[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Spulenkörpers, wie es im
Oberbegriff des Anspruches 1 beschrieben ist.
[0002] Es ist bereits eine Spule in Form einer Planarwicklung für einen Transformator zur
Übertragung von Strom und Spannung bekannt. Die Spule wird dabei aus einer Leiterplatte
gebildet, wobei die Leiterplatte aus einer Trägerschichte und einem leitenden Material
mit vorgegebenem Querschnitt besteht. Zur Herstellung der Spule wird dabei aus der
Leiterplatte die Form der Spule bzw. das leitende Material ausgeätzt bzw. ausgefräst
und anschließend mit einem Isoliermaterial, insbesondere einem Isolierlack überzogen,
um eventuelle Kurzschlüsse des leitenden Materials mit dem Eisenkern des Transformators
zu verhindern. Nachteilig ist dabei, daß der Querschnitt des leitenden Materials zur
Bildung der Spule nicht an die entsprechenden Übertragungsanforderungen des Transformators,
wie z.B. Strom und/oder Spannung, angepaßt werden kann, sondern daß die Anpassung
des Querschnittes des leitenden Materials durch entsprechende Parallelschaltung und/oder
Serienschaltung von mehreren Spulen erfolgen muß.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spule zu schaffen, bei
der bei der Herstellung der Spule ohne Spulenkörper das Auslangen gefunden werden
kann und eine Anpassung des Querschnittes des leitenden Materials an die entsprechende
Übertragungsleistung ermöglicht wird.
[0004] Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale im Anspruch 1 gelöst. Vorteilhaft
ist dabei, daß bei der Herstellung der Spule in Form eines Sandwich-Bauteils auf einen
Spulenkörper verzichtet werden kann, da das leitende Material, beispielsweise eine
Kupferfolie mit der entsprechenden Form, zwischen zwei Verbackungsfolien eingebettet
wird und somit eine entsprechende Steifheit und Isolation gegeben ist sowie Kosten
für einen zusätzlichen Spulenkörper eingespart werden können. Ein weiterer nicht vorhersehbarer
Vorteil liegt darin, daß der Querschnitt des leitenden Materials durch die separate
Herstellung des leitenden Materials an die Übertragungsanforderungen des Transformators
angepaßt werden kann und somit die Bauhöhe des Transformators verringert bzw. Kosten
bei der Herstellung eingespart werden können.
[0005] Es ist aber auch ein Vorgehen nach Anspruch 2 möglich, da dadurch die Bauhöhe des
Spulenkörpers für die Planarwicklung gering gehalten werden kann und somit die gesamte
Bauhöhe des Trafos verringert wird.
[0006] Vorteilhaft sind auch die Maßnahmen nach Anspruch 3, da dadurch eine kostengünstige
Herstellung des Spulenkörpers gewährleistet ist.
[0007] Es ist aber auch ein Vorgehen nach den Ansprüchen 4 bis 6 von Vorteil, da dadurch
das leitende Material in die beiden Verbackungsfolien eingebettet werden kann und
somit ein sandwichartiger Aufbau des Spulenkörpers erreicht wird, wodurch bei der
Herstellung Kosten eingespart werden.
[0008] Die Erfindung umfaßt auch einen Spulenkörper, wie er im Oberbegriff des Anspruches
7 beschrieben ist.
[0009] Dieser Spulenkörper ist durch die Merkmale des Anspruches 7 gekennzeichnet. Vorteilhaft
ist hierbei, daß durch die Einbettung des leitenden Materials der Querschnitt des
leitenden Materials an die benötigte Leistung angepaßt werden kann.
[0010] Die Erfindung wird im nachfolgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
[0011] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Transformator in zusammengebauter Lage und vereinfachter,
schematischer Darstellung;
- Fig. 2
- den erfindungsgemäßen Transformator in Seitenansicht, geschnitten, gemäß den Linien
II - II in Fig. 1;
- Fig. 3
- einen Spulenkörper des erfindungsgemäßen Transformators in vereinfachter und schematischer
Darstellung;
- Fig. 4
- eine Vorrichtung zum Herstellen des Spulenkörpers in vereinfachter, schematischer
Darstellung;
- Fig. 5
- die Vorrichtung zum Herstellen des Spulenkörpers in einem anderen Arbeitsschritt,
gemäß Fig. 4;
- Fig. 6
- eine andere Ausführungsform des Spulenkörpers in Stirnansicht, geschnitten;
- Fig. 7
- der Spulenkörper in Stirnansicht, geschnitten, gemäß Fig. 6 in zusammengepreßtem Zustand.
[0012] In den Fig. 1 bis 3 ist der erfindungsgemäße Transformator 1 zum Übertragen von Strom
und Spannung gezeigt, wobei der erfindungsgemäße Transformator 1 beispielsweise in
Form eines Planartransformators ausgebildet ist.
[0013] Der Transformator 1 besteht dabei aus zwei Kernen, insbesondere aus Ferrit- oder
Eisenkernen 2, 3, die beispielsweise E-förmig ausgebildet sind, d.h. daß die Eisenkerne
2, 3 jeweils eine Grundfläche 4, 5 und Schenkel 6 bis 11 aufweisen.
[0014] Der Eisenkern 3 wird beispielsweise dabei mit einer Unterseite 12 auf einen festen
Gegenstand aufgelegt, wodurch die Schenkel 6 bis 8 des Eisenkerns 3 von der gegenüberliegenden
Seite der Unterseite 12 in die Höhe ragen. Auf die Schenkel 6 bis 8 wird nunmehr der
Eisenkern 2 mit seinen Schenkeln 9 bis 11 positioniert, wodurch die Grundfläche 5
des Eisenkerns 2 den Abschluß bildet.
[0015] Wie nun beispielsweise bei dem erfindungsgemäßen Transformator 1 zu ersehen ist,
wird zwischen den beiden Grundflächen 4, 5 der Eisenkerne 2, 3 beispielsweise ein
Schutzvlies 13 in den Eisenkern 3 eingelegt und anschließend auf das Schutzvlies 13
eine als Planarwicklung ausgebildete Primärspule 14 in den Eisenkern 3 eingelegt,
wobei die Primärspule 14 im Mittelbereich eine Ausnehmung 15 aufweist. Die Ausnehmung
15 entspricht dabei der Form des Schenkels 7 bzw. 10 der Eisenkerne 3 bzw. 2, wodurch
die Primärspule 14 auf den Schenkel 7 aufgesteckt werden kann. Auf die Primärspule
14 werden nunmehr beispielsweise zwei als Planarwicklung ausgebildete Sekundärspulen
16, 17 aufgelegt.
[0016] Nachdem nunmehr der Aufbau des erfindungsgemäßen Transformators 1 hergestellt wurde,
kann in den Eisenkern 2 wiederum ein Schutzvlies 13 auf den Schenkel 10 aufgesteckt
werden. Es ist auch möglich, daß beispielsweise die Schenkel 9 bis 11 Führungszapfen
aufweisen und dabei die Schenkel 6 bis 8 des Eisenkerns 3 die entsprechenden Gegenausnehmungen
beinhalten. Dies hätte den Vorteil, daß beim Aufbau des erfindungsgemäßen Transformators
1 eine exakte Positionierung der beiden Eisenkerne 2, 3 zueinander ermöglicht wird.
[0017] Die einzelnen Spulen, insbesondere die Primärspule 14 und die Sekundärspulen 16,
17, sind dabei als Planarwicklungen aufgebaut, wobei es ebenfalls möglich ist, diese
aus Drahtspulen aufzubauen.
[0018] In Fig. 3 ist eine einzige Spule, insbesondere die Primärspule 14 dargestellt. Aus
dieser Darstellung ist ersichtlich, daß die Primärspule 14 beispielsweise aus einem
leitenden Material, insbesondere einer Kupferfolie 18 gebildet wird, die mit einer
Füllschichte 19, insbesondere einer Verbackungsfolie umgeben ist. Selbstverständlich
ist es möglich, daß die Sekundärspule 16, 17 gleich wie die Primärspule 14 ausgebildet
sein kann.
[0019] Bei einem Transformator 1 mit einem Planaraufbau ist es erforderlich, daß bei einer
größeren Windungsanzahl entweder für die Primärspule 14 und/oder die Sekundärspulen
16, 17 für jede Windung eine extra Primärspule 14 bzw. eine extra Sekundärspule 16
oder 17 angeordnet werden muß. Diese Primärspulen 14 bzw. Sekundärspulen 16 bzw. 17
werden anschließend entsprechend der benötigten Leistung in Serie oder parallel zueinander
geschaltet, wodurch durch die Serienschaltung die Windungszahl für die Primärspule
14 und/oder die Sekundärspulen 16 bzw. 17 angepaßt werden kann.
[0020] Weiters ist es möglich, daß zwischen den Primärspulen 14 und den Sekundärspulen 16
und 17 eine Leiterplatte angeordnet ist, sodaß die Primärspule 14 mit der Leiterplatte
direkt verbunden werden kann und anschließend auf der gegenüberliegenden Seite der
Leiterplatte die Sekundärspule 16, 17 ebenfalls mit der Leiterplatte verbunden werden
kann, sodaß eine kompakte Bauform erzielt wird.
[0021] Bei der Spulenherstellung, insbesondere für die Primärspule 14 und die Sekundärspulen
16, 17 ist es nunmehr möglich, diese ohne zusätzliche Spulenkörper herzustellen, da
aufgrund der Umhüllung der Kupferfolie 18, die die Primärspule 14 bzw. die Sekundärspulen
16, 17 bilden, mit einer Füllschichte 19, insbesondere einer Verbackungsfolie ein
entsprechender Halt bzw. eine Steifheit für die Primärspule 14 bzw. die Sekundärspulen
16, 17 erreicht wird.
[0022] Der Unterschied zu einer zum Stand der Technik zählenden Planarwicklung einer Spule
liegt darin, daß bisher die Planarwicklungen auf eine Leiterplatte durch entsprechende
Bearbeitung der Leiterplatte aufgebracht bzw. ausgeätzt wird und anschließend die
Leiterplatte mit einem isolierenden Material überzogen wird. Nachteilig ist hierbei,
daß aufgrund der Dicke der Leiterplatte und durch das Auftragen einer Isolierschichte
der Transformator durch die Dicke der Spule eine entsprechende Baugröße aufweisen
muß. Durch die entsprechende Dicke der einzelnen Spulen müssen die Eisenkerne 2, 3
überdimensioniert werden, damit zwischen den Schenkeln 6 bis 11 der einzelnen Eisenkerne
2, 3 ein entsprechender Abstand gebildet wird, sodaß die gewünschte Anzahl von Spulen
untergebracht werden kann.
[0023] In den Fig. 4 und 5 ist das Herstellungsverfahren eines Spulenkörpers 20, wie er
in Fig. 3 dargestellt ist, gezeigt, wobei der Spulenkörper 20 sowohl als Primärspule
14, als auch als Sekundärspule 16 bzw. 17 verwendet werden kann. Bei dem Herstellungsverfahren
wird eine zum Stand der Technik zählende Füllschichte 21 beispielsweise in eine Preßvorrichtung
22 eingelegt. Die Füllschichte 21 wird dabei aus einer Trägerschichte 23 und einer
Verbundschichte 24 gebildet. Die Verbundschichte 24 wird beispielsweise aus einem
Harz oder thermoplastischen bzw. duroplastischen Kunststoff, die aus Pulver, Pasten
oder Granulat bestehen, gebildet, wobei beispielsweise das aufgetragene Harz mit einem
Härter versehen ist, um bei Ausreagieren des Harz-Härtergemisches eine bestimmte Steifheit
für den Spulenkörper 20 zu erreichen. Die Trägerschichte 23 kann dabei aus Gewebe,
Vlies oder Folien gebildet werden, auf die anschließend das Harz bzw. der thermoplastische
oder duroplastische Kunststoff aufgebracht wird. Beim Einlegen der Füllschichte 21
in die Preßvorrichtung 22 ist darauf zu achten, daß die Verbundschichte 24 in die
gegenüberliegende Seite einer Oberfläche 25 der Preßvorrichtung 22 ragt.
[0024] Nachdem die Füllschichte 21 in die Preßvorrichtung 22 eingelegt wurde, wird auf die
Verbundschichte 24 der Füllschichte 21 die Kupferfolie 18 aufgelegt. Daraufhin wird
auf die Kupferfolie 18 eine weitere Füllschichte 26 in die Preßvorrichtung 22 eingelegt.
Die Füllschichte 26 wird dabei wiederum aus einer Trägerschichte 27 und einer Verbundschichte
28 gebildet. Es ist dabei zu beachten, daß die Füllschichte 26 mit der Verbundschichte
28 zur Kupferfolie 18 in die Preßvorrichtung 22 eingelegt wird.
[0025] Grundsätzlich sei dazu erwähnt, daß die Preßvorrichtung 22 aus einem beweglichen
Teil 29 und aus Seitenteilen 30, 31 sowie einem Auflageteil 32 gebildet wird. Die
Preßvorrichtung 22 bildet dabei mit den Seitenteilen 30, 31 und dem Auflageteil 32
eine U-förmige Ausbildung, wodurch beim Abheben des beweglichen Teils 29 die einzelnen
Schichten des Spulenkörpers 20 in den Zwischenraum der Preßvorrichtung 22 eingelegt
werden können. Weiters weisen der bewegliche Teil 29, die Seitenteile 30, 31 und der
Auflageteil 32 eine Heizvorrichtung 33 auf. Durch die Anordnung der Heizvorrichtung
33 in den Teilen der Preßvorrichtung 22 ist es nunmehr möglich, daß beim Zusammenpressen
der Preßvorrichtung 22 die einzelnen Teile des Spulenkörpers 20, die sich in der Preßvorrichtung
22 befinden, erwärmt werden. Selbstverständlich ist es möglich, daß anstelle einer
Heizvorrichtung 33 eine Art Mikrowellen-Erhitzung für das Innere der Preßvorrichtung
22 eingesetzt werden kann.
[0026] Wird nun auf den beweglichen Teil 29 eine Kraft ausgeübt, so bewegt sich der bewegliche
Teil 29 in Richtung eines Pfeils 34, wodurch der Sandwich-Aufbau des Spulenkörpers
20 zusammengepreßt wird. Gleichzeitig mit dem Erhitzen des Innenraumes der Preßvorrichtung
22 bzw. der Teile des Spulenkörpers 20 in der Preßvorrichtung 22 werden die Verbundschichten
24 und 28 erwärmt, sodaß sie in einen flüssigen bzw. plastifizierten Zustand übergehen.
Durch das Verflüssigen der Verbundschichte 24 und 28 wird nunmehr aus den beiden Verbundschichten
24 und 28 eine einzige Verbundschichte 35 erzeugt und somit die Kupferfolie 18 in
diese Verbundschichte 35 eingebettet, d.h. daß durch Ausübung der Kraft gemäß Pfeil
34 auf den beweglichen Teil 29 sich die verflüssigten Verbundschichten 24 und 28 zu
einer einzigen Verbundschichte 35 zusammenfügen und aufgrund der Ausübung der Kraft
diese Verbundschichte 35 in die Hohlräume zwischen der Kupferfolie 18 eingepreßt werden,
wie dies aus Fig. 5 ersichtlich ist.
[0027] Nachdem der Preßvorgang bzw. das Erhitzen des Spulenkörpers 20 vollendet ist, kann
der bewegliche Teil 29 entgegen der Richtung des Pfeils 34 bewegt werden und anschließend
der Spulenkörper 20 noch ausreagieren bzw. nach Abkühlung der Verbundschichte 35 aus
der Preßvorrichtung 22 entnommen werden. Durch die Anordnung der Füllschichte 21 und
26 in Form eines Sandwich-Bauteils wird nun durch das Zusammenpressen und das Erhitzen
des Spulenkörpers 20 eine zusammengesetzte Füllschichte hergestellt, d.h. daß der
Spulenkörper 20 bzw. die Primärspule 14 oder die Sekundärspulen 16, 17 aus einer einzigen,
zusammengesetzten Füllschichte mit den Trägerschichten 23 und 27 und einer einzigen
Verbundschichte 35 gebildet wird. Vorteilhaft ist bei dieser Ausführung des Spulenkörpers
20 bzw. der Spule für die Primärspule 14 bzw. die Sekundärspulen 16, 17, daß entsprechend
der benötigten Leistung eine entsprechend dicke Kupferfolie 18 eingesetzt werden kann,
sodaß bei einer hohen Leistung bzw. bei einem hohen Stromfluß eine Kupferfolie 18
mit beispielsweise 2 mm Dicke oder bei geringerer Leistung eine Kupferfolie 18 mit
der Dicke von beispielsweise 0,1 mm in die Preßvorrichtung 22 eingelegt werden kann
und anschließend aufgrund des Preßvorganges bzw. des Erhitzens des Spulenkörpers 20
ein kompakter Spulenkörper 20 hergestellt wird, der anschließend in die Eisenkerne
2, 3 des Transformators 1 eingelegt werden kann. Vorteilhaft ist dabei, daß durch
die Anpassung des Querschnittes der Kupferfolie 18 auf die entsprechende Leistung
des Transformators 1 die Anzahl der parallel zu schaltenden Spulen, insbesondere der
Primärspulen 14 und/oder der Sekundärspulen 16, 17 reduziert werden kann.
[0028] Selbstverständlich ist es möglich, daß anstelle einer Kupferfolie 18 jedes beliebig
leitende Material zur Herstellung des Spulenkörpers 20 in Form eines Sandwich-Bauteiles
verwendet werden kann. So ist es beispielsweise möglich, daß aus einem Kupferdraht
eine entsprechende Spulenform gebildet wird, die anschließend wiederum zwischen zwei
Füllschichten 21, 26 eingelegt wird und durch Druck bzw. Erhitzen in eine einzige
Füllschichte integriert wird, sodaß wiederum eine einheitliche Bauform bzw. kompakte
Spule für den Transformator 1 hergestellt werden kann. Ein weiterer Vorteil liegt
darin, daß bei der Herstellung des Spulenkörpers 20 für den Transformator 1 keine
zusätzlichen Spulenkörper 20 bzw. Trägerschichten mehr benötigt werden, da durch den
Aufbau des Spulenkörpers 20 in Form eines Sandwich-Bauteils eine gewisse Steifheit
des Spulenkörpers 20 erreicht wird und somit Kosten bei der Herstellung des Spulenkörpers
20 eingespart werden können.
[0029] Selbstverständlich ist es möglich, daß jede andere Art von Preßvorrichtungen 22,
wie z.B. eine Stanzvorrichtung, verwendet werden kann. Es ist auch möglich, daß beispielsweise
die Ausnehmung 15 für den Schenkel 7 oder 10 erst nach einem Preßvorgang in der Spule
herausgestanzt werden kann oder daß bei der Preßvorrichtung 22 bereits eine Stanzvorrichtung
für die Ausnehmung 15 integriert ist.
[0030] Weiters ist es möglich, wie strichliert in Fig. 4 dargestellt, daß auf der Oberfläche
25 des Auflageteils 32 sowie auf der der Oberfläche gegenüberliegenden Oberfläche
des beweglichen Teils 29 Vorsprünge angeordnet werden. Durch die Anordnung der Vorsprünge
wird erreicht, daß bestimmte Bereiche des Spulenkörpers 20 mehr verpreßt werden, als
die restlichen Bereiche. Vorteilhaft ist dabei, daß bei Anordnung der Vorsprünge im
Randbereich der Füllschichte 21, 26 sowie des leitenden Materials, insbesondere der
Kupferfolie 18, eine homogene Verpressung erreicht wird bzw. die Hohlräume um das
leitende Material besser ausgeglichen werden können.
[0031] In den Fig. 6 und 7 ist eine andere Ausführungsform des Spulenkörpers 20 beschrieben,
wobei für die selben Teile die selben Bezugszeichen verwendet werden.
[0032] Bei dem in Fig. 6 dargestellten Spulenkörper 20 ist der Aufbau des Spulenkörpers
20 wiederum durch einen Sandwich-Bauteil gezeigt. Dabei wird, wie bereits in den zuvor
beschriebenen Fig. 1 bis 5 erwähnt, auf die Füllschichte 21 das leitende Material,
insbesondere die Kupferfolie 18 aufgelegt. Anschließend wird auf die Kupferfolie 18
eine Füllschichte 36 aufgelegt. Die Füllschichte 36 besteht dabei aus einer Trägerschichte
37 und zwei auf der Trägerschichte 37 angeordneten Verbundschichten 38, 39. Die Verbundschichten
38, 39 werden dabei durch Beschichtung bzw. Imprägnation auf die Trägerschichte 37
aufgebracht.
[0033] Durch das Anordnen zweier Verbundschichten 38, 39 auf die Trägerschichte 37 liegt
die Verbundschichte 38 auf der Kupferfolie 18 auf. Die weitere Verbundschichte 39
ist dabei auf der gegenüberliegenden Seite der Trägerschichte 37 angeordnet. Durch
diese Anordnung der Verbundschichte 39 kann nunmehr auf die Verbundschichte 39 ein
weiteres leitendes Material, insbesondere eine Kupferfolie 40 auf die Verbundschichte
39 aufgelegt werden. Zum Abschluß des Sandwich-Bauteils des Spulenkörpers 20 wird
auf die Kupferfolie 40 nunmehr die Füllschichte 26 aufgelegt, sodaß die Trägerschichte
27 der Füllschichte 26 sowie die Trägerschichte 23 der Füllschichte 21 den Abschluß
des Spulenkörpers 20 bilden.
[0034] Nachdem die Verbundschichten 24, 28, 38, 39 in der Preßvorrichtung 22, wie dies in
Fig. 4 und 5 beschrieben ist, ausgehärtet sind, bilden dessen Verbundschichten 24,
28, 38, 39 jeweils eine einzige Verbundschichte 41, 42, wie dies in Fig. 7 ersichtlich
ist. In den Verbundschichten 41, 42 sind die Kupferfolien 18, 40 vollständig eingeschlossen,
sodaß ein sandwichartiger Aufbau des Spulenkörpers 20 mit entsprechender Steifheit
erreicht wird. Die Trägerschichten 23, 27 bilden dabei den Abschluß des Spulenkörpers
20. Die Trägerschichte 37 dient zur Isolation der beiden Kupferfolien 18, 40, d.h.
daß kein Überschlag von der Kupferfolie 18 auf die Kupferfolie 40 entstehen kann.
[0035] Weiters ist es möglich, daß die Füllschichte 19, 21, 26, 36 so ausgebildet wird,
daß nach dem Ausreagieren der Verbundschichte 24, 28, 35, 38, 39, 41, 42 die Trägerschichte
23, 27, 37 von dem Spulenkörper 20 entfernt wird, sodaß der Spulenkörper 20 nur von
der Verbundschichte 24, 28, 35, 38, 39 mit dem leitenden Material, insbesondere der
Kupferfolie 18 gebildet wird. Dabei ist es notwendig, daß die Verbundschichten 24,
28, 35, 38, 39 isolierend ausgebildet werden.
[0036] Die Trägerschichten 23, 27, 37 können aus einem Gewebe, Vlies bzw. aus einer isolierenden
Folie gebildet werden, auf die anschließend die Verbundschichten 24, 28, 38, 39 entweder
einseitig oder beidseitig auf die Trägerschichten 23, 27, 37 aufbeschichtet bzw. imprägniert
werden.
[0037] Selbstverständlich ist es möglich, daß der Aufbau des Spulenkörpers 20 aus mehreren
leitenden Materialien, insbesondere Kupferfolien 18, 40 gebildet wird, d.h. daß beispielsweise
nicht nur zwei Lagen, sondern auch drei oder mehr Lagen möglich sind. Vorteilhaft
ist bei diesem Aufbau, daß dadurch eine geringere Bauhöhe für den Transformator 1
erzielt wird, da beim herkömmlichen Aufbau, wie er in Fig. 4 und 5 beschrieben wurde,
eine Trägerschichte beim Überlappen von zwei Kupferfolien 18, 40 entfallen kann.
[0038] Abschließend sei der Ordnung halber darauf hingewiesen, daß in den Zeichnungen einzelne
Baugruppen und Bauteile zum besseren Verständnis der Erfindung unproportional und
maßstäblich verzerrt dargestellt sind.
[0039] Es können auch einzelne Merkmale der einzelnen Ausführungsbeispiele mit anderen Einzelmerkmalen
von anderen Ausführungsbeispielen oder jeweils für sich allein den Gegenstand von
eigenständigen Erfindungen bilden.
[0040] Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1 bis 3; 4, 5; 6, 7 gezeigten Ausführungen
den Gegenstand von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen
erfindungsgemäßen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren
zu entnehmen.
Bezugszeichenaufstellung
[0041]
- 1
- Transformator
- 2
- Eisenkern
- 3
- Eisenkern
- 4
- Grundfläche
- 5
- Grundfläche
- 6
- Schenkel
- 7
- Schenkel
- 8
- Schenkel
- 9
- Schenkel
- 10
- Schenkel
- 11
- Schenkel
- 12
- Unterseite
- 13
- Schutzvlies
- 14
- Primärspule
- 15
- Ausnehmung
- 16
- Sekundärspule
- 17
- Sekundärspule
- 18
- Kupferfolie
- 19
- Füllschichte
- 20
- Spulenkörper
- 21
- Füllschichte
- 22
- Preßvorrichtung
- 23
- Trägerschichte
- 24
- Verbundschichte
- 25
- Oberfläche
- 26
- Füllschichte
- 27
- Trägerschichte
- 28
- Verbundschichte
- 29
- Teil
- 30
- Seitenteil
- 31
- Seitenteil
- 32
- Auflageteil
- 33
- Heizvorrichtung
- 34
- Pfeil
- 35
- Verbundschichte
- 36
- Füllschichte
- 37
- Trägerschichte
- 38
- Verbundschichte
- 39
- Verbundschichte
- 40
- Kupferfolie
- 41
- Verbundschichte
- 42
- Verbundschichte
1. Verfahren zum Herstellen eines Spulenkörpers, insbesondere einer Planarwicklung für
einen Transformator, zum Übertragen von Strom und Spannung mit einem leitenden Material
und einer diesem benachbarten isolierenden Schichte, dadurch gekennzeichnet, daß der
Spulenkörper aus einer isolierenden Füllschichte, dem auf die Füllschichte aufgelegten
leitenden Material und einer danach auf dieses leitende Material aufgelegen weiteren
Füll- schichte zusammengesetzt wird, wonach der Spulenkörper zusammengepreßt und während
des Preßvorganges zumindest die Füllschichten erhitzt und dabei das leitende Material
in die plastifizierte bzw. verflüssigte Verbundschichte eingebettet und der Spulenkörper
bis zur Verfestigung der Verbundschichte abgekühlt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des leitenden
Materials an die benötigte Leistung des Transformators angepaßt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das leitende Material
aus einem Draht, insbesondere Kupferdraht gebildet wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Füllschichte durch eine Trägerschichte und einer Verbundschichte gebildet
wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Trägerschichte der Füllschichte durch Gewebe, Vliese oder Folien gebildet
wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbundschichte der Füllschichte durch ein Harz, insbesondere ein Isolierharz
oder aus thermoplastischem bzw. duroplastischem Kunststoff gebildet wird.
7. Spulenkörper für einen Transformator zum Übertragen von Strom und Spannung, aus einem
leitenden Material und einer diesem benachbarten Schichte, dadurch gekennzeichnet,
daß der Spulenkörper (20) als Sandwich-Bauteil ausgebildet ist und daß das leitende
Material, insbesondere eine Kupferfolie (18, 40) zwischen einer Verbundschichte (24,
28, 35, 38, 39, 41, 42) zweier den einander gegenüber liegenden Flachseiten des leitenden
Materials zugeordneten, mit Trägerschichten (23, 27, 37) versehenen Füllschichten
(19, 21, 26, 36) eingebettet ist.