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<ep-patent-document id="EP96114486A2" file="EP96114486NWA2.xml" lang="de" country="EP" doc-number="0766089" kind="A2" date-publ="19970402" status="n" dtd-version="ep-patent-document-v1-1">
<SDOBI lang="de"><B000><eptags><B001EP>......DE....FRGB..IT..............................</B001EP><B005EP>R</B005EP></eptags></B000><B100><B110>0766089</B110><B120><B121>EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG</B121></B120><B130>A2</B130><B140><date>19970402</date></B140><B190>EP</B190></B100><B200><B210>96114486.2</B210><B220><date>19960910</date></B220><B250>de</B250><B251EP>de</B251EP><B260>de</B260></B200><B300><B310>19536228</B310><B320><date>19950928</date></B320><B330><ctry>DE</ctry></B330></B300><B400><B405><date>19970402</date><bnum>199714</bnum></B405><B430><date>19970402</date><bnum>199714</bnum></B430></B400><B500><B510><B516>6</B516><B511> 6G 01P  15/08   A</B511></B510><B540><B541>de</B541><B542>Mikroelektronischer, integrierter Sensor und Verfahren zur Herstellung des Sensors</B542><B541>en</B541><B542>Microelectronic integrated sensor and method for manufacturing the same</B542><B541>fr</B541><B542>Microcapteur intégré et procédé pour sa fabrication</B542></B540><B590><B598>1</B598></B590></B500><B700><B710><B711><snm>SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT</snm><iid>00200520</iid><irf>GR 95 P 1649 E</irf><adr><str>Wittelsbacherplatz 2</str><city>80333 München</city><ctry>DE</ctry></adr></B711></B710><B720><B721><snm>Kolb, Stefan, Dipl.-Ing. (FH)</snm><adr><str>Valerystr. 10 E</str><city>85716 Unterschleissheim</city><ctry>DE</ctry></adr></B721></B720></B700><B800><B840><ctry>DE</ctry><ctry>FR</ctry><ctry>GB</ctry><ctry>IT</ctry></B840></B800></SDOBI><!-- EPO <DP n="14"> -->
<abstract id="abst" lang="de">
<p id="pa01" num="0001">Die Erfindung betrifft einen mikroelektronischen integrierten Sensor, in dem ein Cantilever ausgebildet ist. Zur Vermeidung von mechanischem Streß während des Herstellungsprozesses ist der Cantilever frei beweglich in dem Sensor angeordnet. Dazu ist ein Auflager zur Halterung des Cantilevers und seitliche und obere Bewegungsbegrenzungen vorgesehen, die ein Abrutschen des Cantilevers von dem Auflager verhindern. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Sensor.<img id="iaf01" file="imgaf001.tif" wi="120" he="68" img-content="drawing" img-format="tif"/></p>
</abstract><!-- EPO <DP n="1"> -->
<description id="desc" lang="de">
<p id="p0001" num="0001">Die Erfindung betrifft einen mikroelektronischen, integrierten Sensor, in dem ein Cantilever ausgebildet ist. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung des Sensors.</p>
<p id="p0002" num="0002">Derartige Sensoren werden beispielsweise zur Messung von Beschleunigungen eingesetzt. Der Cantilever dient dabei zusammen mit einer weiteren Fläche als Kapazität, wobei Kapazitätsänderungen als Meßgröße ausgewertet werden. Üblicherweise sind die bisher bekannten Cantilever über eine Feder während des gesamten Herstellungsvorgangs fest in dem Sensor verankert. Die Prozeßabläufe bei der Herstellung des Sensors führen jedoch zu Streß, insbesondere mechanischen Streß, in dem Cantilever. Bei einer nicht vollständigen Relaxierung der Federn kann sich der Cantilever dadurch verbiegen. Weiterhin können die in den Federn aufgenommenen Kräfte zu einem Fehlverhalten des Cantilevers während des Betriebs führen.</p>
<p id="p0003" num="0003">Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sensor der eingangs genannten Art zu schaffen, der unempfindlich gegen mechanische Beanspruchung ist, insbesondere während des Herstellungsprozesses, und dadurch insgesamt besonders zuverlässig arbeitet. Außerdem soll ein Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen Sensors geschaffen werden.</p>
<p id="p0004" num="0004">Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1. Verfahrensmäßig erfolgt die Lösung mit den Merkmalen des Anspruchs 6. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.</p>
<p id="p0005" num="0005">Nach einem wesentlichen Gedanken der Erfindung ist der Cantilever an einem Auflager aufgelegt, sind seitliche und obere<!-- EPO <DP n="2"> --> Bewegungsbegrenzungen vorhanden, die in der Weise von einem Rand des Cantilevers beabstandet sind, daß einerseits ausreichende Ausgleichsbewegungen des Cantilevers zur Vermeidung von mechanischem Streß möglich sind, und daß andererseits die Ausgleichsbewegungen nur im Bereich des Auflagers möglich sind.</p>
<p id="p0006" num="0006">Auf diese Weise wird ein vollständig und frei relaxierbarer Cantilever geschaffen, der auf dem Auflager, beispielsweise Lagerpunkten, aufgelegt ist, auf denen er sich im wesentlichen frei bewegen kann und seitlich und von oben so weit in seiner Bewegung begrenzt wird, daß ein Verschieben oder Abrutschen über die tragenden Lagerpunkte hinaus verhindert wird.</p>
<p id="p0007" num="0007">Das Auflager und die Bewegungsbegrenzung können günstigerweise auch als eine Einheit ausgebildet sein, wobei bevorzugt eine den Cantilever-Außenrand sacklochförmig umgebende Aufnahmeeinrichtung vorgesehen ist. Ebenso kann man hier auch von einer schlitzförmigen oder nutartigen Aufnahme des Cantilevers sprechen. Die Bewegungsbegrenzungen und das Auflager oder spezieller die Lagerpunkte sind bevorzugt im gesamten Umfangsbereich des Cantilevers vorgesehen. Ebenso können jedoch beide oder nur die Lagerpunkte oder nur die Bewegungsbegrenzungen punktförmig an einzelnen Stellen des Cantilevers angeordnet sein.</p>
<p id="p0008" num="0008">In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Bewegungsbegrenzung in Form einer Stütze ausgebildet, die durch eine in dem Cantilever gebildete Ausnehmung geführt wird. Die Bewegungsbegrenzung greift in diesem Fall also nicht an dem Außenrand des Cantilevers, sondern an dem in der Ausnehmung gebildeten Rand des Cantilevers an.</p>
<p id="p0009" num="0009">Bei dem Verfahren zur Herstellung eines mikroelektronischen, integrierten Sensors mit einem in einem Hohlraum ausgebildeten Cantilever wird nach einem wesentlichen Gedanken der Erfindung<!-- EPO <DP n="3"> --> auf einem Substrat ein erstes Oxid erzeugt, welches als Ausgangsbasis für die Erzeugung der Lagerpunkte dient, darauf eine zweite Oxidschicht abgeschieden, die eine höhere Ätzrate als die erste Oxidschicht besitzt, eine erste Polysiliziumschicht zur Cantileverbildung abgeschieden, dotiert und rekristallisiert, in der ersten Polysiliziumschicht ein Löcherarray strukturiert, welches zum Durchleiten der am Ende des Prozeßablaufs durchgeführten Oxidätzung dient, eine dritte Oxidschicht mit einer der zweiten Oxidschicht ähnlichen Ätzrate aufgebracht, wobei die zweite und die dritte Oxidschicht als Basis für die Erzeugung einer seitlichen Bewegungsbegrenzung dienen, eine weitere Materialschicht mit einer Ätzrate aufgebracht, die niedriger ist als die Ätzrate der zweiten und dritten Oxidschichten, eine zweite Polysiliziumschicht zur Bildung eines Deckels aufgebracht, in der zweiten Polysiliziumschicht ein Löcherarray strukturiert und durch dieses Löcherarray eine isotrope Ätzung der zuletzt aufgebrachten Materialschicht, sowie der dritten, zweiten und ersten Oxidschicht zur Bildung des Hohlraums durchgeführt.</p>
<p id="p0010" num="0010">Mit diesem Verfahren wird ein Cantilever in einem Hohlraum innerhalb eines Sensors ausgebildet, der auf einem aus einer ersten Oxidschicht ausgebildeten Auflagepunkt, von aus der zweiten und dritten Oxidschicht gebildeten seitlichen Bewegungsbegrenzungen und einer aus der oberen Materialschicht gebildeten oberen Bewegungsbegrenzung in einem vorgegebenen Bereich beweglich gehalten wird.</p>
<p id="p0011" num="0011">Bei dem Verfahren wird bevorzugt das erste Oxid durch eine LOCOS-Technik, also als thermisches Oxid, gebildet. Die zweite und dritte Oxidschicht bestehen vorteilhafterweise aus einem abgeschiedenen Oxid, welches beispielsweise aus TEOS gebildet werden kann. Die darauf aufgebrachte Materialschicht besteht in einer bevorzugten Ausführungsform aus Borphosphorsilikatglas (BPSG).<!-- EPO <DP n="4"> --></p>
<p id="p0012" num="0012">Während der Oxidätzung zur Bildung des Hohlraums besteht die Möglichkeit, daß der aus der ersten Polysiliziumschicht oder einer Siliziumschicht gebildete Cantilever sich am Auflager oder einer anderen Fläche im Zusammenwirken mit der Ätzflüssigkeit festsaugt. Aus diesem Grund ist es vorteilhaft, während des Herstellungsprozesses Lackstützen vorzusehen, die auf einfache Weise durch eine zweistufige Erzeugung des Löcherarrays in der zweiten Polysiliziumschicht gebildet werden können. Dabei werden mit einer ersten Fototechnik einige Löcher strukturiert, in denen dann Lackstützen ausgebildet werden. In diesen Löchern wird zunächst eine anisotrope Ätzung mit einer teilweise isotropen Komponente durchgeführt. Zur Erzeugung der übrigen Löcher des Löcherarrays in der zweiten Polysiliziumschicht wird erneut eine Lackmaske aufgebracht, die lediglich die jetzt zu erzeugenden Löcher frei läßt und daher auch im Bereich der zuerst erzeugten Löcher aufgebracht wird. Dabei füllen sich die vorher geätzten Hohlräume mit Lack und untergreifen aufgrund der isotropen Komponente der ersten Ätzung auch die erste Polysiliziumschicht. Für die Ausbildung dieser Lackstützen ist es notwendig, daß die dafür verwendeten Löcher im Löcherarray der ersten Polysiliziumschicht im wesentlichen mit den Löchern der zweiten Polysiliziumschicht übereinstimmen.</p>
<p id="p0013" num="0013">Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Im einzelnen zeigen die schematischen Darstellungen in:
<dl id="dl0001">
<dt>Figur 1</dt><dd>einen schematischen Querschnitt durch einen mikroelektronischen Sensor mit Cantilever während des Herstellungsverfahrens;</dd>
<dt>Figur 2</dt><dd>einen mikroelektronischen Sensor mit Cantilever gegen Ende des Herstellungsverfahrens; und</dd>
<dt>Figur 3</dt><dd>eine teilgeschnittene Draufsicht auf einen mikroelektronischen Sensor.</dd>
</dl><!-- EPO <DP n="5"> --></p>
<p id="p0014" num="0014">In Figur 1 sind die in den verschiedenen Verfahrensschritten aufgebrachten und strukturierten Materialschichten dargestellt. Dabei wird ausgehend von einem Substrat 1 mit einer LOCOS-Technik ein thermisches Oxid erzeugt. Dieses wird mit einer ersten Fototechnik strukturiert. Darauf wird durch Aufbringen einer TEOS-Schicht (Tetraäthyloxysilikat) ein Oxid zur Bildung einer zweiten Oxidschicht 3 abgeschieden. Dieses wird mit einer zweiten Fototechnik strukturiert. Dabei ist zu beachten, daß diese zweite Oxidschicht aus abgeschiedenem Oxid eine höhere Ätzrate aufweist als die darunter liegende erste Oxidschicht 2 aus thermischem Oxid. Darauf wird eine erste Polysiliziumschicht 4 abgeschieden, die zur Cantileverbildung dient. Diese Polysiliziumschicht 4 wird dann dotiert und mit Hilfe einer Hochtemperaturbehandlung rekristallisiert und dabei eine Dotierstoffaktivierung durchgeführt. Mit Hilfe einer dritten Fototechnik wird diese Polysiliziumschicht 4 strukturiert, wobei zum einen, genau wie bei den anderen Schichten auch, eine Definition und Strukturierung der äußeren Abmessungen stattfindet, und zum anderen in der Polysiliziumschicht ein Löcherarray 5 erzeugt wird. Die dabei erzeugten Löcher dienen später zum Durchtreten der Ätzflüssigkeit zur Oxidätzung in die unter der Polysiliziumschicht 4 liegenden Oxidschichten 2 und 3. Im nächsten Schritt wird wiederum eine TEOS-Beschichtung zur Oxidabscheidung aufgebracht. Diese dritte Oxidschicht 6 wird mit einer vierten Fototechnik zur Festlegung ihrer Außenabmessungen strukturiert. Das Oxid füllt ebenfalls die voher in der ersten Polysiliziumschicht erzeugten Löcher 5 aus. Die zweite Oxidschicht 3 und die dritte Oxidschicht 6 bestehen aus dem gleichen Material und weisen daher beide die gleiche Ätzrate auf, die höher ist als die der ersten Oxidschicht 1. Im nächsten Schritt wird eine Materialschicht 7 aufgebracht, die eine niedrigere Ätzrate aufweist als die zweite und dritte Oxidschicht. Dafür wird hier Borphosphorsilikatglas verwendet. Anschließend wird ein Verdichtungsschritt durchgeführt und damit gleichzeitig ein Planarisierungseffekt erreicht. Auf die BPSG-Schicht 7 wird eine zweite Polysiliziumschicht<!-- EPO <DP n="6"> --> 8 aufgebracht, die zur Abdeckung des Sensors dient. Diese Polysiliziumschicht 8 wird dotiert, ebenfalls mit einem Hochtemperaturverfahren rekristallisiert und die vorhandenen Dotierstoffe aktiviert. Bei der folgenden Fototechnik zur Strukturierung der Polysiliziumschicht 8 werden zum einen die äußeren Abmessungen des Sensors festgelegt und zum anderen bereits einige Löcher des Löcherarrays 9 erzeugt, in denen Lackstützen angeordnet werden sollen. Das Polysilizium wird an den durch die Maske freigegebenen Stellen geätzt, die im wesentlichen mit Löchern in der darunter liegenden ersten Polysiliziumschicht 4 übereinstimmen. Mit einer trockenen, anisotropen Oxidätzung mit einer isotropen Komponente wird in dem Sensor ein bis auf das Substrat 1 herunterreichendes Loch erzeugt, das im wesentlichen senkrecht ist und die Polysiliziumschichten 4 und 8 im Bereich des Ätzloches untergreift. Mit einer zweiten Fototechnik werden die übrigen Löcher des Löcherarrays 9 in der zweiten Polysiliziumschicht 8 erzeugt. Dafür wird zunächst eine entsprechende Lackmaske aufgebracht, die auch die mit der vorausgehenden Fototechnik erzeugten Löcher der zweiten Polysiliziumschicht 8 abdeckt. Dabei werden die im vorhergehenden Ätzschritt erzeugten Löcher mit Lack gefüllt, so daß sich Lackstützen 11 innerhalb des Sensors ausbilden. Durch die übrigen offenen Löcher in der zweiten Polysiliziumschicht 8 wird dann eine naße, isotrope Oxidätzung vorgenommen, die aufgrund der unterschiedlichen Ätzraten der Oxidschichten 2, 3 und 6 und der darüber liegenden BPSG-Schicht 7 einen Hohlraum 10 erzeugt, der in Figur 2 dargestellt ist. Durch die Lackstütze 11 wird die den Cantilever bildende erste Polysiliziumschicht 4 über dem das Auflager bildenden thermischen Oxid 2 gehalten und ein Festsaugen während des Ätzprozesses verhindert.</p>
<p id="p0015" num="0015">Anschließend wird die Lackstütze 11 entfernt. Dieser Verfahrensstand ist in Figur 2 dargestellt. In den nächsten Schritten wird das Löcherarray in der zweiten Polysiliziumschicht ebenso wie Teile der BPSG-Schicht 7 wieder verschlossen. Im Bereich des Pfeils 12 wird mit einer Fototechnik ein<!-- EPO <DP n="7"> --> Kontaktloch strukturiert und anschließend die Kontaktlochätzung durchgeführt. Durch dieses Kontaktloch wird eine Metallisierung zur Kontaktierung des Cantilevers durchgeführt. Mit diesem Verfahren ist also ein Sensor geschaffen worden, dessen Cantilever 13 auf einem Lagerpunkt 14 aufliegt und von diesem getragen wird. Ein seitliches Verrutschen des Cantilevers 13 wird durch seitliche Bewegungsbegrenzungen 15, die auf mehreren Seiten des Cantilevers 13 angeordnet sein müssen, verhindert. Außerdem sind obere Bewegungsbegrenzungen 16 zur Verhinderung eines Verkantens vorgesehen. Der Sensor kann jetzt bestimmungsgemäß durch die sich verändernden Kapazitäten zwischen dem Cantilever und der Polysiliziumschicht 8 einerseits und dem Cantilever und dem Substrat 1 andererseits arbeiten. Da der Lagerpunkt 14 und die seitlichen Bewegungsbegrenzungen 15 aus Oxid und die obere Bewegungsbegrenzung 16 aus BPSG besteht, wird der Cantilever elektrisch isoliert vom Substrat 1 und der zweiten Polysiliziumschicht 8 gelagert.</p>
<p id="p0016" num="0016">In Figur 3 ist eine Draufsicht auf den Sensor dargestellt, wobei die äußere gestrichelte Linie die äußeren Abmessungen anzeigt, die durch die zweite Polysiliziumschicht 8 bestimmt werden. Diese wirkt als Deckel und liegt oberhalb des darunter liegenden Cantilevers. Die durchgehende Linie zeigt die Abmessungen der ersten Polysiliziumschicht 4, in deren zentralen Bereich das Löcherarray 5 ausgebildet ist. Genau darüber befindet sich auch das Löcherarray 9 der zweiten Polysiliziumschicht 8. Die Auflagepunkte und die Bewegungsbegrenzungen sind in dem rechts unten angeordneten Fortsatz des Cantilevers angeordnet, können jedoch auch direkt am Rand angeordnet sein.</p>
<p id="p0017" num="0017">Bei einigen Anwendungen ist die obere Abdeckung nicht nötig, so daß in diesen Fällen der Cantilever unmittelbar von außen zugänglich ist und lediglich eine Art Platte über einem Hohlraum darstellt. Solche Ausführungsformen können beispielsweise als Drucksensor eingesetzt werden.</p>
</description><!-- EPO <DP n="8"> -->
<claims id="claims01" lang="de">
<claim id="c-de-0001" num="0001">
<claim-text>Mikroelektronischer, integrierter Sensor, in dem ein Cantilever ausgebildet ist,<br/>
dadurch <b>gekennzeichnet</b>,<br/>
daß der Cantilever (13) an einem Auflager aufgelegt ist, daß seitliche (15) und obere Bewegungsbegrenzungen (16) vorhanden sind, die in der Weise von einem Rand des Cantilevers beabstandet sind, daß einerseits ausreichende Ausgleichsbewegungen des Cantilevers zum Abbau von mechanischem Streß möglich sind, und daß andererseits die Ausgleichsbewegungen nur im Bereich des Auflagers möglich sind.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0002" num="0002">
<claim-text>Mikroelektronischer, integrierter Sensor nach Anspruch 1,<br/>
dadurch <b>gekennzeichnet</b>,<br/>
daß Auflager und Bewegungsbegrenzungen (15, 16) als Einheit ausgebildet sind.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0003" num="0003">
<claim-text>Mikroelektronischer, integrierter Sensor nach Anspruch 2,<br/>
dadurch <b>gekennzeichnet</b>,<br/>
daß eine den Cantileverrand sacklochförmig oder schlitzförmig umgebende Aufnahmeeinrichtung zur Bildung des Auflagers und Bewegungsbegrenzungen (15, 16) vorgesehen ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0004" num="0004">
<claim-text>Mikroelektronischer, integrierter Sensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,<br/>
dadurch <b>gekennzeichnet</b>,<br/>
daß die Bewegungsbegrenzung und/oder die Lagerpunkte im gesamten Umfangsbereich des Cantilevers vorhanden sind.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0005" num="0005">
<claim-text>Mikroelektronischer, integrierter Sensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,<br/>
dadurch <b>gekennzeichnet</b>,<br/>
daß die Bewegungsbegrenzung in Form einer Stütze ausgebildet ist, die durch eine in dem Cantilever gebildete Ausnehmung geführt ist.<!-- EPO <DP n="9"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-de-0006" num="0006">
<claim-text>Verfahren zur Herstellung eines mikroelektronischen, integrierten Sensors, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 5, in dem ein Cantilever ausgebildet ist, bei dem auf einem Substrat (1) ein erstes Oxid (2) erzeugt wird, welches als Ausgangsbasis für die Erzeugung des Auflagers vorgesehen ist,<br/>
darauf eine zweite Oxidschicht (3) abgeschieden wird, die eine höhere Ätzrate als die erste Oxidschicht besitzt,<br/>
eine erste Polysiliziumschicht (4) zur Bildung des Cantilevers (13) abgeschieden, dotiert und rekristallisiert wird, in der ersten Polysiliziumschicht ein Löcherarray (5) zur späteren isotropen Ätzung der ersten und zweiten Oxidschichten (2, 3) strukturiert wird,<br/>
eine dritte Oxidschicht (6) aufgebracht wird, deren Ätzrate ähnlich der Ätzrate der zweiten Oxidschicht (3) ist und die zusammen mit der zweiten Oxidschicht (3) zur Bildung einer seitlichen Bewegungsbegrenzung (15) vorgesehen ist,<br/>
eine Materialschicht (7) mit einer niedrigeren Ätzrate als die der zweiten und dritten Oxidschicht (3, 6) zur Bildung einer oberen Bewegungsbegrenzung (16) aufgebracht wird,<br/>
eine zweite Polysiliziumschicht (8) zur Bildung eines Deckels aufgebracht wird,<br/>
in der zweiten Polysiliziumschicht (8) ein Löcherarray zum Durchlaß eines Ätzmittels strukturiert wird, und<br/>
eine isotrope Oxidätzung zur Bildung des Hohlraums (10) durchgeführt wird.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0007" num="0007">
<claim-text>Verfahren nach Anspruch 6,<br/>
dadurch <b>gekennzeichnet</b>,<br/>
daß zur Bildung der ersten Oxidschicht mit einer LOCOS-Technik ein thermisches Oxid erzeugt wird,<br/>
die zweite und dritte Oxidschicht (3, 6) durch TEOS-Abscheidung erzeugt werden und als weiteres Material darauf eine Borphosporsilikatglas-Schicht abgeschieden wird.<!-- EPO <DP n="10"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-de-0008" num="0008">
<claim-text>Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 7,<br/>
dadurch <b>gekennzeichnet</b>,<br/>
daß die Herstellung des Löcherarrays (9) in der zweiten Polysiliziumschicht (8) in zwei Schritten durchgeführt wird, wobei nach Ätzung der ersten Löcher eine anisotrope Oxidätzung mit isotroper Komponente durchgeführt wird, und die dabei erzeugten Hohlräume bei der Lackaufbringung zur Strukturierung der zweiten Löcher unter Bildung von Lackstützen (11) mit Lack gefüllt werden.</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="11"> -->
<drawings id="draw" lang="de">
<figure id="f0001" num=""><img id="if0001" file="imgf0001.tif" wi="124" he="210" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="12"> -->
<figure id="f0002" num=""><img id="if0002" file="imgf0002.tif" wi="145" he="195" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="13"> -->
<figure id="f0003" num=""><img id="if0003" file="imgf0003.tif" wi="147" he="134" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure>
</drawings>
</ep-patent-document>
