[0001] Die Erfindung geht aus von einer Warneinrichtung für Atemanschlüsse, insbesondere
Atem-Masken, die mit einer Atemgas-Zufuhr verbindbar sind, wobei die Warneinrichtung
zur Kenntlichmachung einer Störung oder Unterbrechung der Atemgas-Zufuhr dient, und
wobei die Warneinrichtung aus einem auf Gasströmung ansprechenden Tonerzeuger besteht.
[0002] Eine solche Störung oder Unterbrechung kann beispielsweise dadurch hervorgerufen
werden, daß die Verbindung zu einem angeschlossenen Gebläse oder einer Druckluftleitung
unterbrochen ist bzw. kein neues Atemgas zur Verfügung gestellt wird, weil etwa die
Atemgasflasche fast bzw. ganz leer ist. Je nach Art der Atemgeräte kann dies bedeuten,
daß der Maskenträger Luft aus der eventuell kontaminierten Umgebung atmen würde oder
aufgrund fehlender Zufuhr von frischem Atemgas ersticken würde. Genauso aber kann
eine - wenn auch gewollte - Unterbrechung vorliegen, wenn der Maskenträger die Atemgas-Zufuhr
noch geschlossen hält und mit bereits aufgesetzter Atem-Maske aus der noch ungefährlichen
Umgebung atmet, um nicht unnötig Atemgas zu verschwenden.
[0003] Als Warneinrichtung für Atem-Masken ist beispielsweise aus der DE-OS 42 01 832 ein
Strömungsanzeiger für Atemluft bekannt, der am Luftaustritts-Ende des Gebläseanschlusses
einer Atemschutzmaske zur Anzeige einer erforderlichen Atemluftströmung angeordnet
ist. Dieser Strömungsanzeiger ist in Form einer Platte ausgebildet und derart an einer
Führungsvorrichtung beweglich geführt, daß die Platte bei vorhandener Luftströmung
in dem Gesichtsfeld des Maskenträgers auftaucht, während sie bei unzureichender Atemluftströmung
zurückspringt und dafür im Sichtbereich des Maskenträgers eine mit der Platte verbundene
Warnfahne erscheint.
[0004] Derartige optische Warneinrichtungen haben jedoch den großen Nachteil, daß sie zum
einen nur für Vollmasken geeignet sind, die das gesamte Gesichtsfeld des Maskenträgers
umschließen, hingegen bei Halbmasken keine Anwendung finden können; zum anderen überhäufen
sie den Maskenträger mit einer Vielzahl von unwichtigen Informationen während der
vorhandenen Luftströmung, so daß das Warnsignal im Fall einer Störung leicht unbeachtet
bleiben kann, insbesondere wenn sich der Maskenträger in Notsituationen auf andere
Dinge als die sich ständig bewegende optische Strömungsanzeige konzentriert. Außerdem
ist zum Erkennen der Warneinrichtung eine gewisse Ausleuchtung des Maskeninnenraumes
erforderlich, durch die erst der Maskenträger den Stromanzeiger wahrnehmen kann. Schließlich
sind derartige Warneinrichtungen extrem bewegungsempfindlich, da ja schon geringe
Luftströmungen ein Verschieben der Platte in das Gesichtsfeld bewirken sollen, wodurch
die viel größeren, von außen auf die Platte ausgeübten Kräfte, die beispielsweise
vom Maskenträger durch Laufbewegungen oder Ändern der Kopfhaltung verursacht werden,
Fehlanzeigen hervorrufen.
[0005] Aus der FR-A 385 677 ist außerdem eine akustische Warneinrichtung bekannt, die aus
einem auf Gasströmung ansprechenden Tonerzeuger besteht. Die akustische Warneinrichtung
ist hierbei in einem Hauptleitungsabzweig - beispielsweise in der Verbindungsleitung
zwischen zwei Sauerstoffbehältern - angeordnet und wird aktiviert, wenn eine vorgeschaltete
Ventilanordnung infolge Sauerstoffdruckabfall den Abzweig kurz öffnet, hierbei die
Hauptleitung mit der Umgebung zur Erzeugung des Warntons verbindet und anschließend
infolge weiteren Druckabfalls den Abzweig wieder schließt, wodurch dann keine weitere
Warnung mehr erfolgt. Je nach Stärke des Druckabfalls und Entfernung dieses Abzweigs
zum Ohr des Maskenträgers kann jedoch diese Art der Warnung unter Umständen unbeachtet
vom Maskenträger bleiben, da sie entweder zu kurz oder zu leise ist.
[0006] Auch die FR-A-880 206 offenbart eine akustische Warneinrichtung, die in einem in
sich geschlossenen System angeordnet ist und davor warnen soll, wenn die Atemgaszufuhr
noch nicht geöffnet ist, der Maskenträger also noch seine zuvor ausgeatmete Luft wieder
einatmet.
[0007] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Warneinrichtung
für Atem-Masken zur Verfügung zu stellen, die den Maskenträger nur im Störfall mit
Informationen versorgt, dies jedoch auch über die gesamte Dauer des Störfalls, die
bei allen Arten von Atemanschlüssen - bei Atem-Masken und -hauben, bei Voll- und Halbmasken
für Über- und Unterdruck-Atemgeräte - anwendbar ist und durch die sich die Handhabbarkeit
bekannter Atemanschlüsse weiter verbessern läßt.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den kennzeichnenden Teil von Anspruch 1
gelöst.
[0009] Durch das erfindungsgemäße Verwenden einer an sich bekannten akustischen Warneinrichtung
derart, daß sie mit einer Öffnung der Atem-Maske zusammenwirkt und auf die geringste
Gasströmung zwischen Maskeninnerem und Umgebung bzw. Umgebungsluftströmung in umgekehrter
Richtung anspricht, wird der Maskenträger nur im Störfall und auch während der gesamten
Dauer des Störfalls bzw. bei Unterbrechung der Atemgas-Zufuhr mit einer entsprechenden
Information versorgt, während im störungsfreien Zustand die Warneinrichtung deaktiviert
bleibt. Des weiteren läßt sich die Warneinrichtung an jeder Atem-Maske problemlos
anbringen, ohne daß eine bestimmte Position - wie beim Stand der Technik das Sichtfeld
- erforderlich wäre. Schließlich ermöglicht es die Anordnung des Tonerzeugers in einer
Maskenöffnung, daß der Maskenträger diese Öffnung absichtlich geöffnet halten kann,
um aus einer noch unverseuchten Umgebung zu atmen, wobei er ständig über den Tonerzeuger
vor dem Atmen aus der Umgebung gewarnt wird. Hierdurch läßt sich die Einsatzzeit des
Maskenträgers bei einer Notfallsituation wesentlich verlängern, da er trotz angelegter
Atem-Maske vor Erreichen des Einsatzortes noch nicht den sehr begrenzten Atemgas-Vorrat
verbrauchen muß.
[0010] Zweckmäßigerweise ist in der Öffnung zusätzlich ein Ventil angeordnet, das im störungsfreien
Zustand die Öffnung abdichtet, im Störfall dagegen bei Unterschreiten einer voreingestellten
Druckdifferenz zwischen Maskeninnerem und Umgebung zur Bildung eines den Tonerzeuger
beaufschlagenden Gasstromes öffnet. Bei überdruck-Atemgeräten würde das Unterschreiten
eines voreingestellten Mindestüberdruckes auf eine Reduzierung der Gaszufuhr hinweisen
und der verbliebene Restüberdruck zur Warnung des Maskenträgers vor einem sich nähernden
Störfall benutzt, indem das Atemgas vom Maskeninneren durch die Öffnung und den Tonerzeuger
in die Maskenumgebung strömt. Nach weiterem Absinken des Überdruckes dreht sich die
Druckdifferenz schließlich um und es entsteht im Maskeninneren Unterdruck, woraufhin
Umgebungsluft von außen über den Tonerzeuger nach innen strömt und wiederum das Warnsignal
aktiviert wird.
[0011] Bei Unterdruckatemgeräten liegt im Fall der Aktivierung der Warneinrichtung ein Störfall
vor, wenn ein voreingestellter Höchstunterdruck unterschritten wird, woraufhin das
Ventil öffnet und Umgebungsluft von außen durch die Öffnung und über den Tonerzeuger
in das Maskeninnere strömt.
[0012] Die jeweilige Voreinstellung der Druckdifferenz - egal ob Überdruck- oder Unterdruck-Atemgerät
- erfolgt zweckmäßigerweise über zumindest ein Federelement, das je nach Anwendungsfall
nach innen bzw. außen wirksam ist und beispielsweise zur Kompensierung des Mindestüberdruckes
vorgespannt sein kann.
[0013] Vorteilhafterweise wird das Ventil durch ein Rückschlagventil gebildet, das die Gasströmung
nur im Störfall zuläßt und die Deaktivierung der Warneinrichtung im störungsfreien
Zustand sicherstellt. Das Rückschlagventil kann beispielsweise aus einem Ventil mit
Rückschlagklappe bestehen.
[0014] Für die Gestaltung des Tonerzeugers sind mehrere Varianten denkbar: So kann er beispielsweise
aus einer von der Gasströmung in Schwingung versetzten Stimmzunge bestehen, die vorteilhafterweise
selbst als Rückschlagklappe fungieren kann; zum anderen kann der Tonerzeuger aber
auch aus einer einfachen Pfeife gebildet werden. Beiden beispielhaft aufgeführten
Bauformen ist gemeinsam, daß mit ihnen sogar bereits existierende Atem-Masken ohne
Warneinrichtung in einfacher Weise nachgerüstet werden können, da es sich bei diesen
um einzeln erhältliche herkömmliche Tonerzeuger handelt.
[0015] Wegen des möglichen geringen Luftdurchsatzes bei schwacher Atmung empfiehlt es sich,
mehrere, vorzugsweise mindestens vier parallel geschaltete Tonerzeuger vorzusehen,
die über den für starke Atmung relativ groß ausgelegten Öffnungsquerschnitt verteilt
sind, wobei sich der Öffnungsquerschnitt zweckmäßigerweise aus mehreren entsprechend
kleineren Öffnungen zusammensetzt.
[0016] Soll die Warneinrichtung jedoch dazu dienen, den Maskenträger darüber zu informieren,
daß er beispielsweise bei angelegter Atem-Maske vor Erreichen eines Notfall-Einsatzortes
aus der noch ungefährlichen Umgebung atmet, so ist es zweckmäßig, wenn die Öffnung
der Atem-Maske durch ein erstes Verschlußelement manuell verschließbar ist, das an
ein zweites Verschlußelement zur Blockierung der Atemgas-Zufuhr angekoppelt ist. Sind
erstes und zweites Verschlußelement derart gekoppelt, daß ein Öffnen des ersten Verschlußelementes
zu einem gleichzeitigen Schließen des zweiten Verschlußelementes führt und umgekehrt,
so ist sichergestellt, daß entweder aus der Atemgas-Zufuhr oder der Umgebung geatmet
wird. Hierbei wird der Maskenträger in jedem Fall allein durch das Warnsignal über
die aktuelle Art der Atemgas-Zufuhr informiert, indem das Warnsignal bei Unterbrechung
der Atemgas-Zufuhr durch das Atmen aus der Umgebung aktiviert wird, sonst aber deaktiviert
bleibt.
[0017] Als weiterer Anwendungsfall einer erfindungsgemäßen Warneinrichtung wäre es außerdem
denkbar, diese bei Filter-Atemanschlüssen zur Kenntlichmachung einer Erhöhung des
Atemwiderstandes vorzusehen, um beispielsweise vor einer zu starken Verstopfung des
Filters zu warnen, durch die der Unterdruck in der Maske einen voreingestellten Wert
überschreitet und hierauf Umgebungsluft durch die Maskenöffnung und über den Tonerzeuger
in das Maskeninnere strömt. Hierdurch wird der Filter-Atemanschluß-Benutzer darüber
informiert, daß zur Verbesserung der Atmungsverhältnisse der Filter ausgewechselt
werden sollte.
[0018] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung; hierbei zeigen
- Figur 1
- eine Überdruck-Atemmaske mit erfindungsgemäßer Warneinrichtung;
- Figur 2
- den Aufbau einer erfindungsgemäßen Warneinrichtung mit Rückschlagventil in geschlossener
Stellung;
- Figur 3
- die Warneinrichtung aus Figur 2 in offener Ventilstellung;
- Figur 4
- eine Warneinrichtung für Umgebungsluft-Öffnungen bei Atem-Masken, die bei gleichzeitigem
Öffnen der Atemgas-Zufuhr verschlossen werden können;
- Figur 5
- die Warneinrichtung aus Figur 4 mit geschlossener Umgebungsluft-Öffnung und geöffneter
Atemgas-Zufuhr; und
- Figur 6
- einen Radialschnitt entlang der Linie A-A aus Figur 4.
[0019] In Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Warneinrichtung in Form eines Tonerzeugers 1
dargestellt, der in einer Atem-Maske 2 angebracht ist. Bei der gezeigten Atem-Maske
2 handelt es sich um eine sogenannte Flucht- oder Arbeitshaube, die über eine Atemgas-Zuführleitung
3 mit Atemgas eines Überdruckes von etwa einem halben bis 10 Millibar versorgt wird.
Das nicht benötigte und ausgeatmete Gas wird ständig über ein Ausatemventil 4 und
zur Vermeidung von Undichtigkeiten auch über die abzudichtenden Verbindungsstellen
zwischen Atem-Maske und Maskenträger nach außen in die Umgebung abgeführt.
[0020] Im Normalfall wird somit das Atemgas über die Zuführleitung entsprechend dem Pfeil
e in das Maskeninnere geführt, steht dort dem Maskenträger zur Atmung zur Verfügung
und wird schließlich über das Ausatemventil 4 entsprechend dem Pfeil a wieder in die
Umgebung abgeführt.
[0021] Wenn nun aber der Maskenträger entweder vergißt, die von einer nicht dargestellten
Druckluftflasche kommende Atemgaszuführleitung 3 zu öffnen oder wenn der Atemgasvorrat
in der Druckluftflasche zur Neige geht, tritt ein Störfall ein, der zur Aktivierung
des Tonerzeugers 1 aufgrund einer Gasströmung entsprechend den Pfeilen w
1 oder w
2 führen würde.
[0022] Das Arbeitsprinzip der erfindungsgemäßen Warneinrichtung ist in den Figuren 2 und
3 zu erkennen. Figur 2 zeigt den schematischen Aufbau eines Rückschlagventils 5, das
auf der der Umgebung zugewandten Seite eine Öffnung 6 und auf der dem Maskeninneren
zugewandten gegenüberliegenden Seite zwei Öffnungen 61 und 62 aufweist zur Verbindung
des Maskeninneren 1 mit der Umgebung U und in einem Abschnitt der Maskenwand 7 angeordnet
ist. Innerhalb des Rückschlagventils befindet sich in der Nähe der Öffnung 6 der Tonerzeuger
1, der bei geöffneter Verbindung und gleichzeitig herrschender Druckdifferenz zwischen
Maskeninnerem und Umgebung von dem hierbei auftretenden Gasstrom beaufschlagt wird
und diesen zur Erzeugung eines Warnsignals in Schwingung versetzt. Außerdem ist in
dem Rückschlagventil 5 eine Rückschlagklappe 8 so positioniert, daß sie im geschlossenen
Zustand das Maskeninnere von der Umgebung abdichtet. Hierbei liegt sie mit einer Seite
an einer Dichtung 9 an, die eine Ventilöffnung 10 umgibt, durch die bei geöffnetem
Ventil das Gas strömt.
[0023] Die Rückschlagklappe 8 wird bei der Ventilbauform nach Figur 2 durch zwei Federn,
eine Unterdruckfeder 11 und eine Überdruckfeder 12, beaufschlagt, die an zueinander
gegenüberliegenden Seiten der Rückschlagklappe angreifen und in Öffnungs- bzw. Schließrichtung
wirksam sind; so drückt die sich am Ventilgehäuse abstützende Unterdruckfeder 11 die
Rückschlagklappe 8 gegen die Dichtung 9, während die sich ebenfalls zumindest indirekt
am Gehäuse abstützende Überdruckfeder 12 entgegengesetzt wirkt.
[0024] Beide Federn dienen dazu, die Druckdifferenz zwischen Maskeninnerem und Umgebung
voreinzustellen, bei deren Unterschreiten Gas durch die Öffnungen 6, 61 und 62 strömt
und den Tonerzeuger 1 beaufschlagt.
[0025] Die Einstellung der resultierenden, auf die Rückschlagklappe ausgeübte Federkraft
muß je nach Einsatz der Warneinrichtung bei Überdruck- bzw. Unterdruck-Atemgeräten
variiert werden. So deutet bei Überdruck-Atemgeräten ein Unterschreiten eines voreingestellten
Mindestüberdruckes auf Störungen in der Atemgas-Zufuhr hin. Ist nun die resultierende
Federkraft diesem Mindestüberdruck angepaßt, so öffnet das Ventil bei Unterschreiten
dieses Druckes und Gas strömt vom Maskeninneren nach außen in die Umgebung über den
Tonerzeuger 1, der hierdurch ein Warnsignal erzeugt. Wird kein weiteres Atemgas zugeführt,
so ändert sich das Druckverhältnis, bis schließlich im Maskeninneren Unterdruck herrscht.
Aufgrund der Federkraft bleibt das Ventil immer noch geöffnet, jedoch dreht sich der
Gasstrom durch das Ventil um: Das Gas, in diesem Fall nun die Umgebungsluft, strömt
nun entsprechend dem Druckgefälle von der Umgebung nach innen wieder über den Tonerzeuger
durch die Öffnung 6, wodurch weiterhin ein Warnsignal erzeugt wird.
[0026] Bei Unterdruck-Atemgeräten überwiegt die durch die Unterdruckfeder 11 ausgeübte Kraft
derjenigen der Überdruckfeder 12 und drückt die Rückschlagklappe 8 entgegen der durch
den Unterdruck ausgeübten Kraft gegen die Dichtung 9. Erst bei Unterschreiten eines
bestimmten Höchstunterdruckes überwiegt die Unterdruckkraft und öffnet sich das Ventil,
wodurch Gas wieder durch die Öffnung 6 über den Tonerzeuger 1 von der Umgebung nach
innen strömt.
[0027] In Figur 3 ist das Rückschlagventil 5 in Offenstellung dargestellt mit einem den
Tonerzeuger 1 beaufschlagenden Gasstrom, der durch die Pfeile w
1 und w
2 dargestellt ist. Die durch den Pfeil w
2 angedeutete Strömungsrichtung entspricht dem anfänglichen Strömungsverlauf bei Überdruck-Atemgeräten;
im späteren oben geschilderten Zustand mit umgekehrtem Druckgefälle und bei Unterdruck-Atemgeräten
ist die Strömungsrichtung entsprechend dem Pfeil w
1 genau anders herum.
[0028] Figur 4 zeigt im Schnitt einen Teil eines Atemmasken-Aufsatzes 20, der in einem rohrförmigen
Ankoppelelement 18 einer nur teilweise dargestellten Atemmaske 17 geführt ist und
einen Anschluß für eine Atemgas-Zufuhr 22 aufweist, über die der Maskenträger mit
Flaschengas versorgt wird. Das Ankoppelelement 18 bildet und umschließt eine Atemmasken-Öffnung
21, in der ein Anschlußstutzen 19 des Aufsatzes 20 geführt ist, welcher entlang seines
Umfanges Umgebungsluft-Öffnungen 23 aufweist, über die der Maskenträger bei deren
Offenstellung Umgebungsluft einatmen kann. Durch Verschieben des Anschlußstutzens
19 in Richtung der Atemmasken-Öffnung 21 werden die Öffnungen 23 für Umgebungsluft
verschlossen. Hierbei fungiert der die Atemmasken-Öffnung 21 umgebende vordere Rand
25 des Ankoppelelementes 18 als Verschlußelement. Dieses erste Verschlußelement 25
ist über ein Kopplungsgestänge 24, bestehend aus einem Freigabeschalter 30, einem
Kipphebel 31 und einem Gestänge 32, mit einem zweiten Verschlußelement 26 verbunden,
durch das die Atemgas-Zufuhr bei Geschlossenstellung des zweiten Verschlußelementes
26 unterbrochen wird. Die Kopplung zwischen beiden Verschlußelementen 25 und 26 erfolgt
derart, daß immer eines von beiden sich in Offenstellung befindet, während das andere
geschlossen ist, wodurch entweder die Öffnungen 23 für Umgebungsluft oder die Atemgas-Zufuhr
22, jedoch nicht beide gleichzeitig, offen sind.
[0029] In Figur 4 ist außerdem ein Tonerzeuger-Einsatz 27 zu erkennen, der im Anschlußstutzen
19 des Masken-Aufsatzes 20, im Bereich der Öffnungen 23 für Umgebungsluft angeordnet
ist. Der Tonerzeuger-Einsatz 27 erstreckt sich entlang des Umfangs des Anschlußstutzens
19 nur über einen Teilbereich des Querschnittes, um ausreichend Platz für die Atemgas-Zufuhr
aus der Atemgasflasche zu lassen. Außerdem dichtet er die Öffnungen 23 gegenüber dem
restlichen Maskeninneren ab, weist aber selbst mehrere Einsatzöffnungen 28 auf, die
auf der radial innenliegenden Seite des Einsatzes 27 angeordnet sind und durch die
der Gasstrom aus der Umgebung über die Öffnungen 23 in das Maskeninnere über Stimmzungen
29 geführt wird, welche wiederum aufgrund der sie beaufschlagenden Gasströmung in
Schwingung versetzt werden.
[0030] In Figur 5 ist der Atemmasken-Aufsatz 20 mit geöffneter Atemgas-Zufuhr 22 und verschlossenen
Öffnungen 23 dargestellt. Hierbei wird der Gasstrom am Tonerzeuger-Einsatz 27 vorbeigeführt.
Somit werden auch die Stimmzungen 29 bei der Konstellation gemäß Figur 5 nicht durch
eine Gasströmung beaufschlagt und demnach auch nicht aktiviert.
[0031] Figur 6 zeigt den Aufbau des Tonerzeuger-Einsatzes 27 aus den Figuren 4 und 5 im
Querschnitt entsprechend der Linie A-A aus Figur 4. Wie hierin zu erkennen ist, sind
über den quadratischen Umfang des Einsatzes 27 vier Paare von Einsatzöffnungen 28
verteilt, an deren Innenseite jeweils eine Stimmzunge 29 angeordnet ist. Die Luft
zur Beaufschlagung der Stimmzungen 29 kommt über die vier Umgebungsluft-Öffnungen
23, die sich in dem kreisförmigen Anschlußstutzen 19 befinden, aus der Umgebung. Durch
die große Anzahl an Einsatzöffnungen 28 und Stimmzungen 29 kann ein recht großer Gesamtquerschnitt
der Einsatzöffnungen zur Verfügung gestellt werden, ohne jedoch jede einzelne Öffnung
28 zu klein wählen zu müssen, so daß auch bei geringem Luftdurchsatz eine gezielte
Gasströmung über die Stimmzungen 29 erfolgen kann.
[0032] Bei einem Atemmasken-Aufsatz nach Figur 4 bzw. 5 bedeutet das Ertönen eines Warnsignals
nun nicht eine Störung in der Atemgas-Zufuhr, sondern warnt den Maskenträger davor,
daß die Atemgas-Zufuhr unterbrochen ist und er Luft aus der eventuell kontaminierten
Umgebung atmet. Natürlich kann auch bei einem solchen Aufsatz noch eine weitere Warneinrichtung
entsprechend den Figuren 2 und 3 vorgesehen werden, die allerdings zur Unterscheidung
vom Umgebungsluft-Warnsignal mit einem hiervon verschiedenen Warnton ausgestattet
sein sollte, um dem Maskenträger eine eindeutig definierbare Information zur Verfügung
zu stellen.
[0033] Zusammenfassend kann somit festgestellt werden, daß die erfindungsgemäße Warneinrichtung
für Atem-Masken in zuverlässiger Weise unabhängig von den vorherrschenden äußeren
Umständen arbeitet und auch bei allen zur Verfügung stehenden Atem-Masken in einfacher
Weise einsetzbar ist, da ein Störfall oder eine Unterbrechung der Atemgas-Zufuhr immer
mit einer Druckdifferenz und somit einem Gasstrom zur Beaufschlagung des Tonerzeugers
zwischen Maskeninnerem und Umgebung einhergeht.
1. Warneinrichtung für Atemanschlüsse, insbesondere Atem-Masken, die mit einer Atemgas-Zufuhr
verbindbar sind, wobei die Warneinrichtung zur Kenntlichmachung einer Störung der
Unterbrechung der Atemgas-Zufuhr dient, und wobei die Warneinrichtung aus einem auf
Gasströmung ansprechenden Tonerzeuger besteht,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Tonerzeuger (1, 29) mit zumindest einer Öffnung (6, 23) der Atem-Maske (2,
17) zusammenwirkt, daß die Öffnung das Maskeninnere mit der Umgebung verbindet, daß
in der Öffnung der Atem-Maske ein Verschlußelement (5, 25) angeordnet ist, durch welches
die Öffnung verschließbar ist, und daß der Tonerzeuger bei geöffnetem Verschlußelement
vor einem Entweichen von Atemgas in die Umgebung und/oder vor einem Einatmen von aus
der Umgebung in das Maskeninnere strömende Umgebungsluft warnt.
2. Warneinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verschlußelement in der Öffnung (6) ein Ventil (6) ist, das im störungsfreien
Zustand die Öffnung (6) abdichtet, hingegen aber im Störfall bei Unterschreiten einer
voreingestellten Druckdifferenz zwischen Maskeninnerem und Umgebung zur Bildung eines
den Tonerzeuger (1) beaufschlagenden Gasstromes öffnet.
3. Warneinrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Voreinstellung der Druckdifferenz über zumindest ein Federelement (11, 12)
erfolgt.
4. Warneinrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ventil (5) ein Rückschlagventil ist, das die Gasströmung in nur eine Richtung
und nur im Störfall zuläßt.
5. Warneinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Tonerzeuger (1, 29) aus einer von der Gasströmung in Schwingung versetzten
Stimmzunge besteht.
6. Warneinrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Tonerzeuger (1, 29) selbst als Rückschlagklappe (8) fungiert.
7. Warneinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Tonerzeuger (1,29) aus einer Pfeife besteht.
8. Warneinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest vier parallel geschaltete Tonerzeuger (1, 29) vorgesehen sind.
9. Warneinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnung (23) der Atem-Maske durch ein erstes Verschlußelement (25) manuell
verschließbar ist, das an ein zweites Verschlußelement (26) zur Blockierung der Atemgas-Zufuhr
angekoppelt ist.
10. Warneinrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß erstes (25) und zweites (26) Verschlußelement derart gekoppelt sind, daß ein Öffnen
des ersten Verschlußelementes zu einem gleichzeitigen Schließen des zweiten Verschlußelementes
führt und umgekehrt.
1. Warning device for breathing connections, in particular breathing masks, which can
be connected to a respiratory gas supply, wherein the warning device serves to make
known a fault or interruption of the respiratory gas supply, and wherein the warning
device consists of a sound generator responding to gas flow, characterised in that
the sound generator (1, 29) cooperates with at least one opening (6, 23) of the breathing
mask (2, 17), in that the opening connects the mask interior to the environment, in
that in the opening of the breathing mask is arranged a closure element (5, 25) by
which the opening is closable, and in that, when the closure element is open, the
sound generator warns of escape of respiratory gas into the environment and/or of
inhalation of ambient air flowing from the environment into the mask interior.
2. Warning device according to claim 1, characterised in that the closure element in
the opening (6) is a valve (6) which in the trouble-free state seals off the opening
(6), but on the other hand in case of a fault, on dropping below a preset pressure
difference between mask interior and environment, opens to form a gas stream which
acts on the sound generator (1).
3. Warning device according to claim 2, characterised in that the pressure difference
is preset by at least one spring element (11, 12).
4. Warning device according to claim 2, characterised in that the valve (5) is a non-return
valve which admits the gas flow in only one direction and only in case of a fault.
5. Warning device according to claim 1, characterised in that the sound generator (1,
29) consists of a reed set in vibration by the gas flow.
6. Warning device according to claim 4, characterised in that the sound generator (1,
29) itself functions as a non-return valve (8).
7. Warning device according to claim 1, characterised in that the sound generator (1,
29) consists of a whistle.
8. Warning device according to claim 1, characterised in that at least four parallel-connected
sound generators (1, 29) are provided.
9. Warning device according to claim 1, characterised in that the opening (23) of the
breathing mask is manually closable by a first closure element (25) which is coupled
to a second closure element (26) for blocking the respiratory gas supply.
10. Warning device according to claim 9, characterised in that first (25) and second (26)
closure elements are coupled in such a way that opening of the first closure element
leads to simultaneous closure of the second closure element and vice versa.
1. Dispositif d'avertissement pour des éléments de raccordement respiratoires notamment
des masques respiratoires, qui peuvent être raccordés à un système d'amenée de gaz
respiratoire, le dispositif d'avertissement servant à signaler une perturbation ou
une interruption de l'amenée du gaz respiratoire, le dispositif d'avertissement étant
constitué par un générateur acoustique répondant à une circulation du gaz, caractérisé
en ce
que le générateur acoustique (1,29) coopère avec au moins une ouverture (6,23) du
masque respiratoire (2,27), que l'ouverture relie l'intérieur du masque à l'environnement,
que dans l'ouverture du masque respiratoire est disposé un élément de fermeture (5,25)
au moyen duquel l'ouverture peut être fermée, et que lorsque l'élément de fermeture
est ouvert, le générateur acoustique prévient d'une évacuation du gaz respiratoire
dans l'environnement et/ou d'une respiration de l'air ambiant pénétrant à l'intérieur
du masque à partir de l'environnement.
2. Dispositif d'avertissement selon la revendication 1, caractérisé en ce
que l'élément de fermeture situé dans l'ouverture (6) est une soupape (5), qui, dans
l'état sans perturbation, ferme d'une façon étanche l'ouverture (6), mais qui s'ouvre
dans le cas d'une perturbation, lorsque la différence de pression entre l'intérieur
du masque et l'environnement tombe au-dessous d'une valeur préréglée, pour former
un courant de gaz chargeant le générateur acoustique (1).
3. Dispositif d'avertissement selon la revendication 2, caractérisé en ce
que le préréglage de la différence de pression s'effectue au moyen d'un élément de
ressort (11,12).
4. Dispositif d'avertissement selon la revendication 2, caractérisé en ce
que la soupape (5) est une soupape antiretour, qui permet la circulation du gaz dans
une seule direction et uniquement dans le cas d'une perturbation.
5. Dispositif d'avertissement selon la revendication 1, caractérisé en ce
que le générateur acoustique (1,29) est constitué par une lame de diapason dont la
vibration est décalée par la circulation du gaz.
6. Dispositif d'avertissement selon la revendication 4, caractérisé en ce que
le générateur acoustique (1,29) fonctionne lui-même en tant que clapet antiretour
(8).
7. Dispositif d'avertissement selon la revendication 1, caractérisé en ce
que le générateur acoustique (1,29) est constitué par un sifflet.
8. Dispositif d'avertissement selon la revendication 1, caractérisé en ce
qu'il est prévu au moins quatre générateurs acoustiques (1,29) branchés en parallèle.
9. Dispositif d'avertissement selon la revendication 1, caractérisé en ce
que l'ouverture (23) du masque respiratoire peut être fermée manuellement par un premier
élément de fermeture (25), qui est couplé à un second élément de fermeture (26) pour
le blocage de l'amenée du gaz respiratoire.
10. Dispositif d'avertissement selon la revendication 9, caractérisé en ce
qu'un premier élément de fermeture (25) et un second élément de fermeture (26) sont
couplés de telle sorte qu'une ouverture du premier élément de fermeture conduit à
une fermeture simultanée du second élément de fermeture et inversement.