| (19) |
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(11) |
EP 0 766 759 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.08.1999 Patentblatt 1999/31 |
| (22) |
Anmeldetag: 18.04.1995 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: D06F 39/02 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9501/434 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9529/282 (02.11.1995 Gazette 1995/47) |
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| (54) |
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM ENTLEEREN EINES MIT EINER THIXOTROPEN PASTE GEFÜLLTEN
BEHÄLTERS
PROCESS AND DEVICE FOR EMPTYING A CONTAINER FILLED WITH A THIXOTROPIC PASTE
PROCEDE ET DISPOSITIF POUR VIDER UN RECIPIENT REMPLI D'UNE PATE TIXOTROPE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB IE IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
27.04.1994 DE 4414708
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.04.1997 Patentblatt 1997/15 |
| (73) |
Patentinhaber: Henkel-Ecolab GmbH & Co. OHG |
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40554 Düsseldorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- AMBERG, Günther
D-41472 Neuss (DE)
- HUBER, Wolfgang
D-83413 Fridolfing (DE)
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| (74) |
Vertreter: Wacker, Manfred, Dr. et al |
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Henkel KGaA,
TTP / Patentabteilung 40191 Düsseldorf 40191 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 445 046 WO-A-91/07905 DE-U- 8 611 862
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WO-A-82/00753 DE-A- 4 414 956
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung richtet sich auf ein Verfahren zum Entleeren eines mit einer Paste
gefüllten, im wesentlichen vollständig zusammendrückbaren Behälters, bei welchem an
einem Ende des Behälters beginnend, von außen eine Druckkraft auf den Behälter aufgebracht
wird, dadurch Schwerkräfte auf die Paste ausgeübt werden, und die eine Behälterwand
bis zur Anlage an die gegenüberliegende Behälterwand auf diese zubewegt wird, so daß
die Paste unter Zusammendrücken des Behälters in Richtung einer Öffnung des Behälters
und durch diese hindurch in eine angeschlossene, zu einem Mischbehälter führende Förderleitung
gefördert wird.
[0002] Weiterhin richtet sich die Erfindung auf ein Gerät zur Entnahme und insbesondere
zum Dosieren von Paste aus einem mit einer Öffnung versehenen flexiblen, vorzugsweise
als Einwegbeutel ausgebildeten Behälter, wobei das Gerät ein Grundgestell und eine
an einem Ende des Behälters beginnend durch Zusammendrücken des Behälters eine Druckkraft
auf den Behälter und damit Scherkräfte auf die Paste ausübende Einrichtung aufweist.
[0003] Pastenförmige, im wesentlichen wasserfreie Waschmittel werden hauptsächlich in gewerblichen
Wäschereien eingesetzt. Beispiele solcher Pasten werden in der DE 38 26 110 A1 sowie
der DE 37 19 906 A1 beschrieben. Die Vorteile liegen in der hohen Waschkraft infolge
der hohen Konzentration waschaktiver Komponenten gegenüber pulverförmigen Waschmitteln,
da waschinaktive, lediglich der Konditionierung des Waschmittels dienende Zusatzstoffe
hier nicht erforderlich sind.
[0004] Probleme bereiten aber die physikalischen Eigenschaften der Pasten, nämlich die hohe
Viskosität und insbesondere das thixotrope (strukturviskose) Verhalten, das ein Entleeren
und Dosieren der Paste auf einfache Weise verhindert. Unter Thixotropie versteht man
das Absinken der Viskosität beim Umrühren, Schütteln oder anderer Scherbeanspruchung
der Paste sowie das danach allmähliche Ansteigen der Viskosität der unbewegten Paste.
Bei Raumtemperatur ist die Viskosität der oben genannten Pasten ohne Anwendung von
Scherkräften so hoch, daß sie unter dem ausschließlichen Einfluß der Schwerkraft nicht
bzw. nicht in einer für die beabsichtigte Anwendung erforderlichen Zeit und Menge
aus dem Vorratsbehälter fließen.
[0005] Entnahmeverfahren und -vorrichtungen für Waschmittelpasten werden unter anderem in
der DE 37 19 906 A1, der DE 38 26 110 A1 sowie dem deutschen Gebrauchsmuster G 93
14 591 beschrieben. Als Vorratsbehälter für das pastöse Waschmittel ist in diesem
Stand der Technik ein Faß vorgesehen. Eine im Faß bewegliche, dicht an den Faßwänden
schließende Platte, die auch Folgeplatte genannt wird, übt einen Druck auf die Paste
aus und ermöglicht die Förderung über eine einfache Rohrleitung mit Pumpe (DE 37 19
906 Al und DE 38 26 110 A1). Das Entnahmeverfahren eignet sich für Pasten mit einer
Viskosität bei etwa 75.000 bis 90.000 mPa s. Für Pasten mit höheren Viskositäten,
z. B. von 150.000 bis 250.000 mPa s wird in der G 93 14 591 ein Rührer unterhalb der
Folgeplatte vorgeschlagen, der die unmittelbar unterhalb der Folgeplatte befindliche
Paste verflüssigt und so einer leichten Förderung zugänglich macht.
[0006] Diese bekannten Entnahmeverfahren und -vorrichtungen sind für Fässer, also relativ
große Gebinde ausgelegt. Sie eignen sich im Prinzip auch zum Entleeren kleinerer Pastenbehälter
mit Mengen bis etwa 30 kg, sind aber in diesem Fall unwirtschaftlich. Dazu kommt der
weitere Kostenfaktor, daß zur Vermeidung von Verpackungsmüll die Fässer gereinigt
und zurück zum Waschmittelhersteller transportiert werden müssen. Bei den kleinen
Gebinden sind die Aufwendungen für Mehrwegverpackungen besonders kostspielig, gemessen
an der Menge des Gebindeinhalts. Andererseits soll aber auch hier ein Wiederverwerten
des Gebindes oder ein Rückführen in den Materialkreislauf auf wirtschaftliche Weise
möglich sein.
[0007] Ein gattungsgemäßes Verfahren und eine gattungsgemäße Vorrichtung zum nahezu vollständigen
Entleeren von mit Fluiden gefüllten, flexiblen Einwegbehältern sind aus der DE 42
18 297 Al bekannt. Der im Querschnitt keilförmige, relativ flache Beutel trägt eine
Auslaßöffnung an seiner Oberseite. Zum Entleeren wird er zwischen zwei Platten gelegt
und die Auslaßöffnung wird an eine Rohrleitung angeschlossen. Mittels eines Druckzylinders
werden die Platten gegeneinander bewegt und das im Behälter enthaltene Fluid herausgedrückt.
[0008] Dieses Entnahmeverfahren und diese Vorrichtung eignen sich allerdings nicht für mit
thixotroper Paste gefüllte Beutel, da der auf die gesamte Oberseite des Behälters
wirkende Druck in der Regel nicht ausreicht, um die Paste vollständig und ausreichend
zu verflüssigen. Bei der Anwendung des Verfahrens auf mit der oben genannten Paste
gefüllte Beutel kann daher nur ein Teil entleert werden. Ein großer Anteil verbleibt
im Behälter.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zum nahezu vollständigen
Entleeren kleiner kostengünstiger Gebinde zu entwickeln, ohne daß das Bedienungspersonal
in direktem Kontakt mit dem Produkt kommt. Außerdem soll das oben genannte Verpackungsproblem
auf wirtschaftliche Weise gelöst werden. Ferner wird gewünscht, eine Durchführung
des Verfahrens mit einem relativ kleinen, in der Anschaffung und im Betrieb kostengünstigen
Gerät zu ermöglichen.
[0010] Bei einem Verfahren der Eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die Druckkraft an einer begrenzten Fläche des Behälters angelegt
und auf die Öffnung zubewegt wird und daß die Paste thixotrop und ein Waschmittel
ist, sowie in der Förderleitung mittels einer Dosierpumpe dem Mischbehälter dosiert
zugeleitet und dort mit zufließendem Wasser vermischt wird.
[0011] Das Verfahren ist nicht nur für das Entleeren des Behälters geeignet, sondern wird
auch zum Dosieren der thixotropen Paste eingesetzt. Daher wird vorgeschlagen, daß
man gleichzeitig mit dem Entleeren ein Dosieren der Paste, insbesondere in einen Mischbehälter
zum Mischen mit Wasser durchführt. Nach dem Mischen der Waschmittelpaste erhält man
eine konzentrierte Lösung, die als Stammlauge in der gewerblichen Wäscherei verwendet
werden kann.
[0012] Mit einer Vielzahl von Hilfsmitteln können die Scherkräfte auf die Paste ausgeübt
und danach oder gleichzeitig die Behälterwände zusammengepreßt werden. Zum Beispiel
kann eine mit Schlitzen versehene Platte eingesetzt werden, wobei der flexible Behälter
durch die Schlitze gezogen wird, beginnend mit dem der Öffnung gegenüberliegenden
Ende. Auch andere Mittel sind möglich, die geeignet sind, gleichzeitig ausreichend
starke Scherkräfte und Druckkräfte in Richtung auf die Öffnung auszuüben. Beispielsweise
kann eine lotrecht stehende Platte über den Behälter geschoben werden oder ein beutelartiger
Behälter kann wie eine Tube aufgerollt werden, beginnend mit dem der Öffnung entgegensetzen
Ende. Es ist auf jedem Fall immer sicherzustellen, daß zum einen eine ausreichende
Erniedrigung der Viskosität und zum anderen eine im wesentlichen vollständige Entleerung
erreicht wird.
[0013] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung übt man mittels einer
Walze gleichzeitig die Scherkräfte auf die Paste aus und drückt die Paste in Richtung
auf die Öffnung.
[0014] Bei der Wahl des Behältermaterials besteht keine Einschränkung. Es muß nur gewährleistet
sein, daß die Flexibilität ausreicht, um die Behälterwände zusammendrücken zu können.
Insbesondere wird vorgeschlagen, daß der Behälter aus Polyethylen besteht. Ein solcher
Behälter ist preiswert, sehr flexibel, und das Material kann nach dem Entleeren als
Rohstoff für andere Polyethylenteile wiederverwertet werden. Eine dazu erforderliche
Reinigung ist auf einfache Weise möglich, indem der Beutel aufgeschlitzt und in der
Waschmaschine separat oder zusammen mit Textilien gewaschen wird. Ein zusätzlicher
Vorteil liegt in der restlosen Verwertung der Waschmittelpaste.
[0015] Die Erfindung betrifft auch ein Gerät gemäß Oberbegriff von Anspruch 3. Bevorzugt
ist das Gerät zur Entnahme und zum Dosieren von in gewerblichen Wäschereien verwendeten
hochviskosen Waschmittelpasten vorgesehen und entsprechend ausgelegt.
[0016] Bei einem Gerät der Eingangs bezeichneten Art wird die obenstehende Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die Paste ein thixotropes Waschmittel ist und die Einrichtung
in Richtung auf die Öffnung bewegbare Mittel zum Zusammendrücken des Beutels auf einer
begrenzten Fläche aufweist, so daß an dieser Stelle gleichzeitig Scherkräfte auf die
Paste wirken und die Paste in Richtung auf die Öffnung gefördert wird.
[0017] Diese Mittel können unterschiedlich ausgebildet sein. Wichtig und notwendig ist nur,
daß sie zum Ausüben solch hoher Scherkräfte fähig sind, so daß die Viskosität der
Paste ausreichend erniedrigt und die Paste in Richtung auf die Öffnung gefördert wird.
Als besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung wird vorgeschlagen, daß die
die Scherkräfte auf die Paste ausübende Einrichtung eine in Richtung auf die Öffnung
des Beutels bewegbare und gleichzeitig die Beutelwände zusammendrückbare Walze ist.
Die Walze bewegt sich also allmählich von dem einen Ende des Beutels in Richtung auf
die Öffnung zu und verflüssigt dabei gleichzeitig den im Bereich der Walze befindliche
Pastenanteil. Im Rahmen der Erfindung liegt es, wenn die Walze motorisch angetrieben
ist. Wenn es vorgesehen ist, die Paste nicht nur aus dem Behälter zu entnehmen, sondern
sie auch zu dosieren, muß allerdings eine der zu dosierenden Menge entsprechende Geschwindigkeit
der Walze eingehalten werden. Eine Steuerung bzw. Regelung des Walzenantriebs ist
in diesem Fall zweckmäßig.
[0018] Bevorzugt ist jedoch eine nicht motorisch angetriebene Walze, denn Probleme mit dem
Antrieb und der Steuerung sind damit ausgeschlossen. Dementsprechend wird eine zur
Aufnahme des Beutels vorgesehene schiefe Ebene mit einem Anschluß an die Öffnung des
Beutels im unteren Bereich der Ebene und einer freibeweglichen Walze mit zum Zusammendrücken
der Beutelwände ausreichender Breite und Gewicht vorgeschlagen. Die Walze quetscht
die Paste in Richtung auf die Beutelöffnung und streicht gleichzeitig den entleerten
Beutel glatt, so daß auch noch geringe Reste zur Beutelöffnung transportiert werden.
Ein Mindestgewicht der Walze, typischerweise etwa 20 bis 25 kg bei gebräuchlichen
Gebinden, ist zum einen erforderlich, damit ausreichend große Gewichtskräfte zum Verflüssigen
der Paste aufgebracht werden, und zum anderen, um das Überrollen des noch gefüllten
Beutelteils zu verhindern. Die Breite der Walze entspricht mindestens der Breite des
Beutels.
[0019] Der große Vorteil der freilaufenden Walze besteht darin, daß sie immer genau den
erforderlichen Druck und die gewünschten Scherkräfte ausübt und sich gleichzeitig
mit der gewünschten Entleerungsrate, insbesondere beim Einsatz der unten noch näher
beschriebenen Dosierpumpe, angepaßten Geschwindigkeit über den Beutel bewegt, ohne
daß komplizierte und anfällige Regel- und Steuereinrichtungen erforderlich sind.
[0020] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das Entnahmegerät
eine Förderleitung für die Paste auf. Sie ist über eine Einlaßöffnung an den Beutel
anschließbar. Mit einem lösbar, aber dichtend mit der Öffnung des Beutels verbindbaren
Anschlußelement der Einlaßöffnung der Förderleitung wird ein dichtender Anschluß des
Gebindes an das Entnahmegerät auch bei relativ hohen Innendrücken im Beutel während
des Zusammendrückens des Beutels sichergestellt. Dazu wird insbesondere eine Hinterschneidung
am Öffnungsstutzen des Beutels und eine am Entnahmegerät befestigbare und in die Hinterschneidung
einschiebbare Platte vorgeschlagen.
[0021] Ein Verrutschen des Beutels während des Entnahmevorgangs wird auf sichere und einfache
Weise verhindert, wenn Dorne an dem der Einlaßöffnung gegenüberliegenden Ende des
Entnahmegeräts angeordnet sind. Das der Öffnung gegenüberliegende Ende des Beutels
hat nämlich in der Regel eine ausreichend breite Schweißnaht, in die die Dorne eingreifen
können und damit den Beutel im Entnahmegerät, zum Beispiel auf der schiefen Ebene,
fixieren.
[0022] Die genannte Schweißnaht befindet sich bei dem mit der Paste gefüllten, auf einer
Auflagefläche des Entnahmegeräts liegenden Beutel in einem Abstand zu dieser Fläche,
der etwa der halben Beuteldicke entspricht. Kurz nach Beginn der Entnahme des Beutelinhalts
liegt die Schweißnaht jedoch unmittelbar auf der Auflagefläche an. Ein problemloses
Eingreifen der Dorne in die Schweißnaht und eine sichere Fixierung des Beutels während
des gesamten Entnahmevorgangs, bei dem sich der Abstand der Schweißnaht zur Auflagefläche
allmählich verringert, wird durch eine in Abstand zur Auflagefläche des Entnahmegeräts,
zum Beispiel zur schiefen Ebene, und im Bereich des der Einlaßöffnung gegenüberliegenden
Endes liegende, mit einem oder mehreren Dornen besetzte Auflegeplatte für das Beutelende
gewährleistet, die mit zunehmender Entleerung des Beutels in Richtung auf die Auflagefläche
bewegbar ist. In einer besonders einfachen und effektiven Ausführung ist die Auflegeplatte
über Federn an der Auflagefläche für den Beutel befestigt.
[0023] Wird das erfindungsgemäBe Gerät nicht nur zur Entnahme, sondern auch zum Dosieren
der Paste eingesetzt, so ist in einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
eine Pumpe in der Förderleitung vorgesehen, die mit der Auflagefläche, zum Beispiel
der schiefen Ebene, oder mit dem Grundgestell fest verbunden ist. Ist die Auflagefläche
als ein gegenüber dem Grundgestell schwenkbares Teil ausgelegt, so ist es zur Verminderung
des Gewichts der beweglichen Teile vorteilhaft, wenn die Pumpe am Grundgestell und
nicht an der Auflagefläche befestigt ist. Die Pumpe saugt die Paste aus dem Bereich
der Beutelöffnung an und die oben genannten Mittel zum Zusammendrücken des Beutels,
zum Beispiel die genannte Walze, schieben die Paste bei gleichzeitiger Verflüssigung
aus dem hinteren Bereich des Beutels nach vorn zur Beutelöffnung.
[0024] Dabei werden insbesondere Mittel zum Aufrechterhalten eines Abstands zwischen der
unteren und der oberen Beutelwand im Bereich der Einlaßöffnung der Förderleitung vorgeschlagen,
so daß auch bei einer nicht optimal aufeinander abgestimmten Arbeitsweise der Mittel
zum Zusammendrücken mit der Pumpe die obere Beutelwand nicht an die untere Beutelwand
angesaugt wird und damit das Entleeren bzw. das Dosieren unterbrochen wird. Vorzugsweise
drückt sich ein derartiger Abstandshalter selbsttätig in die Beutelöffnung hinein,
wenn der Beutel in das Entnahmegerät eingelegt wird.
[0025] Eine Vielzahl von Pumpen kann eingesetzt werden. Als Beispiel seien Schlauchpumpen
und Zahnradpumpen genannt. Bevorzugt ist die Pumpe aber als Schneckenpumpe, insbesondere
als Exzenterschneckenpumpe ausgebildet.
[0026] Die Handhabung des erfindungsgemäßen Entnahmegeräts in der Ausführung mit der schiefen
Ebene als Auflagefläche für den Beutel wird stark erleichtert, wenn eine Einrichtung
zum Bewegen der Dorne in Richtung auf die Auflegeplatte für das Beutelende und mit
einer Halterung für die Walze vorgesehen ist, die das Freigeben der Walze beim Bewegen
der Dorne in Richtung auf die Auflegeplatte ermöglicht. In einem Arbeitsschritt wird
sowohl der Beutel auf der schiefen Ebene fixiert und die Walze selbsttätig in ihre
Ausgangsposition gebracht.
[0027] Besonders vorteilhaft wird außerdem im gleichen Arbeitsschritt die schiefe Ebene
in ihre Ausgangslage gebracht. Die Erfinder schlagen daher weiter vor, daß die Einrichtung
Mittel zum Verschwenken der schiefen Ebene in die gewünschte Neigung aufweist, die
gleichzeitig mit dem Bewegen der Dorne und dem Freigeben der Walze betätigbar sind.
Sofern eine Dosierpumpe, zum Beispiel die bereits genannte Schneckenpumpe, vorgesehen
ist, wird sie vorteilhaft unmittelbar an oder unter der schiefen Ebene angebracht.
Ein Verstopfen der Förderleitung durch zu lange Förderwege wird auf diese Weise vermieden.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des Entnahmegeräts mit einer verschwenkbaren
schiefen Ebene ist, wie bereits erwähnt, die Pumpe nicht an der schiefen Ebene, sondern
am nicht beweglichen Grundgestell befestigt, um das Gesamtgewicht der schiefen Ebene
gering zu halten.
[0028] Beim Entleeren tritt in der Endphase häufig das folgende Problem auf. Der restliche
Beutelinhalt wird entlang der Auflagefläche über die Beutelöffnung hinaus gedrückt,
so daß die Walze zwischen diesem Rest und der Beutelöffnung zu liegen kommt und das
restliche Produkt nicht in die Förderleitung pressen kann. Die Dehnung der Beutelwände
während des Entleerungsvorgangs ist eine Ursache für das Problem. Zur Lösung des Problems
schlagen die Erfinder vor, daß die Einlaßöffnung der Förderleitung, gegebenenfalls
zusammen mit der angeschlossenen Pumpe, beweglich gegenüber der Auflagefläche ausgelegt
ist und damit der durch die Dehnung der Beutelwände verursachten Bewegung der Beutelöffnung
folgen kann. Insbesondere ist es günstig, wenn die Pumpe mit angeschlossener Förderleitung
in einem gewissen Maße frei verschwenkbar ist. Zusätzlich kann eine Feder vorgesehen
sein, die die Einlaßöffnung der Förderleitung in die gewünschte Richtung drückt. Anstelle
der Verschwenkbarkeit der Pumpe kann das Problem gelöst werden, indem die Einlaßöffnung
flexibel, zum Beispiel als Schlauch, ausgebildet ist.
[0029] In einer besonders kostengünstigen und robusten Ausführungsform ist die Halterung
für die Walze als ein offener Kasten ausgebildet. Beim Eindringen der Dorne in die
Schweißnaht des Beutels rollt die Walze aus dem Kasten auf das Beutelende in ihre
vorgesehene Position.
[0030] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform hat das Entnahmegerät einen weiteren
Behälter, in dem die Förderleitung für die Paste und ein Wasserzulauf endet. Hier
wird die Paste bei gleichzeitigem Wasserzulauf mit Wasser zu einer Stammlauge gemischt,
die problemlos in die Waschmaschinen der Wäscherei gepumpt werden kann. Der im Stand
der Technik übliche Stammlaugenbehälter ist nicht mehr notwendig.
[0031] Zur Ergänzung und weiteren Erleichterung der Handhabung kann außerdem ein an den
Auslauf des weiteren Behälters angeschlossener Leitfähigkeitssensor vorgesehen sein,
der mit einer Anzeigeeinrichtung verbunden ist. Der Leitfähigkeitssensor mißt die
Konzentration der wäßrigen Lösung und gibt bei vollständiger Entleerung des Beutels,
wenn nur noch Wasser aus dem Mischbehälter strömt, ein Signal an die Anzeigeeinrichtung,
zum Beispiel eine Hupe und / oder eine Anzeigelampe.
[0032] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von Zeichnungen näher
beschrieben. Es zeigen
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Ausführungsform der Erfindung,
- Figur 2
- den Bereich des Einlasses der Förderleitung des Geräts nach Figur 1 im Schnitt,
- Figur 3
- eine schematische Darstellung des Geräts nach Figur 1 im Zustand vor dem Einlegen
eines mit Paste gefüllten Beutels,
- Figur 4
- den Bereich des Beutelendes im Gerät nach Figur 3 im Zustand während des Einlegens
eines Beutels,
- Figur 5
- eine Figur 3 ensprechende Darstellung des Geräts nach dem Einlegen eines Beutels,
- Figur 6
- den Bereich des Beutelendes im Gerät nach Figur 5,
- Figur 7
- eine schematische Darstellung des Schwenkantriebs beim Gerät nach den bisherigen Figuren
im Zustand vor dem Einlegen eines Beutels und
- Figur 8
- eine Figur 7 entsprechende Darstellung nach dem Einlegen eines Beutels.
[0033] Auf der in Figur 1 gezeichneten schiefen Ebene 1 eines Pastendosiergeräts gemäß der
Erfindung liegt ein mit Waschmittelpaste gefüllter, aus Polyethylen bestehender Beutel
2 mit einer an eine Förderleitung 3 angeschlossenen Öffnung 4. Das Pastendosiergerät
hat ein starres Grundgestell 12, gegenüber dem einzelne Teile, zum Beispiel die schiefe
Ebene 1 beweglich sein können, wie weiter unten noch näher ausgeführt wird.
[0034] Eine als Dosierpumpe dienende Exzenterschneckenpumpe 5 saugt die Paste aus dem Beutel
2 an und fördert sie in einen Mischbehälter 6. Die Dosierpumpe 5 kann an der schiefen
Ebene 1 befestigt sein. Bei einer beweglichen schiefen Ebene 1 ist die Dosierpumpe
5' aber bevorzugt am Grundgestell 12 der Pastendosiergeräts montiert, um das Gewicht
der schiefen Ebene 1 gering zu halten. Diese Variante ist in Figur 1 gestrichelt dargestellt.
Die Förderleitung ist in diesem Fall mit 3' bezeichnet.
[0035] Eine auf dem oberen Ende der schiefen Ebene 1 liegende Walze 9 drückt die obere Beutelwand
10 auf die untere Beutelwand 11, so daß einerseits Scherkräfte auf die Paste ausgeübt
werden und gleichzeitig die Paste in Richtung auf die Öffnung 4 geschoben wird, um
die ständige Versorgung der Dosierpumpe 5 mit Produkt sicherzustellen.
[0036] Die Paste wird im Mischbehälter 6 mit über eine weitere Leitung 7 zulaufendem Wasser
zu einer Stammlauge vermischt, die über eine zweite Pumpe 8 in die nicht dargestellten
Waschmaschinen der Wäscherei transportiert wird. Die Konzentration der Stammlauge
wird mit einem Leitfähigkeitssensor 13 überwacht. Bei abnehmender Leitfähigkeit der
durch die Pumpe 8 geförderten Lauge und damit bei abnehmender Konzentration wird ein
optisches und akustisches Signal von der Anzeigeeinrichtung 14 abgegeben. Der Leitfähigkeitssensor
13 dient zusammen mit der Anzeigeeinrichtung 14 in erster Linie als Leerstandsanzeige
für den Beutel 2, aber auch zur Anzeige von Störungen.
[0037] In Figur 2 erkennt man einen Schnitt durch den Bereich des Einlasses der Förderleitung
3 bzw. 3', der in die Öffnung 4 des Beutels 2 eingeschoben ist. Der flexible, an die
Förderleitung 3 angepaßte Öffnungsstutzen 4 des Beutels 2 gewährleistet einen dichten
und sicheren Anschluß. Der Einlaß 3 hat eine in Richtung auf das Beutelende, in Figur
2 also nach rechts, gerichtete Öffnung 15 und ragt in den Beutel 2 hinein, um ein
Verschließen des Einlasses 3 durch die obere Beutelwand 10 selbst bei starkem Saugvermögen
der Dosierpumpe 5, 5' mit Sicherheit zu verhindern. Der Einlaß 3 bildet damit einen
Abstandshalter zum Aufrechterhalten eines ausreichenden Auslaßquerschnitts.
[0038] Zum Einlegen des Beutels 2 in das Pastendosiergerät wird eine Platte 16 verwendet,
die eine an einer Seite offene Ausnehmung hat. Der Öffnungsstutzen 4 wird in diese
Ausnehmung eingeschoben, so daß die Platte 16 in einer Hinterschneidung des Öffnungsstutzens
4 festgeklemmt ist. Dann wird die am Beutel 2 befestigte Platte 16 an der schiefen
Ebene angebracht, wie es aus Figur 2 ersichtlich ist. Der Öffnungsstutzen 4 hat auch
bei der starken mechanischen Beanspruchung des Beutels durch die Walze 9 und den Saugdruck
der Dosierpumpe 5, 5' einen festen und sicheren Halt an der schiefen Ebene.
[0039] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Platte 16 zusammen mit dem Öffnungsstutzen
4 des Beutels 2 und dem Einlaß der Förderleitung 3, 3' entlang der schiefen Ebene
1 (in Figur 2 nach links) beweglich, um, wie oben bereits ausgeführt worden ist, das
Ausweiten des Beutels 2 aufgrund der mechanischen Beanspruchung auszugleichen.
[0040] Vor dem Einlegen des Beutels 2 in das Pastendosiergerät befindet sich das Gerät in
dem in Figur 3 gezeigten Zustand. Der Deckel 17 mit der Walze 9 und den Dornen 18
ist hochgeklappt. Dieser Bereich ist in Figur 4 in vergrößertem Maßstab dargestellt.
[0041] Nachdem die Beutelöffnung 4 mit der Förderleitung 3 verbunden worden ist, wird die
Schweißnaht am gegenüberliegenden Beutelende in eine aus zwei übereinanderliegenden
Blechen bestehende Auflegeplatte 19 eingelegt. Damit ist der Beutel 2 im Pastendosiergerät
fixiert und angeschlossen, und der Deckel 17 kann heruntergeklappt werden. Die Walze
9 rollt aus dem durch das Blech 20 und die Deckelwände gebildeten offenen Kasten in
ihre Aus' gangsposition und weiter die schiefe Ebene hinunter, schert dabei die thixotrope
Paste, die sich an dieser Stelle verflüssigt, und drückt sie gleichzeitig in Richtung
auf die Beutelöffnung. Die Dorne 18 bohren sich an entsprechenden Aussparungen der
Auflegeplatte 19 in die Schweißnaht des Beutels 2. Eine unterhalb der Auflegeplatte
19 vorgesehene Druckfeder 21 sorgt für den notwendigen Gegendruck.
[0042] Dieser Zustand des Pastendosiergeräts ist in den Figuren 5 und 6 veranschaulicht.
Hier, wie auch in den übrigen Zeichnungen, haben gleiche Bezugszeichen die gleiche
Bedeutung.
[0043] Die Auflegeplatte 19 ist bei hochgeklapptem Deckel 17 oberhalb der schiefen Ebene
1 angebracht, kann aber in Richtung auf diese bewegt werden. Damit folgt die Auflegeplatte
19 der Bewegung der Schweißnaht und der Beutelwände in Richtung auf die schiefe Ebene
beim Passieren der Walze 9.
[0044] Der in Figur 5 nur angedeutete Schwenkantrieb für die schiefe Ebene und den Deckel
wird in den Figuren 7 und 8 deutlicher dargestellt. Figur 7 zeigt schematisch den
Schwenkantrieb vor dem Einlegen des mit Paste gefüllten Beutels. Der Deutlichkeit
halber ist nur das Grundgestell 12 und die schiefe Ebene 1 eingezeichnet. Die schiefe
Ebene 1 ist an den linken Holmen des Grundgestells 12 über ein Drehgelenk befestigt,
das in Figur 7 durch ein "x" bzw. "+" angedeutet ist. An der rechten Seite liegt die
Ebene 1 am Grundgestell 12 auf. Ein Schwenkarm 22 mit einem starr damit verbundenen
Handhebel 23 ist drehbar sowohl an der schiefen Ebene 1 als auch an einer Strebe 24
angebracht, die wiederum drehbar mit dem Grundgestell 12 verbunden ist. Wenn die Bedienungsperson
den Handhebel 23 nach links drückt, wird die schiefe Ebene 1 zusammen mit dem Deckel
aus der in Figur 7 gezeigten Position in die Position entsprechend Figur 8, die Arbeitsposition,
geschwenkt. Die im rechten Teil des nicht dargestellten Deckels befindliche Walze
rollt aus dem Deckel auf die schiefe Ebene. Gleichzeitig bohren sich die Dorne, wie
oben ausgeführt wurde, in die Schweißnaht des Beutels.
[0045] Zur Dämpfung der Schwenkbewegung ist zwischen der Strebe 24 und dem Grundgestell
12 eine Gasdruckfeder 25 vorgesehen. Sie ermöglicht ein langsames Absinken der schiefen
Ebene in die Arbeitsposition, nachdem der obere Totpunkt überschritten worden ist.
[0046] Alternativ kann der Schwenkantrieb auch pneumatisch betrieben werden. Der zusätzlicher
Aufwand ist nur gering, da eine Druckluftquelle in den meisten Wäschereien vorhanden
ist.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 1
- schiefe Ebene, Auflagefläche
- 2
- Beutel
- 3, 3'
- Förderleitung
- 4
- Öffnung des Beutels, Öffnungsstutzen
- 5, 5'
- Exzenterschneckenpumpe, Dosierpumpe
- 6
- Mischbehälter
- 7
- weitere Leitung
- 8
- zweite Pumpe
- 9
- Walze
- 10
- obere Beutelwand
- 11
- untere Beutelwand
- 12
- Grundgestell
- 13
- Leitfähigkeitssensor
- 14
- Anzeigeeinrichtung
- 15
- Öffnung
- 16
- Platte
- 17
- Deckel
- 18
- Dorn
- 19
- Auflegeplatte
- 20
- Blech
- 21
- Druckfeder
- 22
- Schwenkarm
- 23
- Handhebel
- 24
- Strebe
- 25
- Gasdruckfeder
1. Verfahren zum Entleeren eines mit einer Paste gefüllten, im wesentlichen vollständig
zusammendrückbaren Behälters (2), bei welchem an einem Ende des Behälters (2) beginnend,
von außen eine Druckkraft auf den Behälter (2) aufgebracht wird, dadurch Scheduäfte
auf die Paste ausgeübt werden, und die eine Behälterwand (10) bis zur Anlage an die
gegenüberliegende Behälterwand (11) auf diese zubewegt wird, so daß die Paste unter
Zusammendrücken des Behälters (2) in Richtung einer Öffnung (4) des Behälters (2)
und durch diese hindurch in eine angeschlossene, zu einem Mischbehälter (6) führende
Förderleitung (3, 3') gefördert wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckkraft an einer begrenzten Fläche des Behälters (2) angelegt und auf die
Offnung (4) zubewegt wird und daß die Paste thixotrop und ein Waschmittel ist, sowie
in der Förderleitung (3, 3') mittels einer Dosierpumpe (5, 5') dem Mischbehälter (6)
dosiert zugeleitet und dort mit zufließendem Wasser vermischt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß mittels einer Walze (9) gleichzeitig die Scherkräfte auf die Paste ausgeübt werden
und die Paste in Richtung auf die Öffnung (4) gedrückt wird
3. Gerät zur Entnahme und insbesondere zum Dosieren von Paste aus einem mit einer Offnung
(4) versehenen flexiblen, vorzugsweise als Einwegbeutel ausgebildeten Behälter (2),
wobei das Gerät ein Grundgestell (12) und eine an einem Ende des Behälters (2) beginnend
durch Zusammendrücken des Behälters eine Druckkraft auf den Behälter (2) und damit
Scherkräfte auf die Paste ausübende Einrichtung (9) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Paste ein thixotropes Waschmittel ist und die Einrichtung in Richtung auf
die Öffnung (4) bewegbare Mittel zum Zusammendrücken des Beutels (2) auf einer begrenzten
Fläche aufweist, so daß an dieser Stelle gleichzeitig Scherkräfte auf die Paste wirken
und die Paste in Richtung auf die Öffnung (4) gefördert wird.
4. Entnahmegerät nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die die Scherkräfte auf die Paste ausübende Einrichtung (9) eine in Richtung auf
die Öffnung (4) des Beutels (2) bewegbare und gleichzeitig die Beutelwände zusammendrückbare
Walze (9) ist.
5. Entnahmegerät nach Anspruch 4,
gekennzeichnet durch
eine zur Aufnahme des Beutels (2) vorgesehene schiefe Ebene (1) mit einem Anschluß
an die Offnung (4) des Beutels (2) im unteren Bereich oder Ebene (1) und einer freibeweglichen
Walze (9) mit zum Zusammendrücken der Beutelwände (10, 11) ausreichender Breite und
Gewicht.
6. Entnahmegerät nach einem der Ansprüche 3 bis 5, mit einer Förderleitung (3, 3') für
die Paste, die über eine Einlaßöffnung (15) an den Beutel (2) anschließbar ist,
gekennzeichnet durch
ein losbar, aber dichtend mit der Öffnung (4) des Beutels (2) verbindbares Anschlußelement
der Einlaßöffnung der Förderleitung (3, 3').
7. Entnahmegerät nach einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine Hinterschneidung am Offnungsstutzen (4) des Beutels (2) und eine am Entnahmegerät
befestigbare und in die Hinterschneidung einschiebbare Platte (16).
8. Entnahmegerät nach einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
an dem der Öffnung (4) gegenüberliegenden Ende des Entnahmegeräts angeordnete Dome
(18) zum Fixieren des Beutels (2) im Entnahmegerät.
9. Entnahmegerät nach Anspruch 8,
gekennzeichnet durch
eine im Abstand zur Auflagefläche (1) des Entnahmegeräts und im Bereich des der Öffnung
(4) gegenüberliegenden Endes liegende, mit einem oder mehreren Domen (18) besetzte
Auflegeplatte (19) für das Beutelende, die mit zunehmender Entleerung des Beutels
(2) in Richtung auf die Auflagefläche (1) bewegbar ist.
10. Entnahmegerät nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auflegeplatte (19) über Fedem (21) an der Auflagefläche (1) für den Beutel
(2) befestigt ist.
11. Entnahmegerät nach einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine Pumpe (5, 5') in der mit der Auflagefläche (1) oder mit dem Grundgestell (12)
fest verbundenen Förderleitung (3, 3').
12. Entnahmegerät nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Pumpe als Schneckenpumpe, insbesondere als Exzenterschneckenpumpe (5, 5'),
ausgebildet ist.
13. Entnahmegerät nach einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
Mittel zum Aufrechterhalten eines Abstands zwischen der unteren und der oberen Beutelwand
(11, 10) im Bereich der Einlaßöffnung (15) der Förderleitung (3, 3').
14. Entnahmegerät nach einem der Ansprüche 3 bis 13, wobei die Auflagefläche für den Beutel
als schiefe Ebene (1) ausgebildet ist,
gekennzeichnet durch
eine Einrichtung zum Bewegen der Dome (18) in Richtung auf die Auflegeplatte (19)
für das Beutelende mit einer Halterung für die Walze (9), die das Freigeben der Walze
(9) beim Bewegen der Dome (18) in Richtung auf die Auflegeplatte (19) ermöglicht.
15. Entnahmegerät nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung Mittel (22, 23, 24) zum Verschwenken der schiefen Ebene (1) in
die gewünschte Neigung aufweist, die gleichzeitig mit dem Bewegen der Dome (18) und
dem Freigeben der Walze (9) betätigbar sind.
16. Entnahmegerät nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Pumpe (5, 5') am Grundgestell (12) befestigt ist.
17. Entnahmegerät nach einem der Ansprüche 6 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einlaßöffnung (15) der Förderleitung (3, 3'), gegebenenfalls zusammen mit
der angeschlossenen Pumpe (5, 5'); beweglich gegenüber der Auflagefläche (1) ausgelegt
ist.
18. Entnahmegerät nach einem der Ansprüche 14 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halterung für die Walze (9) als ein offener Kasten (17, 20) ausgebildet ist.
19. Entnahmegerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welchem die Förderleitung
(3, 3') für die Paste in einen Mischbehälter (6) mündet.
gekennzeichnet durch
einen Wasserzulauf (7) zu dem Mischbehälter (6) und einen an einen Auslauf des Behälters
(6) angeschlossenen Leiffähigkeitssensor (13), der mit einer Anzeigeeinrichtung (14)
verbunden ist.
1. A method for emptying a substantially completely compressible container (2) filled
with a paste, in which, beginning at one end of the container (2), a compressive force
is applied to the outside of the container (2) so that shear forces are applied to
the paste and one wall (10) of the container is moved towards and up to the opposite
wall (11) of the container so that the paste is transported by compression of the
container (2) towards an opening (4) of the container (2) and through that opening
into a connected delivery tube (3,3') leading to a mixing container (6), characterized
in that the compressive force is applied to a limited area of the container (2) and
is moved towards the opening (4) and in that the paste is thixotropic and is a detergent
and is transported by a metering pump (5,5') through the delivery tube (3,3') to the
mixing container (6) where it is mixed with inflowing water.
2. A process as claimed in claim 1, characterized in that the shear forces are applied
to the paste and the paste is pressed towards the opening (4) by means of a roller
(9).
3. A unit for removing and, in particular, metering paste from a flexible container (2),
preferably in the form of a disposable bag, provided with an opening (4), the unit
comprising a baseframe (12) and means (9) for applying a compressive force to the
container (2) and hence shear forces to the paste by compression of the container
beginning at one end thereof, characterized in that the paste is a thixotropic detergent
and the unit comprises means displaceable towards the opening (4) for compressing
the bag (2) over a limited area so that shear forces act on the paste in that area
and, at the same time, the paste is transported towards the opening (4).
4. A removal unit as claimed in claim 3, characterized in that the means (9) for applying
the shear forces to the paste are in the form of a roller (9) which is designed to
move towards the opening (4) of the bag (2) and, at the same time, to press the walls
of the bag together.
5. A removal unit as claimed in claim 4, characterized by an inclined plane (1) designed
to accommodate the bag (2) with a connection to the opening (4) of the bag (2) at
the lower end of the plane (1) and a free-moving roller (9) sufficiently wide and
heavy to press the walls (10,11) of the bag together.
6. A removal unit as claimed in any of claims 3 to 5 comprising a delivery tube (3,3')
for the paste which is designed for connection to the bag (2) through an inlet opening,
characterized by a connecting element of the inlet opening of the delivery tube (3,3')
which is designed to be releasably but sealingly connected to the opening (4) of the
bag (2).
7. A removal unit as claimed in any of the preceding claims, characterized by an undercut
at the opening (4) of the bag (2) and by a plate (16) designed to be fixed to the
removal unit and to be inserted into the undercut.
8. A removal unit as claimed in any of the preceding claims, characterized by spikes
(18) arranged at that end of the removal unit opposite the opening (4) for fixing
the bag (2) in the removal unit.
9. A removal unit as claimed in claim 8, characterized by a lay-on plate (19) for the
end of the bag which is situated at a distance from the supporting surface (1) of
the removal unit and near that end opposite the opening (4) and which is provided
with one or more spikes (18), being designed to move towards the supporting surface
(1) with progressive emptying of the bag (2).
10. A removal unit as claimed in claim 9, characterized in that the lay-on plate (19)
is fixed by springs (21) to the supporting surface (1) for the bag (2).
11. A removal unit as claimed in any of the preceding claims, characterized by a pump
(5,5') in the delivery tube (3,3') which is fixedly connected to the supporting surface
(1) or to the baseframe (12).
12. A removal unit as claimed in claim 11, characterized in that the pump is a screw pump,
more particularly an eccentric screw pump (5,5').
13. A removal unit as claimed in any of the preceding claims, characterized by means for
maintaining a distance between the lower and the upper walls (10,11) of the bag in
the vicinity of the inlet opening 15 of the delivery tube (3,3').
14. A removal unit as claimed in any of claims 3 to 13, the supporting surface for the
bag being in the form of an inclined plane (1), characterized by means for moving
the spikes (18) towards the lay-on plate (19) for the end of the bag and by a holder
for the roller (9) to enable the roller to be released when the spikes (18) are moved
towards the lay-on plate (19).
15. A removal unit as claimed in claim 14, characterized in that it comprises means (22,23,24)
for pivoting the inclined plane (1) to the required inclination which are designed
for actuation simultaneously with the movement of the spikes (18) and the release
of the roller (9).
16. A removal unit as claimed in any of the preceding claims, characterized in that the
pump (5,5') is fixed to the baseframe (12).
17. A removal unit as claimed in any of claims 6 to 16, characterized in that the inlet
opening (15) of the delivery tube (3,3') is designed for displacement relative to
the supporting surface (1), optionally together with the connected pump (5,5').
18. A removal unit as claimed in any of claims 14 to 17, characterized in that the holder
for the roller (9) is in the form of an open box (17,20).
19. A removal unit as claimed in any of the preceding claims, in which the delivery tube
(3,3') for the paste opens into a mixing container (6), characterized by a water inlet
(7) in the mixing container (6) and by a conductivity sensor (13) connected to the
outlet of the container (6) and linked to an indicator (14).
1. Procédé de vidange d'un récipient (2), rempli de pâte, essentiellement entièrement
comprimable, dans lequel est appliquée de l'extérieur, en commençant par une extrémité
du récipient (2), une force de pression sur le récipient, afin d'exercer des forces
de cisaillement sur la pâte, et l'une des parois du récipient (10) étant déplacée
jusqu'à s'apposer sur la paroi opposée du récipient (11), de manière que la pâte sous
la pression du récipient (2) soit poussée en direction d'un ouverture (4) du récipient
(2) et, à travers elle, dans une canalisation de transfert (3, 3') jointe, conduisant
à un récipient de mélange (6),
caractérisé en ce que
la force de pression est exercée sur une surface limitée du récipient (2) et se déplace
en direction de l'ouverture (4) et en ce que la pâte est thixotrope et est un produit
détergent, et en ce qu'elle est introduite de façon dosée dans le récipient de mélange
(6) par la canalisation de transfert (3, 3') au moyen d'une pompe de dosage (5, 5')
et en ce qu'elle est mélangée avec de l'eau courante dans un récipient de mélange.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
au moyen d'un cylindre (9) on exerce simultanément des forces de cisaillement sur
la pâte et de pression sur la pâte en direction de l'ouverture (4).
3. Appareil de vidange et en particulier de dosage de pâte constitué d'un récipient (2)
formé en sachets flexibles munis d'une ouverture (4), de préférence en sachets jetables,
l'appareil présentant une ossature de base (12) et un dispositif (9) exerçant en commençant
par une extrémité du récipient (2), par pression du récipient, une force de pression
sur le récipient, et ainsi des forces de cisaillement sur la pâte,
caractérisé en ce que
la pâte est un produit détergent thixotrope et en ce que le dispositif présente des
organes déplaçables en direction de l'ouverture (4) pour presser le sachet (2) sur
une surface limitée, si bien qu'en cet endroit simultanément des forces de cisaillement
s'exercent sur la pâte et la pâte est poussée en direction de l'ouverture (4).
4. Appareil de vidange selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
le dispositif (9) exerçant les forces de cisaillement sur la pâte est un cylindre
déplaçable en direction de l'ouverture (4) du sachet (2) et pressant simultanément
les parois du récipient.
5. Appareil de vidange selon la revendication 4,
caractérisé par un plan incliné (1) prévu pour recevoir le sachet (2) avec une connexion
à l'ouverture (4) du récipient (2) dans la partie inférieure du plan (1) et un cylindre
(9) se déplaçant librement avec une largeur et un poids suffisants pour presser les
parois du sachet (10, 11).
6. Appareil de vidange selon l'une des revendications 3 à 5, avec une canalisation de
transfert (3, 3') pour la pâte, qui peut être connecté au sachet (2) par une ouverture
d'entrée (15),
caractérisé par
un élément de jonction amovible de l'ouverture d'entrée de la canalisation de transfert
(3, 3') qui peut être relié de manière étanche à l'ouverture (4) du sachet (2).
7. Appareil de vidange selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par
une fente arrière sur le tuyau d'ouverture (4) du sachet (2) et une plaque (16) pouvant
être fixée sur l'appareil de vidange et pouvant s'insérer dans la fente arrière.
8. Appareil de vidange selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par
des goujons (18) disposés à l'extrémité de l'appareil de vidange opposé à l'ouverture
(4) afin de fixer le sachet (2) dans l'appareil de vidange.
9. Appareil de vidange selon la revendication 8,
caractérisé par
une plaque de chargement (19) située à un certain intervalle par rapport à la surface
d'appui (1) de l'appareil de vidange et dans la zone de l'extrémité opposée à l'ouverture
(4), munie d'un ou plusieurs goujons (18) pour l'extrémité du sachet, qui est déplaçable
lorsque le sachet (2) se vide en direction de la surface d'appui (1).
10. Appareil de vidange selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
la surface de chargement (19) est fixée par des ressorts (21) à la surface d'appui
pour le sachet (2).
11. Appareil de vidange selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par
une pompe (5, 5') dans la canalisation de transfert (3, 3') solidement fixé à la surface
d'appui (1) ou à l'ossature de base (12).
12. Appareil de vidange selon la revendication 11,
caractérisé en ce que la pompe est formée en pompe à vis sans fin, en particulier
en pompe à vis sans fin excentrée (5, 5').
13. Appareil de vidage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par
des moyens permettant de maintenir une intervalle entre la paroi inférieure et la
paroi supérieure du sachet (1, 10) dans la zone de l'ouverture d'entrée (15) de la
canalisation de transfert (3, 3').
14. Appareil de vidange selon l'une des revendications 3 à 13, dans lequel la surface
d'appui pour le sachet est formée en plan incliné (1),
caractérisé par
un dispositif pour déplacer les goujons (18) en direction de la plaque de chargement
(19) pour l'extrémité du sachet avec une fixation pour le cylindre (9), qui permet
de libérer le cylindre (9) lors du déplacement des goujons (18) dans la direction
de la plaque de chargement (19).
15. Appareil de vidange selon la revendication 14,
caractérisé en ce que
le dispositif présente des organes (22, 23, 24) pour faire basculer le plan incliné
(1) dans l'orientation désirée, qui peuvent être actionnés en même temps que le déplacement
des goujons (18) et la libération du cylindre (9).
16. Appareil de vidange selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la pompe (5, 5') est fixée au châssis de base (12).
17. Appareil de vidange selon l'une des revendications 6 à 7,
caractérisé en ce que
l'ouverture d'entrée (15) de la canalisation de transfert (3, 3') est disposée, le
cas échéant avec la pompe jointe (5, 5') de façon mobile vis-à-vis de la surface d'appui
(1).
18. Appareil de vidange selon l'une des revendications 14 à 17,
caractérisé en ce que
la fixation pour le cylindre (9) est en forme de châssis ouvert (17, 20).
19. Appareil de vidange selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la canalisation
de transfert (3, 3') pour la pâte débouche dans un récipient de mélange (6),
caractérisé par
une arrivée d'eau (7) dans le récipient de mélange (6) et un capteur de conductivité
(13), connecté à une sortie de récipient (6), et qui est relié à un dispositif d'affichage
(14).