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EP 0 763 661 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.07.2002 Patentblatt 2002/29 |
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Anmeldetag: 02.09.1996 |
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Seitenkanalverdichter
Side-channel compressor
Compresseur à canal latéral
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
15.09.1995 DE 19534296
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.03.1997 Patentblatt 1997/12 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Fischer, Peter
97616 Bad Neustadt (DE)
- Aust, Norbert, Dr.
97618 Wollbach (DE)
- Greier, Klaus, Dipl.Wirt.Ing. (FH)
97618 Hollstadt (DE)
- Krummen, Peter, Dipl.-Ing. (FH)
97640 Oberstreu (DE)
- Streit, Leopold, Dipl.-Ing.
91056 Erlangen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-U- 8 704 066 US-A- 3 095 820
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FR-A- 2 199 340 US-A- 5 049 770
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Seitenkanalverdichter, mit einem aus zwei Gehäusehälften
bestehenden Verdichtergehäuse, in dem ein mit Förderschaufeln versehenes Laufrad drehbar
angeordnet und mit seinem Nabenteil mit einer durch eine an der einen Gehäusehälfte
vorgesehene Einführöffnung in das Gehäuse ragenden Antriebswelle eines Antriebsmotors
verbunden ist.
[0002] Ein solcher Seitenkanalverdichter ist durch das DE-U-87 04 066 bekannt. Das Gehäuse
und das Laufrad solcher Verdichter wird in der Regel aus gegossenen Aluminiumteilen
hergestellt. Will man das Verdichtergehäuse aus einem anderen Material herstellen,
dann kann der konstruktive Aufbau des bekannten Seitenkanalverdichters wegen der gegenüber
Aluminium unterschiedlichen Eigenschaften des anderen Materials nicht ohne weiteres
übernommen werden.
[0003] Aus der US-A-5 049 770 ist ein gattungsgemäßer Seitenkanalverdichter bekannt. Nachteilig
dabei ist, dass ein relativ aufwendiger Aufbau des Seitenkanalverdichters vorliegt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ausführungsform für einen Seitenkanalverdichter
zu finden, dessen Gehäuse aus einem anderen als metallischem Material herstellbar
ist.
[0005] Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt nach der Erfindung dadurch, daß bei einer
Ausbildung des Verdichtergehäuses aus Kunststoff die zwischen dem Laufrad und dem
Verdichtergehäuse bestehenden Spalte mittels entsprechender Dichtelemente abgedichtet
sind und die Umlaufkante der Einführöffnung die Antriebswelle mit radialem Spiel umgibt.
Durch das radiale Spiel zwischen der Umlaufkante der Einführöffnung und der Antriebswelle
wird eine durch die geringe Maßgenauigkeit des Kunst stoffmaterials bedingte radiale
Ausrichtung der Gehäusehälften in bezug auf das auf der Antriebswelle angeordnete
Laufrad ermöglicht. Damit können die Gehäusehälften ohne jegliche Nachbearbeitung
in ihrem Herstellungszustand belassen und in diesem Zustand zu einem Verdichtergehäuse
zusammengefügt werden.
[0006] Eine gute Abdichtung der Spalte läßt sich dadurch erreichen, daß die Förderschaufeln
auf einem mit dem Nabenteil verbundenen Tragring angeordnet sind, der das Nabenteil
zumindest auf einer Seite axial überragt und die Dichtelemente im Bereich des Tragringes
angeordnet sind. Es können dann sich in axialer Richtung erstreckende und in axialer
Richtung montierbare Dichtelemente verwendet werden. Diese können beispielsweise aus
einem flachen, in eine entsprechende Ringnut der jeweiligen Gehäusehälfte einfügbaren
Streifen bestehen.
[0007] Vorteilhaft ist es ferner, wenn an der die Einführöffnung aufweisenden Gehäusehälfte
ein dicht an einen am Anschlußflansch des Antriebsmotors vorgesehenen Zentrierrand
anschließender Zentrierring vorgesehen ist. Durch ein solch dichtes Aneinanderstoßen
des Zentrierrandes und des Zentrierringes wird ein von dem innerhalb des Zentrierringes
liegenden Wandbereich der betreffenden Gehäusehälfte und dem innerhalb des Zentrierrandes
liegenden Wandbereich des Anschlußflansches umgrenzter Dichtraum geschaffen. Damit
ist keinerlei Abdichtung der für das Einführen der Antriebswelle in die betreffende
Gehäusehälfte mit radialem Spiel gegenüber der Antriebswelle vorgesehenen Einführöffnung
erforderlich.
[0008] Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung
nachfolgend näher beschrieben.
[0009] Mit 1 ist das aus zwei Gehäusehälften 2 und 3 bestehende Gehäuse eines Seitenkanalverdichters
bezeichnet. In dem Verdichtergehäuse 1 ist ein Laufrad 4 drehbar angeordnet, dessen
Förderschaufeln 5 an einem mit einem Nabenteil 6 verbundenen Tragring 7 angeordnet
sind. Das Nabenteil 6 sitzt drehfest auf dem freien Ende der als Antriebswelle 8 wirkenden
Welle eines an der einen Gehäusehälfte 2 angeflanschten Antriebsmotors 9. Die Antriebswelle
8 ragt durch eine an einem Nabenvorsprung 10 der einen Gehäusehälfte 2 ausbildete
Einführöffnung 11 in das Verdichtergehäuse 1. Die Umlaufkante 12 der Einführöffnung
11 umgibt die Antriebswelle 8 mit radialem Spiel.
[0010] An der einen Gehäusehälfte 2 ist ferner ein axial vorstehender Zentrierring 13 angeformt,
der einen am Anschlußflansch 14 des Antriebsmotors 9 vorgesehenen Zentrierrand 15
übergreift. Zwischen der übergreifenden Fläche des Zentrierringes 13 und des Zentrierrandes
15 kann ein Dichtmittel vorgesehen sein, so daß der innerhalb des Zentrierringes 13
und des Zentrierrandes 15 liegende Raum 21 als Dichtraum gegenüber der Einführöffnung
11 wirkt. Damit braucht an der Einführöffnung 11 trotz des radialen Spieles zwischen
der Úmlaufkante 12 und der Antriebswelle 8 keine gesonderte, das Eindringen von Fremdkörpern
in das Verdichtergehäuse 1 verhindernde Abschirmung vorgesehen zu werden.
[0011] Da unbearbeitete Kunststoffteile im Vergleich zu unbearbeiteten Metallteilen eine
geringere Maßhaltigkeit aufweisen, muß beim Zusammenbau der unbearbeiteten Gehäusehälften
2 und 3 und des Laufrades 4 zu einem Seitenkanalverdichter eine entsprechende Ausrichtung
dieser Teile zueinander erfolgen. Um insbesondere im Unterbrecherbereich 16 des Verdichtergehäuses
1 einen engen Radialspalt zwischen der Umfangskante 17 der Förderschaufel 5 und dem
im Unterbrecherbereich liegenden waagerechten Wandteil 18 der Gehäusehälften 2 und
3 zu erreichen, müssen die Gehäusehälften 2 und 3 entsprechend radial zu der Umfangskante
17 der Förderschaufel ausgerichtet werden. Durch das an der Einführöffnung 11 vorhandene
radiale Spiel zwischen deren Umlaufkante 12 und der Antriebswelle 8 wird ein solches
radiales Ausrichten der Gehäusehälften 2 und 3 ermöglicht. Auch gegenüber dem Antriebsmotor
9 ist infolge des radialen Spieles ein für die Zentrierung des Seitenkanalverdichters
gegenüber dem Anschlußflansch 14 eventuell notwendiges radiales Versetzen des Verdichtergehäuses
gewährleistet.
[0012] Durch im Bereich des Tragringes 7 an den Gehäusehälften 2 und 3 angeordnete Dichtringe
19 wird der durch Seitenkanäle 20 gebildete Förderraum des Seitenkanalverdichters
nach außen hin abgedichtet. Somit sind im Bereich der Einführöfffnung 11 keine Vorkehrungen
für ein Abdichten dieser Öffnung erforderlich.
1. Seitenkanalverdichter, mit einem aus zwei Gehäusehälften (2 und 3) bestehenden Verdichtergehäuse
(1), in dem ein mit Förderschaufeln (5) versehenes Laufrad (4) drehbar angeordnet
und mit seinem Nabenteil (6) mit einer durch eine an der einen Gehäusehälfte (2) vorgesehene
Einführöffnung (11) in das Gehäuse (1) ragenden Antriebswelle (8) eines Antriebsmotors
(9) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer Ausbildung des Verdichtergehäuses (1) aus Kunststoff die zwischen dem Laufrad
(4) und dem Verdichtergehäuse (1) bestehenden Spalte mittels entsprechender Dichtelemente
(19) abgedichtet sind und die Umlaufkante (12) der Einführöffnung (11) die Antriebswelle
(8) mit radialem Spiel umgibt.
2. Seitenkanalverdichter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Förderschaufeln (5) auf einem mit dem Nabenteil (6) verbundenen Tragring (7)
angeordnet sind, der das Nabenteil (6) zumindest auf einer Seite axial überragt und
die Dichtelemente (19) im Bereich des Tragringes (7) angeordnet sind.
3. Seitenkanalverdichter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der die Einführöffnung (11) aufweisenden Gehäusehälfte (2) ein dicht an einen
am Anschlußflansch (14) des Antriebsmotors (9) vorgesehenen Zentrierrand (15) anschließender
Zentrierring (13) vorgesehen ist.
1. Side channel compressor, with a compressor housing (1) which consists of two housing
halves (2 and 3) and in which a rotor (4) provided with feed vanes (5) is arranged
rotatably and is connected with its hub part (6) to a drive shaft (8) of a drive motor
(9), said drive shaft projecting into the housing (1) through an introduction orifice
(11) provided on one housing half (2), characterized in that, in a design of the compressor housing (1) from plastic, the gaps existing between
the rotor (4) and the compressor housing (1) are sealed off by means of corresponding
sealing elements (19), and the peripheral edge (12) of the introduction orifice (11)
surrounds the drive shaft (8) with radial play.
2. Side channel compressor according to Claim 1, characterized in that the feed vanes (5) are arranged on a carrier ring (7) which is connected to the hub
part (6) and which projects axially beyond the hub part (6) at least on one side,
and the sealing elements (19) are arranged in the region of the carrier ring (7).
3. Side channel compressor according to Claim 1 or 2, characterized in that a centring ring (13) closely adjacent to a centring edge (15) provided on the connecting
flange (14) of the drive motor (9) is provided on the housing half (2) having the
introduction orifice (11).
1. Compresseur à canal latéral comportant un carter de compresseur (1), constitué deux
moitiés de carter (2 et 3), dans lequel une roue (4) dotée d'aubes (5) est montée
à rotation et est reliée par sa partie formant moyeu (6) à un arbre d'entraînement
(8) d'un moteur d'entraînement (9), ledit arbre d'entraînement pénétrant dans le carter
(1) par une ouverture d'entrée (11) ménagée dans une moitié de carter (2),
caractérisé en ce que, dans une conformation du carter de compresseur (1) en matière plastique, les fentes
ménagées entre la roue (4) et le carter de compresseur (1) sont rendues étanches au
moyen d'éléments d'étanchéité (19) appropriés et le bord périphérique (12) de l'ouverture
d'entrée (11) circonscrit l'arbre d'entraînement (8) avec un jeu radial.
2. Compresseur à canal latéral selon la revendication 1, caractérisé en ce que les aubes (5) sont montées sur une bague de support (7) reliée à la partie formant
moyeu (6), laquelle bague de support dépasse axialement de la partie formant moyeu
(6) au moins d'un côté et les éléments d'étanchéité (19) sont disposés dans la partie
de la bague de support (7).
3. Compresseur à canal latéral selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il est prévu sur la moitié de carter comportant l'ouverture d'entrée (11) une bague
de centrage (13) se raccordant de façon étanche à un bord de centrage (15) prévu sur
la bride de raccordement (14) du moteur d'entraînement (9).
