(19)
(11) EP 0 765 613 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
02.04.1997  Patentblatt  1997/14

(21) Anmeldenummer: 96102060.9

(22) Anmeldetag:  10.02.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6A41D 13/04
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE

(30) Priorität: 26.09.1995 DE 29515353 U

(71) Anmelder: Salam, Abdus
45356 Essen (DE)

(72) Erfinder:
  • Salam, Abdus
    45356 Essen (DE)

(74) Vertreter: Türk, Gille, Hrabal, Leifert 
Brucknerstrasse 20
40593 Düsseldorf
40593 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Schürze


    (57) Es ist eine Schürze offenbart, die einen den Körper des Trägers bedeckenden Schürzenkörper mit einer am latzförmigen oberen Abschnitt (5) des Schürzenkörpers angebrachten Schlaufe (10) zum Anhängen der Schürze am Hals des Trägers sowie Bänder zum Festbinden des Hauptteiles der Schürze am Leib des Trägers aufweist. Dabei bestehen die Schlaufe (10) und die Bänder (11,12) aus einem einzigen Band, das verschiebbar durch wenigstens zwei hohle Säume (8) des Schürzenkörpers hindurchgeführt ist, um die Schürze in einfacher Weise an die Größe der Person anpassen zu können, welche die Schürze angelegt hat und trägt.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine am Körper einer Person beziehungsweise eines Benutzers zu tragende Schürze, weiche einen den Körper des Benutzers bedeckenden Schürzenkörper mit einem latzartigen oberen Abschnitt und einem breiteren unteren Abschnitt, eine am latzförmigen oberen Abschnitt des Schürzenkörpers angebrachte Schlaufe zum Anhängen der Schürze am Hals des Benutzers und Bänder zum Festbinden des unteren Hauptteiles der Schürze am Leib des Benutzers aufweist.

    [0002] Derartige sogenannte Vollschürzen werden vielfach benutzt, nicht nur im häuslichen Bereich, bei Grillparties und dergleichen, sondern auch im industriellen Bereich, das heißt überall dort, wo der Körper beziehungsweise die Kleidung einer Person gegenüber Funkenflug, Spritzer und sonstige Verunreinigungen hervorrufende Einflüsse geschützt werden soll. So finden derartige Vollschürzen auch im gastronomischen Bereich wie Küchen, Bratküchen und Fast-Food-Einrichtungen und dergleichen Anwendung.

    [0003] Insbesondere betrifft die Erfindung eine Schürze, welche die Merkmale des Oberbegriffes des Anspruches 1 aufweist.

    [0004] Schürzen und insbesondere Vollschürzen, welche mit einer Schlaufe am Hals des Benutzers beziehungsweise der die Schürze tragenden Person angehängt und dann mittels vom Hauptteil des Schürzenkörpers hängenden beziehungsweise abstehenden Bändern am Leib des Benutzers festgebunden werden, sind im allgemeinen auf eine mittlere Größe der Benutzer abgestellt, um allen Benutzern gerecht zu werden. Das hat jedoch den Nachteil, daß eine solche Schürze Personen, welche besonders klein oder besonders groß sind, nicht paßt und daher für diese unbequem zu tragen ist.

    [0005] Bei Schürzen, die für Schmiede oder ähnliche Berufe bestimmt sind, ist es zwar bekannt, den aus Leder bestehenden Schürzenkörper mit einem ebenfalls aus Leder bestehenden Band, welches eine Tragschlaufe bildet, höhenverstellbar zu verbinden. Dabei ist aber keine stufenlose Einstellung oder Verstellung und auch keine einfache Einstellung möglich, weil die Verbindung zwischen Schürzenkörper und Band über Haken und Löcher und damit stufenweise erfolgt und bestimmte Sorgfalt erfordert.

    [0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schürze und insbesondere eine Vollschürze zu schaffen, welche in einfacher Weise an die Größe des jeweiligen Benutzers beziehungsweise der Person, welche die Schürze trägt, stufenlos angepaßt werden kann.

    [0007] Diese Aufgabe wird mit einer Schürze der eingags genannten Gattung gelöst, welche die Merkmale des Anspruches 1 aufweist. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

    [0008] Mit der Erfindung ist es in einfacher Weise möglich, eine Schürze, welche einen Schürzenkörper einheitlicher Größe aufweist, der beispielsweise aus Gewebe, aber auch aus anderem flächenförmigen flexiblen Material besteht, an die jeweilige Größe des Benutzers am Körper anzupassen. Der Benutzer kann beim Anlegen der Schürze diese auf die ihm angenehme Lage und damit auf seine Körpergröße einrichten, da das den Schürzenkörper haltende Band gegenüber dem Schürzenkörper verstellbar ist oder umgekehrt, ohne daß nach dem Einstellen des Schürzenkörpers und des diesen haltenden Bandes sich diese Teile unerwünscht relativ zueinander bewegen können. Schürzenkörper und Band bilden somit eine integrale Einheit, welche eine individuelle Einstellung ermöglicht, damit auch aus den Normgrößen herausfallende Personen, die besonders groß oder besonders klein sind, eine derartige Schürze bequem tragen können.

    [0009] Der Benutzer beziehungsweise die Benutzerin dieser Schürze braucht den Schürzenkörper nur gegenüber dem Band in die ihm beziehungsweise ihr angenehmste Stellung zu verschieben, wozu es ausreicht, an den nach unten heraushängenden Enden des Bandes zu ziehen oder von oben auf den latzförmigen oberen Abschnitt des Schürzenkörpers zu drücken, um den Schürzenkörper in die gewünschte Position zu bringen. Sodann können die Enden des einzigen die Schürze am Körper des Benutzers haltenden und zusammenzubindenden Bandes über den Rücken des Benutzers auf den Bauchbereich herumgelegt und dort verknotet werden. Dadurch wird nicht nur der Schürzenkörper am Leib des Benutzers beziehungsweise der Benutzerin festgebunden, sondern liefert auch noch den Vorteil, daß die freien Enden des Bandes für dekorative Zwecke besonders gebunden beziehungsweise ausgebildet sein können.

    [0010] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schürze schematisch dargestellt, und zwar zweigt:
    Fig. 1
    eine schaubildliche Ansicht der Schürze in der Gebrauchsposition,
    Fig. 2
    eine Ansicht der flach ausgebreiteten Schürze und
    Fig. 3
    einen im Maßstab vergrößerten Querschnitt der Schürze nach Linie III-III aus Fig. 1.


    [0011] Die in der Zeichnung gezeigte Schürze 1 hat einen Schürzenkörper 2 mit erweitertem Unterteil 3, auf den eine Tasche 4 aufgesetzt ist, und einen nach oben führenden latzförmigen Abschnitt 5.

    [0012] Zum Halten der Schürze 1 am Körper eines Benutzers beziehungsweise einer Benutzerin ist ein flexibles Band 6 vorgesehen, das durch zwei im Bereich von Armausschnitten 7 der Schürze 1 befindliche Hohlsäume 8 und 9 so hindurchgeführt ist, daß es oberhalb des latzförmigen Abschnittes 5 eine Schlaufe 10, die zum Anhängen der Schürze an den Hals eines Benutzers beziehungsweise einer Benutzerin dient, sowie aus den unteren Enden der Hohlsäume 8 und 9 herausragende Endabschnitte 11 und 12 bildet, welch letztere beim dargestellten Ausführungsbeispiel so lang sind, daß diese über den Rücken des Benutzers beziehungsweise der Benutzerin gelegt und auf dem Bauch des Benutzers beziehungsweise der Benutzerin zu einer Schleife 13 miteinander verbunden oder auch nur dort verknotet werden können.

    [0013] Das flexible Band 6 ist beim dargestellten Ausführungsbeispiel doppellagig ausgebildet, wie Fig. 3 zeigt, damit das Band ein gewisses Volumen aufweist und es daher mit Reibungsschluß durch die Hohlsäume 8 und 9 hindurchgeführt ist. Höhe und Querschnitt des flexiblen Bandes 6 und der Hohlsäume 8 und 9 sind jedoch so aufeinander abgestimmt, daß das Band 6 zwar mit Reibungsschluß in den jeweiligen Hohlsäumen 8 und 9 liegt, jedoch eine Verschiebung gegenüber den aus dem flexiblen Material des Schürzenkörpers 2 gebildeten Hohlsäumen entlang der Länge derselben möglich ist.

    [0014] Deshalb kann der Schürzenkörper 2 relativ zum Band 6 beziehungsweise umgekehrt bewegt werden, um die Größe der über das obere Ende des Schürzenkörpers 2 überstehenden Schlaufe 10 verändern und somit die Schürze an die jeweilige Körpergröße des Benutzers beziehungsweise der Benutzerin anpassen zu können. Da sowohl das flexible Band 6 als auch die Hohlsäume 8 und 9 aus flexibelem Material bestehen, das vorzugsweise eine grauhte Oberfläche aufweist, beispielsweise ein Gewebe ist, läßt sich das Band leicht gegenüber dem Schürzenkörper beziehungsweise umgekehrt verschieben. Der Halt des Schürzenkörpers am Band ist jedoch ausreichend, um eine ungewünschtes Verschieben auch bei starker Körperbewegung des Benutzers zu verhindern.

    [0015] Die Verbindung zwischen Band und Schürzenkörper ist so, daß nach dem Anlegen der Schürze und vor dem Festbinden der flexibelen Endabschnitte 11 und 12 der Schürzenkörper 2 an die gewünschte Lage am Körperbereich des Benutzers beziehungsweise der Benutzerin angepaßt und sodann das Band und damit die Schürze am Körper festgebunden werden kann. Sind die flexibelen Endabschnitte 10 und 11 des Bandes 6 einmal am Körper des Benutzers beziehungsweise der Benutzerin festgebunden, sei es auf dem Rücken oder auch auf der Vorderseite, verbleibt der Schürzenkörper 2 in der eingestellten Position, das heißt die Schürze verrutscht am Körper des Benutzers beziehungsweise der Benutzerin auch bei starken Körperbewegungen und nach längerer Tragezeit nicht.

    [0016] Da Schürzenkörper und Band 6 vorzugsweise aus demselben Material bestehen, nämlich aus Gewebe, kann die ganze Schürze, ohne das Band vom Schürzenkörper abnehmen zu müssen, gewaschen oder sonstwie gereinigt und gepflegt werden. Man muß also nicht beide Teile für Reinigungszwecke von einander lösen und danach wieder zusammensetzen.

    [0017] Die Schürze läßt sich so einstellen, daß die Endabschnitte 11 und 12 des Bandes 6 sich jeweils im Bereich der Taille des Benutzers oder der Benutzerin befinden.

    [0018] Die erfindungsgemäße Schürze ist für viele Zwecke geeignet. Beispielsweise ist sie für Restaurationsbetriebe und insbesondere größere Betriebe dieser Art geeignet, in denen Personen unterschiedlicher Körpergröße arbeiten und für einen bequemen Sitz der Schürzen normalerweise verschiedene Größen dieser Schürzen auf Lager gehalten werden müssen. Diese Notwendigkeit entfällt durch die vorliegende Erfindung.


    Ansprüche

    1. Schürze, mit einem den Körper des Trägers bedeckenden Schürzenkörper, mit einer am latzförmigen oberen Abschnitt des Schürzenkörpers angebrachten Schlaufe zum Anhängen der Schürze am Hals der die Schürze tragenden Person und mit Bändern zum Festbinden des Hauptteiles der Schürze am Leib dieser Person,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß sie ein die Schlaufe (10) und die Bänder (11, 12) bildendes einziges Band (6) aufweist, das verschiebbar durch wenigstens zwei hohle Säume (8, 9) des Schürzenkörpers (2) hindurchgeführt ist.
     
    2. Schürze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (6) mit Reibungsschluß in den hohlen Säumen (8, 9) steckt.
     
    3. Schürze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die hohlen Säume (8, 9) im Bereich der Armausschnitte (7) am Rand des Schürzenkörpers (2) angeordnet sind.
     
    4. Schürze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Schürzenkörper (2) und Band (6) aus Gewebe bestehen.
     
    5. Schürze nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (6) aus doppellagigem Gewebe besteht.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht