[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen stufenlosen hilfskraftbetätigten Kraftwagentürfeststeller
dessen Feststelleinrichtung, einerseits aus einem mit der Türsäule bzw. einem mit
der Türsäule verbundenen Teil und andererseits aus einem mit der Türe bzw. einem mit
der Türe verbundenen Teil besteht und dessen Brems- bzw. Feststelleinrichtung durch
einen elektromotorischen Antrieb ein-und ausrückbar ist, welcher seinerseits vermittels
einer elektronischen Steuereinheit in Abhängigkeit von der aktuellen Öffnungslage,
der Schwenkrichtung und der momentanen Schwenkgeschwindigkeit der Türe sowie sonstiger
für die Beurteilung der Bewegungscharakteristik der Türe wesentlicher Daten, wie Türgewicht,
Neigungslage des Fahrzeuges, innerer Widerstand der Türanlenkung sowie gegebenenfalls
Kraftangriff an der Türe, im bremsenden oder lösenden Sinne ansteuerbar ist.
[0002] Stufenlose hilfskraftbetätigte Kraftwagentürfeststeller, deren Feststelleinrichtung
vermittels eines durch eine elektronische Steuereinheit in Abhängigkeit von der aktuellen
Öffnungslage, der Schwenkrichtung und der momentanen Schwenkgeschwindigkeit der Türe
sowie sonstiger für die Beurteilung der Bewegungscharakteristik der Türe wesentlicher
Daten wie Türgewicht, Neigungslage des Fahrzeuges, innerer Widerstand der Türanlenkung
sowie gegebenenfalls Kraftangriff an der Türe, im bremsenden oder lösenden Sinne ansteuerbar
ist, sind an sich bekannt. Allen bekannten Bauarten solcher Türfeststeller ist unabhängig
davon, wie die Feststelleinrichtung im Einzelnen auch ausgebildet ist, gemeinsam,
daß die Feststelleinrichtung als mehr oder minder gesondertes Bauteil ausgebildet
und innerhalb der Fahrzeugtüre angeordnet ist. Diese bekannte Anordnung der Feststelleinrichtung
erfordert eine Türhaltestange und eine Einrichtung zu deren Verbindung mit der Feststelleinrichtung,
was einen verhältnismäßig hohen Aufwand erfordert. Darüber hinaus ist mit einer Unterbringung
der Feststelleinrichtung innerhalb der Fahrzeugtüre auch noch der Nachteil verbunden,
daß der innerhalb des Türkörpers vorhandene Einbauraum, der ohnehin schon weitgehend
durch die üblichen Einbauten einer Fahrzeugtüre, wie Spiegelverstellung, Fensterheber,
Türverriegelung, Lautsprecher und dergl. ausgefüllt ist, noch weiter verringert wird,
was unter Umständen allein aus räumlichen Gründen zu einer ungünstigen oder unnötig
teueren Ausbildung der Feststelleinrichtung zwingt. Zu alledem kommt noch, daß die
Montage einer innerhalb des Türkörpers untergebrachten Feststelleinrichtung verhältnismäßig
arbeitsaufwendig ist.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde einen stufenlosen hilfskraftbetätigten
Kraftwagentürfeststeller der eingangs bezeichneten Bauart derart weiter zu verbessern,
daß er ohne Verlust an Wirksamkeit und zugleich bei Verringerung des Herstellungs-und
Einbauaufwandes einerseits raumsparender ausgebildet bzw. im Fahrzeug untergebracht
und andererseits im Zusammenhang mit der ohnehin erforderlichen Montage der Türanlenkung
am Fahrzeug montierbar ist.
[0004] Diese Aufgabe wird bei einem stufenlosen hilfskraftbetätigten Kraftwagentürfeststeller
der eingangs bezeichneten Bauart erfindungsgemäß im Wesentlichen dadurch gelöst, daß
die Feststelleinrichtung mit einem der beiden Türscharniere der Fahrzeugtüranlenkung
baulich vereinigt ist. Die bauliche Vereinigung eines solchen Türfeststellers mit
einem der beiden Türscharniere bringt auf der einen Seite eine erhebliche Vereinfachung
des Einbaues des Türfeststellers mit sich und ermöglicht auf der anderen Seite zugleich
die Ausnutzung von zwischen Türe und Türsäule vorhandenen Freiräumen. Insbesondere
bei Türen die vermittels üblicher, mit einem der Türscharniere baulich vereinigter
Drehstab-Türfeststeller ausgestattet sind ist zwischen Türsäule und Türe hinreichend
Einbauraum für einen stufenlosen hilfskraftbetätigten Kraftwagentürfeststeller, sofern
dieser hinreichend kleinbauend gestaltet ist. Hinsichtlich der Ausgestaltung sowohl
der Türe bzw. der Türsäule als auch des Türfeststellers beläßt die erfindungsgemäße
Einbauweise dem Karosseriekonstrukteur und auch dem Konstrukteur für die Ausbildung
des Türfeststellers bzw. des Türscharnieres jeweils einen erheblichen Gestaltungsfreiraum.
[0005] Für die kleinbauende Gestaltungsweise eines mit einem Türscharnier baulich vereinigten
stufenlosen und hilfskraftbetätigten Türfeststellers ist grundsätzlich vorgesehen,
daß die Brems-bzw. Feststelleinrichtung ein wenigstens achsparallel, vorzugsweise
koaxial, zur Türscharnierachse angeordnetes und in Abhängigkeit von der Türbewegung
rotierend angetriebenes Teil und wenigstens ein mit diesem zusammenwirkendes Brems-bzw.
Halterteil umfaßt, wobei das Brems-bzw. Halterteil vermittels eines hilfskraftbeaufschlagten
Antriebs-bzw. Stellelementes wenigstens in Richtung auf seine Wirkstellung beweg-bzw.
verstellbar ist.
[0006] Diese grundsätzliche Gestaltungsweise kann im Einzelnen auf verschiedene Arten verwirklicht
werden, wobei zweckmäßigerweise weiterhin vorgesehen ist, daß das in Abhängigkeit
von der Türbewegung rotierend angetriebene Teil der Brems- bzw. Feststelleinrichtung
mit dem türseitigen Scharnierflügel in Antriebsverbindung steht bzw. direkt verbunden
ist. Das in Abhängigkeit von der Türbewegung rotierend angetriebene Teil der Brems-bzw.
Feststelleinrichtung kann dabei durch einen Lenker gebildet sein, welcher mit seinem
einen Ende, beispielsweise vermittels eines Koppel-oder Mitnehmerzapfens starr mit
dem türseitigen Scharnierflügel gekoppelt und mit seinem anderen Ende drehbar auf
dem Scharnierstift bzw. einer Verlängerung des Scharnierstiftes gelagert ist. Vorteilhafterweise
wird das in Abhängigkeit von der Türbewegung rotierend angetriebene Teil der Brems-bzw.
Feststelleinrichtung jedoch durch ein rotationssymetrisches Element, insbesondere
eine Scheibe oder Trommel gebildet sein, welche im Bereich ihres Umfanges beispielsweise
vermittels eines Koppel-oder Mitnehmerzapfens starr mit dem türseitigen Scharnierflügel
gekoppelt und in ihrem Zentrum drehbar auf dem Scharnierstift bzw. einer Verlängerung
des Scharnierstiftes gelagert ist.
[0007] Dem in Abhängigkeit von der Türbewegung rotierend angetriebenen, drehbar auf dem
Scharnierstift bzw. einer Verlängerung des Scharnierstiftes gelagerten Teil der Brems-bzw.
Feststelleinrichtung ist eine gegen die Türsäule abgestützte Brems-bzw. Halteeinrichtung
zugeordnet, welche vermittels eines durch die elektronische Steuereinheit ansteuerbaren
elektromotorischen Antriebes ein- bzw. ausrückbar ist.
[0008] Hinsichtlich der Ausgestaltung des rotierend angetriebenen Teiles der Brems- bzw.
Feststelleinrichtung und der Brems-bzw. Halteeinrichtung beläßt die Erfindung eine
Reihe von Möglichkeiten unter denen der Konstrukteur entsprechend den Anforderungen
des einzelnen Anwendungsfalles, wie Einbauraum oder erforderlicher Brems-bzw. Haltekraft
auswählen kann. Insbesondere kann gemäß einer ersten Verwirklichungsform das rotierend
angetriebene Teil durch einen Wellenstummel oder eine Riemenscheibe und die Brems-oder
Halteeinrichtung durch eine Bremse, insbesondere eine Bandbremse gebildet sein.
[0009] Gemäß einer zweiten Verwirklichungsform kann aber auch vorgesehen sein, daß das rotierend
angetriebene Teil der Brems-bzw. Feststelleinrichtung durch eine Walze oder eine Bremstrommel
und die Brems-oder Halteeinrichtung durch eine Backenbremse gebildet ist.
[0010] Gemäß einer dritten Verwirklichungsform kann darüber hinaus auch vorgesehen sein,
daß das rotierend angetriebene Teil der Brems-bzw. Feststelleinrichtung durch eine
Bremsscheibe und die Brems-oder Halteeinrichtung durch eine Zangenbremse gebildet
ist.
[0011] Gemäß einer vierten Verwirklichungsform kann weiterhin auch vorgesehen sein, daß
die Brems-oder Halteeinrichtung durch einen ansteuerbaren, in beiden Drehrichtungen
wirksamen Freilauf gebildet ist. Im Rahmen dieser Verwirklichungsform kann im Einzelnen
weiter vorgesehen werden, die eine Hälfte des Freilaufes drehsicher mit dem Scharnierstift
verbunden ist und die andere Hälfte des Freilaufes durch ein in Abhängigkeit vom Öffnungswinkel
der Tür antreibbares, mit dem einen Scharnierflügel gekoppeltes Teil gebildet ist
und daß die Freilaufkörper vermittels eines elektromotorischen Antriebes verstellbar
sind.
[0012] Gemäß einer fünften Verwirklichungsform kann schließlich auch noch vorgesehen sein,
daß die Brems-bzw. Feststelleinrichtung eine mit dem rotierend angetriebenen Teil
verbundene, zum Scharnierstift achsparallel, insbesondere koaxial angeordnete Spindel
und eine auf dieser angeordnete, abbremsbare, insbesondere mittels einer Bandbremse
abbremsbare, die Brems-oder Halteeinrichtung bildende Spindelmutter umfaßt.
[0013] Welche der vorstehend aufgezeigten Verwirklichungsmöglichkeiten im Einzelfall auch
immer zur Anwendung kommen mag sieht eine vorteilhafte Weiterbildung vor, daß zwischen
das mit der türseitigen Scharnierhälfte verbundene Teil und das rotierend angetriebene
Teil der ein Übersetzungsgetriebe eingeschaltet ist. Im Hinblick auf eine möglichst
raumsparende Ausbildung des Übersetzungsgetriebes dürfte es zweckmäßig sein, daß das
Übersetzungsgetriebe als Planetengetriebe ausgebildet ist, wobei das in Abhängigkeit
von der Türbewegung angetriebene Teil durch als Hohlrad des Planetengetriebes ausgebildet
ist und der zugehörige Planetenträger drehsicher mit dem Scharnierstift verbunden
ist sowie das Sonnenrad des Planetengetriebes drehsicher mit einem Teil verbunden
ist.
[0014] Der der Brems-oder Halteeinrichtung zugeordnete, vermittels einer elektronischen
Steuereinheit in Abhängigkeit von den für die Beurteilung der Bewegungscharakteristik
der Türe wesentlichen Daten im ein oder ausrückenden Sinne ansteuerbare elektromotorische
Antrieb kann in einer einfachsten Ausführungsform durch einen linear arbeitenden Elektromotor
insbesondere einen Elektromagneten gebildet sein, im Interesse einer möglichst weichen
Abbremsung der Türe bei erreichen eines im Bereich ihres Gesamt-Öffnungsweges vorgesehenen
Haltepunktes ist jedoch die Ausbildung des elektromotorischen Antriebes als rotierend
arbeitenden Elektromotor zu bevorzugen.
[0015] Die Erfindung ist in der nachfolgenden Beispielsbeschreibung anhand dreier in der
Zeichnung mehr oder minder schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele im Einzelnen
beschrieben.
In der Zeichnung zeigt die
Figur 1 eine schematische Seitenansicht einer ersten Verwirklichungsform eines mit
einem Türscharnier baulich vereinigten, hilfskraftbetätigten und stufenlosen Türfeststellers;
Figur 2 eine Draufsicht zu Figur 1;
Figur 3 eine schematische Seitenansicht einer zweiten Verwirklichungsform eines mit
einem Türscharnier baulich vereinigten, hilfskraftbetätigten und stufenlosen Türfeststellers;
Figur 4 eine schematische Seitenansicht einer dritten Verwirklichungsform eines mit
einem Türscharnier baulich vereinigten, hilfskraftbetätigten und stufenlosen Türfeststellers.
[0016] Bei allen in der Zeichnung gezeigten Verwirklichungsformen eines mit einem Türscharnier
baulich vereinigten, hilfskraftbetätigten und stufenlosen Türfeststellers ist das
Türscharnier als Flügelscharnier ausgebildet, dessen eine Scharnierhälfte 1 vermittels
im Einzelnen nicht gezeigter Mittel mit der Fahrzeugtüre und dessen andere Scharnierhälfte
2 vermittels gleichfalls im Einzelnen nicht gezeigter Mittel mit der Türsäule verbunden
ist und dessen beide Scharnierhälften 1 und 2 vermittels eines Scharnierstiftes 3
um eine Scharnierachse drehbar miteinander verbunden sind. Der Scharnierstift 3 ist
dabei in den außenliegenden Scharnieraugen 4 der türsäulenseitigen Scharnierhälfte
2 drehsicher festgelegt und durchsetzt, vermittels Lagerbuchsen das Scharnierauge
5 der türseitigen Scharnierhälfte 1 mit Laufsitz.
Bei der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Verwirklichungsform ist ein in Abhängigkeit
von der Türbewegung angetriebenes Teil 8 über eine Nabe 6 frei drehbar auf einem das
obere Scharnierauge 4 der türsäulenseitigen Scharnierhälfte 2 nach oben überragenden
Bereich des Scharnierstiftes 3 gelagert und mit Hilfe eines Mitnehmerzapfens 7 starr
mit dem türseitigen Scharnierflügel 1 verbunden. Mit diesem in Abhängigkeit von der
Türbewegung angetriebenen Teil 8 ist ein rotierend angetriebenes Teil einer Brems-und
Halteeinrichtung vermittels eines als Planetengetriebe ausgebildeten Übersetzungsgetriebes
verbunden, wobei das in Abhängigkeit von der Türbewegung angetriebene Teil 8 durch
das Hohlrad des Planetengetriebes gebildet ist und das Sonnenrad 11 des Planetengetriebes
drehsicher mit dem Scharnierstift 3 verbunden ist sowie der zugehörige Planetenträger
10 drehsicher mit einem als Bremstrommel 12 ausgebildeten Teil der Brems- und Halteeinrichtung
verbunden ist. Die Brems-und Halteeinrichtung umfaßt bei der gezeigten Ausführungsform
ferner Bremsbacken 13, welche an einem mit der türsäulenseitigen Scharnierhälfte 2
starr verbundenen Träger 14 radial zur Bremstrommel 12 verstellbar angeordnet und
vermittels eines als rotierend arbeitender Elektromotor 15 ausgebildeten und vermittels
einer elektronischen Steuereinheit in Abhängigkeit von den für die Beurteilung der
Bewegungscharakteristik der Türe wesentlichen Daten im ein oder ausrückenden Sinne
ansteuerbaren Antriebsmotors zwischen einer Brems-und einer Lösestellung hin und her
bewegbar sind.
[0017] Bei der in der Figur 3 gezeigten Verwirklichungsform ist gleichfalls ein in Abhängigkeit
von der Türbewegung angetriebenes Teil 8 über eine Nabe 6 frei drehbar auf einem das
obere Scharnierauge 4 der türsäulenseitigen Scharnierhälfte 2 nach oben überragenden
Bereich des Scharnierstiftes 3 gelagert und mit Hilfe eines Mitnehmerzapfens 7 starr
mit dem türseitigen Scharnierflügel 1 verbunden.
[0018] Das in Abhängigkeit von der Türbewegung angetriebene Teil 8 ist etwa topfförmig ausgestaltet
und bildet hierbei die eine Hälfte eines Freilaufes, dessen andere Hälfte durch eine
starr mit dem Scharnierstift 3 verbundene Scheibe 16 gebildet ist. Zwischen dem Innenumfang
des topfförmig ausgebildeten Teiles 8 und der Scheibe 16 sind Freilaufkörper 17 angeordnet.
An der türsäulenseitigen Scharnierhälfte 2 ist vermittels eines starren Trägers 14
ein als rotierend arbeitender Elektromotor 15 ausgebildeter und durch eine elektronische
Steuereinheit in Abhängigkeit von den für die Beurteilung der Bewegungscharakteristik
der Türe 1 wesentlichen Daten im ein oder ausrückenden Sinne ansteuerbarer elektromotorischer
Antrieb ortsfest abgestützt. Der Elektromotor 15 ist antriebsmäßig mit einem Ritzel
19 verbunden, welches seinerseits mit einem Stellring 20 für die Verstellung der Freilaufkörper
17 zusammen wirkt.
[0019] Bei der in der Figur 4 gezeigten Verwirklichungsform ist ein in Abhängigkeit von
der Türbewegung angetriebenes Teil 8 über eine Nabe 6 frei drehbar auf einem das obere
Scharnierauge der türsäulenseitigen Scharnierhälfte 2 nach oben überragenden Bereich
des Scharnierstiftes 3 gelagert und mit Hilfe eines Mitnehmerzapfens 7 starr mit dem
türseitigen Scharnierflügel 1 verbunden. Mit diesem in Abhängigkeit von der Türbewegung
angetriebenen Teil 8 ist ein rotierend angetriebenes Teil einer Brems-und Halteeinrichtung
vermittels eines als Planetengetriebe ausgebildeten Übersetzungsgetriebes verbunden,
wobei das in Abhängigkeit von der Türbewegung angetriebene Teil 8 durch das Hohlrad
des Planetengetriebes bildet und das Sonnenrad 11 des Planetengetriebes drehsicher
mit dem Scharnierstift 3 verbunden ist sowie der zugehörige Planetenträger 10 drehsicher
mit einem als Spindel 21 ausgebildeten Teil der Brems-und Halteeinrichtung verbunden
ist. Die Brems-und Halteeinrichtung umfaßt bei dieser Ausführungsform ferner eine
auf der Spindel 21 angeordnete, abbremsbare Spindelmutter 22, welche an einem mit
der türsäulenseitigen Scharnierhälfte 2 verbundenen starren Träger 14 gelagert und
gehalten und diesem gegenüber abbremsbar bzw. drehsicher festlegbar ist. Zum Abbremsen
der Spindelmutter 22 gegenüber dem Träger 14 ist hierbei eine Bandbremse vorgesehen,
welche durch einen als rotierend arbeitender Elektromotor 25 ausgebildeten und vermittels
einer elektronischen Steuereinheit in Abhängigkeit von den für die Beurteilung der
Bewegungscharakteristik der Türe wesentlichen Daten im ein oder ausrückenden Sinne
ansteuerbaren Antriebsmotors zwischen einer Brems-und einer Lösestellung hin und her
bewegbar ist.
1. Stufenloser hilfskraftbetätigter Kraftwagentürfeststeller dessen Feststelleinrichtung,
einerseits aus einem mit der Türsäule bzw. einem mit der Türsäule verbundenen Teil
und andererseits aus einem mit der Türe bzw. einem mit der Türe verbundenen Teil besteht
und dessen Brems- bzw. Feststelleinrichtung durch einen elektromotorischen Antrieb
ein-und ausrückbar ist, welcher seinerseits vermittels einer elektronischen Steuereinheit
in Abhängigkeit von der aktuellen Öffnungslage, der Schwenkrichtung und der momentanen
Schwenkgeschwindigkeit der Türe sowie sonstiger für die Beurteilung der Bewegungscharakteristik
der Türe wesentlicher Daten, wie Türgewicht, Neigungslage des Fahrzeuges, innerer
Widerstand der Türanlenkung sowie gegebenenfalls Kraftangriff an der Türe, im bremsenden
oder lösenden Sinne ansteuerbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Feststelleinrichtung mit einem der beiden Türscharniere der Fahrzeugtüranlenkung
baulich vereinigt ist.
2. Kraftwagentürfeststeller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brems-bzw.
Feststelleinrichtung ein wenigstens achsparallel, vorzugsweise koaxial, zur Türscharnierachse
angeordnetes und in Abhängigkeit von der Türbewegung rotierend angetriebenes Teil
und wenigstens ein mit diesem zusammenwirkendes Brems-bzw. Halterteil umfaßt, wobei
das Brems-bzw. Halterteil vermittels eines hilfskraftbeaufschlagten Antriebs-bzw.
Stellelementes wenigstens in Richtung auf seine Wirkstellung beweg-bzw. verstellbar
ist.
3. Kraftwagentürfeststeller nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das in
Abhängigkeit von der Türbewegung rotierend angetriebene Teil der Brems-bzw. Feststelleinrichtung
mit dem türseitigen Scharnierflügel verbunden ist.
4. Kraftwagentürfeststeller nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das in
Abhängigkeit von der Türbewegung rotierend angetriebene Teil der Brems-bzw. Feststelleinrichtung
drehbar auf dem Scharnierstift bzw. einer Verlängerung des Scharnierstiftes gelagert
ist.
5. Kraftwagentürfeststeller nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem in
Abhängigkeit von der Türbewegung rotierend angetriebenen, drehbar auf dem Scharnierstift
bzw. einer Verlängerung des Scharnierstiftes gelagerten Teil der Brems-bzw. Feststelleinrichtung
eine gegen die Türsäule abgestützte Brems-bzw. Halteeinrichtung zugeordnet ist.
6. Kraftwagentürfeststeller nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die dem
rotierend angetriebenen Teil der Brems-bzw. Feststelleinrichtung zugeordnete, gegen
die Türsäule abgestützte Brems-bzw. Halteeinrichtung vermittels eines durch die elektronische
Steuereinheit ansteuerbaren elektromotorischen Antriebes einrückbar ist.
7. Kraftwagentürfeststeller nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das rotierend
angetriebenen Teil der Brems-bzw. Feststelleinrichtung durch einen Wellenstummel oder
eine Riemenscheibe und die Brems-oder Halteeinrichtung durch eine Bremse, insbesondere
eine Bandbremse gebildet ist.
8. Kraftwagentürfeststeller nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das rotierend
angetriebenen Teil der Brems-bzw. Feststelleinrichtung durch eine Walze oder eine
Bremstrommel und die Brems-oder Halteeinrichtung durch eine Backenbremse gebildet
ist.
9. Kraftwagentürfeststeller nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das rotierend
angetriebenen Teil durch eine Bremsscheibe und die Brems- oder Halteeinrichtung durch
eine Zangenbremse gebildet ist.
10. Kraftwagentürfeststeller nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Brems-oder
Halteeinrichtung durch einen ansteuerbaren, in beiden Drehrichtungen wirksamen Freilauf
gebildet ist.
11. Kraftwagentürfeststeller nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen das mit der türseitigen Scharnierhälfte verbundene Teil und das rotierend
angetriebene Teil der ein Übersetzungsgetriebe eingeschaltet ist.
12. Kraftwagentürfeststeller nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß das Übersetzungsgetriebe als Planetengetriebe ausgebildet ist, wobei das in Abhängigkeit
von der Türbewegung angetriebene Teil durch als Hohlrad des Planetengetriebes ausgebildet
ist und der zugehörige Planetenträger drehsicher mit dem Scharnierstift verbunden
ist sowie das Sonnenrad des Planetengetriebes drehsicher mit einem Teil der Brems-oder
Halteeinrichtung verbunden ist.
13. Kraftwagentürfeststeller nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Brems-bzw. Feststelleinrichtung eine mit dem rotierend angetriebenen Teil
verbundene, zum Scharnierstift achsparallel, insbesondere koaxial angeordnete Spindel
und eine auf dieser angeordnete, abbremsbare, insbesondere mittels einer Bandbremse
abbremsbare, die Brems-oder Halteeinrichtung bildende Spindelmutter umfaßt.
14. Kraftwagentürfeststeller nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die eine Hälfte des Freilaufes drehsicher mit dem Scharnierstift verbunden ist
und die andere Hälfte des Freilaufes durch ein in Abhängigkeit vom Öffnungswinkel
der Tür antreibbares, mit dem einen Scharnierflügel gekoppeltes Teil gebildet ist
und daß die Freilaufkörper vermittels eines elektromotorischen Antriebes verstellbar
sind.
15. Kraftwagentürfeststeller nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß der elektromotorische Antrieb aus einem rotierend arbeitenden Elektromotor besteht.
16. Kraftwagentürfeststeller nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß der elektromotorische Antrieb aus einem linear arbeitenden Elektromotor besteht.