(19)
(11) EP 0 763 706 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.12.1998  Patentblatt  1998/49

(21) Anmeldenummer: 96114076.1

(22) Anmeldetag:  03.09.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6F42B 12/16

(54)

Tandemgefechtskopf mit einem Sekundärgeschoss

Tandem warhead with secondary projectile

Engine explosif avec projectile secondaire


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE ES GB LI SE

(30) Priorität: 15.09.1995 DE 19534217

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
19.03.1997  Patentblatt  1997/12

(73) Patentinhaber: Diehl Stiftung & Co.
90478 Nürnberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Lindstädt, Klaus
    90571 Schwaig (DE)
  • Klare, Manfred
    91245 Simmelsdorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-C- 3 544 528
GB-A- 1 605 340
FR-A- 1 002 092
US-A- 5 107 766
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Tandemgefechtskopf mit einem Sekundärgeschoß wie aus DE-C-3 544 528 bekannt (siehe den Oberbegriff des Anspruchs 1)

    [0002] Bei einem Tandemgefechtskopf mit einem Sekundärgeschoß entsprechend der US-A1-4,803,928 ist eine kopfseitige Hohlladung über abscherbare Schrauben in einer Rohrhülse gehalten, wobei diese Rohrhülse mit einem Abschußrohr für ein abschießbares Sekundärgeschoß verschraubt ist. Das Sekundärgeschoß ist bodenseitig mit einer Treibladungshülse abscherbar verstiftet. Ein spezieller Schwadenschutz zum Schutz der Sekundärladung ist nicht vorgesehen. Die Ursache dafür liegt darin, daß die Anzündung der Hohlladung bzw. Bohrladung durch das, sich in Bewegung befindende Sekundärgeschoß eingeleitet wird. Und außerdem das Sekundärgeschoß im Bereich seines Zünders eine sehr große Wanddicke aufweist.

    [0003] Anders sieht es bei einem Gefechtskopf nach der FR-A1 1.002.092 aus. Bei dem in Figur 1 dargestellten Geschoß ist eine kopfseitige Hohlladung durch einen Schwadenschutz gegenüber einem nachfolgenden Wuchtgeschoß getrennt. Der Schwadenschutz ist als etwa kalibergroße Scheibe ausgebildet und sitzt auf der Geschoßogive des Wuchtgeschosses auf. Damit soll die Ogive des Wuchtgeschosses geschützt werden, während die Hohlladung einen Durchschußkanal im Ziel erzeugt. Der Werkstoff des Schwadenschutzes ist nicht angegeben.

    [0004] Ein kegeliger, Detonationsfragmente ablenkender Schwadenschutz ist aus der DE-C-3 544 528 bekannt. Dieser deckt bei einem Tandemladungssystem eine Führungsrohrmündung für eine Nachschußladung ab. Zwischen dem Schwadenschutz und der Nachschußladung ist ein Ringspalt vorgesehen. Dadurch wird zwar weitgehend ein Eindringen von reibungserhöhenden Partikeln erreicht, jedoch nicht verhindert, daß Sprengstoffschwaden zwischen Führungsrohr und Nachschußladung gelangen.

    [0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine funktionssichere Anordnung eines Sekundärgeschosses in einem Tandemgefechtskopf vorzuschlagen. Hierbei ist das Sekundärgeschoß als Splittergranate mit Zünder ausgebildet. Dadurch besteht die Gefahr, daß Sprengstoffschwaden die Rückseite des Sekundärgeschosses aufbrechen und zu einer irreversiblen Beschädigung des Sekundärgeschosses führen.

    [0006] Die Erfindung löst diese Aufgabe entsprechend den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1.

    [0007] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

    [0008] Das Sekundärgeschoß ist über eine Gewindeverbindung form- und kraftschlüssig in einem, als Halterohr ausgebildeten Rohrstück des Tandemgefechtskopfes gehalten. Ein Schwadenschutz sichert das Sekundärgeschoß unmittelbar an der Gewindeverbindung. Bei auftretenden Detonationsschwaden der bereits gezündeten Hohlladung wird der Schwadenschutz in den sich nach rückwärts verengenden Ringraum hinein komprimiert und dadurch die eigentliche Dichtwirkung erzielt. In einer zweiten Phase erfolgt gleichzeitig mit einer Vorschubbewegung des Sekundärgeschosses aufgrund seiner Massenträgheit das Aufbrechen eines, mit dem Rohrabschnitt einstückig verbundenen Konusabschnittes des Gehäuses des Tandemgefechtskopfes. Dies führt zu einem Aufbrechen der Gewindeverbindung, so daß das Sekundärgeschoß aufgrund seiner Massenträgheit seine Freiflugphase bis zum Eintreffen in einen, von der Hohlladung bewirkten Krater eines Durchschußkanales.

    [0009] Die Befestigungsteile und der Schwadenschutz sind einfach und kostengünstig herstellbar. Die Funktionssicherheit dieser Teile liegt ebenfalls vor.

    [0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt:
    Fig. 1
    einen Tandemgefechtskopf mit einem Sekundärgeschoß im Teilschnitt und
    Fig. 2
    das Sekundärgeschoß nach Fig. 1 im Schnitt sowie die benachbarten Gehäuseteile.


    [0011] Nach Figur 1 ist eine Sekundärgeschoß 1 in einem Rohrabschnitt 2 eines Gehäuses 3 eines Tandemgefechtskopfes 4 gelagert und über eine Gewindeverbindung 5 mit dem Gehäuse 3 verbunden. Ein Schwadenschutz ist mit 6 bezeichnet.

    [0012] Der vordere Teil des Tandemgefechtskopfes 4 weist einen Abstandszünder 7 und eine Hohlladung 8 mit einem Zünder 9 auf.

    [0013] Das Sekundärgeschoß 1 besteht aus zwei, über ein Gewinde 35 miteinander verschraubten Gehäuseteilen 10, 11. An den Gehäuseteilen 10, 11 sind Ogiven 44, 45 vorgesehen. Beide Ogiven 44, 45 weisen eine Splitterladung 23, 24 auf. Die Splitterladungen 23, 24 sind durch Hüllen 67, 68 gegen, aus Sprengstoff bestehenden Wirkladungen 13, 14 abgedeckt. Ein Zünder 20 trennt die beiden Wirkladungen 13, 14 voneinander.

    [0014] Das, gegenüber der Hohlladung 8 im Kaliber kleinere Sekundärgeschoß 1 besitzt an seinem Umfang ein Gewinde 85 und dazu entsprechend der Rohrabschnitt 2 ein Innengewinde 86.

    [0015] Das Gehäuse 3 weist einen konischen Abschnitt 87 mit dem daran einstückig angeordneten zylindrisch Rohrabschnitt 2 auf. Mit diesem Rohrabschnitt 2 ist ein Boden 88 mit einer der Ogive 46 entsprechenden Ausnehmung 89 über eine Gewindeverbindung 90 verschraubt. Die Ogive 46 liegt also mit einem sehr großen Flächenkontakt an dem Boden 88 auf. Demzufolge stellt die Gewindeverbindung 5 eine sogenannte Kontersicherung dar. Sie gewährleistet während des Transports die sichere Befestigung des Sekundärgeschosses 1 im Tandemgefechtskopf4.

    [0016] Die Gewindeverbindung 5 zwischen dem Rohrabschnitt 2 und dem Sekundärgeschoß 1 ist in herkömmlicher Weise gegen Lösen gesichert, beispielsweise durch einen Sicherungslack.

    [0017] Der Schwadenschutz 6 ist in Richtung auf die Hohlladung 8 keilförmig ausgebildet. Hierzu liegt eine Stirnfläche 91 in einem spitzen Winkel 102 zur Hauptachse 92 des Tandemgefechtskopfes 4. Die rückwärtigen Flächen 93, 94 liegen an einer Konusfläche 95 und an einer rechtwinklig zur Hauptachse 92 liegenden Bodenfläche 96 an. Dieser Winkel 102 erstreckt sich zwischen 30° und 50°, vorzugsweise 45°, wie gezeichnet.

    [0018] Der Schwadenschutz 6 liegt in einem keilförmigen bodenseitig sich verkleinernden Ringraum 101, der durch den konischen Abschnitt 87 des Gehäuses 3 und das Sekundärgeschoß 1 gebildet ist.

    [0019] Die Innenkontur des Schwadenschutzes 6 setzt sich zusammen aus einer, am Sekundärgeschoß 1 anliegenden Dichtlippe 97 und aus einer ebenfalls ringförmigen Stützfläche 98.

    [0020] Das Gewinde 86 der Gewindeverbindung 5 liegt zu Beginn des Rohrabschnittes 2. Daran schließt sich in Richtung auf den Boden 88 ein freier Ringraum 99 an. Dieser Ringraum 99 ist im rückwärtigen Teil durch den Boden 88 begrenzt. Der Spalt 100 des Ringraumes 99 beträgt im Mittel ein bis zwei Millimeter. Die Länge des Ringraumes 99 beträgt etwa ein Drittel der Länge des Sekundärgeschosses 1.

    [0021] Bei Aufschlag des Tandemgefechtskopfes 4 auf eine nicht dargestellte, feindliche Deckung wird durch die Hohlladung 8 eine Krater mit anschließendem Durchschußkanal in der Deckung erzeugt. Bei Detonation der Hohlladung 8 beeinflussen die rückwärtigen Sprengstoffschwaden sowohl den Schwadenschutz 6 als auch das Gehäuse 3.

    [0022] Bei zeitlich gestreckter Betrachtungsweise wird der Schwadenschutz 6 aufgrund des hohen Druckes der Sprengstoffschwaden innerhalb des noch bestehenden Gehäuses 3 komprimiert, so daß die Sprengstoffschwaden nicht durch die Gewindeverbindung zum Boden 88 gelangen können. Hierbei wird die Dichtlippe 97 in entsprechender Richtung umfangsseitig auf das Sekundärgeschoß 4 gepreßt. Auch liegt ein erhöhter Anpreßdruck des Schwadenschutzes 6 an den Flächen 95, 96 und am Gewinde 85 vor. Der Schwadenschutz 6 hält die Sprengstoffschwaden natürlich nicht auf Dauer ab, sondern nur im entscheidenden Mikrosekunden-Bereich. In diesem Zeitbereich lenkt die konische Stirnfläche 91 das Druckmaximum geringfügig nach außen, also weg von der Gewindeverbindung 5.
    In einer zweiten Phase bricht das Gehäuse 3 zusammen mit der Gewindeverbindung 5, wobei sich das Sekundärgeschoß 1 aufgrund seiner Massenträgheit bereits in einer Vorwärtsbewegung befindet. Aufgrund des aufbrechenden Gehäuses 3 liegt eine Druckentlastung bezüglich des Sekundärgeschosses 1 vor, so daß eine Gefahr des Aufbrechens des Sekundärgeschosses 1 aufgrund der Sprengstoffschwaden nicht mehr besteht.

    [0023] Der Rohrabschnitt 2 bleibt aufgrund des Schwadenschutzes stabil, d. h., er wird durch die Detonationsschwaden nicht zerstört. Damit erfolgt bei der Vorwärtsbewegung des Sekundärgeschosses 1 aufgrund des Ringraumes 99 eine Lagestabilisierung des Sekundärgeschosses 1. Dadurch ist gewährleistet, daß das Sekundärgeschoß 1 eine gewisse Führung erhält um eine stabile freie Flugphase durchführen zu können und zwar bis zum Auftreffen in den Krater des Durchschußkanales.

    [0024] Der Schwadenschutz besteht aus einem elastischen, also komprimierbaren Kunst stoff. Es eignen sich hierfür PVC und auch PP, PA, PE, POM oder PTFE.


    Ansprüche

    1. Tandemgefechtskopf (4) mit einem Sekundärgeschoß (1), wobei das Sekundärgeschoß (1) in einem Rohrabschnitt (2) eines Gehäuses (3) des gefechtskopfes (4) befestigt ist,

    und ein Schwadenschutz (6) das Sekundärgeschoß (1) gegenüber einer, dem Sekundärgeschoß (1) vorgelagerten Hohlladung (8) schützt,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß das Gehäuse (3) einen konischen Abschnitt (87) mit dem daran angeordneten, im Durchmesser kleinerer Rohrabschnitt (2) aufweist,

    wobei am Rohrabschnitt (2) ein Boden (88) vorgesehen ist,

    daß gegenüber der Hohlladung (8) das im Kaliber kleinere Sekundärgeschoß (1) an seinem Umfang ein Gewinde (85) aufweist, in das ein Gewinde (86) des Rohrabschnittes (2) eingreift, wobei das Sekundärgeschoß (1) an dem Boden (88) unter Vorspannung anliegt, und

    der Schwadenschutz (6) in einem keilförmigen Ringraum (101), der durch den konischen Abschnitt (87) des Gehäuses (3) und durch das, aus dem Rohrabschnitt (2) in diesen Ringraum (101) ragende Sekundärgeschoß (1) gebildet ist, das Sekundärgeschoß (1) bei auftretenden Detonationsschwaden gegenüber dem Rohrabschnitt (2) abdichtet,

    wobei der Schwadenschutz (6) aus einem komprimierbaren Werkstoff besteht.


     
    2. Tandemgefechtskopf nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Schwadenschutz (6) aus einem elastischen Kunststoff, wie PVC, PP, PA, PE, POM oder PTFE besteht.
     
    3. Tandemgefechtskopf nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Schwadenschutz (6) zur Komprimierung und Verbesserung der Dichtwirkung in Richtung auf die Hohlladung (8) keilförmig ausgebildet ist.
     
    4. Tandemgefechtskopf nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Schwadenschutz (6) mit seinen Flächen (93, 94, 98) sowohl an der Konusfläche (95) und an einem, rechtwinklig zur Hauptachse (92) des Tandemgefechtskopfes (4) liegenden Bodenfläche (96) des konischen Abschnitts (87) des Gehäuses (3) anliegt, als auch über eine ringförmige Dichtlippe (97) und eine ringförmige Stützfläche (98) das Sekundärgeschoß (1) umfaßt.
     
    5. Tandemgefechtskopf nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Sekundärgeschoß (1) mit seiner rückwärtigen Ogive (46) formschlüssig und großflächig am Boden (88) anliegt.
     
    6. Tandemgefechtskopf nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Gewinde (86) des Rohrabschnitts (2) zu Beginn dieses Rohrabschnittes (2) und zwar im Bereich des Schwadenschutzes (6) vorgesehen ist.
     
    7. Tandemgefechtskopf nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,

    daß das Gewinde (85) der Gewindeverbindung (5) des Gehäuses (1) sich etwa auf halber Geschoßlänge des Sekundärgeschosses (3) befindet,

    wobei im rückwärtigen Anschluß an die Gewindeverbindung (5) sich ein schmaler Ringraum (99) mit einer Länge von etwa ein Drittel der Länge des Sekundärgeschosses (3) anschließt und wobei dieser Ringraum (99) heckseitig durch den Boden (88) begrenzt ist.


     
    8. Tandemgefechtskopf nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Gehäuse (3) mit dem Rohrabschnitt (2) einstückig ausgebildet ist.
     


    Claims

    1. Tandem warhead (4) with a secondary projectile (1), the secondary projectile (1) being fixed in a tubular section (2) of a casing (3) of the tandem warhead (4),

    and protection (6), against the gases and fumes produced on detonation, shielding the secondary projectile (1) from a hollow charge (8) mounted ahead of the secondary projectile (1),

    characterized in that

    the casing (3) has a conical section (87) with the tubular section (2) which is smaller in diameter being disposed on it,

    a base (88) being provided on the tubular section (2),

    and in that the secondary projectile (1), which is of a smaller calibre than the hollow charge (8), has a circumferential thread (85) in which a thread (86) of the tubular section (2) engages, the secondary projectile (1) resting with initial tension against the base (88),

    and the protection (6) against detonation fumes, in a wedge-shaped annular space (101) formed by the conical section (87) of the casing (3) and by the secondary projectile (1) projecting from the tubular section (2) into this annular space (101), seals the secondary projectile (1), on occurrence of detonation fumes and gases, against the tubular section (2),

    the protection (6) against detonation fumes consisting of a compressible material.


     
    2. Tandem warhead according to Claim 1,
    characterized in that
    the protection (6) against detonation fumes consists of an elastic plastic, such as PVC, PP, PA, PE, POM or PTFE.
     
    3. Tandem warhead according to Claim 1,
    characterized in that
    the protection (6) against detonation fumes, for compressing and improving the sealing effect, takes the Form of a wedge in direction of the hollow charge (8).
     
    4. Tandem warhead according to Claim 1,
    characterized in that
    the protection (6) against detonation fumes rests with its surfaces (93, 94, 98) on the cone surface (95) and on a base surface (96) - lying at right angles to the principal axis (92) of the tandem warhead (4) - of the conical section (87) of the casing (3) and also encircles the secondary projectile (1) by way of an annular sealing lip (97) and an annular supporting surface (98).
     
    5. Tandem warhead according to Claim 1,
    characterized in that
    the secondary projectile (1) rests against the base (88) with its rear ogive (46) supported over a large area with positive fit.
     
    6. Tandem warhead according to Claim 1,
    characterized in that
    the thread (86) of the tubular section (2) is provided at the beginning of this tubular section (2), i.e. in the region of the protection (6) against detonation fumes.
     
    7. Tandem warhead according to Claim 1,
    characterized in that

    the thread (85) of the threaded connection (5) of the casing (3) is located approximately halfway along the length of the secondary projectile (1),

    a narrow annular space (99) following on from the rear of the threaded connection (5), this annular space (99) having a length which is approximately one third of the length of the secondary projectile (1) and being limited at the rear by the base (88).


     
    8. Tandem warhead according to Claim 1,
    characterized in that
    the casing (3) is formed in one piece with the tubular section (2).
     


    Revendications

    1. Tête de combat tandem (4) comportant un projectile secondaire (1), le projectile secondaire (1) étant fixé dans une partie tubulaire d'un boîtier (3) de la tête de combat tandem (4), et une protection contre les gaz (6) protégeant le projectile secondaire (1) par rapport à une charge creuse (8) située devant le projectile secondaire (1), caractérisée en ce que le boîtier (3) présente une partie conique (87) sur laquelle se trouve la partie tubulaire (2) de diamètre plus petit, un fond (88) étant prévu sur la partie tubulaire (2), en ce que, vis-à-vis de la charge creuse (8), le projectile secondaire (1) de calibre plus petit présente sur son pourtour un filetage (85) dans lequel s'engage un filetage (86) de la partie tubulaire (2), le projectile secondaire (1) s'appliquant sous précontrainte contre le fond (88) et
    la protection contre les gaz (6) rend étanche le projectile secondaire (1) par rapport à la partie tubulaire lorsque se produisent les gaz de détonation, dans un espace annulaire (101) en forme de coin, qui est formé par la portion conique (87) du boîtier (3) et par le projectile secondaire (1) pénétrant, à partir de la partie tubulaire, dans cet espace annulaire (101), la protection contre les gaz (6) étant constituée d'un matériau compressible.
     
    2. Tête de combat tandem selon la revendication 1, caractérisée en ce que la protection contre les gaz (6) est constituée d'une matière plastique élastique telle que PVC, PP, PA, PE, POM, PTFE.
     
    3. Tête de combat tandem selon la revendication 1, caractérisée en ce que pour la compression et l'amélioration de l'effet d'étanchéité, la protection contre les gaz (6) est en forme de coin en direction de la charge creuse (8).
     
    4. Tête de combat tandem selon la revendication 1, caractérisée en ce que la protection contre les gaz (6) s'applique par ses surfaces (93, 94, 98) aussi bien contre la surface conique (95) et contre une surface de fond (96), à angle droit par rapport à l'axe principal (92) de la tête de combat tandem (4), de la partie conique (87) du boîtier (3) et elle entoure le projectile secondaire (1) par une lèvre d'étanchéité (97) annulaire et par une surface d'appui (98) annulaire.
     
    5. Tête de combat tandem selon la revendication 1, caractérisée en ce que le projectile secondaire (1) s'applique contre le fond (88) avec complémentarité de forme et sur une grande surface, par son ogive arrière (46).
     
    6. Tête de combat tandem selon la revendication 1, caractérisée en ce que le filetage (86) de la partie tubulaire (2) est prévu au début de cette partie tubulaire (2) et ce dans la zone de la protection contre les gaz (6).
     
    7. Tête de combat tandem selon la revendication 1, caractérisée en ce que le filetage (85) de la liaison filetée (5) du boîtier (11) se trouve à peu près à mi-longueur du projectile secondaire (1), un espace annulaire (99) étroit d'une longueur égale à environ un tiers de la longueur du projectile secondaire (1) faisant suite, à l'arrière, à la liaison filetée (5) et cet espace annulaire (99) étant limité à l'arrière par le fond (88).
     
    8. Tête de combat tandem selon la revendication 1, caractérisée en ce que le boîtier (3) est réalisé d'une seule pièce avec la partie tubulaire (2).
     




    Zeichnung