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EP 0 763 694 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.10.2000 Patentblatt 2000/42 |
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Anmeldetag: 09.08.1996 |
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Verfahren zur Temperaturregelung für eine sensorgesteuerte Garungseinheit
Method for regulating the temperature of a sensor-controlled cooking unit
Procédé de régulation de température d'une unité de cuisson commandée par capteurs
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
13.09.1995 DE 19533971
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.03.1997 Patentblatt 1997/12 |
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Patentinhaber: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH |
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81669 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Brüggemann, Katrin, Dipl.oec.troph.
83301 Traunreut (DE)
- Friedrich, Jürgen, Dipl.-Ing.
91726 Gerolfingen (DE)
- Siebert, Thomas, Dipl.-Ing. (FH)
84137 Vilsbiburg (DE)
- Has, Uwe, Dipl.-Ing.
84579 Unterneukirchen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 579 917 DE-A- 4 217 749
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EP-A- 0 658 067 US-A- 5 432 321
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Temperaturregelung für eine sensorgesteuerte
Garungseinheit, bestehend aus Gargerät, Sensorik und Kochfeld, beispielsweise Glaskeramik-Kochfeld,
wobei sowohl das Kochfeld als auch das Gargerät sensorspezifische Ausgestaltungen
enthalten kann.
[0002] Es ist üblich, die Wärmezufuhr in Gargeräten zur Erwärmung von Gütern in Abhängigkeit
einer zu erreichenden Mindesttemperatur zu regeln. Insbesondere sind für Haushaltsgeräte
einfache Zweipunktregler im Gebrauch, wobei die Erwärmung der Gargüter nicht immer
optimierbar ist. Es ist daher bekannt, die Wärmezuführung für Gargeräte durch Temperatursensoren
zu überwachen und zu steuern. Es ist zudem bekannt, auf Kochmulden plazierte Kochgeschirre
durch Infrarotsensoren temperaturmäßig zu überwachen und zu regeln. Konventionelle
Lösungen des Regelproblems, gemäß derer die Leistungszufuhr zur geregelten Kochstelle
abgeschaltet wird, wenn die Ist- temperatur die Solltemperatur erreicht oder überschreitet,
gehören zum Stand der Technik. Diese konventionellen Regelsysteme neigen besonders
beim Anfahren bzw. Erreichen des Sollwertes zu mehr oder weniger starkem Über- und
Unterschwingern des Sollwertes der Erwärmungsendtemperatur. Durch dieses Verhalten
ist es schwierig, mit einem konventionellen Regler beispielsweise Milch, gebundene
Suppen, Gulasch, Einsprechende Gerichte in einem kalten Kochgeschirr durch Erwärmen
auf Kochmulden auf eine Solltemperatur zu bringen, ohne daß dabei aufgrund des ersten
Überschwingers das Kochgut im Kochgeschirr ansetzt und möglicherweise auch anbrennt.
[0003] Weiterhin ist aus der Druckschrift EP 0 658 067 A1 eine Steuerung für Haushaltsgeräte
zur Auswertung von Sensorsignalen, insbesondere für Strahlungsheizungen bei Glaskeramik-Kochflächen,
bekannt, wobei die Steuerung sensorisch betriebene, direkte und indirekte Temperaturmessungen
der jeweiligen Kochstelle einer Glaskeramik-Kochfläche entschlüsselt und mit typischen
Temperaturverläufen vergleicht, und wobei die Steuerung eine Topferkennung leistet
und im Falle eines Kochstellen-Leerlaufes die Steuerung die Strahlungsheizung abschaltet.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Temperatur von Kochgut in Kochgeschirr auf
Mulden durch einen Infrarotsensor berührungslos zu messen, wobei die Signale dieses
Sensors zu einem Regler geführt werden, durch den die Kochguttemperatur möglichst
genau zu einem Sollwert geführt und dort gehalten werden soll.
[0005] Erfindungsgemäß ist die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Andere vorteil-hafte Lösungsvarianten sind den Unteransprüchen entnehmbar. Ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist im folgenden anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen Regelungsverlauf bei relativ konventioneller Regelung im Diagramm,
- Fig.2
- einen Regelungsverlauf bei idealer Regelung im Diagramm,
- Fig.3
- ein spezielles Ablaufprogramm für die Temperaturregelung und
- Fig.4
- eine Sollwertvorgabe für verschiedene Garverfahren.
[0006] Aus den Figuren 1, 2 sind sowohl der Anfahrvorgang als auch der Haltevorgang der
Regelung im Falle konventioneller Regelung und nahezu idealer Regelung erkennbar.
Zu Beginn des Anfahrens des Sollwertes schätzt der Regler aus der Differenz des Startwertes
und des Sollwertes eine erste Zieltemperatur ab, bis zu der das Kochgeschirr aufgeheizt
wird, ohne daß die Heizung der Kochstelle getaktet wird. Damit wird ein schnellstmögliches
Aufheizen erreicht. Ist die erste Zieltemperatur erreicht, wird die Kochstelle abgeschaltet.
Aufgrund einer möglichen Wärmekapazität der Kochstelle kann die Temperatur des Kochgeschirres
kurze Zeit nachgeheizt werden und etwas ansteigen, wobei sich die Temperatur des Kochgeschirrs
so der eigentlichen Solltemperatur des Kochgeschirrs nähert. Der Regler, der mit Intelligenz
ausgestattet ist, kann durch experimentell bestimmte Zeiten zum Abschalten der Kochstelle
nach dem Anfahrvorgang umgeschaltet werden, auf den Betrieb Heizen des Sollwertes.
[0007] Der Haltevorgang des Sollwertes setzt sich zusammen aus zwei Abschnitten. Dies ist
besonders dann wichtig, wenn die Temperatur des Kochgutes über lange Zeit relativ
konstant gehalten werden muß. Zunächst wird auf den Haltevorgang I durch die Regeleinrichtung
umgeschaltet. Mit Hilfe des Haltevorganges I geschieht das Halten des Sollwertes durch
einfaches Vergleichen der Temperaturen T
Soll und T
Ist mit entsprechendem Schalten der Regeleinrichtung bezüglich der Heizeinrichtung der
Kochstelle. Die Regelung kann auch Einund Auszeiten für Schaltzyklen der Kochstellenheizung
intelligent berücksichtigen, womit der aktuelle Energiebedarf des Kochgeschirres definiert
ist. Dadurch kann der Haltevorgang I weiterhin optimiert werden. Auf der Basis des
Haltevorganges I werden unter Beachtung der zulässigen Flicker- und Knackraten, die
durch die Belastungsgrenzen des Versorgungsnetzes bestimmt sind, die minimalen Ein-
und Auszeiten der Kochstelle bestimmt, und der Haltevorgang II eingeleitet. Ab jetzt
taktet der Regler von sich aus mit den zuvor ermittelten Schaltzeiten. Wenn die Temperatur
des Kochgutes abdriftet, dann werden die Schaltzeiten so korrigiert, daß die Ein-
bzw. Auszeiten der Kochstelle minimal bleiben. Gemäß Fig.3 sind die strengen Programmablauffolgen
einer Regelung, bestehend aus dem Anfahrvorgang, dem Haltevorgang I und dem Haltevorgang
II festgelegt. Fig.3 entnehmbar ist über den Start der Regelung 31 der nachfolgende
Schritt, den die Regelung im Regelverfahren geht, 32, nämlich erstens Schätzen der
ersten Zieltemperatur, zweitens Einschalten der Kochstelle. Dieses geschieht im Anfahrvorgang.
Stellt die Regelung fest, daß die angestrebte Zieltemperatur erreicht ist, so schaltet
sie im Schritt 34 die Kochstelle aus und wartet auf ein Einschwingen der Temperatur
des Gargutes. Im Schritt 33 wird mit Verneinung der Position Zieltemperatur erreicht,
die Kochstelle weiterbetrieben, solange, bis die Zieltemperatur des Gargutes erreicht
ist. Nach Abarbeitung des Verfahrensschrittes 34 gemäß Fig.3 folgt die nach dem Einschwingvorgang
vergleichende Auswertung von Isttemperatur zu Solltemperatur. Die im Schritt 35 so
erfolgte Vergleichstemperaturkontrolle führt im Fall, daß die Isttemperatur die Solltemperatur
bereits überschritten hat, zum Ausschalten der Kochstelle und Registrieren der notwenigen
Schaltzeit. Hat die Isttemperatur die Solltemperatur noch nicht erreicht, dann bleibt
die Kochstelle eingeschalten und die notwendige Einschaltzeit bis zum Erreichen der
Solltemperatur wird von der intelligenten Regelung registriert. Das führt schließlich
dazu, daß die Regelung minimale Schaltzeiten bestimmt hat, mit deren Hilfe künftige
Prozesse der gleichen Art ad hoc bearbeitet werden können. Dieser Schritt 36 führt
dazu, daß im Reglerschritt 37 die Kochstelle mit den ermittelten Schaltzeiten ständig
getaktet wird, wobei die Schaltzeiten falls notwendig, weiterhin laufend korrigiert
werden müssen.
[0008] Um Anhaltspunkte für die Sollwerte verschiedener Garungsprozesse zu gewinnen, ist
durch Kochbuchsoftware eine Sollwerttabelle erstellt, die aus Fig.4 ersichtlich ist.
Man erkennt Sollwerte für Erwärmungsvorgänge, die zwischen 60°C und 80°C im allgemeinen
liegen, Sollwerte für sogenanntes Garziehen, die unterhalb der 100°-Temperaturgrenze
von 90° an positioniert sind und weitere spezielle Sollwertangaben für unterschiedliche
Garverfahren. So wird für Dampfkochtöpfe und Dampfgaren in zwei typischen Temperaturintervallen
gearbeitet, einmal von 105° an und einmal ab 115°C. Das gern ausgeübte Fritieren,
beispielsweise beim Herstellen von pommes frites, liegt zwischen Solltemperaturvorgaben
von 180° C und 200° C.
[0009] Vorteile der erfindungsgemäßen Regelung liegen besonders darin, daß durch die Aufteilung
des Regelvorganges in ein Anfahren zum Sollwert hin und den Etappen des Haltens des
Sollwertes der Temperatur Überschwinger und Unterschwinger in erträglichen Grenzen
gehalten, gegebenenfalls wirksam vermieden können. Dies ist insofern für Kochvorgänge
von Bedeutung, als es insbesondere Überschwinger sind, die ein Anbrennen, Verkochen
und Überkochen des Gargutes zur Folge haben. Die Aufteilung des Haltevorganges in
der oben dargestellten Form gemäß Fig.4 gestattet eine Regelung des Temperatur-Sollwertes
T
Soll mit einer minimal möglichen Regelamplitude.
1. Verfahren zur Temperaturregelung für eine sensorgesteuerte Garungseinheit, bestehend
aus Kochgeschirr, Sensorik und Kochfeld, beispielsweise Glaskeramik-Kochfeld, wobei
sowohl das Kochfeld als auch das Kochgeschirr sensorspezifische Ausgestaltungen enthalten
kann,
dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur von Kochgut in dem Kochgeschirr auf dem Kochfeld berührungslos
durch einen Infrarotsensor gemessen wird, daß das Temperaturregelungsverfahren aus
einem Anfahrvorgang und einem Haltevorgang, bezogen auf den jeweils zu erreichenden
Temperatursollwert, besteht, wobei das Anfahren des Temperatursollwertes aus der Differenz
von Temperatursollwert und Temperaturstartwert mit einer ersten Zieltemperatur erfolgt
und in den Haltevorgang für das Temperaturverhalten des Sollwertes überleitet, wobei
der Temperaturhaltevorgang durch einen Soll-Ist·Wertvergleich der Garguttemperaturen
schrittweise optimiert wird.
2. Verfahren zur Temperaturregelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kochstelle im ersten Anfahrvorgang ungetaktet betrieben wird.
3. Verfahren zur Temperaturregelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Temperaturhaltevorgang in zwei Etappen erfolgt.
4. Verfahren zur Temperaturregelung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Temperaturhaltevorgang 1 die Regelung das Halten des Sollwertes dadurch realisiert,
daß sie einen Vergleich von Soll- und Isttemperatur mit dem Schalten der Kochstelle
kombiniert.
5. Verfahren zur Temperaturregelung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß beim Temperaturhaltevorgang 2 die Regelung mit bereits ermittelten Schaltzeiten
die Heizleistung taktet.
1. Method for temperature regulation for a sensor-controlled cooking unit, consisting
of cooking vessel, sensor system and cooking field, for example glass-ceramic cooking
field, wherein not only the cooking field, but also the cooking vessel can comprise
sensor-specific forms, characterised in that the temperature of stock, which is to
be cooked, in the cooking vessel on the cooking field is contactlessly measured by
an infrared sensor, that the temperature regulating method consists of a start process
and a holding process referred to the temperature target value respectively to be
attained, wherein the bringing to the temperature target value is carried out from
the difference of temperature target value and temperature start value with a first
target temperature and changes into the holding process for the temperature behaviour
of the target value, wherein the temperature holding process is optimised in stepped
manner by a target/actual value comparison of the cooking stock temperatures.
2. Method for temperature regulation according to claim 1, characterised in that the
cooking place is operated non-cyclically in the first start process.
3. Method for temperature regulation according to claim 1, characterised in that the
temperature holding process takes place in two stages.
4. Method for temperature regulation according to claim 3, characterised in that in the
temperature holding process 1 the regulation of the holding to the target value is
carried out in such a manner that it combines a comparison of target and actual temperature
with the switching of the cooking place.
5. Method for temperature regulation according to claim 3, characterised in that in the
temperature holding process 2 the regulation pulses the heating power by already determined
switching times.
1. Procédé de régulation de température d'une unité de cuisson commandée par capteurs,
se composant d'un ustensile de cuisson, d'un système de capteurs et d'une plaque de
cuisson, par exemple d'une plaque de cuisson en vitrocéramique, dans lequel non seulement
la plaque de cuisson mais aussi l'ustensile de cuisson peut comprendre des configurations
spécifiques aux capteurs, caractérisé en ce que la température du produit à cuire
dans l'ustensile de cuisson est mesurée sur la plaque de cuisson sans contact par
un capteur à infrarouge, en ce que le procédé de régulation de la température se compose
d'un processus de démarrage et d'un processus de maintien, se rapportant à la valeur
prescrite de température à atteindre à chaque fois, le démarrage de la valeur prescrite
de température se faisant à partir de la différence de la valeur prescrite de température
et de la valeur de démarrage de température avec une première température cible et
passe dans le processus de maintien pour le comportement thermique de la valeur prescrite,
le processus de maintien de la température étant optimisé progressivement par une
comparaison valeur prescrite - valeur effective de la température du produit de cuisson.
2. Procédé de régulation de température selon la revendication 1, caractérisé en ce que
la plaque de cuisson est actionnée sans être synchronisée dans un premier processus
de démarrage.
3. Procédé de régulation de température selon la revendication 1, caractérisé en ce que
le processus de maintien de la température se fait en deux étapes.
4. Procédé de régulation de température selon la revendication 3, caractérisé en ce que
dans le processus de maintien de la température 1, la régulation réalise le maintien
de la valeur prescrite du fait qu'elle combine une comparaison de la température prescrite
et de la température effective avec la connexion de la plaque de cuisson.
5. Procédé de régulation de température selon la revendication 3, caractérisé en ce que
lors d'un processus de maintien de la température 2, la régulation avec des temps
de commutation déjà déterminés commande la puissance calorifique.