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(11) |
EP 0 769 373 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.01.1999 Patentblatt 1999/04 |
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Anmeldetag: 18.10.1995 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B41F 13/26 |
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Vorrichtung zum Wechseln von Druckzylinderhülsen in Druckmaschinen
Device for changing printing-cylinder-sleeves of printing machines
Dispositif de changement des manchons de cylindres d'imprimerie dans les machines
à imprimer
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB IE IT LI LU NL SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.04.1997 Patentblatt 1997/17 |
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Patentinhaber: FISCHER & KRECKE GMBH & CO. |
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33613 Bielefeld (DE) |
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Erfinder: |
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- Steinmeier, Bodo
D-33739 Bielefeld (DE)
- Schirrich, Klaus
D-33729 Bielefeld (DE)
- Kolbe, Wilfried Dr.
D-21483 Gülzow (DE)
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Vertreter: TER MEER STEINMEISTER & PARTNER GbR |
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Artur-Ladebeck-Strasse 51 33617 Bielefeld 33617 Bielefeld (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 290 853 BE-A- 865 614 FR-A- 1 327 229
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EP-A- 0 485 913 DE-A- 4 036 390
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Lagerung von wechselbaren Druckzylinderhülsen
in Druckmaschinen.
[0002] Aus der Praxis sind Vorrichtungen dieser Art bekannt, die bei Druckmaschinen mit
einem sogenannten Sleeve-System eingesetzt werden, siehe z.B. EP-A-0 485 913 und BE-A-856
614. Bei diesem System weist der Druckzylinder eine auswechselbare hohlzylindrische
Hülse aus Kunststoff (das Sleeve) auf, auf deren äußerer Umfangsfläche die Klischees
angebracht werden. Der Innendurchmesser der Hülse ist an den Außendurchmesser der
Welle angepaßt, so daß die Hülse in Axialrichtung paßgenau auf die Welle aufgeschoben
werden kann. Der Außendurchmesser der Hülse ist durch die jeweils gewünschte Drucklänge
bestimmt. Durch Auswechseln der Hülse kann die Druckmaschine für unterschiedliche
Drucklängen eingerichtet werden.
[0003] Die Welle ist an den beiden aus der Hülse herausragenden Enden mit im Durchmesser
reduzierten Lagerabschnitten versehen, die in den Lagerböcken gelagert sind. Die Hülse
stützt sich somit nur mittelbar über die Welle auf den Lagerböcken ab.
[0004] Diese Konstruktion hat den Nachteil, daß nicht nur eine präzise Lagerung der Welle
in den Lagerböcken, sondern auch ein präziser Sitz der Hülse auf der Welle gewährleistet
sein muß wenn eine einwandfreie Druckqualität erreicht werden soll. Außerdem muß der
Außendurchmesser der auf der Welle sitzenden Lager stets kleiner sein als der Innendurchmesser
der Hülse, damit sich die Hülse axial von der Welle abziehen laßt. Für die Lagerung
der Welle steht deshalb nur ein begrenzter Durchmesserbereich zur Verfügung.
[0005] Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die Hülsen für größere Drucklängen eine
relativ große Wanddicke aufweisen müssen, wodurch die Hülsen ein relativ großes Gewicht
erhalten und die maßhaltige Fertigung der Hülsen erschwert wird.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen,
die eine stabile Lagerung von Druckzylinderhülsen mit in weitem Bereich variierenden
Außendurchmessern und eine einfache Auswechslung dieser Hülsen ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Druckzylinderhülse mit
starr an ihren beiden Enden angebrachten hohlen Lagerzapfen versehen ist, die während
des Betriebs der Druckmaschine in den Lagerböcken gelagert sind.
[0008] Erfindungsgemäß sitzen somit die Lagerstellen direkt an den Lagerzapfen der Hülse.
Dies hat den Vorteil, daß die Welle keine Funktion als Zwischenglied bei der drehbaren
Abstützung der Hülse während des Betriebs der Druckmaschine hat und folglich ein etwaiges
Spiel zwischen der Welle und der Hülse die Qualität der Lagerung nicht mehr beeinträchtigen
kann.
[0009] Der Durchmesser der Lager kann unabhängig vom Außendurchmesser der Hülse im Hinblick
auf die Stabilitätsanforderungen gewählt werden. Die Lager können folglich so dimensioniert
werden, daß auch die für große Drucklängen vorgesehenen Hülsen, die einen relativ
großen Außendurchmesser besitzen und entsprechend schwer sind, stabil gelagert werden
können, während andererseits für kleinere Drucklängen der Außendurchmesser der Hülse
nach Bedarf - ggf. auch unter den Lagerdurchmesser - verringert werden kann.
[0010] Die Welle braucht nur noch im Hinblick darauf dimensioniert zu werden, daß sie die
beim Ausheben der Hülse aus den Lagerböcken auftretenden Biegemomente aufnehmen kann.
Diese Biegemomente werden zudem dadurch verringert, daß die Hülse selbst aufgrund
der starren Anordnung der Lagerzapfen eine hohe Eigensteifheit besitzt und um die
Länge der beiden Lagerzapfen verlängert ist, so daß sie bis dicht an das in der Hubvorrichtung
eingespannte Ende der Welle heranreichen kann.
[0011] Während beim Stand der Technik die Hülse spielfrei auf der Welle sitzt und folglich
die Einspannung der Welle in der Hubvorrichtung während des Betriebs der Druckmaschine
gelöst werden muß, damit sich die Welle mit der Hülse mitdrehen kann, ist bei der
erfindungsgemäßen Lösung auch eine Bauweise möglich, bei der während des Betriebs
der Druckmaschine die Welle drehfest gehalten wird und zwischen der Hülse und der
Welle ein ausreichendes Spiel besteht, so daß sich die in den Lagerböcken gelagerte
Hülse ohne zu schleifen auf der starren Welle drehen kann.
[0012] Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0013] In einer speziellen Ausführungsform ist die Welle drehfest, jedoch axial beweglich
in der Hubvorrichtung gehalten, und der Außendurchmesser der Welle nimmt zum freien
Ende hin stufenweise ab. Der Innendurchmesser der Hülse nimmt ebenfalls stufenweise
zu dem Ende hin ab, das dem freien Ende der Welle entspricht. Während des Betriebs
der Druckmaschine ist die Welle axial zurückgezogen, so daß zwischen der Welle und
der Hülse auf ganzer Länge ein ausreichendes Spiel besteht, das eine freie Drehung
der Hülse gestattet. Wenn die Hülse gewechselt werden soll, wird die Welle axial ausgefahren,
so daß die Wellenabschnitte mit dem größeren Durchmesser paßgenau in die entsprechenden
Abschnitte der Bohrung der Hülse eintreten. In diesen Zustand ist somit die Hülse
weitgehend spielfrei auf der Welle gehalten, so daß sie mit Hilfe der Hubvorrichtung
und der Welle sicher angehoben werden kann. Diese Konstruktion hat den Vorteil, daß
die Welle im Verhältnis zum Innendurchmesser der Hülse auf dem größten Teil ihrer
Länge einen relativ großen Außendurchmesser und somit eine entsprechend hohe Biegesteifheit
aufweisen kann. Der Außendurchmesser ist dabei gerade an dem Ende der Welle am größten,
das in die Hubvorrichtung eingespannt ist und die größten Biegemomente aufzunehmen
hat.
[0014] Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung
näher erläutert.
[0015] Es zeigen:
- Fig. 1 bis 3
- schematische Längsschnitte durch eine Vorrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung in drei unterschiedlichen Stellungen vor und während des Hülsenwechsels;
und
- Fig. 4 bis 6
- Darstellungen analog zu Figuren 1 bis 3, jedoch für ein anderes Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
[0016] Figuren 1 bis 3 zeigen jeweils im Längsschnitt eine vorzugsweise aus Metall bestehende
Druckzylinderhülse, im folgenden kurz als "Hülse 10" bezeichnet, die auswechselbar
auf einer Welle 12 angeordnet ist. Der mittlere Abschnitt der Hülse 10 ist als hohlzylindrische
Trommel 14 ausgebildet, deren äußere Umfangsfläche zum Aufspannen von nicht gezeigten
Druckklischees dient. An die Trommel 14 schließt sich an jedem Ende koaxial ein hohler
Lagerzapfen 16 an, der fest mit der betreffenden Stirnwand der Trommel 14 verbunden
ist. Auf jedem Lagerzapfen 16 sitzt ein Wälzlager 18, das in einem gestellfester Lagerbock
20 gehalten ist. In Figur 1 ist auf dem Lagerbock 20 jeweils ein Lagerdeckel 22 fixiert,
so daß das Wälzlager 18 fest umschlossen und in Position gehalten wird.
[0017] An einem Ende der Hülse 10 (rechts in der Zeichnung weist der Lagerzapfen 16 einen
rohrförmigen Fortsatz 24 mit verringertem Durchmesser auf. Auf diesem Fortsatz ist
drehfest ein Zahnrad 26 befestigt, das mit einem nicht gezeigten Antriebszahnrad der
Druckmaschine kämmt.
[0018] Die rechte Seite in der Zeichnung, auf der sich das Zahnrad 26 befindet, soll im
folgenden als Antriebseite bezeichnet werden, während die entgegengesetzte Seite als
Steuerseite bezeichnet werden soll.
[0019] Der Innendurchmesser der Hülse 10 nimmt von der Trommel 14 zu den Lagerzapfen 16
und weiter zu dem Fortsatz 24 hin stufenweise ab. Auf der Steuerseite ist in dem Lagerzapfen
16 am freien Ende eine Ausdrehung 28 vorgesehen.
[0020] Die Welle 12 besitzt einen Hauptabschnitt 30, der sich in Figur 1 mit geringem Spiel
durch den steuerseitigen Lagerzapfen 16 erstreckt und an den sich am freien Ende über
einen Konus 32 ein Endabschnitt 34 mit kleinerem Durchmesser anschließt. Der Endabschnitt
34 ist seinerseits am freien Ende mit einem Konus versehen. Am entgegengesetzten Ende
schließt sich an den Hauptabschnitt 30 über einen kurzen Konus ein Basisabschnitt
36 mit größerem Durchmesser an, der sich durch eine Hubvorrichtung 38 erstreckt und
am freien Ende mit einem Axialantrieb 40 verbunden ist.
[0021] Figur 1 zeigt den Zustand während des Betriebs der Druckmaschine, in dem die Hülse
10 über das Zahnrad 26 angetrieben wird, während die Welle 12 drehfest in der Hubvorrichtung
38 gehalten ist und die Hülse 10 an keiner Stelle berührt. Wenn bei stillstehender
Druckmaschine (oder zumindest bei Stillstand des zu der Hülse 10 gehörenden Druckwerks)
die Hülse 10 einschließlich des Zahnrades 26 ausgewechselt werden soll, so werden
zunächst die Lagerdeckel 22 entfernt, so daß die Lagerböcke 20 nach oben offen sind.
Danach wird der Axialantrieb 40 betätigt, um die Welle 12 waagerecht in Richtung auf
die Antriebsseite auszufahren. Dabei kommt der Endabschnitt 34 der Welle mit der Bohrung
des rohrförmigen Fortsatzes 24 in Paßeingriff, der Hauptabschnitt 30 der Welle kommt
mit der Bohrung des antriebsseitigen Lagerzapfens 16 in Paßeingriff, und der Basisabschnitt
36 der Welle kommt mit der Ausdrehung 28 des anderen Lagerzapfens in Paßeingriff,
wie in Figur 2 gezeigt ist. Bei diesem Vorgang dienen die jeweiligen Konusflächen
der Welle 12 als Einführungsschrägen.
[0022] Anschließend wird der Basisabschnitt 36 der Welle mit Hilfe einer Klemmbacke 42 der
Hubvorrichtung 38 geklemmt und fest eingespannt, und die auf diese Weise festgehaltene
Welle 12 wird zusammen mit der Hülse 10 mit Hilfe der Hubvorrichtung 38 in die in
Figur 2 gezeigte Position angehoben. Die Lagerzapfen 16 mit den Wälzlagern 18 werden
dabei aus den Lagerböcken 20 herausgehoben, so daß sich die Hülse 10 insgesamt frei
auskragend oberhalb der Lagerböcke 20 befindet. In diesem Zustand kann dann die Einheit
aus Hülse 10, Zahnrad 26 und Wälzlagern 18 axial zur Antriebsseite von der Welle 12
abgezogen werden, wie in Figur 3 gezeigt ist.
[0023] Danach kann eine andere Hülse 10, die sich von der entfernten Hülse nur hinsichtlich
des Außendurchmessers der Trommel 14 unterscheidet, installiert werden, indem die
oben beschriebenen Vorgänge in umgekehrter Reihenfolge durchlaufen werden. Dabei wird
ein positionsgerechtes einsetzen der Lager 18 in die Lagerböcke 20 dadurch derleichtert,
daß die Hülse beim Absenken der Hubvorrichtung spielfrei auf der Welle 12 gehalten
ist (wie in Figur 2).
[0024] Die oben beschriebene Vorrichtung hat den Vorteil, daß die Welle 12 sich auch bei
laufender Druckmaschine nicht mit der Hülse 10 mitdreht, was eine einfachere Fixierung
des Basisabschnitts 36 in der Hubvorrichtung 38 sowie eine einfache Koppelung der
Welle mit dem Axialantrieb 40 ermöglicht. Anstelle der Klemmbacke 42 kann deshalb
in der Hubvorrichtung auch ein permanent wirksame Axialführung für die Welle vorgesehen
sein.
[0025] Während der Phasen, in denen die Hülse 10 von den Lagerböcken 20 abgehoben ist, stehen
beide Lagerzapfen 16 fest mit der Welle 12 in Eingriff, so daß die Eigensteifheit
der Hülse mit zur Stabilisierung der Welle 12 beiträgt und die aufgrund des Gewichts
der Hülse auf die nur einseitig eingespannte Welle 12 wirkenden Biegekräfte besser
aufgenommen werden können. Diese Biegekräfte treten vornehmlich in dem Basisabschnitt
36 der Welle auf, die bei dieser Konstruktion den größten Durchmesser hat.
[0026] In einer modifizierten Ausführungsform ist es auch möglich, den Außendurchmesser
der Welle 12 zumindest in den innerhalb der Hülse 10 liegenden Abschnitten so zu verringern,
daß er kleiner ist als der kleinste Innendurchmesser der Hülse, so daß während des
Betriebs der Druckmaschine (in dem Zustand entsprechend Figur 1) überall ein ausreichender
Ringspalt zwischen der Welle 12 und der Hülse 10 besteht und die in den Lagerböcken
20 gelagerte Hülse sich frei drehen kann. In diesem Fall kann auf den Axialantrieb
40 verzichtet werden. Wenn die Hülse mit Hilfe des Hub- und Klemmechanismus 38 und
der Welle 12 angehoben wird, stößt nach einem kurzen Hubweg der obere Scheitel der
Welle am Innenumfang der Hülse an, so daß bei der weiteren Aufwärtsbewegung der Hülse
nach oben mitgenommen wird.
[0027] Figuren 4 bis 6 zeigen eine weitere Ausführungsform, bei der sich die Welle 12 während
des Betriebs der Druckmaschine (in dem Zustand gemäß Figur 4) mit der Hülse 10 mitdreht.
Der steuerseitige Lagerzapfen 16 ist bei dieser Ausführungsform verlängert und weist
darüber hinaus noch einen rohrförmigen Fortsatz 44 mit kleinerem Durchmesser auf.
Die Hülse 10 sitzt in diesem Fall mit ihren Lagerzapfen 16 im wesentlichen spielfrei,
jedoch axial verschiebbar auf der Welle 12. Die Welle 12 weist in dem durch die Hubvorrichtung
38 verlaufenden Bereich anstelle des Basisabschnitts 36 eine Buchse 46 auf, die mit
dem Hauptabschnitt 30 der Welle einen zur Antriebsseite offenen Ringspalt 48 bildet
(Figur 6). Die Klemmbacke 42 der Hubvorrichtung greift während des Hubvorgangs (Figur
5) am äußeren Umfang der Buchse 46 an. Ein Endabschnitt der Buchse 46 liegt paßgenau
am Umfang der Welle 12 an, so daß die auf die Welle 12 wirkenden Gewichtskräfte auf
die Buchse 46 übertragen und dann von dem Klemmechanismus aufgenommen werden können.
[0028] In den in Figuren 4 und 5 gezeigten Zuständen greift der rohrförmige Fortsatz 44
des steuerseitigen Lagerzapfens 16 in den Ringspalt 48 zwischen der Buchse 46 und
dem Hauptabschnitt 30 der Welle 12 ein, so daß eine biegesteife Verbindung zwischen
der Hülse der Welle und der Buchse geschaffen wird.
[0029] Wenn die Hülse 10 ausgewechselt werden soll, werden in diesem Fall nur die Lagerdeckel
22 entfernt, und die Buchse 46 wird mit der Klemmbacke 42 eingespannt, ohne daß eine
Axialbewegung der Welle 12 erfolgt. Anschließend wird die Welle 12 zusammen mit der
Hülse 10 mit Hilfe des Hub- und Klemmechanismus 38 angehoben (Figur 5), und die Hülse
10 wird axial von der Welle 12 abgezogen (Figur 6). Beim Installieren einer neuen
Hülse werden die oben beschriebenen Schritte in umgekehrter Reihenfolge durchlaufen.
Dabei wird in der letzten Phase die Hubvorrichtung 38 so weit geöffnet bzw. abgesenkt,
daß sich die Welle 12 und die Buchse 46 mit der Hülse 10 mitdrehen können.
1. Vorrichtung zur Lagerung von wechselbaren Druckzylinderhülsen (10) in Druckmaschinen
mit:
- zwei Lagerböcken (20), die zur drehbaren Abstützung der Druckzylinderhülse während
des Betriebs der Druckmaschine dienen,
- einer axial durch die Druckzylinderhülse verlaufenden Welle (12) und
- einer an einem Ende der Welle (12) außerhalb des dortigen Lagerbockes (20) angeordneten
Hubvorrichtung (38), mit der die Welle mitsamt der Druckzylinderhülse (10) frei auskragend
anhebbar ist, so daß die Druckzylinderhülse von den Lagerböcken (20) freikommt und
axial von der Welle (12) abgezogen werden kann, wobei
daß die Druckzylinderhülse (10) mit starr an ihren beiden Enden angebrachten hohlen
Lagerzapfen (16) versehen ist, die während des Betriebs der Druckmaschine in den Lagerböcken
(20) gelagert sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Druckzylinderhülse (10) und der Welle (12) während des Betriebs
der Druckmaschine ein solches Radialspiel besteht, daß die in den Lagerböcken gelagerte
Druckzylinderhülse bei feststehender Welle (12) frei drehbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (12) mittels eines Axialantriebs (40) relativ zu den Lagerböcken (20)
in Axialrichtung zwischen einer Betriebsposition und einer Aushebeposition verstellbar
ist, daß die Druckzylinderhülse (10) Abschnitte mit unterschiedlichen Innendurchmessern
und die Welle (12) Abschnitte (30, 34, 36) mit unterschiedlichen Außendurchmessern
aufweist und daß in der Aushebeposition die Abschnitte (30, 34, 36) der Welle jeweils
in Abschnitten der Druckzylinderhülse (10) liegen, deren Innendurchmesser gleich dem
Außendurchmesser des betreffenden Wellenabschnitts ist, während in der Betriebsposition
die Abschnitte (30, 34, 36) der Welle (12) ganz in Abschnitten der Druckzylinderhülse
(10) liegen, die einen größeren Innendurchmesser haben.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser der Welle (12) von dem in der Hubvorrichtung (38) gehaltenen
Ende zum entgegengesetzten Ende hin abnimmt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (12) während des Betriebs der Druckmaschine mitdrehbar in der in den
Lagerböcken (20) gelagerten Druckzylinderhülse (10) gehalten und in der Hubvorrichtung
(38) frei drehbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem Ende der Welle (12) eine Buchse (46) starr befestigt ist, an deren
Außenumfang die Hubvorrichtung (38) angreift und die mit der Welle einen zum entgegengesetzten
Ende der Welle offenen Ringspalt (48) bildet, in den ein rohrförmiger Fortsatz (44)
eines Lagerzapfens (16) der Druckzylinderhülse (10) eingreift.
7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerzapfen (16) der Druckzylinderhülse (10) jeweils ein Wälzlager (18)
tragen, das beim Wechsel der Druckzylinderhülse (10) zusammen mit der Druckzylinderhülse
aus dem betreffenden Lagerbock (20) aushebbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein zum Drehantrieb der Druckzylinderhülse (10) dienendes Zahnrad (26) drehfest
auf der Druckzylinderhülse montiert ist und mit dieser eine auswechselbare Einheit
bildet.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerzapfen (16) an dem Ende der Druckzylinderhülse (10), das der Hubvorrichtung
(38) entgegengesetzt ist, einen axial zum freien Ende hin vorspringenden rohrförmigen
Fortsatz (24) aufweist, der das Zahnrad (26) trägt.
1. A device for seating exchangeable printing cylinder sleeves (10) in printing machines,
comprising:
- two bearing blocks (20) which serve to support the printing cylinder sleeve in a
rotatable manner during operation of the printing machine,
- a shaft (12) extending axially through the printing cylinder sleeve and
- a lifting device (38) arranged at one end of the shaft (12) outside the bearing
block (20) located there, with which the shaft together with the printing cylinder
sleeve (10) can be raised to project freely so that the printing cylinder sleeve comes
away from the bearing blocks (20) and can be removed axially from the shaft (12),
wherein
the printing cylinder sleeve (10) is provided with hollow journals (16) which are
fitted rigidly to its two ends and which are seated in the bearing blocks (20) during
operation of the printing machine.
2. A device according to claim 1, characterised in that there is such radial play between
the printing cylinder sleeve (10) and the shaft (12) during operation of the printing
machine that the printing cylinder sleeve seated in the bearing blocks is freely rotatable
while the shaft (12) remains stationary.
3. A device according to claim 2, characterised in that the shaft (12) is displaceable
by means of an axial drive (40) relative to the bearing blocks (20) in an axial direction
between an operating position and a lifting-out position, the printing cylinder sleeve
(10) has portions of differing internal diameter and the shaft (12) has portions (30,
34, 36) of differing external diameter and, in the lifting-out position, the portions
(30, 34, 36) of the shaft lie in respective portions of the printing cylinder sleeve
(10) each having an internal diameter equal to the external diameter of the relevant
shaft portion, whereas, in the operating position, the portions (30, 34, 36) of the
shaft (12) lie entirely in portions of the printing cylinder sleeve (10) that have
a larger internal diameter.
4. A device according to claim 3, characterised in that the external diameter of the
shaft (12) decreases from the end held in the lifting device (38) to the opposite
end.
5. A device according to claim 1, characterised in that, during operation of the printing
machine, the shaft (12) is held in the printing cylinder sleeve (10), which is seated
in the bearing blocks (20), in such a manner that it is rotatable with the sleeve
and, in the lifting device (38), the shaft (12) is freely rotatable.
6. A device according to claim 5, characterised in that there is rigidly fastened to
one end of the shaft (12) a bush (46), on the outer circumference of which the lifting
device (38) acts and which forms with the shaft an annular gap (48) which is open
towards the opposite end of the shaft and into which a tubular extension (44) of one
journal (16) of the printing cylinder sleeve (10) projects.
7. A device according to any one of the preceding claims, characterised in that the journals
(16) of the printing cylinder sleeve (10) each carry a rolling bearing (18) which
can be lifted out of the relevant bearing block (20) together with the printing cylinder
sleeve (10) when the printing cylinder sleeve is being exchanged.
8. A device according to any one of the preceding claims, characterised in that a toothed
wheel (26) serving to drive the printing cylinder sleeve (10) in rotation is rigidly
mounted on the printing cylinder sleeve and forms an exchangeable unit therewith.
9. A device according to claim 8, characterised in that the journal (16) at that end
of the printing cylinder sleeve (10) which is opposite the lifting device (38) has
a tubular extension (24) projecting axially towards the free end, which extension
carries the toothed wheel (26).
1. Dispositif de montage de manchons de cylindres d'impression (10) dans des machines
à imprimer, comprenant :
- deux sellettes d'appui (20) servant à soutenir en rotation le manchon de cylindre
d'impression lors du fonctionnement de la machine à imprimer,
- un arbre (12) traversant axialement le manchon de cylindre d'impression, et
- un dispositif de levage (38) qui est disposé à l'une des extrémités de l'arbre (12)
à l'extérieur de la sellette d'appui (20) située à cet endroit et qui permet de lever
l'arbre en porte-à-faux conjointement avec le manchon de cylindre d'impression (10),
de façon à décoller le manchon de cylindre d'impression des sellettes d'appui (20)
et à pouvoir le retirer axialement de l'arbre (12),
le manchon de cylindre d'impression (10) étant muni de tourillons creux (16) qui sont
montés fixes à ses deux extrémités et qui, lors du fonctionnement de la machine à
imprimer, sont logés dans les sellettes d'appui (20).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que, lors du fonctionnement
de la machine à imprimer, il existe, entre le manchon de cylindre d'impression (10)
et l'arbre (12) un jeu radial tel que le manchon de cylindre d'impression logé dans
les sellettes d'appui peut tourner librement alors que l'arbre (12) reste fixe.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que, à l'aide d'un moyen d'entraînement
axial (40), l'arbre (12) peut être déplacé dans le sens axial, par rapport aux sellettes
d'appui (20), entre une position de fonctionnement et une position levée, en ce que
le manchon de cylindre d'impression (10) comporte des portions présentant des diamètres
intérieurs différents et l'arbre (12) comporte des portions (30, 34, 36) présentant
des diamètres extérieurs différents, et en ce que, en position levée, les portions
(30, 34, 36) de l'arbre se trouvent respectivement dans des portions du manchon du
cylindre d'impression (10) dont le diamètre intérieur est égal au diamètre extérieur
de la portion d'arbre correspondante tandis que, en position de fonctionnement, les
portions (30, 34, 36) de l'arbre (12) se trouvent entièrement dans des portions du
manchon de cylindre d'impression (10) qui possèdent un diamètre intérieur supérieur.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le diamètre extérieur de
l'arbre (12) diminue de l'extrémité maintenue dans le dispositif de levage (38) vers
l'extrémité opposée.
5. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que, lors du fonctionnement
de la machine à imprimer, l'arbre (12) est maintenu, avec une possibilité d'entraînement
en rotation, dans le manchon de cylindre d'impression (10) logé dans les sellettes
d'appui (20) et peut tourner librement dans le dispositif de levage (38).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que, sur l'une des extrémités
de l'arbre (12), est monté de manière fixe un fourreau (46), sur la périphérie extérieure
duquel agit le dispositif de levage (38) et qui crée avec l'arbre un interstice annulaire
(48) qui est ouvert vers l'extrémité opposée de l'arbre et dans lequel pénètre un
prolongement tubulaire (44) d'un tourillon (16) du manchon de cylindre d'impression
(10).
7. Dispositif selon l'une des revendications selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les tourillons (16) du manchon de cylindre d'impression (10)
portent chacun un roulement (18) qui, lors du remplacement du manchon de cylindre
d'impression (10), peut être soulevé de la sellette d'appui associée (20) conjointement
avec le manchon de cylindre d'impression.
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une roue
dentée (26) servant à l'entraînement en rotation du manchon de cylindre d'impression
(10) est montée sur le manchon de cylindre d'impression, auquel elle est solidarisée
en rotation, et forme avec celui-ci un ensemble remplaçable.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que le tourillon (16) situé
à l'extrémité du manchon de cylindre d'impression (10) opposée au dispositif de levage
(38) comporte un prolongement tubulaire (24) qui fait saillie axialement vers l'extrémité
libre et qui porte la roue dentée (26).

