[0001] Die Erfindung betrifft ein Endgehäuse für einen Steckverbinder mit einem Außengehäuse
und einem Zahnkranz. Derartige Endgehäuse sind z.B. von der Firma FILCON Elektronik
Vertriebsgesellschaft für Bauelemente und Geräte mbH in Taufkirchen, Deutschland,
unter der Bezeichnung Paratron® zu beziehen.
[0002] Fig. 1 zeigt ein Beispiel eines von der Firma FILCON hergestellten Paratron® Gehäuses.
Es besteht aus einem metallischen Außengehäuse 11 mit einer kabeleinfuhrseitigen Stirnwand
13, in der eine Durchtrittsöffnung 15 gebildet ist. In der Durchtrittsöffnung 15 befindet
sich eine Hülse 17, die einen aus dem Außengehäuse 11 herausragenden Außenteil 19
mit einem Außengewinde 21 und einen an der Innenseite der Stirnwand 13 anliegenden
radialen Flansch 23 aufweist. Auf das Außengewinde 21 ist eine Gewindemutter 25 aufgeschraubt,
mittels welcher die Seitenwand 13 und der Flansch 23 aneinander befestigt werden.
An das aus dem Außengehäuse 11 herausragende Ende der Hülse 17 schließt sich ein Außenisoliermantel
27 eines elektrischen Kabels 29 an.
[0003] Das Paratron® Endgehäuse ist zur Verwendung in einem Steckverbinder bestimmt, in
welchem das Kabel 29 mit Schirm versehen ist. Um solche Kabel mit dem Stecker zu verbinden,
wird ein Stück des Außenisoliermantels 27 des Kabels 29 abgemantelt. Auf den so freigelegten
Schirm wird die Hülse 17 des Endgehäuses 11 aufgeschoben. Die Hülse 17 weist eine
Durchführöffnung auf, die so an den Außendurchmesser des Schirms angepaßt ist, daß
die Hülse gerade auf die Schirmen des Kabels 29 aufgeschoben werden kann. Die Hülse
17 weist einen Hülsenfortsatz 35 auf. Nach vollständigem Aufschieben der Hülse 17
kann der freigelegte Schirm des Kabels 29 um den Hülsenfortsatz 35 herumgeschlagen
werden.
[0004] Der Aufbau dieser Art Steckverbinder ist vollständig in der deutschen Patentschrift
DE-C-40 13 963 beschrieben.
[0005] Das Paratron® Endgehäuse weist weiter einen sich innerhalb des Außengehäuses 11 befindenden
Zahnkranz 33 auf. Der Zahnkranz 33 ist derart ausgebildet, daß er an einen Zahnkranz
37 eines passenden Steckverbinders 40 angepaßt ist. Dabei passen die Zähne der jeweiligen
Zahnkränze 33, 37 nach Einschrauben des Steckverbinders 40 mittels einer Überwurfmutter
in das Endgehäuse 11 ineinander hinein, so daß der Steckverbinder 40 relativ zum Außengehäuse
11 nach Einschrauben nicht verdreht werden kann.
[0006] Steckverbinder der eingangs beschriebenen Art haben den Nachteil, daß der Durchmesser
des anzuschließenden Kabels 29 und der Durchmesser der Hülse 17 durch den Durchmesser
des Zahnkranzes 33 begrenzt sind. Dieser Nachteil ist in Fig. 2A und Fig. 2B dargestellt.
Fig. 2A ist eine vereinfachte Draufsicht des Endgehäuses 11 und Fig. 2B ist eine vereinfachte
Längssicht des Endgehäuses 11. In beiden Figuren hat die Öffnung im Zahnkranz 33 einen
Durchmesser D1, der kleiner ist als der Durchmesser D2 des Gewindes 54 für den Steckverbinder
40. So kann zum Beispiel bei den Paratron® Gehäusen der Zahnkranz 33 einen Innendurchmesser
D1 von 9 mm haben, wohingegen das Gewinde 54 einen Durchmesser D2 von 13 mm hat. Dieser
Nachteil kann dadurch überwunden werden, daß ein Adapterring verwendet wird, um einen
Steckverbinder 40 an ein größeres Endgehäuse anzupassen. Solche Adapterringe sind
auch in der Paratron® Serie verfügbar. Dabei wird aber das Gesamtgewicht des Steckverbinders
(Endgehäuse 11 und Adapterring) größer, was in gewichtskritischen Anwendungen nachteilig
ist.
[0007] Dieses Problem wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der Zahnkranz 33 vom
Außengehäuse 11 lösbar ist Durch diese Anordnung ist es möglich, das Kabel 29 zunächst
durch die Durchtrittsöffnung 15 einzuführen. Danach wird die Hülse 17 am Ende des
Kabels 29 angebracht und in das Außengehäuse 11 eingezogen. Anschließend wird der
Zahnkranz 33 in die der Stirnwand gegenüberliegenden Öffnung des Außengehäuses 11
eingebracht. Nach dieser erfindungsgemäßen Lösung ist die Hülse 17 im Durchmesser
grösser als der Durchmesser D1 der Öffnung im Zahnkranz 33 und sie kann durch diese
Öffnung nicht durchgehen.
[0008] Da dieses erfindungsgemäße Gehäuse Kabel mit einem größeren Durchmesser aufnehmen
kann, ist in vielen Fällen ein Adapterring und somit zusätzliches Gewicht gespart.
Die Herstellung solcher Endgehäuse wird auch dadurch vereinfacht, daß der Zahnkranz
nicht mehr zusammen mit dem Außengehäuse im gleichen Metallstück gefertigt werden
muß. Der Zahnkranz kann daher in einem separaten Vorgang hergestellt werden, der aufgrund
der komplizierteren Konstruktion des Zahnkranzes von Vorteil ist.
[0009] In einer Ausführungsform besteht der Zahnkranz aus mindestens zwei Teilen, die zusammenbringbar
sind. Dieses hat den Vorteil, daß die Montage des Zahnkranzes im Endgehäuse vereinfacht
wird. Zum Einbringen des Zahnkranzes innerhalb des Außengehäuses hat der Zahnkranz
vorzugsweise ein auf ein Innengewinde des Außengehäuses anpaßtes Gewinde. Diese Gewinde
erlaubt das Einschrauben des Zahnkranzes in das Endgehäuse.
[0010] In einer weiteren Ausführungsform weist die Oberfläche des Zahnkranzes Mulden auf.
Das Außengehäuse hat entsprechende Ausnehmungen mit Kugel und Feder, wobei die Kugeln
derart ausgebildet sind, daß sie in die Mulden des Zahnkranzes hineinpassen. Mit Hilfe
dieser Anordnung wird der Zahnkranz im Außengehäuse gesichert.
[0011] Um weiter Gewicht zu sparen, kann das Außengehäuse aus Kunststoff mit einer metallischen
Schicht ausgebildet werden. Das Außengehäuse kann auch aus einem elektrisch leitenden
Kunststoff gefertigt werden.
[0012] Das erfindungsgemäße Endgehäuse findet Anwendung mit einem Steckverbinder zum Anschließen
eines Kabel oder Kabelbündels mit einer Hülse. Dieser Steckverbinder kann auch aus
Kunststoff mit einer Metallschicht bestehen.
[0013] Der Steckverbinder wird in einem Kabelverbindungssystem mit einer an dem Steckverbinder
angepaßten Steckerbuchse verwendet.
[0014] Es zeigen:
Fig. 1 ein Endgehäuse nach dem Stand der Technik,
Fig. 2A und Fig. 2B vereinfachte Darstellungen eines Endgehäuses zur Veranschaulichung
der Probleme mit den Endgehäusen nach dem Stand der Technik,
Fig. 3 ein Endgehäuse nach der Erfindung,
Fig. 4A und Fig. 4B einen Zahnkranz nach der Erfindung,
Fig. 5 eine weitere Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 6 einen Zahnkranz nach der weiteren Ausführungsform der Erfindung.
[0015] In den Figuren haben die gleichen Teile die gleichen Bezugszeichen.
[0016] Fig. 3 zeigt ein Endgehäuse nach der Erfindung. Das Endgehäuse hat ein Außengehäuse
11 mit einer kabeleinfuhrseitigen Stirnwand 13, in der eine Durchtrittsöffnung 15
ausgebildet ist. Innerhalb des Außengehäuses 11 befindet sich eine Hülse 17, die einen
im Endzustand herausragenden Außenteil 19 mit einem Außengewinde 21, einen an der
Innenseite der Stirnwand 13 anliegenden radialen Flansch 23 sowie einen Hülsenfortsatz
35 zur Aufnahme des freigelegten Schirms eines nicht dargestellten Kabels aufweist.
[0017] An seiner anderen, der Durchtrittsöffnung 15 entgegensetzten Öffnung 43 hat das Außengehäuse
11 ein Innengewinde 45. Das Innengewinde 45 dient der Aufnahme des Steckverbinders
40 sowie dem Einschrauben eines Zahnkranzes 50. Der Zahnkranz 50 ist außerhalb des
Außengehäuses 11 dargestellt. Er ist zylinderförmig ausgestaltet und hat Verzahnungen
57 sowie ein an das Innengewinde 45 des Außengehäuses 11 angepaßtes Außengewinde 55.
Aufgrund des Innengewindes 45 und des Zahnkranz-Außengewindes 55 kann der Zahnkranz
50 durch die Öffnung 43 in das Außengehäuse 11 eingeschraubt werden. Die Verzahnungen
57 des Zahnkranzes 50 sind den Verzahnungen 37 des Steckverbinders 40 angepaßt.
[0018] Das Außengehäuse 11 weist einen das Gweinde 45 begrenzenden, einen Anschlag für den
Zahnkranz 50 bildenden Freisich 58 auf.
[0019] Auch andere Vorrichtungen können zum Festmachen des Zahnkranzes 50 im Außengehäuse
11 verwendet werden. Die Oberfläche des Zahnkranzes 50 kann z.B. glatt ausgestaltet
werden. Dabei kann der Zahnkranz 50 in das Außengehäuse 11 eingeschoben werden und
mittels eines Klebstoffes, einer Klemm - oder Hakenvorrichtung oder eines Spannrings
im Außengehäuse 11 befestigt werden. Der verwendete Klebstoff sollte leitfähig sein,
u.a. kann leitfähiger Schraubenssicherungslack verwendet werden.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird der Zahnkranz 50 aus zwei
oder mehreren Teilen gebildet, wie in Fig. 4A und Fig. 4B dargestellt wird. In diesen
Figuren ist gezeigt, wie der Zahnkranz 50 sich durch einen Schnitt 65 (vorzugsweise
zig-zag-förmig) in zwei Teile lösen läßt. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß der
Zahnkranz 50 einfacher um ein aus der Öffnung 43 herausragendes Kabel 29 angeordnet
werden kann.
[0021] Nach Einschrauben des Zahnkranzes 50 in das Endgehäuse 11 werden die zwei (oder mehrere)
Teile des Zahnkranzes 50 ohne zusätzliches Mittel zusammengehalten. Alternativ kann
eine Klemm- oder Hakenvorrichtung, Klebstoff oder leitfähiger Schraubenssicherungslack
verwendet werden, um die Teile des Zahnkranzes 50 zusammenzuhalten. Der Klebstoff
ist vorzugsweise leitfähig.
[0022] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 5 dargestellt. Das Außengehäuse
11 hat in einer Ausdehnung 47 zusätzlich Bohrungen 77. In diesen Bohrungen 77 befinden
sich Kugeln 75 am offenen, am Innenteil des Außengehäuses liegenden Ende der Bohrungen
77. Innerhalb der Bohrung 77 zwischen der Endwand der Bohrung 77 und der Kugel ist
ein Feder 80 angeordnet.
[0023] Nach dieser Ausführungsform enthält der Zahnkranz 50 in seinem Außenbereich 49 Mulden
85, wie in Fig. 6 dargestellt ist. Die Mulden 85 sind derart ausgebildet, daß die
Kugel 75 hineinpassen. Nach Einsetzen des Zahnkranzes 50 in das Außengehäuse 11 werden
die Kugeln 75 durch die Wirkkraft der Federn 80 in die Mulden 85 hineingedrückt, wobei
der Zehnkranz 50 im Außengehäuse 11 festgehalten ist. Diese Konstruktion hat den Vorteil,
daß der Zahnkranz 50 im Außengehäuse 11 gesichert wird. Diese Konstruktion findet
insbes. Anwendung in Umgebungen, wo Vibration problematisch ist, z.B. in Hubschraubern,
[0024] Das erfindungsgemäße Endgehäuse wird mit einem Steckverbinder 40 verwendet, an den
ein Kabel 29 angeschlossen wird, wie in Fig. 1 dargestellt ist. Dieser Steckverbinder
findet Anwendung in einem Kabelverbindungssystem, das ein Kabel 29 mittels einer Steckerbuchse
an ein in den Figuren nicht dargestelltes Gerät oder an ein weiteres Kabel anschließt.
[0025] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird das Endgehäuse aus Kunststoff
und nicht aus Metall gefertigt. Das Außengehäuse 11 wird mit einer dünnen Metallschicht
beschichtet, damit eine elektrische Verbindung zwischen dem Schirm des Kabels 29 und
dem Steckverbinder 40 gewährleistet wird. Dieses Material hat den Vorteil, daß das
Gewicht des Endgehäuses 11 weiter verringert wird. Alternativ könnte das Endgehäuse
11 sowie Steckverbinder 40 aus einem elektrisch leitenden Kunststoff gebildet werden.
[0026] Anstelle eines einzelnen Kabels 29 kann auch ein Kabelbündel am Steckverbinder angeschlossen
werden.
1. Endgehäuse für einen Steckverbinder (40) für einen Kabel (29) mit einem Außengehäuse
(11),
eine innerhalb des Außengehäuses (11) vorhandene Hülse (17) mit einem Außendurchmesser
D2 zum Anschließen des Kabels (29) und einem Zahnkranz (33, 50) mit einerm Innendurchmesser
D1 zur Drehverhinderung des Steckverbinders (40) in dem Außengehäuse (11), wobei der
Innendurchmesser D1 des Zahnkranzes (50) kleiner als der Außendurchmesser D2 des Zahnkranzes
(50) ist und der Zahnkranz (50) vom Außengehäuse (11) lösbar ist
2. Endgehäuse nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß
der Zahnkranz (50) aus mindestens zwei Teilen besteht, die zusammenbringbar sind.
3. Endgehäuse nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß
der Zahnkranz (50) ein Außengewinde (55) aufweist, welches das Innengewinde (45) des
Endgehäuses angepaßt ist.
4. Endgehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß
die Oberfläche des Zahnkranzes (50) Mulden (60) aufweist und das Endgehäuse mindestens
eine Aussparung (77) mit Kugel (75) und Feder (80) aufweist, wobei die Mulden (60)
derart ausgebildet sind, daß die Kugel (75) hineinpassen.
5. Endgehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß
das Endgehäuse aus Kunststoff mit einer metallischen Schicht besteht.
6. Steckverbinder (40) und Endgehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche zum Anschluß
an einem Kabel (29).
7. Steckverbinder und Endgehäuse nach Anspruch 7, wobei der Kabel (29) aus einem Kabelbündel
besteht.
8. Steckverbinder nach Anspruch 6 wobei der Steckverbinder (40) aus Kunststoff mit einer
Metallschicht besteht.
9. Kabelverbindungssystem mit einem Steckverbinder (40) einem Endgehäuse nach einem der
Ansprüche 1 bis 5, einem Kabel (29) sowie eine dem Steckverbinder (40) angepaßte Steckerbuchse.
10. Kabelverbindungssystem nach Anspruch 9, wobei der Kabel (29) ein Kabelbündel ist