| (19) |
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(11) |
EP 0 768 968 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.09.1998 Patentblatt 1998/37 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.07.1995 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B62K 15/00 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9500/893 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9601/204 (18.01.1996 Gazette 1996/04) |
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| (54) |
KLAPPFAHRRAD
FOLDING BICYCLE
BICYCLETTE PLIANTE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE ES FR GB IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
06.07.1994 DE 4423647
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.04.1997 Patentblatt 1997/17 |
| (73) |
Patentinhaber: Müller, Thomas |
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42719 Solingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Müller, Thomas
42719 Solingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Vomberg, Friedhelm, Dipl.-Phys. |
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Schulstrasse 8 42653 Solingen 42653 Solingen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
GB-A- 2 232 390 US-A- 3 865 403
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US-A- 3 374 009
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Fahrrad mit einem arretierbaren, horizontal und am Rahmen
angeordneten Drehgelenk, um dessen Achse die angelenkten Rahmenteile nach Lösen der
Arretierung schwenkbar sind.
[0002] Ein Fahrrad dieser Art ist beispielsweise in der DE-A-29 46 532 beschrieben. Dieses
Fahrrad besitzt ein oberes Rahmenrohr, mit dem die Gabelhalterung und die Hinterachse
gehalten bzw. miteinander verbunden werden. Dieses Rahmenrohr ist zweiteilig gefertigt,
wobei die beiden Teile über ein Drehgelenk miteinander verbunden sind. Die Sattelrohrstütze
und die Aufhängung für das Tretlager, die nach oben bzw. nach unten wegragen, sind
am hinteren Rahmenteil befestigt. Mit dieser Konstruktion soll es möglich sein, das
Vorderrad und das Hinterrad nebeneinander zu verschwenken. Allerdings kann die gewünschte
deckungsgleiche Position in der Praxis nicht erreicht werden, weil Vorder- und Hinterrad
in derselben Ebene fluchten, ferner das Tretlager und/oder der Lenker eine diesbezügliche
Bewegung hemmen. Der erreichbare Schwenkwinkel führt zwar zu einer Verkürzung des
Abstandes des Vorder- und des Hinterrades, wird jedoch durch die starre Gabel-Lenkeranordnung
mit einer Vergrößerung der diagonalen Länge zwischen der Hinterradnabe und dem vordersten
Lenkerteil erkauft, so daß das Rad im verschwenkten Zustand nach wie vor für eine
Gepäckraumaufnahme eines Pkw ungeeignet ist.
[0003] Alternativ hierzu sind Klappräder bekannt, die ein einziges Rahmenteil zwischen der
Lenker-Gabelaufnahme und dem Tretlager besitzen, das ein über einen Bolzen oder einen
Spannverschluß arretierbares Scharnier aufweist, das Klappbewegungen um eine vertikale
Achse erlaubt oder alternativ hierzu eine Lösung der Bolzenverbindung, um die dann
getrennten Vorder- und Hinterteile des Klappfahrrades transportieren zu können.
[0004] Die Nachteile des letztgenannten Klappfahrrades wie auch des eingangs erwähnten Fahrrades
liegen in einer geringen Steifigkeit und damit verbundenem schlechten Geradeauslauf
sowie dem bei Klappfahrrädern als nachteilig empfundenden geringen Fahrkomfort durch
kleine Räder.
[0005] In der DE 37 01 803 A1 wird daher ein Fahrrad mit einem faltbaren Rahmen vorgeschlagen,
an dem über eine Schwinge das Hinterrad befestigt ist, die das Hinterrad mit dem Tretlager
verbindet und die um die Achse der Tretlagerwelle schwenkbar ist. Um dieses Fahrrad
zusammenklappen zu können, muß zunächst das Hinterrad ausgebaut, ferner das Vorderrad
aus der Gabel entfernt werden und anschließend die Hinterradschwinge um das Tretlager
herum in Richtung auf die Vorderradgabel geschwenkt werden, wozu die Verbindung der
Hinterradstrebe mit der Hinterradschwinge bzw. dem Sattelrohr gelöst werden muß. Selbst
wenn Hinter- und Vorderrad mit Schnellspann-Naben ausgestattet sind, gestaltet sich
das Zusammenklappen bzw. das Auseinanderklappen und Aufrüsten des Fahrrades als relativ
aufwendig.
[0006] Aus der DE 39 26 785 A1 ist ein Klapprad bekannt, das einen in der Mitte klappbaren
Rahmen besitzt, bei dem die Haltevorrichtung mittels zweier Haltegabeln durch vertikale
Vierteldrehung an dem Tretlagergehäuse festgehalten wird. Hierzu wird ein Schwenkarm
mit zwei Scharnieren benötigt, mittels denen die vordere Fahrradhälfte von der hinteren
Fahrradhälfte getrennt und die vordere Fahrradhälfte durch zweimaliges Schwenken um
jeweils 90° in eine parallele Stellung neben der hinteren Fahrradhälfte geschwenkt
werden soll. Auch dieses Rad benötigt zur Ummontage aufwendige Arbeiten.
[0007] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Fahrrad der eingangs genannten
Art anzugeben, das in leicht handhabbarer Weise auf engsten Raum gebracht werden kann,
das im fahrbereiten Zustand eine optimale (Rahmen-)Steifigkeit besitzt und das konstruktiv
einfach aufgebaut ist.
[0008] Diese Aufgabe wird durch ein Fahrrad mit den Merkmalen nach Anspruch 1 gelöst.
[0009] Dieses Fahrrad ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmenteile über
ein horizontal ausfahrbares Teleskop und/oder über um eine vertikale Achse schwenkbare
Schwingen aus ihrer Lage in einer Ebene parallel zueinander verschiebbar sind. Erst
die Möglichkeit über ein teleskopierbares Gelenk und/oder entsprechende Schwingen
die vordere Fahrradhälfte gegenüber der hinteren Fahrradhälfte in eine parallel versetzte
Lage zu bringen, ermöglicht die Drehung um eine horizontale Achse bis hin zu einer
Stellung, bei der das Vorder- und das Hinterrad parallel zueinander in deckungsgleiche
Lage gebracht werden. Die konstruktiv bevorzugte Teleskopverbindung der betreffenden
Rahmenteile wird nur vor dem gegenseitigen Verschwenken dieser Rahmenteile auseinandergefahren,
hingegen bei Herstellung des fahrbereiten Zustandes des Fahrrades zusammengeschoben,
wobei die entsprechenden Rahmenteile miteinander, vorzugsweise über einen Schnellspannverschluß,
verriegelt werden.
[0010] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0011] So stehen von dem Drehgelenk die Rahmenteile zur Halterung der Lenkeraufnahme, des
Tretlagers und des Hinterrades sternförmig ab, so daß die jeweiligen Abstände vom
Drehgelenkpunkt zu den Rahmenteilenden eine Optimierung der Rahmensteifigkeit erlauben.
[0012] Vorzugsweise wird der den Fahrradsitz endseitig tragende Holm ebenfalls an dem Drehpunkt
angelenkt, und zwar dergestalt, daß auch dieser Holm um die Drehachse verschwenkbar
ist.
[0013] Um die Teleskopausfahrlänge möglichst gering zu halten, ist nach einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung vorgesehen, daß der Rahmenteil zur Halterung der Lenkeraufnahme und/oder
des Hinterrades endseitig oder außenseitig des Teleskopes oder (jeweils) einer der
Schwingen angeordnet ist (sind). Die betreffenden Rahmenteile liegen, anders ausgedrückt,
jeweils längsseitig links und rechts in bezug auf die Fahrradlängsachse als endseitige
Verbindungen zu den Teleskopteilen.
[0014] Eine weitere Reduzierung des Volumens des Fahrrades im zusammengeklappten Zustand
ergibt sich, wenn die Gabel zur Halterung des Forderrades und/oder der Rahmenteil
zur Halterung des Hinterrades einarmig ausgeführt werden. Beispielsweise kann die
einseitige Vorderradgabel bezogen auf die Fahrradlängsachse links angeordnet sein
und die entsprechende Hinterradgabel als Teil des betreffenden Rahmenteiles rechts
vom Hinterrad liegen.
[0015] Vorzugsweise sind die Gabel und der Rahmenteil zur Halterung des Hinterrades entlang
ihrer oder seiner Längsachse gebogen, insbesondere um eine etwa der Radachsenlänge
entsprechendes Maß versetzt, so daß die betreffenden Rahmenteile mit Ausnahme der
gebogenen Endstücke im wesentlichen mit den Rädern im fahrbereiten Zustand in einer
Ebene liegen.
[0016] Da das Auflegen und Abnehmen der Kette allein schon wegen der Gefahr des Verschmutzens
von Händen und Kleidung unerwünscht ist, ist nach einer weiteren Ausgestaltung der
Winkelabstand, den das Rahmenteil des Tretlagers und das Rahmenteil zur Halterung
des Hinterrades im Drehgelenk unveränderbar, vorzugsweise einteilig, eingestellt,
hingegen sind die übrigen Rahmenteile gegeneinander um die horizontale Achse des Drehgelenkes
verdrehbar. Die Kette bleibt somit auch beim Zusammenschieben des Fahrrades in gespanntem,
ungelöstem Zustand.
[0017] Wird der den Fahrradsitz tragende Holm im wesentlichen mittig oder an einer Drehgelenkinnenseite
auf der Drehachse des Drehgelenkes angelenkt, kann der betreffende Rahmenteil in Richtung
der Räder verschwenkt werden, ohne daß durch die Verschwenkung eine größere Packbreite
benötigt wird. Bevorzugt ist der Sattel einschließlich des Sattelträgers zwischen
jeweiligen Ausnehmungen im Vorder- und im Hinterrad im zusammengeklappten Zustand
des Fahrrades, bei dem die beiden Räder deckungsgleich nebeneinanderliegen, versenkbar.
Dies wird durch entsprechende Speichenanordnung bzw. Hohlräume zwischen Speichen realisiert.
[0018] Eine in der Praxis leicht erzielbare Breitenreduzierung des Fahrrades kann bereits
dadurch erreicht werden, daß der Lenker gegenüber der Gabel um 90° verdreht wird.
Eine weitere Optimierung ist möglich, wenn die beiden Lenkerhälften nach Lösen einer
Arretierung parallel oder spitzwinklig zur Gabel schwenkbar sind.
[0019] Solche Ausbildungen sind im Prinzip nach dem Stand der Technik bekannt, beispielsweise
aus den Unterlagen des DE-U1-84 27 632. Vorzugsweise weist die Arretierung jeweilige
Schalen der Lenkerhälften übergreifende Spannverschlüsse auf.
[0020] Damit das zusammengeklappte Fahrrad beim Tragen nicht auseinanderklappen kann, ist
weiterhin vorzugsweise vorzugesehen, daß die Lenkerhälftenvorderseiten jeweils korrespondierende
Verschlußteile aufweisen, über die die Lenkerhälften im zusammengeklappten Zustand
aneinander arretierbar sind. Nach Umklappen der Lenkerhälften kann so ein Wiederaufklappen
verhindert werden. Außerdem können nach einer Weiterbildung der Erfindung die nach
dem Einklappen des Lenkers vorstehenden Lenkerhälftenrückseiten (-enden) als Standfuß(-stütze)
dienen, der ein mögliches Kippen des zusammengeklappten Fahrrades verhindert.
[0021] Aus Gründen des Bedienungskomforts ist das Teleskop-Drehgelenk über einen Schnellspannverschluß
arretierbar. Für das (einzige) Drehgelenk des Fahrrades bieten sich erfindungsgemäß
unterschiedliche Konstruktionen an: Entweder eine identische Drehgelenkachse für alle
dort abgelenkten Rahmenteile oder neben einer Hauptdrehachse, die gleichzeitig Teleskoplängsachse
ist, weitere Drehachsen, die auf Satellitenbahnen um die Hauptdrehachse in Nuten geführt
werden.
[0022] Schließlich können noch Anschläge in den Drehgelenken entsprechend den endseitigen
Betriebszuständen - fahrbereit oder zusammengeklappt - vorgesehen sein, die die weitere
Drehbarkeit der betreffenden Rahmenteile blockieren.
[0023] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Prinzipdarstellung des erfindungsgemäßen Fahrrades in einer Seitenansicht,
- Fig. 1a
- eine Detail-Draufsicht in Richtung des Pfeiles Ia,
- Fig. 1b
- eine Seitenansicht auf das Drehgelenk, beide mit teleskopierbarem Drehgelenk,
- Fig. 1c und 1d
- jeweils alternative Ausführungsformen in Ansichten entsprechend Fig. 1a und 1b,
- Fig. 2 und 3
- jeweils Seitenansichten des Fahrrades in verschiedenen Schwenk-Zuständen,
- Fig. 4a
- eine Draufsicht auf eine Lenker-Ausführungsform und
- Fig. 4b
- dieselbe Ansicht mit abgeklappten Lenkerhälften.
[0024] Das in Fig. 1 dargestellte Fahrrad besitzt vier um die Achse eines Drehgelenkes 10
in der Zeichenebene schwenkbare Rahmenteile, und zwar einen Rahmenteil 11 als Verbindung
zur Aufnahme des Lenkers 12 und der einarmigen Gabel bzw. des Gabelarmes 13, ein weiteres
Rahmenteil 14 zur Verbindung des Tretlagers 15 mit dem Rahmen, ein Rahmenteil 16 zur
Verbindung mit der hinteren Radachse 17 und einen Rahmenteil 18 als Stütze für einen
Sattel bzw. ein Sattelgestänge 19. Der (hintere) Rahmenteil 16 ist ebenfalls als einarmiges
Gabelteil bzw. Gabelbaum ausgeführt. Die Räder, nämlich das Vorderrad 20 und das Hinterrad
21 können über handelsübliche Nabenverbindungen, auch Schnellspannverschlüsse, und
in üblichen Größen ausgeführt sein. Insbesondere kann das in Fig. 1 dargestellte Rad
als sogenanntes Mountainbike oder auch Trekkingrad ausgebildet sein. Die Räder besitzen
vorzugsweise jeweils drei Speichen 22 bzw. 23, die einen jeweiligen Hohlraum 24 bzw.
25 lassen, so daß bei abgeschwenktem Rahmenteil 18 die seitlichen Übersstände des
Sattels 19 in diese Hohlräume eingreifen können. Im übrigen besitzt das dargestellte
Rad handelsübliche Gangschaltungen, insbesondere Kettenschaltungen, sowie nicht dargestellte
Bremsen, Beleuchtungen, Reflektoren etc., die von der Straßenverkehrsordnung vorgeschrieben
werden.
[0025] Erfindungsgemäß und wie im Detail aus Fig. 1 ersichtlich, kann nach Lösen eines Schnellspannverschlusses
26 ein Teleskop 27 ausgefahren werden, wodurch der Abstand der Rahmenteile 11 und
16 durch Verschiebung in Richtung des Doppelpfeiles 27' vergrößerbar ist. Die Teleskoplängsachse
ist gleichzeitig Drehachse für die Rahmenteile 11, 14, 16 und 18. Die Drehbarkeit
dieser Teiles ist durch Pfeil 28 angedeutet. Ein ggf. weiteres Teleskop 29 als Verbindung
zwischen den Rahmenteilen 11 und 18 wird in Teilkreisnut der Rahmenaufnahme des Rahmenteiles
11 bei gegenseitigem Verschwenken der Teile 11 und 18 geführt.
[0026] Wie aus Fig. 1b ersichtlich, können die Rahmenteile 18 sowie 11 in Richtung der Pfeile
31 bzw. 30 um das Drehgelenk 10, das gleichzeitig Teleskop 27 ist, verschwenkt werden.
Der Winkelabstand zwischen den Rahmenteilen 14 und 16 bleibt aufgrund der einteiligen
Bauweise während des Verschwenkens konstant, so daß der Abstand des Tretlagers 15
zu Hinterachse 17 erhalten und die Kette 32 (siehe Fig. 1) gespannt bleibt.
[0027] Alternativ zu der Teleskopausführung nach Fig. 1a, 1b können auch Schwinghebel 33
und 34 vorgesehen sein, die (siehe Pfeil 35) um einen Winkel von 90° um eine Vertikalachse
schwenkbar sind. Auch hierdurch ergibt sich eine Relativverschiebung entlang des Doppelpfeiles
27' der Rahmenteile 11 und 16 gegeneinander. Im übrigen entsprechen die Bezugszeichen
in Fig. 1c und 1d denselben Bauteilen bzw. denselben Funktionen wie zu Fig. 1a, 1b
erläutert.
[0028] Nach Lösen des Schnellverschlusses 26 durch Aufklappen in Richtung des Pfeiles 36
(siehe Fig. 1a) und Teleskopieren des Teleskopgelenkes 27 lassen sich die Rahmenteile
11, 16 und 18 bzw. 14 über die in Fig. 2 dargestellte Stellung in die Endstellung
nach Fig. 3 verschwenken. Hierbei kommen die beiden Räder 20 und 21 in eine kongruente
Lage, da die Abstandsvergrößerung entsprechend Doppelpfeil 27' der Rahmenteile 11
und 16 so groß gewählt werden kann, daß die Räder 20 und 21 in eine Parallel-Versatzstellung
gebracht werden können. Der Winkelabstand zwischen den Rahmenteilen 14 und 16 bleibt
hierbei erhalten.
[0029] Nach einer weiteren Ausgestaltung ist der Lenker zweiteilig aufgebaut und besitzt
Lenkerhälften 37 und 38, die um Drehpunkte 39 und 40 von der in Fig. 4a dargestellten
Stellung in die abgeklappte Stellung nach Fig. 4b schwenkbar sind. Hierzu wird ein
Schnellspannverschluß 41, der betreffende Schalenhälften 38' und 37' im gespannten
Zustand übergreift und arretiert, gelöst und anschließend das Abklappen entlang der
Pfeile 42 und 43 vollzogen. Am freien Lenkerende können die Lenkerhälften 37 und 38
noch korrespondierende Verschlußteile 44 und 45 aufweisen, die in der in Fig. 4b dargestellten
Weise miteinander verriegelbar bzw. einrastbar sind. Um ein möglichst schmales Packmaß
im eingeklappten Zustand zu realisieren, kann das aus der Außenkontur herausstehende
Pedal 46, mittels eines arretierbaren Drehgelenkes 47 an der Tretkurbel 48 nach innen
eingeklappt werden.
[0030] Der Vorteil des vorliegenden Fahrrades besteht darin, daß es in dichtester Weise
zusammenschiebbar ist, wobei die Längserstreckung L entsprechend Fig. 3 im wesentlichen
durch die Größe der Räder 20, 21 sowie dem Abstand der Hinterachse 17 vom Tretlager
15 bestimmt ist. Die Breite (Ausdehnung in senkrechter Richtung zur Fig. 3) wird bestimmt
durch die doppelte Reifenbreite sowie die jeweilige Breite der Rahmenteile 11, 16
und deren Abstand, der zum Abschwenken des Rahmenteiles 18 bzw. des Sattels 19 benötigt
wird.
[0031] Vorzugsweise wird das Fahrrad in Leichtbauweise gefertigt, d.h., unter Verwendung
von Verbundkunststoffen (z.B. Carbon), Aluminiumteilen oder Chrom-Molybdän-Legierungen.
1. Fahrrad mit einem arretierbaren, horizontal und am Rahmen angeordneten Drehgelenk
(10), um dessen Achse die angelenkten Rahmenteile (11, 14, 16, 18) nach Lösen der
Arretierung (26) schwenkbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rahmenteile (11, 14, 16, 18) über ein horizontal ausfahrbares Teleskop (27)
und/oder über um eine vertikale Achse schwenkbare Schwingen (33, 34) aus ihrer Lage
in einer Ebene parallel zueinander verschiebbar sind.
2. Fahrrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Drehgelenk (10) die Rahmenteile
(11, 14, 16, 18) zur Halterung der Lenkeraufnahme, des Tretlagers (15) und des Hinterrades
(21) sternförmig abstehen, wobei vorzugsweise der den Fahrradsitz (19) endseitig tragende
Holm (18) endseitig mit dem Drehgelenk (10) verbunden ist.
3. Fahrrad nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmenteil
(11, 16) zur Halterung der Lenkeraufnahme und/oder des Hinterrades (21) endseitig
oder außenseitig des Teleskopes (27) oder (jeweils) einer der Schwingen (33, 34) angeorndet
ist (sind).
4. Fahrrad nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gabel (13)
zur Halterung des Vorderrades (20) und/oder der Rahmenteil (16) zur Halterung des
Hinterrades (21) einarmig ist (sind), wobei vorzugsweise die Gabel (13) und der Rahmenteil
(16) zur Halterung des Hinterrades (21) entlang ihrer oder seiner Längsachse gebogen
ist, vorzugsweise um ein etwa der Radachsenlänge entsprechendes Maß versetzt ist (sind).
5. Fahrrad nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkelabstand,
den das Rahmenteil (14) des Tretlagers (15) und das Rahmenteil (16) zur Halterung
des Hinterrades (21) im Drehgelenk (10) unveränderbar ist, vorzugsweise durch einteilige
Bauweise, hingegen die übrigen Rahmenteile (11, 18) gegeneinander um eine horizontale
Achse verdrehbar sind.
6. Fahrrad nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der den Fahrradsitz
(19) tragende Holm (18) im wesentlichen mittig oder an einer Drehgelenkinnenseite
auf der Drehachse des Drehgelenkes (10) angelenkt ist und/oder der Sattel (19) zwischen
jeweiligen Ausnehmungen (24, 25) im Vorder- und im Hinterrad (20, 21) im zusammengeklappten
Zustand des Fahrrades, bei dem die beiden Räder (20, 21) deckungsgleich nebeneinanderliegen,
versenkbar ist.
7. Fahrrad nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Lenker (12)
zu kleineren Längenmaßen/Überständen zumindest teilweise zusammenklappbar ist, wobei
vorzugsweise die beiden Lenkerhälften (37, 38) nach Lösen der Arretierung (41) parallel
oder spitzwinklig zur Gabel (13) schwenkbar sind und/oder die Arretierung (41) jeweilige
Schalen (37', 38') der Lenkerhälften (37, 38) übergreifende Spannverschlüsse (41)
aufweist.
8. Fahrrad nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lenkerhälftenvorderseiten
(37, 38) jeweils korrespondierende Verschlußteile (44, 45) aufweisen, über die die
Lenkerhälften (37, 38) im zusammengeklappten Zustand aneinander arretierbar sind und/oder
daß das Teleskop-Drehgelenk (27) über einen Schnellspannverschluß (26) arretierbar
ist.
9. Fahrrad nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch eine identische Drehgelenkachse
für alle Rahmenteile (11, 14, 16, 18) oder neben einer Hauptdrehachse, die gleichzeitig
Teleskoplängsachse ist, weitere Drehachsen, die auf Satellitenbahnen um die Hauptdrehachse
geführt werden vorzugsweise in Nuten oder über an der Drehachse angelenkte Hebel und/oder
daß alle Anschläge in den Drehgelenken entsprechend den endseitigen Betriebszuständen
- fahrbereit oder zusammengeklappt - die weitere Drehbarkeit blockieren.
10. Fahrrad nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein
Pedal (46) mittels eines arretierbaren Drehgelenkes (47) an der Tretkurbel (48) einklappbar
ist.
1. Bicycle with an arrestable, horizontal and on its frame arranged swivel joint (10)
around the axis of which the hinged frame parts (11, 14, 16, 18) can swivel after
loosening the locking device(26),
characterised in that
the frame parts (11, 14, 16, 18) are shiftable from their position into a level parallel
to each other by a horizontal telescope (27) and/or by swivelable rocker-arms (33,
34) around a vertical axis.
2. Bicycle according to claim 1, characterised in that the frame parts (11, 14, 16, 18)
for mounting the handle-bar support, the treadle bearing (15) and the rear wheel (21)
protrude star-shaped from the swivel joint (10), whereby preferably the opposite end
of the transom (18) supporting the bicycle seat (19) is connected with the swivel
joint (10).
3. Bicycle according to one of claims 1 or 2, characterised in that the frame part (11,
16) for the support of the handle-bar support and/or the rear wheel (21) is arranged
on the outside or endside of the telescope (27) or on (each of) the rocker-arms (33,
34).
4. Bicycle according to one of claims 1 to 3, characterised in that the fork (13) holding
the front wheel (20) and/or the frame part (16) holding the rear wheel (21) is (are)
one-armed, whereby preferably the fork (13) and the frame part (16) for supporting
the rear wheel (21) are bent along its longitudinal axis, and preferably are staggered
in approximately proportionate length of the wheel axis.
5. Bicycle according to one of claims 1 to 4, characterised in that the angular distance
of the frame part (14) of the bearing (15) to the frame part (16) supporting the rear
wheel (21) is unchangeable, preferably by one-piece mounting, but the remaining frame
parts (11, 18) are rotational to each other around a horizontal axis.
6. Bicycle according to one of the claims 1 to 5, characterised in that the transom (18)
supporting the bicycle seat (19) is hinged essentially concentric or on one inner
side of the swivel joint (10) onto its swivel axis and/or the saddle (19) can be lowered
between respective hollows (24, 25) in the front and the rear wheel (20, 21) when
folding the bicycle in which position both wheels (20, 21) lie congruently side by
side.
7. Bicycle according to one of the claims 1 to 6, characterised in that the handle-bar
(12) is foldable at least partly into smaller extensions/protrudings, whereby preferably
both handle-bar halves (37, 38) can be swivelled parallel or acute-angled to the fork
(13) after loosening the locking device (41) and/or the locking device (41) has clamping
devices (41) overlapping respective shells (37', 38') of the handle-bar halves (37,
38).
8. Bicycle according to one of the claims 1 to 7, characterised in that the front sides
of the handle-bar halves (37, 38) have each corresponding locking parts (44, 45),
which can arrest the handle-bar halves (37, 38) when the bicycle is folded and/or
that the telescope-swivel-joint (27) can be arrested by a quick clamping device (26).
9. Bicycle according to one of the claims 1 to 8, characterised by an identical swivel
joint axis for all frame parts (11, 14, 16, 18) or - beside one main swivel axis which
is likewise the longitudinal telescope axis - by further axis which are guided on
satellite paths around the main swivel axis, preferably in grooves or about levers
hinged at the swivel axis and/or that all stops in the swivel joints block up all
further swivelling respective to the end operating positions - mobile or folded.
10. Bicycle according to one of the claims 1 to 9, characterised in that at least one
pedal (46) can be folded by means of an arresting swivel joint (47) at the treadle
(48).
1. Bicyclette comprenant une articulation tournante (10) qui peut être arrêtée et est
disposée horizontalement et sur le cadre, autour de l'axe de laquelle les pièces articulées
(11, 14, 16, 18) du cadre peuvent pivoter après avoir desserré l'arrêt (26),
caractérisée par le fait
que les pièces (11, 14, 16, 18) du cadre peuvent être déplacées de leur position dans
un plan parallèlement l'une par rapport à l'autre par l'intermédiaire d'un télescope
(27) qui peut être déployé horizontalement et/ou par l'intermédiaire de leviers oscillants
(33, 34) pivotant autour d'un axe vertical.
2. Bicyclette selon la revendication 1, caractérisée par le fait que les pièces (11,
14, 16, 18) du cadre destinées à supporter le logement du guidon, le palier (15) du
pédalier et la roue arrière (21), sont arrangées en étoile autour de l'articulation
tournante (10), de préférence, le montant (18) qui, à son extrémité, porte le siège
(19) de la bicyclette étant relié à son autre extrémité à l'articulation tournante
(10).
3. Bicyclette selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée par le fait que la
partie (11, 16) du cadre destinée à supporter le logement du guidon et/ou la roue
arrière (21) est (sont) disposée(s) à l'extrémité ou sur la face extérieure du télescope
(27) ou (respectivement) de l'un des leviers oscillants (33, 34).
4. Bicyclette selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée par le fait que la fourche
(13) destinée à supporter la roue avant (20) et/ou la partie (16) du cadre destinée
à supporter la roue arrière (21) a (ont) un seul bras, de préférence, la fourche (13)
et la partie (16) du cadre pour supporter la roue arrière (21) étant courbées le long
de leur axe longitudinal respectif, étant de préférence décalée(s) d'une mesure correspondant
à peu près à la longueur de l'axe de la roue.
5. Bicyclette selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée par le fait que la distance
angulaire entre la partie (14) du cadre supportant le palier (15) du pédalier et la
partie (16) du cadre destinée à supporter la roue arrière (21) est inchangeable dans
l'articulation tournante (10), de préférence par une construction en une seule partie,
par contre, les autres parties (11, 18) du cadre peuvent être tournées l'une contre
l'autre autour d'un axe horizontal.
6. Bicyclette selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée par le fait que le montant
(18) portant le siège (19) de la bicyclette est articulé pour l'essentiel au milieu
ou sur une face intérieure de l'articulation tournante sur l'axe de rotation de l'articulation
tournante (10) et/ou que, en état plié de la bicyclette où les deux roues (20, 21)
se trouvent l'une à côté de l'autre de façon coïncidente, la selle (19) peut être
escamotée entre des évidements respectifs (24, 25) réalisés dans la roue avant et
la roue arrière (20, 21).
7. Bicyclette selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée par le fait que le guidon
(12) peut être plié au moins en partie de manière à présenter de plus faibles mesures
de longueur/saillies, de préférence, les deux moitiés (37, 38) du guidon pouvant être
pivotées parallèlement ou à angle aigu par rapport à la fourche (13) après avoir desserré
l'arrêt (41) et/ou l'arrêt (41) présentant des fermetures de serrage (41) se prenant
sur des coques respectives (37', 38') des moitiés (37, 38) du guidon.
8. Bicyclette selon l'une des revendications 1 a 7, caractérisée par le fait que les
faces des moitiés (37, 38) du guidon présentent des pièces de fermeture (44, 45) respectivement
correspondantes par l'intermédiaire desquelles les moitiés (37, 38) du guidon peuvent
être arrêtées l'une sur l'autre en état plié et/ou que l'articulation tournante-télescope
(27) peut être arrêtée par le biais d'une fermeture de serrage rapide (26).
9. Bicyclette selon l'une des revendications 1 a 8, caractérisée par un axe identique
de l'articulation tournante pour toutes les parties (11, 14, 16, 18) du cadre ou,
outre un axe principal de rotation qui est en même temps axe longitudinal du télescope,
par d'autres axes de rotation qui sont guidés sur des trajectoires satellites autour
de l'axe principal de rotation, de préférence dans des rainures ou par l'intermédiaire
de leviers articulés sur l'axe de rotation, et/ou que toutes les butées dans les articulations
tournantes bloquent l'autre possibilité de rotation selon les états de fonctionnement
aux extrémités - prête à rouler ou pliée.
10. Bicyclette selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée par le fait que du moins
un pédalier (46) peut être escamoté sur la manivelle de pédalier (48) au moyen d'une
articulation tournante (47) qui peut être arrêtée.