(19)
(11) EP 0 761 198 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
12.12.2001  Patentblatt  2001/50

(21) Anmeldenummer: 96114109.0

(22) Anmeldetag:  04.09.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7: A61J 15/00

(54)

Katheter für die perkutane enterale Ernährung

Percutaneous enteral feeding catheter

Cathéter pour l'alimentation entérale par voie percutanée


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU NL PT SE

(30) Priorität: 12.09.1995 DE 19533749

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
12.03.1997  Patentblatt  1997/11

(73) Patentinhaber: Fresenius AG
61350 Bad Homburg v.d.H (DE)

(72) Erfinder:
  • Ufermann, Rüdiger
    47443 Moers (DE)

(74) Vertreter: Luderschmidt, Schüler & Partner GbR 
Patentanwälte, John-F.-Kennedy-Strasse 4
65189 Wiesbaden
65189 Wiesbaden (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-90/12611
WO-A-94/15655
US-A- 5 267 969
WO-A-92/19314
US-A- 4 102 342
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Katheter für die perkutane enterale Ernährung.

    [0002] Es sind Gastrostomie-Sonden zur enteralen Ernährung bekannt, die mittels eines Ballons gegen Herausrutschen gesichert sind. Nach Einführung des Katheters durch das Stoma in den Magen wird der Ballon von außen mit Luft oder einer Flüssigkeit gefüllt. Dadurch weitet sich der Ballon auf und verschließt das Stoma von innen. Ein bewegbarer Verschlußring, der auf den Sondenschlauch aufgezogen ist, stützt den Katheter von außen an der Bauchdecke ab.

    [0003] US-A-4,701,163 beschreibt einen derartigen Katheter für die perkutane enterale Ernährung. Der Katheter weist einen Katheterschlauch auf, der an seinem proximalen Ende mit einem Konnektorteil zum Anschluß eines Überleitgerätes oder einer Blasenspritze versehen ist. Der den Katheterschlauch umhüllende Ballon steht über einen Kanal mit einem Anschlußstück in Strömungsverbindung, das seitlich von dem Konnektorteil absteht. An dem Anschlußstück kann eine Pumpe oder dgl. angeschlossen werden, um den Ballon mit Luft oder einer Flüssigkeit zu befüllen. Um zu verhindern, daß das Füllmedium aus dem Ballon austritt, ist in den Zuführkanal ein Ventilelement geschaltet.

    [0004] Ein Katheter für die perkutane enterale Ernährung, der mehrere Konnektoren zum Anschluß eines Überleitgeräts und eines Füllorgans aufweist, ist auch aus der US-A-4,642,092 bekannt.

    [0005] Die bekannten Katheter der oben genannten Art haben sich in der Praxis bewährt. Als störend wird jedoch, der aus der Bauchdecke herausragende Katheterschlauch mit den Konnektoren und dem Ventilelement empfunden.

    [0006] Neben den Kathetern, die einen bewegbaren Verschlußring aufweisen, sind noch Sonden mit einem auf die Bauchdecke auflegbaren Stützkörper bekannt. Diese Katheter haben den Nachteil, daß der Stützkörper insbesondere wegen den Abmessungen des Ventilelements eine relativ große Bauhöhe aufweist. Als nachteilig erweist sich ferner der relativ große Aufwand bei der Herstellung des Katheters, der auf den Anschluß des aus mehreren Teilen bestehenden Ventilelements an den Stützkörper zurückzuführen ist.

    [0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen relativ einfach herzustellenden Katheter für die perkutane enterale Ernährung zu schaffen, dessen Stützkörper eine geringe Bauhöhe aufweisen kann.

    [0008] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen.

    [0009] Bei dem erfindungsgemäßen Katheter ist der Konnektorteil zum Anschluß eines Füllorgans, beispielsweise einer Pumpe oder dgl., in den Stützkörper integriert. Der Konnektorteil ist als mit dem Stützkörper einstückiges Verschlußelement aus einem durchstechbaren, selbstdichtenden Material ausgebildet, das den Kanal zum Zuführen des Füllmediums verschließt. Der Konnektorteil bildet bei dem erfindungsgemäßen Katheter gleichsam das Verschlußelement. Er kann aus dem gleichen oder einem anderen Material als der Stützkörper bestehen, wobei der aus einem anderen Material bestehende Konnektorteil durch Klebung oder Schweißung mit dem Stützkörper verbunden ist. Vorzugsweise bestehen der Stützkörper und der Konnektorteil aus dem gleichen Material, insbesondere Silikon, so daß sich der Stützkörper zusammen mit dem Konnektorteil kostengünstig im Spritzgießverfahren herstellen läßt. Der Konnektorteil kann als kurzes vorstehendes Anschlußstück ausgebildet werden, das nicht störend in Erscheinung tritt.

    [0010] Um den Ballon des erfindungsgemäßen Katheters mit Luft oder einem flüssigen Medium zu befüllen, wird die Wandung des Konnektorteils einfach mit einer Nadel durchstoßen. Nach Entfernen der Nadel dichtet der Konnektorteil den Kanal zum Zuführen des Mediums wieder luft- bzw. flüssigkeitsdicht ab.

    [0011] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Katheters ist der Konnektorteil ein zylinderischer Körper, in den sich der Kanal zum Zuführen des Füllmediums erstreckt. Der Konnektorteil ist vorzugsweise Bestandteil einer flexiblen Lasche, die von einem plattenförmigen Element absteht, das auf die Bauchdecke aufgelegt werden kann. Der Kanal zum Zuführen des Füllmediums erstreckt sich dann von dem Konnektorteil durch die Lasche, das plattenförmige Element und die Wandung des Katheterschlauchs bis in den Ballon. Die von dem plattenförmigen Element abstehende Lasche läßt sich leicht mit der Hand fassen, um das Füllmedium zu injizieren.

    [0012] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist in dem plattenförmigen Element des Stützkörpers eine in den Kanal zum Zuführen der Nährlösung übergehende zylindrische Ausnehmung vorgesehen, die derart ausgebildet ist, daß der an der flexiblen Lasche vorgesehene Konnektorteil passend in die Ausnehmung eingesteckt werden kann. Bei dieser Ausführungsform bildet der Konnektorteil nicht nur ein Mittel zum Zuführen eines Füllmediums, sondern stellt auch eine unverlierbar an dem plattenförmigen Element gesichertes Verschlußelement dar, mit dem sich der Kanal zum Zuführen der Nährlösung dicht verschließen läßt.

    [0013] Der Ballon wird vorteilhafterweise durch einen Ringraum in der Wandung des Katheterschlauchs gebildet. Der Katheterschlauch kann als Spritzgießteil mit einer in axialer Richtung geschlitzten Wandung hergestellt werden, wobei das distale Ende der äußeren Schlauchwandung mit dem distalen Ende der inneren Schlauchwandung verklebt oder verschweißt wird. Alternativ ist es aber auch möglich, über den Katheterschlauch einen schlauchförmigen Körper aus elastischem Material zu stülpen, der an seinem oberen und unteren Rand mit dem Katheterschlauch verklebt oder verschweißt wird.

    [0014] Um eine sichere Fixierung des Katheters auch bei unterschiedlichen Stomalängen zu ermöglichen, sind in einer bevorzugten Ausführungsform an dem Katheterschlauch mehrere übereinander angeordnete Ballone vorgesehen, die sich jeweils über einen Teil der Länge des Katheterschlauchs erstrecken. Jeder Ballon ist über einen Kanal mit einem separaten Konnektorteil verbunden, so daß die Ballone einzeln mit dem Füllmedium gefüllt werden können. In Abhängigkeit von der Länge des Stomas wird entweder der eine oder der andere Ballon gefüllt. Zur Anpassung an unterschiedliche Stomalängen kann aber auch nur ein Ringraum vorgesehen sein, der sich vom unteren Rand der Stützplatte bis zum Lippenventil erstreckt. Wenn in den Ringraum Luft geblasen wird, dehnt sich nur der Teil des Katheterschlauchs ballonartig aus, der in das Magenlumen ragt. Der andere Teil hat im Stomakanal eine dichtende Funktion.

    [0015] Bei einem Katheter, der mehrere Ballone aufweist, sind die Konnektorteile vorteilhafterweise an dem plattenförmigen Element des Stützkörpers angebracht. Einer der Konnektorteile kann jedoch einstückiger Bestandteil der Lasche sein, um ein Verschlußelement für den Kanal zum Zuführen der Nährlösung zu erhalten.

    [0016] In vorteilhafter Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Katheters wird die Außenwand des Ballons aus zwei übereinanderliegenden Schichten unterschiedlichen Materials gebildet, wobei die innere Schicht aus einem flexiblen, abdichtenden Material und die äußere Schicht aus einem härteren Material als die innere Schicht besteht. Die härtere Außenhaut verleiht dem Ballon die notwendige Stabilität und Resistenz. Dadurch wird die Standzeit verlängert. Die beiden Schichten sind vorzugsweise nicht flächig miteinander verbunden, sondern nur an ihren oberen und unteren Rändern miteinander verklebt oder verschweißt, so daß sich diese gegeneinander verschieben können. Um die erforderliche Flexibilität zu gewährleisten, ist vorteilhafterweise zwischen der inneren und äußeren Schicht der Ballonaußenwand eine gelartige, sich gleichmäßig verteilende Masse eingeschlossen.

    [0017] Damit im Sinne einer ausreichenden Belüftung der Stützkörper nicht ganzflächig auf der Bauchdecke aufliegt, weist der Stützkörper vorteilhafterweise an seiner Unterseite vorspringende Elemente, insbesondere Noppen auf.

    [0018] Zur Erhöhung der Sicherheit und zur Vereinfachung der Handhabung des erfindungsgemäßen Katheters ist vorzugsweise ein passend auf das Konnektorteil des Stützkörpers aufsteckbares Adapterstück vorgesehen, an das ein Füllorgan, z.B. eine Pumpe oder Spritze, angeschlossen werden kann. In das Adapterstück ist eine Kanüle integriert, die den Konnektorteil beim Aufsetzen des Adapterstücks zur Herstellung einer Strömungsverbindung zwischen dem Ballon und dem an das Adapterstück anschließbaren Füllorgan durchstößt. Da die Kanüle in das Adapterstück integriert ist, werden Verletzungen vermieden.

    [0019] Die aus dem Katheter und dem Adapterstück bestehende Anordnung umfaßt in einer vorteilhaften Ausführungsform noch einen stabförmigen Mandrin, der vor dem Verlegen des Katheters in den Katheterschlauch eingeschoben wird. Dieser verleiht dem Katheterschlauch die für das Einführen erforderliche Stabilität.

    [0020] Es hat sich gezeigt, daß sich beim Einschieben eines stabförmigen Mandrin in einen flexiblen Katheterschlauch sich derselbe leicht wellenförmig verformt. Eine derartige Verformung des Katheterschlauchs kann dadurch vermieden werden, daß der Katheterschlauch mit einem Innengewinde und der stabförmige Mandrin mit einem Außengewinde versehen ist. Der stabförmige Mandrin läßt sich dann in den Katheterschlauch einschrauben, wobei die Steigung des Gewindes derart bemessen sein sollte, daß nur wenige Umdrehungen erforderlich sind.

    [0021] Im folgenden werden mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.

    [0022] Es zeigen:
    Fig. 1
    eine bevorzugte Ausführungsform der Katheteranordnung umfassend Katheter, Adapterstück und Mandrin in schematischer Darstellung,
    Fig. 2
    den Katheter von Fig. 1 in der Draufsicht,
    Fig. 3
    einen Schnitt durch den Katheterschlauch einer weiteren Ausführungsform des Katheters,
    Fig. 4
    den Katheter der Ausführungsform von Fig. 3 in der Draufsicht und
    Fig. 5
    einen Ausschnitt des Ringraums einer Ausführungsform des Katheterschlauchs, bei der die Außenwandung des Ballons aus zwei Materialschichten besteht.


    [0023] Der Katheter weist eine kreisscheibenförmige sich an der Bauchdecke des Patienten abstützende Platte 1 auf, von der sich ein Katheterschlauch 2 erstreckt. Der Kanal 3 des Katheterschlauchs zum Zuführen einer Nährlösung in das Magenlumen ist an seinem distalen Ende mit einem Lippenventil 4 verschlossen, das zwei sich von dem distalen Ende des Schlauchs erstreckende Lippen 5,5' aufweist, die dicht aufeinanderliegen. Das Lippenventil 4 erlaubt zwar eine Flüssigkeitsströmung aus dem Katheterschlauch 2 in das Magenlumen, eine umgekehrte Flüssigkeitsströmung ist jedoch nicht möglich. Die kreisscheibenförmige Stützplatte 1 und der Katheterschlauch 2 mit dem Lippenventil 4 bestehen aus einem flexiblen Material, vorzugsweise Silikon. An der Unterseite der Stützplatte 1 sind zahlreiche Noppen 30 vorgesehen.

    [0024] An dem distalen Endstück des Katheterschlauchs 2 ist in dessen Schlauchwandung ein Ringraum 6 ausgebildet, der mit einem Füllmedium, z.B. Luft oder einer Flüssigkeit, gefüllt wird, so daß sich der Katheterschlauch in seinem unteren Teil nach Art eines Ballons aufweitet. Mit dem Bezugszeichen 7 ist die umlaufende Klebestelle bezeichnet, an der das untere Ende der äußeren Schlauchwandung des in axialer Richtung geschlitzten Katheterschlauchs unter Bildung des Ringraums mit der inneren Schlauchwandung verklebt ist.

    [0025] Von der Stützplatte 1 des Katheters erstreckt sich in radialer Richtung eine flexible Lasche 8 mit rechteckförmigem Querschnitt, die mit der Stützplatte 1 einstückig ist. An dem freien Ende der Lasche 8 ist ein zylindrisches Konnektorteil 9 angeformt, das aus einem durchstechbaren, selbstdichtenden Material, vorzugsweise dem gleichen Material, z.B. Silikon, wie die Stützplatte, die Lasche und der Katheterschlauch besteht. In dem zylindrischen Konnektorteil 9 ist ein zylindrischer Schacht 10 ausgebildet, der in einen Kanal 11 mündet, der sich durch die Lasche 8 und die Schlauchwandung 12 des Katheters in den Ringraum 6 erstreckt.

    [0026] Im Zentrum der Stützplatte 1 des Katheters ist eine zylindrische Ausnehmung 24 vorgesehen, an die sich der Kanal 3 des Katheterschlauchs 2 zum Zuführen einer Nährlösung anschließt. Der Innendurchmesser der Ausnehmung 24 entspricht dem Außendurchmesser des an der Lasche 8 angeformten Konnektorteils 9, so daß dieser zum Verschließen der Füllöffnung in die Ausnehmung eingesteckt werden kann.

    [0027] Die Katheteranordnung umfaßt ferner ein Adapterstück 13 für den Anschluß einer Spritze zum Aufblasen des Ballons. Das eine Endstück des Adapterstücks 13 ist als Luer-Lock-Konnektor 14 mit einer trichterförmigen Ausnehmung 15 und einem Außengewinde 16 ausgebildet, während das andere Endstück mit einer zylindrischen Ausnehmung 17 versehen ist, so daß sich das Adapterstück 13 passend auf den zylindrischen Konnektorteil 9 des Katheters 1 aufstecken läßt. Zur besseren Abdichtung können der katheterseitige Konnektorteil 9 und die Ausnehmung 17 des Adapterstücks 13 auch konisch geformt sein.

    [0028] In dem Steg 18 zwischen der konischen Ausnehmung 15 und der zylindrischen Ausnehmung 17 des Adapterstücks 13 ist eine angespitzte Kanüle 19 eingesetzt, die sich bis in den Zylinderraum 17 erstreckt und eine Strömungsverbindung zwischen der konischen Ausnehmung 15 und der zylindrischen Ausnehmung 17 herstellt.

    [0029] Nach dem Einführen des Katheterschlauchs 2 wird das Adapterstück 13 auf den katheterseitigen Konnektorteil 9 aufgesteckt, wobei die Kanüle 19 den Konnektorteil 9 durchstößt und in den Konnektorschacht 10 der Lasche 8 eindringt. An den Luer-Lock-Anschlußteil 14 wird eine herkömmliche Spritze oder eine Schlauchleitung mit einer Luftpumpe angeschlossen. Dann wird der Ballon mit Luft gefüllt und das Adapterstück 13 wird wieder abgezogen, wobei sich die Öffnung im Konnektorteil 9 wieder selbstdichtend verschließt. Das Adapterstück 13 kann aber auch in eine Spritze oder in den Anschlußteil einer Pumpe integriert sein.

    [0030] Um den Katheterschlauch 2 einführen zu können, umfaßt die Katheteranordnung noch einen Mandrin 20, der aus einem runden mit einem Außengewinde 20' versehenen Stab 21 mit einem Griffteil 22 besteht. Unterhalb des Griffteils 22 weist der Stab 21 des Mandrin einen zylindrischen Absatz 23 auf, der bei eingesetztem Mandrin in der Ausnehmung 24 im Zentrum der Stützplatte 1 sitzt. Der Kanal 3 des Katheterschlauchs 2 zum Zuführen der Nährlösung ist mit einem Innengewinde 25 versehen. Vor dem Einführen des Katheterschlauchs wird der Mandrin in das Lumen des Schlauchs eingeschraubt, so daß der Schlauch seine Flexibilität verliert.

    [0031] Fig. 3 zeigt das distale Endstück des Katheterschlauchs 31 einer weiteren Ausführungsform des Katheters, während Fig. 4 den Katheter in der Draufsicht zeigt. Der Katheter unterscheidet sich von dem unter Bezugnahme auf die in den Fign. 1 und 2 beschriebenen Ausführungsbeispielen dadurch, daß in dem Katheterschlauch zwei übereinander angeordnete Ballone ausgebildet sind, die sich einzeln aufblasen lassen und eine individuelle Anpassung der Schaftlänge erlauben. In den Fign. 3 und 4 sind die Teile des Katheters, die den Teilen der Ausführungsform gemäß der Fign. 1 und 2 entsprechen, mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Die beiden Ringräume 6', 6" der Ballone sind jeweils über einen in Fig. 3 nicht erkennbaren Kanal in der Schlauchwandung 12 mit einem Konnektorteil verbunden. Der untere Ringraum 6' steht mit dem Konnektorteil 9 an der Lasche 8 des Katheters in Verbindung. Zum Befüllen des oberen Ringraums 6" ist ein zweiter Konnektorteil 26 an der Stützplatte vorgesehen (Fig. 4). Je nach der Länge des Magenstomas kann nach dem Einführen des Katheters entweder der untere oder der obere Ballon aufgeblasen werden.

    [0032] Fig. 5 zeigt einen Ausschnitt einer weiteren Ausführungsform des Katheterschlauchs im Bereich des Ringraums 6. Bei diesem Ausführungsbeispiel besteht die Außenwand des Ballons aus zwei übereinanderliegenden Schichten 27, 28 unterschiedlichen Materials. Die innere Schicht 27 besteht aus einem flexiblen abdichtenden Material und die äußere Schicht 28 aus einem härteren Material als die innere Schicht. Die beiden Schichten sind im Bereich des Ringraums nicht flächig miteinander verbunden. Zwischen den Schichten 27, 28 ist ein gelartiges Material 29 eingeschlossen, um die Flexibilität zu erhöhen. Die härtere Außenhaut verleiht dem Ballon die notwendige Stabilität und Resistenz.


    Ansprüche

    1. Katheter für die perkutane enterale Ernährung mit

    einem auf die Bauchdecke auflegbaren Stützkörper (1),

    einem sich von dem Stützkörper (1) erstreckenden Katheterschlauch (2) mit einem Kanal (3) zum Zuführen einer Nährlösung,

    mindestens einem am Katheterschlauch (2) vorgesehenen Ballon und

    mindestens einem Konnektorteil (9) zum Anschluß eines Füllorgans, der über einen Kanal (11) mit dem Ballon in Strömungsverbindung steht,

    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Konnektorteil (9) zum Anschluß des Füllorgans als mit dem Stützkörper (1) einstückiges Verschlußelement aus einem durchstechbaren, selbstdichtenden Material ausgebildet ist, das den Kanal (11) zum Zuführen des Füllmediums verschließt.
     
    2. Katheter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Konnektorteil (9) ein zylindrischer Körper ist, in den sich der Kanal (11) zum Zuführen des Füllmediums erstreckt.
     
    3. Katheter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützkörper ein auf die Bauchdecke auflegbares plattenförmiges Element (1) und eine davon abstehende flexible Lasche (8) aufweist, an der der Konnektorteil (9) vorgesehen ist, wobei sich der Kanal (11) zum Zuführen des Füllmediums von dem Konnektorteil (9) durch die Lasche (8), das plattenförmige Element (1) und die Wandung des Katheterschlauchs (2) bis in den Ballon erstreckt.
     
    4. Katheter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem plattenförmigen Element (1) des Stützkörpers eine in den Kanal (3) zum Zuführen der Nährlösung übergehende zylindrische Ausnehmung (24) vorgesehen ist, die derart ausgebildet ist, daß der an der flexiblen Lasche (8) vorgesehene Konnektorteil (9) passend in die Ausnehmung einsteckbar ist.
     
    5. Katheter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ballon durch einen Ringraum (6) in der Schlauchwandung des Katheterschlauchs (2) gebildet wird.
     
    6. Katheter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Katheterschlauch (2) mehrere übereinander angeordnete Ballone vorgesehen sind, die über jeweils einen Kanal mit jeweils einem Konnektorteil (9, 26) verbunden sind, so daß die Ballone einzeln mit dem Füllmedium befüllbar sind.
     
    7. Katheter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenwand des Ballons aus zwei übereinanderliegenden Schichten (27, 28) unterschiedlichen Materials gebildet ist, wobei die innere Schicht (27) aus einem flexiblen abdichtenden Material und die äußere Schicht (28) aus einem härteren Material als die innere Schicht besteht.
     
    8. Katheter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der inneren Schicht (27) und der äußeren Schicht (28) der Ballonaußenwand eine gelartige Masse (29) eingeschlossen ist.
     
    9. Katheter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß am distalen Ende des Katheterschlauchs (2) ein den Kanal (3) zum Zuführen der Nährlösung verschließendes Lippenventil (4) angeordnet ist.
     
    10. Katheter nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das plattenförmige Element (1) des Stützkörpers an seiner Unterseite mit vorspringenden Elementen (30), insbesondere Noppen, versehen ist.
     
    11. Katheteranordnung mit einem Katheter nach einem der Ansprüche 1 bis 10 und einem passend auf den Konnektorteil des Stützkörpers aufsetzbares Adapterstück (13) zum Anschluß eines Füllorgans, wobei in das Adapterstück eine Kanüle (19) derart integriert ist, daß der Konnektorteil (9) beim Aufsetzen des Adapterstücks zur Herstellung einer Strömungsverbindung zwischen dem Ballon und dem an das Adapterstück anschließbaren Füllorgan durchstoßen wird.
     
    12. Katheteranordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Katheteranordnung einen stabförmigen Mandrin (20) umfaßt, der in den Katheterschlauch (2) einschiebbar ist.
     
    13. Katheteranordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der stabförmige Mandrin (20) mit einem Außengewinde (20') und der Kanal (3) des Katheterschlauchs (2) mit einem Innengewinde (25) versehen ist.
     


    Claims

    1. A catheter for percutaneous enteral feeding with

    a support member (1) adapted to be laid on the abdominal wall,

    extending from the support member (1), a catheter tube (2) with a duct (3) for transporting a nutrient solution,

    at least one bulb provided on the catheter tube (2) and

    at least one connector part (9) for connecting a filling member by a duct (11) to the bulb for establishing flow,

    characterised in that for connecting the filling member, the connector part (9) is constructed from a pierceable self-sealing material as an occluding element integral with the support member (1) and which occludes the duct (11) for feeding the filling medium.
     
    2. A catheter according to claim 1, characterised in that the connector part (9) is a cylindrical body into which extends the duct (11) for feeding the filling medium.
     
    3. A catheter according to claim 1 or 2, characterised in that the support member comprises a plate-shaped element (1) adapted to be placed on the abdominal wall and, projecting from the said element, a flexible tab (8) on which the connector part (9) is provided, whereby the duct (11) for feeding the filling medium extends from the connector part (9) through the tab (8), the plate-shaped element (1) and the walls of the catheter tube (2) and into the bulb.
     
    4. A catheter according to claim 3, characterised in that there is in the plate-shaped element (1) of the support member an merging into the duct (3) for transporting the nutrient solution a cylindrical recess (24) which is so constructed that the connector part (9) provided on the flexible tab (8) can be fitted into the recess.
     
    5. A catheter according to one of claims 1 to 4, characterised in that the bulb is formed by an annular space (6) in the walls of the catheter tube (2).
     
    6. A catheter according to one of claims 1 to 5, characterised in that there are on the catheter tube (2) a plurality of superposed bulbs which are in each case connected by a duct to in each case a connector part (9, 26) so that the bulbs can be individually filled with filling medium.
     
    7. A catheter according to one of claims 1 to 6, characterised in that the outer wall of the bulb consists of two superposed layers (27, 28) of different material, the inner layer (27) consisting of a flexible sealing material while the outer layer (28) of the outer wall of the bulb consists of a harder material than the inner layer.
     
    8. A catheter according to claim 7, characterised in that a gel-like mass (29) is enclosed between the inner layer (27) and the outer layer (28) of the outer wall of the bulb.
     
    9. A catheter according to one of claims 1 to 8, characterised in that a lip valve (4) occluding the duct (3) for transporting nutrient solution is disposed at the distal end of the catheter tube (2).
     
    10. A catheter according to one of claims 3 to 9, characterised in that the plate-shaped element (1) of the support member has on its under side projecting elements (30), particularly knobs.
     
    11. A catheter arrangement with a catheter according to one of claims 1 to 10 and an adaptor piece (13) which can be fitted onto the connector part of the support member for connecting a filling member, whereby a cannula (19) is so integrated into the adaptor piece that when the adaptor piece is fitted on, the connector part is pierced to form a flow connection between the bulb and the filling member which is adapted to be connected to the adaptor piece.
     
    12. A catheter arrangement according to claim 11, characterised in that the catheter arrangement comprises a rod-shaped mandrel (20) which can be pushed into the catheter tube (2).
     
    13. A catheter arrangement according to claim 12, characterised in that the rod-shaped mandrel (20) has an external screw thread (20') and the duct (3) of the catheter tube (2) is provided with an internal screw thread (25).
     


    Revendications

    1. Cathéter pour l'alimentation entérale percutanée comprenant un corps de support (1) apte à venir s'appuyer sur la paroi abdominale, un tuyau flexible de cathéter (2) s'étendant à partir du corps de support (1) et comprenant un canal (3) pour acheminer une solution nutritive, au moins un ballonnet prévu dans le tuyau flexible de cathéter (2), et au moins un connecteur (9) pour le raccordement d'un organe de remplissage qui est disposé en liaison d'écoulement avec le ballonnet via un canal (11),
    caractérisé en ce que le connecteur (9) pour le raccordement de l'organe de remplissage est relié sous la forme d'un élément de fermeture en une seule pièce avec le corps de support (1), qui ferme le canal (11) pour l'acheminement du milieu de remplissage.
     
    2. Cathéter selon la revendication 1, caractérisé en ce que le connecteur (9) est un corps cylindrique dans lequel s'étend le canal (11) pour acheminer le milieu de remplissage.
     
    3. Cathéter selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le corps de support présente un élément en forme de plaque (1) apte à venir s'appuyer sur la paroi abdominale et un collier de fixation flexible (8) s'écartant de ce dernier, sur lequel est prévu le connecteur (9), dans lequel le canal (11) destiné à acheminer le milieu de remplissage s'étend depuis le connecteur (9), à travers le collier de fixation (8), l'élément en forme de plaque (1) et la paroi du tuyau flexible de cathéter (2), jusque dans le ballonnet.
     
    4. Cathéter selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'on prévoit, dans l'élément en forme de plaque (1) du corps de support, un évidement cylindrique (24) qui se transforme en canal (3) pour acheminer la solution nutritive, l'évidement étant réalisé de telle sorte que le connecteur (9) prévu sur le collier de fixation flexible (8) est à même de venir s'enficher en l'absence de jeu dans l'évidement.
     
    5. Cathéter selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le ballonnet est formé par un espace annulaire (6) pratiqué dans la paroi du tuyau flexible de cathéter.
     
    6. Cathéter selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'on prévoit, sur le tuyau flexible de cathéter (2) plusieurs ballonnets superposés qui sont reliés, respectivement, via un canal, à respectivement un connecteur (9, 26), si bien que les ballonnets peuvent être remplis de manière individuelle avec le milieu de remplissage.
     
    7. Cathéter selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la paroi externe du ballonnet est formée à partir de deux couches superposées (27, 28) d'une matière différente, dans lequel la couche interne (27) est constituée d'une matière d'étanchéisation flexible et la couche externe (28) est constituée d'une matière plus dure que celle de la couche interne.
     
    8. Cathéter selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'une matière (29) en forme de gel est insérée entre la couche interne (27) et la couche externe (28) de la paroi externe du ballonnet.
     
    9. Cathéter selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que, à l'extrémité distale du tuyau flexible de cathéter (2), est disposée une soupape à bec (4) qui ferme le canal (3) destiné à acheminer la solution nutritive.
     
    10. Cathéter selon l'une quelconque des revendications 3 à 9, caractérisé en ce que l'élément en forme de plaque (1) du corps de support est muni, sur son côté inférieur, d'éléments saillants (30), en particulier de picots.
     
    11. Agencement de cathéter comprenant un cathéter selon l'une quelconque des revendications 1 à 10 et un adaptateur (13) apte à venir se disposer en l'absence de jeu sur le connecteur du corps de support, à des fins de raccordement d'un organe de remplissage, dans lequel, une canule (19) est intégrée dans l'adaptateur de telle sorte que le connecteur (9), lors de l'application de l'adaptateur, est percé pour la mise en oeuvre d'une liaison d'écoulement entre le ballonnet et l'organe de remplissage apte à venir se raccorder à l'adaptateur.
     
    12. Agencement de cathéter selon la revendication 11,
    caractérisé en ce que l'agencement de cathéter comprend un mandrin (20) en forme de tige apte à venir s'insérer dans le tuyau du cathéter (2).
     
    13. Agencement de cathéter selon la revendication 12,
    caractérisé en ce que le mandrin (20) en forme de tige est muni d'un filet de vis extérieur (20') et le canal (3) du tuyau flexible de cathéter (2) est muni d'un filet de vis intérieur (25).
     




    Zeichnung