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(11) |
EP 0 761 915 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.05.2001 Patentblatt 2001/22 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.09.1996 |
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| (54) |
Schliesszylinder
Cylinder lock
Serrure cylindrique
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE FR GB IT NL |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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SI |
| (30) |
Priorität: |
12.09.1995 DE 19533782
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.03.1997 Patentblatt 1997/11 |
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Patentinhaber: Aug. Winkhaus GmbH & Co. KG |
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48291 Telgte (DE) |
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Erfinder: |
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- Greiser, Siegbert
48157 Münster (DE)
- Reckmann, Georg
48163 Münster (DE)
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| (74) |
Vertreter: Weickmann, Heinrich, Dipl.-Ing. et al |
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Weickmann & Weickmann
Patentanwälte
Postfach 86 08 20 81635 München 81635 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 049 051 AT-B- 389 344 FR-A- 2 616 835 US-A- 1 422 594 US-A- 5 009 087
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EP-A- 0 553 509 CH-A- 674 542 GB-A- 2 182 381 US-A- 3 661 000
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schließzylinder, umfassend eine Gehäusebaugruppe
mit mindestens einer Kernaufnahmebohrung, eine in der mindestens einen Kernaufnahmebohrung
drehbar gelagerte Kernbaugruppe, innerhalb der Kernbaugruppe beweglich aufgenommene,
kernseitige Zuhaltemittel zum Zusammenwirken mit gehäuseseitigen Zuhaltemitteln und
einen im Querschnitt profilierten Aufnahmekanal innerhalb der Kernbaugruppe zur Aufnahme
eines mit Schlüsselschaftprofil ausgeführten Steuerungsorgans für die kernseitigen
Zuhaltemittel, wobei die Kernbaugruppe einen Lagerkörper aufweist, welcher mit einer
zylindrischen Außenumfangsfläche an einer zylindrischen Innenumfangsfläche der Kernaufnahmebohrung
gelagert ist, wobei weiter am Lagerkörper gesondert von ihm hergestellte Axialsicherungsmittel
angebracht sind, welche die Außenumfangsfläche in radialer Richtung überragen und
der axialen Festlegung der Kernbaugruppe innerhalb der Kernaufnahmebohrung dienen,
und wobei diese Axialsicherungsmittel in der Weise ausgeführt sind, dass in einem
Endbereich der Kernbaugruppe, von dem her das Steuerungsorgan in den Steuerungsorganaufnahmekanal
einführbar ist, im folgenden genannt einführungsseitiger Endbereich, an dem Lagerkkörper
ein von dem Lagerkörper gesondert hergestellter Kernteller durch in axialer Richtung
formschlüssig wirkende Verbindungsmittel angebracht ist, welcher wenigstens z.T.,
jedenfalls aber im Bereich eines Durchtrittsschlitzes für das Steuerungsorgan, aus
einem gegenüber dem Material des Lagerkörpers härteren Werkstoff, insbesondere Hartmetall,
besteht.
[0002] Ein derartiger Schließzylinder ist aus der US-A-1 422 594 bekannt. Bei dem bekannten
Schließzylinder ist der Durchtrittsschlitz des Kerntellers mit einem auf das Schlüsselprofil
exakt abgestimmten Schlitzprofil ausgeführt. Aufgrund der Ausbildung des Kerntellers
aus vergleichsweise hartem Werkstoff ist der Herstellungsaufwand für den Kernteller
vergleichsweise groß, insbesondere wenn Schließzylinder mit verschiedenen Schlüsselschaftprofilen
hergestellt werden, beispielsweise verschiedene, zu einer Gruppe von Schließzylindern
zugehörige Schließzylinder oder/und verschiedenen Gruppen von Schließzylindern zugehörige
Schließzylinder.
[0003] Aus der Schweizer Patentschrift CH-A-674 542 ist ein Schließzylinder bekannt, bei
dem eine Kernbaugruppe einen Lagerkörper umfasst, der an einem einem Steuerungsorgan-Aufnahmeende
desselben entfernten Endabschnitt mit einem radial vorspringenden Umfangsflansch versehen
ist, um den Lagerkörper und somit die Kernbaugruppe gegen Ausziehen aus der Kernaufnahmebohrung
zu sichern. Beim Zusammensetzen dieses bekannten Schließzylinders wird, nachdem der
Lagerkörper von einem rückseitigen Endabschnitt der entsprechenden Kernaufnahmebohrung
her in diese eingeschoben worden ist, im Bereich der Steuerungsorgan-Aufnahmeöffnung
des Lagerkörpers ein Kopf in axialer Richtung des Lagerkörpers aufgeschoben. Somit
ist der Lagerkörper auch gegen Verschiebung in die andere axiale Richtung bezüglich
der Kernaufnahmebohrung gesichert. Bei diesem bekannten Schließzylinder besteht jedoch
das Problem, dass einerseits die Gehäusebaugruppe derart ausgebildet sein muss, dass
die den Lagerkörper aufnehmenden Gehäusebaugruppen-Abschnitte voneinander getrennt
werden können, um den Lagerkörper mit einem radial vorspringenden Umfangsflansch von
hinten her in die entsprechende Kernaufnahmebohrung einschieben zu können. Andererseits
muss zur Herstellung dieses Schließzylinders, und insbesondere zur Herstellung der
Kernbaugruppe dieses Schließzylinders ein zylindrisch geformter Rohling für den Lagerkörper
an seinem Außenumfang abgedreht werden, um einen Lagerkörper mit einem integralen,
radial vorspringenden Umfangsflansch zu erhalten. Dies ist jedoch ein sowohl zeit-
als auch kostenaufwendiger Arbeitsvorgang.
[0004] Ferner ist aus der europäischen Patentanmeldung EP-A-O 049 051 ein Schließzylinder
für ein Lenkradschloss eines Fahrzeugs bekannt. Auch bei diesem bekannten Schließzylinder
weist die Kernbaugruppe einen Lagerkörper auf, der in einem seiner Endabschnitte einen
integral an diesem ausgebildeten, radial vorspringenden Umfangsflansch aufweist, um
den Lagerkörper innerhalb der entsprechenden Kernaufnahmebohrung gegen Verschiebung
in einer Richtung festzulegen.
[0005] Aus der AT-B-389 344 ist ein Schließzylinder bekannt, bei dem in einem einführseitigen
Endbereich einer Kernbaugruppe parallel oder annähernd parallel zum Schlüsselkanal
Hartmetallkörper als Aufbohrsicherung vorgesehen sind.
[0006] Demgegenüber ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Schließzylinder
vorzusehen, bei dem einerseits die den Schließzylinder bildenden Bauteile einfach
und kostengünstig herzustellen sind, und andererseits das Zusammensetzen des Schließzylinders
möglichst einfach durchgeführt werden kann.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Schließzylinder der eingangs bezeichneten
Art dadurch gelöst, dass der Durchtrittsschlitz des Kerntellers mit einem das Schlüsselschaftprofil
umhüllenden Einhüllprofil ausgeführt ist, welches auch Einhüllprofil für andersgestaltete
Schlüsselschaftprofile weiterer Schließzylinder des jeweiligen Schließzylindertyps
ist.
[0008] Der Erfindungsvorschlag bietet den großen Vorteil, dass der aus hartem Werkstoff
hergestellte Kernteller mit einem einheitlichen Hüllprofil sehr viel leichter hergestellt
werden kann, als wenn für jeden einzelnen Schließzylinder ein besonderes Schlitzprofil
in den Kernteller eingearbeitet werden müsste.
[0009] Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht, dass das Profil nur in den weicheren Lagerkörper
eingearbeitet zu werden braucht, in welchem das dabei übliche Räumen leicht durchgeführt
werden kann. Dies gilt umso mehr, als das Profil regelmäßig radial einseitig offen
ist. Dies ist für die einzusetzenden Räumwerkzeuge von erheblicher Bedeutung und entspricht
der bisherigen Herstellung von herkömmlichen Schließzylindern ohne Kernteller. Es
können somit vorhandene Werkzeuge für den erfindungsgemäßen Aufbau weiter genutzt
werden.
[0010] Durch die Verwendung eines einzigen Typs von Kerntellern für verschiedene Schließzylinder
unabhängig von der jeweiligen Ausbildung des Steuerungsorgans werden nicht nur die
Herstellungskosten des Schließzylinders vermindert, sondern auch die Lagerhaltungskosten
deutlich gesenkt.
[0011] Zur Herstellung der Kernbaugruppe des erfindungsgemäßen Schließzylinders kann dann
ein zylindrisch geformter Rohling für den Lagerkörper verwendet werden, dessen Radialmaß
bereits dem maximalen Radialmaß des Lagerkörpers entspricht. Es sind somit keine Bearbeitungsvorgänge
für den Lagerkörper erforderlich, um diesen im Bereich seiner Außenumfangsfläche abzudrehen,
wie dies beim Stand der Technik gemäß CH-A-674 542 der Fall ist. Somit kann der Lagerkörper
in kostengünstiger Art und Weise aus beispielsweise einem gezogenen Material, wie
z. B. Messing oder dgl., angefertigt werden.
[0012] Dabei kann ein Radialmaß des Kerntellers größer sein als das maximale Radialmaß des
Lagerkörpers, um erste Axialsicherungsmittel am einführseitigen Endbereich vorzusehen.
Da somit durch den radial über das maximale Radialmaß des Lagerkörpers vorspringenden
Kernteller der Grenzbereich zwischen der Außenumfangsfläche des Lagerkörpers und der
Innenumfangsfläche der Kernaufnahmebohrung nach außen hin abgedeckt werden kann, wird
einerseits das Eindringen von Staub und Schmutz oder dgl. in den erfindungsgemäßen
Schließzylinder erschwert, andererseits wird auch eine Manipulation der Zuhaltemittel
in diesem Grenzbereich von außen her nahezu unmöglich.
[0013] Wenn die formschlüssigen Verbindungsmittel gegen Entkupplung durch Unterbringung
innerhalb der Kernaufnahmebohrung gesichert sind, ist sichergestellt, daß nach dem
Zusammensetzen des erfindungsgemäßen Schließzylinders ein Entfernen des Kerntellers
vom Lagerkörper, ohne den Lagerkörper insgesamt aus der Kernaufnahmebohrung zu entfernen,
praktisch nicht möglich ist. Es kann dadurch die durch den erfindungsgemäßen Schließzylinder
vorgesehene Sicherheit weiter erhöht werden.
[0014] Die formschlüssigen Verbindungsmittel können in einfacher weise durch eine zur Achse
der Kernbaugruppe im wesentlichen orthogonale Schiebebewegung in einen Verbindungszustand
gebracht werden.
[0015] Um die formschlüssigen Verbindungsmittel bilden zu können, wird vorgeschlagen, daß
am Kernteller und an dem einführseitigen Endbereich formschlüssig ineinandergreifende
Profilmittel angebracht sind. Dabei können die formschlüssig ineinandergreifenden
Profilmittel von einem Schwalbenschwanzaußenprofil und von einem Schwalbenschwanzinnenprofil
gebildet sein. Diese Ausgestaltung der Profilmittel stellt weiters sicher, daß der
Kernteller nicht in axialer Richtung von dem Lagerkörper abgezogen werden kann. Dazu
mußten die beiden, das Schwalbenschwanzaußenprofil umgreifenden Abschnitte des Schwalbenschwanzinnenprofils
zunächst nach radial auswärts gebogen werden. Dies ist jedoch nicht möglich, wenn
die Profilmittel innerhalb der Kernaufnahmebohrung angeordnet sind.
[0016] Das Schwalbenschwanzaußenprofil kann an dem Lagerkörper vorgesehen sein, und das
Schwalbenschwanzinnenprofil kann an dem Kernteller vorgesehen sein.
[0017] Der Durchtrittsschlitz kann ein polygonartiges Einhüllprofil, vorzugsweise ein längliches
Rechteckprofil, besitzen.
[0018] Darüberhinaus kann der Kernteller mit einem Identifizierungsmerkmal versehen sein.
Dies ermöglicht beispielsweise durch Kennzeichnung einer Gruppe von Schließzylindern
mit Kernteilen, welche das gleiche Identifizierungsmerkmal aufweisen, nach dem Einbau
der Schließzylindergruppe, beispielsweise in ein Haus, bereits durch Betrachten der
Kernteller diese Gruppe zu identifizieren und somit in einfacher Weise den für diese
Gruppe geeigneten Schlüssel auszuwählen. Da somit zur Kennzeichnung der verschiedenen
Schließzylinder lediglich unterschiedliche Kernteller mit jeweils unterschiedlichen
Identifizierungsmerkmalen erforderlich sind und keine weiteren Bauteile der Schließzylinder
zur Identifizierung unterschiedlich ausgestaltet werden müssen, sind für den Hersteller
derartiger Schließzylinder die Herstellungs- und Lagerhaltungskosten deutlich reduziert.
[0019] Zum Aufbrechen von Schließzylindern ist es bekannt, eine Schraube oder ein Werkzeug
mit selbstschneidendem Gewinde in den Steuerungsaufnahmekanal einzuschrauben und dann
durch starkes Ziehen den gesamten Schließzylinder beispielsweise aus der Türe herauszureißen.
Im Hinblick hierauf ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Kernteller wenigstens
z. T., jedenfalls aber im Bereich des Durchtrittsschlitzes für das Steuerungsorgan,
aus einem gegenüber dem Material des Lagerkörpers härteren Werkstoff, insbesondere
Hartmetall, besteht. Wenn ein derartig hartes Material verwendet wird, ist einerseits
das Einschrauben einer derartigen Schraube oder eines derartigen Werkzeugs in die
Kernbaugruppe erheblich erschwert, andererseits können die radial hervorspringenden
Gewindeabschnitte der Schraube oder des Werkzeugs nicht in das harte Material einschneiden,
so daß der zwischen der Schraube oder dem Werkzeug und dem Kernteller gebildete Halt
nicht ausreicht, um die zum Herausreißen des gesamten Schließzylinders erforderliche
Kraft zu übertragen.
[0020] Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Erstreckung des härteren Materials des Kerntellers
in Achsrichtung zumindest im Angrenzbereich an den Durchtrittsschlitz vorzugsweise
derart bemessen ist, daß es in eine Verschraubungsnut eines für Aufbruchswerkzeuge
verfügbaren üblichen Gewindes nicht eingreifen kann. Bei einer derartigen axialen
Erstreckung des harten Materials ist sichergestellt, daß die verwendeten Schrauben
oder Werkzeuge, deren Gewindesteigung dann im allgemeinen kleiner ist als diese axiale
Erstreckung des harten Materials, nicht mit ihrem Gewindegang den Kernteller vollständig
überbrücken können. Es wird somit ein gewindeartiges bzw. formschlüssiges Ineinandergreifen
der Schraube oder des Werkzeugs mit dem harten Material des Kerntellers ausgeschlossen.
[0021] Darüberhinaus ist es möglich, daß im Bereich einer Grenzfläche zwischen dem Kernteller
einerseits und dem Lagerkörper andererseits und in der Nähe des Steuerungsorganaufnahmekanals
an dem Lagerkörper oder/und dem Kernteller Einlageteile aus einem gegenüber dem Material
des Lagerkörpers härteren Material, vorzugsweise aus Hartmetall, vorgesehen sind.
Die Einlageteile stellen, wie vorangehend mit Bezug auf den Kernteller beschrieben,
sicher, daß einerseits das Einschrauben einer Schraube oder eines Werkzeugs in die
Kernbaugruppe erschwert wird und andererseits der Griff zwischen der Schraube oder
dem Werkzeug und der Kernbaugruppe nicht ausreicht, um die zum Herausreißen des Schließzylinders
erforderliche Kraft auf diese zu übertragen.
[0022] Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Einlageteile in einander zugekehrten Teilausnehmungen
des Lagerkörpers und des Kerntellers aufgenommen sind, welche sich zu einem dem Umriß
des jeweiligen Einlageteils im wesentlichen entsprechenden Umriß ergänzen. In diesem
Falle können bei Verbindung des Kerntellers mit dem Lagerkörper durch eine in axialer
Richtung formschlüssig kraftübertragende Verbindung, welche durch Radialverschiebung
des Kerntellers gegenüber dem Lagerkörper herstellbar ist, die Teilausnehmungen im
wesentlichen parallel zu der die Verbindung herstellenden Verschieberichtung verlaufen.
[0023] Um wiederum ein gewindemäßiges bzw. formschlüssiges Ineinandergreifen der Schraube
oder des Werkzeugs mit den Einlageteilen verhindern zu können, wird vorgeschlagen,
daß zwei zwischen sich einen Durchtritt für das Steuerungsorgan freigebende Einlageteile
in Achsrichtung des Steuerungsorganaufnahmekanals eine derartige Ausdehnung besitzen,
daß sie in eine Verschraubungsnut eines für Aufbruchswerkzeuge verfügbaren üblichen
Gewindes nicht eingreifen können.
[0024] Zum Sichern des Lagerkörpers in der Kernaufnahmebohrung in beiden axialen Richtungen
wird vorgeschlagen, daß in einem dem einführseitigen Endbereich des Lagerkörpers entgegengesetzten
Endbereich desselben in der Außenumfangsfläche des Lagerkörpers eine Umfangsnut zur
Aufnahme eines Klemmringelements vorgesehen ist, dessen Radialmaß größer ist als das
maximale Radialmaß des Lagerkörpers zum Bilden zweiter Axialsicherungsmittel.
[0025] Der erfindungsgemäße Schließzylinder kann beispielsweise ein Doppel-Schließzylinder
sein, insbesondere ein Doppel-Schließzylinder mit einem einstückig hergestellten Schließzylindergehäuse.
[0026] Es ist möglich, daß in einem dem einführseitigen Endbereich des Lagerkörpers entgegengesetzten
Endbereich desselben in der Außenumfangsfläche des Lagerkörpers eine Umfangsnut zur
Aufnahme eines Klemmringelements vorgesehen ist, dessen Radialmaß größer ist als das
maximale Radialmaß des Lagerkörpers zum Bilden zweiter Axialsicherungsmittel.
[0027] Es ist weiter möglich, daß der Lagerkörper im Bereich seiner Außenumfangsfläche das
maximale Radialmaß besitzt.
[0028] Der erfindungsgemäße Schließzylinder und ein ihm zugehöriges Steuerungsorgan können
durch korrespondierende Identifizierungsmerkmale am Kernteller einerseits und am Steuerungsorgan
andererseits, beispielsweise durch übereinstimmende Farbgebung des Kerntellers und
des Steuerungsorgans, als zusammengehörig identifizierbar sein. Gemäß dieser Weiterbildung
des erfindungsgemäßen Schließzylinders wird eine vorteilhafte Zwischenproduktbevorratung
für die Herstellung von Schließzylindern ermöglicht, deren
[0029] Kernbaugruppe einen Lagerkörper und einen getrennt von dem Lagerkörper hergestellten
Kernteller umfaßt, wobei im Rahmen dieser Zwischenproduktbevorratung einerseits außenmaßgleiche
Lagerkörper mit unterschiedlichen kernseitigen Zuhaltemitteln und andererseits Kernteller
auf Vorrat gehalten werden, wobei die Kernteller unterschiedliche Identifizierungsmerkmale,
z. B. Farbtönung, aufweisen.
[0030] Durch diese Art der Zwischenproduktbevorratung ist es für den Hersteller von Schließzylindern
in einfacher und kostengünstiger Weise möglich, verschiedene Schließzylinder oder
verschiedene Gruppen von Schließzylindern mit einem einzigartigen Identifizierungsmerkmal
zu kennzeichnen. Das Identifizierungsmerkmal kann beispielsweise die Farbe des Kerntellers
sein, die dann mit der Farbe eines zum Öffnen des Schließzylinders geeigneten Steuerungsorgans
übereinstimmt. Der Hersteller von Schließzylindern muß somit für eine derartige Kennzeichnung
von Schließzylindern lediglich unterschiedliche Kernteller auf Lager halten, welche
dann alle für einen einzigen Schließzylindertyp verwendet werden können.
[0031] Die Erfindung betrifft ferner eine Gruppe von Schließzylindern, jeweils umfassend
eine Gehäusebaugruppe mit mindestens einer Kernaufnahmebohrung, eine in der mindestens
einen Kernaufnahmebohrung drehbar gelagerte Kernbaugruppe, innerhalb der Kernbaugruppe
beweglich aufgenommene, kernseitige Zuhaltemittel zum Zusammenwirken mit gehäuseseitigen
Zuhaltemitteln und einen im Querschnitt profilierten Aufnahmekanal innerhalb der Kernbaugruppe
zur Aufnahme eines mit Schlüsselschaftprofil ausgeführten Steuerungsorgans für die
kernseitigen Zuhaltemittel, wobei die Kernbaugruppe einen Lagerkörper aufweist, welcher
mit einer zylindrischen Außenumfangsfläche an einer zylindrischen Innenumfangsfläche
der Kernaufnahmebohrung gelagert ist, wobei weiter am Lagerkörper gesondert von ihm
hergestellte Axialsicherungsmittel angebracht sind, welche die Außenumfangsfläche
in radialer Richtung überragen und der axialen Festlegung der Kernbaugruppe innerhalb
der Kernaufnahmebohrung dienen, und wobei diese Axialsicherungsmittel in der Weise
ausgeführt sind, dass in einem Endbereich der Kernbaugruppe, von dem her das Steuerungsorgan
in den Steuerungsorganaufnahmekanal einführbar ist, im folgenden genannt einführungsseitiger
Endbereich, an dem Lagerkörper ein von dem Lagerkörper gesonderte hergestellter Kernteller
durch in axialer Richtung formschlüssig wirkende Verbindungsmittel angebracht ist,
welcher wenigstens z.T., jedenfalls aber im Bereich seines Durchtrittsschlitzes für
das Steuerungsorgan aus einem gegenüber dem Material des Lagerkörpers härteren Werkstoff,
insbesondere Hartmetall, besteht. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Durchtrittsschlitze
der Kernteller innerhalb der Gruppe ein Profil besitzen, welches den Schlüsselschaftprofilen
innerhalb der Gruppe gemeinsam ist.
[0032] Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen detailliert
beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt, welcher schematisch den Aufbau eines erfindungsgemäßen Schließzylinders
zeigt;
- Fig. 2
- einen Schnitt in einer Ebene II-II in Fig. 1, welcher insbesondere die Kernbaugruppe
des erfindungsgemäßen Schließzylinders zeigt.
[0033] In Fig. 1 ist ein allgemein mit 10 bezeichneter Schließzylinder gezeigt. Der Schließzylinder
10 ist von dem Doppel-Schließzylinder-Typ, welcher beispielsweise bei Haus- oder Wohnungstüren
verwendet wird, die von beiden Seiten sperrbar sein müssen. Es wird jedoch darauf
hingewiesen, daß die vorliegende Erfindung ebenso in einem Schließzylinder des Einfach-Typs
verkörpert sein kann, welche beispielsweise in Schranktüren oder dgl. verwendet werden,
die lediglich von einer Seite her sperrbar sein müssen.
[0034] Der Schließzylinder 10 umfaßt eine Gehäusebaugruppe 12, in der jeweils Kernaufnahmebohrungen
14, 14' zur Aufnahme jeweiliger Kernbaugruppen 16, 16' ausgebildet sind. Ferner umfaßt
die Gehäusebaugruppe 12 jeweilige Zuhaltungsabschnitte 18, 18'. In den Zuhaltungsabschnitten
18, 18' sind in an sich bekannter Weise gehäuseseitige Zuhaltemittel 20 angeordnet,
welche mit entsprechenden kernseitigen Zuhaltemitteln 22 zum Sperren der entsprechenden
Kernbaugruppe 16 innerhalb der Kernaufnahmebohrung 14 gegen Drehung um eine Achse
A zusammenwirken. In der Fig. 1 sind die jeweiligen Zuhaltemittel 20 bzw. 22 im linken
Gehäusebaugruppen-Abschnitt nur durch strichlierte Linien schematisch dargestellt.
Die Zuhaltemittel können, wie dem Fachmann bekannt ist, beispielsweise Stiftzuhaltungen
umfassen. Auch können mehr als die in der Fig. 1 dargestellten zwei Paare von Zuhaltemitteln
vorgesehen sein.
[0035] Da jede der Kernbaugruppen 16, 16' identisch ist, wird nachfolgend nur die Kernbaugruppe
16 weiter detailliert beschrieben. Die Kernbaugruppe 16 umfaßt einen Lagerkörper 24,
welcher in die Kernaufnahmebohrung 14 eingeschoben ist. Ein Außendurchmesser des Lagerkörpers
24 entspricht dabei im wesentlichen einem Innendurchmesser der Kernaufnahmebohrung
14, so daß der Lagerkörper 24 im wesentlichen spielfrei innerhalb der Kernaufnahmebohrung
14 angeordnet ist. Im Lagerkörper 24 ist ein Aufnahmekanal 26 vorgesehen, in welchen
von einem einführseitigen Endbereich 28 des Lagerkörpers 24 her ein Steuerungsorgan,
beispielsweise ein Schlüssel oder dgl., eingeschoben werden kann, um in an sich bekannter
Weise mit den Zuhaltemitteln zusammenzuwirken.
[0036] Am einführseitigen Endabschnitt 28 des Lagerkörpers 24 ist ein vom Lagerkörper 24
getrennt hergestellter Kernteller 30 mit dem Lagerkörper 24 in nachfolgend noch detaillierter
beschriebener Art und Weise vorgesehen. Der Kernteller 30 weist einen über den Außenumfang
des Lagerkörpers 24 radial vorspringenden Abschnitt 32 auf, welcher in einem entsprechenden
Abschnitt der Kernaufnahmebohrung mit größerem Innendurchmesser aufgenommen ist. Der
Kernteller 30 verhindert somit durch seinen Abschnitt 32 mit größerem Durchmesser,
daß einerseits der Grenzbereich zwischen der Außenumfangsfläche des Lagerkörpers 24
und der Innenumfangsfläche der Kernaufnahmebohrung 14 von außen her zur Manipulation
durch ein geeignetes Werkzeug zugänglich ist und erschwert andererseits das Eintreten
von Schmutz in den Schließzylinder. Ferner bildet der Kernteller 30 mit seinem Abschnitt
32 erste Sicherungsmittel zum Sichern des Lagerkörpers 24 innerhalb der Kernaufnahmebohrung
14 gegen axiale Verschiebung in die Kernaufnahmebohrung 14 hinein.
[0037] Der Kernteller 30 weist einen dem Aufnahmekanal 26 des Lagerkörpers 24 entsprechenden
Durchtrittsschlitz 34 auf, um somit das Einführen des entsprechenden Steuerungsorgans
von außen her zu gestatten.
[0038] Im Bereich seines entgegengesetzten Endes 36 weist der Lagerkörper 24 eine Umfangsnut
38 auf, wie insbesondere in Fig. 2 zu erkennen ist. Bei in die Kernaufnahmebohrung
14 eingeschobener Kernbaugruppe 16 liegt diese Umfangsnut 38 des Lagerkörpers 24 in
einem ausgeschnittenen Bereich 40 der Gehäusebaugruppe 12. Durch Einschieben eines
Klemmringelements 42 in die Umfangsvertiefung 38 kann somit der Lagerkörper auch gegen
axiale Bewegung aus der Kernaufnahmebohrung 14 heraus in an sich bekannter Weise gesichert
werden.
[0039] In dem ausgeschnittenen Bereich 40 der Gehäusebaugruppe 12 ist die Kernbaugruppe
16 in an sich bekannter Weise mit einem Schließbart 44 gekoppelt. Durch Drehen der
Kernbaugruppe 16 innerhalb der Kernaufnahmebohrung 14 wird der Schließbart 44 ebenfalls
um die Achse A gedreht und betätigt dabei entsprechende Verriegelungselemente in einer
Tür oder dgl.
[0040] In Fig. 2 ist die Kernbaugruppe 16 des erfindungsgemäßen Schließzylinders detaillierter
dargestellt. Insbesondere zeigt die Fig. 2, wie der Kernteller 30 mit dem Lagerkörper
24 verbunden ist. Zu diesem Zweck weist der Lagerkörper 24 in seinem einführseitigen
Endbereich 28 an einer dem Kernteller 30 zugewandten Stirnseite 25 ein Schwalbenschwanzaußenprofil
46 auf. In entsprechender Art und Weise weist der Kernteller 30 in seiner dem Lagerkörper
24 zugewandten Stirnseite 31 ein Schwalbenschwanzinnenprofil 48 auf. Zum Zusammensetzen
der Kernbaugruppe 16 kann der Kernteller 30 in einer Richtung orthogonal zur Achse
A, d. h. in einer Richtung orthogonal zur Zeichenebene der Fig. 2, auf den Lagerkörper
24 aufgeschoben werden, so daß durch die ineinandergreifenden Schwalbenschwanzabschnitte
46, 48 zwischen dem Lagerkörper 24 und dem Kernteller 30 eine in axialer Richtung
wirkende formschlüssige Verbindung hergestellt wird. Wird darauffolgend der Lagerkörper
24 zusammen mit dem Kernteller 30 in die in Fig. 1 gezeigte Stellung in die Kernaufnahmebohrung
14 eingeschoben, so liegt die durch die Schwalbenschwanzabschnitte 46, 48 gebildete
formschlüssige Verbindung vollständig innerhalb der Kernaufnahmebohrung 14. Dies verhindert
einerseits, daß der Kernteller 30 sich durch seitliches Verschieben bezüglich des
Lagerkörpers 24 von diesem lösen kann. Andererseits wird durch die Schwalbenschwanzabschnitte
46, 48 verhindert, daß der Kernteller 30 vom Lagerkörper 24 abgezogen werden kann.
Dazu müßten nämlich die das Schwalbenschwanzaußenprofil des Lagerkörpers 24 umgreifenden
Abschnitte des Schwalbenschwanzinnenprofils 48 des Kerntellers 30 in radialer Richtung
nach außen gebogen werden, um an den nach radial außen verlaufenden Abschnitten des
Schwalbenschwanzaußenprofils 46 abgleiten zu können. Dies ist jedoch aufgrund der
engen Fassung des Lagerkörpers 24 und des Kerntellers 30 innerhalb der Kernaufnahmebohrung
14 nicht möglich.
[0041] Selbstverständlich können die Profilabschnitte auch andere Formen annehmen, wie z.
B. T-förmige Außen- und Innenprofilformen. Ferner kann der Außenprofilabschnitt am
Kernteller und der Innenprofilabschnitt am Lagerkörper vorgesehen sein.
[0042] Wie in Fig. 2 ferner zu erkennen ist, ist im Bereich des Übergangs zwischen dem Lagerkörper
24 und dem Kernteller 30 ein Paar von Einlageteilen 50, 52 vorgesehen. Zu diesem Zweck
sind im Kernteller 30 sowie im Lagerkörper 24 jeweils quer zur Achsrichtung A verlaufende
Vertiefungen 54, 56 bzw. 58, 60 vorgesehen. Diese Vertiefungen bilden beim Zusammensetzen
des Kerntellers 30 mit dem Lagerkörper 24 entsprechende Kanäle, in welchen die Einlageteile
50, 52 aufgenommen sind. Wie in Fig. 2 zu erkennen ist, sind die Einlageteile 50,
52 unmittelbar benachbart dem Aufnahmekanal 26 im Lagerkörper 24 bzw. dem Schlitz
34 im Kernteller 30 angeordnet. Die Einlageteile 50, 52 erstrecken sich darüberhinaus
quer zur Achsrichtung A entlang der gesamten Tiefe des Aufnahmekanals 26 bzw. des
Schlitzes 34. Die Einlageteile 50, 52 dienen dazu zu verhindern, daß in an sich bekannter
Weise eine Schraube oder ein gewindeschneidendes Werkzeug in den Aufnahmekanal 26
eingeschraubt werden kann, um durch Anlegen einer entsprechend großen Ziehkraft den
gesamten Schließzylinder 10 aus seiner Verankerung zu reißen. Zu diesem Zweck werden
für die Einlageteile 50, 52 Teile aus sehr harten Materialien, beispielsweise aus
Hartmetall oder dgl., verwendet. Wird dann versucht, beispielsweise eine Schraube
in den Aufnahmekanal 26 einzuschrauben, so kann aufgrund des harten Materials der
Einlageteile 50, 52 das Gewinde der Schraube nicht oder nicht in ausreichender Tiefe
in die Einlageteile 50, 52 einschneiden, um die erforderliche Kraftkopplung zum Herausreißen
des Schließzylinders vorzusehen. Die Erstreckung der Einlageteile 50, 52 in Richtung
der Achse A ist dabei so gewählt, daß sie länger ist als die Gewindesteigung derartiger
Schrauben oder Werkzeuge. Es kann somit auch vermieden werden, daß beim Eindrehen
der Schraube diese mit einer Umdrehung die gesamten Einlageteile 50, 52 in Richtung
der Achse A vollständig hintergreift und somit eine formschlüssige Verbindung mit
diesen herstellen kann.
[0043] Alternativ oder zusätzlich zu den dargestellten Einlageteilen 50, 52 ist es möglich,
den Kernteller wenigstens im Bereich des Schlitzes 34 aus sehr hartem Material, beispielsweise
aus Hartmetall, zu fertigen. Dies bietet wiederum die gleichen Vorteile wie die Verwendung
der Einlageteile 50, 52. Auch hier ist es dann vorteilhaft, wenn die Erstreckung des
Kerntellers 30 in diesem Bereich in axialer Richtung größer ist als die Gewindesteigung
der zum Aufbrechen von Schließzylindern verwendeten Schrauben oder Werkzeuge.
[0044] Zur Fertigung der Kernbaugruppe 16 des erfindungsgemäßen Schließzylinders 10 kann
beispielsweise für den Lagerkörper 24 ein Rohling aus gezogenem Material, beispielsweise
aus Messing, verwendet werden. Dieser Rohling braucht dann lediglich auf die richtige
Länge zugeschnitten zu werden. Im Bereich seiner Außenumfangsfläche muß lediglich
die Vertiefung 38 für das Ringelement 42 vorgesehen werden. Weitere Formgebungsschritte
im Bereich der Außenumfangsfläche, wie z. B. das Abdrehen des Rohlings zum Vorsehen
eines Radialumfangsflansches, wie es beim Stand der Technik erforderlich ist, sind
hier dann nicht nötig. Dies führt zu einer erheblich einfacheren und kostengünstigeren
Herstellung der Kernbaugruppe 16, da einerseits weniger Arbeitsschritte zu deren Fertigung
erforderlich sind und andererseits ein Rohling mit kleinerem Durchmesser verwendet
werden kann.
[0045] Auch der Kernteller 30 kann von einem entsprechenden zylinderförmigen Rohling abgeschnitten
werden, worauf folgend noch das Schwalbenschwanzinnenprofil und die Abstufung in seinem
Außenbereich vorgesehen werden müssen. Da jedoch der Kernteller 30 im Vergleich zum
Lagerkörper 24 eine deutlich geringere axiale Erstreckung aufweist, ist der Materialverlust
beim Abdrehen der Außenumfangsfläche des Kerntellers gegenüber dem Falle, in dem die
gesamte Außenumfangsfläche eines Lagerkörpers abgedreht werden müßte, deutlich geringer.
Schließlich ist es auch möglich, den Kernteller 30 aus Sintermetall herzustellen,
wobei dann bereits bei der Herstellung des Kerntellers 30 diesem die gewünschte Form
gegeben werden kann.
[0046] Durch die erfindungsgemäßen Schließzylinder ist für Hersteller derartiger Schließzylinder
eine einfache Möglichkeit gegeben, verschiedene Schließzylinder oder verschiedene
Gruppen von Schließzylindern durch die Auswahl besonders gekennzeichneter Kernteller
zu markieren. Beispielsweise können die zur Markierung bzw. Identifizierung ausgewählten
Kernteller verschiedene Farben aufweisen, die dann jeweils der Farbe des Schlüssels
oder dgl., welcher zur Betätigung des entsprechenden Schließzylinders bzw. der entsprechenden
Gruppe von Schließzylindern verwendet werden kann, entsprechen. Der Hersteller muß
somit lediglich verschieden markierte Kernteller auf Lager halten. Die ansonsten zum
Zusammensetzen eines Schließzylinders erforderlichen Bauteile können dann für alle
aufzubauenden Schließzylinder bzw. Gruppen von Schließzylindern in gleicher Weise
verwendet werden. Dies senkt einerseits die Lagerhaltungskosten deutlich und führt
andererseits zu einer erheblichen Flexibilität bei der Markierung bzw. Identifizierung
der Schließzylinder.
[0047] Um diese Flexibilität noch zusätzlich zu vergrößern, kann der Schlitz 34 in dem Kernteller
30 derart ausgebildet sein, daß seine Querschnittsfläche im wesentlichen unabhängig
von der Querschnittsfläche des Aufnahmekanals 26 ausgebildet ist. Dies kann beispielsweise
durch im wesentlichen rechteckige Ausbildung der Querschnittsfläche des Schlitzes
34 erhalten werden, wobei dann die Umfangslinie der Querschnittsfläche des Schlitzes
34 im wesentlichen eine Einhüllende für alle möglichen Querschnittsgestaltungen des
Aufnahmekanals 26 bildet. Somit kann der Kernteller für die verschiedensten Schließzylinder,
unabhängig von der jeweiligen Querschnittsform der verwendeten Schlüssel bzw. Steuerungsorgane,
verwendet werden.
[0048] Durch die Erfindung ist ein Schließzylinder vorgesehen, der gegenüber bekannten Schließzylindern
erheblich einfacher und kostengünstiger hergestellt werden kann, bei dem jedoch aufgrund
der speziellen Ausgestaltung der Verbindung zwischen Kernteller und Lagerkörper und
dem Vorsehen der Einlageteile bzw. der Materialauswahl des Kerntellers eine höhere
Sicherheit gegen Aufbrechen erhalten wird. Ferner kann beim Zusammensetzen der erfindungsgemäßen
Schließzylinder lediglich durch Auswahl eines entsprechend markierten Kerntellers
der gesamte Schließzylinder markiert werden bzw. eine Gruppe von Schließzylindern
in gleicher Weise markiert werden. Die Hersteller derartiger Schließzylinder müssen
also lediglich verschieden markierte Kernteller auf Lager halten, wodurch auch die
Lagerhaltungskosten gesenkt werden können.
[0049] Bei der Herstellung der Kernbaugruppe 16 kann in folgender Weise vorgegangen werden.
[0050] Der Lagerkörper 24 wird von einer Stange abgeschnitten. Die Stange kann z. B. durch
ein Stangen- oder Drahtziehverfahren, durch Walzen, durch Extrudieren, durch Gießen
oder durch Stranggießen gebildet sein, wobei in jedem Fall darauf zu achten ist, daß
bei der Stangenherstellung eine möglichst glatte zylindrische Oberfläche erhalten
wird, die den üblichen Präzisionsanforderungen bei der Herstellung der Oberflächen
von Lagerkörpern 24 entspricht. Die Stange wird durch eines der genannten Verfahren
in einem Durchmesser hergestellt, welcher dem Innendurchmesser der Kernaufnahmebohrung
14 entspricht. Zur Bildung der Lagerfläche des Lagerkörpers 24 ist deshalb keine spanabhebende
Bearbeitung in wesentlichem Umfang notwendig. Allenfalls wird eine Feinbehandlung
durchgeführt, bei der kein wesentlicher Materialabtrag von dem Stangenabschnitt erfolgt.
[0051] Der so gewonnene Stangenabschnitt wird sodann mit dem Aufnahmekanal 26 versehen,
dieser Vorgang geschieht in herkömmlicher Weise, beispielsweise durch Bohren und nachfolgendes
Räumen. Weiter wird die Umfangsnut 38 in den Lagerkörper eingedreht. Das Schwalbenschwanz-Außenprofil
46 wird durch eine Fräsbearbeitung hergestellt. Dieses Schwalbenschwanz-Außenprofil
kann in radialer Richtung über den gesamten Durchmesser des Lagerkörpers 24 durchgehend
sein. Diese Lösung ist herstellungstechnisch bevorzugt. Es ist aber auch denkbar,
daß das Schwalbenschwanz-Außenprofil 46 nur einseitig in die Lagerfläche des Lagerkörpers
24 offen ausmündet und an diametral gegenüberliegender Stelle vor der Außenumfangsfläche
des Lagerkörpers 24 endet, so daß dort ein Anschlag gebildet ist. Auf die Bedeutung
des Anschlags wird im folgenden bei der Betrachtung der Herstellung des Kerntellers
30 noch eingegangen.
[0052] Zur Herstellung des Lagerkörpers 24 kann ein herkömmlicher Werkstoff verwendet werden,
beispielsweise Messing oder ein verhältnismäßig weicher Stahl.
[0053] Der Kernteller 30 kann durch spanabhebende Bearbeitung eines runden, scheibenförmigen
Rohlings gewonnen werden oder auch durch Sintern. Das Schwalbenschwanz-Innenprofil
48 kann in diametraler Richtung sich durchgehend über den ganzen Durchmesser des Kerntellers
30 erstrecken. Dies gilt insbesondere dann, wenn auch das Schwalbenschwanz-Außenprofil
46 in diametraler Richtung sich über den ganzen Durchmesser des Lagerkörpers 24 erstreckt.
Die durchgehende Ausbildung des Schwalbenschwanz-Innenprofils 48 ist herstellungstechnisch
beispielsweise durch einen Fräser vorteilhaft. Man kann aber auch das Schwalbenschwanz-Innenprofil
48 so ausbilden, daß es sich von der Umfangsfläche des Kerntellers 30 ausgehend nur
über einen Teil des Durchmessers des Kerntellers 30 erstreckt. Auf diese Art und Weise
kann ein Gegenanschlag geschaffen werden, welcher mit dem oben bereits erwähnten,
an dem Schwalbenschwanz-Außenprofil 46 gebildeten Anschlag zusammenwirkt und die Stellung
des Kerntellers 30 gegenüber dem Lagerkörper 24 definiert. Auf diese Weise kann der
Kernteller 30 bereits vor dem Einbau in das Gehäuse 12 in die richtige Radiallage
zur Achse des Lagerkörpers 24 geschoben und in dieser durch Anschlag vorläufig gehalten
werden, bis die beiden Teile 24 und 30 zusammen in das Gehäuse 12 eingeschoben und
dadurch relativ zueinander bezüglich ihrer Achslage festgelegt sind. Wenn aus Gründen
der einfacheren Herstellung sowohl das Schwalbenschwanz-Innenprofil 48 als auch das
Schwalbenschwanz-Außenprofil 46 in diametraler Richtung durchgehend ausgeführt werden,
so kann man daran denken, eine Vormontage des Kerntellers 30 an dem Lagerkörper 24
etwa durch Klemmsitz des Schwalbenschwanz-Innenprofils 48 auf dem Schwalbenschwanz-Außenprofil
46 vorzunehmen oder durch Verkleben.
[0054] Auch die Vertiefungen 54,56; 58,60 können durchgehend an dem Kernteller 30 und an
dem Lagerkörper 24 angebracht werden, und zwar so, daß sie sich parallel zum Profilverlauf
des Schwalbenschwanz-Außenprofils 46 bzw. des Schwalbenschwanz-Innenprofils 48 erstrecken.
In diesem Fall können die Einlageteile 50,52 nach dem Zusammenbau des Kerntellers
30 und des Lagerkörpers 24 eingeschoben werden. Dies ist eine für die spanabhebende
Bearbeitung des Kerntellers 30 und des Lagerkörpers 24 bevorzugte Lösung.
[0055] Wenn man an eine einfache Montage, z. b. durch Montage-Maschinen, denkt, so kann
man auch andere Lösungen in Betracht ziehen:
[0056] Man könnte die Vertiefungen 54 und 58 so in dem Kernteller 30 anordnen, daß sie in
ihren beiden Enden abgeschlossen sind. Dann kann man die Einlageteile 50 und 52 in
die Vertiefungen 54 und 58 einlegen, bevor der Kernteller 30 mit dem Lagerkörper 24
zusammengebaut wird. Die Voraussetzung ist natürlich, daß dann die Vertiefungen 56
und 60 an mindestens einem Ende in diametraler Richtung offen sind.
[0057] Umgekehrt könnte man auch die Vertiefungen 56 und 60 an dem Lagerkörper 24 so ausbilden,
daß sie an ihren diametral einander gegenüberliegenden Enden abgeschlossen sind. Dann
könnte man die Einlageteile 50,52 vorab in die Vertiefungen 56 und 60 einlegen und
dann erst den Kernteller 30 auf den Lagerkörper 24 aufschieben. Voraussetzung hierbei
ist natürlich, daß die Vertiefungen 54 und 58 des Kerntellers 30 an mindestens jeweils
einem Ende in diametraler Richtung offen sind.
[0058] Die Montage könnte auch dadurch erleichtert werden, daß die Einlageteile 50,52 bereits
vor dem Zusammenbau der Teile 30 und 24 an einem dieser Teile festgeklemmt oder vorzugsweise
festgeklebt werden. Dabei wird bevorzugt, die Einlageteile 50,52 an dem Kernteller
30 festzukleben. Auf diese Weise erleichtert sich der Zusammenbau der Teile 30 und
24 und die Lagerhaltung der Teile, da insgesamt nurmehr zwei Teile 30 und 24 auf Lager
gehalten werden müssen, von denen eines bereits unlösbar mit den Einzelelementen 50
und 52 verbunden ist. Wenn die Einlageteile 50 und 52 durch Verkleben oder Verklemmen
fest mit dem Kernteller 30 verbunden sind, so müssen natürlich die Vertiefungen 56
und 60 wiederum an jeweils einem ihrer Enden offen in die Außenumfangsfläche des Lagers
24 ausmünden, damit der Kernteller 30 auf den Lagerkörper 24 in diametraler Richtung
aufgeschoben werden kann.
[0059] Auch das Herstellungs- und Montageverfahren beinhalten wesentliche Merkmale der Erfindung.
Dabei ist von besonderer Bedeutung die Herstellung des Lagerkörpers 24 ohne wesentliche
spanabhebende Bearbeitung seiner, der Lagerung in dem Aufnahmekanal 26 dienenden zylindrischen
Lagerfläche.
1. Schließzylinder (10), umfassend eine Gehäusebaugruppe (12) mit mindestens einer Kernaufnahmebohrung
(14), eine in der mindestens einen Kernaufnahmebohrung (14) drehbar gelagerte Kernbaugruppe
(16), innerhalb der Kernbaugruppe (16) beweglich aufgenommene, kernseitige Zuhaltemittel
(22) zum Zusammenwirken mit gehäuseseitigen Zuhaltemitteln (20) und einen im Querschnitt
profilierten Aufnahmekanal (26) innerhalb der Kernbaugruppe (16) zur Aufnahme eines
mit Schlüsselschaftprofil ausgeführten Steuerungsorgans für die kernseitigen Zuhaltemittel
(22), wobei die Kernbaugruppe (16) einen Lagerkörper (24) aufweist, welcher mit einer
zylindrischen Außenumfangsfläche an einer zylindrischen Innenumfangsfläche der Kernaufnahmebohrung
(14) gelagert ist, wobei weiter am Lagerkörper (24) gesondert von ihm hergestellte
Axialsicherungsmittel (30,42) angebrachtsind, welche die Außenumfangsfläche in radialer
Richtung überragen und der axialen Festlegung der Kernbaugruppe (16) innerhalb der
Kernaufnahmebohrung (14) dienen, und wobei diese Axialsicherungsmittel in der Weise
ausgeführt sind, daß in einem Endbereich (28) der Kernbaugruppe (16), von dem her
das Steuerungsorgan in den Steuerungsorganaufnahmekanal (26) einführbar ist, im folgenden
genannt einführungsseitiger Endbereich, an dem Lagerkörper (24) ein von dem Lagerkörper
(24) gesondert hergestellter Kernteller (30) durch in axialer Richtung formschlüssig
wirkende Verbindungsmittel (46,48) angebracht ist, welcher wenigstens z. T., jedenfalls
aber im Bereich eines Durchtrittsschlitzes (34) für das Steuerungsorgan, aus einem
gegenüber dem Material des Lagerkörpers (24) härteren Werkstoff, insbesondere Hartmetall,
besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchtrittsschlitz (34) des Kerntellers (30)
mit einem das Schlüsselschaftprofil umhüllenden Einhüllprofil ausgeführt ist, welches
auch Einhüllprofil für andersgestaltete Schlüsselschaftprofile weiterer Schließzylinder
des jeweiligen Schließzylindertyps ist.
2. Schließzylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die formschlüssigen Verbindungsmittel (46,46) gegen Entkupplung durch Unterbringung
innerhalb der Kernaufnahmebohrung (14) gesichert sind.
3. Schließzylinder nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die formschlüssigen Verbindungsmittel (46,48) durch eine zur Achse der Kernbaugruppe
(16) im wesentlichen orthogonale Schiebebewegung in einen Verbindungszustand bringbar
sind.
4. Schließzylinder nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Kernteller (30) und an dem einführungsseitigen Endbereich (28) formschlüssig
ineinandergreifende Profilmittel (46,48) angebracht sind.
5. Schließzylinder nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die formschlüssig ineinandergreifenden Profilmittel (46,48) von einem Schwalbenschwanzaußenprofil
(46) oder T-Außenprofil und von einem Schwalbenschwanzinnenprofil (48) oder T-Innenprofil
gebildet sind.
6. Schließzylinder nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schwalbenschwanzaußenprofil (46) an dem Lagerkörper (24) und das Schwalbenschwanzinnenprofil
(48) an dem Kernteller (30) angebracht sind.
7. Schließzylinder nach einem der Ansprüch 1-6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchtrittsschlitz (34) ein polygonartiges Einhüllprofil, vorzugsweise ein
längliches Rechteckprofil, besitzt.
8. Schließzylinder nach einem der Ansprüche 1-7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kernteller (30) mit einem Identifizierungsmerkmal versehen ist.
9. Schließzylinder nach einem der Ansprüch 1-8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Erstreckung des härteren Materials des Kerntellers (30) in Achsrichtung zumindest
im Angrenzbereich an den Durchtrittsschlitz (34) derart bemessen ist, daß es in eine
Verschraubungsnut eines für Aufbruchswerkzeuge verfügbaren üblichen Gewindes nicht
eingreifen kann.
10. Schließzylinder nach einem der Ansprüche 1-9,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich einer Grenzfläche zwischen dem Kernteller (30) einerseits und dem Lagerkörper
(24) andererseits und in der Nähe des Steuerungsorganaufnahmekanals (26) an dem Lagerkörper
(24) oder/und dem Kernteller (30) Einlageteile (50,52) aus einem gegenüber dem Material
des Lagerkörpers (24) härteren Material, vorzugsweise aus Hartmetall, vorgesehen sind.
11. Schließzylinder nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einlageteile (50,52) in einander zugekehrten Teilausnehmungen (54,56,58,60)
des Lagerkörpers (24) und des Kerntellers (30) aufgenommen sind, welche sich zu einem
dem Umriß des jeweiligen Einlageteils (50,52) im wesentlichen entsprechenden Umriß
ergänzen.
12. Schließzylinder nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Verbindung des Kerntellers (30) mit dem Lagerkörper (24) durch eine in axialer
Richtung formschlüssig kraftübertragende Verbindung, welche durch Radialverschiebung
des Kerntellers (30) gegenüber dem Lagerkörper (24) herstellbar ist, die Teilausnehmungen
(54,56,58,60) im wesentlichen parallel zu der die Verbindung herstellenden Verschieberichtung
verlaufen.
13. Schließzylinder nach einem der Ansprüche 1-12,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei zwischen sich einen Durchtritt für das Steuerungsorgan freigebende Einlageteile
(50,52)in Achsrichtung des Steuerungsorganaufnahmekanals (26) eine derartige Ausdehnung
besitzen, daß sie in eine Verschraubungsnut eines für Aufbruchswerkzeuge verfügbaren
üblichen Gewindes nicht eing eifen können.
14. Schließzylinder nach einem der Ansprüche 1-13,
dadurch gekennzeichnet,
daß in einem dem einführseitigen Endbereich (28) des La-. gerkörpers (24) entgegengesetzten
Endbereich (36) desselben in der Außenumfangsfläche des Lagerkörpers (24) eine Umfangsnut
(38) zur Aufnahme eines Klemmringelements (42) vorgesehen ist, dessen Radialmaß größer
ist als das maximale Radialmaß des Lagerkörpers (24) zum Bilden zweiter Axialsicherungsmittel.
15. Schließzylinder nach einem der Ansprüche 1-14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schließzylinder (10) ein Doppel-Schließzylinder ist.
16. Schließzylinder nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schließzylindergehäuse des Doppel-Schließzylinders einstückig ausgebildet
ist.
17. Schließzylinder nach einem der Ansprüche 1-16,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lagerkörper (24) im Bereich seiner Außenumfangsfläche das maximale Radialmaß
besitzt.
18. Schließzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß er und ein ihm zugehöriges Steuerungsorgan durch korrespondierende Identifizierungsmerkmale
am Kernteller (30) einerseits und am Steuerungsorgan andererseits, beispielsweise
durch übereinstimmende Farbgebung des Kerntellers (30) und des Steuerungsorgans, als
zusammengehörig identifiziert sind.
19. Eine Gruppe von Schließzylindern (10), jeweils umfassend eine Gehäusebaugruppe (12)
mit mindestens einer Kernaufnahmebohrung (14), eine in der mindestens einen Kernaufnahmebohrung
(14) drehbar gelagerte Kernbaugruppe (16), innerhalb der Kernbaugruppe (16) beweglich
aufgenommene, kernseitige Zuhaltemittel (22) zum Zusammenwirken mit gehäuseseitigen
Zuhaltemitteln (20) und einen im Querschnitt profilierten Aufnahmekanal (26) innerhalb
der Kernbaugruppe (16) zur Aufnahme eines mit Schlüsselschaftprofil ausgeführten Steuerungsorgans
für die kernseitigen Zuhaltemittel (22), wobei die Kernbaugruppe (16) einen Lagerkörper
(24) aufweist, welcher mit einer zylindrischen Außenumfangsfläche an einer zylindrischen
Innenumfangsfläche der Kernaufnahmebohrung (14) gelagert ist, wobei weiter am Lagerkörper
(24) gesondert von ihm hergestellte Axialsicherungsmittel (30,42) angebracht sind,
welche die Außenumfangsfläche in radialer Richtung überragen und der axialen Festlegung
der Kernbaugruppe (16) innerhalb der Kernaufnahmebohrung (14) dienen, und wobei diese
Axialsicherungsmittel in der Weise ausgeführt sind, daß in einem Endbereich (28) der
Kernbaugruppe (16), von dem her das Steuerungsorgan in den Steuerungsorganaufnahmekanal
(26) einführbar ist, im folgenden genannt einführungsseitiger Endbereich, an dem Lagerkörper
(24) ein von dem Lagerkörper (24) gesondert hergestellter Kernteller (30) durch in
axialer Richtung formschlüssig wirkende Verbindungsmittel (46,48) angebracht ist,
welcher wenigstens z. T., jedenfalls aber im Bereich eines Durchtrittsschlitzes (34)
für das Steuerungsorgan, aus einem gegenüber dem Material des Lagerkörpers (24) härteren
Werkstoff, insbesondere Hartmetall, besteht,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Durchtrittsschlitze (34) der Kernteller (30) innerhalb der Gruppe ein Profil
besitzen, welches den Schlüsselschaftprofilen innerhalb der Gruppe gemeinsam ist.
1. A cylinder lock (10), comprising a housing component (12) having at least one plug
receiving bore (14), a plug component (16) mounted rotatably in the plug receiving
bore (14), of which there is at least one, plug-side tumbler means (22) accommodated
movably inside the plug component (16) for interaction with housing-side tumbler means
(20) and a cross-sectionally profiled receiving channel (26) inside the plug component
(16) for receiving a control member, constructed with a key shank profile, for the
plug-side tumbler means (22), the plug component (16) comprising a bearing body (24),
which is mounted with a cylindrical outer circumferential surface against a cylindrical
inner circumferential surface of the plug receiving bore (14), axial securing means
(30, 42) made separately from the bearing body (24) additionally being attached thereto,
which project beyond the outer circumferential surface in the radial direction and
serve in the axial securing of the plug component (16) inside the plug receiving bore
(14), and these axial securing means being constructed in such a way that, in an end
area (28) of the plug component (16), from which the control member may be inserted
into the control member receiving channel (26), hereinafter known as the insertion-side
end area, a plug plate (30), produced separately from the bearing body (24), is attached
to the bearing body (24) by connecting means (46, 48) acting form-fittingly in the
axial direction, which plug plate (30) consists at least in part, but in any case
in the area of a passage slot (34) for the control member, of a harder material than
the material of the bearing body (24), in particular hard metal,
characterised in that
the passage slot (34) of the plug plate (30) is constructed with an envelope profile
enveloping the key shank profile, which envelope profile is also an envelope profile
for differently shaped key shank profiles of further cylinder locks of the respective
cylinder lock type.
2. A cylinder lock according to claim 1,
characterised in that
the form-fitting connecting means (46, 48) are secured against uncoupling by accommodation
inside the plug receiving bore (14).
3. A cylinder lock according to claim 1 or claim 2,
characterised in that
the form-fitting connecting means (46, 48) may be brought into a connected state by
displacement substantially orthogonal to the axis of the plug component (16).
4. A cylinder lock according to one of claims 1-3,
characterised in that
profile means (46, 48) interlocking form-fittingly with one another are attached to
the insertion-side end area (28).
5. A cylinder lock according to claim 4,
characterised in that
the form-fittingly interlocking profile means (46, 48) take the form of a dove-tail
outer profile (46) or a T-shaped outer profile and a dove-tail inner profile (48)
or T-shaped inner profile.
6. A cylinder lock according to claim 5,
characterised in that
the dove-tail outer profile (46) is attached to the bearing body (24) and the dove-tail
inner profile (48) is attached to the plug plate (30).
7. A cylinder lock according to one of claims 1-6,
characterised in that
the passage slot (34) exhibits a polygonal envelope profile, preferably an oblong
rectangular profile.
8. A cylinder lock according to one of claims 1-7,
characterised in that
the plug plate (30) is provided with an identifying feature.
9. A cylinder lock according to one of claims 1-8,
characterised in that
the harder material of the plug plate (30) extends in the axial direction to such
a degree, at least in the area adjoining the passage slot (34), that it cannot engage
in a screwing groove of a conventional thread available for forcing tools.
10. A cylinder lock according to one of claims 1-9,
characterised in that
inserts (50, 52) of a harder material than the material of the bearing body (24),
preferably of hard metal, are provided in the area of a boundary surface between the
plug plate (30) on the one hand and the bearing body (24) on the other and in the
vicinity of the control member receiving channel (26) on the bearing body (24) and/or
the plug plate (30).
11. A cylinder lock according to claim 10,
characterised in that
the inserts (50, 52) are accommodated in mutually facing partial recesses (54, 56,
58, 60) of the bearing body (24) and the plug plate (30), which add together to form
an outline substantially corresponding to the outline of the respective insert (50,
52).
12. A cylinder lock according to claim 11,
characterised in that,
when the plug plate (30) is connected with the bearing body (24) by an axially form-fittingly
forcetransmitting connection, which may be produced by radial displacement of the
plug plate (30) relative to the bearing body (24), the partial recesses (54, 56, 58,
60) extend substantially parallel to the direction of displacement producing the connection.
13. A cylinder lock according to one of claims 1-12,
characterised in that
two inserts (50, 52) leaving between them a passage for the control member extend
to such a degree in the axial direction of the control member receiving channel, that
they cannot engage in a screwing groove of a conventional thread available for forcing
tools.
14. A cylinder lock according to one of claims 1-13,
characterised in that a circumferential groove (38) is provided in an opposite end
area (36) of the bearing body (24) from the insertion end area (28) thereof in the
outer circumferential surface of the bearing body (24), said circumferential groove
(38) being provided to accommodate a clamping ring element (42), the radial dimension
of which is greater than the maximum radial dimension of the bearing body (24) to
form second axial securing means.
15. A cylinder lock according to one of claims 1-14,
characterised in that
the cylinder lock (10) is a double cylinder lock.
16. A cylinder lock according to claim 15,
characterised in that
the cylinder lock housing of the double cylinder lock is of one-piece construction.
17. A cylinder lock according to one of claims 1-16,
characterised in that
the bearing body (24) exhibits its maximum radial dimension in the area of its outer
circumferential surface.
18. A cylinder lock according to one of claims 1-17,
characterised in that
it and a control member associated therewith are identified as belonging together
by corresponding identifying features on the plug plate (30) on the one hand and on
the control member on the other, for example by matching colouring of the plug plate
(30) and the control member.
19. A group of cylinder locks (10), each comprising a housing component (12) having at
least one plug receiving bore (14), a plug component (16) mounted rotatably in the
plug receiving bore (14), of which there is at least one, plug-side tumbler means
(22) accommodated movably inside the plug component (16) for interaction with housing-side
tumbler means (20) and a cross-sectionally profiled receiving channel (26) inside
the plug component (16) for receiving a control member, constructed with a key shank
profile, for the plug-side tumbler means (22), the plug component (16) comprising
a bearing body (24), which is mounted with a cylindrical outer circumferential surface
against a cylindrical inner circumferential surface of the plug receiving bore (14),
axial securing means (30, 42) made separately from the bearing body (24) additionally
being attached thereto, which project beyond the outer circumferential surface in
the radial direction and serve in the axial securing of the plug component (16) inside
the plug receiving bore (14), and these axial securing means being constructed in
such a way that, in an end area (28) of the plug component (16), from which the control
member may be inserted into the control member receiving channel (26), hereinafter
known as the insertion-side end area, a plug plate (30), produced separately from
the bearing body (24), is attached to the bearing body (24) by connecting means (46,
48) acting form-fittingly in the axial direction, which plug plate (30) consists at
least in part, but in any case in the area of a passage slot (34) for the control
member, of a harder material than the material of the bearing body (24), in particular
hard metal,
characterised in that
the passage slots (34) in the plug plate (30) have a profile within the group which
is common to the key shank profiles within the group.
1. Cylindre de serrure (10), comprenant un sous-ensemble de boîtier (12) avec au moins
un perçage récepteur central (14), un sous-ensemble d'âme (16) monté de manière rotative
dans le au moins un perçage récepteur central (14), des moyens de verrouillage (22)
côté âme, reçus de manière mobile à l'intérieur du sous-ensemble d'âme (16) et destinés
à coopérer avec des moyens de verrouillage (20) côté boîtier, et un canal récepteur
(26) de section profilée à l'intérieur du sous-ensemble d'âme (16), pour recevoir
un organe de commande pour les moyens de verrouillage (22) côté âme qui est réalisé
avec un profil de tige de clé, le sous-ensemble d'âme (16) présentant un corps de
palier (24) qui est positionné avec une face périphérique extérieure cylindrique sur
une face périphérique intérieure cylindrique du perçage récepteur central (14), des
moyens de blocage axial (30, 42) étant en outre installés sur le corps de palier (24),
moyens qui sont réalisés séparément de ce dernier, qui dépassent de la face périphérique
extérieure en direction radiale et qui servent à la fixation en position axiale du
sous-ensemble d'âme (16) à l'intérieur du perçage récepteur central (14), et ces moyens
de blocage axial étant réalisés de telle sorte que, dans une région terminale (28)
du sous-ensemble d'âme (16) par laquelle l'organe de commande peut être introduit
dans le canal récepteur (26) d'organe de commande, désignée ci-après « région terminale
côté introduction », un plateau central (30) réalisé séparément du corps de palier
(24) est monté sur le corps de palier (24) par des moyens d'assemblage (46, 48) qui
agissent par engagement positif en direction axiale et qui sont constitués au moins
pour partie, mais en tout cas dans la région d'une fente de passage (34) pour l'organe
de commande, d'un matériau plus dur que le matériau du corps de palier (24), notamment
de métal dur,
caractérisé en ce que la fente de passage (34) du plateau central (30) est réalisée
avec un profil d'enveloppe enveloppant le profil de tige de clé et constituant également
un profil d'enveloppe pour des profils de tige de clé de configurations différentes
d'autres cylindres de serrure du type concerné de cylindre de serrure.
2. Cylindre de serrure selon la revendication 1, caractérisé en ce que les moyens (46,
48) d'assemblage par engagement positif sont empêchés d'être désaccouplés en étant
logés à l'intérieur du perçage récepteur central (14).
3. Cylindre de serrure selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les moyens
(46, 48) d'assemblage par engagement positif peuvent être amenés dans un état d'assemblage
par un mouvement de coulissement essentiellement orthogonal par rapport à l'axe du
sous-ensemble d'âme (16).
4. Cylindre de serrure selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que des
moyens profilés (46, 48), s'emboîtant entre eux de façon positive, sont installés
sur le plateau central (30) et sur la région terminale (28) côté introduction.
5. Cylindre de serrure selon la revendication 4, caractérisé en ce que les moyens profilés
(46, 48) s'emboîtant entre eux de façon positive sont formés par un profil extérieur
(46) en queue d'aronde ou un profil extérieur en forme de T et un profil intérieur
(48) en queue d'aronde ou un profil intérieur en forme de T.
6. Cylindre de serrure selon la revendication 5, caractérisé en ce que le profil extérieur
(46) en queue d'aronde est installé sur le corps de palier (24), et le profil intérieur
(48) en queue d'aronde sur le plateau central (30).
7. Cylindre de serrure selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la
fente de passage (34) possède un profil d'enveloppe du genre polygonal, de préférence
un profil rectangulaire oblong.
8. Cylindre de serrure selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le
plateau central (30) est pourvu d'une caractéristique d'identification.
9. Cylindre de serrure selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'étendue
du matériau plus dur du plateau central (30) en direction axiale est, au moins dans
la région limitrophe de la fente de passage (34), dimensionnée de telle sorte qu'il
ne peut pas venir en prise dans une rainure de vissage d'un filetage habituel disponible
pour des outils d'effraction.
10. Cylindre de serrure selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que, dans
la région d'une interface entre le plateau central (30) d'une part et le corps de
palier (24) d'autre part, et au voisinage du canal récepteur (26) d'organe de commande,
il est prévu sur le corps de palier (24) et/ou sur le plateau central (30) des pièces
insérées (50, 52) en un matériau plus dur que le matériau du corps de palier (24),
de préférence en métal dur.
11. Cylindre de serrure selon la revendication 10, caractérisé en ce que les pièces insérées
(50, 52) sont reçues dans des évidements partiels (54, 56, 58, 60) en vis-à-vis du
corps de palier (24) et du plateau central (30), évidements qui se complètent en un
contour correspondant essentiellement au contour de la pièce insérée respective (50,
52).
12. Cylindre de serrure selon la revendication 11, caractérisé en ce que, lors de l'assemblage
du plateau central (30) avec le corps de palier (24) par un assemblage transmettant
les forces par engagement positif en direction axiale, assemblage qui peut être réalisé
par la translation radiale du plateau central (30) par rapport au corps de palier
(24), les évidements partiels (54, 56, 58, 60) s'étendent essentiellement parallèlement
à la direction de translation réalisant l'assemblage.
13. Cylindre de serrure selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que deux
pièces insérées (50, 52) libérant entre elles un passage pour l'organe de commande
possèdent, dans la direction axiale du canal récepteur (26) d'organe de commande,
une étendue telle qu'elles ne peuvent pas venir en prise dans une rainure de vissage
d'un filetage habituel disponible pour des outils d'effraction.
14. Cylindre de serrure selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que,
dans une région terminale (36) qui est opposée à la région terminale (28) côté introduction
du corps de palier (24), dans la face périphérique extérieure du corps de palier (24),
il est prévu une rainure périphérique (38) pour recevoir un élément annulaire de serrage
(42) dont la dimension radiale est supérieure à la dimension radiale maximale du corps
de palier (24), afin de former des seconds moyens de blocage axial.
15. Cylindre de serrure selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que le
cylindre de serrure (10) est un cylindre de serrure double.
16. Cylindre de serrure selon la revendication 15, caractérisé en ce que le boîtier du
cylindre de serrure double est réalisé d'une seule pièce.
17. Cylindre de serrure selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que le
corps de palier (24) possède une dimension radiale maximale dans la région de sa face
périphérique extérieure.
18. Cylindre de serrure selon l'une des revendications 1 à 17, caractérisé en ce que le
cylindre de serrure, et un organe de commande qui lui est associé, sont identifiés
comme étant mutuellement associés par des caractéristiques d'identification correspondantes
sur le plateau central (30) d'une part et sur l'organe de commande d'autre part, par
exemple par une coloration identique du plateau central (30) et de l'organe de commande.
19. Groupe de cylindres de serrure (10) comprenant chacun un sous-ensemble de boîtier
(12) avec au moins un perçage récepteur central (14), un sous-ensemble d'âme (16)
monté de manière rotative dans le au moins un perçage récepteur central (14), des
moyens de verrouillage (22) côté âme, reçus de manière mobile à l'intérieur du sous-ensemble
d'âme (16) et destinés à coopérer avec des moyens de verrouillage (20) côté boîtier,
et un canal récepteur (26) de section profilée à l'intérieur du sous-ensemble d'âme
(16), pour recevoir un organe de commande pour les moyens de verrouillage (22) côté
âme qui est réalisé avec un profil de tige de clé, le sous-ensemble d'âme (16) présentant
un corps de palier (24) qui est positionné avec une face périphérique extérieure cylindrique
sur une face périphérique intérieure cylindrique du perçage récepteur central (14),
des moyens de blocage axial (30, 42) étant en outre installés sur le corps de palier
(24), moyens qui sont réalisés séparément de ce dernier, qui dépassent de la face
périphérique extérieure en direction radiale et qui servent à la fixation en position
axiale du sous-ensemble d'âme (16) à l'intérieur du perçage récepteur central (14),
et ces moyens de blocage axial étant réalisés de telle sorte que, dans une région
terminale (28) du sous-ensemble d'âme (16) par laquelle l'organe de commande peut
être introduit dans le canal récepteur (26) d'organe de commande, désignée ci-après
« région terminale côté introduction », un plateau central (30) réalisé séparément
du corps de palier (24) est monté sur le corps de palier (24) par des moyens de liaison
(46, 48) qui agissent par engagement positif en direction axiale et qui sont constitués
au moins pour partie, mais en tout cas dans la région d'une fente de passage (34)
pour l'organe de commande, d'un matériau plus dur que le matériau du corps de palier
(24), notamment de métal dur,
caractérisé en ce que les fentes de passage (34) des plateaux centraux (30) à l'intérieur
du groupe possèdent un profil qui est commun aux profils de tige de clé à l'intérieur
du groupe.
