[0001] Die Erfindung betrifft eine Verschlußklappenanordnung für die Zugriffsöffnung an
einem Bankautomaten gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Unter Bankautomaten seien im folgenden Automaten verstanden, die Geld, insbesondere
Banknoten, aber auch Quittungen und Belege ausgeben sowie Banknoten entgegennehmen
können. An die motorisch angetriebenen Verschlußklappen derartiger Bankautomaten werden
im wesentlichen folgende Anforderungen gestellt:
a) Das Schließen der Klappe darf nur mit einer begrenzten Kraft erfolgen, um zu vermeiden,
daß gegebenenfalls Finger des Benutzers durch die sich schließende Klappe gequetscht
werden.
b) Das Öffnen sollte demgegenüber mit höherer Kraft erfolgen, um bei Umwelteinflüssen,
z.B. Vereisung, ein sicheres Öffnen der Klappe zu gewährleisten.
c) Die geschlossene Klappe muß zum Schutz von Manipulation verriegelbar sein.
[0003] Eine Verschlußklappenanordnung der eingangs genannten Art, die zumindest einen Teil
dieser Forderung erfüllt, ist aus der US-PS 4 251 009 bekannt. bei dieser bekannten
Lösung wird die Klappe motorisch über den Nockenmechanismus geöffnet und fällt bei
Umsteuerung des Nockenmechanismus aufgrund der Schwerkraft in ihre Schließstellung.
In der geschlossenen Stellung kann die Klappe verriegelt werden. Kehrt die Klappe
nicht in ihre Schließstellung zurück, weil sich beispielsweise ein Objekt im Schwenkweg
der Klappe befindet, dann wird der Klappenantrieb wieder in Öffnungsrichtung umgesteuert
und die Klappe wieder vollständig geöffnet. Der Wechsel zwischen Schließen und Öffnen
der Klappe wiederholt sich so oft, bis das vollständige Schließen der Klappe gemeldet
wird. Dies kann dazu führen, daß selbst dünne Objekte oder auch eine Verschmutzung
oder Vereisung dazu führen, daß die Klappe aufgrund der Schwerkraft nicht mehr in
ihre Schließstellung zurückkehren kann und daß somit die Funktion des Bankautomaten
blockiert ist, da dieser nur dann Banknoten der Ausgabeöffnung zuführen kann, wenn
die Klappe vollständig geschlossen und verriegelt ist. Die bekannte Verschlußklappe
beseitigt damit zwar das Verletzungsrisiko, ist jedoch nicht funktionssicher.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verschlußklappenanordnung der eingangs
genannten Art anzugeben, bei der nicht nur das Verletzungsrisiko für den Benutzer
ausgeschaltet ist, sondern auch eine sichere Funktion der Verschlußklappe in Öffnungs-
und Schließrichtung gewährleistet ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0006] Da die Klappe nicht nur aufgrund der Schwerkraft sondern mittels einer Feder geschlossen
wird, können Widerstände, die sich aufgrund einer Verschmutzung oder beispielsweise
auch Vereisung für die Klappen ergeben, überwunden werden. Es kann auch eine relativ
kräftige Feder verwendet werden, ohne daß die Gefahr einer Verletzung für den Benutzer
besteht, da die Klappe durch die Federspannung nicht plötzlich zuschlägt, sondern
der Nockenfolger unter der Vorspannung der Feder an dem Nockenkörper anliegt und sich
die Klappe entsprechend der Rückstellbewegung des Nockenkörpers kontinuierlich schließt.
Befindet sich im Schließweg der Klappe ein Objekt, bleibt die Klappe unter Federvorspannung
an diesem Objekt hängen. Erst wenn die Klappe bis auf wenige Millimeter an ihre Schließstellung
herangekommen und damit die Möglichkeit ausgeschlossen ist, daß sich die Finger des
Benutzers im Schließweg der Klappe befinden, treten der Schließhaken und das Einhakelement
miteinander in Eingriff, sodaß die Klappe auf diesem letzten Abschnitt ihres Schließweges
zwangsweise mit einer Kraft geschlossen wird, die durch die Antriebsvorrichtung vorgegeben
ist. Dies stellt ein sicheres Schließen der Klappe auch dann sicher, wenn sich im
Klappenweg Schmutz oder Schnee und Eis befinden.
[0007] Vorzugsweise haben der Schließhaken und das Einhakelement zur Anlage aneinander bestimmte
Führungsflächen, welche die beiden miteinander in Eingriff tretenden Teile in ihre
Eingriffsendstellung führen, sodaß eine sichere kontinuierliche und zwangsweise Schließbewegung
erfolgt.
[0008] Aus fertigungstechnischen Gründen ist es vorteilhaft, wenn der Schließhaken einstückig
mit dem Nockenkörper ausgeführt ist, wobei er gegenüber dem der maximalen Klappenöffnung
entsprechenden Steuerkurvenbereich des Nockenkörpers um ca. 180° bezüglich der Antriebswelle
versetzt ist. Das Einhakelement kann auf einfache Weise von einem Fortsatz an dem
Klappenhebel gebildet sein.
[0009] Zweckmäßigerweise hat die Klappe an ihren beiden Längsenden je einen Klappenhebel,
dem jeweils ein Nockenkörper und ein Schließhaken zugeordnet sind, sodaß die Klappe
verwindungsfrei verstellt werden kann.
[0010] Der Antriebsmotor ist an sich bekannter Weise mit der Antriebswelle über ein Untersetzungsgetriebe
gekoppelt. Um zu vermeiden, daß der Antriebsmotor blockiert und dadurch möglicherweise
beschädigt werden kann, wenn die Klappe auf dem letzten Teil ihres Schließweges, auf
dem sie zwangsweise verstellt wird, durch irgendein dünnes hartes Objekt gesperrt
wird, enthält das Getriebe zweckmäßigerweise eine Rutschkupplung.
[0011] Zur Steuerung des Antriebsmotors ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Klappe mit
einem Klappenstellungsmelder gekoppelt ist, daß die Antriebswelle mit einem Wellenstellungsmelder
verbunden ist und daß eine mit den Meldern verbundene Steuereinheit vorgesehen ist,
welche den Antriebsmotor in Abhängigkeit von Meldersignalen steuert. Damit kann der
Motor sowohl in Abhängigkeit der Klappenstellung als auch der Relativlage von Schließhaken
und Einhakelement ein-, aus- und umgeschaltet werden. Zudem spielt die Winkellage
der Motorwelle keine Rolle, was im Hinblick auf die Verwendung der Rutschkupplung
im Getriebe wesentlich ist.
[0012] Der Klappenstellungsmelder kann in einfacher Weise so realisiert werden, daß er einen
auf der Antriebswelle drehbar gelagerten zweiarmigen Positionshebel umfaßt, der an
einem seiner Hebelarme mit einem Klappenhebel über eine Langloch/Zapfenverbindung
gekoppelt ist und mit seinem anderen Hebelarm eine Gabellichtschranke schaltet.
[0013] Ein Wellenstellungsmelder, der die eindeutige Identifizierung mehrerer Wellenstellungen
ermöglicht, umfaßt erfindungsgemäß zwei Gabellichtschranken, die durch drehfest mit
der Antriebswelle verbundene Positionsscheiben schaltbar sind.
[0014] Eine Verschlußklappenanordnung der erfindungsgemäßen Art wird üblicherweise an der
Innenseite einer rechteckigen Öffnung montiert, die in der Außenwand eines Bankautomaten
ausgebildet ist, und verdeckt eine Öffnung in einer Ausgabeeinheit, durch die beispielsweise
ein Banknotenbündel ausgegeben wird, sodaß es von dem Kunden bei geöffneter Verschlußklappe
erfaßt werden kann. Üblicherweise liegt dabei die von der Klappe zu verschließende
Öffnung am Ende einer trichterförmigen oder fachförmigen Aussparung in der Außenwand
des Bankautomaten. Diese Tatsache könnten Betrüger nutzen, um vor der Klappe eine
von unwissenden Kunden nicht erkennbare Vorrichtung einzubauen, die dem Automaten
angepaßt ist und scheinbar zu diesem gehört und welche auf ihrer der Zugriffsöffnung
zugewandten Seite einen Greifmechanismus hat, der bei geöffneter Verschlußklappe das
Banknotenbündel erfaßt, das auf Kundenanforderung von dem Ausgabemechanismus des Bankautomaten
durch die geöffnete Klappe in die Zugriffsöffnung geschoben wird. Der Kunde der den
Geldbetrag angefordert hat, realisiert lediglich, daß die Zugriffsöffnung scheinbar
nicht freigegeben wird. Er wird nach einer gewissen Weile und eventuell weiteren vergeblichen
Versuchen weggehen. Der Ausgabemechanismus des Bankautomaten würde üblicherweise nach
einer gewissen Zeit das Banknotenbündel wieder einziehen, wenn es nicht entnommen
worden ist. Dies wird durch den Greifmechanismus verhindert. Der Betrüger kann dann
in einem unbeobachteten Augenblick das von dem Greifmechanismus festgehaltene Banknotenbündel
entnehmen.
[0015] Um diesen nach dem sogenannten "Mausefallenprinzip" arbeitenden Vorrichtungen auf
einfache Weise wirkungsvoll begegnen zu können, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
daß an der Schließkante der Klappe ein sich über die Länge derselben erstreckender,
radial nach außen gerichteter Taststeg angeordnet ist. Öffnet sich die Klappe, so
erfaßt dieser Taststeg den Greifmechanismus, der mindestens bis an die Klappe heranreichen
muß, um das Banknotenbündel gegebenenfalls erfassen zu können. Damit wird entweder
ein Öffnen der Klappe verhindert oder der Greifmechanismus in seiner Funktion gestört.
[0016] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung,
welche in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische teilweise schematische Frontansicht der erfindungsgemäßen Verschlußklappenanordnung,
- Figur 2
- einen Schnitt längs Linie II-II in Figur 1,
- Figur 3
- eine teilweise schematische Draufsicht auf den in Figur 1 linken Endbereich der Verschlußklappenanordnung
in Richtung des Pfeiles A zur Erläuterung des Antriebs und Stellmechanismus für die
Klappe,
- Figur 4
- eine schematische Darstellung der an einer Zugriffsöffnung eines Bankautomaten angeordneten
Klappenanordnung zum Erläutern der Wirkungsweise des an der Klappe angeordneten Taststeges
und
- Figur 5
- eine schematische Darstellung der Stellungsmelder für die Ermittlung der Klappenstellung
und der Stellung der Antriebswelle.
[0017] Im folgenden wird zunächst auf die Figuren 1 bis 3 Bezug genommen. Die in Figur 1
schematisch vereinfacht dargestellte Verschlußklappenanordnung umfaßt ein im wesentlichen
kastenförmiges Rahmenteil 10 mit einer Oberseite 12, einer Unterseite 14, einer linken
Seitenwand 16, einer rechten Seitenwand 18 und einer Frontwand 20, die durch einen
über die gesamte Länge des Rahmenteils 10 sich erstreckende Öffnung 22 in einen oberen
Wandabschnitt 24 und in einen unteren Wandabschnitt 26 unterteilt ist. Parallel zur
Oberseite 12 und mit dieser durch einen Rückwandabschnitt 28 verbunden (Figur 2) erstreckt
sich eine Zwischenwand 30 mit einem schräg nach vorne und unten abgebogenen Randabschnitt
32. Die nach rückwärts und innen umgebogene Unterkante 34 dieses Randabschnittes 32
begrenzt zusammen mit dem durch eine Blende 36 überdeckten oberen Rand des unteren
Frontwandabschnittes 26 den für den Durchtritt eines Banknotenbündels bestimmten Spalt,
der überdeckt werden soll.
[0018] Hierzu dient eine allgemein mit 38 bezeichnete Klappe mit einer teilzylindrischen
Klappenfläche 40, die an ihren Längsenden mit zu ihrer Zylinderachse 42 senkrechten
Klappenhebeln 44 verbunden ist und über diese an den Seitenwänden 16 und 18 um die
Zylinderachse 42 schwenkbar gelagert ist, so daß sie zwischen der in den Figuren 1
und 4 dargestellten Offenstellung und der in der Figur 2 dargestellten Schließstellung
verschwenkbar ist.
[0019] Das Verschwenken der Klappe 38 erfolgt mit Hilfe eines Getriebemotors 46, der an
der Innenseite der Seitenwand 16 angeflanscht ist und auf seiner die Seitenwand 16
durchsetzenden Ausgangswelle 48 ein Ritzel 50 trägt. Dieses kämmt mit einem Zahnrad
52, das durch eine integrierte Rutschkupplung mit einer Vierkantwelle 54 in Antriebsverbindung
steht, die sich parallel zur Zylinderachse 42 zwischen den Seitenwänden 16 und 18
erstreckt und frei drehbar in diesen Seitenwänden gelagert ist. Nahe der jeweiligen
Innenseite der Seitenwände 16 und 18 trägt die Vierkantwelle 54 drehfest mit ihr verbundene
Nockenkörper 56. Diese wirken jeweils mit einer Nockenfolgerrolle 58 zusammen, die
jeweils an einem Hebelarm 60 eines Klappenhebels 44 drehbar gelagert ist.
[0020] Wie die Figuren 2 und 3 erkennen lassen, besteht jeder Nockenkörper 56 aus zwei senkrecht
zur Vierkantwelle 54 gerichteten Wandabschnitten 62, zwischen denen ein Steg 64 eingeschlossen
ist, der einen Nockenabschnitt 66 und einen Schließhakenabschnitt 68 bildet. Wie man
in Figur 2 leicht erkennen kann, führt eine Drehung des Nockenkörpers 56 aus der dargestellten
Stellung im Gegenuhrzeigersinn dazu, daß die Nockenfolgerrolle 58 auf der Steuerkurve
70 des Nockenabschnittes 66 rollt und dabei die Klappe 38 im Uhrzeigersinn in ihre
Offenstellung verschwenkt wird. Man erkennt ferner, daß der gegen Ende der Öffnungsbewegung
erreichte Endbereich 72 der Steuerkurve 70 senkrecht zum Schwenkradius 74 des Nockenkörpers
56 gerichtet ist. Dies gewährleistet einen gewissen Toleranzausgleich zwischen dem
Klappenantrieb und der Schwenkbewegung der Klappe, wenn diese ihre Öffnungsstellung
erreicht hat.
[0021] Bei einer Drehung des Nockenkörpers aus der Offenstellung im Uhrzeigersinn in die
in Figur 2 dargestellte Stellung wird das Schließen der Klappe 38 durch eine Zugfeder
76 unterstützt, die mit ihrem einen Ende am Rahmenteil 10 und mit ihrem anderen Ende
an einem mit der Klappe 38 verbundenen Fortsatz 77 angreift.
[0022] In Figur 2 hat die Klappe 38 ihre Schließstellung eingenommen, wobei ihr unterer
Schließrand auf der Blende 36 aufliegt. Aus dieser Stellung kann die Klappe gegen
die Kraft der Feder 76 in Öffnungsrichtung von außen her verschwenkt werden. Um dies
zu verhindern, kann die Klappe 38 in der dargestellten Schließstellung verriegelt
werden, indem der Nockenkörper 56 aus der in Figur 2 dargestellten Stellung im Uhrzeigersinn
gedreht wird, bis der Schließhaken 68 über eine an dem Klappenhebelarm 60 ausgebildete
Nase 78 greift.
[0023] Wenn die Klappe 38 ihre Schließstellung nicht vollständig erreicht, so daß ein Spalte
von wenigen Millimetern zwischen der Klappenunterkante und der Blende 36 verbleibt,
dann treten bei der weiteren Drehung des Nockenkörpers 56 im Uhrzeigersinn (Figur
2) der Schließhaken 38 und die Nase 78 miteinander in Kontakt und gleiten aufgrund
der an ihnen ausgebildeten abgerundeten Führungsfläche 80 bzw. 82 in einander, so
daß der Schließhaken 68 die Klappe 38 zwangsweise in ihre Schließstellung verschwenkt.
Damit kann die Klappe auch dann sicher und mit relativ großer Kraft geschlossen werden,
wenn sich irgendeine Verschmutzung oder beispielsweise Eis im Klappenweg befindet
und das Schließen der Klappe allein auf-grund der Federkraft verhindert. Andererseits
kann der Schließhaken 68 die Nase 78 erst dann erfassen, wenn die Unterkante der Klappe
bis auf wenige Millimeter an ihre Endstellung herangekommen ist. Greift beispielsweise
ein Benutzer mit seinen Fingern unter die Klappe, so ist diese noch so weit von ihrer
Schließstellung entfernt, daß der Schließhaken 68 die Nase 78 nicht erfassen kann
und damit die Klappe in diesem Falle auch nicht zwangsweise schließen kann. Damit
wird vermieden, daß der Benutzer sich die Finger in der sich schließenden Klappe quetschen
kann.
[0024] Die Steuerung der Klappe erfolgt mit Hilfe von Stellungsmeldern, die in Figur 5 schematisch
dargestellt sind.
[0025] Ein Klappenstellungsmelder 84 umfaßt einen auf einem Abschnitt der Vierkantwelle
54 frei drehbar gelagerten zweiarmigen Hebel, dessen einer Hebelarm 86 über eine Langlochstiftverbindung
mit dem Hebelarm 60 des in der Figur 1 rechten Klappenhebels 44 verbunden ist, sowie
einen zweiten Hebelarm 88, der eine Gabellichtschranke 90 steuert. Ein Wellendrehstellungsmelder
91 umfaßt zwei drehfest mit der Klappenwelle 54 verbundene Positionsscheiben 92, welche
jeweils eine Gabellichtschranke 94 steuern. Die Gabellichtschranken 90 und 94 sind
auf einer Schaltungsplatine 96 angeordnet, welche die Steuerung für den Antriebsmotor
46 enthält und an der Innenseite des unteren Frontwandabschnittes 26 angeordnet ist.
Die Gabellichtschranken 94 sind über eine logische Schaltung so miteinander und mit
der Gabellichtschranke 90 verknüpft, daß nicht nur die Endstellungen der Vierkantwelle
54 und der Klappe 38 eindeutig identifizierbar sind, sondern daß auch der Schließhaken
68 nur dann in seine Schließstellung verschwenkt wird, wenn der Klappenstellungsmelder
anzeigt, daß die Klappe 38 sich zumindest bis auf wenige Millimeter an ihre Schließstellung
angenähert hat.
[0026] Figur 4 zeigt in schematischer Weise den Einbau der Verschlußklappenanordnung in
einen Bankautomaten. Die Figur zeigt in schematischer Weise einen Gehäuseteil 98 eines
Bankautomaten mit einem trichterförmigen Geldausgabefach 100, das durch die an der
Innenseite des Gehäuseteils 98 montierte Verschlußklappenanordnung verschlossen werden
soll. Aus einem durch das Gehäuseteil 98 abgedeckten Banknotenausgabegerät 101 kann
mittels einer Transporteinrichtung 102 ein Banknotenbündel 104 an einen Kunden ausgegeben
werden. Entnimmt der Kunde das Banknotenbündel nicht, so wird es üblicherweise nach
einer bestimmten Wartezeit von der Transporteinrichtung 102 wieder zurückgezogen.
Für diese Art von Geldausgabegeräten wurden betrügerische Vorrichtungen ersonnen,
die in das Ausgabefach 100 eingesetzt werden und die Ausgabeöffnung abdecken. Der
Kunde, der die betrügerische Manipulation nicht erkennt, fordert zunächst einen Geldbetrag
an und wartet auf die Freigabe der Ausgabeöffnung durch die sich öffnende Verschlußklappe.
Dies erfolgt auch, ist für den Kunden aber nicht wahrnehmbar, ds es durch die vorgesetzte
Vorrichtung verdeckt wird. Der Kunde hat den Eindruck, daß der Bankautomat nicht funktioniert
und geht weg. Die vorgesetzte Vorrichtung hat gleichzeitig eine Greifvorrichtung,
welche das angebotene Banknotenbündel erfaßt und festhält, so daß es von der Transporteinrichtung
102 nicht mehr zurückgezogen werden kann. In einem günstigen Augenblick entnimmt der
Betrüger das Geld und entfernt die entsprechende Vorrichtung.
[0027] Um diese Manipulation mit einfachen Mitteln zu verhindern, hat die zylindrische Verschlußklappe
40 an ihrem unteren Rand einen radial nach außen weisenden Taststeg 106, der beim
Öffnen der Verschlußklappe den gesamten Raum vor derselben durchfährt und dabei Hindernisse
erfaßt. Die Breite des Taststeges muß dabei mindestens gleich der Strecke sein, um
welche das Banknotenbündel aus der Öffnung herausragt, wie dies in Figur 4 zu erkennen
ist. Der Taststeg kann dann entweder die Vorrichtung selbst oder zumindest den Greifmechanismus
erfassen, der das Banknotenbündel festhalten soll. Die Klappe wird dann nicht aufgehen,
so daß auch kein Geld ausgegeben werden kann.
1. Verschlußklappenanordnung für die Zugriffsöffnung (100) an einem Bankautomaten, insbesondere
Geldausgabeautomaten, umfassend ein Rahmenteil (10), eine teilzylindrische Klappe
(40), die über mindestens einen starr mit ihr verbundenen achsnormal gerichteten Klappenhebel
(44) an dem Rahmenteil (10) um die Zylinderachse (42) schwenkbar gelagert ist, und
einen Klappenantrieb mit einem in seiner Drehrichtung umsteuerbaren Antriebsmotor
(46), der über mindestens einen drehfest mit einer Antriebswelle (54) verbundenen
Nockenkörper (56) und einen mit dem Klappenhebel (44) verbundenen Nockenfolger (58)
die Klappe (40) in Öffnungsrichtung verstellen kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (40) mittels einer Feder (76) in ihre Schließstellung vorgespannt
ist und daß an der Antriebswelle (54) drehfest mit dieser mindestens ein Schließhaken
(68) sowie an einem klappenfesten Teil (60) ein dem Schließhaken (68) zugeordnetes
Einhakelement (78) derart angeordnet sind, daß sie während der letzten Millimeter
des Schwenkweges der Klappe (40) vor Erreichen ihrer Schließstellung in Eingriff treten
können.
2. Verschlußklappenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schließhaken (68) und das Einhakelement (78) zur Anlage aneinander bestimmte
Führungsflächen (80 bzw. 82) haben, welche die beiden miteinander in Eingriff tretenden
Teile in ihre Eingriffsendstellung führen.
3. Verschlußklappenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schließhaken (68) einstückig mit dem Nockenkörper (56) ausgebildet ist und
gegenüber dem der maximalen Klappenöffnung entsprechenden Steuerkurvenbereich (72)
desselben um ca. 180° bezüglich der Antriebswelle (54) versetzt ist und daß das Einhakelement
(78) von einem Fortsatz an dem Klappenhebel (44) gebildet ist.
4. Verschlußklappenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (40) an ihren beiden Längsenden je einen Klappenhebel (44) hat, denen
jeweils ein Nockenkörper (56) und ein Schließhaken (68) zugeordnet sind.
5. Verschlußklappenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor (46) mit der Antriebswelle (54) über ein eine Rutschkupplung
enthaltendes Getriebe (50, 52) gekoppelt ist.
6. Verschlußklappenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (40) mit einem Klappenstellungsmelder (84) gekoppelt ist, daß die
Antriebswelle (54) mit einem Wellenstellungsmelder (91) verbunden ist und daß eine
mit den Meldern (84, 91) verbundene Steuereinheit (96) vorgesehen ist, welche den
Antriebsmotor (46) in Abhängigkeit von Meldersignalen steuert.
7. Verschlußklappenanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Klappenstellungsmelder (84) einen auf der Antriebswelle (54) drehbar gelagerten
zweiarmigen Positionshebel umfaßt, der mit seinem einen Hebelarm (86) mit dem Klappenhebel
(44) über eine Langloch/Zapfenverbindung gekoppelt ist und mit seinem anderen Hebelarm
(88) eine Gabellichtschranke (90) schaltet.
8. Verschlußklappenanordnung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Wellenstellungsmelder (91) zwei Gabellichtschranken (94) hat, die durch
drehfest mit der Antriebswelle (54) verbundene Positionsscheiben (92) schaltbar sind.
9. Verschlußklappenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an der Schließkante der Klappe (40) ein sich über die Länge derselben erstreckender
radial nach außen gerichteter Taststeg (106) angeordnet ist.