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EP 0 763 846 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.12.2002 Patentblatt 2002/51 |
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Anmeldetag: 04.09.1996 |
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Kathodenstrahlröhre
Cathode ray tube
Tube à rayons cathodiques
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR GB NL |
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Priorität: |
14.09.1995 DE 19534124
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.03.1997 Patentblatt 1997/12 |
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Patentinhaber: Samtel Electron Devices GmbH |
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89077 Ulm (DE) |
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Erfinder: |
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- Gassler, Gerhard, Dr.rer.nat.
89081 Ulm (DE)
- Hörsch, Gerhard, Dr.rer.nat.
89150 Laichingen (DE)
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Vertreter: Weber, Gerhard, Dipl.-Phys. |
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Rosengasse 13 89073 Ulm 89073 Ulm (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
GB-A- 656 617
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GB-A- 2 046 511
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kathodenstrahlröhre nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Derartige Röhren finden insbesondere als Anzeigeröhren Verwendung. Für zunehmende
Auflösung und Kontrast der Anzeige stellen die durch den Röhrenaufbau bedingten Kapazitäten,
insbesondere zwischen benachbarten Elektroden, durch die dadurch mitbestimmte Grenzfrequenz
ein Problem dar.
[0003] Die GB 656 617 beschreibt ein Strahlerzeugungssystem einer Kathodenstrahlröhre, bei
welcher eine der Kathode beabstandet gegenüberstehende erste Gitterelektrode als metallischer
Film auf einem dünnen keramischen Substrat ausgebildet ist. Eine zweite Gitterelektrode
kann auf der der Kathode abgewandten Seite des keramischen Substrats als weiterer
metallischer Film ausgebildet oder von der ersten Gitterelektrode getrennt in konventioneller
Weise ausgeführt sein.
[0004] Aus der DE 30 10 807 A1 ist eine Kathodenstrahlröhre bekannt, bei welcher zur Verringerung
der Gitterkapazität ein Trägerkörper aus Keramik auf einer ebenen Seite eine erste
Gitterelektrode und auf einer gegenüberliegenden Seite in einer kegelförmigen Vertiefung
eine kegelstumpfförmige zweite Gitterelektrode aufweist.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Kathodenstrahlröhre mit mindestens
einer eine Blendenöffnung aufweisenden Steuerelektrode anzugeben, welche eine Verschiebung
der Grenzfrequenz zu höheren Werten ermöglicht.
[0006] Die Erfindung ist im Patentanspruch 1 beschrieben. Der abhängige Anspruch enthält
eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung.
[0007] Mit dem erfindungsgemäßen Aufbau der Kathodenstrahlröhre wird die Gesamtkapazität
der Elektronenanordnung wesentlich verringert, während die Strahlbeeinflussung gegenüber
einer vollflächig metallischen Gitterelektrode kaum verändert wird. Die dünne Keramikfolie
ist günstig herstellbar und einfach handzuhaben und erlaubt eine kompakte Anordnung
insbesondere bei Systemen mit mehreren Gitterelektroden.
[0008] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von bevorzugten Beispielen unter Bezugnahme
auf die Abbildungen noch eingehend veranschaulicht. Dabei zeigt
- Fig. 1
- eine Aufsicht auf eine Gitterelektrode
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch eine Elektrodenanordnung einer Kathodenstrahlröhre
[0009] Die in FIG. 1 skizzierte Gitterelektrode besteht aus einem Trägerkörper T2 aus nichtleitendem
Material, der im Bereich der Blendenöffnung B2 eine metallisierte, kreisringförmige
Fläche M aufweist. Über eine oder mehrere zum Rand des Trägerkörpers führende Leitungen
L ist die metallisierte Fläche M mit einem Steueranschluß kontaktierbar. Der Trägerkörper
ist vorzugsweise annähernd kreisförmig und weist an seinem Umfang mehrere radial nach
außen weisende Zapfen Z zur mechanischen Fixierung innerhalb des Röhrenaufbaus auf.
Da die Leitung L nur eine elektrische, aber keine mechanische Funktion hat, kann die
Leitungsbreite und damit der Feldeinfluß gering gehalten werden. Die Blendenöffnung
B2 weist einen Durchmesser DB, die metallisierte Fläche einen Durchmesser DF auf.
[0010] In FIG. 2 ist ausschnittsweise eine beispielhafte relative Elektroden-Geometrie einer
erfindungsgemäßen Kathodenstrahlröhre mit einer Kathode K, einer ersten Gitterelektrode
G1 einer zweiten Gitterelektrode G2 und einer dritten Gitterelektrode G3 skizziert.
Die erste Gitterelektrode G1 ist topf förmig ausgebildet und voll metallisch. Sie
weist eine zentrale erste Blendenöffnung B1 auf. Mittels eines isolierenden Kathodenträgers
KT ist die Kathode K in der ersten Gitterelektrode befestigt. In Ausbreitungsrichtung
(Pfeil) des von der Kathode emittierten Elektronenstrahls ES nach der ersten Gitterelektrode
G1 angeordnet sind die zweite Gitterelektrode G2, die aus zwei beabstandeten Einzelelektroden
G21 und G22 besteht, eine dritte Gitterelektrode G3 sowie weitere nicht eingezeichnete
Elektroden. Von besonderer Bedeutung für die kapazitiven Eigenschaften der Gitteranordnung
ist die durch Gitter G1 und Gitterelektrode G21 gebildete Kapazität. Die Erfindung
ist daher besonders vorteilhaft für die Ausbildung der Gitterelektrode G21 mit einer
konzentrisch zur ersten Blendenöffnung B1 liegenden zweiten Blendenöffnung B2. Die
Metallisierung M der zweiten Gitterelektrode G2 im Bereich der Blendenöffnung B2 und
die erste Gitterelektrode liegen auf unterschiedlichem Potential. Eine Modulation
des emittierten Elektronenstrahls erfolgt üblicherweise durch eine Modulation des
Potentials der ersten Gitterelektrode G1 bei konstantem Potential der zweiten Gitterelektrode
G21 und somit der zwischen den beiden Gitterelektroden liegenden Spannung. Diese wirken
dabei als Kondensator, dessen Kapazität die mögliche Modulationsfrequenz begrenzt.
Durch die erfindungsgemäße Gestaltung der zweiten Gitterelektrode als ein nichtleitender
Trägerkörper T2 mit einer metallisierten Fläche im Bereich der Blendenöffnung B2 kann
die Kapazität des Kondensators niedrig gehalten und eine hohe Grenzfrequenz erzielt
werden.
[0011] Die genaue Dimensionierung der metallisierten Fläche kann als Konstruktionsparameter
nach den Umständen des Einzelfalls optimiert werden. Der Durchmesser DF der metallisierten
Fläche liegt zwischen dem 2-fachen und dem 10-fachen des Durchmessers DB der Blendenöffnung,
2DB ≤ DF ≤ 10DB. Bewährt hat sich, für den Durchmesser DF der metallisierten Fläche
ungefähr das Fünffache des Durchmessers DB der Blendenöffnung B2 zu wählen.
[0012] Dabei tritt gegenüber einer als metallische Scheibe ausgeführten zweiten Gitterelektrode
eine starke Verringerung der Kapazität von z.B. 5pF auf 3pF ein, ohne eine beeinträchtigende
Defokussierung des Elektronenstrahls zu beobachten.
[0013] Der Trägerkörper T2 der zweiten Gitterelektrode besteht aus einer Keramikfolie mit
einer Foliendicke im Bereich von vorzugsweise 0,1 - 0,5 mm. Das Aufbringen der metallischen
Fläche kann nach einem an sich bekannten Verfahren, beispielsweise Aufdampfen oder
chemische Abscheidung in Verbindung mit Strukturätztechniken und ggf. zusätzlicher
galvanischer Verstärkung erfolgen. Als Metall findet beispielsweise hartlötbares MoMn
Verwendung, das galvanisch mit Nickel verstärkt ist. Die metallische Fläche erstreckt
sich vorzugsweise auch in die Wandung der Blendenöffnung B2. Die Zuleitung L kann
auf beliebiger Seite des Trägerkörpers aufgebracht sein, wenn die Blendenöffnung durchmetallisiert
ist. Die Anordnung der Leitung L auf der der Kathode zugewandten Seite erlaubt eine
Strukturierung zusammen mit der metallischen Fläche M. Als Zuleitung können auch mehrere
in gleichmäßiger Winkelverteilung angeordnete Radialleitungen vorhanden sein. Die
Kathodenstrahlröhre kann mehrere derartige Gitterelektroden enthalten. Der Gitterelektrodenaufbau
mit nichtleitendem Träger und einer Metallisierungsfläche im Bereich der Blendenöffnung
ist besonders vorteilhaft für solche Gitterelektroden einer Mehrgitterröhre, die einen
besonders geringen gegenseitigen Abstand aufweisen und daher den Hauptanteil der Elektrodenkapazität
liefern.
1. Kathodenstrahlröhre mit einer Kathode (K) und auf diese in Ausbreitungsrichtung des
Elektronenstrahls folgend einer ersten Gitterelektrode (G1) mit einer ersten Blendenöffnung
(B1) und einer zweiten Gitterelektrode (G2) mit einer zweiten Blendenöffnung (B2),
wobei die zweite Gitterelektrode als metallisierte Fläche auf einem Trägerkörper aus
nichtleitendem Material angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Gitterelektrode voll metallisch und der Trägerkörper als Keramikfolie mit
einer Foliendicke von weniger als 0,5 mm ausgeführt ist und in Ausbreitungsrichtung
des Elektronenstrahls auf die erste Gitterelektrode von dieser beabstandet folgt und
auf seiner der ersten Gitterelektrode zugewandten Seite die zweite Gitterelektrode
als eine kreisförmige metallisierte Fläche (11) im Bereich der zweiten Blendenöffnung
(B2) ausgeführt ist, wobei für den Durchmesser DF der metallisierten Fläche (11) bezüglich
des Durchmessers DB der zweiten Blendenöffnung die Beziehung 2 DB ≤ DF ≤ 10 DB gilt.
2. Kathodenstrahlröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die metallisierte Fläche sich in die Wandung der zweiten Blendenöffnung erstreckt.
1. Cathode ray tube having a cathode (K) and, following this in the propagation direction
of the electron beam, a first grid electrode (G1) with a first aperture opening (B1)
and a second grid electrode (G2) with a second aperture opening (B2), with the second
grid electrode being arranged as a metallized surface on a support body composed of
non-conductive material, characterized in that the first grid electrode is completely metallic, and the support body is in the form
of a ceramic film with a film thickness of less than 0.5mm, and follows the first
grid electrode, at a distance from it, in the propagation direction of the electron
beam and, on its side facing the first grid electrode, the second grid electrode is
in the form of a circular metallized surface (11) in the region of the second aperture
opening (B2), with the ratio of the diameter DF of the metallized surface (11) to
the diameter DB of the second aperture opening being defined by the relationship 2
DB ≤ DF ≤ 10 DB.
2. Cathode ray tube according to Claim 1, characterized in that the metallized surface extends into the wall of the second aperture opening.
1. Tube à rayons cathodiques comprenant une cathode (K) et, sur celle-ci dans le sens
de diffusion du faisceau d'électrons, une première électrode de grille (G1) avec une
première ouverture de diaphragme (B1) et une deuxième électrode de grille (G2) avec
une deuxième ouverture de diaphragme (B2), la deuxième électrode de grille étant appliquée
sous la forme d'une surface métallisée sur un substrat en matériau non conducteur,
caractérisé en ce que la première électrode de grille est entièrement métallique et le substrat est réalisé
sous la forme d'un film de céramique ayant une épaisseur de film inférieure à 0,5
mm disposé sur la première électrode de grille à une certaine distance de celle-ci
dans le sens de diffusion du faisceau d'électrons et la deuxième électrode de grille
est réalisée sous la forme d'une surface métallisée circulaire (11) dans la zone de
la deuxième ouverture de diaphragme (B2) sur son côté faisant face à la première électrode
de grille, la relation 2 DB ≤ DF ≤ 10 DB s'appliquant au diamètre DF de la surface
métallisée (11) par rapport au diamètre DB de la deuxième ouverture de diaphragme.
2. Tube à rayons cathodiques selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface métallisée s'étend dans la paroi de la deuxième ouverture de diaphragme.
