[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verteilen von Luft in einem Raum mit
einer unter Überdruck stehenden Druckkammer, die eine großflächige Luftaustrittsöffnung
aufweist, welche von einem luftdurchlässigen Gewebe abgedeckt ist, das zwei mit Abstand
zueinander angeordnete Gewebelagen aufweist, die aufeinanderfolgend von dem Luftstrom
durchströmt werden.
[0002] Lüftungsanlagen werden in Wohn- und Büroräumen eingesetzt, um einen bestimmten Luftzustand
unabhängig von äußeren Einflüssen herzustellen und selbsttätig aufrechtzuerhalten.
Dadurch werden die klimatischen Verhältnisse in Aufenthalts- und Arbeitsräumen den
menschlichen Bedürfnissen angepaßt.
[0003] In Zentrallüftungsanlagen wird die Luft zentral aufbereitet und über Luftverteiler
den klimatisierten Räumen zugeführt. Die Austrittsöffnungen für die Luft werden in
der Regel als Zuluftgitter oder als mit Lamellen versehene Zuluftöffnungen gestaltet,
durch die die aufbereitete Luft in die Aufenthalts- bzw. Arbeitsräume eingeblasen
wird. Derartige Luftaustrittsöffnungen haben den Nachteil, daß die Luft dem Raum in
der Form von Luftstrahlen zugeführt wird. Diese starke, turbulente Luftströmung wird
von den sich in den klimatisierten Räumen aufhaltenden Menschen als unangenehm empfunden
und kann unter Umständen Muskelerkrankungen hervorrufen.
[0004] Zur Lösung dieses Problems ist es aus DE 36 05 539 Al bekannt, vor der Luftaustrittsfläche
der Lüftungsanlage ein Feingewebe anzuordnen. Dadurch ergibt sich eine große Austrittsfläche,
über die die ausströmende Luft weitgehend gleichmäßig in den Raum verteilt wird. Das
Gewebe wird in ungespanntem Zustand an den Rändem der Luftaustrittsfläche befestigt,
so daß es durch Einwirkung der Luftströmung in einen Abstand von der Austrittsfläche
gebracht wird. Diese Auswölbung des Gewebes ist jedoch aus ästhetischen Gründen unerwünscht.
Ein noch gravierenderer Nachteil der vorgenannten Vorrichtung ist, daß die in der
durchströmenden Luft enthaltenen Schmutzpartikel in dem Gewebe hängenbleiben und dieses
dadurch unansehnlich wird.
[0005] Um eine Stabilisierung gegen Auswölbung zu erreichen, wird in DE-A-41 36 247 für
eine Vorrichtung zum Verteilen von Luft oder Löschgas vorgeschlagen, daß der Leitkanal
für die Luft von einem Doppelwandgewebe mit zwei in Abstand zueinander angeordneten
Gewebeflächen gebildet wird, die im Flächenbereich durch eine Vielzahl von mit Abstand
zueinander angeordneten Verbindungsfäden und im Randbereich gasdicht miteinander verbunden
sind. Die zwischen den beiden Gewebeflächen zirkulierende Luft tritt je nach Anordnung
der Vorrichtung (an der Wand angebracht oder freihängend) durch eine bzw. durch beide
Flächen des Gewebes aus. Diese Vorrichtung ist aufgrund des ungelösten Problems der
äußerlich erkennbaren Verschmutzung des Gewebes durch die in der ausströmenden Luft
enthaltenen Partikel problematisch. Außerdem ist ein solches Doppelwandgewebe wegen
seiner hohen Herstellungskosten nicht wirtschaftlich.
[0006] Aus dem US-Patent Nr. 4 023 472 ist eine Vorrichtung zur Verteilung eines im wesentlichen
turbulenzfreien Luftstroms bekannt, wie sie beispielsweise in Befüllungsanlagen der
Arzneimittelindustrie verwendet werden, bei denen es auf die Staubfreiheit der Luft
ankommt. Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Gehäuse mit einer Lufteintritts-
und einer Luftaustrittsöffnung, an der mindestens zwei, mit einem Abstand von 0,2
bis 5cm zueinander, parallel angeordnete Gewebelagen vorgesehen sind, die an dem Gehäuse
befestigt sind. Durch die Verwendung mehrerer Gewebelagen wird gemäß dem vorgenannten
US-Patent eine Verringerung der Luftturbulenz erzielt.
[0007] Aufgrund der Art der Befestigung der Gewebelagen an dem Gehäuse kann bei der vorgenannten
Vorrichtung das Auftreten einer sichtbaren Auswölbung der Gewebelagen, die durch den
Druck der ausströmenden Luft hervorgerufen wird, nicht vermieden werden. Diese unästhetische
Auswölbung ist zwar bei Luftverteilungsvorrichtungen für die industrielle Anwendung
ohne Bedeutung, bei Luftverteilungsvorrichtungen aber, die in die Einrichtung eines
Büro- oder Wohnraumes integriert werden müssen, von großem Nachteil. Das Auswechseln
der Gewebelagen zwecks Reinigung derselben stellt sich ebenfalls als kompliziert und
zeitaufwendig dar.
[0008] Es ist deshalb Aufgabe dieser Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art dahingehend weiterzubilden, daß eine gleichmäßigere Verteilung der Luft ohne sichtbare
Verschmutzung der Luftaustrittsfläche oder Auswölbung des Gewebes erreicht wird und
ein einfaches Auswechseln der Gewebelagen ermöglicht wird.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ausgehend von der Vorrichtung der
eingangs genannten Art vor, daß die beiden Gewebelagen an ihren Rändem miteinander
verbunden sind und einen Gewebesack bilden, der auf einen in seinem Inneren angeordneten
Spannrahmen aufgezogen ist.
[0010] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist dann vorteilhaft, daß die aufbereitete Luft
beim Durchströmen der zwei aufeinanderfolgenden Gewebeflächen besonders gleichmäßig
verteilt wird. Dadurch ergibt sich eine weitgehend zugfreie Belüftung, die von den
sich in den Raum aufhaltenden Menschen gar nicht bemerkt oder sogar als angenehm empfunden
wird. Weiterhin wirkt die innere Gewebelage als Filter, der die in der durchströmenden
Luft enthaltenen Schmutzpartikel zurückhält. Die die äußere Gewebelage durchströmende
Luft ist daher partikelfrei und hinterläßt auf der Rückseite der zweiten Fläche keinen
Schmutz, der von außen sichtbar wäre und die Luftaustrittsfläche unansehnlich machen
würde.
[0011] Ferner ermöglicht es die gleichmäßigere Verteilung der Luft, mit einer verhältnismäßig
hohen Temperaturdifferenz zwischen der Raum- und der Zuluft zu arbeiten. Das ist beispielsweise
bei Klimaanlagen besonders wichtig, weil dadurch ein als unangenehm empfundener kalter
Luftzug vermieden wird.
[0012] Durch den genannten erfindungsgemäßen Spannrahmen werden die zu einem Gewebesack
verbundenen Gewebelagen aufgespannt, und zwar so stramm, daß eine sichtbare Auswölbung
unter der Wirkung der ausströmenden Luft nicht mehr auftritt. Außerdem wird ein durch
Turbulenzen in der Druckkammer angeregtes Flattern der Gewebelagen vermieden.
[0013] Sowohl der Spannrahmen mit dem Gewebesack als auch der Gewebesack selbst sind einzeln
auswechselbar. Durch die Wahl eines bestimmten Gewebes hat man auch Einfluß auf das
am Luftverteiler einzustellende Druckgefälle. Das Gewebe kann beispielsweise aus Polypropylen,
Polyester oder Glasfasem hergestellt sein. Die farbliche Gestaltung des Gewebes bietet
zahlreiche Möglichkeiten zur Einbeziehung der Vorrichtung in die Raumdekoration.
[0014] In einer Ausführungsform der Erfindung ist auf dem Spannrahmen, auf den der Gewebesack
aufgezogen ist, ein Abdeckrahmen angeordnet. Dieser Abdeckrahmen erfüllt die Aufgabe,
die Befestigung des Spannrahmens mit dem darauf aufgezogenen Gewebesack an der Druckkammer
zu verbessem und den Spannrahmen selbst unsichtbar zu machen.
[0015] Der Spannrahmen besteht vorzugsweise aus Winkelstücken und langen Seitenstäben, wobei
die Winkelstücke Spannmittel aufweisen, durch die der Abstand von der Ecke des Winkelstückes
zur Seitenkante des Seitenstabes vergrößert werden kann, so daß der auf den Spannrahmen
aufgezogene Gewebesack aufgespannt wird. Dadurch kann der Rahmen in alle Richtungen
ausgedehnt werden. Dieses erweist sich als besonders vorteilhaft, weil dadurch ein
schnelles und leichteres Auswechseln des Gewebesacks ermöglicht wird. Vorzugsweise
weisen die Winkelstücke an ihren beiden Enden jeweils einen Zapfen auf, der in an
den Enden der langen Seitenstäbe vorgesehene Aufnahmemittel eingeschoben wird, wobei
Winkelstücke und Seitenstäbe mittels Spannschrauben relativ zueinander axial verschiebbar
sind. Diese Konstruktion erleichtert den Austausch des Gewebesacks und ermöglicht
außerdem das Nachspannen des Rahmens im Falle einer im Laufe der Zeit zu erwartenden
Dehnung des Gewebes.
[0016] Vorzugsweise ist die Vorrichtung gemäß der Erfindung als Deckenpaneel ausgebildet.
Sie kann in eine abgehängte Paneeldecke integriert werden, wobei Anzahl und Anordnung
der einzelnen Vorrichtungen von den jeweiligen Raumverhältnissen abhängig sind.
[0017] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Verteilen von Luft in einem Raum wird im folgenden
anhand der Zeichnungen näher erläutert. Im einzelnen zeigt:
- Fig. 1
- in einer Explosionszeichnung die einzelnen Bestandteile einer bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Verteilen von Luft in einem Raum; und
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch eine Ecke des Spannrahmens der genannten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
[0018] In Fig. 1 sind die einzelnen Bestandteilen einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Verteilen von Luft in einem Raum in einer Explosionsdarstellung abgebildet.
Eine Druckkammer 1 hat eine großflächige Luftaustrittsöffnung 2 sowie eine Lufteintrittsöffnung
3, die über einen eckigen Anschluß an einer Schmalseite oder mit einem runden Anschluß
(nicht gezeigt) an der der Luftaustrittsöffnung 2 gegenüberliegenden Stirnseite mit
einer Luftleitung verbunden ist. Die großflächige Luftaustrittsöffnung 2 ist von einem
luftdurchlässigen Gewebe 4 abgedeckt. Dieses Gewebe 4 weist zwei mit Abstand zueinander
angeordnete Gewebelagen 5, 6 auf, eine innere Lage 5 und eine äußere Lage 6.
[0019] Die beiden Gewebelagen 5, 6 sind an ihren Rändern miteinander verbunden und bilden
einen Gewebesack 7. Im Inneren des Gewebesackes 7 ist ein Spannrahmen 8 angeordnet,
auf den der Gewebesack 7 aufgezogen ist. Der Spannrahmen 8 mit dem darauf aufgezogenen
Gewebesack 7 wird mittels eines Abdeckrahmens 9 über der Luftaustrittsöffnung 2 der
Druckkammer 1 befestigt.
[0020] Die aufbereitete Luft strömt aus der Luftleitung durch die Lufteintrittsöffnung 3
in die Druckkammer 1 ein und verläßt diese durch die Luftaustrittsöffnung 2. Dabei
durchströmt die Luft zunächst die innere Gewebelage 5 des Gewebesacks 7 und hinterläßt
auf ihrer der Druckkammer 1 zugewandten Seite eventuell mitgeführte Schmutzpartikel.
Sodann durchströmt die von der inneren Gewebelage 5 gefilterte Luft die äußere Gewebelage
6, und verteilt sich dadurch noch gleichmäßiger über die gesamte Oberfläche der Luftaustrittsöffnung
2.
[0021] Die Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch eine Ecke des Spannrahmens 8, wobei ein
Winkelstück 10 vollständig im Schnitt gezeigt wird und die langen Seitenstäbe 11 nur
teilweise dargestellt werden.
[0022] In der dargestellten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weisen die Winkelstücke
10 Spannmittel 12 auf, durch die der Abstand von der Ecke des Winkelstückes 10 zur
Seitenkante des Seitenstabes 11 vergrößert werden kann.
[0023] Dadurch kann der auf den Spannrahmen 8 aufgezogene Gewebesack 7 aufgespannt werden.
Vorzugsweise weisen die Winkelstücke 10 an ihren beiden Enden jeweils eine Zapfen
13 auf. Dieser Zapfen 13 wird in die an den Enden der langen Seitenstäbe 11 vorgesehenen
Aufnahmemittel 14 eingeschoben. Die Winkelstücke 10 und die Seitenstäbe 11 können
dann mittels Spannschrauben 15 relativ zueinander axial verschoben werden.
1. Vorrichtung zum Verteilen von Luft in einem Raum, mit einer unter Überdruck stehenden
Druckkammer (1), die eine großflächige Luftaustrittsöffnung (2) aufweist, welche von
einem luftdurchlässigen Gewebe (4) abgedeckt ist, das zwei mit Abstand zueinander
angeordnete Gewebelagen (5, 6) aufweist, die aufeinanderfolgend von dem Luftstrom
durchströmt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Gewebelagen (5, 6) an ihren Rändem miteinander verbunden sind und
einen Gewebesack (7) bilden, der auf einen in seinem Inneren angeordneten Spannrahmen
(8) aufgezogen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Spannrahmen (8),
auf den der Gewebesack (7) aufgezogen ist, ein Abdeckrahmen (9) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannrahmen (8) aus Winkelstücken
(10) und langen Seitenstäben (11) besteht, wobei die Winkelstücke (10) Spannmittel
(12) aufweisen, durch die der Abstand von der Ecke des Winkelstückes (10) zur Seitenkante
des Seitenstabes (11) vergrößert werden kann, so daß der auf den Spannrahmen (9) aufgezogene
Gewebesack (7) aufgespannt wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkelstücke (10) an
ihren beiden Enden jeweils einen Zapfen (13) aufweisen, der ihn an den Enden der langen
Seitenstäbe (11) vorgesehene Aufnahmemittel (14) eingeschoben wird, wobei Winkelstücke
(10) und Seitenstäbe (11) mittels Spannschrauben (15) relativ zueinander axial verschiebbar
sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
sie als Deckenpaneel ausgebildet ist.
1. Apparatus for distributing air in a room, comprising a pressure chamber (1) which
is under increased pressure and which has an air outlet opening (2) of large surface
area which is covered by an air-permeable cloth (4) which has two spaced-apart layers
of cloth (5, 6) through which the air flow flows in succession, characterised in that
the two layers of cloth (5, 6) are connected together at their edges and form a cloth
bag (7) which is pulled on to a stretching frame (8) arranged in its interior.
2. Apparatus according to claim 1 characterised in that a cover frame (9) is arranged
on the stretching frame (8) on to which the cloth bag (7) is pulled.
3. Apparatus according to claim 1 characterised in that the stretching frame (8) comprises
angle portions (10) and long side bars (11), wherein the angle portions (10) have
stretching means (12) by which the spacing of the corner of the angle portion (10)
relative to the side edge of the side bar (11) can be increased so that the cloth
bag (7) which is drawn on to the stretching frame (9) is stretched.
4. Apparatus according to claim 3 characterised in that at each of their two ends the
angle portions (10) have a respective projection (13) which is fitted into receiving
means (14) provided at the ends of the long side bars (11), wherein the angle portions
(10) and the side bars (11) are axially displaceable relative to each other by means
of tightening screws (15).
5. Apparatus according to one of the preceding claims characterised in that it is in
the form of a cover panel.
1. Dispositif pour répartir l'air dans une pièce, avec une chambre de compression (1)
sous surpression qui présente une ouverture de sortie d'air (2) d'une grande surface
qui est recouverte par un tissu perméable à l'air (4) et qui présente deux couches
de tissu (5,6) disposées à une certaine distance l'une de l'autre à travers lesquelles
passe successivement le flux d'air, caractérisé en ce que les deux couches de tissu
(5,6) sont reliées l'une à l'autre à leurs bords et forment un sac de tissu (7) qui
est tendu sur un cadre tendeur (8) disposé à l'intérieur de celui-ci.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est disposé sur le cadre
tendeur (8), sur lequel est monté le sac de tissu (7), un cadre de recouvrement (9).
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le cadre tendeur (8) est
constitué de pièces angulaires (10) et de tiges latérales longues (11), les pièces
angulaires (10) présentant des moyens tendeurs (12) permettant d'agrandir l'écart
du coin de la pièce angulaire (10) à l'arête latérale de la tige latérale (11) de
manière à tendre le sac de tissu (7) monté sur le cadre tendeur (9).
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que les pièces angulaires (10)
présentent à leurs deux extrémités respectivement un ergot (13) qui est inséré dans
des moyens de logement (14) prévus aux extrémités des tiges latérales longues (11),
les pièces angulaires (10) et les tiges latérales (11) étant déplaçables axialement
les unes par rapport aux autres par des vis de serrage (15).
5. Dispositif selon l'une des revendications précedentes, caractérisé en ce que celui-ci
est réalisé sous forme de panneau de plafond.