(19)
(11) EP 0 758 054 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
07.03.2001  Patentblatt  2001/10

(21) Anmeldenummer: 95810503.3

(22) Anmeldetag:  09.08.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7F04C 29/02, F04C 29/00

(54)

Schmiersystem für Schraubenverdichtern

Oil circulation system for screw compressors

Système de circulation d'huile pour un compresseur à vis


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR IT NL

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
12.02.1997  Patentblatt  1997/07

(73) Patentinhaber: SULZER-ESCHER WYSS GmbH
88131 Lindau (DE)

(72) Erfinder:
  • Baur, Ferdinand
    D-88149 Nonnenhorn (DE)

(74) Vertreter: Sulzer Management AG 
KS/Patente/0007 Zürcherstrasse 12
8401 Winterthur
8401 Winterthur (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 030 275
WO-A-83/03641
EP-A- 0 030 619
DE-A- 2 801 408
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung handelt von einer Schraubenverdichtereinrichtung für Kältemittel mit kältemittellöslichen Oelen, vorzugsweise für Ammoniak mit darin löslichem Polyalkylenglycol, wobei ein Förderstrom nach einem Schraubenverdichter in einem unter Austrittsdruck stehenden Oelabscheider in einen Gasstrom und in einen Oelstrom unterteilt wird und der Oelstrom über eine Drosselstelle und einen Oeleintritt in den Schraubenverdichter gelangt.

    [0002] Bei Schraubenverdichtern wälzen sich zwei schraubenförmige Rotoren, Haupt- und Nebenläufer, in einem Gehäuse ab (z. B EP-A-0 030 619). Während des Saugvorganges vergrössert sich bei der Drehung die Zahnlücke zwischen den Rotoren, Gas wird angesaugt. Beim Weiterdrehen der Rotoren schliesst sich diese Zahnlücke beim Ueberfahren der Einlasssteuerkante. Beim Weiterdrehen greift das Gegenrad in die Lücke ein und verkleinert fortlaufend den eingeschlossenen Gasraum, das Gas wird komprimiert, bis schliesslich die Austrittssteuerkante erreicht und das verdichtete Gas ausgeschoben wird.

    [0003] In den zu fördernden Gasstrom wird im Kompressionsraum eine verhältnismässig grosse Oelmenge eingespritzt, um eine bessere Abdichtung und dadurch eine Verbesserung des Liefergrades zu erreichen und um einen Teil der Verdichtungswärme mit dem Oel abzuführen. Dieses Oel muss auf der Druckseite des Verdichters durch einen Oelabscheider wieder aus dem Gasstrom abgeschieden werden, weil es sonst den Kältekreislauf in unerwünschter Weise belasten würde.

    [0004] Fig.1 zeigt eine solche bekannte Einrichtung:

    [0005] Vom Schraubenverdichter 1 wird ein mit Oelpartikeln durchsetzter Gasstrom 30 über eine Druckleitung 2 zu einem Oelabscheider 3 gefördert. Von dort wird der entölte Gasstrom 31 im Sinne des kältetechnischen Kreisprozesses zu einem Verflüssiger geführt. Das im Oelabscheider 3 abgeschiedene Oel gelangt über eine Leitung 4 zu einem wasser- oder luftgekühlten Oelkühler 5, in dem die Verdichtungswärme abgeführt wird. Das Oel wird von dort über eine Leitung 6, einen Oelfilter 7, ein Rückschlagventil 8, ein Magnetventil 9 und einen Oeleintritt 10 wieder dem Verdichter 1 zugeführt, wobei in der Regel die Druckdifferenz zwischen Druck- und Saugseite am Verdichter für die Oelförderung ausgenützt wird. Ein Teil dieses zurückgeführten Oeles wird für die Schmierung der Lager und bei sogenannten "offenen" Verdichtern, bei denen die Antriebswelle nach aussen geführt ist, für die Schmierung und Kühlung der Wellenabdichtung verwendet. Die rotierende Wellenabdichtung dient dazu, die Verdichter-Antriebswelle gegen die Atmosphäre abzudichten.

    [0006] Früher wurden beispielsweise NH3-Kälteanlagen fast ausschliesslich mit sogenannten überfluteten Verdampfern und mit NH3-unlöslichen Mineralölen betrieben. Diese Mineralöle konnten sich aufgrund der Unlöslichkeit nicht mit NH3 anreichern, so dass weitgehend reines Oel wieder für die Schmierung der Lager und der Wellenabdichtung zur Verfügung stand. Bei NH3-Schraubenverdichtern ist die Versorgung der Wellenabdichtung und des auf der Saugseite liegenden antriebsseitigen Lagers mit Schmieröl problematisch geworden, seit in neuerer Zeit solche Schraubenverdichter-Kälteanlagen zunehmend mit NH3-löslichem Oel, einem Polyalkylenglycol, kurz auch PAG-Oel genannt, betrieben werden. Diese NH3-löslichen Oele sind Voraussetzung für eine sogenannte Trockenexpansionsverdampfung, mit der die NH3-Füllmenge im Kältekreislauf gegenüber dem überfluteten Betrieb erheblich gesenkt werden kann. Aufgrund der geltenden Unfallverhütungsvorschriften werden in der modernen Kältetechnik grosse Anstrenungen unternommen, NH3-Kälteanlagen mit kleinstmöglichen Füllmengen herzustellen.

    [0007] Die NH3-löslichen Oele reichern sich aufgrund des Lösungsverhaltens gemäss den im Oelabscheider gegebenen Druck- und Temperaturbedingungen mit einer bestimmten NH3-Menge an, in einem üblichen Betriebspunkt z.B. mit ca. 6% NH3 im Oel. Bei der Oelversorgung der Wellenabdichtung und des antriebsseitigen Lagers wird das Oel auf Saugdruck entspannt. Die NH3-Aufnahmefähigkeit des Oeles nimmt dabei ab, in einem üblichen Betriebspunkt z.B. auf ca. 3% NH3 im Oel, so dass die Differenz von ca. 3% NH3 zwangsläufig aus dem Oel ausdampft. Aufgrund des sehr grossen Dampfvolumens von NH3 entsteht durch diesen Ausdampfvorgang ein grosses Volumen an Oelschaum (bei einem üblichen Betriebspunkt ca. 11 faches Volumen gegenüber dem reinen Oel), dessen Schmierwirkung gegenüber dem reinen Oel sehr viel geringer ist. Das führt in der Folge häufig zu sehr schnellem Verschleiss der Wellenabdichtung und z.T. auch des antriebsseitigen Lagers durch Mangelschmierung. Es sind Einrichtungen bekannt, die diesem Umstand begrenzt abhelfen.

    [0008] Figur 2 zeigt eine bekannte Einrichtung für kältemittellösliche Oele an Schraubenverdichtern, die das für die Schmierung und Dichtung vorgesehene Oel über eine Drosselstelle 25 entspannt und über einen Ausdampfbehälter 21 führt, dessen Dampfraum über eine Leitung 12 mit der Saugseite 29 des Schraubenverdichters 1 in Verbindung steht. Dadurch wird das Oel "entgast" und kann mit besserer Schmierwirkung der Wellenabdichtung und dem antriebsseitigen Lager zugeführt werden, wobei die notwendige Druckdifferenz durch eine Oelpumpe 13 erzeugt wird. Diese Anordnung hat den Nachteil, dass der Schraubenverdichter während seines Betriebes von der Funktionstüchtigkeit einer Oelpumpe abhängt. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass mit dem Start einer solchen Schraubenverdichtereinrichtung das Oel hinter der Drosselstelle 25 aufschäumt und zum Teil als Schaum an die Schmierstellen gelangt.

    [0009] Aufgabe der Erfindung ist es, diese Umstände zu verbessern.

    [0010] Diese Aufgabe wird gelöst, indem vor der Drosselstelle über eine Abzweigung ein Teilölstrom für die Schmierung von Lagern und/oder Wellendichtungen abgezweigt ist, welcher durch einen Ausdampfbehälter geführt ist, der gasseitig über eine Leitung mit einem Zwischendruckanschluss auf dem Verdichtungsweg des Schraubenverdichters verbunden ist, um den Teilölstrom mit einem dem Zwischendruck entsprechenden Druck einem Schmieranschluss am Schraubenverdichter zuzuführen.

    [0011] Diese Anordnung hat den Vorteil, dass bei einem Stromausfall der Schmierdruck nicht zusammenbricht während dem Auslaufen des Schraubenverdichters, da sich die Druckdifferenz zwischen Enddruck und Zwischendruck wenn überhaupt dann langsam nach dem Stillstand des Schraubenverdichters abbaut. Im weiteren ist keine Oelpumpe notwendig. Ausserdem wird der aus dem Schmieröl abgeführte Dampf bei Zwischendruck eingespeist, so dass seine Verdichtung von Saugdruck auf Zwischendruck entfällt und damit die Kälteleistung des Kreisprozesses verbessert wird.

    [0012] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 8 gezeigt. So hat es sich als vorteilhaft erwiesen, zusätzlich zum Zwischendruck den Teilölstrom mit einem Drossel- oder Regelorgan abzugleichen. Ausserdem ist es sinnvoll, das Oel im Ausdampfbehälter zu heizen, um bei einer höheren Temperatur mit geringerer Gaslöslichkeit mehr Gas auszutreiben. Die Verringerung des Gasanteils kompensiert die verringerte Viskosität mehr als genug, um zu einer brauchbaren Schmierung zu kommen. Ausserdem könnte man den Teilölstrom zwischen Ausdampfbehälter und Schmierstellen immer noch kühlen, um eine höhere Viskosität zu erhalten und wegen der höheren Löslichkeit auch bei Drucksenkung an den Schmierstellen kaum Gas auszutreiben. Im weiteren ist es für einen Start und den weiteren Betrieb sinnvoll, den Ausdampfbehälter oberhalb des Schraubenverdichters anzuordnen und mit Sperrventilen ein Leeren des Ausdampfbehälters und der Zuleitung im Stillstand zu verhindern, um mindestens das geodätische Gefälle zur Verfügung zu haben. Wenn die Druckdifferenz zwischen Enddruck und Zwischendruck in der Startphase zu klein ist, kann man auch eine Oelpumpe nach dem Ausdampfbehälter vorsehen, die nach dem Start, d.h. bei genügender Druckdifferenz, abgeschaltet wird.

    [0013] Viele der Schraubenverdichterkonstruktionen weisen die Möglichkeit auf, in das bereits teilweise verdichtete Gas einen Nebengasstrom zusätzlich anzusaugen. Eine Oeffnung im Gehäuse ist so angeordnet, dass in der Zahnlücke an dieser Stelle ein Mitteldruck aus Saug- und Enddruck erreicht ist. Bei einer zweistufigen Entspannung wird das Gas der ersten Entspannungsstufe über diese Oeffnung in den Kompressionsraum angesaugt. Mit dieser "Economizer-Schaltung" verbessert sich der Wirkungsgrad der Kälteanlage. Ein Vorteil der obigen Einrichtung besteht darin, dass die Schraubenkompressoren, die einen solchen Economizer-Anschluss besitzen, konstruktiv nicht verändert werden müssen, um von der Einrichtung Gebrauch zu machen.

    [0014] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben. Es zeigen:
    Fig.3
    schematisch eine erfindungsgemässe Einrichtung, bei der ein Teilölstrom nach dem Durchlaufen eines Oelkühlers entnommen wird;
    Fig.4
    schematisch eine erfindungsgemässe Einrichtung, bei der ein Teilölstrom ungekühlt vor dem Oelkühler entnommen wird; und
    Fig.5
    schematisch eine Einrichtung analog zu Figur 3, bei der eine Hilfspumpe die Schmierung beim Start des Schraubenverdichters unterstützt.


    [0015] Mit den Figuren wird eine Verbesserung der Schmierung von Lagern und Wellendichtungen an Schraubenverdichtern für Kältemittel mit kältmittellöslichen Oelen gezeigt. Eine typische Anwendung ergibt sich beispielsweise für Ammoniak mit darin löslichem Polyalkylenglycol. Dadurch, dass dem zum Schraubenverdichter zurückgeführten Oelstrom vor der Druckabsenkung auf annähernd Verdichtersaugdruck ein Teilölstrom bei einem Zwischendruck entnommen wird und über einen Ausdampfbehälter geführt wird, können wesentliche Anteile von gelöstem Kältemittel bei einem Zwischendruckanschluss auf dem Verdichtungsweg des Schraubenverdichters eingespeist werden. Entsprechend günstiger sind die Schmiereigenschaften vom restlichen Teilölstrom am Schmieranschluss und die Nachteile vom Druckzusammenbruch oder von Schaumförderung bei einer Oelpumpe entfallen, da keine Oelpumpe bei passendem Zwischendruck notwendig ist.

    [0016] In Figur 3 fördert ein Schraubenkompressor 1 Ammoniak in Gasform aus einer Saugleitung 29 und verdichtet es, wobei Polyalkylenglycol an einem Oeleintritt 10 eingespritzt wird, um die Dichtwirkung zwischen den Kompressionskammern zu verbessern. Für den Widerstand der Düsen oder Blenden bei der Einspritzung ist symbolisch eine Drosselstelle 25 eingezeichnet. Der gegen einen Enddruck aus dem Schraubenverdichter 1 austretende Förderstrom 30 wird über eine Druckleitung einem Oelabscheider 3 zugeführt, der einen Gasraum 3a aufweist, aus dem ein Gasstrom 31 einem nicht gezeigten Verflüssiger zugeführt wird, während am Boden des Oelabscheiders 3 ein Oelvorrat 3b besteht, aus welchem ein Oelstrom 32 über eine Leitung 4 durch einen Oelkühler 5 geführt wird. Der gekühlte Oelstrom 32 gelangt in einer Leitung 6 über einen Oelfilter 7, ein Rückschlagventil 8 und ein Magnetventil 9 an die Drosselstelle 25 und den Oeleintritt 10. Vor der Drosselstelle 25 wird in einer Abzweigung 11 ein Teilölstrom 35 für die Schmierung von Lagern und Wellendichtungen abgezweigt und in einen Ausdampfbehälter geführt, der unter dem Druck eines Zwischendruckanschlusses 14 auf dem Verdichtungsweg des Schraubenverdichters 1 steht. Der Druck am Eintritt in die Abzweigung 11 muss also etwas höher als der Druck im Zwischendruckanschluss 14 sein, um mit einer Blende 26 den Teilölstrom 35 zu beschränken. Im Ausdampfbehälter 24 findet durch die Verweilzeit im Behälter und durch Unterdruckzonen an den Kanten der Blende 26 eine Ausgasung von Ammoniak statt, welches über eine Leitung 23 am Zwischendruckanschluss 14 eingespeist wird. Die Ausgasung kann durch eine Heizeinrichtung 19, wie sie in den Figuren 4 und 5 gezeigt ist, unterstützt werden. Der entgaste Teilölstrom gelangt über eine Leitung 15 und ein Magnetventil 17 an einen Schmieranschluss 16 und nach dem Durchlaufen von Lagern und Wellendichtungen in einem Saugraum 29 am Verdichtereintritt in den Gasstrom zurück. Als Zwischendruckanschluss wird ein sogenannter Economizer-Anschluss am Schraubenverdichter 1 verwendet. Dieser "Economizer"-Anschluss ist an jedem modernen Schraubenverdichter vorhanden und mündet im Schraubenverdichter an einer Stelle des Verdichtungsweges, bei dem der Saugraum durch die Schraubenprofile bereits geschlossen ist. Die an dieser Stelle zugeführte Gasmenge belastet somit nicht mehr das angesaugte Gasvolumen und ist deshalb weitgehend leistungsneutral. Ausserdem herrscht am Economizer-Anschluss 14 ein ca. 1,5 bis 2 bar höherer Druck als an der unter Saugdruck stehenden Wellenabdichtung des Verdichters, so dass diese Druckdifferenz für die Oelförderung ausgenützt werden kann und eine Oelpumpe damit in den meisten Fällen entbehrlich ist.

    [0017] Der Ausdampfbehälter 24 ist oberhalb des Schraubenverdichters 1 angeordnet und das Magnetventil 17 ist im Stillstand geschlossen, um beim Start einen unter Schwerkraft zulaufenden Oelvorrat zu haben.

    [0018] In Figur 5 ist lediglich der Kreis vom Teilölstrom 35 gegenüber Figur 3 um weitere Komponenten erweitert worden. In der Abzweigung 11 ist ein Magnetventil 18 vorgesehen, welches bei Stillstand ein Zurückfliessen von Oel aus den höher liegenden Bereichen verhindert, und der Teilölstrom 35 wird durch ein Regelventil 20 begrenzt, welches beispielsweise das Oelniveau im Ausdampfbehälter 24 konstant hält. Eine Heizeinrichtung 19 begünstigt das Ausgasen von Kältemittel. Die Leitung 15 gabelt sich nach dem Magnetventil 17 in einen Strang 15a, in welchem eine Oelpumpe 22 mit Rückschlagventil 27 als Starthilfe eingebaut ist, und in einen Strang 15b mit einem Rückschlagventil 28, um an der stillgesetzten Oelpumpe 22 vorbei in den Schmieranschluss 16 zu fördern. Eine solche Druckerhöhungspumpe 22 könnte immer dann mitlaufen, wenn der Zwischendruck für die Schmierung ungenügend ist. Das Regelventil 20 würde den Teilölstrom 35 entsprechend der Schöpfleistung der Pumpe 22 nachführen.

    [0019] Figur 4 zeigt gegenüber den Figuren 3 und 5 eine Anordnung, bei der die Abzweigung 11 für den Teilölstrom 35 vor dem Oelkühler 5 weggeht. Der Teilölstrom gelangt schon wesentlich heisser über ein Magnetventil 18 und ein Regelventil 20 in den Ausdampfbehälter 24. Eine am Ausdampfbehälter 24 angebrachte Heizeinrichtung 19 wird daher nur in Ausnahmefällen notwendig sein. Das Oel gelangt ebenfalls über eine Leitung 15 und ein Magnetventil 17 in den Schmieranschluss 16, wobei das Magnetventil 17 im Stillstand den Oelvorrat im höher gelegenen Ausdampfbehälter 21 zurückhält.


    Ansprüche

    1. Schraubenverdichtereinrichtung für Kältemittel mit kältemittellöslichen Oelen, vorzugsweise für Ammoniak mit darin löslichem Polyalkylenglycol, wobei ein Förderstrom (30) nach einem Schraubenverdichter (1) in einem unter Austrittsdruck stehenden Oelabscheider (3) in einen Gasstrom (31) und-in einen Oelstrom (32) unterteilt wird und der Oelstrom (32) über eine Drosselstelle (25) und einen Oeleintritt (10) in den Schraubenverdichter (1) gelangt,
    dadurch gekennzeichnet, dass vor der Drosselstelle (25) über eine Abzweigung (11) ein Teilölstrom (35) für die Schmierung von Lagern und/oder Wellendichtungen abgezweigt ist, welcher durch einen Ausdampfbehälter (24) geführt ist, der gasseitig über eine Leitung (23) mit einem Zwischendruckanschluss (14) auf dem Verdichtungsweg des Schraubenverdichters (1) verbunden ist, um den Teilölstrom (35) mit einem dem Zwischendruck entsprechenden Druck einem Schmieranschluss (16) am Schraubenverdichter zuzuführen.
     
    2. Schraubenverdichtereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausdampfbehälter (24) geodätisch oberhalb der Schmierstellen am Schraubenverdichter (1) angeordnet ist, um ein Gefälle für den Schmierdruck mit auszunutzen.
     
    3. Schraubenverdichtereinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Ausdampfbehälter (24) und dem Schmieranschluss (16) ein Sperrventil (17) angeordnet ist, um bei Stillstand ein Auslaufen von Oel aus dem Ausdampfbehälter (24) zu verhindern.
     
    4. Schraubenverdichtereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Abzweigung (11) ein Sperrventil (18) angeordnet ist, um bei Stillstand ein Zurücklaufen von Oel zu verhindern.
     
    5. Schraubenverdichtereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Ausdampfbehälter (24) zur Unterstützung der Ausdampfleistung eine Heizeinrichtung (19) angebracht ist, welche im Stillstand eine Anreicherung des Oels mit Kältemittel verhindert.
     
    6. Schraubenverdichtereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Abzweigung (11) ein Drosselorgan (26) vorgesehen ist, um den Teilölstrom (35) zu beschränken.
     
    7. Schraubenverdichtereinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Abzweigung (11) als Drosselorgan ein Regelventil (20) vorgesehen ist, um entsprechend einem vorgegebenen Sollwert den Teilölstrom (35) in der Abzweigung (11) zu regeln.
     
    8. Schraubenverdichtereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Ausdampfbehälter (24) und dem Schmieranschluss (16) zwei parallele Verbindungsleitungen (15a, 15b) vorgesehen sind, von denen eine (15a) eine Förderpumpe (22) mit Rückschlagventil (27) und die andere (15b) ein Rückschlagventil (28) aufweisen, um beim Start des Schraubenverdichters (1) die Förderung von Oel in den Schmieranschluss (16) zu unterstützen.
     
    9. Schraubenverdichter einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Schraubenverdichter als Zwischenanschluss (14) einen Economizer-Anschluss aufweist, wie er für eine Zwischeneinspeisung eines Teilgasstromes bei Mehrfach-Entspannung des Gasstromes (31) vorgesehen ist.
     
    10. Schraubenverdichter einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischendruckanschluss (14) über den ganzen Leistungsbereich, insbesondere auch bei extremer Teillast, keine Verbindung zum Saugraum aufweist, um einen für die Schmierung notwendigen Zwischendruck aufrecht zu erhalten.
     
    11. Schraubenverdichter einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der Schraubenverdichter insbesondere eine Wellenabdichtung aufweist und ein antriebsseitiges Lager auf der Saugseite besitzt.
     


    Claims

    1. Screw compressor apparatus for refrigerants with oils soluble in refrigerants, preferably for ammonia with polyalkylene glycol soluble therein, wherein a delivery flow (30) is divided after a screw compressor (1) in an oil separator (3) under exit pressure into a gas flow (31) and an oil flow (32), and the oil flow (32) enters into the screw compressor (1) via a restrictor (25) and an oil inlet (10),
    characterised in that a partial oil flow (35) is branched off before the restrictor (25) via a branch (11) for the lubrication of bearings and/or shaft seals, which partial oil flow (35) is led through a vapour separation container (24), which is connected on the gas side via a line (23) to an intermediate pressure connection (14) on the compression path of the screw compressor (1) in order to feed the partial oil flow (35) to a lubricating connection (16) at the screw compressor (1) with a pressure corresponding to the intermediate pressure.
     
    2. Screw compressor apparatus in accordance with claim 1 characterised in that the vapour separation container (24) is geodetically arranged above the lubrication points at the screw compressor (1) in order to exploit a head for the lubrication pressure.
     
    3. Screw compressor apparatus in accordance with claim 2 characterised in that a blocking valve (17) is arranged between the vapour separation container (24) and the lubricating connection (16) in order to prevent oil from running out of the vapour separation container the stationary state.
     
    4. Screw compressor apparatus in accordance with one of the claims 1 to 3 characterised in that a blocking valve (18) is arranged in the branch (11) in order to prevent oil from flowing backward in the stationary state.
     
    5. Screw compressor apparatus in accordance with one of the claims 1 to 4 characterised in that a heater device (19) is mounted at the vapour separation container (24) to assist the vapour separation performance and prevents an enrichment of the oil with refrigerant in the stationary state.
     
    6. Screw compressor apparatus in accordance with one of the claims 1 to 5 characterised in that a restrictor member (26) is provided in the branch (11) in order to limit the partial oil flow (35).
     
    7. Screw compressor apparatus in accordance with claim 6 characterised in that a control valve (20) is provided in the branch (11) as a restrictor member in order to regulate the partial oil flow (35) in the branch (11) accordance with a prespecified desired value.
     
    8. Screw compressor apparatus in accordance with claims 1 to 7 characterised in that two parallel connection lines (15a, 15b) are provided between the vapour separation container (24) and the lubricating connection (16), of which one (15a) has a delivery pump (22) with a non-return valve (27) and the other (15b) has a non-return valve (28) in order to assist the transport of oil into the lubricating connection during start-up of the screw compressor (1).
     
    9. Screw compressor apparatus in accordance with one of the claims 1 to 8 characterised in that the screw compressor has an economizer connection as intermediate connection (14) such as is provided for an intermediate infeed of a partial gas flow for multiple relaxation of the gas flow (31).
     
    10. Screw compressor apparatus in accordance with one of the claims 1 to 8 characterised in that the intermediate pressure connection (14) has no connection to the suction space over the entire power range, in particular even at extreme partial loading, in order to maintain the intermediate pressure necessary for the lubrication.
     
    11. Screw compressor apparatus in accordance with one of the claims 1 to 8, wherein the screw compressor in particular has a shaft seal and possesses a drive bearing on the suction side.
     


    Revendications

    1. Installation de compresseur à vis pour des fluides frigorigènes avec des huiles solubles dans des fluides frigorigènes, de préférence pour de l'ammoniaque avec du polyalkylèneglycol soluble dans celui-ci, où un flux de convoyage (30), en aval d'un compresseur à vis (1), dans un séparateur d'huile (3) soumis à une pression de sortie, est divisé en un flux de gaz (31) et un flux d'huile (32) et où le flux d'huile (32) arrive par un emplacement d'étranglement (25) et une entrée d'huile (10) dans le compresseur à vis (1), caractérisée en ce qu'il est dérivé en amont de l'emplacement d'étranglement (25) par un branchement (11) un flux d'huile partiel (35) pour le graissage de paliers et/ou de garnitures d'étanchéité d'arbre, qui est guidé à travers un récipient d'évaporation (24) qui est relié, côté gaz, par un conduit (23) à un raccord de pression intermédiaire (14) sur le chemin de compression du compresseur à vis (1) pour amener le flux d'huile partiel (35) sous une pression correspondant à la pression intermédiaire à un raccord de graissage (16) au compresseur à vis.
     
    2. Installation de compresseur à vis selon la revendication 1, caractérisée en ce que le récipient d'évaporation (24) est disposé géodésiquement au-dessus des emplacements de graissage au compresseur à vis (1) pour tirer profit d'une pente pour la pression de graissage.
     
    3. Installation de compresseur à vis selon la revendication 2, caractérisée en ce qu'il est disposé entre le réservoir d'évaporation (24) et le raccord de graissage (16) une vanne d'arrêt (17) pour empêcher, lors d'un arrêt, un écoulement d'huile du réservoir d'évaporation (24).
     
    4. Installation de compresseur à vis selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'il est disposé dans le branchement (11) une vanne d'arrêt (18) pour, lors d'un arrêt, empêcher un reflux de l'huile.
     
    5. Installation de compresseur à vis selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'il est disposé au récipient d'évaporation (24), pour soutenir la puissance d'évaporation, une installation de chauffage (19) qui, lors d'un arrêt, empêche un enrichissement de l'huile en fluide frigorigène.
     
    6. Installation de compresseur à vis selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'il est prévu dans le branchement (11) un organe d'étranglement (26) pour limiter le flux d'huile partiel (35).
     
    7. Installation de compresseur à vis selon la revendication 6, caractérisée en ce qu'il est prévu dans le branchement (11) comme organe d'étranglement une vanne de réglage (20) pour régler, conformément à une valeur de consigne prédéterminée, le flux d'huile partiel (35) dans le branchement (11).
     
    8. Installation de compresseur à vis selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que sont prévus entre le récipient d'évaporation (24) et le raccord de graissage (16) deux conduits de liaison parallèles (15a, 15b) dont l'un (15a) présente une pompe de convoyage (22) avec une vanne d'arrêt (27) et l'autre (15b) une vanne d'arrêt (28) pour, lors du démarrage du compresseur à vis (1), soutenir le convoyage de l'huile dans le raccord de graissage (16).
     
    9. Installation de compresseur à vis selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que le compresseur à vis, comme raccord intermédiaire (14), présente un raccord économique tel que prévu pour une introduction intermédiaire d'un flux de gaz partiel lors d'une détente multiple du flux de gaz (31).
     
    10. Installation de compresseur à vis selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que le raccord de pression intermédiaire (14), sur toute la zone de rendement, notamment aussi dans le cas d'une charge partielle extrême, ne présente pas de liaison à l'enceinte d'aspiration afin de maintenir une pression intermédiaire requise pour le graissage.
     
    11. Installation de compresseur à vis selon l'une des revendications 1 à 8, où le compresseur à vis présente notamment une garniture d'étanchéité d'arbre et possède un palier côté entraînement au côté d'aspiration.
     




    Zeichnung