Steuerstrom der Wegeventile 13 und 18 gering zu halten,
können diese z. B. hydraulisch vorgesteuert sein.
1. Verfahren zum Betreiben einer hydraulisch gesteuerten/geregelten Nockenwellen-Verstellvorrichtung
für Brennkraftmaschinen,
- bei dem eine auf Spät-Stellung der Nockenwelle (7) ausgelegte mechanische Stelleinrichtung
(2) durch einen zumindest einseitig hydraulisch beaufschlagbaren Kolben (8) gesteuert
wird, dem
- ein Druckmedium aus einem Hydraulikkreis (16) über ein betriebspunktabhängig wirksames
Steuerventil (13) zugeführt wird, wobei
- das Druckmedium unter der Wirkung eines Druckspeichers (19) steht, dadurch gekennzeichnet,
- daß bei einem Start der Brennkraftmaschine ein in dem Druckspeicher (19) über ein
gesondertes Wegeventil (18) gesteuert bevorratet gehaltenes Druckmedium in Abhängigkeit
eines Startsignals über das Wegeventil (18) gesteuert freigegeben wird zur Beaufschlagung
des Verstellkolbens (8) für eine Früh-Verstellung der Nockenwelle (7) durch die Stelleinrichtung
(2).
2. Verfahren nach Anspruch 1,
- gekennzeichnet durch die Verwendung eines mit dem Druckspeicher (19) in Reihe angeordneten,
elektromagnetisch betätigbaren 2/2-Wegenventils (18), das
- in dem mit dem pumpenseitigen Hydraulikkreis (16) in Verbindung stehenden Druckspeicher-Zulaufweg
(17') ein Sitzventil (20) umfaßt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2,
- gekennzeichnet durch die Verwendung eines vorgesteuerten, elektromagnetisch betätigbaren
2/2-Wegeventils (18).
1. A method of operating an open-loop/closed-loop hydraulically controlled camshaft adjusting
device for internal combustion engines,
- wherein a mechanical adjusting means (2) designed for retarded adjustment of the
camshaft (7) is controlled by a piston (8) which is hydraulically actuated at at least
one end and
- which is supplied with a pressure medium from a hydraulic circuit (16) via a control
valve (13) which operates in dependence on the operating point, wherein
- the pressure medium is acted upon by a pressure reservoir (19),
characterised in that
- when the engine starts, a pressure medium stored in the pressure reservoir (19)
and controlled by a separate directional control valve (18) is released in controlled
manner via the directional valve (18) in dependence on a start signal in order to
actuate the adjusting piston (8) for early adjustment of the camshaft (7) by the adjusting
means (2).
2. A method according to claim 1,
- characterised by use of an electromagnetically actuated 2/2-way valve (18) which
is in series with the pressure reservoir (19) and
- comprises a seat valve (20) in the feed path (17') of the pressure reservoir connected
to the hydraulic circuit (16) on the pump side.
3. A method according to claims 1 and 2,
- characterised by use of a pilot-controlled electromagnetically operated 2/2-way
valve (18).
1. Procédé servant à faire fonctionner un dispositif de calage d'arbre à cames commandé
et réglé hydrauliquement pour des moteurs à combustion interne, dans lequel un dispositif
mécanique de réglage (2) mis sur la position de retard de l'arbre à cames (7), est
commandé par un piston (8) qui peut être alimenté hydrauliquement au moins d'un côté,
piston auquel on amène un fluide sous pression à partir d'un circuit hydraulique (16),
au moyen d'une vanne de commande (13) qui opère en fonction du point de fonctionnement,
le fluide sous pression se trouvant sous l'action d'un accumulateur de pression (19),
caractérisé en ce que
lors d'un démarrage du moteur à combustion interne on libère, en le commandant au
moyen du distributeur (18), un fluide sous pression maintenu approvisionné dans l'accumulateur
de pression (19) commandé par un distributeur particulier (18), en fonction d'un signal
de départ, pour déplacer en avant l'arbre à cames (7) à l'aide du dispositif de réglage
(2).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé par
l'utilisation d'un distributeur (18) à 2/2 voies disposé en série avec l'accumulateur
de pression (19) et pouvant être actionné de façon électromagnétique, distributeur
qui comprend une vanne à siège (20) dans le trajet d'amenée (17') à l'accumulateur
de pression en liaison avec le circuit hydraulique (16) du côté de la pompe.
3. Procédé selon la revendication 1 et 2,
caractérisé par
l'utilisation d'un distributeur (18) à 2/2 voies, piloté, qui peut être actionné de
façon électromagnétique.