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EP 0 763 706 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.12.1998 Patentblatt 1998/49 |
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Anmeldetag: 03.09.1996 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: F42B 12/16 |
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Tandemgefechtskopf mit einem Sekundärgeschoss
Tandem warhead with secondary projectile
Engine explosif avec projectile secondaire
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES GB LI SE |
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Priorität: |
15.09.1995 DE 19534217
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.03.1997 Patentblatt 1997/12 |
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Patentinhaber: Diehl Stiftung & Co. |
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90478 Nürnberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Lindstädt, Klaus
90571 Schwaig (DE)
- Klare, Manfred
91245 Simmelsdorf (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-C- 3 544 528 GB-A- 1 605 340
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FR-A- 1 002 092 US-A- 5 107 766
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Tandemgefechtskopf mit einem Sekundärgeschoß
wie aus DE-C-3 544 528 bekannt (siehe den Oberbegriff des Anspruchs 1)
[0002] Bei einem Tandemgefechtskopf mit einem Sekundärgeschoß entsprechend der US-A1-4,803,928
ist eine kopfseitige Hohlladung über abscherbare Schrauben in einer Rohrhülse gehalten,
wobei diese Rohrhülse mit einem Abschußrohr für ein abschießbares Sekundärgeschoß
verschraubt ist. Das Sekundärgeschoß ist bodenseitig mit einer Treibladungshülse abscherbar
verstiftet. Ein spezieller Schwadenschutz zum Schutz der Sekundärladung ist nicht
vorgesehen. Die Ursache dafür liegt darin, daß die Anzündung der Hohlladung bzw. Bohrladung
durch das, sich in Bewegung befindende Sekundärgeschoß eingeleitet wird. Und außerdem
das Sekundärgeschoß im Bereich seines Zünders eine sehr große Wanddicke aufweist.
[0003] Anders sieht es bei einem Gefechtskopf nach der FR-A1 1.002.092 aus. Bei dem in Figur
1 dargestellten Geschoß ist eine kopfseitige Hohlladung durch einen Schwadenschutz
gegenüber einem nachfolgenden Wuchtgeschoß getrennt. Der Schwadenschutz ist als etwa
kalibergroße Scheibe ausgebildet und sitzt auf der Geschoßogive des Wuchtgeschosses
auf. Damit soll die Ogive des Wuchtgeschosses geschützt werden, während die Hohlladung
einen Durchschußkanal im Ziel erzeugt. Der Werkstoff des Schwadenschutzes ist nicht
angegeben.
[0004] Ein kegeliger, Detonationsfragmente ablenkender Schwadenschutz ist aus der DE-C-3
544 528 bekannt. Dieser deckt bei einem Tandemladungssystem eine Führungsrohrmündung
für eine Nachschußladung ab. Zwischen dem Schwadenschutz und der Nachschußladung ist
ein Ringspalt vorgesehen. Dadurch wird zwar weitgehend ein Eindringen von reibungserhöhenden
Partikeln erreicht, jedoch nicht verhindert, daß Sprengstoffschwaden zwischen Führungsrohr
und Nachschußladung gelangen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine funktionssichere Anordnung eines Sekundärgeschosses
in einem Tandemgefechtskopf vorzuschlagen. Hierbei ist das Sekundärgeschoß als Splittergranate
mit Zünder ausgebildet. Dadurch besteht die Gefahr, daß Sprengstoffschwaden die Rückseite
des Sekundärgeschosses aufbrechen und zu einer irreversiblen Beschädigung des Sekundärgeschosses
führen.
[0006] Die Erfindung löst diese Aufgabe entsprechend den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches
1.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0008] Das Sekundärgeschoß ist über eine Gewindeverbindung form- und kraftschlüssig in einem,
als Halterohr ausgebildeten Rohrstück des Tandemgefechtskopfes gehalten. Ein Schwadenschutz
sichert das Sekundärgeschoß unmittelbar an der Gewindeverbindung. Bei auftretenden
Detonationsschwaden der bereits gezündeten Hohlladung wird der Schwadenschutz in den
sich nach rückwärts verengenden Ringraum hinein komprimiert und dadurch die eigentliche
Dichtwirkung erzielt. In einer zweiten Phase erfolgt gleichzeitig mit einer Vorschubbewegung
des Sekundärgeschosses aufgrund seiner Massenträgheit das Aufbrechen eines, mit dem
Rohrabschnitt einstückig verbundenen Konusabschnittes des Gehäuses des Tandemgefechtskopfes.
Dies führt zu einem Aufbrechen der Gewindeverbindung, so daß das Sekundärgeschoß aufgrund
seiner Massenträgheit seine Freiflugphase bis zum Eintreffen in einen, von der Hohlladung
bewirkten Krater eines Durchschußkanales.
[0009] Die Befestigungsteile und der Schwadenschutz sind einfach und kostengünstig herstellbar.
Die Funktionssicherheit dieser Teile liegt ebenfalls vor.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen Tandemgefechtskopf mit einem Sekundärgeschoß im Teilschnitt und
- Fig. 2
- das Sekundärgeschoß nach Fig. 1 im Schnitt sowie die benachbarten Gehäuseteile.
[0011] Nach Figur 1 ist eine Sekundärgeschoß 1 in einem Rohrabschnitt 2 eines Gehäuses 3
eines Tandemgefechtskopfes 4 gelagert und über eine Gewindeverbindung 5 mit dem Gehäuse
3 verbunden. Ein Schwadenschutz ist mit 6 bezeichnet.
[0012] Der vordere Teil des Tandemgefechtskopfes 4 weist einen Abstandszünder 7 und eine
Hohlladung 8 mit einem Zünder 9 auf.
[0013] Das Sekundärgeschoß 1 besteht aus zwei, über ein Gewinde 35 miteinander verschraubten
Gehäuseteilen 10, 11. An den Gehäuseteilen 10, 11 sind Ogiven 44, 45 vorgesehen. Beide
Ogiven 44, 45 weisen eine Splitterladung 23, 24 auf. Die Splitterladungen 23, 24 sind
durch Hüllen 67, 68 gegen, aus Sprengstoff bestehenden Wirkladungen 13, 14 abgedeckt.
Ein Zünder 20 trennt die beiden Wirkladungen 13, 14 voneinander.
[0014] Das, gegenüber der Hohlladung 8 im Kaliber kleinere Sekundärgeschoß 1 besitzt an
seinem Umfang ein Gewinde 85 und dazu entsprechend der Rohrabschnitt 2 ein Innengewinde
86.
[0015] Das Gehäuse 3 weist einen konischen Abschnitt 87 mit dem daran einstückig angeordneten
zylindrisch Rohrabschnitt 2 auf. Mit diesem Rohrabschnitt 2 ist ein Boden 88 mit einer
der Ogive 46 entsprechenden Ausnehmung 89 über eine Gewindeverbindung 90 verschraubt.
Die Ogive 46 liegt also mit einem sehr großen Flächenkontakt an dem Boden 88 auf.
Demzufolge stellt die Gewindeverbindung 5 eine sogenannte Kontersicherung dar. Sie
gewährleistet während des Transports die sichere Befestigung des Sekundärgeschosses
1 im Tandemgefechtskopf4.
[0016] Die Gewindeverbindung 5 zwischen dem Rohrabschnitt 2 und dem Sekundärgeschoß 1 ist
in herkömmlicher Weise gegen Lösen gesichert, beispielsweise durch einen Sicherungslack.
[0017] Der Schwadenschutz 6 ist in Richtung auf die Hohlladung 8 keilförmig ausgebildet.
Hierzu liegt eine Stirnfläche 91 in einem spitzen Winkel 102 zur Hauptachse 92 des
Tandemgefechtskopfes 4. Die rückwärtigen Flächen 93, 94 liegen an einer Konusfläche
95 und an einer rechtwinklig zur Hauptachse 92 liegenden Bodenfläche 96 an. Dieser
Winkel 102 erstreckt sich zwischen 30° und 50°, vorzugsweise 45°, wie gezeichnet.
[0018] Der Schwadenschutz 6 liegt in einem keilförmigen bodenseitig sich verkleinernden
Ringraum 101, der durch den konischen Abschnitt 87 des Gehäuses 3 und das Sekundärgeschoß
1 gebildet ist.
[0019] Die Innenkontur des Schwadenschutzes 6 setzt sich zusammen aus einer, am Sekundärgeschoß
1 anliegenden Dichtlippe 97 und aus einer ebenfalls ringförmigen Stützfläche 98.
[0020] Das Gewinde 86 der Gewindeverbindung 5 liegt zu Beginn des Rohrabschnittes 2. Daran
schließt sich in Richtung auf den Boden 88 ein freier Ringraum 99 an. Dieser Ringraum
99 ist im rückwärtigen Teil durch den Boden 88 begrenzt. Der Spalt 100 des Ringraumes
99 beträgt im Mittel ein bis zwei Millimeter. Die Länge des Ringraumes 99 beträgt
etwa ein Drittel der Länge des Sekundärgeschosses 1.
[0021] Bei Aufschlag des Tandemgefechtskopfes 4 auf eine nicht dargestellte, feindliche
Deckung wird durch die Hohlladung 8 eine Krater mit anschließendem Durchschußkanal
in der Deckung erzeugt. Bei Detonation der Hohlladung 8 beeinflussen die rückwärtigen
Sprengstoffschwaden sowohl den Schwadenschutz 6 als auch das Gehäuse 3.
[0022] Bei zeitlich gestreckter Betrachtungsweise wird der Schwadenschutz 6 aufgrund des
hohen Druckes der Sprengstoffschwaden innerhalb des noch bestehenden Gehäuses 3 komprimiert,
so daß die Sprengstoffschwaden nicht durch die Gewindeverbindung zum Boden 88 gelangen
können. Hierbei wird die Dichtlippe 97 in entsprechender Richtung umfangsseitig auf
das Sekundärgeschoß 4 gepreßt. Auch liegt ein erhöhter Anpreßdruck des Schwadenschutzes
6 an den Flächen 95, 96 und am Gewinde 85 vor. Der Schwadenschutz 6 hält die Sprengstoffschwaden
natürlich nicht auf Dauer ab, sondern nur im entscheidenden Mikrosekunden-Bereich.
In diesem Zeitbereich lenkt die konische Stirnfläche 91 das Druckmaximum geringfügig
nach außen, also weg von der Gewindeverbindung 5.
In einer zweiten Phase bricht das Gehäuse 3 zusammen mit der Gewindeverbindung 5,
wobei sich das Sekundärgeschoß 1 aufgrund seiner Massenträgheit bereits in einer Vorwärtsbewegung
befindet. Aufgrund des aufbrechenden Gehäuses 3 liegt eine Druckentlastung bezüglich
des Sekundärgeschosses 1 vor, so daß eine Gefahr des Aufbrechens des Sekundärgeschosses
1 aufgrund der Sprengstoffschwaden nicht mehr besteht.
[0023] Der Rohrabschnitt 2 bleibt aufgrund des Schwadenschutzes stabil, d. h., er wird durch
die Detonationsschwaden nicht zerstört. Damit erfolgt bei der Vorwärtsbewegung des
Sekundärgeschosses 1 aufgrund des Ringraumes 99 eine Lagestabilisierung des Sekundärgeschosses
1. Dadurch ist gewährleistet, daß das Sekundärgeschoß 1 eine gewisse Führung erhält
um eine stabile freie Flugphase durchführen zu können und zwar bis zum Auftreffen
in den Krater des Durchschußkanales.
[0024] Der Schwadenschutz besteht aus einem elastischen, also komprimierbaren Kunst stoff.
Es eignen sich hierfür PVC und auch PP, PA, PE, POM oder PTFE.
1. Tandemgefechtskopf (4) mit einem Sekundärgeschoß (1), wobei das Sekundärgeschoß (1)
in einem Rohrabschnitt (2) eines Gehäuses (3) des gefechtskopfes (4) befestigt ist,
und ein Schwadenschutz (6) das Sekundärgeschoß (1) gegenüber einer, dem Sekundärgeschoß
(1) vorgelagerten Hohlladung (8) schützt,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (3) einen konischen Abschnitt (87) mit dem daran angeordneten, im
Durchmesser kleinerer Rohrabschnitt (2) aufweist,
wobei am Rohrabschnitt (2) ein Boden (88) vorgesehen ist,
daß gegenüber der Hohlladung (8) das im Kaliber kleinere Sekundärgeschoß (1) an seinem
Umfang ein Gewinde (85) aufweist, in das ein Gewinde (86) des Rohrabschnittes (2)
eingreift, wobei das Sekundärgeschoß (1) an dem Boden (88) unter Vorspannung anliegt,
und
der Schwadenschutz (6) in einem keilförmigen Ringraum (101), der durch den konischen
Abschnitt (87) des Gehäuses (3) und durch das, aus dem Rohrabschnitt (2) in diesen
Ringraum (101) ragende Sekundärgeschoß (1) gebildet ist, das Sekundärgeschoß (1) bei
auftretenden Detonationsschwaden gegenüber dem Rohrabschnitt (2) abdichtet,
wobei der Schwadenschutz (6) aus einem komprimierbaren Werkstoff besteht.
2. Tandemgefechtskopf nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schwadenschutz (6) aus einem elastischen Kunststoff, wie PVC, PP, PA, PE,
POM oder PTFE besteht.
3. Tandemgefechtskopf nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schwadenschutz (6) zur Komprimierung und Verbesserung der Dichtwirkung in
Richtung auf die Hohlladung (8) keilförmig ausgebildet ist.
4. Tandemgefechtskopf nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schwadenschutz (6) mit seinen Flächen (93, 94, 98) sowohl an der Konusfläche
(95) und an einem, rechtwinklig zur Hauptachse (92) des Tandemgefechtskopfes (4) liegenden
Bodenfläche (96) des konischen Abschnitts (87) des Gehäuses (3) anliegt, als auch
über eine ringförmige Dichtlippe (97) und eine ringförmige Stützfläche (98) das Sekundärgeschoß
(1) umfaßt.
5. Tandemgefechtskopf nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Sekundärgeschoß (1) mit seiner rückwärtigen Ogive (46) formschlüssig und großflächig
am Boden (88) anliegt.
6. Tandemgefechtskopf nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gewinde (86) des Rohrabschnitts (2) zu Beginn dieses Rohrabschnittes (2) und
zwar im Bereich des Schwadenschutzes (6) vorgesehen ist.
7. Tandemgefechtskopf nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gewinde (85) der Gewindeverbindung (5) des Gehäuses (1) sich etwa auf halber
Geschoßlänge des Sekundärgeschosses (3) befindet,
wobei im rückwärtigen Anschluß an die Gewindeverbindung (5) sich ein schmaler Ringraum
(99) mit einer Länge von etwa ein Drittel der Länge des Sekundärgeschosses (3) anschließt
und wobei dieser Ringraum (99) heckseitig durch den Boden (88) begrenzt ist.
8. Tandemgefechtskopf nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (3) mit dem Rohrabschnitt (2) einstückig ausgebildet ist.
1. Tandem warhead (4) with a secondary projectile (1), the secondary projectile (1) being
fixed in a tubular section (2) of a casing (3) of the tandem warhead (4),
and protection (6), against the gases and fumes produced on detonation, shielding
the secondary projectile (1) from a hollow charge (8) mounted ahead of the secondary
projectile (1),
characterized in that
the casing (3) has a conical section (87) with the tubular section (2) which is smaller
in diameter being disposed on it,
a base (88) being provided on the tubular section (2),
and in that the secondary projectile (1), which is of a smaller calibre than the hollow
charge (8), has a circumferential thread (85) in which a thread (86) of the tubular
section (2) engages, the secondary projectile (1) resting with initial tension against
the base (88),
and the protection (6) against detonation fumes, in a wedge-shaped annular space (101)
formed by the conical section (87) of the casing (3) and by the secondary projectile
(1) projecting from the tubular section (2) into this annular space (101), seals the
secondary projectile (1), on occurrence of detonation fumes and gases, against the
tubular section (2),
the protection (6) against detonation fumes consisting of a compressible material.
2. Tandem warhead according to Claim 1,
characterized in that
the protection (6) against detonation fumes consists of an elastic plastic, such as
PVC, PP, PA, PE, POM or PTFE.
3. Tandem warhead according to Claim 1,
characterized in that
the protection (6) against detonation fumes, for compressing and improving the sealing
effect, takes the Form of a wedge in direction of the hollow charge (8).
4. Tandem warhead according to Claim 1,
characterized in that
the protection (6) against detonation fumes rests with its surfaces (93, 94, 98) on
the cone surface (95) and on a base surface (96) - lying at right angles to the principal
axis (92) of the tandem warhead (4) - of the conical section (87) of the casing (3)
and also encircles the secondary projectile (1) by way of an annular sealing lip (97)
and an annular supporting surface (98).
5. Tandem warhead according to Claim 1,
characterized in that
the secondary projectile (1) rests against the base (88) with its rear ogive (46)
supported over a large area with positive fit.
6. Tandem warhead according to Claim 1,
characterized in that
the thread (86) of the tubular section (2) is provided at the beginning of this tubular
section (2), i.e. in the region of the protection (6) against detonation fumes.
7. Tandem warhead according to Claim 1,
characterized in that
the thread (85) of the threaded connection (5) of the casing (3) is located approximately
halfway along the length of the secondary projectile (1),
a narrow annular space (99) following on from the rear of the threaded connection
(5), this annular space (99) having a length which is approximately one third of the
length of the secondary projectile (1) and being limited at the rear by the base (88).
8. Tandem warhead according to Claim 1,
characterized in that
the casing (3) is formed in one piece with the tubular section (2).
1. Tête de combat tandem (4) comportant un projectile secondaire (1), le projectile secondaire
(1) étant fixé dans une partie tubulaire d'un boîtier (3) de la tête de combat tandem
(4), et une protection contre les gaz (6) protégeant le projectile secondaire (1)
par rapport à une charge creuse (8) située devant le projectile secondaire (1), caractérisée
en ce que le boîtier (3) présente une partie conique (87) sur laquelle se trouve la
partie tubulaire (2) de diamètre plus petit, un fond (88) étant prévu sur la partie
tubulaire (2), en ce que, vis-à-vis de la charge creuse (8), le projectile secondaire
(1) de calibre plus petit présente sur son pourtour un filetage (85) dans lequel s'engage
un filetage (86) de la partie tubulaire (2), le projectile secondaire (1) s'appliquant
sous précontrainte contre le fond (88) et
la protection contre les gaz (6) rend étanche le projectile secondaire (1) par rapport
à la partie tubulaire lorsque se produisent les gaz de détonation, dans un espace
annulaire (101) en forme de coin, qui est formé par la portion conique (87) du boîtier
(3) et par le projectile secondaire (1) pénétrant, à partir de la partie tubulaire,
dans cet espace annulaire (101), la protection contre les gaz (6) étant constituée
d'un matériau compressible.
2. Tête de combat tandem selon la revendication 1, caractérisée en ce que la protection
contre les gaz (6) est constituée d'une matière plastique élastique telle que PVC,
PP, PA, PE, POM, PTFE.
3. Tête de combat tandem selon la revendication 1, caractérisée en ce que pour la compression
et l'amélioration de l'effet d'étanchéité, la protection contre les gaz (6) est en
forme de coin en direction de la charge creuse (8).
4. Tête de combat tandem selon la revendication 1, caractérisée en ce que la protection
contre les gaz (6) s'applique par ses surfaces (93, 94, 98) aussi bien contre la surface
conique (95) et contre une surface de fond (96), à angle droit par rapport à l'axe
principal (92) de la tête de combat tandem (4), de la partie conique (87) du boîtier
(3) et elle entoure le projectile secondaire (1) par une lèvre d'étanchéité (97) annulaire
et par une surface d'appui (98) annulaire.
5. Tête de combat tandem selon la revendication 1, caractérisée en ce que le projectile
secondaire (1) s'applique contre le fond (88) avec complémentarité de forme et sur
une grande surface, par son ogive arrière (46).
6. Tête de combat tandem selon la revendication 1, caractérisée en ce que le filetage
(86) de la partie tubulaire (2) est prévu au début de cette partie tubulaire (2) et
ce dans la zone de la protection contre les gaz (6).
7. Tête de combat tandem selon la revendication 1, caractérisée en ce que le filetage
(85) de la liaison filetée (5) du boîtier (11) se trouve à peu près à mi-longueur
du projectile secondaire (1), un espace annulaire (99) étroit d'une longueur égale
à environ un tiers de la longueur du projectile secondaire (1) faisant suite, à l'arrière,
à la liaison filetée (5) et cet espace annulaire (99) étant limité à l'arrière par
le fond (88).
8. Tête de combat tandem selon la revendication 1, caractérisée en ce que le boîtier
(3) est réalisé d'une seule pièce avec la partie tubulaire (2).
