[0001] Die Erfindung betrifft eine Kontaktfeder, mit einem Anschlußteil für einen elektrischen
Leiter und einem Kontaktteil mit einer Federschenkelbasis und von dieser ausgehenden
Federschenkeln für die Kontaktierung eines Steckkontaktes, wobei mindestens ein Federschenkel
in der Kontaktzone mit einem auf den anderen Federschenkel hin gerichteten Vorsprung
zur Kontaktvoröffnung ausgebildet ist.
[0002] Eine derartige Kontaktfeder ist z. B. durch DE 9202365 U1 bekannt.
[0003] Bei der bekannten Kontaktfeder ist zur Reduzierung der Steck- und Ziehkräfte bei
der Herstellung bzw. Lösung einer Steckverbindung eine Kontaktvoröffnung vorgesehen,
die durch einen Lappen gebildet ist, welcher an einer Längskante eines Federschenkels
herausgerissen und hakenförmig auf den anderen Federschenkel zu abgebogen ist. Durch
den am anderen Federschenkel anliegenden Lappen des einen Federschenkels werden die
beiden Federschenkel in der Kontaktzone auf Abstand gehalten, so daß ein Steckkontakt
zwischen die beiden Federschenkel eingesteckt werden kann, ohne beim Einstecken mit
voller Federkraft aneinanderliegende Federschenkel bei erhöhter Steckkraft auseinanderspreizen
zu müssen. Derartige aus einem Federschenkel herausgerissene Abstandselemente bilden
aber freie, korrosionsanfällige Schnittkanten in der Kontaktzone und können bei Schiefstand
infolge Verbiegung oder Verkantung das Einstecken eines Steckkontaktes beeinträchtigen
oder gar verhindern.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Kontaktfeder der eingangs genannten
Art die geschilderten Probleme zu vermeiden und eine verbesserte, einfache Lösung
für eine Kontaktvoröffnung anzugeben.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einer Kontaktfeder der eingangs genannten Art gemäß der Erfindung
dadurch gelöst, daß im Bereich mindestens einer Längskante eines Federschenkeis als
Vorsprung zur Kontaktvoröffnung ohne Materialdurchtrennung eine Kuppe in den Federschenkel
eingeprägt ist.
[0006] Eine derartige Kontaktfeder ist ohne Durchtrennung des Federschenkelmaterials mit
einer oder mehreren eingeprägten Kuppen versehen, die den Abstand zwischen den Federschenkeln
halten. Auf diese Weise ist eine Kontaktvoröffnung gebildet, ohne daß freie, korrosionsanfällige
Schnittkanten in der Kontaktzone entstehen. Da die Kontaktvoröffnung durch Einprägen
von Kuppen gebildet ist, ist auch ein Schiefstand der Abstandselemente, die nicht
aus dem Material eines Federschenkels frei herausragen, sondern in das Material des
Federschenkels integriert bleiben, ausgeschlossen, so daß das Einstecken eines Steckkontaktes
zwischen die Federschenkel nicht mehr durch die Kontaktvoröffnung beeinträchtigt werden
kann.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes des Anspruchs 1 sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0008] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es zeigen
Figur 1 eine Kontaktfeder in perspektivischer Darstellung,
Figur 2 eine Kontaktfeder in Seitenansicht und
Figur 3 eine Einzelheit X nach Figur 2 in vergrößerter Darstellung.
[0009] Die Kontaktfeder 1 nach den Figuren 1 und 2 besteht aus einem z. B. als Crimpanschluß
ausgebildeten Anschlußteil 2, an das sich ein Kontaktteil 3 mit einer im Querschnitt
hier rechtwinkligen Federschenkelbasis 4 mit einer Bodenwandung 5, einer Deckenwandung
6 und zwei Seitenwänden 7 und 8 anschließt. Als steckerseitige Verlängerung von Bodenwandung
5 und Deckenwandung 6 hat das Kontaktteil 3 zwei Federschenkel 9 und 10 für die Kontaktierung
eines Steckkontaktes. Die Federschenkel 9 und 10 sind bei der dargestellten Kontaktfeder
in Längsrichtung geteilt - der eine Federschenkel 9 herstellungsbedingt durch einen
beim Biegen der Federschenkelbasis 4 sich ergebenden durchgehenden Längsschlitz 11
und der andere Federschenkel 10 durch einen bis zur Bodenwandung 5 reichenden Längsschlitz
12 -, so daß ein Doppelflachfederkontakt entsteht, bei dem jeder Federschenkel 9 bzw.
10 von zwei Federlamellen 9a, 9b bzw. 10a, 10b gebildet ist. Die Federlamellen 9a,
9b und 10a, 10b laufen - von der Federschenkelbasis 4 ausgehend - zunächst aufeinander
zu bis zu einer Kontaktzone 13. Von dieser Kontaktzone aus laufen die Federlamellen
9a, 9b und 10a, 10b trichterförmig auseinander. Die Federlamellen verlaufen somit
nicht gerade gestreckt in einer Ebene, sondern - wie die Figuren 1 bis 3 deutlich
zeigen - in der Kontaktzone 13 etwas aufeinander zu durchgebogen, um dann wieder zu
divergieren. Zur Bildung einer Kontaktvoröffnung ist jede Federlamelle 9a, 9b, 10a,
10b im Bereich der äußeren Längskante 14, 15 bzw. 16, 17 in der Kontaktzone 13 - also
dort, wo die Federlamellen aufeinander zu durchgebogen sind - mit einer zu der jeweils
gegenüberliegenden Federlamelle hin gerichteten Kuppe 18, 19 bzw. 20, 21 versehen.
Diese Kuppen sind bei der aus einem Stanz-Biegeteil hergestellten Kontaktfeder 1 durch
Einprägen gebildet. Dabei sind die Einprägungen - wie dies die Figuren 1 bis 3 deutlich
zeigen - so vorgenommen, daß keine freien Schnittkanten an den Federlamellen entstehen
und die Materialdicke d einer Federlamelle nicht durchtrennt wird. Dies bedeutet,
daß die Tiefe t der Einprägung bzw. der Kuppen 18 bis 21 in jedem Fall geringer ist
als die Dicke d einer Federlamelle (Figur 3). Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
einer Kontaktfeder nach Figur 1 entstehen somit insgesamt vier eine Kontaktvoröffnung
ergebende Kuppen 18 bis 21 an den äußeren Längskanten der Federlamellen. Es ist jedoch
auch denkbar, bei entsprechender Ausbildung einer Kontaktfeder, z. B. bei geringerer
Breite der Federschenkel als bei der dargestellten Ausführungsform, nur eine Kuppe
als Kontaktvoröffnung vorzusehen und diese im Bereich einer Längskante eines Federschenkels
in der Kontaktzone einzuprägen.
1. Kontaktfeder (1), mit einem Anschlußteil (2) für einen elektrischen Leiter und einem
Kontaktteil (3) mit einer Federschenkelbasis (4) und von dieser ausgehenden Federschenkein
(9, 10) für die Kontaktierung eines Steckkontaktes, wobei mindestens ein Federschenkel
(9) in der Kontaktzone (13) mit einem auf den anderen Federschenkel (10) hin gerichteten
Vorsprung zur Kontaktvoröffnung ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich mindestens einer Längskante (14) eines Federschenkeis (9) als Vorsprung
zur Kontaktvoröffnung ohne Materialdurchtrennung eine Kuppe (18) in den Federschenkel
(9) eingeprägt ist.
2. Kontaktfeder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausbildung mit zwei Federschenkeln (9, 10) die beiden Federschenkel zumindest
an jeweils einer gleichen Längskante (14, 16) mit einer Kuppe (18, 20) ausgebildet
sind.
3. Kontaktfeder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei breiten und/oder in Längsrichtung geteilten Federschenkeln jeder Federschenkel
(9, 10) an seinen beiden äußeren Längskanten (14, 15 bzw. 16, 17) mit jeweils einer
Kuppe (18, 19 bzw. 20, 21) versehen ist.