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(11) |
EP 0 764 105 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.07.1999 Patentblatt 1999/29 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.05.1995 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9500/672 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9533/642 (14.12.1995 Gazette 1995/53) |
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| (54) |
ZUGBEEINFLUSSUNGSEINRICHTUNG
TRAIN-CONTROL DEVICE
DISPOSITIF DE COMMANDE AUTOMATIQUE DES TRAINS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK GB IT LI NL PT |
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Priorität: |
06.06.1994 DE 4420215
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.03.1997 Patentblatt 1997/13 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- LANGE, Hans-Arnim
D-38124 Braunschweig (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 455 439 DE-A- 2 713 122 DE-A- 2 832 832
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DE-A- 2 710 113 DE-A- 2 744 438 DE-A- 3 047 637
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Zugbeeinflussungseinrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1. Eine solche Zugbeeinflussungseinrichtung ist u. a. aus der DE-Zeitschrift
Signal + Draht 84 (1992)12, Seiten 397 bis 399 bekannt. Dort wird u. a. über das Konzept
einer punktförmigen Zugbeeinflussung berichtet, bei der den Zügen beim Passieren ortsfester
Gleiskoppelspulen Streckendaten und Signalinformationen punktförmig induktiv übermittelt
werden. Die jeweils übermittelten Daten werden auf den Zügen gespeichert und bleiben
wirksam bis die Züge den Ort, auf den sie sich beziehen, passiert haben. Die unveränderlichen
und die veränderlichen Streckendaten sind in einem Telegrammspeicherbaustein der Gleiskoppelspule
hinterlegt, wobei die jeweils zu übertragenden veränderlichen Daten, die abhängig
von den Signalinformationen sind, in geeigneter Weise aus dem Lampenstromkreis der
Lichtsignale, deren Signalbegriff zu übermitteln ist, abgegriffen werden.
[0002] Um bei Signalhochlauf, d. h. beim Wechsel des Signalbegriffes von einem niederwertigen
auf einen höherwertigeren Signalbegriff, eine möglicherweise eingeleitete Bremsung
frühzeitig abbrechen und ggf. wieder beschleunigen zu können, kann zusätzlich zu einer
in der Nähe des Lichtsignals angeordneten Gleiskoppelspule zur Übermittlung des nun
höheren Signalbegriffs eine zweite vorgezogene Gleiskoppelspule in einem definierten
Abstand vor dem Signal installiert sein, über die der restriktive, auf den Zügen gespeicherte
Signalbegriff durch den höherwertigeren Signalbegriff ersetzt werden kann. Hat der
Zug diese zweite Gleiskoppelspule zum Zeitpunkt der Signalaufwertung aber bereits
passiert, so bleibt der restriktive Signalbegriff für ihn bestehen bis er das Zielsignal
erreicht hat. Aus diesem Grunde sieht eine vorteilhafte Weiterbildung einer solchen
Auflöseanordnung vor, den am Zielsignal jeweils dargestellten Signalbegriff über eine
in Signalisierungsrichtung des Zielsignals verlegte Linienleiteranordnung begrenzter
Ausdehnung an einen anrückenden Zug zu übermitteln, so daß dieser bei Signalhochlauf
zum frühestmöglichen Zeitpunkt auf das geänderte Signal reagieren kann.
[0003] Sollen solche als Auflöseschleifen bezeichneten Linienleiteranordnungen im Bereich
sich verzweigender Bahngleise verwendet werden, so ergibt sich dabei die Schwierigkeit,
daß ihre Länge bisher auf den Bereich zwischen Zielsignal und der in Fahrrichtung
zurückliegenden spitz befahrenen Weichen begrenzt ist, d. h. eine Signalaufwertung
meist erst kurz vor dem Erreichen des folgenden Lichtsignals stattfinden kann. Der
Grund liegt darin, daß bei Verlängerung der Schleifen über den Verzweigungspunkt hinaus
über diese Schleifen Informationstelegramme von mehreren Zielsignalen an einen sich
nähernden Zug übermittelt werden, so daß die Gefahr besteht, daß der Zug ein tatsächlich
nicht für ihn bestimmtes Informationstelegramm akzeptiert und mit zu hoher Geschwindigkeit
auf ein Zielsignal vorrückt.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Zugbeeinflussungseinrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1 anzugeben, die es ermöglicht, den Auflösebereich zu vergrößern und
damit die Wirksamkeit derartiger Auflöseschleifen zu erhöhen, ohne daß es auf den
Zügen zu einer fehlerhaften Bewertung der übermittelten Informationstelegramme kommt.
[0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches
1. Dadurch, daß die anrückenden Züge vorab unterrichtet werden über das Zielsignal,
auf das sie vorrücken und daß die Informationstelegramme der Auflöseschleifen Angaben
über das Zielsignal enthalten, von dem aus sie in eine Leiterschleife eingespeist
werden, sind die Züge nunmehr in der Lage zu erkennen, ob sich diese Telegramme auf
das ihnen bekanntgegebene Zielsignal oder ein anderes Zielsignal beziehen; dementsprechend
akzeptieren sie diese Telegramme oder sie verwerfen sie.
[0006] Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Zugbeeinflussungseinrichtung
sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0007] So soll den Zügen gemäß Anspruch 2 die jeweils in Frage kommende Zielsignalkennung
über eine in Regelfahrrichtung vor der Aufwerteschleife angeordnete punktförmige Übertragungseinrichtung
übermittelbar sein; für die Übermittlung dieser Zielsignalkennung brauchen dann auf
den Fahrzeugen keine gesonderten Empfangseinrichtungen installiert zu werden.
[0008] Die jeweilige Zielsignalkennung soll gemäß Anspruch 3 direkt aus dem Stellwerk kommen
oder gemäß Anspruch 4 aus dem am Lichtsignal jeweils angeschalteten Signalbegriff
ableitbar sein; der Aufwand für die Ermittlung dieser Zielsignalkennung ist damit
denkbar gering.
[0009] Die Informationstelegramme mit den Streckendaten, den Signalinformationen und der
jeweiligen Zielsignalkennung können den Zügen gemäß Anspruch 5 über eine drahtlose
Sendeeinrichtung begrenzter Reichweite oder gemäß Anspruch 6 über einen im oder am
Gleis verlegten Linienleiter begrenzter Ausdehnung übermittelt werden, wobei der Übertragungsbereich
für diese Informationen jeweils größer ist als bisher möglich.
[0010] Für die Übermittlung der Informationen können gemäß Anspruch 7 neben individuellen
Auflöseschleifen begrenzter Ausdehnung auch gemeinsame Auflöseschleifen vorgesehen
sein, in die bedarfsweise von mehreren Zielsignalen aus Informationstelegramme einspeisbar
sind. Dabei kann die gemeinsame Auflöseschleife gemäß Anspruch 8 gleichzeitig auch
individuelle Auflöseschleife eines bestimmten Zielsignals sein. Die Geometrie dieser
gemeinsamen Auflöseschleife richtet sich danach, welche Zielsignalbegriffe wohin übermittelt
werden sollen und sie ist daher in weiten Grenzen modifizierbar.
[0011] Für das Einspeisen der Informationstelegramme in die Auflöseschleifen besitzen die
einzelnen Zielsignale gemäß Anspruch 9 gesonderte Steuergruppen oder aber mehreren
Zielsignalen ist jeweils eine gemeinsame Steuergruppe zugeordnet.
[0012] Für die Informationsübertragung ist gemäß Anspruch 10 ein Zeitschlitzverfahren vorgesehen,
das sicherstellt, daß die von unterschiedlichen Zielsignalen kommenden Informationstelegramme
sich nicht gegenseitig überdecken und damit nicht mehr eindeutig erkennbar sind.
[0013] Beim Vorhandensein mehrerer auf eine gemeinsame Auflöseschleife speisender Steuergruppen
müssen sich diese Steuergruppen gegenseitig synchronisieren. Hierzu sieht Anspruch
11 vor, daß die einzelnen Steuergruppen dies über gegenseitig triggerbare Zeitschalter
bewirken, die auf unterschiedliche Schaltzeiten eingestellt sind und dafür sorgen,
daß niemals gleichzeitig zwei oder mehr Steuergruppen aktiviert sind. Durch Zurücksetzen
der Zeitschalter jeweils mit dem Beginn eines Informationstelegrammes einer anderen
Steuergruppe ist neben der zeitlichen Staffelung der Informationstelegramme mehrerer
Steuergruppen auch ein automatisches Weiterlaufen der Informationsübertragung bei
Ausfall einer Steuergruppe gegeben.
[0014] Gesonderte Sperrzeiten im Anschluß an die Aktivierung einer Steuergruppe gemäß Anspruch
12 sorgen für eine zyklische Telegrammmübertragung auch bei Ausfall einer oder mehrerer
der Steuergruppen.
[0015] Die Erfindung ist nachstehend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0016] Die Zeichnung zeigt in
- Figur 1
- die Ausbildung von nach dem Stand der Technik ausgebildeten Auflöseschleifen, in den
- Figuren 2 und 3
- mögliche Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Auflöseschleifen, in
- Figur 4
- die Ausbildung solcher Auflöseschleifen in einem Kreuzungsbereich und in
- Figur 5
- die zeitliche Abfolge von Informationstelegrammen, die von unterschiedlichen, auf
eine gemeinsame Auflöseschleife speisenden Zielsignalen stammen.
[0017] Figur 1 zeigt eine über eine Weiche W1 führende Gleisverzweigung mit einem Startsignal
S1 in einem Zulaufgleis ZG und den beiden Zielsignalen A und B in den Zielgleisen
ZA und ZB. Bei den Start- und den Zielsignalen sind jeweils punktförmige Zugbeeinflussungseinrichtungen
ZUB1 bzw. ZUBA und ZUBB angeordnet, die dazu dienen, den am zugehörigen Signal jeweils
angeschalteten Signalbegriff gegebenenfalls zusammen mit weiteren Informationen induktiv
auf ein mit entsprechenden Empfangsantennen ausgerüstetes Fahrzeug eines Zuges zu
übermitteln. Die jeweilige Signalinformation wird dabei mittelbar oder unmittelbar
aus dem jeweils angeschalteten Signalbegriff des zugehörigen Lichtsignals gewonnen.
Um einen induktiv punktförmig übermittelten restriktiven Signalbegriff beim Anrücken
eines Zuges auf ein Zielsignal unwirksam zu schalten und durch eine aktuelle Geschwindigkeitsanweisung
zu ersetzen sobald dieses Signal einen höherwertigeren Signalbegriff anzeigt, sind
seitlich außerhalb der Fahrschienen oder zwischen ihnen Linienleiter begrenzter Ausdehnung,
sogenannte Auflöseschleifen A1, AA bzw. AB angeordnet, über die der jeweils angeschaltete
Signalbegriff des jeweiligen Zielsignals einem sich im Einflußbereich des Linienleiters
aufhaltenden Fahrzeug zu übermitteln ist. Die Länge der einzelnen Auflöseschleifen
ist aus den zuvor genannten Gründen jeweils begrenzt auf den Bereich der an den Verzweigungspunkt
angrenzenden Gleise. Wünschenswert wäre es, diesen Übertragungsbereich bis zu einem
Startsignal S1 oder einem sonstigen Startpunkt zu verlängern, um möglichst frühzeitig
auf dem gesamten Weg zwischen diesem Punkt und dem jeweiligen Zielsignal eine mögliche
Änderung des dort angezeigten Signalbegriffes übermitteln zu können.
[0018] Eine mögliche Lösung für dieses Problem zeigt Figur 2 für eine etwas umfangreichere
Gleisverzweigung. Von einem Startsignal S2 aus besteht die Möglichkeit, die Fahrt
jeweils auf eines der Zielsignale C, D oder E freizugeben. Diese Zielsignale sind
jeweils über die Weiche W2 oder die Weichen W2 und W3 erreichbar. Neben den beiden
Auflöseschleifen AD und AE zwischen der Weiche W3 und den Zielgleisen D und E gibt
es eine weiter Auflöseschleife AC im Anrückbereich des Zielsignals C. Diese Auflöseschleife
reicht vom Zielsignal C über die Weiche W2 bis hin zum Startsignal S2. Die Auflöseschleife
AC umfaßt aber nicht nur den Annäherungsbereich zum Zielsignal C, sondern umschließt
auch den zwischen den Weichen W2 und W3 gelegenen Teil des Anrückbereichs für die
Zielsignale D und E. Mit der für Teile des Verzweigungsbereiches gemeinsamen Auflöseschleife
AC und den individuellen Auflöseschleifen AD und AE ist es möglich, auf dem gesamten
Weg zwischen dem Startsignal S2 und den Zielsignalen linienförmig Informationen an
Fahrzeuge zu übermitteln, welche den betreffenden Streckenbereich befahren.
[0019] Um zu gewährleisten, daß ein den Auflösebereich befahrender Zug nur diejenigen Informationstelegramme
akzeptiert, die von dem Zielsignal stammen, auf das er zuläuft, wird dem Zug vor dem
Befahren der gemeinsamen Auflöseschleife AC beispielsweise durch die punktförmige
Zugbeeinflussungseinrichtung ZUB2 ein Kennzeichen für das Zielsignal übermittelt,
auf das er zulauft; die punktförmige Zugbeeinflussungseinrichtung kann auch in Form
einer speziell markierten kurzen Linienleiterschleife realisiert sein. Die jeweilige
Zielsignalkennung kann dabei das jeweilige Zielsignal des Zuges oder den Fahrweg dorthin
eindeutig bezeichnen. Diese Informationen werden entweder vom Stellwerk abgegriffen
oder sie können aus dem jeweils angeschalteten Signalbild des Startsignals S2 ermittelt
werden. So ist z. B. der dort angeschaltete Signalbegriff verschieden in Abhängigkeit
davon, ob der betreffende Zug über den durchgehenden oder den abzweigenden Strang
der Weiche W2 zum Zielsignal C oder zu einem der Zielsignale D oder E führen soll.
So vorhanden, können auch Richtungsanzeiger am Startsignal die jeweils zu übermittelnde
Zielsignalkennung auswählen und über die punktförmige Zugbeeinflussungseinrichtung
ZUB2 an einen vorüberlaufenden Zug übermitteln. Der Zug weiß damit um das von ihm
anzusteuernde Zielsignal; er speichert die jeweils übermittelte Zielsignalkennung
mindestens so lange ab bis er das zugehörige Zielsignal passiert hat.
[0020] Die Zielsignale speisen neben den aktuellen Signalbegriffen ebenfalls Zielsignalkennungen
in die bei ihnen beginnenden Auflöseschleifen ein, die inhaltlich mit den den Zügen
vorab mitteilbaren Zielsignalkennungen übereinstimmen. Dabei wird der Auflöseschleife
AD die Zielsignalkennung des Zielsignals D und der Auflöseschleife AE die Zielsignalkennung
des Zielsignals E mitgeteilt, während in die teilweise gemeinsame Auflöseschleife
AC neben der Zielsignalkennung des Zielsignals C auch die Zielsignalkennungen der
Zielsignale D und E eingespeist werden. Somit stehen auf dem gesamten Laufweg zwischen
dem Startsignal und den Zielsignalen die an den einzelnen Fahrorten jeweils benötigten
Steuerinformationen zur Verfügung. Die Züge bestimmen die für sie jeweils geltenden
Informationstelegramme durch Vergleich der darin enthaltenen Zielsignalkennungen mit
der ihnen jeweils vorab übermittelten Zielsignalkennung; Informationstelegramme mit
anderen oder ohne Zielsignalkennungen werden von ihnen verworfen.
[0021] Figur 3 zeigt eine andere Ausgestaltung einer gemeinsamen Auflöseschleife für eine
Gleisanlage, wie sie in Figur 2 angenommen wurde. Dort gibt es neben individuellen
Auflöseschleifen AE, AD bis AF relativ kurzer Länge eine gemeinsame Auflöseschleife
AG, welche ausschließlich das Einfahrende des Verzweigungsbereiches umschließt. Gespeist
wird diese gemeinsame Auflöseschleife über einen Trenntransformator T, der primärseitig
über einen Verstärker mit den Informationstelegrammen aller drei Zielsignale gespeist
wird. Hierzu ist entweder ein gesonderter Verstärker vorzusehen, der eingangsseitig
von den drei Zielsignalen gespeist wird oder aber es kann einer der für die individuellen
Auflöseschleifen vorgesehenen Verstärker verwendet sein, wobei über diesen Verstärker
dann in die individuelle Auflöseschleife neben den zugehörigen Informationstelegrammen
auch die Informationstelegramme der übrigen Zielsignale einzuspeisen sind.
[0022] Figur 4 zeigt die Anordnung von Aufwerteschleifen für den Bereich zweier Gleise,
die durch eine Kreuzung verbunden sind. Die Gleise können jeweils in Fahrrichtung
von links nach rechts oder von rechts nach links befahren werden. Bei der Fahrrichtung
von links nach rechts dienen die Gleiskoppelspulen ZUBO bzw. ZUBP der Startsignale
O bzw. P dazu, an die vorüberlaufenden Fahrzeuge Zielsignalkennungen für die Zielsignale
H bzw. I zu übermitteln. Diese Zielsignale speisen bei ihnen beginnende Auflöseschleifen
AH/K bzw. AI/L ein, wobei die Informationstelegramme in beiden Auflöseschleifen u.
a. die Zielsignalkennungen beider Zielsignale H und I beinhalten. Damit ist es möglich,
aus beiden für die Fahrrichtung von links nach rechts geltenden Einfahrgleisen in
Richtung auf die Zielgleise H und I vorzurücken, wobei auf dem gesamten Laufweg dorthin
die Möglichkeit besteht, jederzeit von einem Signalwechsel am zugehörigen Zielsignal
Kenntnis zu erlangen.
[0023] Für die Gegenfahrrichtung von rechts nach links gelten entsprechende Überlegungen,
wobei dann die Gleiskoppelspulen ZUBM und ZUBN der Startsignale M und N die Zielsignalkennungen
der Zielsignale K und L übermitteln und die Einspeisung der Auflöseschleifen mit Informationstelegrammen
von diesen Zielsignalen aus erfolgt.
[0024] Das Einspeisen der Informationstelegramme an den einzelnen Zielsignalen geschieht
über Steuergruppen SG1 bis SG4 und diesen nachgeschaltete Verstärker. Die Steuergruppen
dienen u. a. dazu, die Informationstelegramme zu synchronisieren, indem sie für eine
zyklische Aufschaltung und Übertragung sorgen. Dabei kann die Anordnung so getroffen
sein, daß für jede Leiterschleife eine gesonderte oder für mehrere oder alle Schleifen
eine gemeinsame Steuergruppe vorgesehen ist. Sind mehrere autarke Steuergruppen vorgesehen,
so müssen sie untereinander Informationen austauschen, um die zyklische Datenübertragüng
zu gewährleisten. Dies kann dadurch geschehen, daß einer der Steuergruppen im Datenübertragungssystem
der Schleifen die Masterfunktion zugewiesen wird und daß sich die übrigen Steuergruppen
an ihr orientieren. Jeder der übrigen Steuergruppen ist dabei die Funktion eines Zeitschalters
eingeprägt, der dafür sorgt, daß die einzelnen Steuergruppen auch beim gemeinsamen
Einschalten der Anlage niemals gleichzeitig sondern zeitversetzt aktiviert werden.
Aus diesem Grunde sind die den einzelnen Steuergruppen zugeordneten Zeitschalter auch
auf unterschiedliche Schaltzeiten eingestellt. Eine bestimmte Zeitspanne nach dem
Ende des Informationstelegrammes der Master-Steuergruppe wird mit dem Ablaufen des
ihr zugeordneten Zeitschalters eine der übrigen Steuergruppen aktiviert zur Ausgabe
eines Informationstelegrammes auf die zugehörige Schleife. Gleichzeitig werden die
auf jeweils längere Schaltzeiten eingestellten Zeitschalter aller übrigen Steuergruppen
in ihre Grundstellungen geschaltet und erneut gestartet. Eine bestimmte Zeitspanne
nach Beendigung des von der gerade betrachteten Steuergruppe ausgesandten Informationstelegrammes
läuft die Schaltzeit einer anderen Steuergruppe ab. Hierdurch wird diese Steuergruppe
aktiviert zur Ausgabe eines Informationstelegrammes auf die ihr zugeordnete Schleife.
[0025] Bei dem Ausführungsbeispiel der Figur 4 müssen sich die Steuergruppen SG3 und SG4
auf beiden Seiten des Auflösebereiches gegenseitig wechselweise synchronisieren, damit
nicht gleichzeitig von beiden Seiten aus Informationstelegramme auf die gleichen Auflöseschleifen
geschaltet werden.
[0026] Dadurch, daß sich die einzelnen Steuergruppen gegenseitig synchronisieren und auf
unterschiedliche Schaltzeiten eingestellt sind, ist eine zyklische Aufschaltung der
von unterschiedlichen Zielsignalen stammenden Informationstelegramme gewährleistet.
Fällt eine der Steuergruppen aus irgend einem Grund aus, so werden die nachfolgenden
Steuergruppen bei Ablauf der ihnen eingeprägten Schaltzeiten vorzeitig aktiviert,
so daß der Ausfall einer Steuergruppe wirkungsmäßig auf das jeweils betroffene Zielsignal
beschränkt bleibt. Sperrzeiten im Anschluß an ein Informationstelegramm einer zeitschaltergesteuerten
Steuergruppe sorgen dafür, daß ein Mindestzeitabstand zwischen den von der gleichen
Steuergruppe ausgesandten Telegrammen eingehalten wird. Dies ist erforderlich, um
sicherzustellen, daß alle in der Anschaltfolge hinter einer Steuergruppe folgenden
Steuergruppen aktiviert werden können, bevor die Steuergruppe über ihren Zeitschalter
erneut aktiviert wird. Andernfalls könnte der Fall eintreten, daß beim Ausfall einer
oder mehrerer Steuergruppen eine Steuergruppe über ihren Zeitschalter gerade dann
aktiviert wird, wenn die Master-Steuergruppe ein folgendes Telegramm aussendet. Dies
würde beide Telegramme weitgehend unleserlich machen.
[0027] Die vorstehend genannten Zusammenhänge sind anhand der Figur 5 näher verdeutlicht.
In der oberen Zeile sind zwei Informationstelegramme einer Master-Steuergruppe dargestellt;
diese beiden Informationstelegramme weisen einen zeitlichen Abstand tM von beispielsweise
etwa einer Sekunde auf, die Telegrammdauer beträgt tT. Eine bestimmte kurze Zeitspanne
Δ t1 nach Beendigung des Informationstelegrammes der Master-Steuergruppe wird mit
Ablauf der Schaltzeit t1 des Zeitschalters einer Slave-Steuergruppe diese zur Ausgabe
eines Informationstelegrammes auf die ihr zugeordnete Leiterschleife aktiviert. Gleichzeitig
mit dem Aktivieren dieser Steuergruppe wird der auf die Schaltzeit t2 eingestellte
Zeitschalter einer weiteren Slave-Steuergruppe (und aller weiteren Slave-Steuergruppen)
zurückgestellt und neu gestartet. Mit dem Ablauf der ihm eingeprägten Schaltzeit t2
eine bestimmte Zeitspanne Δ t2 nach Beendigung des Informationstelegrammes der ersten
Slave-Steuergruppe wird die zweite Slave-Steuergruppe zur Aufschaltung eines Informationstelegrammes
auf die ihr zugeordnete Leiterschleife aktiviert. Entsprechend verhält es sich mit
möglicherweise vorhandenen weiteren Slave-Steuergruppen und Leiterschleifen. Jeweils
im Anschluß an ein von ihnen ausgegebenes Informationstelegramm wird die erneute Aktivierung
der zugehörigen Steuergruppe durch eine den Steuergruppen eingeprägte Sperrzeit tX
verhindert, um sicherzustellen, daß auch bei beliebigen Ausfällen der jeweils über
die Zeitpriorität bevorrechtigte Slavesender die Masterfunktion sofort übernimmt.
Dazu überwacht jede Slave-Steuergruppe den Zeittakt tM der Master-Steuergruppe durch
einen eigenen Zeittakt tM + t1 bzw. tM + t2, der während der Sperrzeit tX nicht rücksetzbar
ist, sondern erst durch das Senden eines Telegramms der Master-Steuergruppe oder ggf.
der bevorrechtigten Slave-Steuergruppe in die Grundstellung gebracht wird.
[0028] Im dargestellten Beispiel ist der störungsfreie Ablauf der Funktionen aller Steuergruppen
gezeigt und daher wiederholen sich nach Ablauf der durch das gewählte Zeitschlitzverfahren
gegebenen Telegrammfolgezeit tM die vorstehend genannten Abläufe.
[0029] Ist nur eine Steuergruppe für alle Leiterschleifen vorhanden, so ist eine gegenseitige
Synchronisation der auf unterschiedliche Leiterschleifen aufgeschalteten Telegramme
durch Auswerten des HF-Pegels der Informationstelegramme der anderen Steuergruppen
oder durch Auswertung gesonderter Synchronisationszeichen dieser Steuergruppen nicht
erforderlich; die gemeinsame Steuergruppe veranlaßt vielmehr aus sich heraus das zeitlich
aufeinanderfolgende Aufschalten von Informationstelegrammen auf die einzelnen Leiterschleifen.
1. Zugbeeinflussungseinrichtung für sich verzweigende Bahngleise mit einer Einrichtung
(C,D,E,AC,AD,AE) zur linienförmigen Informationsübertragung an Fahrzeuge im Anrückbereich
von Zielsignalen (C,D,E,F), insbesondere zur vorzeitigen Aufwertung von fahrteinschränkenden
Signalbegriffen,
dadurch gekennzeichnet,
- daß auch der mindestens eine Weiche (W2,W3) umfassende Verzweigungsbereich des Bahngleises,
über den bedarfsweise auf unterschiedliche Zielsignale (C, D, E, F) vorgerückt werden
kann, sowie mindestens ein Teil des Zulaufgleises auf diese Weiche mit Mitteln (AC,AG)
zur linienförmigen Informationsübertragung versehen ist,
- daß Mittel (ZUB2) vorgeschen sind, die es ermöglichen, daß jedem aus mindestens
einem Fahrzeug bestehenden Zug vor dem Einfahren in den Verzweigungsbereich (W2,W3)
eine Zeilsignalkennung übermittelt wird, welche das jenige Zielsignal der unterschiedlichen
Zielsignale (C,D,E,F) auf das der Zug vorrücken soll oder den Laufweg dorthin bezeichnet,
- daß die Züge die ihnen jeweils übermittelten Zielsignalkennungen mindestens bis
zum Erreichen des betreffenden Zielsignals speichern,
- daß den bedarfsweise abzusetzenden Informationstelegrammen der linienförmigen Informationsübertragung
die Zielsignalkennung des Zielsignals beigegeben ist, von dem sie stammen
- und daß die Züge nur solche Informationstelegramme akzeptieren, denen die ihnen
zuvor jeweils übermittelte und von ihnen gespeicherte Zielsignalkennung beigegeben
ist.
2. Zugbeeinflussungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Übertragen der Zielsignalkennung eine in Fahrrichtung vor dem Verzweigungsbereich
(W2) gelegene punktförmig wirkende Übertragungseinrichtung (ZUB2) vorgesehen ist.
3. Zugbeeinflussungseinrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Stellwerk die Übertragungseinrichtung (ZUB2) über die an eine Zug zu übermittelnde
Zielsignalkennung in Abhängigkeit von der eingestellten Fahrstraße unterrichtet.
4. Zugbeeinflussungseinrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Übertragungseinrichtung (ZUB2) die an einen Zug zu übermittelnde Zielsignalkennung
aus dem an einem bei ihm angeordneten Lichtsignal (S2) jeweils angeschalteten Signalbegriff
und/oder einem Richtungsanzeiger ableitet.
5. Zugbeeinflussungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung zur linienförmigen Informationsübertragung als drahtlose Sendeeinrichtung
begrenzter Reichweite ausgeführt ist.
6. Zugbeeinflussungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung zur linienförmigen Informationsübertragung als im oder am Gleis
verlegte Linienleiterschleife (AG) begrenzter Ausdehnung ausgeführt ist.
7. Zugbeeinflussungseinrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß neben individuellen Leiterschleifen (AD, AE, AF) begrenzter Ausdehnung für alle
oder einige der Zielsignale mindestens eine gemeinsame Leiterschleife (AG) vorgesehen
ist, in die von einigen oder allen Zielsignalen (D, E, F) Informationstelegramme einspeisbar
sind.
8. Zugbeeinflussungseinrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die gemeinsame Leiterschleife (AC) gleichzeitig auch die individuelle Auflöseschleife
eines bestimmten Zielsignals (C) bildet.
9. Zugbeeinflussungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zielsignale die Informationstelegramme über je eine gesonderte oder über eine
für mehrere oder alle Zielsignale gemeinsame Steuergruppe (SG2) zur gegenseitigen
Synchronisation von Informationstelegrammen an die Einrichtung zur linienförmigen
Informationsübertragung ausgeben.
10. Zugbeeinflussungseinrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die Einspeisung der Informationstelegramme mehrerer Zielsignale ein Zeitschlitzverfahren
zur Anwendung kommt.
11. Zugbeeinflussungseinrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß beim Vorhandensein mehrerer getrennter Steuergruppen eine Steuergruppe als Master-Steuergruppe
fungiert, gegenüber der sich die übrigen Steuergruppen synchronisieren und daß zu
diesem Zweck diesen Steuergruppen auf unterschiedlich lange Schaltzeiten (t1, t2)
eingestellte Zeitschalter zugeordnet sind, deren Schaltzeiten jeweils länger sind
als die Anschaltfolgezeiten der einzelnen Steuergruppen, und daß die Zeitschalter
jeweils mit Beginn der Telegrammübertragung einer anderen Steuergruppe einstellbar
sind und bei Ablauf der ihnen eingeprägten Schaltzeit die Aktivierung der ihnen jeweils
zugeordneten Steuergruppe veranlassen.
12. Zugbeeinflussungseinrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß den übrigen Stuergruppen Sperrzeiten (tX) eineprägt sind, die für die Dauer dieser
Sperrzeiten die erneute Aktivierung der jeweils zugehörigen Steuergruppe nach dem
Ausgeben eines Informationstelegrammes und das Rücksetzen eines eigenen Zeittaktes
(tM + t1 bzw. tM + t2) verhindern, dessen Periodendauer der Summe aus Anschaltfolgezeit
der Master-Steuergruppe und Schaltzeit des jeweils zugehörigen Zeitschalters entspricht.
1. Train running control device for branching rails having a device (C, D, E, AC, AD,
AE) for the continuous transmission of information to vehicles in the approach region
of target signals (C, D, E, F), in particular for the early revaluation of travel-restricting
signal concepts,
characterised
- in that the junction region of the rail, which junction region includes at least
one set of points (W2, W3) and by way of which it is possible to advance to different
target signals (C, D, E, F) as required, and at least one portion of the inbound track
towards this set of points, is also provided with means (AC, AG) for the linear transmission
of information,
- in that there are provided means (ZUB2) which make it possible to transmit to each
train, which consists of at least one vehicle, before it enters into this junction
region (W2, W3), a target signal identification, which characterises the target signal
of the different target signals (C, D, E, F) towards which the train is to move or
the path thereto,
- in that the trains store the target signal identifications which have been transmitted
to them in each case, at least until the respective target signal has been reached,
- in that added to the information messages of the continuous transmission of information
that are to be deposited as required is the target signal identification of the target
signal from which they originate, and
- in that the trains accept only those information messages to which the target signal
identification which was passed to them beforehand in each case and stored by them
is added.
2. Train running control device according to claim 1, characterised in that in order
to transmit the target signal identification, there is provided an intermittently
acting transmitting device (ZUB2) which is laid in front of the junction region (W2)
in the direction of travel.
3. Train running control device according to claim 2, characterised in that a signal
box informs the transmitting device (ZUB2) about the target signal identification
to be transmitted to a train, as a function of the route which is set.
4. Train running control device according to claim 2, characterised in that the transmitting
device (ZUB2) derives the target signal identification to be transmitted to a train
from the signal concept connected in each case to a light signal (S2) arranged at
it and/or from a diverging junction signal.
5. Train running control device according to claim 1, characterised in that the device
for the continous transmission of information is constructed as a wireless transmitting
device of limited range.
6. Train running control device according to claim 1, characterised in that the device
for the continuous transmission of information is constructed as a track conductor
loop (AG) of limited extent that is laid in or on the track.
7. Train running control device according to claim 6, characterised in that in addition
to individual conductor loops (AD, AE, AF) of limited extent, there is provided for
all or some of the target signals at least one common conductor loop (AG), into which
information messages can be fed from some or all of the target signals (D, E, F).
8. Train running control device according to claim 7, characterised in that the common
conductor loop (AC) simultaneously also forms the individual resolving loop of a particular
target signal (C).
9. Train running control device according to one of claims 1 to 8, characterised in that
the target signals output the information messages via a separate control group (SG2)
or a control group (SG2) which is common to a plurality of or all of the target signals,
for the mutual synchronisation of information messages to the device for the continous
transmission of information.
10. Train running control device according to claim 9, characterised in that for the feeding
in of the information messages of a plurality of target signals, a time-slot method
comes into use.
11. Train running control device according to claim 10, characterised in that in the event
of the presence of a plurality of separate control groups, one control group functions
as a master control group, with respect to which the other control groups are synchronised,
and in that for this purpose, there are allocated to these control groups time switches
which are set to switching times (t1, t2) of different lengths, the switching times
of which time switches are in each case longer than the connection follow-on times
of the individual control groups, and in that the time switches can in each case be
adjusted with the start of the message transmission of another control group and upon
expiry of the switching time impressed on them, permit the activation of the control
group which is allocated to them in each case.
12. Train running control device according to claim 11, characterised in that there are
impressed on the other control groups blocking times (tX), which prevent, for the
duration of these blocking times, the reactivation of the respectively associated
control group after the output of an information message and the resetting of their
own time cycle (tM + t1 or tM + t2), the duration of which corresponds to the sum
of connection follow-on time of the master control group and switching time of the
respectively associated time switch.
1. Dispositif de commande automatique de trains pour des embranchements de voies comportant
un dispositif (C, D, E, AC, AD, AE) pour la transmission linéaire d'informations à
des véhicules s'approchant de signaux de destination (C, D, E, F), en particulier
pour la revalorisation anticipée d'indications de signal restreignant le déplacement,
caractérisé en ce
- que également la zone d'embranchement de la voie comportant au moins une aiguille
(W2, W3), zone par laquelle on peut en cas de besoin avancer vers différents signaux
de destination (C, D, E, F) ainsi qu'au moins une partie de la voie d'accès à cette
aiguille sont pourvues de moyens (AC, AG) de transmission linéaire d'information,
- qu'il est prévu des moyens (ZUB2) qui permettent de transmettre à chaque train composé
d'au moins un véhicule, avant l'entrée dans cette zone d'embranchement (W2, W3), une
caractéristique de signal de destination qui caractérise celui des différents signaux
de destination (C, D, E, F) vers lequel doit avancer le train ou le parcours jusqu'à
ce signal,
- que les trains mémorisent les caractéristiques de signal de destination qui leur
sont transmises au moins jusqu'à ce qu'ils atteignent le signal de destination concerné,
- que l'on ajoute aux télégrammes d'information à transmettre en cas de besoin de
la transmission linéaire d'information la caractéristique du signal de destination
dont ils proviennent,
- et que les trains acceptent uniquement des télégrammes d'information auxquels est
ajoutée la caractéristique de signal de destination qui leur a été transmise préalablement
et qu'ils ont mémorisée.
2. Dispositif de commande automatique de trains selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que pour transmettre la caractéristique de signal de destination, il est prévu un
dispositif de transmission (ZUB2) qui agit ponctuellement et se trouve dans la direction
de déplacement en amont de la zone d'embranchement (W2).
3. Dispositif de commande automatique de trains selon la revendication 2,
caractérisé en ce
qu'un poste d'aiguillage communique au dispositif de transmission (ZUB2) la caractéristique
de signal de destination à transmettre à un train en fonction de l'itinéraire réglé.
4. Dispositif de commande automatique de trains selon la revendication 2,
caractérisé en ce
que le dispositif de transmission (ZUB2) dérive la caractéristique de signal de destination
à transmettre à un train à partir d'une indication de signal liée à un signal lumineux
(S2) disposé au niveau du train et/ou à partir d'un indicateur de direction.
5. Dispositif de commande automatique de trains selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que le dispositif de transmission linéaire d'information est réalisé sous la forme
d'un dispositif émetteur sans fil de portée limitée.
6. Dispositif de commande automatique de trains selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que le dispositif de transmission linéaire d'information est réalisé sous la forme
d'une boucle de câble de voie (AG) d'extension limitée installée dans ou sur la voie.
7. Dispositif de commande automatique de trains selon la revendication 6,
caractérisé en ce
qu'il est prévu outre des boucles de câble individuelles (AD, AE, AF) d'extension
limitée pour tous les signaux de destination ou pour quelques signaux de destination
au moins une boucle de câble commune (AG) dans laquelle peuvent être envoyés des télégrammes
d'information de quelques signaux de destination (D, E, F) ou de tous les signaux
de destination.
8. Dispositif de commande automatique de trains selon la revendication 7,
caractérisé en ce
que la boucle de câble commune (AC) est en même temps la boucle de libération individuelle
d'un signal de destination déterminé (C).
9. Dispositif de commande automatique de trains selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce
que les signaux de destination envoient au dispositif de transmission linéaire d'information
les télégrammes d'information par l'intermédiaire d'un groupe de commande séparé ou
par l'intermédiaire d'un groupe de commande (SG2) commun à plusieurs ou à tous les
signaux de destination en vue d'une synchronisation mutuelle de télégrammes d'information.
10. Dispositif de commande automatique de trains selon la revendication 9,
caractérisé en ce
que l'on utilise un procédé à créneau temporel pour l'envoi des télégrammes d'information
de plusieurs signaux de destination.
11. Dispositif de commande automatique de trains selon la revendication 10,
caractérisé en ce
qu'en présence de plusieurs groupes de commande séparés, un groupe de commande fonctionne
comme groupe de commande maître par rapport auquel les autres groupes de commande
se synchronisent et qu'à cet effet, il est associé à ces groupes de commande des commutateurs
à minuterie réglés sur des temps de commutation (t1, t2) plus ou moins longs qui sont
plus longs que les temps de commutation des différents groupes de commande et que
les commutateurs à minuterie peuvent être réglés au début de la transmission de télégramme
d'un autre groupe de commande et produisent l'activation du groupe de commande qui
leur est associé lorsque leur temps de commutation est écoulé.
12. Dispositif de commande automatique de trains selon la revendication 11,
caractérisé en ce
que des temps de blocage (tX) sont appliqués aux groupes de commande restants, lesquels
temps de blocage empêchent pendant leur durée une nouvelle activation du groupe de
commande correspondant après l'émission d'un télégramme d'information et la remise
à zéro d'un rythme propre (tM + t1 ou tM + t2) dont la durée de période correspond
à la somme du temps de commutation du groupe de commande maître et du temps de commutation
du commutateur à minuterie correspondant.

