[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Förderung eines pulverförmigen Gutes mittels
eines Injectors, bei welchem nach der Einbringung des Gutes in ein Fördergas Dosiergas
zugeführt wird. Ferner betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Förderung eines
pulverförmigen Gutes mittels eines Injectors gemäß Oberbegriff des Anspruchs 3. Eine
solche Vorrichtung ist aus US-A-5 131 350 bekannt.
[0002] Es ist bekannt, pulverförmige Güter mittels eines Injectors zu fördern. Insbesondere
beim Fördern von pulverförmigem Beschichtungspulver ist es weiter bekannt, einen Injector
zu verwenden, bei dem nach der Einbringung des Beschichtungspulvers in die Förderluft
Dosierluft zugeführt wird. Figur 1 zeigt einen solchen Injector 1. Bei diesem wird
über eine Düse 4 Luft in den Injectorraum 5 eingeblasen, der eine Pulverzufuhr 6 zur
Einbringung des Pulvers in den Förderstrahl aus einem nicht dargestellten Vorratsbehälter
aufweist. Das im Luftstrahl geförderte Pulver gelangt in den Raum 10, wo dem Pulverstrom
über einen Anschluss 8 und einen Kanal 9 Dosierluft zugeführt wird. Über einen am
Schlauchanschluss 11 angeschlossenen Schlauch und Leitungen wird das Pulver-Luftgemisch
zur Beschichtungsstelle geführt. Die Einstellung von Förderluft und Dosierluft, die
dabei einer herkömmlichen Druckluftquelle entnommen werden, erfolgte bisher entweder
durch separate Stellventile oder durch zwei auf einer gemeinsamen Welle angeordnete
Ventile, so dass nur ein Einstellknopf zur Einstellung beider Ventile betätigt werden
musste. Insbesondere bei solchen Anwendungen, bei denen das Pulver-Luftgemisch einen
relativ langen Leitungsweg bis zur Beschichtungsstelle zurücklegen muss (z.B. einen
Weg von 1 Meter oder mehr) oder wo ein sehr homogenes Pulver-Luftgemisch erforderlich
ist, hat sich die bisherige Einstellung von Förderluft und Dosierluft als sehr schwierig
erwiesen. Das Verhältnis von Förderluft (die die aus dem Vorratsbehälter entnommene
Menge Pulver bestimmt) und Dosierluft (die die Geschwindigkeit des Pulver-Luftgemisches
in der Leitung und die Homogenität des Gemisches beeinflusst) ist bei langen Förderwegen
und/oder hohen Anforderungen an die Homogenität nur sehr schwierig korrekt einstellbar
und auch mit zwei gekoppelten Einstellventilen hat es sich gezeigt, dass eine gute
Einstellung nur in einem engen Arbeitsbereich möglich ist. Besonders heikle Verhältnisse
liegen beim bekannten Beschichten der Schweissnähte von Dosenzargen am Ende der Zargenschweissmaschine
vor. Einerseits muss die Zufuhr des Pulvers mittels des Injectors über eine lange
Leitung erfolgen, da die Leitung durch die Schweissmaschine hindurch entlang dem Zargenformungs-
und Schweissweg geführt werden muss. Andererseits muss für eine qualitativ gute Beschichtung
der Schweissnaht das Pulver in konstanter Menge und homogen verteilt bei der an der
Beschichtungsdüse vorbeigeförderten Dosenzarge ankommen. Die Förderung der Dosenzargen
erfolgt dabei z.B. mit einer Rate von 18 Dosen pro Sekunde (bzw. bei einer Standarddosengrösse
mit ca 100 m/min), was bei auch nur kurzzeitiger Schwankung der Homogenität des Pulver-Luftgemisches
oder der absoluten Pulvermenge zu einer grossen Zahl unzureichend beschichteter Dosen
führen kann.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Beschichtung mittels eines Injectors
zu ermöglichen, bei der diese Nachteile nicht auftreten und bei welcher auch bei sehr
heiklen Verhältnissen, insbesondere bei der Schweissnahtbeschichtung von Dosenzargen,
eine ausgezeichnete Beschichtungsqualität erzielbar ist.
[0004] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
dass das Fördergas und das Dosiergas aus einer in den Injector eine konstante Gasmenge
abgebenden Quelle entnommen werden.
[0005] Es hat sich gezeigt, dass die Speisung des Injectors aus einer Konstantquelle (einer
derart geregelten Quelle, dass die an den Injector abgegebene Luftmenge stets konstant
ist) das Problem löst. Die konstante Quelle bewirkt, dass die Summe aus Fördergas
und Dosiergas stets konstant ist, und es hat sich gezeigt, dass dadurch eine konstante
Strömungsgeschwindigkeit in der Förderleitung und ein konstanter Pulveraustrag erzielbar
ist.
[0006] Die konstante Quelle kann einen fest eingestellten Injector speisen, bei dem die
Einstellung also nur z.B. durch Auswechslung der Düse oder Änderung des Dosiergaskanals
erfolgt. Vorzugsweise wird aber eine externe, d.h. ausserhalb des Injectors angeordnete
Einstellung der Förderung vorgesehen, wobei dies nur durch die Einstellung eines der
Gasströme, bevorzugterweise durch eine Einstellung der Dosiergases erfolgt. Die konstante
Quelle bewirkt bei der Änderung der Einstellung (Änderung der Drosselung) des einen
Gasstromes automatisch eine entsprechende Änderung (Zunahme oder Abnahme) des anderen
Gasstromes.
[0007] Das Verfahren wird beim Beschichten von Dosenzargen eingesetzt.
[0008] Eine Vorrichtung zur Lösung der Aufgabe weist die Merkmale des Anspruchs 3 auf. Die
bevorzugte Verwendung dieser Vorrichtung liegt bei der Pulverbeschichtung von Dosenzargen,
doch sind hier andere Verwendungen möglich, bei denen ein Gut mittels eines Injectors
gefördert wird.
[0009] Im folgenden werden Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Dabei zeigt
Figur 1 einen Injector mit grundsätzlich bekannten Aufbau in Schnittansicht; und
Figur 2 ein Pneumatikschema zur Erläuterung des Verfahrens bzw. der Vorrichtung.
[0010] Der als Beispiel für einen grundsätzlich bekannten Injector gezeigte Injector 1 von
Figur 1 weist ein Gehäuse 12 auf. In diesem ist der Injectorraum 5 ausgebildet, in
den die Düse 4 des Injectors hineinragt. Über den Anschluss 3 wird die Düse 4 mit
Gas, in der Regel mit Druckluft gespiesen, wobei dieser Druckluftstrom den Förderluftstrom
bildet. In den Injectorraum 5 mündet ein Anschluss 6, durch welchen aus einem Vorratsbehälter
(nicht dargestellt) das zu fördernde Gut in den Injectorraum abgegeben wird, in welchem
aufgrund des Förderluftstrahles ein Unterdruck herrscht. Das zu fördernde Gut wird
durch den Förderluftstrom mitgenommen. Der Förderluftstrom durchläuft eine Hülse 7.
Ausserhalb der Hülse ist im Gehäuse 12 ein Anschluss 8 für das Dosiergas vorgesehen,
welches in der Regel ebenfalls Druckluft ist. Durch den zwischen der Hülse 7 und einer
Führungshülse 13, die einen Teil der Hülse 7 im Abstand umgibt, gebildeten Kanal 9
wird die Dosierluft dem Raum 10 zugeleitet, in den auch der Förderluftstrom eintritt.
Die beiden Luftströme vereinigen sich und verlassen den Injector 1 durch das Anschlussstück
11, an dem eine Leitung angeschlossen ist, die das Pulver-Luftgemisch an den Anwendungsort
führt.
[0011] Bei der Anwendung der Förderung von Beschichtungspulver für das Beschichten der Schweissnähte
von Dosenzargen wird aus dem Vorratsbehälter, der z.B. ein Fassungsvermögen von 3-4
kg Pulver aufweisen kann, das Beschichtungspulver durch den Injector mit Luftdruck
(z.B. im Bereich von 6 bis 10 bar) in eine Leitung gefördert, die auf bekannte Weise
beim Rundapparat in die Dosenschweissmaschine eintritt, den Schweissbereich passiert
und danach in eine Düse mündet, die das Pulver-Luftgemisch auf die doseninnenseitige
Schweissnaht aufsprüht, um diese zu beschichten. Dazu wird das Beschichtungspulver
in der Regel elektrostatisch aufgeladen. Durch Erhitzung des auf der Schweissnaht
befindlichen Pulvers wird eine zusammenhängende, nach Erkaltung feste Nahtbeschichtung
erzielt. Entsprechende Beschichtungspulver sind bekannt und handelsüblich und das
Beschichtungsverfahren ist als solches bekannt. Wie bereits erwähnt, ist die Einstellung
von Förderluft und Dosierluft dabei sehr heikel, damit genügend Pulver homogen verteilt
mit genügender Geschwindigkeit (ca. 12 m/sec) zu der Düse gefördert wird, um eine
gleichmässige Beschichtung zu erreichen.
[0012] Gemäss der Erfindung wird nun die Förderluft und die Dosierluft aus einer Quelle
mit konstanter Luftfördermenge entnommen. Die Quelle variiert also den Luftdruck derart,
dass die durch sie abgegebene Menge immer konstant ist. Figur 2 zeigt schematisch
ein Pneumatikschema mit dem darin als Block dargestellten Injector 1 mit dem Förderluftanschluss
3 und dem Dosierluftanschluss 8. Die Förderluft und die Dosierluft stammen aus einer
nicht dargestellten Druckluftquelle, an die über eine Leitung 24 ein Regelventil 15
angeschlossen ist, das an seiner Ausgangsleitung 15' eine konstante Luftmenge liefert.
Die Luftmenge kann durch ein elektrisches Steuersignal über die Steuerleitung 23 von
einer Steuerung (nicht dargestellt) vorgegeben werden. Das Ventil 15 hält dann selbsttätig
die von ihm abgegebene Luftmenge konstant. Ein solches Ventil, das auch als Massenregler
bezeichnet wird, kann z.B. der Massendurchflussregler Typ F 201 C der Firma Bronkhorst,
Niederlande, sein.
[0013] Nach dem Massenregler 15 kann ein schaltbares Ventil 16 als Hauptventil angeordnet
sein, durch welches die Luftzufuhr zum Injector ein- und ausschaltbar ist. Die aus
dem Massenregler 15 abgegebene Luftmenge gelangt dann einerseits via Leitung 17 und
Rückschlagventil 18 zum Förderluftanschluss des Injectors 1. Andererseits gelangt
die Luft via Leitungen 19 und 21 und dem Rückschlagventil 22 zum Dosierluftanschluss
8. Vorzugsweise ist im Dosierluftleitungsstrang ein einstellbarer Durchflussregler
20 mit dem Einstellglied 20' vorgesehen, mit dem die Dosierluft zur Anpassung an die
jeweiligen Förderverhältnisse einstellbar ist. Sofern diese Verhältnisse konstant
sind, könnte auch auf diesen Einstellregler verzichtet werden.
[0014] Der Massenregler 15 hält den gesamten Luftstrom für die Pulverförderung konstant.
Je höher der Sollwert von der Steuerung an der Leitung 23 vorgegeben ist, desto höher
ist die Pulvergeschwindigkeit in der Pulverleitung. Der konstante Luftstrom setzt
sich aus der Förderluft und der Dosierluft zusammen. Mit dem Durchflussregler 20 wird
die Dosierluft eingestellt. Dreht man die Dosierluft auf, so wird bei gleicher Geschwindigkeit
weniger Pulver gefördert. Drosselt man die Dosierluft, so wird bei gleicher Geschwindigkeit
mehr Pulver gefördert, da mehr Förderluft geliefert wird. Die Dosierluft wird zum
Luftausgleich nach der Pulverförderung in den Injector geleitet, die Summe aus Förderluft
und Dosierluft ist im Injector 1 konstant. Als Dosierluft-Regler 20 kann ein handelsüblicher
Durchflussregler der Firma Vögtlin AG, Schweiz, verwendet werden.
[0015] Zur Reinigung des Injectors 1, wenn dieser nicht in Betrieb ist, kann eine Spülluftleitung
25 vorgesehen sein, durch welche über einen Druckregler 26 und ein Hauptventil 27
via die Leitungen 29 und 28 Spülluft in den Injector leitbar ist.
1. Verfahren zur Förderung pulverförmigen Beschichtungsmaterials mittels eines Injectors
(1) zur Beschichtung der Schweissnähte von Dosenzargen, bei welchem nach der Einbringung
des Gutes in einen Fördergasstrom Dosiergas zugeführt wird, wobei das Fördergas und
das Dosiergas aus einer einzigen Quelle (15) dem Injector (1) zugeführt wird, und
als einzige Quelle (15) ein aus einer Druckgasquelle gespiesener Massendurchflussregler
verwendet wird, der durch Variation des Gasdruckes die von ihm abgegebene Gasmasse
konstant hält, und die Pulverfördermenge nur durch Einstellung des Dosiergasstromes
zwischen Quelle und Injector eingestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dosiergas durch einen zwischen Quelle und Injector angeordneten Durchflussregler
(20) einstellbar ist.
3. Vorrichtung zur Förderung pulverförmigen Beschichtungsmaterials mit einem Injector
(1), bei welchem nach der Einbringung des Gutes in einen Fördergasstrom Dosiergas
zugeführt wird, wobei nur eine Quelle (15) für Fördergas und Dosiergas vorgesehen
ist, und wobei der Fördergasanschluss (3) und der Dosiergasanschluss (8) des Injectors
(1) mit der einzigen Quelle (15) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass als einzige Quelle (15) ein aus einer Druckgasquelle gespiesener Massendurchflussregler
verwendet wird, der durch Variation des Gasdruckes die von ihm abgegebene Gasmasse
konstant hält, und dass zur Einstellung der förderbaren Pulvermenge zwischen der Quelle
(15) und dem Dosiergasanschluss (8) nur ein Einstellglied (20') eines einstellbaren
Durchflussreglers (20) vorgesehen ist.
1. Method for conveying by means of an injector (1) pulverulent material for coating
the weld seams of can bodies, wherein after the introduction of the material into
a conveying-gas flow, dosing-gas is added, the conveying-gas and dosing-gas being
fed to the injector (1) from a single source (15) and a mass flow regulator supplied
from a compressed-gas source being used as the single source (15) and keeping the
mass flow of gas which it delivers constant through variation of the gas pressure,
and the flow of powder conveyed being adjusted solely by adjustment of the dosing-gas
flow between source and injector.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the dosing-gas is adjustable by a flow regulator (20) arranged between source and
injector.
3. Apparatus for conveying pulverulent coating-material with an injector (1) whereby
after the introduction of the material into a conveying-gas flow, dosing-gas is added,
a single source (15) being provided for the conveying-gas and dosing-gas, and the
conveying-gas connection (3) and dosing-gas connection (8) of the injector (1) being
connected to the single source (15), characterized in that a mass flow regulator supplied from a compressed-gas source is used as the single
source (15) and keeps the mass flow of gas which it delivers constant through variation
of the gas pressure, and in that a single adjusting element (20') of an adjustable flow regulator (20) is provided
for adjusting the flow of powder that can be conveyed between the source (15) and
the dosing-gas connection (8).
1. Procédé pour entraîner un matériau de revêtement à l'état de poudre à l'aide d'un
injecteur (1) pour recouvrir les cordons de soudure de corps de boîtes, selon lequel
après l'introduction du matériau dans un courant de gaz d'entraînement, on envoie
un gaz de dosage, le gaz d'entraînement et le gaz de dosage sont envoyés à l'injecteur
(1) à partir d'une source unique (15), et on utilise comme source unique (15) un régulateur
de débit massique alimenté à partir d'une source de gaz comprimé et qui maintient
constante la masse de gaz qu'il délivre, au moyen d'une variation de la pression de
gaz, et la quantité de poudre entraînée est réglée uniquement par réglage du courant
de gaz de réglage entre la source et l'injecteur.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisée en ce que le gaz de dosage est réglable à l'aide d'un régulateur de débit (20) disposé entre
la source et l'injecteur.
3. Dispositif pour l'entraînement d'un matériau de revêtement à l'état de poudre comportant
un injecteur (1), dans lequel après l'introduction du matériau dans un courant de
gaz d'entraînement, un gaz de dosage est envoyé, une seule source (15) est prévue
pur le gaz d'entraînement et le gaz de dosage, et le raccord (3) pour le gaz d'entraînement
et le raccord (8) pour le gaz de dosage de l'injecteur (1) sont reliés à la source
unique (15), caractérisé en ce qu'on utilise comme source unique (15) un régulateur de débit massique alimenté par une
source de gaz sous pression, qui maintient constant la masse de gaz, qu'il délivre,
par variation de la pression du gaz, et que pour le réglage de la quantité de poudre
pouvant être entraînée il est prévu un seul organe de réglage (20') d'un régulateur
de débit réglable (20) entre la source (15) et le raccord (8) pour le gaz de dosage.