[0001] Die Erfindung betrifft eine Platte, insbesondere eine Hartlaserplatte und ein Verfahren
zu deren Herstellung mit den Merkmalen des Oberbegriffs der Patentansprüche 1 und
13.
[0002] Bei der Herstellung von z. B. Schränken ist es üblich, als Rückwand eine sog. Hartfaserplatte
zu benutzen, wobei bisher häufig die Sichtseite mit einer Kunststoffolie aus z. B.
PVC veredelt war, so daß die dahinter befindliche aus Hartfasermaterial bestehende
Rückseite entsprechend unterteilt werden konnte, um während der Weiterverarbeitung,
der Lagerung oder des Transports z. B. zweiteilig gefaltet zu werden, so daß die Sichtseiten
gegeneinander lagen, um bei Benutzung der Hartfaserplatte, d. h. dem Einbau z. B.
in einen Schrank, auseinander gefaltet zu werden und dann im Schrank positioniert
zu werden.
[0003] Durch die aufgebrachte Folie war eine derartige Faltung möglich, ohne daß nach einem
Auseinanderfalten die Zweiteilung sichtbar war, vielmehr wurden die einzelnen Teile
durch die Folie zusammengehalten.
[0004] Eine andere Möglichkeit der Platzersparnis bei Transport und Lagerung derartiger
Hartfaserplatten war es, diese z. B. als zweiteilige Rückwand anzuliefern und über
ein Kunststoffverbindungsstück miteinander vor Ort zu verbinden.
[0005] Eine derartige Methode hat jedoch den Nachteil, daß sowohl bei der Herstellung als
auch bei der Auslieferung verschiedene Teile gefertigt werden müssen und bei Einbau
keine stabile Rückwand entsteht, da die Rückwandteile gegeneinader verschoben werden
können und zwingend eine entsprechende Nagelung bzw. Befestigung der Rückwand an z.
B. einem schrank notwendig ist, ohne daß dies zu einer wesentlichen Erhöhung der Stabilität
der Rückwand und damit des gesamten Schrankes beiträgt.
[0006] Da es sich bei den Kunststoffolien um sog. PVC-Folien handelt, diese jedoch aus Umweltgründen
nicht mehr benutzt werden sollten oder können, besteht das Problem, daß z. B. gelackte
Rückwände nicht mehr wie bisher bei PVC-beschichteten Wänden durch eine mögliche Faltung
gegen Beschädigung geschützt werden können, sondern vielmehr dadurch geteilt werden,
daß auf der Rückseite der Hartfaserplatten im Teilungsbereich eine Klebefolie aufgebracht
wird, um dann die beiden Rückseiten gegeneinander falten zu können.
[0007] Dies hat zum einen zur Folge, daß die Sichtseiten gesondert verpackt werden müssen,
um eine Beschädigung während des Transports oder der Lagerung zu verhindern, da diese
freiliegen, und zum anderen, daß nach einer Entfaltung und Einbau der Rückwand in
z. B. einem Schrank eine unschöne und nicht gewollte Fuge verbleibt und überdies die
Rückwand nicht die gewünschte Stabilität aufweist, da eine Verschiebung der einzelnen
Teile gegeneinander möglich ist und der Schrank insgesamt durch entsprechende konstruktive
Maßnahmen daher eine Erhöhung der Stabilität erfahren muß.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Platte, insbesondere Hartfaserplatte,
bereitzustellen, bei der eine Faltung in Richtung der Sichtflächen ohne Verwendung
eines auf die Sichtfläche aufzubringenden Klebestreifens möglich ist und dies bei
gleichzeitig hoher Stabilität der Platten im auseinandergefalteten Zustand und gleichzeitig
geringen Erstellungskosten.
[0009] Diese Aufgabe wird in Hinsicht auf die Platte, insbesondere Hartfaserplatte, der
eingangs geannten Gattung mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teiles des Patentanspruchs
1 und in Hinsicht auf das erfindungsgemäßen Verfahren der eingangs genannten Gattung
mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teiles des Patentanspruchs 13
[0010] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindungen sind Gegenstand der Unteransprüche 2
bis 12 sowie 14 und 15.
[0011] Dadurch, daß wenigstens eine eine Faltung der Platte um eine Schwenkachse ermöglichende
und im Bereich der Schwenkachse angeordnete Nut vorgesehen ist und daß die Nut mit
einem die faltbaren Plattenteile verschwenkbar verbindenden Kleber versehen ist, wird
die Möglichkeit geschaffen, eine Platte, insbesondere Hartfaserplatte, derart falten
zu können, daß die zu schützenden Sichtseiten gegeneinanderliegend gelagert und/oder
transportiert werden können, ohne daß ein Klebestreifen auf die Nut aufgebracht werden
müßte, sondern es wird vielmehr eine Platte geschaffen, die nach Entfaltung eine hohe
Seitenstabilität aufweist.
[0012] Sind zwei eine Faltung der Platte um eine Schwenkachse ermöglichende und im Bereich
der Schwenkachse angeordnete Nuten vorgesehen, sind darüber hinaus die Nuten einander
gegenüberliegend angeordnet und ist wenigstens eine der Nuten mit einem die zu faltenden
Plattenteile verschwenkbar verbindenen Kleber versehen, so ermöglicht dies eine optimale
Verschwenkbarkeit der Platten, ohne daß es hierbei zu einem erhöhten Auftrag im Bereich
der Schwenkachse kommt, d. h. die Platten können weitgehend plan gegeneinander gelegt
und bei Bedarf aus einandergefattet werden, ohne daß hierzu weitere technische Hilfsmittel
vonnöten sind.
[0013] Ist eine der Nuten mit einem die zu faltenden Plattenteile verschwenkbar verbindenen
Kleber versehen und ist wenigstens eine der Nuten trapezförmig ausgestaltet, so erleichtert
dies die Faltbarkeit der erfindungsgemäßen Platte.
[0014] Ist die mit einem die zu faltenden Plattenteile verschwenkbar verbindenen Kleber
versehene Nut trapezförmig ausgestaltet, so wird dadurch die Möglichkeit geschaffen,
trotz eines relativ geringen Auftrags des Klebers eine haltbare Verbindung der Plattenteile
untereinander zu schaffen.
[0015] Sind die einander gegenüberliegend angeordneten Nuten trapezförmig ausgestaltet und
sind die Nuten eine gemeinsame Grundlinie aufweisend zueinander angeordnet, so ermöglicht
dies eine Lage der Schwenkachse nahe der Sichtfläche der Platten und damit eine einfache
und unkomplizierte Faltungsmöglichkeit der Plattenteile.
[0016] Ist die der den Kleber aufweisende Nut gegenüberliegend angeordnete Nut der Plattensichtfläche
zugeordnet und ist sie mit einer an die Farbe der Sichtfläche angepaßten elastischen
Masse wenigstens teilweise gefüllt, so wird dadurch zum einen eine erhöhte Haltbarkeit
der zu faltenden Plattenteile gewährleistet, d. h. auch eine mehrfache Faltung und
Entfaltung der Plattenteile führt nicht zu einem Verlust der Haltbarkeit der Plattenteilverbindung
und zum anderen führt diese Ausgestaltung dazu, daß im Sichtbereich der z. B. Schrankrückwand
keine ungewollte Unterbrechung der Sichtfläche entsteht, sondern vielmehr der Eindruck
einer geschlossenen Fläche geschaffen wird.
[0017] Weist die der Sichtfläche zugeordnete Nut eine Tiefe von 0,1 bis 0,3 Milimeter, vorzugsweise
0,1 Milimeter, auf, so wird dadurch eine Klappbarkeit bzw. Faltbarkeit der Plattenteile
erreicht, ohne daß von einem Auftrag der zueinander zu faltenden Plattenteile im Bereich
der Faltung gesprochen werden kann.
[0018] Ist der Kleber ein Polyuretankleber, so wird dadurch ein äußerst haltbarer und für
die hier vorliegende Verwendung geeigneter Kleber gewählt.
[0019] Anzumerken ist, daß der Kleber nur zum Zwecke der Faltbarkeit der Platten dient;
ein Verkleben sich anläßlich des Positionierens beim Zusammenbau in Berührung tretender
kleberbeschichteter Flächen ist weder beabsichtigt noch zu erwarten, weil der Kleber
eine Scharnierfunktion hat, die auch nach Zerlegen eines mit den erfindungsgemäßen
Platten montierten Möbels weiterhin nutzbar ist.
[0020] Die Faltbarkeit der Platten ist beim Transport von großem Nutzen, wenn sich die Breite
dieser Platten auf die Hälfte oder auf ein Viertel falten läßt.
[0021] Dadurch, daß bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Platte im Faltungsbereich mit
einer Nut versehen wird, die mit einer Nut versehenen Platte mit einer weiteren gegenüberliegend
angeordneten und mit der ersten Nut eine gemeinsame Grundlinie aufweisenden Nut versehen
wird und daß wenigstens eine der Nuten mit einem die Plattenteile verschwenkbar zueinander
haltenden Kleber versehen wird, wird auf einfachste Art und Weise, d. h. ohne großen
konstruktiven technischen Aufwand, ein Verfahren bereitgestellt, das eine Faltbarkeit
von Platten, insbesondere Hartfaserplatten, ermöglicht, ohne daß optische oder technische
Nachteile wie Instabilität oder Unterbrechung der Sichtflächen entstehen.
[0022] Wird die Platte im Faltungsbereich an ihrer Sichtseite mit einer trapezförmig ausgestalteten
Nut versehen und wird in die Nut ein elastisches Material eingebracht und die mit
einer Nut versehene Platte mit einer weiteren gegenüberliegend angeordneten und trapezförmig
ausgestalteten und mit der gegenüberliegend angeordneten Nut eine gemeinsame Grundlinie
aufweisenden weiteren Nut versehen und darüber hinaus in diese Nut ein PUR-Kleber
eingebracht, so wird dadurch eine faltbare Platte, wie z. B. Hartfaserplatte, geschaffen,
die sich zum einen durch hohe Stabilität, zum anderen durch eine einfache Lagerungs-
und Transportmöglichkeit und zum dritten durch eine optisch ansprechende, da nicht
unterteilte Sichtfläche auszeichnet.
[0023] Wird die Platte zunächst im Bereich in der auf der Sichtseite einzubringenden Nut
vor Einbringen dieser Nut erwärmt und wird in die Nut ein elastisches Material in
einem weiteren Arbeitsschritt eingebracht und darüber hinaus der in die gegenüberliegend
angeordnete Nut eingebrachte Kleber in einem weiteren sich an die Einbringung des
Klebers anschließenden Arbeitsschritt durch Kühlen mit Flüssigkeit ausgehärtet, so
wird dadurch insgesamt sichergestellt, daß zum einen bei der Bearbeitung von z. B.
mit einer Farbschicht bespritzten Hartfaserplatten diese Farbschicht nicht reißt und
zum anderen die Möglichkeit geschaffen, entsprechende Platten in einem Arbeitsverfahren
herstellen zu können, ohne daß es zu Zwischenlagerungen oder ähnlichen den Arbeitsprozeß
unterbrechenden Arbeitsschritten kommt.
[0024] Ist wenigstens eine die zu bearbeitende Platte aufnehmende und wenigstens eine wenigstens
eine Nut in die Plattenoberseite einfräsende Fräsvorrichtung aufweisende und die Platten
wenigstens im Bereich der Fräsvorrichtung schwingungsarm haltende, führende und transportierende
Arbeitsstation vorgesehen ist, darüber hinaus wenigstens eine weitere sich daran anschließende,
eine die weiter zu bearbeitende Platte aufnehmende und wenigstens eine einer jeden
der Faltbarkeit der Platte dienende, vorher eingebrachten Nut gegenüberliegende, kornplementär
dazu ausgebildete Nut in die Platte einfräsende Fräsvorrichtung aufweisende und die
Platte wenigstens im Bereich der Frasvorrichtung schwingungsarm haltende, führende
und transportierende weitere Arbeitsstation vorgesehen und ist wenigstens eine einen
Kleber in wenigstens jeweils eine der gegenüberliegend angeordneten Nuten einbringende
Vorrichtung vorgesehen, so wird dadurch eine Anlage zur Herstellung von faltbaren
Platten, insbesondere Hartfaserplatten, bereitgestellt, mit der diese faltbaren Platten
geschaffen werden können, ohne daß hierzu jeweils Umrüst-, Nachrüst- oder separate
firmeninterne Transporte notwendig sind.
[0025] Darüber hinaus wird durch die Anlage, insbesondere durch die Schwingungsarmut der
Platte im Bereich der entspechenden Stationen, erreicht, daß die zu fräsenden und
veredelnden Nuten auch bei dünnen z.B. Hartfaserplatten mit einer äußerst hohen Präzisität
geschaffen werden können.
[0026] Sind die den Kleber in die Nut einbringende und die komplementär zur ersten ausgestalteten
gegenüberliegend angeordnete Nut fräsende Vorrichtung in einer Arbeitsstation angeordnet,
so wird dadurch eine kompakte Arbeitsstation bereitgestellt, die sich-durch eine hohe
Effektivität und geringen Platzbedarf auszeichnet.
[0027] Schließt sich an die die Vorrichtung zur Einbringung des Klebers aufweisende Arbeitsstation
eine Kleberaushärtestation an, so trägt auch dies zur Kompaktheit und damit zur Effektivität
der gesamten Anlage bei.
[0028] Weist die Klebeaushärteslaüon eine Kühlund/oder Aushärteflüssigkeit an den Kleber
gebende Vorrichtung auf, so wird dadurch der Kleber in optimaler Weise in kürzester
Zeit voll ausgehärtet, so daß zum einen diese Station äußerst kurz gehalten werden
kann und zum anderen die die Station verlassenden Platten nicht erst zwischengelagert
werden müssen, sondern direkt einer eventuellen Weiterverarbeitung oder Verschickung
zugeführt werden können.
[0029] Ist in Transportrichtung der Platten vor der die Plattenoberseite mit wenigstens
einer Nut versehenden Arbeitsstation eine Plattenaufwärmstation angeordnet und ist
die Plattenaufwärmstation die Platten im Bereich der zukünftigen Nut aufwärmend ausgestaltet,
so wird dadurch eine optimale Vorbereitung der Platten erreicht, d. h. es wird sichergestellt,
daß es beim Einfräsen der Nut nicht zu Rissen oder anderen Beschädigungen der Oberfläche,
insbesondere des Lackes, kommt.
[0030] Durch die Ausgestaltung der Aufwärmstation mit IR-Strahlern wird eine Technik gewählt,
die sich durch eine hohe Zuverlässigkeit bei geringen Kosten auszeichnet.
[0031] Schließt sich an die eine Vorrichtung zur Abgabe eines elastischen Materials aufweisende
Arbeitsstation eine das elastische Material trocknende weitere Arbeitsstation an,
so wird auch hier erreicht, daß keine Zwischenlagerung der Platten zur Trocknung des
eingebrachten elastischen Materials notwendig ist, sondern die Platten vielmehr in
einem Arbeitsgang weiter bearbeitet werden können.
[0032] Sind die Arbeitsstationen die einzelnen zu bearbeitenden Platten unter Vorschub transportierend
ausgestaltet und weist die Aufwärm-, Trocken- und Kühlstation jeweils mit der Plattenoberseite
über das jeweilige Untertrum in Wirkungseingriff stehende und diese mit einem Vorschub
versehende Riementriebe und darüber hinaus zwei die Platten auf ihrer Unterseite abstützenden
parallel zum jeweiligen Untertrum der Riementriebe angeordnete Gleitschienen auf,
so wird dadurch ein Vorschub der Platten sichergestellt, der sich durch hohe Betriebssicherheit
bei gleichzeitig geringer Störanfälligkeit und lohnenden Transport der zu bearbeitenden
Platten auszeichnet.
[0033] Sind die Gleitschienen unter Vorspannung gegen die Unterseite der Platte drückend
angeordnet, so wird auch bei entsprechenden Toleranzen oder verschieden starken Platten
sichergestellt, daß es zu keinen Stillständen der Anlage oder aufwendigen Nachrüstarbeiten
kommen muß.
[0034] Sind die wenigstens eine Fräsvorrichtung und/oder elastisches Material abgebende
Vorrichtung aufweisende Arbeitsstation und die wenigstens eine die Fräsvorrichtung
und/oder eine Klebeabgabevorrichtung aufweisende Arbeitsstation die einzelnen Platten
unter Vorschub transportierend ausgestaltet, und weist jede dieser Arbeitsstationen
zwei mit der Unterseite der jeweiligen Platten über das jeweilige Obertrum in Wirkungseingriff
gelangende Riementriebe auf, sind mit der Plattenoberseite in Kontakt gelangende und
als Gegenlager wirkende Rollenkörper vorgesehen und sind darüber hinaus auf der der
Platte abgewandten Seite des jeweiligen Obertrums unter Vorspannung gegen das Obertrum
drückende Gleitschienen angeordnet, so wird dadurch auf ebenso einfache aber um so
wirkungsvollere Weise eine weitgehend vibrationsfreie Bearbeitung der Platten ermöglicht,
da diese unter Vorspannung gegen die darüber befindlichen Rollenkörper gedrückt werden.
[0035] Sind die Gleitschienen federnd gelagert, so wird darüber hinaus sichergestellt, daß
diese vibrationsfreie Bearbeitung auch bei unterschiedlich starken Platten gewährleistet
ist.
[0036] Überspannen die außerhalb der Bearbeitungsbereiche in den Arbeitsstationen angeordneten
Rollenkörper den Bereich der zu bearbeitenden oder zu schaffenden Nut und enden die
Rollenkörper mit ihren Enden in einem Abstand dazu, so verhindert dies in optimaler
Weise eine ungewollte Vibration der zu bearbeitenden Platten. Sind die im Bearbeitungsbereich
der Stationen angeordneten Rollenkörper zweiteilig ausgestaltet und mit ihren einander
zugewandten Enden in einem Abstand zueinander den Bearbeitungsbereich freigebend,
ausgestaltet, so wird dadurch sichergestellt, daß eine kontinuierliche Bearbeitung
der Platten gewährleistet ist, dies bei gleichzeitger vibrationsfreier Anordnung der
Platten und kontinuierlichem Vorschub der Platten.
[0037] Ist die Klebeabgabevorrichtung in ihrer Lage zur Transportrichtung parallel zu dieser
verlagerbar angeordnet, so werden etwaige geringe Lageveränderungen der Nut, die im
z. B. 0,1-Milimeter-Bereich liegen können, ausgeglichen und eine kontinuierliche Versorgung
der Nut mit dem Kleber sichergestellt
[0038] Ist ein den Kleber in die Nut einbringender Kleberabgabeschuh vorgesehen, ist der
Schuh wenigstens teilweise beheizbär, weist der Schuh einen vertikal verstellbaren
Führungsteil auf und ist der Schuh unter Vorspannung in der mit Kleber zu versehenden
Nut bei Vorschub der Platte in der Nut gleitend angeordnet, so wird dadurch zum einen
erreicht, daß die Starke des Klebers auf einfachste Art und Weise variabal einstellbar
ist und zum anderen, daß der Kleber im optimalen Temperaturbereich in die Nut eingebracht
wird und auch bei kontinuierlichem Vorschub ausreichend Kleber in die Nut gelangt.
[0039] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen faltbaren Platte,
insbesondere Hartfaserplatte, sowie die Anlage zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Platte schematisch dargestellt, und zwar zeigt:
- Fig. 1
- die Anlage in Seitenansicht,
- Fig. 2
- die Anlage in Draufsicht,
- Fig. 3
- einen Ausschnitt aus einer erfindungsgemäßen Hartfaserplatte in perspektivischer Ansicht
auf die Plattenkante,
- Fig. 4
- eine Detailzeichnung IV aus Fig. 3,
- Fig. 5
- eine Detailzeichnung im Schnitt im Bereich der Fräse der dritten Arbeitsstation,
- Fig. 6
- eine Detailzeichnung im Schnitt im Bereich der Füllmassenabgabe der dritten Arbeitsstation
- Fig. 7
- eine Detailzeichnung im Schnitt im Bereich der Kleberabgabe der zweiten Arbeitsstation,
- Fig. 8
- eine Detailzeichnung des Klebeabgabeschuhs aus Fig. 7 in perspektivischer Ansicht.
- Fig. 9
- eine schematische Teilansicht in Draufsicht der Teilungsmaschine,
- Fig. 10
- eine Teilansicht in Draufsicht der dritten Arbeitsstation,
- Fig. 11
- eine Teilansicht in Seitenansicht der dritten Arbeitsstation,
- Fig. 12
- eine Teilansicht in Draufsicht der fünften Arbeitsstation und
- Fig. 13
- eine Teilansicht in Seitenansicht der fünften Arbeitsstation.
[0040] Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht die Anlage 1 aus mehreren Arbeitsstationen, im
hier vorliegenden Ausführungsbeispiel aus sieben Arbeitsstationen 2, 3, 4, 5, 6, 7,
8.
[0041] Die Anlage 1 weist dabei, wie aus Fig. 1 und 2 zu ersehen, eine erste Arbeits- oder
Beschickungsstation 2 auf, in der die zu bearbeitenden Platten 10 bereitgestellt werden,
d. h. hier mittels einer entsprechenden Hydraulik jeweils auf das Anlagenbeschickungsniveau
9 verbracht werden, um sodann in die zweite Station der Anlage 1, d. h. in die sog.
Aufheizstaion 3 einzeln verbracht werden zu können.
[0042] Diese Aufheizstation 3 weist im hier vorliegenden Ausführungsbeispiel zwei als Zahnriemen
ausgebildete Endlosbänder 11, 12 auf, die dem Vorschub der zu bearbeitenden Platten
10 dienen.
[0043] Diese Endlosbänder sind, wie aus Fig. 2 und 10 zu ersehen, in einem Abstand zueinander
koaxial zur Symmetrie- oder Bearbeitungsachse 13 der Anlage 1 angeordnet.
[0044] Dem jeweiligen Untertrum der Endlosbänder 11, 12 ist jeweils eine sog. Gleitschiene
14, 15, wie auch in Fig. 6 dargestellt, zugeordnet, so daß die zu verarbeitenden Platten
10 zwischen Endlosbändern 11, 12 und zugeordneten Gleitschienen 14, 15 gleitend erfaßt
und in Arbeitsrichtung 16 (siehe Fig. 1) transportiert werden.
[0045] Während des Transportes durch die Anlage 1 werden die zu bearbeitenden Platten 10
an ihren Seiten über sog. Führungsschienen 17, 18 geführt, wobei die in Blickrichtung
Fig. 2 untere oder in Blickrichtung Fig. 9 linke Führungsschiene 17 an der den Platten
10 zugewandten Seite teilweise versenkte Laufrollen 21 aufweist, so daß die zu bearbeitende
Platte 10 jeweils an diesen Rollen 21 entlanggleitend geführt wird, während die gegenüberliegend
angeordnete Führungsschiene 18 an Federelementen 19 angeordnete Rollen 20 aufweist,
so daß sich diese stets mit den im Bereich der Führungsschienen 17, 18 befindlichen
zu bearbeitenden Platten 10 in Wirkungseingriff befinden und dies gegen die in einer
festen Position angeordneten Rollen 21 der in Blickrichtung Fig. 2 unteren, d. h.
gegenüberliegend angeordneten Führungsschiene 17 drücken. Durch diese Anordnung kommt
es zu einer stets genauen Positionierung der zu bearbeitenden Platten 10.
[0046] Beim Durchlaufen der Arbeits- bzw. Aufheizstation 3 wird der in der nächsten Arbeitsstation
4 zu bearbeitende Bereich der Platten (10) aufgeheizt, d. h. es findet eine Aufheizung
der oberen Seite der Platten 10, d. h. der Sichtlinie im Bereich der Symmetrieachse
13 statt.
[0047] Unmittelbar an diese zweite Arbeitsstation, d. h. die Aufheizstation 3 schließt sich
eine weitere Arbeitsstation, die sog. Fräs- und Füll-/oder Lackierstation 4 an.
[0048] Wie der Fig. 1, 2, 10 und 11 zu entnehmen, weist die dritte Arbeitsstation 4 zwei
in Abstand zueinander und parallel zur Symmetrieachse 13 der Anlage 1 verlaufende
Riementriebe 22, 23 auf.
[0049] Mit den zu befördernden und zu bearbeitenden Platten 10 gelangt jeweils die Oberseite
eines jeden Obertrums 24 der Riementriebe 22, 23, wie aus Fig. 5, 6, 10 und 11 ersichtlich,
derart in Wirkungseingriff, daß es zu einem direkten Kontakt der Oberseite eines jeden
Obertrums 24 und der Unterseite der zu bearbeitenden und zu transportierenden Platten
10 kommt und die Oberseite 27 der Platten 10 gegen, im Bereich der Arbeitsstation
4 angeordnete Rollenkörper, 25, 26 gedrückt wird.
[0050] Wie aus Fig. 6 ersichtlich, gleitet das Obertrum 24 der jeweiligen Riementriebe 22,
23 im Bereich der dritten Arbeitsstation über Gleitschienen 14, 15, die federnd gegen
die Unterseite des Obertrums 24 der Riementriebe 22, 23 drücken und dadurch sicherstellen,
daß die zu bearbeitenden Platten 10 mit entsprechendem Druck gegen die Rollenkörper
25, 26 gedrückt werden.
[0051] Die Rollenkörper 25 sind dabei im hier vorliegenden Ausführungsbeispiel außerhalb
des Fräsbereiches 28 und der Füllmassenabgabestation 29 sich um entsprechende Achsen
drehend, gelagert und überspannen dabei durchgehend den gesamten Mittelbereich der
Arbeitsstation, d. h. sie enden jeweils in einem Abstand zur Symmetrieachse 13.
[0052] Im Fräsbereich 28 und Füllmassenabgabestation 29 sind die Rollenkörper 26 nicht durchgehend
angeordnet, sondern es sind vielmehr Rollenkörper 25 vorgesehen, die auf sog. Achsstummeln
30 fliegend gelagert sind, wobei auf dem der Symmetrieachse 13 zugewandten Ende der
Achsstummel 30 im hier vorliegenden Ausführungsbeispiel jeweils ein ein Kugellager
aufweisendes Rollenelement 31 angeordnet ist. Die zur Symmetrieachse 13 hinweisenden
Achsstummel 30 sind dabei über Halterungen 32 derart positioniert, daß die zu bearbeitende
Platte 10 im Bereich der Bearbeitungsstationen 28, 29 und hier speziell im Fräsbereich
28 sowie in der Füllmassenabgabestation 29 weithin vibrationsfrei geführt wird, so
daß es bei der noch zu beschreibenden Einfräsung nicht zu, durch eine Vibration hervorgerufene,
Ungenauigkeit kommt.
[0053] Wie aus Fig. 5 ersichtlich, befindet sich in der dritten Arbeitsstation 4 ein mit
einer Fräse 33 ausgestatteter Fräsbereich 28, wobei die Fräse 33 eine Frässcheibe
34 aufweist, die entsprechend Fig. 4 eine trapezförmige Vertiefung bzw. Nut 48 parallel
zur Symmetrieachse in die zu bearbeitenden Platten 10, hervorgerufen durch eine übliche
Drehung der Frässcheibe 34 und den Vorschub in Bewegungsrichtung 16 der Platte 10
einarbeitet.
[0054] Dabei wird die Deckschicht 35 der Platten 10 durchfräst, wobei die Unterkante bzw.
Grundlinie 49 der entstehenden Rinne bzw. Nut 48 im hier vorliegenden Ausführungsbeispiel
etwa 1/10 Milimeter unterhalb der Oberseite 27 der Holzplatte 10 angeordnet ist.
Im weiteren Verlauf gelangt nun die an ihrer Oberseite 27 mit einer Einfräsung versehene
Platte 10 in die Füllmassenabgabestation 29 der dritten Arbeitsstation 4, wobei hier
entsprechend Fig. 6 mittels einer Füllmassenabgabe die Nut 48 mit einer die Farbe
der Deckschicht 35 aufweisenden Füllmasse 36 aufgefüllt wird.
[0055] Im hier vorliegenden Ausführungsbeispiel handelt es sich bei der Füllmasse 36 um
eine Polyuretanfarbe.Es wäre ebenso möglich, eine andere elatische oder hocheleatische
Farbe, wie z. B. eine hochelastische Wasserfarbe, zu verwenden.
[0056] Nach Verlassen der Füllmassenabgabestation 29 gelangt nun die Platte 10 in eine vierte
Arbeitsstation 5, bei der es sich um eine sog. Trockenstation handelt.
[0057] Der Vorschub der Platten 10 wird dabei, wieder wie bereits in der zweiten Arbeitsstation
3 über entsprechende Riementriebe 11,12 vorgenommen, d. h. die vierte Arbeitsstation
ist insoweit mit der zweiten Arbeitsstation identisch.
[0058] Hinzu kommen hier im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus IR-Strahler bestehende
Wärmequellen, die die Füllmasse 36 bis zum Erreichen der nächsten, d. h. der fünften
Arbeitsstation 6 trocknen, bzw. aushärten.
[0059] Die fünfte Arbeitsstation 6 ist weitgehend identisch zur dritten Arbeitsstation 4
aufgebaut, jedoch befindet sich hier, wie aus Fig. 13 und 12 zu ersehen, die Fräse
33 mit Frässcheibe 34 nicht oberhalb der Rollenkörper 25, 26, sondern vielmehr unterhalb.
[0060] Auch hier wird wieder eine trapezförmige Nut 40 längs der Symmetrieachse 13 in die
Platten 10 eingefräst, wobei auch hier die Längsfräsung dadurch vorgenommen wird,
daß die Platten 10 durch einen Vorschub in Pfeilrichtung 16 an der Fräse 33 bzw. in
Wirkungseingriff mit der Frässcheibe 34 vorbeigeführt werden.
[0061] Da hier die Fräse 33 mit Frässcheibe 34 nicht oberhalb der Rollenkörper 25, 26 sondern
vielmehr unterhalb angeordnet ist, ebenso wie die Klebmassenabgabestation 38, besteht
keine Notwendigkeit, die Rollenkörper im Bereich der Fräse 33 mit Frässcheibe 34 oder
Klebmassenabgabestation 38 zu teilen, vielmehr können die Rollenkörper 25, 26 auch
den Bereich der Fräse 33 und der Klebmassenabgabestation 38 durchgehend überspannen.
[0062] Die Frästiefe wird dabei derart gewählt, daß ein direkter Kontakt zur an der Oberseite
befindlichen Einfräsung hergestellt wird. Auch hier werden die Platten 10 weitgehend
vibrationsfrei durch den Fräsbereich geführt
[0063] Innerhalb dieser fünften Arbeitsstation 6 werden die Platten 10 dann an eine Klebmassenabgabestation
38 herangeführt, wobei im Bereich der Klebmassenabgabestation 38 eine Teilung der
oberhalb der Platten 10 angeordneten Rollenkörper 25 wie auch in vorgelagerter Frässtation,
nicht notwendig ist, da die Klebmassenabgabestation 38 unterhalb, d. h. an der den
Rollenkörper 25 abgewandten Seite 39 der Platten 10 im Bereich der gefrästen Nut 40
zum Einsatz gelangt
[0064] Die Klebmasse 46 wird dabei, wie aus Fig. 7 und 8 zu ersehen, in die Nut 40 über
einen sog. Klebabgabeschuh 41 mit den Wandungen der Nut 40 in Kontakt und auf diese
aufgebracht.
[0065] Der Klebabgabeschuh 41 besteht aus einem ersten Führungsteil 42, der die Kiebeabgabeeinrichtung
43 stets in optimaler Position in der Nut 40 dadurch hält, daß er in der Nut 40 entlanggleitet
und die Klebeabgabeeinrichtung 43 mit Schuh 41 sowohl horizontal als auch vertikal
zur Symmetrieachse 13, d. h., in einem gewissen Spiel verlagerbar angeordnet ist.
[0066] Darüber hinaus ist der Führungsteil 42 in Pfeilrichtung 44 in Bezug auf den Klebeabgabeteil
45 verstellbar angeordnet und wird mit einem vorbestimmten Druck in die Nut 40 eingepreßt,
so daß durch die vertikale Verstellbarkeit des Führungsteils 42 des Klebeabgabeschuhs
41 und der entsprechenden Vorspannung die Klebestärke der Klebemasse vorbestimmt werden
kann.
[0067] Im hier vorliegenden Ausführungsbeispiel weist der Klebeabgabeteil 45 an der dem
Führungsteil 42 zugewandten Seite eine klebeabgabeöffnung 50 auf, die zwei in den
seitlichen Bereich des Klebeabgabeteils 45 führende Rillen 47 aufweist, so daß aus
der Klebeabgabeöffnung 50 austretender Kleber sowohl durch die obere Fläche 52 des
Klebeabgabeteiles als auch den Seiten 53 der der Oberseite 27 der Platten 10 zugewandten
Fläche der trapezförmigen Nut 40 als auch den Seiten der trapezförmigen Nut 40 in
einer definierten Menge zugeführt wird.
[0068] Darüber hinaus wird der Schuh 41 beheizt, so daß der Kleber in optimaler Viskusität
in die Nut 40 eingebracht wird und mit der Füllmasse 36 in direkten Kontakt gelangen
kann, um in einem besonderen Ausführungsbeispiel mit dieser eine Verbindung einzugehen.
[0069] Nach Durchlaufen der Kleberabgabestation 38 gelangt die Platte 10 dann in die sechste
Arbeitsstation 7, bei der es sich um eine Kühlstation handelt.
[0070] Hier wird die mit Kleber 46 versehene, in Blickrichtung Fig. 4 untere Nut 40, mit
einer Kühlflüssigkeit in Kontakt gebracht, so daß der dort eingebrachte Kleber 46
in optimaler Weise aushärtet und die Platten 10 nach Verlassen dieser sechsten Arbeitsstation
7 in die achte, d. h. Plattenabgabestation, oder aber Stanz- und Weiterbearbeitungsstation
abgegeben werden können.
[0071] Anzumerken ist, daß der Kleber nur zum Zwecke der Faltbarkeit der Platten dient;
ein Verkleben sich anläßlich des Positionierens beim Zusammenbau in Berührung tretender
kleberbeschichteier Flächen ist weder beabsichtigt noch zu erwarten, weil der Kleber
eine Scharnierfunktion hat, die auch nach Zerlegen eines mit den erfindungsgemäßen
Platten montierten Möbels weiterhin nutzbar ist.
[0072] Durch die Anlage 1 werden die Platten 10 derartig bearbeitet, daß diese nach oder
vor Weiterbearbeitung um einen, hier nicht nicht dargestellten, imaginären Drehpunkt,
angeordnet auf der Mittelachse 51 in Fig. 4 verschwenkt werden können, so daß z. B.
zum Transport oder zur Lagerung die Oberflächen, d. h. Sichttlächen 27 der Platten
10 gegeneinanderliegend angeordnet sind und bei Bedarf in ihre in Fig. 4 dargestellte
Position zurückgebracht werden können, ohne daß es dabei zu Instabilitäten der gesamten
Platte 10 kommt.
[0073] Bei der erfindungsgemäßen Platte 10, d. h., auch bei der nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellten Platte 10 der mittels der Anlage 1 bearbeiteten Platte 10,
kann es sich sowohl um eine Hartfaserplatte, HDF und/oder MDF Platte 10 handeln. Die
Platte kann jedoch auch aus Kunststoff, einem Holzersatzstoff oder einem anderen Material
bestehen.
1. Platte, insbesondere Hartfaserplatte, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine eine Faltung der Platte (10) um eine Schwenkachse (51) ermöglichende
und im Bereich der Schwenkachse (51) angeordnete Nut (40; 48) vorgesehen ist und daß
die Nut (48; 40) wenigstens teilweise mit einem die zu faltenden Plattenteile verschwenkbar
verbindenden Kleber (46) versehen ist.
2. Platte, insbesondere Hartfaserplatte, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel der Nut (48; 40) insgesamt mit einem die zu faltenden Plattenteile verschwenkbar
verbindenden Kleber (46) versehen ist.
3. Platte, insbesondere Hartfaserplatte, nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut wenigstens teilweise über ihre gesamte Länge mit einem die zu faltenden Plattenteile
verschwenkbar verbindenden Kleber (46) versehen ist.
4. Platte, insbesondere Hartfaserplatte, nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei eine Faltung der Platte (10) um eine Schwenkachse (51) ermöglichende und im
Bereich der Schwenkachse (51) angeordnete Nuten (40; 48) vorgesehen sind, daß die
Nuten (40; 48) einander gegenüberliegend angeordnet sind und daß wenigstens eine der
Nuten (40; 48) mit einem die zu faltenden Plattenteile verschwenkbar verbindenden
Kleber (46) versehen ist.
5. Platte, insbesondere Hartfaserplatte, nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Nuten (40; 48) mit einem die faltenden Plattenteile verschwenkbar verbindenden
Kleber (46) versehen ist.
6. Platte, insbesondere Hartfaserplatte, nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der Nuten (40; 48) trapezförmig ausgestaltet ist.
7. Platte, insbesondere Hartfaserplatte, nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einem die zu faltenden Plattenteile verschwenkbar verbindenden Kleber (46)
versehene Nut (40) trapezförmig ausgestaltet ist.
8. Platte, insbesondere Hartfaserplatte, nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die einander gegenüberliegend angeordneten Nuten (40; 48) trapezförmig ausgestattet
sind und daß die Nuten eine gemeinsame Grundlinie (49) aufweisend zueinander angeordnet
sind.
9. Platte, insbesondere Hartfaserplatte, nach einen der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet daß die der den Kleber (46) aufweisende Nut (40 gegenüberliegend angeordnete Nut (48)
der Plat tensichtfläche (27) zugeordnet ist und daß sie mi einer an die Farbe der
Sichtftäche (27) angepaßter elastischen Masse wenigstens teilweise gefüllt ist.
10. Platte, insbesondere Hartfaserplatte, nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die de Sichtfläche (27) zugeordnete Nut (48) eine Tiefe von 0,1 bis 0,3 Milimeter,
vorzugsweise 0,1 Milime ter aufweist.
11. Platte, insbesondere Hartfaserplatte, nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Kleber (46) ein Polyuretankleber ist.
12. Platte, insbesondere Hartfaserplatte, nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Kleber 0,1 bis 0,4 Milimeter dick ist.
13. Verfahren zur Herstellung einer faltbaren Platte, insbesondere Hartfaserplatte,
dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (10)
a) im Faltungsbereich (51) mit einer Nut (48) versehen wird,
b) die mit einer Nut (48) versehene Platte (10) mit einer weiteren gegenüberliegend
angeordneten und mit der ersten Nut (48) eine gemeinsame Grundlinie (49) aufweisende
Nut (40) versehen wird und daß
c) wenigstens eine der Nuten (40; 48) mit einem die Plattenteile verschwenkbar zueinander
haltenden Kleber (46) versehen wird.
14. Verfahren zur Herstellung einer faltbaren Platte, insbesondere Hartfaserplatte, nach
Anspruch 13.
dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (10)
a) im Faltungsbereich (51) an ihrer Sichtseite (27) mit einer trapezförmig ausgestalteten
Nut (48) versehen wird,
b) daß in die Nut (48) ein elastisches Material (36) eingebracht wird,
c) daß die mit einer Nut (48) versehene Platte (10) mit einer weiteren gegenüberliegend
angeordneten und trapezförmig ausgestalteten und mit der gegenüberliegend angeordenten
Nut (48) eine gemeinsame Grundlinie (49) aufweisende Nut versehen wird und
d) daß in diese Nut (40) ein PUR-Kleber (46) eingebracht wird.
15. Verfahren zur Herstellung einer faltbaren Platte, insbesondere Hartfaserplatte, nach
einem der Ansprüche 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (10)
a) zunächst im Bereich in der auf der Sichtseite (27) einzubringenden Nut (48) vor
Einbringen dieser Nut erwärmt wird,
b) daß das in die Nut (48) eingebrachte elastische Material (36) in einem weiteren
Arbeitsschritt getrocknet wird und
c) daß der in die gegeüberliegend angeordnete Nut (40) eingebrachte Kleber (40) in
einem weiteren sich an die Einbringung des Klebers (46) anschließenden Arbeitsschritt
durch Kühlen mit Flüssigkeit ausgehärtet wird.
1. A panel, especially a hard-fiber panel, characterized in that there is at least one groove (40;48) in the area of a swivel axis (51) that allows
the panel (10) to be folded on the swivel axis (51), and that the groove (48;40) is
at least partially provided with an adhesive (46) which connects the panel parts to
be folded so they can be swung.
2. A panel, especially a hard fiber panel, according to claim 1, characterized in that the sides of the groove (48;40) are entirely provided with an adhesive (46) which
connects the panel parts to be folded so they can be swung.
3. A panel, especially a hard fiber panel, according to claims 1 or 2, characterised in that the entire length of the groove is at least partially provided with an adhesive (46)
which connects the panel parts to be folded so they can be swung.
4. A panel, especially a hard fiber panel, according to one of claims 1-3, characterized in that there are two grooves (40;48) in the area of a swivel axis (51) that allows the panel
(10) to be folded on the swivel axis (51); the grooves (40;48) are opposite each other;
and at least one of the grooves (40;48) is provided with an adhesive (46) which connects
the panel parts to be folded so they can be swung.
5. A panel, especially a hard fiber panel, according to claim 4, characterized in that one of the grooves (40;48) is provided with an adhesive (46) which connects the panel
parts to be folded so they can be swung.
6. A panel, especially a hard fiber panel, according to one of claims 1-5, characterized in that at least one of the grooves (40;48) is in the shape of a trapezoid.
7. A panel, especially a hard fiber panel, according to claim 6, characterised in that the groove (40) provided with an adhesive (46) which connects the panel parts to
be folded so they can be swung is shaped like a trapezoid.
8. A panel, especially a hard fiber panel, according to one of claims 1-7, characterized in that the opposing grooves (40;48) are trapezoidal, and that the grooves share a common
base line (49).
9. A panel, especially a hard fiber panel, according to one of claims 1-8, characterized in that the groove (48) opposite the groove (40) with the adhesive (46) is assigned to the
visible panel surface (27), and that the groove is at least partially filled with
an elastic paste whose color is adapted to that of the visible surface (27).
10. A panel, especially a hard fiber panel, according to claims 9, characterized in that the groove (48) assigned to the visible surface (27) is 0.1-0.3 mm deep, and preferably
0.1 mm deep.
11. A panel, especially a hard fiber panel, according to claim 10, characterized in that the adhesive (46) is a polyurethane adhesive.
12. A panel, especially a hard fiber panel, according to claim 11, characterized in that the adhesive is 0.1-0.4 mm thick.
13. A procedure to manufacture a foldable panel, especially a hard fiber panel,
characterized in that the panel (10):
a) has a groove (48) in the folding area (51),
b) the panel (10) with the groove (48) has another groove (40) that is opposite the
first groove (48) and shares a common base line (49) with it, and that
c) at least one of the grooves (40,48) are provided with an adhesive (46) that holds
the panel components together so they can swing.
14. A procedure to manufacture a foldable panel, especially a hard fiber panel, according
to claim 13,
characterized in that the panel (10):
a) has a trapezoidal groove (48) in the folding area (51) of the visible side (27),
b) an elastic material (36) is introduced into the groove (48),
c) the panel (10) with the groove (48) has another trapezoidal groove that is opposite
the first groove (48) and shares a common base line (49) with it, and
d) that a PUR adhesive (46) is introduced into the groove (40).
15. A procedure to manufacture a foldable panel, especially a hard fiber panel, according
to claims 13 or 14,
characterized in that the panel (10):
a) is first heated in the area where the groove (48) is to be introduced in the visible
side (27),
b) that the elastic material (36) to be introduced in the groove (48) is dried in
another step, and
c) that the adhesive (40) introduced in the opposing groove (40) is hardened by being
cooled with liquid in another step after introducing the adhesive (46).
1. Plaque, en particulier plaque de fibres dures, caractérisée en ce qu'est prévue au moins une rainure (40; 48) permettant le pliage de la plaque (10) autour d'un axe de pivotement (51) et
ménagée dans la zone de l'axe de pivotement (51), et en ce que la rainure (40; 48) est pourvue, au moins en partie, d'une colle (46) liant, en autorisant
leur pivotement, les éléments de plaque à plier.
2. Plaque, en particulier plaque de fibres dures, selon la revendication 1, caractérisée en ce que les côtés latéraux de la rainure (40; 48) sont entièrement enduits d'une colle (46)
liant, en autorisant leur pivotement, les éléments de plaque à plier.
3. Plaque, en particulier plaque de fibres dures, selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la rainure est enduite au moins en partie, sur toute sa longueur, d'une colle (46)
liant, en autorisant leur pivotement, les éléments de plaque à plier.
4. Plaque, en particulier plaque de fibres dures, selon l'une des revendications 1 à
3, caractérisée en ce qu'il est prévu deux rainures (40; 48) autorisant le pliage de la plaque (10) autour
d'un axe de pivotement (51) et ménagées dans la zone de l'axe de pivotement (51),
en ce que les rainures (40; 48) sont disposées en vis-à-vis et en ce qu'au moins l'une des rainures (40; 48) est enduite d'une colle (46) liant, en autorisant
leur pivotement, les éléments de plaque à plier.
5. Plaque, en particulier plaque de fibres dures, selon la revendication 4, caractérisée en ce que l'une des rainures (40; 48) est enduite d'une colle (46) liant, en autorisant leur
pivotement, les éléments de plaque à plier.
6. Plaque, en particulier plaque de fibres dures, selon l'une des revendications 1 à
5, caractérisée en ce qu'au moins l'une des rainures (40; 48) a une forme trapézoïdale.
7. Plaque, en particulier plaque de fibres dures, selon la revendication 6, caractérisée en ce que la rainure (40) enduite d'une colle (46) liant, en autorisant leur pivotement, les
éléments de plaque à plier, a une forme trapézoïdale.
8. Plaque, en particulier plaque de fibres dures, selon l'une des revendications 1 à
7, caractérisée en ce que les rainures (40; 48) disposées en vis-à-vis ont une forme trapézoïdale et en ce que les rainures sont disposées l'une par rapport à l'autre, de façon à présenter une
ligne de base (49) commune.
9. Plaque, en particulier plaque de fibres dures, selon l'une des revendications 1 à
3, caractérisée en ce que la rainure (48) opposée à la rainure (40) présentant la colle (46) est associée à
la face visible (27) de la plaque, et en ce qu'elle est remplie, au moins en partie, d'une composition élastique adaptée à la couleur
de la face visible (27).
10. Plaque, en particulier plaque de fibres dures, selon la revendication 9, caractérisée en ce que la rainure (48) associée à la face visible (27) présente une profondeur de 0,1 à
0,3 millimètre, de préférence de 0,1 mm.
11. Plaque, en particulier plaque de fibres dures, selon la revendication 10, caractérisée en ce que la colle (46) est une colle à base de polyuréthanne.
12. Plaque, en particulier plaque de fibres dures, selon la revendication 11, caractérisée en ce que la colle présente une épaisseur de 0,1 à 0,4 mm.
13. Procédé de fabrication d'une plaque pliable, en particulier d'une plaque de fibres
dures,
caractérisé en ce que la plaque (10)
a) est munie d'une rainure (48) dans la zone de pliage (51),
b) la plaque (10) munie d'une rainure (48) est muni e d'une autre rainure (40) disposée
en vis-à-vis et présentant une ligne de base commune (49) avec la première rainure
(48), et
c) en ce qu'au moins l'une des rainures (40; 48) est enduite d'une colle (46) retenant les éléments
de plaque les uns aux autres, en autorisant leur pivotement.
14. Procédé de fabrication d'une plaque pliable, en particulier plaque de fibres dures,
selon la revendication 13,
caractérisé en ce que la plaque (10)
a) est munie d'une rainure (48) de forme trapézoïdale sur sa face visible (27), dans
la zone du pliage (51),
b) en ce qu'un matériau élastique (36) est introduit dans la rainure (98),
c) en ce que la plaque (10) munie d'une rainure (48) est pourvue d'une autre rainure disposée
en vis-à-vis et elle aussi de forme trapézoïdale, et présentant une ligne de base
commune (49) avec la rainure (43) disposée en vis-à-vis, et
d) en ce qu'une colle au polyuréthanne (46) est introduite dans cette rainure (40).
15. Procédé de fabrication d'une plaque pliable, en particulier plaque de fibres dures,
selon l'une des revendications 13 ou 14,
caractérisé en ce que la plaque (10)
a) est d'abord chauffée dans la zone de la rainure (48) devant être ménagée sur la
face visible (27), avant la réalisation de cette rainure,
b) en ce que le matériau élastique (36) mis en place dans la rainure (48) est séché au cours d'une
opération ultérieure, et
c) en ce que la colle (46) posée dans la rainure (40) disposée en vis-à-vis est durcie par refroidissement
avec un liquide au cours d'une autre opération venant à la suite de la pose de la
colle (46).