(19)
(11) EP 0 766 129 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
02.04.1997  Patentblatt  1997/14

(21) Anmeldenummer: 96114796.4

(22) Anmeldetag:  16.09.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6G03C 1/04, G03C 7/305, G03C 7/396
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(30) Priorität: 27.09.1995 DE 19535939

(71) Anmelder: Agfa-Gevaert AG
D-51373 Leverkusen (DE)

(72) Erfinder:
  • Weber, Beate, Dr.
    42799 Leichlingen (DE)
  • Hagemann, Jörg, Dr.
    51061 Köln (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Fotografisches Material


    (57) Ein fotografisches Material mit wenigstens einer lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht und wenigstens einer nicht-lichtempfindlichen Schicht auf einem Träger, das in wenigstens einer der Schichten wenigstens eine Verbindung der Formel (I) enthält,

    worin R1 bis R5, L, m und n die in der Beschreibung genannte Bedeutung besitzen und PUG eine fotografisch wirksame Gruppe ist, läßt sich mit dünneren Schichten herstellen.


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein fotografisches Material, das fotografisch wirksame Verbindungen (PUG) kovalent an ein bestimmtes Polymer gebunden enthält und dadurch mit dünneren Schichten hergestellt werden kann.

    [0002] Es ist bekannt, Polysiloxane in der Ölphase bei der Emulgierung von Farbkupplern (z.B. EP 555 923) oder als Gleitmittel in fotografischen Materialien einzusetzen.

    [0003] Verwendet man die Polysiloxane nach EP 555 923 als Additiv zur Ölphase, in der beispielsweise ein Farbkuppler gelöst oder dispergiert ist, erreicht man zwar eine verbesserte Stabilität der Phase gegen Kristallisation, handelt sich aber andere Nachteile ein. Beispielsweise ist die Farbstoffstabilität des aus dem Kuppler gebildeten Farbstoffs unzureichend.

    [0004] Aufgabe der Erfindung war, fotografisch wirksame Verbindungen in einer Weise in die Schichten eines fotografischen Materials einzubringen, daß folgende Bedingungen erfüllt werden:

    1. Große Emulgatstabilität,

    2. keine Kristallisation in der Schicht,

    3. Diffusionsstabilität,

    4. geringe Schichtbelastung.



    [0005] Es wurde nun gefunden, daß sich diese Aufgaben mit einer Verbindung der Formel (I) lösen lassen.

    [0006] Gegenstand der Erfindung ist daher ein fotografisches Material mit wenigstens einer lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht und wenigstens einer nicht-lichtempfindlichen Schicht auf einem Träger, das in wenigstens einer der Schichten wenigstens eine Verbindung der Formel (I) enthält,

    worin
    R1
    H, Alkyl, Si(CH3)3 oder zusammen mit R5 eine direkte Bindung,
    R2, R4
    Hydroxy, Alkoxy, Alkyl, Phenyl, OSi(CH3)3 oder -OSi(OR6),
    R3
    Alkyl, Aryl oder Alkenyl,
    R5
    OH, Alkoxy, -OSi(CH3)3 oder zusammen mit R1 eine direkte Bindung.
    R6
    Alkyl,
    L
    ein zweiwertiges Brückenglied,
    PUG
    eine fotografisch wirksame Gruppe,
    n
    0 bis 100 und
    m
    2 bis 100 bedeuten.


    [0007] Die Substituenten in einem Polymer mit gleicher Bezeichnung (z.B. R2) können gleich oder verschieden sein.
    R1
    ist vorzugsweise H oder Si(CH3)3,
    R2 und R4
    sind vorzugsweise CH3,
    R3
    ist vorzugsweise Alkyl,
    R5
    ist vorzugsweise OH oder OSi (CH3)3,
    R6
    ist vorzugsweise C1-C4-Alkyl,
    L
    ist bevorzugt -(La)-(Lb)r-(CH2)s-(Lc)t-(Ld)u-(Le)v-,
    r, s, t, u, v
    sind 0 oder 1,
    La
    ist Alkylen,
    Lb
    ist Arylen,
    Lc
    ist -O- oder -NR7-,
    Ld
    ist -CO-,
    Le
    ist Alkylen, Arylen oder Aralkylen und
    R7
    ist H, Alkyl oder Aryl,
    wobei La -CH2-CR8R9 ist, wenn r 1 ist und s 0 ist, wenn r 0 ist und
    R8, R9 H oder CH3 bedeuten.

    [0008] Besonders bevorzugt hat L folgende Bedeutungen:
    -CH2-CH2-Lb-Lh-,

    -(CH2)o-Lf-Le-Lg- oder
    -(CH2)o-O-,
    wobei
    o
    eine ganze Zahl größer 2, insbesondere 3,
    p
    0 oder 1
    q
    0 oder 1
    Lf
    -O-, -OCO- oder -O-CO-NH-,
    Lg
    -O-, -CO- oder -O-CO- und
    Lh
    -O-, -NR3-, -OCO oder -NH-CO- bedeuten.


    [0009] Beispiele für den Rest -L-PUG sind:
    -(CH2)3-O-PUG, -(CH2)3-OCO-PUG,

    -(CH2)3-O-CH2-CH2-OCO-PUG, -(CH2)3-OCO-CH2-CH2-PUG,
    -(CH2)3-OCO-CH2-CH2-COO-PUG und -(CH2)3-OCO-(CH2)4-CONH-PUG.

    [0010] Beispiele für den Rest R3 sind
    CH2=CH-, CH3, C6H13, C8H17, C14H29, Phenyl, 2-Phenylethyl, Butoxyethyl, HO-(CH2-CH2-O)4-CH2-CH2-CH2-,

    HO-(CH2-CH2-O)10-(CH2)3-,
    HO-(CH2-CH2-O)16-(CH2)3-.

    [0011] Beispiele für R1 sind:
    -H, -Si(CH3)3, -CH2-CH2-CH2-COOH, -(CH2-CH2-O)6-CH3.

    [0012] Beispiele für R5 sind:
    -OH, -OSi(CH3)3, -O-(CH2)3-COOH, -O-(CH2-CH2-O)6-CH3.

    [0013] Durch die fotografisch wirksame Gruppe PUG erhalten die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel (I) die Eigenschaften der nachfolgend aufgeführten fotografisch wirksamen Verbindungen. Mit aufgeführt sind Literaturstellen, in denen Verbindungsklassen für die unterschiedlichen fotografisch wirksamen Verbindungen offenbart sind.

    (a) Farbstoffstabilisatoren zur Verbesserung der Licht- und Dunkellagerstabilität, Res. Discl. 37 254 Teil 8 (1995), Res. Discl. 37 038, Teile V, VI und VII (1995);

    (b) UV-Absorber, Res. Discl. 37 254, Teil 8 (1995), Res. Discl. 37 038, Teil X (1995);

    (c) Scavenger (EOP-Fänger, Weißkuppler, Farbentwicklerfänger), Res. Discl. 37 254, Teil 7 (1995), Res. Discl. Teile III, IV und VII (1995);

    (d) Filterfarbstoffe, Res. Discl. 37 254, Teil 8 (1995), Res. Discl. 37 038, Teil XIII (1995);

    (e) Farbkuppler und Maskenkuppler, Res. Discl. 37 254, Teil 4 (1995), Res. Discl. 37 038, Teil II (1995);

    (f) Kuppler, die fotografisch aktive Gruppen abspalten, z.B. DIR-Kuppler, Res. Discl. 37 254, Teil 5 (1995), Res. Discl. 37 038, Teil XIV (1995).



    [0014] Die Verbindungen der Formel (I) können in einem Molekül ein oder mehrere unterschiedliche Gruppen PUG enthalten.

    [0015] Bevorzugte farbstoffstabilisierende Gruppen sind:

    wobei
    R21
    H, Alkyl, Aryl, Acyl, Alkenyl,
    R22 bis R26
    H, Alkyl, Alkenyl, Aryl, Acyl, Acylamino, Acyloxy, Alkoxy, Aryloxy, Halogen, -COOH, -SO3H, Cyano, -N(R27)R28,
    R27,28
    H, Alkyl, Aryl bedeuten,
    R24
    nicht H ist, wenn R21 H oder Acyl ist und benachbarte Reste R21 bis R28 auch einen 5- bis 8-gliedrigen Ring bilden können.


    wobei
    R31
    H, Alkyl, Aryl, Acyl, Alkenyl,
    R32 bis R35
    H, Alkyl, Aryl, Alkenyl, Acyl,
    Q31
    eine Gruppe zur Vervollständigung eines 5- bis 8-gliedrigen Ringes, vorzugsweise

    bedeuten und
    R36 und R37
    die Bedeutung von R22 haben.


            R41-S-R42     (IV),

    worin
    R41, R42
    Alkyl, Aryl, Alkenyl bedeuten und
    R41 und R42
    einen 5- bis 8-gliedrigen Ring bilden können.


    worin

    R51, R52, R53, R54 H, Alkyl, Aryl, Alkenyl, Acyl, Cyano, -COOH, -SO3H, vorzugsweise H, Alkyl, Aryl, Acyl bedeuten und zwei Reste R51 bis R54 einen 5- bis 8-gliedrigen Ring bilden können und einer der Reste R51 bis R54 ungleich H ist.



    [0016] Bevorzugte UV-absorbierende Verbindungen sind:

    worin
    R101
    H oder eine alkalilabile Gruppe,
    R104
    Alkyl, Aryl, Alkyl, Alkoxy, Aryloxy, Alkylthio, Arylthio, Acyl, Acylamino oder Acyloxy,
    R102, R103
    H oder R104,
    R105 bis R108
    R104, H oder Halogen bedeuten.


    [0017] Vorzugsweise sind R101, H, R102 H oder Alkyl, R103, R105, R108 H, R104 Alkyl, R106 H oder Alkoxy und R107 H, Alkoxy oder Halogen.

    worin
    R111, R113
    Halogen, OH, SH, Alkyl, Aryl, Alkoxy, Aryloxy, Acyloxy, Acylamino, Acyl, N(R115)R116, Alkylthio oder Arylthio,
    R112
    H, OH, Halogen, Alkyl,
    R114
    Alkyl, Alkoxy, Aryloxy, Alkylthio, Arylthio oder

    R115, R116
    H, Alkyl, Aryl,
    m11, n11, o11
    0, 1, 2, 3, 4 bedeuten und mehrere Reste R111, R113 gleich oder verschieden sein können.


    worin
    R121, R122
    Alkyl oder Aryl,
    R123
    H, Alkyl, Alkoxy oder Aryloxy,
    R124, R125
    H oder Alkyl,
    R126
    CN oder Acyl,
    R127
    H, Alkyl oder R126 bedeuten und
    benachbarte Reste R121 bis R127 einen 5- bis 8-gliedrigen Ring bilden können.

    [0018] Bevorzugte EOP-Fänger-Verbindungen sind:

    worin
    n21
    1, 2, 3, 4,
    R201, R202
    H oder eine alkalilabile Gruppe,
    R203
    Alkyl, Aryl, Alkenyl, Acyl, Alkoxy, Acylamino, Nitro, N(R204)R205, COOH, SO3H, Halogen oder Cyano,
    R204, R205
    H, Alkyl, Aryl oder Alkenyl bedeuten und
    benachbarte Reste R201 bis R205 einen 5- bis 8-gliedrigen Ring bilden und mehrere Reste R203 gleich oder verschieden sein können.

    worin
    m21
    0, 1,
    n21
    0, 1, 2, 3,
    R211
    H oder eine alkalilabile Gruppe,
    R212, R213
    Acyl,
    R214
    Alkyl, Aryl, Alkenyl, Acyl, -OR211, Alkoxy, Aryloxy, Halogen, COOH oder SO3H bedeuten und
    wobei mehrere Reste R214 gleich oder verschieden sein können.

            R231-X221     (XI),

    worin
    R231
    Alkyl, Alkenyl, Aryl oder Heterocyclyl,
    X221
    SO2M, SH, -N(R222)2,
    M
    H, Alkalimetall, Acylhydrazo, N(R223)4, (R224)2C=N-NH und
    R222, R223, R224
    gleich oder verschieden sind und Alkyl bedeuten oder zwei Reste R222 bis R224 einen Ring bilden können.


    [0019] Bevorzugte Farbentwickler-Fänger sind:

            R301-(L301-L302)m30-X301     (XII),

    worin
    R301
    die Bedeutung wie R231 hat,
    L301
    eine Einfachbindung, Alkylen, -O-, -S- oder -NR302,
    L302
    -CO-, -SO-, -SO2-, -CS-,

    -C=(NR303)- oder -Si(R304)(R305)-,
    R302
    H oder Alkyl,
    R303, R304, R305
    Alkyl
    X301
    Aryloxy, Alkyloxy, Heterocyclyloxy, Alkylthio, Arylthio, Heterocyclylthio oder Halogen und
    m30
    0, wenn X301 Halogen ist, sonst 1 bedeuten.


    [0020] Bevorzugte Farbkuppler sind

    worin
    R401
    H, Cl,
    R402
    Alkylcarbonylamino, Arylcarbonylamino, Anilino und
    X401
    H, Cl; einen über N gebundenen Heterocyclus, z.B. Pyrazolo; Arylthio, Alkylthio, Aryloxy bedeuten;


    worin
    R411
    Alkyl, Aryl
    Z411
    -N= und Z412 -C(R412)= oder Z411 -(C(R412)= und Z412 -N=
    R412
    Alkyl, Aryl und
    X411
    H, Cl, Aryloxy; einen über N gebundenen Heterocyclus, z.B. Pyrazolo; Alkylthio, Arylthio bedeuten;


    worin
    R431
    Alkyl, Aryl,
    R432
    Alkoxy, Halogen, Aryloxy,
    R433
    Acyl, Acylamino, Alkyl, Aryl, Alkoxy, Halogen,
    X431
    -N(R431)-
    X432
    über N gebundenen stickstoffhaltigen Heterocyclus,
    n43
    0,1 und
    m43
    1,2 bedeuten,
    wobei zwei Reste R431 einen 5- bis 7-gliedrigen Ring bilden können;

    worin
    R441
    H, Cl, Alkoxy,
    R442
    Alkyl, Acylamino,
    R443
    H, Acylamino und
    X441
    H, Cl, Acyloxy, Alkoxy, Aryloxy, Alkylthio, Arylthio bedeuten oder
    R441 und R442
    einen ankondensierten, gegebenenfalls substituierten Benzol- oder Oxazol-Ring bilden.


    [0021] Alkylreste können geradkettig, verzweigt oder cyclisch sowie gegebenenfalls substituiert sein. Arylreste können substituiert sein. Acylreste leiten sich von aliphatischen, olefinischen, aromatischen oder heterocyclischen Carbon-, Kohlen-, Carbamin-, Sulfon-, Amidosulfon-, Phosphor- oder Phosphonsäuren ab.

    [0022] Die Verbindungen der Formeln (II) bis (XVI) sind über einen ihrer Substituenten und die Gruppe L mit dem Polysiloxangerüst verknüpft.

    [0023] Die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel (I) können nach dem in EP 480 466 beschriebenen Verfahren oder durch bekannte polymeranaloge Verfahren hergestellt werden.

    [0024] Die Summe aus n und m beträgt bei offenkettigen Verbindungen der Formel (I) insbesondere 4 bis 50, bevorzugt 4 bis 30, bei cyclischen Verbindungen 3 bis 7.

    [0025] Beispiele für erfindungsgemäße Verbindungen sind solche der nachfolgenden Formeln, wobei

    andeutet, daß die in Klammern gesetzten Gruppen entsprechend dem Molekulargewicht

    g (Gewichtsmittel) vielfach vorkommen. Bei Verwendung von zwei oder mehr unterschiedlichen Monomeren ist der Polymeraufbau statistisch.































































    [0026] Die Verbindung der Formel (I) wird in der wenigstens einen Schicht, vorzugsweise in einer Menge von 0,001 bis 5 g/m2 Material, insbesondere 0,001 bis 2 g/m2 Material eingesetzt.

    [0027] Die Zugabe der Verbindung der Formel (I) erfolgt als Lösung oder Dispersion, z.B. als Lösung in Ethylacetat, zur Gießlösung für die betreffende Schicht.

    [0028] Das fotografische Material kann ein Schwarz-Weiß-Material oder ein farbfotografisches Material sein.

    [0029] Beispiele für farbfotografische Materialien sind Farbnegativfilme, Farbumkehrfilme, Farbpositivfilme, farbfotografisches Papier, farbumkehrfotografisches Papier, farbempfindliche Materialien für das Farbdiffusionstransfer-Verfahren oder das Silberfarbbleich-Verfahren.

    [0030] Die fotografischen Materialien bestehen aus einem Träger, auf den wenigstens eine lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht aufgebracht ist. Als Träger eignen sich insbesondere dünne Filme und Folien. Eine Übersicht über Trägermaterialien und auf deren Vorder- und Rückseite aufgetragene Hilfsschichten ist in Research Disclosure 37254, Teil 1 (1995), S. 285 dargestellt.

    [0031] Die farbfotografischen Materialien enthalten üblicherweise mindestens je eine rotempfindliche, grünempfindliche und blauempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht sowie gegebenenfalls Zwischenschichten und Schutzschichten.

    [0032] Je nach Art des fotografischen Materials können diese Schichten unterschiedlich angeordnet sein. Dies sei für die wichtigsten Produkte dargestellt:

    [0033] Farbfotografische Filme wie Colornegativfilme und Colorumkehrfilme weisen in der nachfolgend angegebenen Reihenfolge auf dem Täger 2 oder 3 rotempfindliche, blaugrünkuppelnde Silberhalogenidemulsionsschichten, 2 oder 3 grünempfindliche, purpurkuppelnde Silberhalogenidemulsionsschichten und 2 oder 3 blauempfindliche, gelbkuppelnde Silberhalogenidemulsionsschichten auf. Die Schichten gleicher spektraler Empfindlichkeit unterscheiden sich in ihrer fotografischen Empfindlichkeit, wobei die weniger empfindlichen Teilschichten in der Regel näher zum Träger angeordnet sind als die höher empfindlichen Teilschichten.

    [0034] Zwischen den grünempfindlichen und blauempfindlichen Schichten ist üblicherweise eine Gelbfilterschicht angebracht, die blaues Licht daran hindert, in die darunter liegenden Schichten zu gelangen.

    [0035] Farbfotografisches Papier, das in der Regel wesentlich weniger lichtempfindlich ist als ein farbfotografischer Film, weist in der nachfolgend angegebenen Reihenfolge auf dem Träger üblicherweise je eine blauempfindliche, gelbkuppelnde Silberhalogenidemulsionsschicht, eine grünempfindliche, purpurkuppelnde Silberhalogenidemulsionsschicht und eine rotempfindliche, blaugrünkuppelnde Silberhalogenidemulsionsschicht auf; die Gelbfilterschicht kann entfallen.

    [0036] Abweichungen von Zahl und Anordnung der lichtempfindlichen Schichten können zur Erzielung bestimmter Ergebnisse vorgenommen werden. Zum Beispiel können alle hochempfindlichen Schichten zu einem Schichtpaket und alle niedrigempfindlichen Schichten zu einem anderen Schichtpaket in einem fotografischen Film zusammengefaßt sein, um die Empfindlichkeit zu steigern (DE 25 30 645).

    [0037] Die Möglichkeiten der unterschiedlichen Schichtanordnungen und ihre Auswirkungen auf die fotografischen Eigenschaften werden in J. Int. Rec. Mats., 1994, Vol. 22, Seiten 183 - 193 beschrieben.

    [0038] Wesentliche Bestandteile der fotografischen Emulsionsschichten sind Bindemittel, Silberhalogenidkörnchen und Farbkuppler.

    [0039] Angaben über geeignete Bindemittel finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 2 (1995), S. 286.

    [0040] Angaben über geeignete Silberhalogenidemulsionen, ihre Herstellung, Reifung, Stabilisierung und spektrale Sensibilisierung einschließlich geeigneter Spektralsensibilisatoren finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 3 (1995), S. 286 und in Research Disclosure 37038, Teil XV (1995), S. 89.

    [0041] Fotografische Materialien mit Kameraempfindlichkeit enthalten üblicherweise Silberbromidiodidemulsionen, die gegebenenfalls auch geringe Anteile Silberchlorid enthalten können. Fotografische Kopiermaterialien enthalten entweder Silberchloridbromidemulsionen mit bis 80 mol-% AgBr oder Silberchloridbromidemulsionen mit über 95 mol-% AgCl.

    [0042] Angaben zu den Farbkupplern finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 4 (1995), S. 288 und in Research Disclosure 37038, Teil II (1995), S. 80. Die maximale Absorption der aus den Kupplern und dem Farbentwickleroxidationsprodukt gebildeten Farbstoffe liegt vorzugsweise in den folgenden Bereichen: Gelbkuppler 430 bis 460 nm, Purpurkuppler 540 bis 560 nm, Blaugrünkuppler 630 bis 700 nm.

    [0043] In farbfotografischen Filmen werden zur Verbesserung von Empfindlichkeit, Körnigkeit, Schärfe und Farbtrennung häufig Verbindungen eingesetzt, die bei der Reaktion mit dem Entwickleroxidationsprodukt Verbindungen freisetzen, die fotografisch wirksam sind, z.B. DIR-Kuppler, die einen Entwicklungsinhibitor abspalten.

    [0044] Angaben zu solchen Verbindungen, insbesondere Kupplern, finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 5 (1995), S. 290 und in Research Disclosure 37038, Teil XIV (1995), S. 86.

    [0045] Die meist hydrophoben Farbkuppler, aber auch andere hydrophobe Bestandteile der Schichten, werden üblicherweise in hochsiedenden organischen Lösungsmitteln gelöst oder dispergiert. Diese Lösungen oder Dispersionen werden dann in einer wäßrigen Bindemittellösung (üblicherweise Gelatinelösung) emulgiert und liegen nach dem Trocknen der Schichten als feine Tröpfchen (0,05 bis 0,8 µm Durchmesser) in den Schichten vor.

    [0046] Geeignete hochsiedende organische Lösungsmittel, Methoden zur Einbringung in die Schichten eines fotografischen Materials und weitere Methoden, chemische Verbindungen in fotografische Schichten einzubringen, finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 6 (1995), S. 292.

    [0047] Die in der Regel zwischen Schichten unterschiedlicher Spektralempfindlichkeit angeordneten nicht lichtempfindlichen Zwischenschichten können Mittel enthalten, die eine unerwünschte Diffusion von Entwickleroxidationsprodukten aus einer lichtempfindlichen in eine andere lichtempfindliche Schicht mit unterschiedlicher spektraler Sensibilisierung verhindern.

    [0048] Geeignete Verbindungen (Weißkuppler, Scavenger oder EOP-Fänger) finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 7 (1995), S. 292 und in Research Disclosure 37038, Teil III (1995), S. 84.

    [0049] Das fotografische Material kann weiterhin UV-Licht absorbierende Verbindungen, Weißtöner, Abstandshalter, Filterfarbstoffe, Formalinfänger, Lichtschutzmittel, Antioxidantien, DMin-Farbstoffe, Zusätze zur Verbesserung der Farbstoff-, Kuppler- und Weißenstabilität sowie zur Verringerung des Farbschleiers, Weichmacher (Latices), Biocide und anderes enthalten.

    [0050] Geeignete Verbindungen finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 8 (1995), S. 292 und in Research Disclosure 37038, Teile IV, V, VI, VII, X, XI und XIII (1995), S. 84 ff.

    [0051] Die Schichten farbfotografischer Materialien werden üblicherweise gehärtet, d.h., das verwendete Bindemittel, vorzugsweise Gelatine, wird durch geeignete chemische Verfahren vernetzt.

    [0052] Geeignete Härtersubstanzen finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 9 (1995), S. 294 und in Research Disclosure 37038, Teil XII (1995), Seite 86.

    [0053] Nach bildmäßiger Belichtung werden farbfotografische Materialien ihrem Charakter entsprechend nach unterschiedlichen Verfahren verarbeitet. Einzelheiten zu den Verfahrensweisen und dafür benötigte Chemikalien sind in Research Disclosure 37254, Teil 10 (1995), S. 294 sowie in Research Disclosure 37038, Teile XVI bis XXIII (1995), S. 95 ff. zusammen mit exemplarischen Materialien veröffentlicht.

    Beispiel 1


    Probe A



    [0054] Es werden 10 g des Kupplers Y-1 und 5 g des Kupplerlösungsmittels OF-1 in 20 g niedrigsiedendem Hilfslösungsmittel gelöst und in 100 g 10 gew.-%iger Gelatinelösung dispergiert. Das so erhaltene Emulgat wird zur Bestimmung der Lagerstabilität einer Digestionsprüfung unterzogen. Dazu wird das Emulgat 5 Tage bei 40°C gelagert und nach 1 und 5 Tagen begutachtet. Hierzu wird mittels Mikroskop das Auftreten von Kristallen ermittelt sowie mittels Laserkorrelationsspektroskopie die mittlere Teilchengröße und mit einem Coulter Counter der Grobteilchenanteil bestimmt (Tabelle 1).

    Proben B bis M



    [0055] Die Proben B bis M werden hergestellt und geprüft wie Probe A mit dem Unterschied, daß dem Emulgat eine fotographische nützliche Verbindung (PNV) zugesetzt wurde und gegebenenfalls Kuppler und Kupplerlösungsmittel durch die in Tabelle 1 angegebenen Verbindungen ausgetauscht wurden.






    Beispiel 2



    [0056] Ein für einen Schnellverarbeitungsprozeß geeignetes farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial wurde hergestellt, indem auf einen Schichtträger aus beidseitig mit Polyethylen beschichtetem Papier die folgenden Schichten in der angegebenen Reihenfolge aufgetragen wurden. Die Mengenangaben beziehen sich jeweils auf 1 m2. Für den Silberhalogenidauftrag werden die entsprechenden Mengen AgNO3 angegeben.

    Schichtaufbau Probe 1



    [0057] 
    Schicht 1:
    (Substratschicht)
    0,2 g Gelatine
    Schicht 2:
    (blauempfindliche Schicht)
    blauempfindliche Silberhalogenidemulsion (99,5 mol-% Chlorid, 0,5 mol-% Bromid, mittlerer Korndurchmesser 0,8 µm) aus
    0,53 g AgNO3 mit
    1,11 g Gelatine
    0,60 g Gelbkuppler Y-2
    0,15 g Weißkuppler W-1
    0,40 g Kupplerlösungsmittel OF-3
    Schicht 3:
    (Schutzschicht)
    1,1 g Gelatine
    0,04 g 2,5-Di-tert.-octylhydrochinon
    0,04 g Verbindung SC-1
    0,04 g Trikresylphosphat (TKP)
    Schicht 4:
    (grünempfindliche Schicht)
    grünsensibilisierte Silberhalogenidemulsion (99,5 mol-% Chlorid, 0,5 mol-% Bromid, mittlerer Korndurchmesser 0,6 µm) aus
    0,25 g AgNO3 mit
    0,95 g Gelatine
    0,20 g Purpurkuppler M-2
    0,15 g Farbstoffstabilisator ST-4
    0,08 g Farbstoffstabilisator ST-5
    0,18 g Kupplerlösungsmittel OF-4
    0,12 g Kupplerlösungsmittel OF-5
    Schicht 5:
    (UV-Schutzschicht)
    0,75 g Gelatine
    0,2 g UV-Absorber UV-1
    0,1 g UV-Absorber UV-2
    0,04 g 2,5-Di-tert.-octylhydrochinon
    0,04 g Verbindung SC-1
    0,1 g Kupplerlösungsmittel OF-6
    0,04 g TKP
    Schicht 6:
    (rotempfindliche Schicht)
    rotsensibilisierte Silberhalogenidemulsion (99,5 mol-% Chlorid, 0,5 mol-% Bromid, mittlerer Korndurchmesser 0,5 µm) aus
    0,30 g AgNO3 mit
    0,75 g Gelatine
    0,36 g Blaugrünkuppler C-1
    0,30 g TKP
    0,06 g Farbstoffstabilisator ST-6
    Schicht 7:
    (UV-Schutzschicht)
    0,85 g Gelatine
    0,36 g UV-Absorber UV-1
    0,18 g UV-Absorber UV-2
    0,18 g Kupplerlösungsmittel OF-6
    Schicht 8:
    (Schutzschicht)
    0,9 g Gelatine
    0,3 g Härtungsmittel H-1


    [0058] Die verwendeten Verbindungen haben die folgenden Formeln:




    Proben 2 bis 9



    [0059] Die Proben 2 bis 9 wurden hergestellt wie Probe 1 mit dem Unterschied, daß in der Schicht 2 zusätzlich die in Tabelle 2.1 angegebene Menge eines Farbstoffstabilisators zugesetzt und die entsprechende Menge Kupplerlösungsmittel OF-3 weggelassen wurde.

    [0060] Die Proben werden anschließend hinter einem graduierten Graukeil durch einen U 449-Filter belichtet und anschließend wie folgt verarbeitet:
    a) Farbentwickler - 45 s - 35°C
    Tetraethylenglykol 20,0 g
    N,N-Diethylhydroxylamin 4,0 g
    N-Ethyl-N-(2-methansulfonamidoethyl)-4-amino-3-methylbenzol-sesquisulfat 5,0 g
    Kaliumsulfit 0,2 g
    Kaliumcarbonat 30,0 g
    Polymaleinsäureanhydrid 2,5 g
    Hydroxyethandiphosphonsäure 0,2 g
    Weißtöner (4,4'-Diaminstilbensulfonsäure-Derivat) 2,0 g
    Kaliumbromid 0,02 g
    auffüllen mit Wasser auf 1 000 ml; pH-Wert mit KOH oder H2SO4 auf pH 10,2 einstellen.
    b) Bleichfixierbad - 45 s - 35°C
    Ammoniumthiosulfat 75,0 g
    Natriumhydrogensulfit 13,5 g
    Ethylendiamintetraessigsäure (Eisen-Ammonium-Salz) 45,0 g
    auffüllen mit Wasser auf 1 000 ml; pH-Wert mit Ammoniak (25 %) oder Essigsäure auf pH 6,0 einstellen.
    c) Wässern - 2 min - 33°C
    d) Trocknen

    [0061] Die Proben wurden anschließend 42 Tage bei 85°C und 60 % rel. Feuchte dunkel gelagert und dann die prozentuale Änderung der Maximaldichte (ΔDmax) sowie die absolute Änderung der Purpur- und Blaugrün-Nebendichte bei der Gelbmaximaldichte (ΔNDpp, ΔNDbg) ermittelt (Tabelle 2).





    [0062] Wie Tabelle 2 zeigt, sind die erfindungsgemäßen Verbindungen sehr gute Dunkellagerstabilisatoren (Vergleich mit bekannten Gelbfarbstoffstabilisatoren ST-7, ST-8 und ST-9) und können auch mit anderen Farbstoffstabilisatoren vorteilhaft kombiniert werden.

    [0063] Das Siloxan ST-10 ohne eine erfindungsgemäße fotographisch nützliche Gruppe ist praktisch ohne stabilisierende Wirkung.

    Beispiel 3


    Proben 10 bis 24



    [0064] Die Proben 10 bis 24 werden hergestellt wie Probe 1 mit dem Unterschied, daß in der Schicht 4 die Farbstoffstabilisatoren ST-4 und ST-5 durch die in Tabelle 3 angegebenen ausgetauscht werden. Bei den Proben 16 bis 20 bzw. 21 bis 24 wird außerdem der Purpurkuppler M-2 durch 0,13 g des Purpurkupplers M-3 bzw. 0,48 g M-4 ausgetauscht. Im letzteren Fall wird der Silberauftrag um 60 % erhöht.

    [0065] Die Proben werden anschließend hinter einem graduierten Graukeil belichtet und wie für Probe 1 beschrieben verarbeitet. Dann wurden die pp-Maximaldichte bestimmt (Tabelle 3) und die Proben mit dem Licht einer Xenonlampe mit 15·106 luxh bestrahlt. Danach wird der prozentuale Dichterückgang bei den Anfangsdichten D = 0,6 und D = 1,4 ermittelt (Tabelle 3).





    [0066] Wie Tabelle 3 zeigt, sind die erfindungsgemäßen Verbindungen sehr gute Lichtstabilisatoren für pp-Kuppler (Vergleich mit bekannten Purpurfarbstoffstabilisatoren ST-4, ST-11, ST-12 und ST-13) und können auch gut miteinander kombiniert werden.

    Beispiel 4


    Probe I



    [0067] Auf einem Schichtträger aus transparentem Polyethylenterephthalat werden folgende Schichten in der angegebenen Reihenfolge aufgebracht. Die Mengenangaben beziehen sich jeweils auf 1 m2.
    Schicht 1:
    (Substratschicht)
    0,2 g Gelatine
    Schicht 2:
    (UV-Schicht)
    0,85 g Gelatine
    0,51 g UV-Absorber UV-1
    0,25 g Ölformer OF-6
    Schicht 3:
    (Schutzschicht)
    0,7 g Gelatine
    0,03 g Härtungsmittel H-2
    H-2
    H2C=CH-SO2-CH2-SO2-CH=CH2

    Proben II bis IX



    [0068] Die Proben II bis IX werden hergestellt wie Probe I mit dem Unterschied, daß der UV-Absorber UV-1 ausgetauscht wird gegen die in Tabelle 4 angegebene Menge eines anderen UV-Absorbers. Bei den Proben V bis IX wird außerdem der Ölformer weggelassen.

    [0069] Anschließend wird das Absorptionsmaximum λmax und die Absorption bei λmax bestimmt (Tabelle 4). Danach werden die Proben 21 Tage bei 35°C, 95 % r. F. gelagert und der prozentuale Rückgang der Absorption bei λmax ermittelt (Tabelle 4).





    [0070] Wie Tabelle 4 zeigt, ergeben die erfindungsgemäßen Verbindungen unter Tropenlagerbedingungen deutlich stabilere UV-Schichten.

    Beispiel 5


    Proben N bis Y



    [0071] Die Proben N bis Y hergestellt wie Probe A mit dem Unterschied, daß der Kuppler Y-1 durch die in Tabelle 5 angegeben Kuppler mengengleich ausgetauscht wird und der Ölformer OF-1 durch Dibutylphthalat ersetzt wird.

    [0072] Die Proben werden anschließend der für Probe A beschriebenen Digestionsprüfung unterzogen (Tabelle 5).

    [0073] Wie Tabelle 5 zeigt, werden mit den erfindungsgemäßen Farbkupplern deutlich stabilere Emulgate erhalten.






    Beispiel 6


    Proben 25 und 26



    [0074] Die Proben 25 und 26 werden hergestellt wie Probe 1 mit dem Unterschied, daß die Farbkuppler in den Schichten 2 (gb), 4 (pp) und 6 (bg) durch die in Tabelle 6 angegebenen ausgetauscht werden. Bei Probe 26 wurde die Ölbildnermenge in der jeweiligen Schicht um 50 % reduziert. Anschließend werden die Proben durch einen Stufenkeil belichtet. Dabei werden zusätzlich Filter in den Strahlengang der Belichtungseinheit gebracht, so daß der Keil bei einer optischen Dichte von D = 0,6 neutral erscheint. Zusätzlich wird das Material durch einen Stufenkeil jeweils mit einem für rotes, grünes und blaues Licht durchlässigen Filter belichtet, so daß ein Blaugrün-, Purpur- und Gelb-Farbauszug erhalten wird.

    [0075] Die Neutralkeile (NK) und Farbauszugskeile (FAZ) werden wie für Probe 1 beschrieben verarbeitet. Anschließend werden Empfindlichkeit (E), Gradation (γ1 und γ2) und Maximaldichte (Dmax) bestimmt (Tabelle 6).

    [0076] Wie Tabelle 6 zeigt, werden mit den erfindungsgemäßen Farbkupplern vergleichbare sensitometrische Ergebnisse erhalten wie mit den Vergleichskupplern.


    Beispiel 7


    Probe 27 bis 36



    [0077] Die Proben 27 bis 36 werden hergestellt wie Probe 1 mit dem Unterschied, daß in der Schicht 3 und der Schicht 5 TKP, SC-1 und 2,5-Di-tert.-octylhydrochinon ausgetauscht werden durch 0,08 g der in Tabelle 7 angegebenen Verbindungen. Außerdem wurde in Schicht 4 der Purpurkuppler M-2 ausgetauscht gegen 0,24 g M-1.

    [0078] Die Proben werden hinter einem graduierten Graukeil durch einen für grünes Licht durchlässigen Filter belichtet und wie für Probe 1 beschrieben verarbeitet. Anschließend werden die prozentualen Gelb- und Blaugrünnebendichte (NDgb, NDbg) bei Dpp = 1,0 gemessen (Tabelle 7).

    [0079] Danach werden die Proben mit dem Licht einer auf Tageslicht nomierten Xenonlampe (10 klux) mit 20x106 luxh bestrahlt und die prozentualen Dichterückgänge bei einer Anfangsdichte von Dpp = 1,0 ermittelt (ΔD1,0) (Tabelle 7).







    [0080] Wie Tabelle 7 zeigt, sind die erfindungsgemäßen Verbindungen ebenso effektive EOP-Fänger wie die Vergleichsverbindungen SC-2 und SC-3 ohne jedoch die Lichtstabilität des Purpurfarbstoffes zu beeinträchtigen.


    Ansprüche

    1. Fotografisches Material mit wenigstens einer lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht und wenigstens einer nicht-lichtempfindlichen Schicht auf einem Träger, das in wenigstens einer der Schichten wenigstens eine Verbindung der Formel (I) enthält,

    worin
    worin

    R1   H, Alkyl, Si(CH3)3 oder zusammen mit R5 eine direkte Bindung,

    R2, R4   Hydroxy, Alkoxy, Alkyl, Phenyl, OSi(CH3)3 oder -OSi(OR6),

    R3   Alkyl, Aryl oder Alkenyl,

    R5   OH, Alkoxy, -OSi(CH3)3 oder zusammen mit R1 eine direkte Bindung.

    R6   Alkyl,

    L   ein zweiwertiges Brückenglied,

    PUG   eine fotografisch wirksame Gruppe,

    n   0 bis 100 und

    m   2 bis 100 bedeuten.


     
    2. Fotografisches Material nach Anspruch 1, wobei

    R1   H oder Si(CH3)3,

    R2 und R4   CH3,

    R3   Alkyl,

    R5   OH oder OSi(CH3)3,

    R6   C1-C4-Alkyl,

    L   -(La)-(Lb)r-(CH2)s-(Lc)t-(Ld)u-(Le)v-

    r, s, t, u, v   0 oder 1,

    La   Alkylen,

    Lb   Arylen,

    Lc   -O- oder -NR7-,

    Ld   -CO-,

    Le   Alkylen, Arylen oder Aralkylen und

    R7   H, Alkyl oder Aryl bedeuten,

    wobei La -CH2-CR8R9 ist, wenn r 1 ist und s 0 ist, wenn r 0 ist und
    R8, R9 H oder CH3 bedeuten.
     
    3. Fotografisches Material nach Anspruch 1, wobei

    L   -CH2-CH2-Lb-Lh,

    -(CH2)o-Lf-Le-Lg- oder
    -(CH2)o-O-,

    o   eine ganze Zahl größer 2, insbesondere 3,

    p   0 oder 1,

    q   0 oder 1,

    Lf   -O-, -OCO- oder -O-CO-NH-,

    Lg   -O-, -CO- oder -O-CO- und

    Lh   -O-, -NR3-, -OCO- oder -NHCO- bedeuten.


     
    4. Fotografisches Material nach Anspruch 1, wobei PUG eine der Formeln (II) bis (XII) erfüllt und die Verbindungen der Formeln (II) bis (XII) über einen ihrer Substituenten und die Gruppe L mit dem Polysiloxangerüst verknüpft sind:

    wobei

    R21   H, Alkyl, Aryl, Acyl, Alkenyl,

    R22 bis R26   H, Alkyl, Alkenyl, Aryl, Acyl, Acylamino, Acyloxy, Alkoxy, Aryloxy, Halogen, -COOH, -SO3H, Cyano, -N(R27)R28,

    R27,28   H, Alkyl, Aryl bedeuten,

    R24   nicht H ist, wenn R21 H oder Acyl ist und benachbarte Reste R21 bis R28 auch einen 5- bis 8-gliedrigen Ring bilden können;



    wobei

    R31   H, Alkyl, Aryl, Acyl, Alkenyl,

    R32 bis R35   H, Alkyl, Aryl, Alkenyl, Acyl,

    Q31   eine Gruppe zur Vervollständigung eines 5- bis 8-gliedrigen Ringes, bedeuten und

    R36 und R37   die Bedeutung von R22 haben;



            R41-S-R42     (IV),

    worin

    R41, R42   Alkyl, Aryl, Alkenyl bedeuten und

    R41 und R42   einen 5- bis 8-gliedrigen Ring bilden können.



    worin

    R51, R52, R53, R54 H, Alkyl, Aryl, Alkenyl, Acyl, Cyano, -COOH, -SO3H, vorzugsweise H, Alkyl, Aryl, Acyl bedeuten und zwei Reste R51 bis R54 einen 5- bis 8-gliedrigen Ring bilden können und einer der Reste R51 bis R54 ungleich H ist;



    worin

    R101   H oder eine alkalilabile Gruppe,

    R104   Alkyl, Aryl, Alkyl, Alkoxy, Aryloxy, Alkylthio, Arylthio, Acyl, Acylamino oder Acyloxy,

    R102, R103   H oder R104,

    R105 bis R108 R104,   H oder Halogen bedeuten;



    worin

    R111, R113   Halogen, OH, SH, Alkyl, Aryl, Alkoxy, Aryloxy, Acyloxy, Acylamino, Acyl, N(R115)R116, Alkylthio oder Arylthio,

    R112   H, OH, Halogen, Alkyl,

    R114   Alkyl, Alkoxy, Aryloxy, Alkylthio, Arylthio oder

    R114   Alkyl, Alkoxy, Aryloxy, Alkylthio, Arylthio oder ,

    R115, R116   H, Alkyl, Aryl,

    m11, n11, o11,   0, 1, 2, 3, 4 bedeuten und mehrere Reste R111, R113 gleich oder verschieden sein können.



    worin

    R121, R122   Alkyl oder Aryl,

    R123   H, Alkyl, Alkoxy oder Aryloxy,

    R124, R125   H oder Alkyl,

    R126   CN oder Acyl,

    R127   H, Alkyl oder R126 bedeuten und

    benachbarte Reste R121 bis R127 einen 5- bis 8-gliedrigen Ring bilden können;

    worin

    n21   1, 2, 3, 4,

    R201, R202   H oder eine alkalilabile Gruppe,

    R203   Alkyl, Aryl, Alkenyl, Acyl, Alkoxy, Acylamino, Nitro, N(R204)R205, COOH, SO3H, Halogen oder Cyano,

    R204, R205   H, Alkyl, Aryl oder Alkenyl bedeuten und

    benachbarte Reste R201 bis R205 einen 5- bis 8-gliedrigen Ring bilden und mehrere Reste R203 gleich oder verschieden sein können;

    worin

    m21   0, 1,

    n21   0, 1, 2, 3,

    R211   H oder eine alkalilabile Gruppe,

    R212, R213   Acyl,

    R214   Alkyl, Aryl, Alkenyl, Acyl, -OR211, Alkoxy, Aryloxy, Halogen, COOH oder SO3H bedeuten und

    wobei mehrere Reste R214 gleich oder verschieden sein können;

            R231-X221     (XI),

    worin

    R231   Alkyl, Alkenyl, Aryl oder Heterocyclyl,

    X221   SO2M, SH, -N(R222)2,

    M   H, Alkalimetall, Acylhydrazo, N(R223)4, (R224)2C=N-NH und

    R222, R223, R224   gleich oder verschieden sind und Alkyl bedeuten oder zwei Reste R222 bis R224 einen Ring bilden können;



            R301-(L301-L302)m30-X301     (XII),

    worin

    R301   die Bedeutung wie R231 hat,

    L301   eine Einfachbindung, Alkylen, -O-, -S- oder -NR302,

    L302   -CO-, -SO-, -SO2-, -CS-,

    -C=(NR303)-oder -Si(R304)(R305)-,

    R302   H oder Alkyl,

    R303, R304, R305   Alkyl

    X301   Aryloxy, Alkyloxy, Heterocyclyloxy, Alkylthio, Arylthio, Heterocyclylthio oder Halogen und

    m30   0, wenn X301 Halogen ist, sonst 1 bedeuten.


     
    5. Fotografisches Material nach Anspruch 1, wobei PUG eine der Formeln (XIII) bis (XVI) erfüllt und die Verbindungen der Formeln (XII) bis (XVI) über einen ihrer Substituenten mit dem Polysiloxangerüst verknüpft sind

    worin

    R401   H, Cl,

    R402   Alkylcarbonylamino, Arylcarbonylamino, Anilino und

    X401   H, Cl, einen über N gebundenen Heterocyclus, Arylthio, Alkylthio, Aryloxy bedeuten;



    worin

    R411   Alkyl, Aryl

    Z411   -N= und Z412 -C(R412)= oder Z411 -(C(R412)= und Z412 -N=

    R412   Alkyl, Aryl und

    X411   H, Cl, Aryloxy, einen über N gebundenen Heterocyclus, Alkylthio, Arylthio bedeuten;



    worin

    R431   Alkyl, Aryl,

    R432   Alkoxy, Halogen, Aryloxy,

    R433   Acyl, Acylamino, Alkyl, Aryl, Alkoxy, Halogen,

    X431   -N(R431)-

    X432   über N gebundenen stickstoffhaltigen Heterocyclus,

    n43   0,1 und

    m43   1,2 bedeuten,

    wobei zwei Reste R431 einen 5- bis 7-gliedrigen Ring bilden können;

    worin

    R441   H, Cl, Alkoxy,

    R442   Alkyl, Acylamino,

    R443   H, Acylamino und

    X441   H, Cl, Acyloxy, Alkoxy, Aryloxy, Alkylthio, Arylthio bedeuten oder

    R441 und R442   einen ankondensierten, gegebenenfalls substituierten Benzol- oder Oxazol-Ring bilden.


     
    6. Fotografisches Material nach Anspruch 1, wobei die Verbindung der Formel (I) in wenigstens einer Schicht in einer Menge von 0,001 bis 5 g/m2 Material eingesetzt wird.
     





    Recherchenbericht