[0001] Die Erfindung betrifft ein fotografisches Material, das fotografisch wirksame Verbindungen
(PUG) kovalent an ein bestimmtes Polymer gebunden enthält und dadurch mit dünneren
Schichten hergestellt werden kann.
[0002] Es ist bekannt, Polysiloxane in der Ölphase bei der Emulgierung von Farbkupplern
(z.B. EP 555 923) oder als Gleitmittel in fotografischen Materialien einzusetzen.
[0003] Verwendet man die Polysiloxane nach EP 555 923 als Additiv zur Ölphase, in der beispielsweise
ein Farbkuppler gelöst oder dispergiert ist, erreicht man zwar eine verbesserte Stabilität
der Phase gegen Kristallisation, handelt sich aber andere Nachteile ein. Beispielsweise
ist die Farbstoffstabilität des aus dem Kuppler gebildeten Farbstoffs unzureichend.
[0004] Aufgabe der Erfindung war, fotografisch wirksame Verbindungen in einer Weise in die
Schichten eines fotografischen Materials einzubringen, daß folgende Bedingungen erfüllt
werden:
1. Große Emulgatstabilität,
2. keine Kristallisation in der Schicht,
3. Diffusionsstabilität,
4. geringe Schichtbelastung.
[0005] Es wurde nun gefunden, daß sich diese Aufgaben mit einer Verbindung der Formel (I)
lösen lassen.
[0006] Gegenstand der Erfindung ist daher ein fotografisches Material mit wenigstens einer
lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht und wenigstens einer nicht-lichtempfindlichen
Schicht auf einem Träger, das in wenigstens einer der Schichten wenigstens eine Verbindung
der Formel (I) enthält,

worin
- R1
- H, Alkyl, Si(CH3)3 oder zusammen mit R5 eine direkte Bindung,
- R2, R4
- Hydroxy, Alkoxy, Alkyl, Phenyl, OSi(CH3)3 oder -OSi(OR6),
- R3
- Alkyl, Aryl oder Alkenyl,
- R5
- OH, Alkoxy, -OSi(CH3)3 oder zusammen mit R1 eine direkte Bindung.
- R6
- Alkyl,
- L
- ein zweiwertiges Brückenglied,
- PUG
- eine fotografisch wirksame Gruppe,
- n
- 0 bis 100 und
- m
- 2 bis 100 bedeuten.
[0007] Die Substituenten in einem Polymer mit gleicher Bezeichnung (z.B. R
2) können gleich oder verschieden sein.
- R1
- ist vorzugsweise H oder Si(CH3)3,
- R2 und R4
- sind vorzugsweise CH3,
- R3
- ist vorzugsweise Alkyl,
- R5
- ist vorzugsweise OH oder OSi (CH3)3,
- R6
- ist vorzugsweise C1-C4-Alkyl,
- L
- ist bevorzugt -(La)-(Lb)r-(CH2)s-(Lc)t-(Ld)u-(Le)v-,
- r, s, t, u, v
- sind 0 oder 1,
- La
- ist Alkylen,
- Lb
- ist Arylen,
- Lc
- ist -O- oder -NR7-,
- Ld
- ist -CO-,
- Le
- ist Alkylen, Arylen oder Aralkylen und
- R7
- ist H, Alkyl oder Aryl,
wobei L
a -CH
2-CR
8R
9 ist, wenn r 1 ist und s 0 ist, wenn r 0 ist und
R
8, R
9 H oder CH
3 bedeuten.
[0008] Besonders bevorzugt hat L folgende Bedeutungen:
-CH
2-CH
2-L
b-L
h-,

-(CH
2)
o-L
f-L
e-L
g- oder
-(CH
2)
o-O-,
wobei
- o
- eine ganze Zahl größer 2, insbesondere 3,
- p
- 0 oder 1
- q
- 0 oder 1
- Lf
- -O-, -OCO- oder -O-CO-NH-,
- Lg
- -O-, -CO- oder -O-CO- und
- Lh
- -O-, -NR3-, -OCO oder -NH-CO- bedeuten.
[0009] Beispiele für den Rest -L-PUG sind:
-(CH
2)
3-O-PUG, -(CH
2)
3-OCO-PUG,

-(CH
2)
3-O-CH
2-CH
2-OCO-PUG, -(CH
2)
3-OCO-CH
2-CH
2-PUG,
-(CH
2)
3-OCO-CH
2-CH
2-COO-PUG und -(CH
2)
3-OCO-(CH
2)
4-CONH-PUG.
[0010] Beispiele für den Rest R
3 sind
CH
2=CH-, CH
3, C
6H
13, C
8H
17, C
14H
29, Phenyl, 2-Phenylethyl, Butoxyethyl, HO-(CH
2-CH
2-O)
4-CH
2-CH
2-CH
2-,

HO-(CH
2-CH
2-O)
10-(CH
2)
3-,
HO-(CH
2-CH
2-O)
16-(CH
2)
3-.
[0011] Beispiele für R
1 sind:
-H, -Si(CH
3)
3, -CH
2-CH
2-CH
2-COOH, -(CH
2-CH
2-O)
6-CH
3.
[0012] Beispiele für R
5 sind:
-OH, -OSi(CH
3)
3, -O-(CH
2)
3-COOH, -O-(CH
2-CH
2-O)
6-CH
3.
[0013] Durch die fotografisch wirksame Gruppe PUG erhalten die erfindungsgemäßen Verbindungen
der Formel (I) die Eigenschaften der nachfolgend aufgeführten fotografisch wirksamen
Verbindungen. Mit aufgeführt sind Literaturstellen, in denen Verbindungsklassen für
die unterschiedlichen fotografisch wirksamen Verbindungen offenbart sind.
(a) Farbstoffstabilisatoren zur Verbesserung der Licht- und Dunkellagerstabilität,
Res. Discl. 37 254 Teil 8 (1995), Res. Discl. 37 038, Teile V, VI und VII (1995);
(b) UV-Absorber, Res. Discl. 37 254, Teil 8 (1995), Res. Discl. 37 038, Teil X (1995);
(c) Scavenger (EOP-Fänger, Weißkuppler, Farbentwicklerfänger), Res. Discl. 37 254,
Teil 7 (1995), Res. Discl. Teile III, IV und VII (1995);
(d) Filterfarbstoffe, Res. Discl. 37 254, Teil 8 (1995), Res. Discl. 37 038, Teil
XIII (1995);
(e) Farbkuppler und Maskenkuppler, Res. Discl. 37 254, Teil 4 (1995), Res. Discl.
37 038, Teil II (1995);
(f) Kuppler, die fotografisch aktive Gruppen abspalten, z.B. DIR-Kuppler, Res. Discl.
37 254, Teil 5 (1995), Res. Discl. 37 038, Teil XIV (1995).
[0014] Die Verbindungen der Formel (I) können in einem Molekül ein oder mehrere unterschiedliche
Gruppen PUG enthalten.
[0015] Bevorzugte farbstoffstabilisierende Gruppen sind:

wobei
- R21
- H, Alkyl, Aryl, Acyl, Alkenyl,
- R22 bis R26
- H, Alkyl, Alkenyl, Aryl, Acyl, Acylamino, Acyloxy, Alkoxy, Aryloxy, Halogen, -COOH,
-SO3H, Cyano, -N(R27)R28,
- R27,28
- H, Alkyl, Aryl bedeuten,
- R24
- nicht H ist, wenn R21 H oder Acyl ist und benachbarte Reste R21 bis R28 auch einen 5- bis 8-gliedrigen Ring bilden können.

wobei
- R31
- H, Alkyl, Aryl, Acyl, Alkenyl,
- R32 bis R35
- H, Alkyl, Aryl, Alkenyl, Acyl,
- Q31
- eine Gruppe zur Vervollständigung eines 5- bis 8-gliedrigen Ringes, vorzugsweise

bedeuten und
- R36 und R37
- die Bedeutung von R22 haben.
R
41-S-R
42 (IV),
worin
- R41, R42
- Alkyl, Aryl, Alkenyl bedeuten und
- R41 und R42
- einen 5- bis 8-gliedrigen Ring bilden können.

worin
R51, R52, R53, R54 H, Alkyl, Aryl, Alkenyl, Acyl, Cyano, -COOH, -SO3H, vorzugsweise H, Alkyl, Aryl, Acyl bedeuten und zwei Reste R51 bis R54 einen 5- bis 8-gliedrigen Ring bilden können und einer der Reste R51 bis R54 ungleich H ist.
[0016] Bevorzugte UV-absorbierende Verbindungen sind:

worin
- R101
- H oder eine alkalilabile Gruppe,
- R104
- Alkyl, Aryl, Alkyl, Alkoxy, Aryloxy, Alkylthio, Arylthio, Acyl, Acylamino oder Acyloxy,
- R102, R103
- H oder R104,
- R105 bis R108
- R104, H oder Halogen bedeuten.
[0017] Vorzugsweise sind R
101, H, R
102 H oder Alkyl, R
103, R
105, R
108 H, R
104 Alkyl, R
106 H oder Alkoxy und R
107 H, Alkoxy oder Halogen.

worin
- R111, R113
- Halogen, OH, SH, Alkyl, Aryl, Alkoxy, Aryloxy, Acyloxy, Acylamino, Acyl, N(R115)R116, Alkylthio oder Arylthio,
- R112
- H, OH, Halogen, Alkyl,
- R114
- Alkyl, Alkoxy, Aryloxy, Alkylthio, Arylthio oder

- R115, R116
- H, Alkyl, Aryl,
- m11, n11, o11
- 0, 1, 2, 3, 4 bedeuten und mehrere Reste R111, R113 gleich oder verschieden sein können.

worin
- R121, R122
- Alkyl oder Aryl,
- R123
- H, Alkyl, Alkoxy oder Aryloxy,
- R124, R125
- H oder Alkyl,
- R126
- CN oder Acyl,
- R127
- H, Alkyl oder R126 bedeuten und
benachbarte Reste R
121 bis R
127 einen 5- bis 8-gliedrigen Ring bilden können.
[0018] Bevorzugte EOP-Fänger-Verbindungen sind:

worin
- n21
- 1, 2, 3, 4,
- R201, R202
- H oder eine alkalilabile Gruppe,
- R203
- Alkyl, Aryl, Alkenyl, Acyl, Alkoxy, Acylamino, Nitro, N(R204)R205, COOH, SO3H, Halogen oder Cyano,
- R204, R205
- H, Alkyl, Aryl oder Alkenyl bedeuten und
benachbarte Reste R
201 bis R
205 einen 5- bis 8-gliedrigen Ring bilden und mehrere Reste R
203 gleich oder verschieden sein können.

worin
- m21
- 0, 1,
- n21
- 0, 1, 2, 3,
- R211
- H oder eine alkalilabile Gruppe,
- R212, R213
- Acyl,
- R214
- Alkyl, Aryl, Alkenyl, Acyl, -OR211, Alkoxy, Aryloxy, Halogen, COOH oder SO3H bedeuten und
wobei mehrere Reste R
214 gleich oder verschieden sein können.
R
231-X
221 (XI),
worin
- R231
- Alkyl, Alkenyl, Aryl oder Heterocyclyl,
- X221
- SO2M, SH, -N(R222)2,
- M
- H, Alkalimetall, Acylhydrazo, N(R223)4⊕, (R224)2C=N-NH und
- R222, R223, R224
- gleich oder verschieden sind und Alkyl bedeuten oder zwei Reste R222 bis R224 einen Ring bilden können.
[0019] Bevorzugte Farbentwickler-Fänger sind:
R
301-(L
301-L
302)
m30-X
301 (XII),
worin
- R301
- die Bedeutung wie R231 hat,
- L301
- eine Einfachbindung, Alkylen, -O-, -S- oder -NR302,
- L302
- -CO-, -SO-, -SO2-, -CS-,

-C=(NR303)- oder -Si(R304)(R305)-,
- R302
- H oder Alkyl,
- R303, R304, R305
- Alkyl
- X301
- Aryloxy, Alkyloxy, Heterocyclyloxy, Alkylthio, Arylthio, Heterocyclylthio oder Halogen
und
- m30
- 0, wenn X301 Halogen ist, sonst 1 bedeuten.
[0020] Bevorzugte Farbkuppler sind

worin
- R401
- H, Cl,
- R402
- Alkylcarbonylamino, Arylcarbonylamino, Anilino und
- X401
- H, Cl; einen über N gebundenen Heterocyclus, z.B. Pyrazolo; Arylthio, Alkylthio, Aryloxy
bedeuten;

worin
- R411
- Alkyl, Aryl
- Z411
- -N= und Z412 -C(R412)= oder Z411 -(C(R412)= und Z412 -N=
- R412
- Alkyl, Aryl und
- X411
- H, Cl, Aryloxy; einen über N gebundenen Heterocyclus, z.B. Pyrazolo; Alkylthio, Arylthio
bedeuten;

worin
- R431
- Alkyl, Aryl,
- R432
- Alkoxy, Halogen, Aryloxy,
- R433
- Acyl, Acylamino, Alkyl, Aryl, Alkoxy, Halogen,
- X431
- -N(R431)-
- X432
- über N gebundenen stickstoffhaltigen Heterocyclus,
- n43
- 0,1 und
- m43
- 1,2 bedeuten,
wobei zwei Reste R
431 einen 5- bis 7-gliedrigen Ring bilden können;

worin
- R441
- H, Cl, Alkoxy,
- R442
- Alkyl, Acylamino,
- R443
- H, Acylamino und
- X441
- H, Cl, Acyloxy, Alkoxy, Aryloxy, Alkylthio, Arylthio bedeuten oder
- R441 und R442
- einen ankondensierten, gegebenenfalls substituierten Benzol- oder Oxazol-Ring bilden.
[0021] Alkylreste können geradkettig, verzweigt oder cyclisch sowie gegebenenfalls substituiert
sein. Arylreste können substituiert sein. Acylreste leiten sich von aliphatischen,
olefinischen, aromatischen oder heterocyclischen Carbon-, Kohlen-, Carbamin-, Sulfon-,
Amidosulfon-, Phosphor- oder Phosphonsäuren ab.
[0022] Die Verbindungen der Formeln (II) bis (XVI) sind über einen ihrer Substituenten und
die Gruppe L mit dem Polysiloxangerüst verknüpft.
[0023] Die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel (I) können nach dem in EP 480 466 beschriebenen
Verfahren oder durch bekannte polymeranaloge Verfahren hergestellt werden.
[0024] Die Summe aus n und m beträgt bei offenkettigen Verbindungen der Formel (I) insbesondere
4 bis 50, bevorzugt 4 bis 30, bei cyclischen Verbindungen 3 bis 7.
[0026] Die Verbindung der Formel (I) wird in der wenigstens einen Schicht, vorzugsweise
in einer Menge von 0,001 bis 5 g/m
2 Material, insbesondere 0,001 bis 2 g/m
2 Material eingesetzt.
[0027] Die Zugabe der Verbindung der Formel (I) erfolgt als Lösung oder Dispersion, z.B.
als Lösung in Ethylacetat, zur Gießlösung für die betreffende Schicht.
[0028] Das fotografische Material kann ein Schwarz-Weiß-Material oder ein farbfotografisches
Material sein.
[0029] Beispiele für farbfotografische Materialien sind Farbnegativfilme, Farbumkehrfilme,
Farbpositivfilme, farbfotografisches Papier, farbumkehrfotografisches Papier, farbempfindliche
Materialien für das Farbdiffusionstransfer-Verfahren oder das Silberfarbbleich-Verfahren.
[0030] Die fotografischen Materialien bestehen aus einem Träger, auf den wenigstens eine
lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht aufgebracht ist. Als Träger eignen
sich insbesondere dünne Filme und Folien. Eine Übersicht über Trägermaterialien und
auf deren Vorder- und Rückseite aufgetragene Hilfsschichten ist in Research Disclosure
37254, Teil 1 (1995), S. 285 dargestellt.
[0031] Die farbfotografischen Materialien enthalten üblicherweise mindestens je eine rotempfindliche,
grünempfindliche und blauempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht sowie gegebenenfalls
Zwischenschichten und Schutzschichten.
[0032] Je nach Art des fotografischen Materials können diese Schichten unterschiedlich angeordnet
sein. Dies sei für die wichtigsten Produkte dargestellt:
[0033] Farbfotografische Filme wie Colornegativfilme und Colorumkehrfilme weisen in der
nachfolgend angegebenen Reihenfolge auf dem Täger 2 oder 3 rotempfindliche, blaugrünkuppelnde
Silberhalogenidemulsionsschichten, 2 oder 3 grünempfindliche, purpurkuppelnde Silberhalogenidemulsionsschichten
und 2 oder 3 blauempfindliche, gelbkuppelnde Silberhalogenidemulsionsschichten auf.
Die Schichten gleicher spektraler Empfindlichkeit unterscheiden sich in ihrer fotografischen
Empfindlichkeit, wobei die weniger empfindlichen Teilschichten in der Regel näher
zum Träger angeordnet sind als die höher empfindlichen Teilschichten.
[0034] Zwischen den grünempfindlichen und blauempfindlichen Schichten ist üblicherweise
eine Gelbfilterschicht angebracht, die blaues Licht daran hindert, in die darunter
liegenden Schichten zu gelangen.
[0035] Farbfotografisches Papier, das in der Regel wesentlich weniger lichtempfindlich ist
als ein farbfotografischer Film, weist in der nachfolgend angegebenen Reihenfolge
auf dem Träger üblicherweise je eine blauempfindliche, gelbkuppelnde Silberhalogenidemulsionsschicht,
eine grünempfindliche, purpurkuppelnde Silberhalogenidemulsionsschicht und eine rotempfindliche,
blaugrünkuppelnde Silberhalogenidemulsionsschicht auf; die Gelbfilterschicht kann
entfallen.
[0036] Abweichungen von Zahl und Anordnung der lichtempfindlichen Schichten können zur Erzielung
bestimmter Ergebnisse vorgenommen werden. Zum Beispiel können alle hochempfindlichen
Schichten zu einem Schichtpaket und alle niedrigempfindlichen Schichten zu einem anderen
Schichtpaket in einem fotografischen Film zusammengefaßt sein, um die Empfindlichkeit
zu steigern (DE 25 30 645).
[0037] Die Möglichkeiten der unterschiedlichen Schichtanordnungen und ihre Auswirkungen
auf die fotografischen Eigenschaften werden in J. Int. Rec. Mats., 1994, Vol. 22,
Seiten 183 - 193 beschrieben.
[0038] Wesentliche Bestandteile der fotografischen Emulsionsschichten sind Bindemittel,
Silberhalogenidkörnchen und Farbkuppler.
[0039] Angaben über geeignete Bindemittel finden sich in Research Disclosure 37254, Teil
2 (1995), S. 286.
[0040] Angaben über geeignete Silberhalogenidemulsionen, ihre Herstellung, Reifung, Stabilisierung
und spektrale Sensibilisierung einschließlich geeigneter Spektralsensibilisatoren
finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 3 (1995), S. 286 und in Research Disclosure
37038, Teil XV (1995), S. 89.
[0041] Fotografische Materialien mit Kameraempfindlichkeit enthalten üblicherweise Silberbromidiodidemulsionen,
die gegebenenfalls auch geringe Anteile Silberchlorid enthalten können. Fotografische
Kopiermaterialien enthalten entweder Silberchloridbromidemulsionen mit bis 80 mol-%
AgBr oder Silberchloridbromidemulsionen mit über 95 mol-% AgCl.
[0042] Angaben zu den Farbkupplern finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 4 (1995),
S. 288 und in Research Disclosure 37038, Teil II (1995), S. 80. Die maximale Absorption
der aus den Kupplern und dem Farbentwickleroxidationsprodukt gebildeten Farbstoffe
liegt vorzugsweise in den folgenden Bereichen: Gelbkuppler 430 bis 460 nm, Purpurkuppler
540 bis 560 nm, Blaugrünkuppler 630 bis 700 nm.
[0043] In farbfotografischen Filmen werden zur Verbesserung von Empfindlichkeit, Körnigkeit,
Schärfe und Farbtrennung häufig Verbindungen eingesetzt, die bei der Reaktion mit
dem Entwickleroxidationsprodukt Verbindungen freisetzen, die fotografisch wirksam
sind, z.B. DIR-Kuppler, die einen Entwicklungsinhibitor abspalten.
[0044] Angaben zu solchen Verbindungen, insbesondere Kupplern, finden sich in Research Disclosure
37254, Teil 5 (1995), S. 290 und in Research Disclosure 37038, Teil XIV (1995), S.
86.
[0045] Die meist hydrophoben Farbkuppler, aber auch andere hydrophobe Bestandteile der Schichten,
werden üblicherweise in hochsiedenden organischen Lösungsmitteln gelöst oder dispergiert.
Diese Lösungen oder Dispersionen werden dann in einer wäßrigen Bindemittellösung (üblicherweise
Gelatinelösung) emulgiert und liegen nach dem Trocknen der Schichten als feine Tröpfchen
(0,05 bis 0,8 µm Durchmesser) in den Schichten vor.
[0046] Geeignete hochsiedende organische Lösungsmittel, Methoden zur Einbringung in die
Schichten eines fotografischen Materials und weitere Methoden, chemische Verbindungen
in fotografische Schichten einzubringen, finden sich in Research Disclosure 37254,
Teil 6 (1995), S. 292.
[0047] Die in der Regel zwischen Schichten unterschiedlicher Spektralempfindlichkeit angeordneten
nicht lichtempfindlichen Zwischenschichten können Mittel enthalten, die eine unerwünschte
Diffusion von Entwickleroxidationsprodukten aus einer lichtempfindlichen in eine andere
lichtempfindliche Schicht mit unterschiedlicher spektraler Sensibilisierung verhindern.
[0048] Geeignete Verbindungen (Weißkuppler, Scavenger oder EOP-Fänger) finden sich in Research
Disclosure 37254, Teil 7 (1995), S. 292 und in Research Disclosure 37038, Teil III
(1995), S. 84.
[0049] Das fotografische Material kann weiterhin UV-Licht absorbierende Verbindungen, Weißtöner,
Abstandshalter, Filterfarbstoffe, Formalinfänger, Lichtschutzmittel, Antioxidantien,
D
Min-Farbstoffe, Zusätze zur Verbesserung der Farbstoff-, Kuppler- und Weißenstabilität
sowie zur Verringerung des Farbschleiers, Weichmacher (Latices), Biocide und anderes
enthalten.
[0050] Geeignete Verbindungen finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 8 (1995), S.
292 und in Research Disclosure 37038, Teile IV, V, VI, VII, X, XI und XIII (1995),
S. 84 ff.
[0051] Die Schichten farbfotografischer Materialien werden üblicherweise gehärtet, d.h.,
das verwendete Bindemittel, vorzugsweise Gelatine, wird durch geeignete chemische
Verfahren vernetzt.
[0052] Geeignete Härtersubstanzen finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 9 (1995),
S. 294 und in Research Disclosure 37038, Teil XII (1995), Seite 86.
[0053] Nach bildmäßiger Belichtung werden farbfotografische Materialien ihrem Charakter
entsprechend nach unterschiedlichen Verfahren verarbeitet. Einzelheiten zu den Verfahrensweisen
und dafür benötigte Chemikalien sind in Research Disclosure 37254, Teil 10 (1995),
S. 294 sowie in Research Disclosure 37038, Teile XVI bis XXIII (1995), S. 95 ff. zusammen
mit exemplarischen Materialien veröffentlicht.
Beispiel 1
Probe A
[0054] Es werden 10 g des Kupplers Y-1 und 5 g des Kupplerlösungsmittels OF-1 in 20 g niedrigsiedendem
Hilfslösungsmittel gelöst und in 100 g 10 gew.-%iger Gelatinelösung dispergiert. Das
so erhaltene Emulgat wird zur Bestimmung der Lagerstabilität einer Digestionsprüfung
unterzogen. Dazu wird das Emulgat 5 Tage bei 40°C gelagert und nach 1 und 5 Tagen
begutachtet. Hierzu wird mittels Mikroskop das Auftreten von Kristallen ermittelt
sowie mittels Laserkorrelationsspektroskopie die mittlere Teilchengröße und mit einem
Coulter Counter der Grobteilchenanteil bestimmt (Tabelle 1).
Proben B bis M
Beispiel 2
[0056] Ein für einen Schnellverarbeitungsprozeß geeignetes farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial
wurde hergestellt, indem auf einen Schichtträger aus beidseitig mit Polyethylen beschichtetem
Papier die folgenden Schichten in der angegebenen Reihenfolge aufgetragen wurden.
Die Mengenangaben beziehen sich jeweils auf 1 m
2. Für den Silberhalogenidauftrag werden die entsprechenden Mengen AgNO
3 angegeben.
Schichtaufbau Probe 1
[0057]
- Schicht 1:
- (Substratschicht)
0,2 g Gelatine
- Schicht 2:
- (blauempfindliche Schicht)
blauempfindliche Silberhalogenidemulsion (99,5 mol-% Chlorid, 0,5 mol-% Bromid, mittlerer
Korndurchmesser 0,8 µm) aus
0,53 g AgNO3 mit
1,11 g Gelatine
0,60 g Gelbkuppler Y-2
0,15 g Weißkuppler W-1
0,40 g Kupplerlösungsmittel OF-3
- Schicht 3:
- (Schutzschicht)
1,1 g Gelatine
0,04 g 2,5-Di-tert.-octylhydrochinon
0,04 g Verbindung SC-1
0,04 g Trikresylphosphat (TKP)
- Schicht 4:
- (grünempfindliche Schicht)
grünsensibilisierte Silberhalogenidemulsion (99,5 mol-% Chlorid, 0,5 mol-% Bromid,
mittlerer Korndurchmesser 0,6 µm) aus
0,25 g AgNO3 mit
0,95 g Gelatine
0,20 g Purpurkuppler M-2
0,15 g Farbstoffstabilisator ST-4
0,08 g Farbstoffstabilisator ST-5
0,18 g Kupplerlösungsmittel OF-4
0,12 g Kupplerlösungsmittel OF-5
- Schicht 5:
- (UV-Schutzschicht)
0,75 g Gelatine
0,2 g UV-Absorber UV-1
0,1 g UV-Absorber UV-2
0,04 g 2,5-Di-tert.-octylhydrochinon
0,04 g Verbindung SC-1
0,1 g Kupplerlösungsmittel OF-6
0,04 g TKP
- Schicht 6:
- (rotempfindliche Schicht)
rotsensibilisierte Silberhalogenidemulsion (99,5 mol-% Chlorid, 0,5 mol-% Bromid,
mittlerer Korndurchmesser 0,5 µm) aus
0,30 g AgNO3 mit
0,75 g Gelatine
0,36 g Blaugrünkuppler C-1
0,30 g TKP
0,06 g Farbstoffstabilisator ST-6
- Schicht 7:
- (UV-Schutzschicht)
0,85 g Gelatine
0,36 g UV-Absorber UV-1
0,18 g UV-Absorber UV-2
0,18 g Kupplerlösungsmittel OF-6
- Schicht 8:
- (Schutzschicht)
0,9 g Gelatine
0,3 g Härtungsmittel H-1
[0058] Die verwendeten Verbindungen haben die folgenden Formeln:

Proben 2 bis 9
[0059] Die Proben 2 bis 9 wurden hergestellt wie Probe 1 mit dem Unterschied, daß in der
Schicht 2 zusätzlich die in Tabelle 2.1 angegebene Menge eines Farbstoffstabilisators
zugesetzt und die entsprechende Menge Kupplerlösungsmittel OF-3 weggelassen wurde.
[0060] Die Proben werden anschließend hinter einem graduierten Graukeil durch einen U 449-Filter
belichtet und anschließend wie folgt verarbeitet:
a)
Farbentwickler - 45 s - 35°C
Tetraethylenglykol |
20,0 g |
N,N-Diethylhydroxylamin |
4,0 g |
N-Ethyl-N-(2-methansulfonamidoethyl)-4-amino-3-methylbenzol-sesquisulfat |
5,0 g |
Kaliumsulfit |
0,2 g |
Kaliumcarbonat |
30,0 g |
Polymaleinsäureanhydrid |
2,5 g |
Hydroxyethandiphosphonsäure |
0,2 g |
Weißtöner (4,4'-Diaminstilbensulfonsäure-Derivat) |
2,0 g |
Kaliumbromid |
0,02 g |
auffüllen mit Wasser auf 1 000 ml; pH-Wert mit KOH oder H
2SO
4 auf pH 10,2 einstellen.
b)
Bleichfixierbad - 45 s - 35°C
Ammoniumthiosulfat |
75,0 g |
Natriumhydrogensulfit |
13,5 g |
Ethylendiamintetraessigsäure (Eisen-Ammonium-Salz) |
45,0 g |
auffüllen mit Wasser auf 1 000 ml; pH-Wert mit Ammoniak (25 %) oder Essigsäure auf
pH 6,0 einstellen.
c)
Wässern - 2 min - 33°C
d)
Trocknen
[0061] Die Proben wurden anschließend 42 Tage bei 85°C und 60 % rel. Feuchte dunkel gelagert
und dann die prozentuale Änderung der Maximaldichte (ΔD
max) sowie die absolute Änderung der Purpur- und Blaugrün-Nebendichte bei der Gelbmaximaldichte
(ΔND
pp, ΔND
bg) ermittelt (Tabelle 2).

[0062] Wie Tabelle 2 zeigt, sind die erfindungsgemäßen Verbindungen sehr gute Dunkellagerstabilisatoren
(Vergleich mit bekannten Gelbfarbstoffstabilisatoren ST-7, ST-8 und ST-9) und können
auch mit anderen Farbstoffstabilisatoren vorteilhaft kombiniert werden.
[0063] Das Siloxan ST-10 ohne eine erfindungsgemäße fotographisch nützliche Gruppe ist praktisch
ohne stabilisierende Wirkung.
Beispiel 3
Proben 10 bis 24
[0064] Die Proben 10 bis 24 werden hergestellt wie Probe 1 mit dem Unterschied, daß in der
Schicht 4 die Farbstoffstabilisatoren ST-4 und ST-5 durch die in Tabelle 3 angegebenen
ausgetauscht werden. Bei den Proben 16 bis 20 bzw. 21 bis 24 wird außerdem der Purpurkuppler
M-2 durch 0,13 g des Purpurkupplers M-3 bzw. 0,48 g M-4 ausgetauscht. Im letzteren
Fall wird der Silberauftrag um 60 % erhöht.
[0065] Die Proben werden anschließend hinter einem graduierten Graukeil belichtet und wie
für Probe 1 beschrieben verarbeitet. Dann wurden die pp-Maximaldichte bestimmt (Tabelle
3) und die Proben mit dem Licht einer Xenonlampe mit 15·10
6 luxh bestrahlt. Danach wird der prozentuale Dichterückgang bei den Anfangsdichten
D = 0,6 und D = 1,4 ermittelt (Tabelle 3).

[0066] Wie Tabelle 3 zeigt, sind die erfindungsgemäßen Verbindungen sehr gute Lichtstabilisatoren
für pp-Kuppler (Vergleich mit bekannten Purpurfarbstoffstabilisatoren ST-4, ST-11,
ST-12 und ST-13) und können auch gut miteinander kombiniert werden.
Beispiel 4
Probe I
[0067] Auf einem Schichtträger aus transparentem Polyethylenterephthalat werden folgende
Schichten in der angegebenen Reihenfolge aufgebracht. Die Mengenangaben beziehen sich
jeweils auf 1 m
2.
- Schicht 1:
- (Substratschicht)
0,2 g Gelatine
- Schicht 2:
- (UV-Schicht)
0,85 g Gelatine
0,51 g UV-Absorber UV-1
0,25 g Ölformer OF-6
- Schicht 3:
- (Schutzschicht)
0,7 g Gelatine
0,03 g Härtungsmittel H-2
- H-2
- H2C=CH-SO2-CH2-SO2-CH=CH2
Proben II bis IX
[0068] Die Proben II bis IX werden hergestellt wie Probe I mit dem Unterschied, daß der
UV-Absorber UV-1 ausgetauscht wird gegen die in Tabelle 4 angegebene Menge eines anderen
UV-Absorbers. Bei den Proben V bis IX wird außerdem der Ölformer weggelassen.
[0069] Anschließend wird das Absorptionsmaximum λ
max und die Absorption bei λ
max bestimmt (Tabelle 4). Danach werden die Proben 21 Tage bei 35°C, 95 % r. F. gelagert
und der prozentuale Rückgang der Absorption bei λ
max ermittelt (Tabelle 4).

[0070] Wie Tabelle 4 zeigt, ergeben die erfindungsgemäßen Verbindungen unter Tropenlagerbedingungen
deutlich stabilere UV-Schichten.
Beispiel 5
Proben N bis Y
[0071] Die Proben N bis Y hergestellt wie Probe A mit dem Unterschied, daß der Kuppler Y-1
durch die in Tabelle 5 angegeben Kuppler mengengleich ausgetauscht wird und der Ölformer
OF-1 durch Dibutylphthalat ersetzt wird.
[0072] Die Proben werden anschließend der für Probe A beschriebenen Digestionsprüfung unterzogen
(Tabelle 5).
Beispiel 6
Proben 25 und 26
[0074] Die Proben 25 und 26 werden hergestellt wie Probe 1 mit dem Unterschied, daß die
Farbkuppler in den Schichten 2 (gb), 4 (pp) und 6 (bg) durch die in Tabelle 6 angegebenen
ausgetauscht werden. Bei Probe 26 wurde die Ölbildnermenge in der jeweiligen Schicht
um 50 % reduziert. Anschließend werden die Proben durch einen Stufenkeil belichtet.
Dabei werden zusätzlich Filter in den Strahlengang der Belichtungseinheit gebracht,
so daß der Keil bei einer optischen Dichte von D = 0,6 neutral erscheint. Zusätzlich
wird das Material durch einen Stufenkeil jeweils mit einem für rotes, grünes und blaues
Licht durchlässigen Filter belichtet, so daß ein Blaugrün-, Purpur- und Gelb-Farbauszug
erhalten wird.
[0075] Die Neutralkeile (NK) und Farbauszugskeile (FAZ) werden wie für Probe 1 beschrieben
verarbeitet. Anschließend werden Empfindlichkeit (E), Gradation (γ
1 und γ
2) und Maximaldichte (D
max) bestimmt (Tabelle 6).
[0076] Wie Tabelle 6 zeigt, werden mit den erfindungsgemäßen Farbkupplern vergleichbare
sensitometrische Ergebnisse erhalten wie mit den Vergleichskupplern.

Beispiel 7
Probe 27 bis 36
[0077] Die Proben 27 bis 36 werden hergestellt wie Probe 1 mit dem Unterschied, daß in der
Schicht 3 und der Schicht 5 TKP, SC-1 und 2,5-Di-tert.-octylhydrochinon ausgetauscht
werden durch 0,08 g der in Tabelle 7 angegebenen Verbindungen. Außerdem wurde in Schicht
4 der Purpurkuppler M-2 ausgetauscht gegen 0,24 g M-1.
[0078] Die Proben werden hinter einem graduierten Graukeil durch einen für grünes Licht
durchlässigen Filter belichtet und wie für Probe 1 beschrieben verarbeitet. Anschließend
werden die prozentualen Gelb- und Blaugrünnebendichte (ND
gb, ND
bg) bei D
pp = 1,0 gemessen (Tabelle 7).
[0079] Danach werden die Proben mit dem Licht einer auf Tageslicht nomierten Xenonlampe
(10 klux) mit 20x10
6 luxh bestrahlt und die prozentualen Dichterückgänge bei einer Anfangsdichte von D
pp = 1,0 ermittelt (ΔD
1,0) (Tabelle 7).

[0080] Wie Tabelle 7 zeigt, sind die erfindungsgemäßen Verbindungen ebenso effektive EOP-Fänger
wie die Vergleichsverbindungen SC-2 und SC-3 ohne jedoch die Lichtstabilität des Purpurfarbstoffes
zu beeinträchtigen.
1. Fotografisches Material mit wenigstens einer lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht
und wenigstens einer nicht-lichtempfindlichen Schicht auf einem Träger, das in wenigstens
einer der Schichten wenigstens eine Verbindung der Formel (I) enthält,

worin
worin
R1 H, Alkyl, Si(CH3)3 oder zusammen mit R5 eine direkte Bindung,
R2, R4 Hydroxy, Alkoxy, Alkyl, Phenyl, OSi(CH3)3 oder -OSi(OR6),
R3 Alkyl, Aryl oder Alkenyl,
R5 OH, Alkoxy, -OSi(CH3)3 oder zusammen mit R1 eine direkte Bindung.
R6 Alkyl,
L ein zweiwertiges Brückenglied,
PUG eine fotografisch wirksame Gruppe,
n 0 bis 100 und
m 2 bis 100 bedeuten.
2. Fotografisches Material nach Anspruch 1, wobei
R1 H oder Si(CH3)3,
R2 und R4 CH3,
R3 Alkyl,
R5 OH oder OSi(CH3)3,
R6 C1-C4-Alkyl,
L -(La)-(Lb)r-(CH2)s-(Lc)t-(Ld)u-(Le)v-
r, s, t, u, v 0 oder 1,
La Alkylen,
Lb Arylen,
Lc -O- oder -NR7-,
Ld -CO-,
Le Alkylen, Arylen oder Aralkylen und
R7 H, Alkyl oder Aryl bedeuten,
wobei L
a -CH
2-CR
8R
9 ist, wenn r 1 ist und s 0 ist, wenn r 0 ist und
R
8, R
9 H oder CH
3 bedeuten.
3. Fotografisches Material nach Anspruch 1, wobei
L -CH2-CH2-Lb-Lh,

-(CH2)o-Lf-Le-Lg- oder
-(CH2)o-O-,
o eine ganze Zahl größer 2, insbesondere 3,
p 0 oder 1,
q 0 oder 1,
Lf -O-, -OCO- oder -O-CO-NH-,
Lg -O-, -CO- oder -O-CO- und
Lh -O-, -NR3-, -OCO- oder -NHCO- bedeuten.
4. Fotografisches Material nach Anspruch 1, wobei PUG eine der Formeln (II) bis (XII)
erfüllt und die Verbindungen der Formeln (II) bis (XII) über einen ihrer Substituenten
und die Gruppe L mit dem Polysiloxangerüst verknüpft sind:

wobei
R21 H, Alkyl, Aryl, Acyl, Alkenyl,
R22 bis R26 H, Alkyl, Alkenyl, Aryl, Acyl, Acylamino, Acyloxy, Alkoxy, Aryloxy, Halogen, -COOH,
-SO3H, Cyano, -N(R27)R28,
R27,28 H, Alkyl, Aryl bedeuten,
R24 nicht H ist, wenn R21 H oder Acyl ist und benachbarte Reste R21 bis R28 auch einen 5- bis 8-gliedrigen Ring bilden können;

wobei
R31 H, Alkyl, Aryl, Acyl, Alkenyl,
R32 bis R35 H, Alkyl, Aryl, Alkenyl, Acyl,
Q31 eine Gruppe zur Vervollständigung eines 5- bis 8-gliedrigen Ringes, bedeuten und
R36 und R37 die Bedeutung von R22 haben;
R
41-S-R
42 (IV),
worin
R41, R42 Alkyl, Aryl, Alkenyl bedeuten und
R41 und R42 einen 5- bis 8-gliedrigen Ring bilden können.

worin
R51, R52, R53, R54 H, Alkyl, Aryl, Alkenyl, Acyl, Cyano, -COOH, -SO3H, vorzugsweise H, Alkyl, Aryl, Acyl bedeuten und zwei Reste R51 bis R54 einen 5- bis 8-gliedrigen Ring bilden können und einer der Reste R51 bis R54 ungleich H ist;

worin
R101 H oder eine alkalilabile Gruppe,
R104 Alkyl, Aryl, Alkyl, Alkoxy, Aryloxy, Alkylthio, Arylthio, Acyl, Acylamino oder
Acyloxy,
R102, R103 H oder R104,
R105 bis R108 R104, H oder Halogen bedeuten;

worin
R111, R113 Halogen, OH, SH, Alkyl, Aryl, Alkoxy, Aryloxy, Acyloxy, Acylamino, Acyl, N(R115)R116, Alkylthio oder Arylthio,
R112 H, OH, Halogen, Alkyl,
R114 Alkyl, Alkoxy, Aryloxy, Alkylthio, Arylthio oder

R114 Alkyl, Alkoxy, Aryloxy, Alkylthio, Arylthio oder ,
R115, R116 H, Alkyl, Aryl,
m11, n11, o11, 0, 1, 2, 3, 4 bedeuten und mehrere Reste R111, R113 gleich oder verschieden sein können.

worin
R121, R122 Alkyl oder Aryl,
R123 H, Alkyl, Alkoxy oder Aryloxy,
R124, R125 H oder Alkyl,
R126 CN oder Acyl,
R127 H, Alkyl oder R126 bedeuten und
benachbarte Reste R
121 bis R
127 einen 5- bis 8-gliedrigen Ring bilden können;

worin
n21 1, 2, 3, 4,
R201, R202 H oder eine alkalilabile Gruppe,
R203 Alkyl, Aryl, Alkenyl, Acyl, Alkoxy, Acylamino, Nitro, N(R204)R205, COOH, SO3H, Halogen oder Cyano,
R204, R205 H, Alkyl, Aryl oder Alkenyl bedeuten und
benachbarte Reste R
201 bis R
205 einen 5- bis 8-gliedrigen Ring bilden und mehrere Reste R
203 gleich oder verschieden sein können;

worin
m21 0, 1,
n21 0, 1, 2, 3,
R211 H oder eine alkalilabile Gruppe,
R212, R213 Acyl,
R214 Alkyl, Aryl, Alkenyl, Acyl, -OR211, Alkoxy, Aryloxy, Halogen, COOH oder SO3H bedeuten und
wobei mehrere Reste R
214 gleich oder verschieden sein können;
R
231-X
221 (XI),
worin
R231 Alkyl, Alkenyl, Aryl oder Heterocyclyl,
X221 SO2M, SH, -N(R222)2,
M H, Alkalimetall, Acylhydrazo, N(R223)4⊕, (R224)2C=N-NH und
R222, R223, R224 gleich oder verschieden sind und Alkyl bedeuten oder zwei Reste R222 bis R224 einen Ring bilden können;
R
301-(L
301-L
302)
m30-X
301 (XII),
worin
R301 die Bedeutung wie R231 hat,
L301 eine Einfachbindung, Alkylen, -O-, -S- oder -NR302,
L302 -CO-, -SO-, -SO2-, -CS-,

-C=(NR303)-oder -Si(R304)(R305)-,
R302 H oder Alkyl,
R303, R304, R305 Alkyl
X301 Aryloxy, Alkyloxy, Heterocyclyloxy, Alkylthio, Arylthio, Heterocyclylthio oder
Halogen und
m30 0, wenn X301 Halogen ist, sonst 1 bedeuten.
5. Fotografisches Material nach Anspruch 1, wobei PUG eine der Formeln (XIII) bis (XVI)
erfüllt und die Verbindungen der Formeln (XII) bis (XVI) über einen ihrer Substituenten
mit dem Polysiloxangerüst verknüpft sind

worin
R401 H, Cl,
R402 Alkylcarbonylamino, Arylcarbonylamino, Anilino und
X401 H, Cl, einen über N gebundenen Heterocyclus, Arylthio, Alkylthio, Aryloxy bedeuten;

worin
R411 Alkyl, Aryl
Z411 -N= und Z412 -C(R412)= oder Z411 -(C(R412)= und Z412 -N=
R412 Alkyl, Aryl und
X411 H, Cl, Aryloxy, einen über N gebundenen Heterocyclus, Alkylthio, Arylthio bedeuten;

worin
R431 Alkyl, Aryl,
R432 Alkoxy, Halogen, Aryloxy,
R433 Acyl, Acylamino, Alkyl, Aryl, Alkoxy, Halogen,
X431 -N(R431)-
X432 über N gebundenen stickstoffhaltigen Heterocyclus,
n43 0,1 und
m43 1,2 bedeuten,
wobei zwei Reste R
431 einen 5- bis 7-gliedrigen Ring bilden können;

worin
R441 H, Cl, Alkoxy,
R442 Alkyl, Acylamino,
R443 H, Acylamino und
X441 H, Cl, Acyloxy, Alkoxy, Aryloxy, Alkylthio, Arylthio bedeuten oder
R441 und R442 einen ankondensierten, gegebenenfalls substituierten Benzol- oder Oxazol-Ring bilden.
6. Fotografisches Material nach Anspruch 1, wobei die Verbindung der Formel (I) in wenigstens
einer Schicht in einer Menge von 0,001 bis 5 g/m2 Material eingesetzt wird.