[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Beschichten von Papier oder Karton zur Schaffung
einer Aroma- und Dampfsperre.
[0002] Derart beschichtete Papiere oder Kartons zur Schaffung einer Aroma- und Dampfsperre
haben vielfältige Verwendungszwecke. Abhängig von der jeweiligen Zertifizierung der
verwendeten Deckstrichkomponente(n) und deren Schichtdicke finden die so ausgebildeten
Papiere oder Kartons beispielsweise Verwendung als Rieseinschlagpapier mit Feuchtigkeitsschutz,
heißsiegelfähiges Packpapier zur Herstellung von Panzerverpackungen für Papierrollen,
Packpapier mit Feuchtigkeitsschutz, Verpackungsmittel für Lebensmittel, Aromaschutzverpackungen,
Verpackungen für flüssige Lebensmittel, Verpackungen für Schüttgüter, Waschpulververpackungen,
Isolationspapiere für die Bauindustrie, Taptenpapiere sowie als problemloser Wertstoff
beim Recyclingprozeß. Gefordert an das Papier oder den Karton unter Erhaltung aller
wesentlichen Vorteile dieser Papiere oder Kartons ist eine ausreichende Dampf- und
Aromadichte, daß sie weiterhin lebensmittelrechtlich unbedenklich sowie weiterhin
öl- und fettabweisend sind. Darüber hinaus müssen sie geschmacks- und geruchsneutral,
verklebbar mit speziellen Klebern, siegelfähig gegen sich selbst und andere Kunststoffbeschichtungen
sein. Darüber hinaus sollten sie problemlos der Wiederverwertung zugeführt werden
können und ein relativ geringes Auftragsgewicht haben.
[0003] Bisher ist es bekannt, zur Schaffung derartiger Papiere oder Kartons diese mit einer
Polyethylen-Beschichtung zu versehen. Allerdings ist wegen der allgemein bekannten
Probleme beim Recycling von PE-beschichteten Papieren oder Kartons diese Art von Beschichtung
doch mit erheblichen Nachteilen behaftet.
[0004] Weiterhin wurden als Altemative zu der PE-Beschichtung zur Lösung der damit verbundenen
Problematiken Beschichtungen mittels Polyvinylidenchlorid (PVDC) mit mindestens 15
g/m2 durchgeführt (EP-A 0 375 924). Diese PVDC-Beschichtungen haben jedoch den Nachteil
der Chlorverbindung. Außerdem muß auf den Barrierestrich aus PVDC ein weiterer Mineralstrich
aufgetragen werden, um eine Bedruckung durchführen zu können. Dies stellt allerdings
ein umständliches Verfahren dar.
[0005] Mittlerweile erzielt man Dampf- und Aromasperren durch Beschichtungen, die eine Mischung
von mehreren, vorzugsweise drei Polymeren, nämlich Paraffin, carboxyliertes Styrolbutadien
sowie Polyacrylat darstellen (EP-A 0 393 451). Der Nachteil dieser Beschichtung liegt
darin, daß in der Streichmasse sehr viel Wachs enthalten sein kann, um die notwendige
Dampf- und Aromasperre zu erzielen. Dieser Aufwand an Mehrmaterial bedeutet höhere
Kosten, sowie vor allem Probleme beim Recycling und der Heißsiegelfähigkeit.
[0006] In der DE-A 42 27 184 ist ein Imprägniermittel zur Herstellung von Papieren zur Erzielung
eines Durchdringungswiderstandes gegen Fette, Öle und wässrige Medien offenbart. Dabei
erfolgt eine Oberflächenleimung, insbesondere mittels einer Leimpresse in der Papiermaschine.
Allerdings ist der bei diesen Verfahren erzielte Durchdringungswiderstand nur geringfügig
und keinesfalls eine Dampfbarriere.
[0007] Der Mangel der bisher bekannten Papiere oder Kartons besteht darin, daß die für viele
Verpackungszwecke erforderlichen Dampf- und Aromadichten sich nur mit sehr dicken
Schichten erreichen lassen, die teilweise nur bei mehrfach aufgetragenen Vor- und
Deckstrichen erzielt werden, wobei der Vorstrich die Aromasperre und der Deckstrich
die Dampfsperre gewährleisten soll. Der in diesen Strichen enthaltene Wachsanteil
erreicht jedoch Größenordnungen, die einer problemlosen Rückführung zur Wiederverwertung
entgegenstehen.
[0008] In der nachveröffentlichten, jedoch zum Stand der Technik gehörenden EP-A-0 671 506
ist ein Verfahren zum Beschichten von Papier oder Karton zur Schaffung einer Aroma-
und Dampfsperre mit Vorstrich und Deckstrich offenbart, bei der der Vorstrich aus
einer ganz bestimmten Zusammensetzung von chemischen Substanzen besteht. Als weitere
Komponente kann der Vorstrich zusätzlich noch Stärke enthalten.
[0009] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, mit einem verbesserten Beschichtungsverfahren ein verbessertes Papier oder
einen verbesserten Karton mit einer aus Vorstrich und Deckstrich bestehenden Beschichtung
zur Schaffung einer Aroma- und Dampfsperre zu schaffen.
[0010] Die technische
Lösung ergibt sich aus den Merkmalen der nebengeordneten Ansprüche 1 und 2.
[0011] Dadurch ist ein Papier oder ein Karton mit einer verbesserten (Wasser-)Dampf- und
Aromadichte geschaffen, wobei beliebiges Rohpapier, beispielsweise auch Recyclingpapier,
oder beliebiger Karton verwendet werden kann, auf den zunächst der Vorstrich und anschließend
der Deckstrich aufgetragen wird. Die Erfindungsidee besteht dabei in einem ganz speziellen
Kombinationsstrich zur Erstellung der Sperre im Sinne eines synergetischen Effektes,
nämlich als erfindungswesentlicher Schritt die Verknüpfung des speziellen, erfindungsgemäßen
Vorstriches mit bereits bekannten Sperrschichtstrichen als Deckstrich. Die beschriebenen
Vorstriche verbessern die bislang nur unzureichend genutzten Eigenschaften dieser
Deckstriche erheblich und erzielen im Hinblick auf das Gesamtstrichgewicht mit herkömmlichen
PE-Beschichtungen vergleichbare Barrierewerte. Der erfindungsgemäße Vorstrich dringt
dabei fast vollständig in den Oberflächenbereich des Papiers oder Kartons ein. Die
spezielle Auswahl der einzelnen Komponenten im Vorstrich garantiert nach erfolgter
Polymerisation der Komponenten nach deren Auftrag eine Saturierung der kapillaren
Faserstruktur des Papiers oder Kartons und überzieht diese mit einer amorphen Netzstruktur.
Bei einer entsprechend abgestimmten Rheologie des Deckstriches reichen die im Vorstrich
verbleibenden Öffnungen zu einer guten Verankerung des Deckstriches aus, wobei ein
Wegschlagen wirksam unterbunden wird. Somit wird erreicht, daß die zu einer optimalen
Polymerisation notwendigen wässrigen Bestandteile lange genug in der Deckstrichmasse
bleiben und eine verbesserte Anordnung der filmbildenden Moleküle entsteht. Der erfindungswesentliche
Kern liegt somit darin, daß zur Erzielung der geforderten Barriere ein eine Dampfsperre
erzeugender, beliebiger Deckanstrich auf einen speziellen Vorstrich der Erfindung
aufgetragen wird. So ist eine Barrierewirkung durch den Vorstrich alleine gemäß DIN
53122 Klima D nicht meßbar (über 135 g/m2/24h). Allerdings verhindert der Vorstrich
fast vollständig die Migration von Polymerdispersionen des Deckstrichs in das Papier
oder den Karton. Daraus resultiert eine verbesserte Vernetzung und damit ein dichterer
Filmaufbau, ebenso wie die Reduzierung der erforderlichen Auftragsmenge, welche in
einer dünnen Schichtdicke resultiert. Der erfindungsgemäße Kombinationsstrich mit
einem bestimmten Vorstrich sowie mit einem weiteren, zur Erzeugung einer Dampfsperre
geeigneten Deckstrich besitzt alle wesentlichen Vorteile der bisherigen PE-beschichteten
Papiere oder Kartons und stellt somit einen vollwertigen Ersatz für diese dar. Diese
Vorteile sind ausreichende Dampf- und Aromadichte, die Papiere und Kartons sind lebensmittelrechtlich
unbedenklich, öl- und fettabweisend, geschmacks- und geruchsneutral, verklebbar mit
speziellen Klebern, siegelfähig gegen sich selbst und andere Kunststoffbeschichtungen.
Vor allem sind die erfindungsgemäßen Papiere oder Kartons problemlos der Wiederverwertung
zuführbar und weisen ein relativ geringes Auftragsgewicht auf. So ist die Rückführung
der erfindungsgemäßen Papiere oder Kartons in den Wertstoffkreislauf im Gegensatz
zu den herkömmlichen PE-beschichteten Substraten wesentlich einfacher möglich und
damit kostengünstiger. Durch die schon bei relativ geringen Auftragsgewichten realisierten
hohen Sperrschichtwerte können im Vergleich zu den bisherigen Beschichtungsverfahren,
insbesondere auch im Vergleich zu den PE-Beschichtungen Resourcen gespart werden.
Somit sind die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gestrichenen Papiere oder Kartons
abhängig von der jeweiligen Zertifizierung der verwendeten Deckstrichkomponente(n)
und deren Schichtdicke als Rieseinschlagpapier mit Feuchtigkeitsschutz, heißsiegelfähigem
Packpapier zur Herstellung von Panzerverpackungen für Papierrollen, Packpapier mit
Feuchtigkeitsschutz, Verpackungsmittel für Lebensmittel, Aromaschutzverpackungen,
Verpackungen für flüssige Lebensmittel, Verpackungen für Schüttgüter, Waschpulververpackungen,
Isolationspapiere für die Bauindustrie, Tapetenpapiere etc. verwendbar. Die Komponenten
der Streichmasse des Vorstrichs sind in ihrem Ursprungszustand, d.h. vor dem Auftrag
insbesondere in Wasser gelöst und können so aufgetragen werden. Nach dem Auftrag findet
dann die Polymerisation statt.
[0012] Eine Weiterbildung der Ansprüche 1 oder 2 sieht vor, daß als weitere Komponente(n)
für die Streichmasse des Vorstrichs ein Entschäumer und/oder ein Dispergiermittel
und/oder ein Retensionsmittel vorgesehen ist (sind). Bei dem Retensionsmittel handelt
es sich um einen Verdicker oder Verdünner, der die Viskosität und damit die Laufeigenschaften
der Streichmasse während des Auftrags beeinflußt. Selbstverständlich können auch andere
Komponenten und/oder weitere Komponenten für die Streichmasse des Vorstrichs vorgesehen
sein, welche beispielsweise die erfindungsgemäßen Vorteile weiter fördernd unterstützen.
[0013] Eine Weiterbildung der Ansprüche 3 oder 4 sieht vor, daß die Streichmasse des Vorstnchs
zusätzlich noch Stärke enthält.
[0014] Vorzugsweise beträgt die Auftragsmenge des Vorstrichs 2,5 bis 5 g/m
2. Dabei hängt die Auftragsmenge von der Beschaffenheit des Rohpapiers oder des Kartons
ab.
[0015] Eine weitere Weiterbildung schlägt vor, daß die Streichmasse des Deckstrichs eine
Polymerdispersion oder eine Mischung von mehreren Polymerdispersionen enthält. Dabei
kann es sich beispielsweise um Ethylen/Methacrylat, Polyvinylacetat, Styrol-Butadien
oder der daraus abgeleiteten Copolymere handeln. Wesentlich bei diesen Polymerdispersionen
ist die Tatsache, daß diese Komponenten, die für sich allein genommen nur relativ
geringe Dampfdichten von ungefähr 15 bis 20 g/m
2/24h (bei Auftragsmengen von 20 g/m
2 Trockengewicht) erzielen, in Verbindung mit dem speziellen, erfindungsgemäßen Vorstrich
jedoch erheblich höhere Barrierewirkungen, nämlich 4 bis 10 g/m
2/24h bei deutlich reduzierten Auftragsmengen (5 bis 10 g/m
2) erreichen. Die Auftragsmenge des Vorstriches liegt dabei je nach Beschaffenheit
des Rohpapieres zwischen 2,5 und 5 g/m
2. Eine Barrierewirkung nach DIN 53122 Klima D durch den Vorstrich allein ist nicht
meßbar (über 135 g/m
2/24h). Allerdings verhindert der erfindungsgemäße Vorstrich fast vollständig die Migration
von Polymerdispersionen in das Papier oder den Karton. Daraus resultiert eine verbesserte
Vernetzung und damit ein dichterer Filmaufbau ebenso wie die Reduzierung der erforderlichen
Auftragsmenge (Schichtdicke).
[0016] Eine weitere Weiterbildung des Deckstriches in der Streichmasse schlägt vor, daß
die Streichmasse des Deckstrichs ein mit Carnauba- und Paraffinwachs modifiziertes
Copolymer von Styrol und Butadien, eine Ethylen/Methacrylsäure-Polymerdispersion sowie
Polyvinylacetat enthält. Somit ist aus den genannten Grundstoffen zur Erzielung einer
Dampfsperre ein entsprechend geeigneter Deckstrich zusammensetzbar. Dabei können Teilkombinationen
aus diesen Komponenten gebildet werden. Gefordert ist lediglich, daß diese Kombination
eine wirkungsvolle Dampfsperre erzielt.
[0017] Eine weitere Weiterbildung des Deckstriches in der Streichmasse schlägt vor, daß
die Streichmasse des Deckstrichs ein mit Carnauba- und Paraffinwachs modifiziertes
Copolymer von Styrol und Butadien oder eine Ethylen/Methacrylsäure-Polymerdispersion
oder ein carboxyliertes Styrol-Butadien-Copolymer oder eine Styrol-Acrylat-Copolymerdispersion
enthält. Mit diesen Kombinationen wird eine optimale Dampfsperre erzeugt, so daß in
optimaler Weise der bereits zuvor geschilderte synergetische Effekt zusammen mit den
speziellen Vorstrichen erzielt wird. Dabei können auch Kombinationen aus den genannten
Stoffen gebildet sein.
[0018] Dabei kann der Deckstrich einen zusätzlichen Strich mit einer Streichmasse aus einer
Styrol-Acrylat-Copolymerdispersion enthalten.
[0019] Eine Weiterbildung der Streichmasse des Deckstrichs schlägt vor, daß diese in einem
flüssigen Lösungsmittel, insbesondere Wasser, gelöst ist. Die Komponenten der Streichmasse
des Deckstrichs sind in ihrem Ursprungszustand, d.h. vor dem Auftrag insbesondere
in Wasser gelöst und werden so aufgetragen.
[0020] Eine weitere Weiterbildung des Deckstriches schlägt vor, daß dem Deckstrich ein Polyvinylacetat
beigemischt ist.
[0021] Die Auftragsmenge des Deckstriches beträgt vorzugweise 5 bis 10 g/m
2. Diese Schichtdikke reicht bei den angegebenen Deckstrichen aus, um eine optimale
Dampfsperre zu erzielen.
[0022] Weiterhin wird in einer Weiterbildung vorgeschlagen, daß der Auftrag des Vor- und
Deckstriches mittels Rollrakel, Gravursystemen oder mittels Modifikationen davon erfolgt.
Der Auftrag des Vor- und Deckstriches kann somit mittels bekannter Streichtechniken
erzielt werden, die zur Erzielung von dünnen Streichschichten geeignet sind. Vorzugsweise
werden dabei Maschinen mit zwei Streichwerken verwendet.
[0023] Außerdem wird in einer Weiterbildung vorgeschlagen, daß das Papier oder der Karton
beidseitig beschichtet ist. Die Beschichtungen können dabei selbstverständlich entsprechend
den jeweiligen Erfordernissen auf den beiden Seiten unterschiedlich sein, wobei die
verschiedensten Kombinationen der erfindungsgemäßen Vor- und Deckstriche denkbar sind.
[0024] Schließlich wird in einer Weiterbildung vorgeschlagen, daß das Papier oder der Karton
oberflächengeleimt ist. Dadurch wird die Papier- oder Kartonoberfläche verdichtet
und unterstützt somit die Wirkung des Vorstrichs.
[0025] Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Papieres oder Kartons wird nachfolgend
anhand der Zeichnung beschrieben. Diese zeigt in einer rein schematischen Darstellung
eine Art Schnitt durch ein derartiges Papier oder Karton, welches zunächst mit einem
Vorstrich und anschließend mit einem Deckstrich zur Schaffung einer Aroma- und Dampfsperre
beschichtet worden ist.
[0026] In der Zeichnung ist zunächst das Papier oder der Karton 1 in rein schematischer
Weise zu erkennen. Es kann sich dabei beispielsweise auch um Recyclingpapier handeln.
[0027] Auf das Papier oder den Karton 1 ist ein Vorstrich 2 aufgetragen. Die chemische Zusammensetzung
dieses Vorstrichs 2 ist zuvor beschrieben worden. Dabei ist in der Zeichnung erkennbar,
daß der Vorstrich 2 fast vollständig in den Oberflächenbereich des Papiers oder Kartons
1 eindringt. Die spezielle Auswahl der einzelnen Komponenten in diesem Vorstrich 2
garantiert nach der Polymerisation eine Saturierung der kapillaren Faserstruktur des
Substrats und überzieht diese mit einer amorphen Netzstruktur. Bei einer entsprechend
abgestimmten Rheologie des auf den Vorstrich 2 anschließend aufgebrachten Deckstriches
3 reichen die im Vorstrich 2 verbleibenden Öffnungen zu einer guten Verankerung dieses
Deckstriches 3 aus, wobei ein Wegschlagen wirksam unterbunden wird. So wird erreicht,
daß die zu einer optimalen Polymerisation notwendigen wässrigen Bestandteile lange
genug in der Deckstrichmasse bleiben und eine verbesserte Anordnung der filmbildenden
Moleküle entsteht. Die so geschaffenen Papiere oder Kartons 1 verbessern die bislang
nur unzureichend genutzten Eigenschaften dieser Deckstriche 3 erheblich und erzielen
im Hinblick auf das Gesamtstrichgewicht mit herkömmlichen PE-Beschichtungen vergleichbare
Barrierewerte. Der große Vorteil liegt dabei in der Rückführung der mit den beschriebenen
Verfahren beschichteten Papier oder Kunststoffe 1 in den Wertstoffkreislauf. Diese
Rückführung ist im Gegensatz zu PE-beschichteten Substraten wesentlich einfacher möglich
und damit kostengünstiger. Weiterhin können durch die schon bei relativ geringen Auftragsgewichten
realisierten hohen Sperrschichtwerte im Vergleich zu den bisherigen Beschichtungsverfahren
Resourcen eingespart werden. Darüber hinaus ist es ohne weiteres möglich, auch Recyclingpapiere
zu verwenden.
[0028] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine einseitige Beschichtung vorgesehen.
Selbstverständlich ist es auch denkbar, sowohl die Vorder- als auch die Rückseite
des Papiers oder Kartons 1 jeweils mit einer erfindungsgemäßen Beschichtung zu versehen.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- Papier oder Karton
- 2
- Vorstrich
- 3
- Deckstrich
1. Verfahren zum Beschichten von Papier oder Karton (1) zur Schaffung einer Aroma- und
Dampfsperre,
wobei zunächst ein Vorstrich (2) aus den Komponenten
- flüssiges Lössungsmittel, insbesondere Wasser,
- amorphes Siliciumdioxid
- Aluminiumoxid
- Polyvinylalkohol
- einem Copolymer, bei dem Acrylnitril mit Styrol-Butadien copolymerisiert,
- sowie wenigstens eine weitere, stärkefreie Komponente
auf das Papier oder den Karton (1) aufgetragen wird, der durch Polymerisation das
Papier oder den Karton (1) mit einer amorphen Netzstruktur überzieht,
und wobei anschließend auf diese amorphe Netzstruktur des Vorstrichs (2) ein Deckstrich
(3) aufgetragen wird.
2. Verfahren zum Beschichten von Papier oder Karton (1) zur Schaffung einer Aroma- und
Dampfsperre,
wobei zunächst ein Vorstrich (2) aus den Komponenten
- flüssiges Lösungsmittel, insbesondere Wasser,
- Kieselsäure oder gefällte Kieselsäure
- Polyvinylalkohol
- einem Copolymer, bei dem Acrylnitril mit Styrol-Butadien copolymerisiert,
- sowie wenigstens eine weitere, stärkefreie Komponente
auf das Papier oder den Karton (1) aufgetragen wird, der durch Polymerisation das
Papier oder den Karton (1) mit einer amorphen Netzstruktur überzieht,
und wobei anschließend auf diese amorphe Netzstruktur des Vorstnchs (2) ein Deckstrich
(3) aufgetragen wird.
3. Verfahren zum Beschichten von Papier oder Karton (1) zur Schaffung einer Aroma- und
Dampfsperre gemäß Anspruch 1,
wobei zunächst ein Vorstrich (2) aus den Komponenten
- flüssiges Lössungsmittel, insbesondere Wasser,
- amorphes Siliciumdioxid
- Aluminiumoxid
- Polyvinylalkohol
- einem Copolymer, bei dem Acrylnitril mit Styrol-Butadien copolymerisiert,
- sowie als weitere Komponente(n) ein Entschäumer und/oder ein Dispergiermittel und/oder
ein Retensionsmittel
auf das Papier oder den Karton (1) aufgetragen wird, der durch Polymerisation das
Papier oder den Karton (1) mit einer amorphen Netzstruktur überzieht,
und wobei anschließend auf diese amorphe Netzstruktur des Vorstrichs (2) ein Deckstrich
(3) aufgetragen wird.
4. Verfahren zum Beschichten von Papier oder Karton (1) zur Schaffung einer Aroma- und
Dampfsperre gemäß Anspruch 2,
wobei zunächst ein Vorstrich (2) aus den Komponenten
- flüssiges Lösungsmittel, insbesondere Wasser,
- Kieselsäure oder gefällte Kieselsäure
- Polyvinylalkohol
- einem Copolymer, bei dem Acrylnitril mit Styrol-Butadien copolymerisiert,
- sowie als weitere Komponente(n) ein Entschäumer und/oder ein Dispergiermittel und/oder
ein Retensionsmittel
auf das Papier oder den Karton (1) aufgetragen wird, der durch Polymerisation das
Papier oder den Karton (1) mit einer amorphen Netzstruktur überzieht,
und wobei anschließend auf diese amorphe Netzstruktur des Vorstrichs (2) ein Deckstrich
(3) aufgetragen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß als weitere Komponente(n) für die Streichmasse des Vorstrichs (2) ein Entschäumer
und/oder ein Dispergiermittel und/oder ein Retensionsmittel vorgesehen ist (sind).
6. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Streichmasse des Vorstrichs (2) zusätzlich noch Stärke enthält.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auftragsmenge des Vorstrichs (2) 2,5 bis 5 g/m2 beträgt.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Streichmasse des Deckstrichs (3) eine Polymerdispersion oder eine Mischung
von mehreren Polymerdispersionen enthält.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Streichmasse des Deckstrichs (3) ein mit Carnauba- und Paraffinwachs modifiziertes
Copolymer von Styrol und Butadien, eine Ethylen/Methacrylsäure-Polymerdispersion sowie
Polyvinylacetat enthält.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Streichmasse des Deckstrichs (3)
ein mit Camauba- und Paraffinwachs modifizierten Copolymer von Styrol und Butadien
oder
eine Ethylen/Methacrylsäure-Polymerdispersion
oder
ein carboxyliertes Styrol-Butadien-Copolymer
oder
eine Styrol-Acrylat-Copolymerdispersion
enthält.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Deckstrich (3) einen zusätzlichen Strich mit einer Streichmasse aus einer
Styrol-Acrylat-Copolymerdispersion enthält.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Streichmasse des Deckstrichs (3) in einem flüssigen Lösungsmittel, insbesondere
Wasser, gelöst ist.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Deckstrich (3) ein Polyvinylacetat beigemischt ist.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auftragsmenge des Deckstrichs (3) 5 bis 10 g/m2 beträgt.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Auftrag des Vor- und Deckstrichs (2,3) mittels Rollrakel, Gravursystemen oder
mittels Modifikationen davon erfolgt.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Papier oder der Karton (1) beidseitig beschichtet ist.
17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Papier oder der Karton (1) oberflächengeleimt ist.
1. Process for coating paper or cardboard (1) to create an aroma and vapour barrier,
where first a primer coat (2) consisting of the components:
- liquid solvent, in particular water
- amorphous silicon dioxide
- aluminium oxide
- polyvinylalcohol
- a copolymer in which acrylic nitrate is copolymerized with styrene-butadiene
- and at least one further starch-free component
is applied to the paper or cardboard (1), where the said coat covers the paper or
cardboard (1) with an amorphous network structure by polymerization,
and where subsequently a cover coat (3) is applied to this amorphous network structure
of the primer coat (2).
2. Process for coating paper or cardboard (1) to create an aroma and vapour barrier,
where first a primer coat (2) consisting of the components:
- liquid solvent, in particular water
- silicic acid or precipitated silicic acid
- polyvinylalcohol
- a copolymer in which acrylic nitrate is copolymerized with styrene-butadiene
- and at least one further starch-free component
is applied to the paper or cardboard (1), where the said coat covers the paper or
cardboard (1) with an amorphous network structure by polymerization,
and where subsequently a cover coat (3) is applied to this amorphous network structure
of the primer coat (2).
3. Process for coating paper or cardboard (1) to create an aroma and vapour barrier in
accordance with claim 1,
where first a primer coat (2) consisting of the components:
- liquid solvent, in particular water
- amorphous silicon dioxide
- aluminium oxide
- polyvinylalcohol
- a copolymer in which acrylic nitrate is copolymerized with styrene-butadiene
- and as further component(s) a defoaming agent and/or dispersant agent and/or retention
agent
is applied to the paper or cardboard (1), where the said coat covers the paper or
cardboard (1) with an amorphous network structure by polymerization,
and where subsequently a cover coat (3) is applied to this amorphous network structure
of the primer coat (2).
4. Process for coating paper or cardboard (1) to create an aroma and vapour barrier in
accordance with claim 2,
where first a primer coat (2) consisting of the components:
- liquid solvent, in particular water
- silicic acid or precipitated silicic acid
- polyvinylalcohol
- a copolymer in which acrylic nitrate is copolymerized with styrene-butadiene
- and as further component(s) a defoaming agent and/or dispersant agent and/or retention
agent
is applied to the paper or cardboard (1), where the said coat covers the paper or
cardboard (1) with an amorphous network structure by polymerization,
and where subsequently a cover coat (3) is applied to this amorphous network structure
of the primer coat (2).
5. Process according to claim 1 or 2,
characterized in that
as further component(s) for the application compound of the primer coat (2) a defoaming
agent and/or dispersant agent and/or retention agent is(are) provided.
6. Process according to claim 3 or 4,
characterized in that
the application compound of the primer coat (2) also contains starch.
7. Process according to any of the previous claims,
characterized in that
the application quantity of the primer coat (2) is 2.5 to 5 g/m2.
8. Process according to any of the previous claims,
characterized in that
the application compound of the cover coat (3) contains a polymer dispersion or a
mixture of several polymer dispersions.
9. Process according to any of the previous claims,
characterized in that
the application compound of the cover coat (3) contains a copolymer of styrene and
butadiene modified with carnauba and paraffin wax, an ethylene/methacrylic acid polymer
dispersion and polyvinyl acetate.
10. Process according to any of the previous claims,
characterized in that
the application compound of the cover coat (3) contains
a copolymer of styrene and butadiene modified with carnauba and paraffin wax
or
an ethylene/methacrylic acid polymer dispersion
or
carboxylated styrene-butadiene copolymer
or
a styrene acrylate copolymer dispersion.
11. Process according to claim 10
characterized in that
the cover coat (3) contains an additional coating with an application compound of
a styrene-acrylate-copolymer dispersion.
12. Process according to any of claims 9 and 11
characterized in that
the application compound of the cover coat (3) is dissolved in a liquid solvent, in
particular water.
13. Process according to any of claims 10 and 12
characterized in that
a polyvinyl acetate is mixed into the cover coat (3).
14. Process according to any of the previous claims
characterized in that
the application quantity of the cover coat (3) is 5 to 10 g/m2.
15. Process according to any of the previous claims
characterized in that
the primer and cover coat (2, 3) are applied by means of roller blades, gravure systems
or modifications thereof.
16. Process according to any of the previous claims
characterized in that
the paper or cardboard (1) is coated on both sides.
17. Process according to any of the previous claims
characterized in that
the paper or cardboard (1) is sized on the surface.
1. Procédé pour enduire du papier ou du carton (1) afin d'assurer l'étanchéité aux odeurs
et à la vapeur,
selon lequel on applique d'abord sur le papier ou le carton (1) une précouche (2)
qui est constituée des composants :
- solvant liquide, en particulier de l'eau,
- dioxyde de silicium amorphe,
- oxyde d'aluminium,
- alcool polyvinylique
- un copolymère, formé à partir de styrène-butadiène et de nitrile acrylique,
- ainsi qu'au moins un autre composant sans amidon,
et qui recouvre par polymérisation le papier ou le carton (1) d'une structure réticulaire
amorphe,
et selon lequel on applique ensuite sur cette structure réticulaire amorphe de
la précouche (2) une couche extérieure (3).
2. Procédé pour enduire du papier ou du carton (1) afin d'assurer l'étanchéité aux odeurs
et à la vapeur,
selon lequel on applique d'abord sur le papier ou le carton (1) une précouche (2)
qui est constituée des composants :
- solvant liquide, en particulier de l'eau,
- acide silicique ou acide silicique précipité,
- alcool polyvinylique
- un copolymère, formé à partir de styrène-butadiène et de nitrile acrylique,
- ainsi qu'au moins un autre composant sans amidon,
et qui recouvre par polymérisation le papier ou le carton (1) d'une structure réticulaire
amorphe,
et selon lequel on applique ensuite sur cette structure réticulaire amorphe de
la précouche (2) une couche extérieure (3).
3. Procédé pour enduire du papier ou du carton (1) afin d'assurer l'étanchéité aux odeurs
et à la vapeur, selon la revendication 1,
selon lequel on applique d'abord sur le papier ou le carton (1) une précouche (2)
qui est constituée des composants :
- solvant liquide, en particulier de l'eau,
- dioxyde de silicium amorphe,
- oxyde d'aluminium,
- alcool polyvinylique
- un copolymère, formé à partir de styrène-butadiène et de nitrile acrylique,
- ainsi que, comme autre(s) composant(s), un agent antimousse et/ou un agent dispersant
et/ou un agent de rétention,
et qui recouvre par polymérisation le papier ou le carton (1) d'une structure réticulaire
amorphe,
et selon lequel on applique ensuite sur cette structure réticulaire amorphe de
la précouche (2) une couche extérieure (3).
4. Procédé pour enduire du papier ou du carton (1) afin d'assurer l'étanchéité aux odeurs
et à la vapeur, selon la revendication 2,
selon lequel on applique d'abord sur le papier ou le carton (1) une précouche (2)
qui est constituée des composants :
- solvant liquide, en particulier de l'eau,
- acide silicique ou acide silicique précipité,
- alcool polyvinylique
- un copolymère, formé à partir de styrène-butadiène et de nitrile acrylique,
- ainsi que, comme autre(s) composant(s), un agent antimousse et/ou un agent dispersant
et/ou un agent de rétention,
et qui recouvre par polymérisation le papier ou le carton (1) d'une structure réticulaire
amorphe,
et selon lequel on applique ensuite sur cette structure réticulaire amorphe de
la précouche (2) une couche extérieure (3).
5. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que,
comme autre(s) composant(s) pour la pâte de couchage de la précouche (2), on prévoit
un agent antimousse et/ou un agent dispersant et/ou un agent de rétention.
6. Procédé selon la revendication 3 ou 4,
caractérisé en ce que
la pâte de couchage de la précouche (2) contient aussi de l'amidon.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la quantité appliquée de la précouche (2) vaut de 2,5 à 5 g/m2.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la pâte de couchage de la couche extérieure (3) contient une dispersion de polymère
ou un mélange de plusieurs dispersions de polymère.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la pâte de couchage de la couche extérieure (3) contient un copolymère de styrène
et butadiène modifié avec de la cire de carnauba et de paraffine, une dispersion de
polymère d'éthylène et d'acide méthacrylique ainsi qu'un polyvinylacétate.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la pâte de couchage de la couche extérieure (3) contient
un copolymère de styrène et butadiène modifié avec de la cire de carnauba et de paraffine,
ou
une dispersion de polymère d'éthylène et d'acide méthacrylique,
ou
un copolymère de styrène-butadiène carboxylique,
ou
une dispersion de copolymère styrène-acrylate.
11. Procédé selon la revendication 10,
caractérisé en ce que
la couche extérieure (3) contient une couche supplémentaire avec une pâte de couchage
comprenant une dispersion de copolymère styrène-acrylate.
12. Procédé selon l'une des revendications 9 à 11,
caractérisé en ce que
la pâte de couchage de la couche extérieure (3) est dissoute dans un solvant liquide,
en particulier de l'eau.
13. Procédé selon l'une des revendications 10 à 12,
caractérisé en ce que
un polyvinylacétate est mélangé à la couche extérieure (3).
14. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la quantité appliquée de la couche extérieure (3) vaut de 5 à 10 g/m2.
15. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'application de la précouche (2) et de la couche extérieure (3) s'effectue au
moyen de racles tournantes, de systèmes de gravure ou de variantes de ces moyens.
16. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'on enduit le papier ou carton (1) des deux côtés.
17. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'on surface le papier ou carton (1).