[0001] Das technische Gebiet der Erfindung sind die Pumpen und Motoren kleinster Baugröße,
im folgenden als Mikropumpe oder Mikromotor bezeichnet, wobei unter diesen Begriffen
Größenordnungen verstanden werden, die im Durchmesserbereich unter 10 mm liegen, insbesondere
unter 3 mm. Solche Pumpen können in technischen und medizinischen Bereichen vielseitig
Einsatz finden,
zum Beispiel in der Mikrosystemtechnik in Dosiergeräten, in der Medizintechnik als Antrieb für
einen Mikrofräser oder als Blutstrom-Unterstützungspumpe.
[0002] Im Stand der Technik gibt es ein reichhaltiges Angebot an Beschreibungen zum Prinzip
und der Funktionsweise von Zahnradpumpen mit einem Innenrad und einem Außenrad, wobei
diese beiden Räder in einem kämmenden Eingriff stehen (vgl.
DE-A 17 03 802, dort Anspruch 1, Seite 4 letzter Absatz und Seite 6, letzter Absatz, wo radial gerichtete
Zuström- und Abströmkanäle beschrieben werden). Kennzeichnend für diese als Pumpen
oder Motoren zu verwendenden Funktionseinheiten sind zwei gegeneinander versetzte
Achsen, eine Achse des Innenrotors und die andere Achse des Außenrotors, wobei die
beiden im kämmenden Eingriff stehenden Rotoren Druckräume (Druckkammern) umfänglich
bilden, die sich in ihrer Größe und ihrer Lage zyklisch verändern.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Mikropumpe minimalen Bauvolumens zur Verfügung zu stellen, mit der eine
kontinuierliche Strömung des zu fördernden Fluids erreicht und gleichwohl eine hohe
Förderleistung bzw. ein hoher Förderdruck zur Verfügung gestellt wird.
[0004] Erreicht wird das mit einer Mikropumpe dann, wenn die auslaßseitige Drucköffnung
eines stirnseitigen Einsetzteiles für eine im Durchmesser etwas größere Hülse in axialer
Richtung ausgerichtet ist (Anspruch 1). Auch die Einlaßöffnung des zweiten stirnseitigen
Einsetzteiles für die im Durchmesser etwas größere Hülse kann in axialer Richtung
ausgerichtet sein (Anspruch 2). Die gesamte Pumpe kann so in Achsrichtung einen durchgehenden
Flüssigkeitsstrom erzeugen, der nur im Innenbereich, in den kämmenden Rotoren und
bei der umfänglichen Verlagerung der Druckräume, in Umfangsrichtung orientiert ist.
Sobald der zu fördernde Flüssigkeitsstrom in das stirnseitige Einsetzteil am Auslaßende
eintritt, wird es von dort in axialer Richtung durch eine Drucköffnung herausgeführt,
die in Achsrichtung gerichtet ist. Die Drucköffnung kann aus mehreren umfänglich beabstandeten
Einzelbohrungen bestehen, sie kann aus einer Bohrung bestehen und sie kann aus einer
Bohrung zusammen mit einer an der Innenseite des Auslaß-Einsetzteils vorgesehenen
nierenförmigen Auffangnut gebildet werden (Anspruch 3).
[0005] Der Vorteil der erfindungsgemäßen Pumpen liegt in ihrem einfachen Aufbau trotz ihrer
nahezu unvorstellbaren Miniaturisierung, wobei der Zusammenbau der Mikropumpe mit
einem Fertigungsverfahren (Anspruch 11) erfolgen kann, bei dem die weitgehend zylindrischen
Teile in uniaxialer Richtung ineinandergefügt werden. Die beiden stirnseitigen Einsetzteile
kommen in der Achsrichtung eingefügt dabei an den beiden Enden des Hülsenmantels zu
liegen, während sie zwischen sich die ebenfalls in (derselben) Achsrichtung eingesetzten
kämmenden Räder (Innenrad und Außenrad) axial lagern.
[0006] Der Antrieb der Pumpe erfolgt z.B. an einem verlängerten Stück der Achse des Innenrotors
(Anspruch 6) oder radial über die Hülse auf rein mechanischem oder elektromechanischem
Weg (Anspruch 7). Bei elektromechanischer Antriebsweise kann zur weitgehendesten Miniaturisierung
z.B. das Außenrad oder die Hülse integrierte Magnete besitzen, um als Läufer eines
Synchronantriebs zu dienen, wobei die radial weiter außen liegende Hülse die elektromagnetischen
Felder hindurchtreten läßt.
[0007] Vorteilhaft werden geringfügige Förderverluste durch Umfangs-Ungenauigkeiten zur
Lagerung des jeweils drehbaren Teiles im Mantel verwendet (Anspruch 8).
[0008] Ein Motor zum Antreiben der erwähnten Pumpe zeichnet sich durch ebenfalls kleinste
Bauweise aus, wobei er hohe Leistungsdichte zur Verfügung stellt und dabei sogar eine
günstige Kennlinie (Drehmoment gegenüber Drehzahl) bereithält. Bei nicht allzu hohen
Drehzahlen erreicht der Motor ein Drehmoment, mit dem eine Pumpe ohne Getriebe angetrieben
werden kann. Die Antriebsenergie des Motors wird aus einem fluidischen Strom erzeugt,
der durch die kämmenden Räder (Innenrad und Außenrad) läuft und am auslaßseitigen
Ende in die Umgebung abgegeben wird. Das Antriebsfluid tritt durch einen Zufuhrschlauch
oder -stutzen ein, der an der Hülse des Einsetzteiles oder am Einsetzteil selbst fest
anbringbar ist (Anspruch 9).
[0009] Bei Anbringung am stirnseitigen Einsetzteil kann dieses gegenüber der Hülse leicht
bis deutlich verlängert sein, um einen festen Sitz für den Zufuhrschlauch zu erhalten.
[0010] Die Anbringung des Zufuhrschlauches impliziert, daß der Durchmesser des Zufuhrschlauches
etwa in der Größe des Durchmessers des Mikromotors liegt, die im Anspruch 10 umschrieben
ist.
[0011] Bei Verwendung des fluidischen Antriebes bestehen keine Schwierigkeiten hinsichtlich
einer elektrischen Isolation bei kleinsten Baugrößen. Das fluidische Antriebsmedium
kann gleichzeitig als Kühlmedium, Schmiermedium, Spülmedium und Lagerflüssigkeit dienen.
[0012] Der Motor (Anspruch 9) ist mit gleichen Bauelementen aufgebaut, wie die Pumpe (Anspruch
1), lediglich andere Funktionselemente sind jeweils fest oder drehbar miteinander
verbunden. Für den Motor und für die Pumpe gibt es bei einem uniaxialen Ineinanderstecken
(Anspruch 11) der erwähnten Funktionselemente mehrere Möglichkeiten, sie zu realisieren,
je nachdem welches Teil an welchem fest angeordnet ist, welches Teil an welchem drehbar
angeordnet ist und mit welchem Teil sich die Anordnung an einem festen Punkt abstützt.
Beim Antrieb mit einem Zuführschlauch wird der Abstützort der Zuführschlauch selbst
sein. Beim Betreiben der Pumpe mittels eines verlängerten Achsabschnitts wird eine
langgestreckte Antriebswelle verwendet.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungs
beispiele erläutert und ergänzt.
- Figur 1
- ist ein Beispiel für eine Pumpe 1 mit Einsetzteil 41 und Antriebsachse 50.
- Figur 1a
- ist eine Möglichkeit, die Bauelemente der Figur 1 fest bzw. drehbar zueinander zu
gestalten, wobei eine Schraffur eine feste Anbringung andeutet. Flächen, die aneinander
angrenzen ohne im Grenzbereich schraffiert zu sein, sind gegeneinander beweglich.
- Figur 2
- ist ein Beispiel für einen Motor 2 mit verlängertem Einsetzteil 41, auf das ein Zuführschlauch
für ein Antriebsfluid gesteckt werden kann.
- Figur 2a
- ist ein Beispiel der Schaffung zueinander beweglicher oder fester "Grenzzonen" für
den Motor der Figur 2, wobei eine Schraffur eine feste Grenzzone andeutet.
- Figur 3a, Figur 3b und Figur 3c
- zeigen drei radiale Stellungen eines Innenrotors 20 gegenüber einem Außenrad 30, die
beide im kämmenden Eingriff stehen.
- Figur 4
- veranschaulicht eine Seitenansicht einer Hülse 60 mit darin eingesetzten zwei Stirnteilen
41,42, sowie eine Schnittansicht A-A.
- Figur 5
- ist ein Aufbau, bei dem im praktischen Versuch eine Pumpe 1 in einen Förderkanal geschaltet
ist, der von einem Saugende S zu einem Druckende D führt. Gewählt ist hier eine umfängliche
Antriebsrichtung an der Hülse 60 der Pumpe 1.
- Figur 6a, Figur 6b und Figur 6c
- zeigen Anschlußmöglichkeiten für einen Schlauch SH, mit dem Fluid für den Antrieb
des Motors 2 zugeführt wird. Der Schlauch ist undrehbar befestigt.
- Figur 7a, Figur 7b, Figur 7c und Figur 7d
- zeigen Anschlußmöglichkeiten für einen Antrieb A entweder an der Welle 50 oder am
Einsetzteil 41 oder am Außenmantel 60 mit einem umfänglichen Antrieb 63a,63b, wie
er im Aufbau in der Figur 5 verdeutlicht ist. Figur 7b ist ein elektromechanischer
Antrieb nach dem Prinzip des Synchronmotors.
- Figur 8
- veranschaulicht in drei Skizzen A, B und C drei unterschiedliche Ausgestaltungen von
Einlaß- oder Auslaßöffnungen 41n,42n in den Stirnteilen 41,42 gemäß Figur 1.
[0014] Die
Figur 1 zeigt eine Schemaskizze einer Mikropumpe 1, die in einer Größenordnung von unter
10 mm Durchmesser liegt, die aber insbesondere mit dem Fertigungsverfahren der Draht-
und Senkerosion auf Größenordnungen reduzierbar ist, die unter 2,5 mm Durchmesser
liegen. Die Länge der Pumpe beträgt bei dem Außendurchmesser von 2,5 mm nur noch etwa
4 mm, gemessen in Achsrichtung 100.
[0015] Auch andere Fertigungsverfahren sind einsetzbar, so die LIGA-Technik, Kunststoffspritzguß,
Keramikspritzguß, Strangpressen, Metallsintern oder Mikrofräsen oder -drehen oder
allgemeines Mikrozerspanen.
[0016] Die Mikropumpe 1 besteht aus einer Hülse 60, in der fünf Funktionselemente teilweise
beweglich und teilweise fest integriert sind, wobei im Fall der "festen Integration"
Funktionselemente, die keine relative Bewegung zueinander ausführen oder deren Funktion
eine feste Verbindung erfordert auch aus einem Teil bestehen können, wenn dies die
Fertigung zuläßt. An jeder Stirnseite der Hülse 60 ist jeweils ein Stirneinsatz 41
bzw. 42 vorgesehen, die beide eine außermittige Bohrung zur Aufnahme einer Pumpenachse
50 aufweisen. Die Bohrungen fluchten entlang einer ersten Achse 100, die gegenüber
der Mittenachse 101 der Hülse 60 nach radial außen geringfügig versetzt ist.
[0017] Die beiden Stirneinsätze 41,42 sind axial beabstandet und zwischen ihnen sind zwei
miteinander rotierende und ineinander kämmende Rotoren vorgesehen, ein Außenrotorteil
30 und ein Innenrotorteil 20. Der Innenrotor 20 hat nach außen gerichtete, umfänglich
gleichmäßig beabstandet verteilt angeordnete Zähne. Die Zähne kämmen mit dem Außenrotorteil
30, das nach innen offene Längsnuten 30a,30b,... aufweist, die umfänglich gleichmäßig
beabstandet sind und in ihrer Gestalt zu den Zähnen des Innenrotors 20 so passen,
daß jeder Zahn des Innenrotors bei seiner kämmenden Drehbewegung eine in axialer Richtung
gerichtete Dichtlinie auf der Innenfläche der zugehörigen Nut 30a,30b,... des Außenrades
30 bildet. Alle Dichtlinien bewegen sich in der Antriebsrichtung A um die Achse 100,
wobei die zwischen jeweils zwei Dichtlinien definierten Förder- oder Pumpenkammern
20a,30a;20b,30b (etc.) sich bei der Drehbewegung zu der Auslaßbohrung 42n hin in ihrem
in Figuren 3a bis 3c gezeigten Volumen reduzieren, auf der einen Hälfte der Pumpe,
und auf der gegenüberliegenden Hälfte sich stetig vergrößern, um einen sich wiederholenden
Zyklus von minimalem zu maximalem Kammervolumen und zurück zu ergeben.
[0018] Das Innenrad 20 beschreibt zusammen mit der Antriebsachse 50 eine Rotationsbewegung,
ein Antrieb kann über eine längere biegsame Welle eine Drehbewegung A einkoppeln,
es kann auch ein elektrischer Antrieb direkt an der Achse 50 angeordnet sein.
[0019] Ein Beispiel der Definition fester Grenzzonen (eng benachbarte Flächen zweier aneinandergrenzender
Teile der Pumpe) ist in Figur 1a dargestellt. Schraffuren kennzeichnen eine feste
(nicht drehbare) Grenzzone, die übrigen Grenzzonen erlauben eine Drehbewegung der
angrenzenden Teile.
[0020] Während die Drehachse 50 zusammen mit dem fest daran angeordneten Innenrad 20 und
das Außenrad 30 in der Hülse 60 drehbar sind, sind die anderen Teile dieses Beispiels
der Mikropumpe - die Stirneinsätze 41, 42 und die sich über die Länge der Pumpe 1
erstreckende Hülse 60 - umfänglich fest miteinander verbunden. Die Achse 50 ist drehgelagert
in den Bohrungen der Stirneinsätze 41, 42, ebenso drehgelagert ist das Außenrad 30
in der fest stehenden Hülse 60. Damit bewegen sich bei einem Drehantrieb über die
Achse 50 gemäß Figur 1a, repräsentiert durch einen Winkelgeschwindigkeits-Vektor A,
sowohl das Außenrad 30 als auch das Innenrad 20 unter rotatorischer Bewegung der Dichtungslinien
gemäß Figuren 3 und gleichzeitiger Drehung der sich dabei verändernden Kammervolumen
20a,30a (usw) zwischen dem Außenrad und dem Innenrad.
[0021] Die festen Grenzzonen können z.B. durch Klebung hergestellt werden.
[0022] Die Kammervolumina werden dabei in Richtung zum geringsten Abstand der Achse 100
der Drehachse 50 von der Hülse 60 hin jeweils kleiner, womit die in ihnen geförderte
Flüssigkeit unter erhöhten Druck gesetzt wird, während sie sich auf der anderen Seite
nach Überschreiten des geringsten Abstandes zwischen Achse 100 und innerer Mantelfläche
61 der Hülse 60 wieder vergrößern.
[0023] Zusammen mit nierenförmigen Öffnungen 41n,42n in den Stirnseiten 41,42, die so angeordnet
sind, daß ihre geringste radiale Breite jeweils an dem Ort beginnt, an dem der Abstand
zwischen der Achse 100 und dem Innenmantel 61 der Hülse 60 am geringsten ist, während
sich ihre maximale radiale Breite an dem Ort befindet, der nahe dem größten Abstand
von Achse 100 zu der inneren Mantelfläche 61 der Hülse 60 liegt, wird eine Förderpumpe
erhalten. Die Einström-Niere 41n, die sich auf der Seite der Zuströmung der zu fördernden
Flüssigkeit V' befindet, ist gegensinnig zu derjenigen Ausströmniere 42n gelagert,
die in der erwähnten Figur 1a am Ausströmort des unter Druck geförderten Fördervolumens
V dargestellt ist. Die Figur 1a zeigt also an der Ausströmseite eine Ausström-Niere
42n, die sich in der gezeigten Drehrichtung A der Pumpe vom geringsten Abstand der
Achse 100 zum größten Abstand der Achse 100 von der inneren Mantelfläche 61 hin radial
gesehen verbreitert, während sich die Einström-Niere 41n in dem Stirneinsatz 41 befindet
und sich mit ihrer größten radialen Breite vom Ort des größten Abstandes der Achse
100 zur inneren Mantelfläche 61 der Hülse 60 zum geringsten Abstand der Achse 100
von der inneren Mantelfläche 61 der Hülse 60 in ihrem radialen Ausmaß verringert.
[0024] Die Abmessung und die Breitenveränderung der beiden Nieren 41n,42n sind abgestimmt
auf folgende Kriterien:
- Ein Kurzschluß der Förderung, d.h. eine durchgehende Verbindung zwischen der Einlaß-Niere
und der Auslaß-Niere wird in allen Drehpositionen verhindert; damit wird die umfängliche
Erstreckung der Nieren 41n,42n definiert.
- Der Ein- und Auslaßquerschnitt der Nieren - die radiale Abmessungsveränderung - orientiert
sich an dem Fußkreisdurchmesser des Außenrades 30 und dem Fußkreisdurchmesser des
Innenrades 20, wobei die Querschittsfläche so groß als möglich gewählt werden sollte,
um geringen Druckverlust zu erhalten, allerdings bei Einhaltung der erwähnten Dimensionierungsvorschrift.
[0025] Die beiden Nieren können auch als gekrümmte Nuten 41k,42k in die innere flache Wandung
der Stirnseiten eingebracht sein, wobei dann jeweils eine zylindrische Bohrung 41b,42b
jeweils in Achsrichtung der Pumpe als Auslaß und Einlaß vorgesehen wird. Das erhöht
die Stabilität, die bei den geringen Bauelementgrößen nicht unwichtig ist. Verschiedene
Möglichkeiten der Einlaßniere und Auslaßniere sind
in der Figur 8 gezeigt.
[0026] Eine Einzelfertigung der aus nur sechs (oder weniger) Bauelementen bestehenden Pumpe
ist vorteilhaft möglich mit der erwähnten Draht- und Senkerosion, wobei alle Pumpenteile
mit Zylinderkoordinaten ausreichend beschreibbar sind, was für die Fertigung bedeutet,
daß eine Dimension keine zusätzliche Bearbeitung benötigt. Die Stirneinsätze 41 und
42 sind mit Drahterosion fertigbar. Die Achse 50 ist ohnehin zylindrisch, der Innenrotor
20 ist ebenfalls mit Drahterosion fertigbar, ebenso wie der Außenrotor 30. Die Hülse
60 schließlich ist auch ein Pumpen-Bauelement, das mit Drahterosion gefertigt werden
kann.
[0027] Werden die zuvor erwähnten nierenförmigen Einlaß- und Auslaß-Nuten 41k,42k in den
Innenseiten der Stirneinsätze 41, 42 gefertigt, so kann dafür die Senkerosion eingesetzt
werden.
[0028] Als Werkstoff für die Fertigung der Mikropumpe empfiehlt sich gesintertes oder Hartmetall,
das verzugsarm und feinkörnig ist, leicht mit der Draht- und Senkerosion bearbeitet
werden kann und weitgehend medizinisch verträglich ist. Günstiger in medizinischer
Hinsicht ist ein Keramikwerkstoff, der aber nur in größeren Stückzahlen verarbeitbar
ist und für die Herstellung von einzelnen Funktionsmustern nicht so geeignet ist.
Werden die Erosionsverfahren eingesetzt, so muß auf elektrische Leitfähigkeit des
Werkstoffes geachtet werden, wird ein Keramik-Spritzgußverfahren eingesetzt - mit
Formen, die z.B. durch Draht- und Senkerosionen gefertigt sein können - so ist die
elektrische Leitfähigkeit des Werkstoffes der Mikropumpe nicht mehr erforderlich.
Bei großen Stückzahlen können Kunststoff-, Metall- oder Keramik-Spritzgußverfahren
zur Anwendung kommen.
[0029] Die anhand der Figuren 1 und 1a und des Fertigungsverfahrens beschriebene Pumpe 1
läßt sich ohne weiteres in medizinischen Anwendungen, wie Kathetern verwenden. Der
erwähnte Antrieb A kann dabei durch eine dünne, biegbare Welle vorgenommen werden.
Der Antrieb der Mikropumpe kann aber auch durch einen mit Flüssigkeit angetriebenen
Motor 2 erreicht werden, der in gleicher Weise gefertigt wird, das gleiche Aussehen
hat, wie die beschriebene Pumpe 1, nur ist für den Motor 2 ein fluidischer Antrieb
durch die Zufluß-Niere 41n mit einem Schlauch SH gewählt, der an dem Stirneinsatz
41 fest angeordnet ist (Figuren 2,2a). Da die Hülse 60 bei dem fluidischen Mikromotor
2 fest an dem Außenrad 30 angebracht ist - beispielsweise durch Kleben oder einen
Paßsitz oder durch eine Schweiß- oder Lötverbindung - wird die Hülse 60 gedreht und
kann ihre Abtriebskraft A' als Antriebskraft A auf die Pumpe 1 übertragen. Der Abtrieb
A' der Figur 2a wird dabei mechanisch starr an die Antriebsachse 50 der Pumpe 1 der
Figur 1a gekoppelt.
[0030] Der Antrieb der Pumpe 1 kann - statt über die Welle 50 mit der Drehrichtung A - auch
über die Hülse 60 erfolgen, wie in den
Figuren 7c und 7d an Beispielen gezeigt wird. Ebenso ist es möglich, die Antriebsrichtung umzukehren,
um dann auch die Förderwirkung der Mikropumpe in eine Förderrichtung von V nach V'
zu erreichen.
[0031] Sind alle zuvor erwähnten Pumpenteile mit Zylinderkoordinaten ausreichend beschreibbar,
können sie auch in einer Achsrichtung montiert werden, wobei ein Zusammenfügen der
sechs grundlegenden Bauteile der Pumpe 1 oder des Motors 2 nur in dieser axialen Richtung
(uniaxial) zusammengesteckt und an bestimmten vorgegebenen Bereichen (in den zuvor
erwähnten Grenzzonen) mechanisch starr verbunden werden oder beweglich bleiben. Diese
uniaxiale Montagemöglichkeit bietet Vorteile für eine automatisierte Serienfertigung,
die bei solcherart kleinen Bauvolumen wünschenswert ist.
[0032] Die in den Figuren 1 und 2 gezeigten Konzeptionen einer Pumpe 1 oder eines Motors
2 werden in der Figur 1a bzw. in der Figur 2a für ein Ausführungsbeispiel spezifiziert,
wobei Grenzzonen schraffiert dargestellt werden, die eine feste (beispielsweise klebende
oder formschlüssige) Verbindung zeigen, während diejenigen Grenzflächen zwischen jeweils
zwei Bauelementen, die keine Schraffur haben, drehbeweglich gegeneinander sind. Bei
der Figur 1a sind die beiden Stirneinsätze 41,42 drehstarr (fest) mit der Hülse 60
an deren Innenmantel 61 verbunden. Bei der Pumpe gemäß Figur 2a sind diese Grenzzonen
drehbeweglich ausgestaltet. Bei der Pumpe gemäß Figur 1a ist eine weitere feste Verbindung
zwischen der Achse 50 und dem Innenrad 20 vorgesehen, diese Verbindung ist bei dem
Motor gemäß Figur 2a wiederum drehbeweglich, stattdessen ist bei dem Motor in der
Figur 2a die Grenzzone zwischen der Hülse 60 und dem Außenrad 30 drehstarr verbunden,
welche Grenzzone bei der Pumpe 1 gemäß Figur 1a drehbeweglich ist.
[0033] Weitere Möglichkeiten für Motor 2 ergeben sich aus den Figuren 6a, 6b und 6c; weitere
Möglichkeiten für Pumpen ergeben sich aus den Figuren 7a, 7b, 7c und 7d.
[0034] In Figur 6a ist ein fluidischer Motor gezeigt, der über einen Schlauch SH Antriebsfluid V erhält.
Der Schlauch ist in einer Achse 101 an dem stirnseitigen Einsetzteil 41 (Basisträger
oder Basisteil) fest aufgesteckt. Der Basisträger 1 dreht sich also nicht, stattdessen
rotieren Innenrad 20 und Außenrad 30, welche letzteres die Hülse 60 mitnimmt. Der
Schlauch SH ist beispielhaft an der Position 44 mechanisch unbeweglich abgestützt.
Die Figur 6a entspricht von ihrem Aufbau her der Figur 2a, bei der der Schlauch SH
noch nicht gezeigt war. Das Basisteil 41 ist zur Anbringung des Schlauches SH axial
verlängert, um eine leichte Aufsteckmöglichkeit zu erhalten. Der Durchmesser von Schlauch
und Basisteil ist demgemäß gleich, der Schlauch zur Zuführung des Fluids V hat demnach
eine Größenordnung in Durchmesserrichtung, die derjenigen des Motors 2 entspricht.
Der Abtrieb und damit die Antriebskraft erfolgt über die Hülse 60, Rotationsachse
ist demgemäß die Hülsenachse 101.
[0035] In der
Figur 6b ist der Schlauch SH fest gegenüber der Umgebung abgestützt, gekennzeichnet schematisch
durch die Bezugsziffer 51. Die feste Abstützung kann auch durch die Eigensteifheit
des Schlauches SH erfolgen, ohne daß direkt bei dem Motor 2 eine feste Abstützung
erforderlich ist. Der Schlauch SH ist hier auf die Hülse 60 aufgesteckt, der Abtrieb
erfolgt über die Achse 50, wobei die Rotationsachse die Achse 100 ist. Die Achse 50
ist für diese Ausführungsform in Axialrichtung verlängert, um den Abtrieb mechanisch
zu koppeln. Hinsichtlich der schraffierten Grenzzonen und der diesbezüglichen drehstarren
Anbringung wird auf die vorhergehende Erläuterung verwiesen.
[0036] In Figur 6c ist der Schlauch SH auch an der Hülse 60 angekoppelt, alternativ an einem nach hinten
verlängerten Stirneinsatz 41. Der Abtrieb erfolgt hier über einen axial verlängerten
Deckel 42, der der zweite Stirneinsatz auf der vorderen Stirnseite der Pumpe 2 ist.
Die Rotationsachse ist die Achse 101 (Hülsenachse), die Achse 50 taumelt leicht, d.h.
die Drehachse 100 bewegt sich auf einer Kreisbahn.
[0037] Die Figur 7a entspricht als Pumpenvariante der Figur 1a, wobei eine Welle 58 vorgesehen ist, die
eine Dreheinkopplung d auf die axial verlängerte Achse 50 aufbringt. Die Drehachse
ist 100 (Achse der Welle 50), die Hülse 60 steht still und ist mechanisch bei 51 starr
gekoppelt. In der Figur 7a rotieren Innenrad 20 und Außenrad 30 in der Hülse 60. Starr
in der Hülse 60 sind die beiden stirnseitigen Einsätze 41 und 42, die axiale nicht
verlängert werden müssen.
[0038] In Figur 7b ist eine Spulenanordnung 63 gezeigt, die ein elektromagnetisches Feld in die Pumpe
1 einkoppelt. Der Rotor dieses als Synchronmotor ausgestalteten Beispiels ist das
Außenrad 30, das z.B. als Permanentmagnet ausgeführt sein kann. Die Hülse 60 muß für
diese Ausführungsform fest angeordnet sein und gleichzeitig elektromagnetische Felder
passieren lassen, also z.B. aus Kunststoff oder Keramik gefertigt sein. Drehbar sind
in der Figur 7b das Außenrad 30 und das Innenrad 20 in der Hülse 60. Über eine feste
Ankopplung zwischen Innenrad 20 und Achse 50 wird die Lagerung der beiden Rotoren
20,30 in den Stirneinsätzen 41,42 erreicht, die ihrerseits fest an der Hülse 60 angeordnet
sind. Die Rotationsachse für das Außenrad 30 ist die Hülsenachse 101, die Drehachse
ist die Achse 100 der Drehachse 50. Der Einlaß 41n und der Auslaß 42n sind in umfängliche
Richtung unbeweglich und damit an einer radial definierten Stelle.
[0039] Figur 7c veranschaulicht eine mechanische Antriebweise über ein Ritzel oder Antriebsrad 63a,
das umfänglich an der Hülse 60 im wesentlichen schlupffrei angreift. Die Rotationsachse
der Anordnung ist die Hülsenachse 101. Der stirnseitige Einsatz 41 steht still und
ist zur mechanischen Befestigung 44 in Achsrichtung verlängert. Fest an der Hülse
60 und deren Innenmantel 61 ist das Außenrad 30 angeordnet. Das Innenrad ist drehbeweglich
auf der Achse 50 angebracht, während die Achse 50 selbst drehstarr an den beiden Stirneinsätzen
41,42 angeordnet ist, die ihrerseits wieder drehbar an dem Innenmantel 61 der Hülse
60 lagern. In diesem Aufbau der Pumpe 2 der Figur 7c ist die praktische Erprobung
anhand der Figur 5 erfolgt, in der ein umfänglicher Zylinderring 63a als Antriebsrad
oder -ritzel verwendet wurde.
[0040] Figur 7d veranschaulicht mit einem alternativen Antriebsrad oder -ritzel 63b den Antrieb am
axial verlängerten Stirneinsatz 41, wobei die Hülse bei 51 mechanisch fest verankert
ist. Die Rotationsachse ist die Hülsenachse 101, die Achse 50 taumelt leicht, d.h.
die Drehachse 100 der Achse 50 bewegt sich auf einer Kreisbahn.
[0041] Ebenso wie in der Figur 7b eine elektromagnetisch nach dem Synchronprinzip angetriebene
Pumpe gezeigt ist, kann die Figur 7d mit dem mechanischen Eingriffsritzel 63b in eine
solche Synchronvariante umgewandelt werden, wobei der Basisträger 41 eine entsprechende
Permanentmagnet-Gestaltung erhält. Die Hülse 60 ist hinsichtlich ihrer metallischen
oder nichtmetallischen Ausgestaltung dann freigestellt.
[0042] Das Funktionsprinzip der Figuren 3 mit den mehreren umlaufenden Dichtlinien, die
einzelne Förderkammern zwischen sich begrenzen, die sich auf der einen Halbseite der
Pumpe vergrößern (Saugseite) und auf der gegenüberliegenden Halbseite sich von einem
Maximum hin verkleinern (Druckseite), ist in Seitenansicht in der Figur 4 noch einmal
ersichtlich. Die Hülse 60 trägt die beiden Stirneinsätze 41,42 konzentrisch und zwischen
den Stirneinsätzen 41,42 sind die Rotoren 20 und 30 gezeigt, die in den Figuren 3
zur Definition der Dichtlinien in Aufsicht dargestellt wurden. Die in den Figuren
3 schematisch dargestellte Einlaß-Niere 41k und Auslaß-Niere 42k sind in der Figur
4 in Schnittebene gedreht, so daß erkennbar ist, daß sie direkt zu den nach Außen
weisenden Stirnseiten der Rotorteile 20,30 führen. Die drehstarre Befestigung zwischen
Achse 50 und dem Innenrad 20 erfolgt über eine Abflachung 50f, die zusätzlich zu einer
klebeweise Befestigung formschlüssige Kraftübertragung zur Verfügung stellen kann.
[0043] Bereits anhand der Figur 7c wurde erläutert, wie die Pumpe aufgebaut ist, die in
der Figur 5 in einem praktischen Versuchsaufbau hinsichtlich ihrer Leistungswerte
und Kenndaten erprobt wurde. Diese Pumpe ist mittig in der Figur 5 erkennbar, ein
Zuströmweg und ein Abströmweg führen von der Saugseite S über das zugeführte zu pumpende
Fluid V' über die Pumpe 1 zu einer Druckseite D, auf der das Fluid V einen erhöhten
Druck hat. Drücke, die mit diesem Pumpaufbau erreicht werden konnten, lagen bei einem
Differenzdruck von etwa 50 bar, bei einer Pumpenleistung von 200 ml/min, wobei ergänzt
werden sollte, daß die Abmessungen der Pumpe 1 in der Größenordnung von 10 mm Außendurchmesser
der Hülse 60 lagen.
[0044] Erwähnt werden soll zur Figur 5, die in sich selbsterklärend ist, daß die Antriebshülse
63a an der Hülse 60 der Pumpe fest angekoppelt war und Antriebskraft über ein Antriebsrohr
77, das entsprechend zentrisch gelagert ist, auf die Pumpe übertragen wurde. An den
stirnseitigen Einsätzen 41,42, die axial verlängert waren, sind Adapterhülsen angeordnet,
die gemäß der Figur 7c zur drehfesten Lagerung dieser stirnseitigen Einsetzteile 41,42
dienen. Zur Messung ist ein Dehnmeßstreifen DMS 74 um das Zuführrohr 71 gelegt. Bohrungen
73 in dem Meßaufbau dienen der Ermittlung von Leckagen beim Fördern und der Antrieb
76 ist schematisch mit Eingriff auf das Antriebsrohr 77 dargestellt.
[0045] Mit der Figur 5 konnten Eckdaten und Leistungs-Grenzwerte der Pumpe 1 erprobt werden.
[0046] Bei der fluidischen Mikropumpe 1 wird die Flüssigkeit durch einen rotierenden Verdrängerkolben
30/20 gepumpt, der durch Rotation seine Kammervolumina so verändert, daß Flüssigkeit
durch den Einlaß 41n kontinuierlich angesaugt und auf der Auslaßseite 42n kontinuierlich
ausgestoßen werden kann. Im Gegensatz zu den meisten anderen Pumpsystemen des Standes
der Technik ermöglicht die Erfindung auch den umgekehrten Betrieb als fluidischen
Motor.
[0047] Aufgrund der fluidischen Energieübertragung sind die hier vorgeschlagenen Systeme
gekennzeichnet durch ein hohes Leistungsgewicht, hohe erzeugbare Drücke, hohe Abtriebsmomente
und hohe Durchflußraten.
[0048] Als Herstellungsverfahren für derartige Motor-/Pumpsysteme können für prototypische
Realisierungen die Verfahren Drahterosion und Senkerosion eingesetzt werden. Die derzeitigen
Drahterodiermaschinen arbeiten mit Auflösungen von 0,5µm und erreichen Konturtoleranzen
von 3 µm bei Oberflächenrauhigkeiten von minimal R
a=0,1µm. Noch genauere und feinere Maschinen befinden sich derzeit in Entwicklung.
Die Erodierverfahren können einerseits direkt zur Herstellung von Prototypen von Mikropumpen/-motoren
benutzt werden, andererseits lassen sich mit ihrer Hilfe Formen und Werkzeuge zur
Produktion von Teilen nach alternaiven Fertigungsverfahren (Keramik, Metall, Kunststoff)
in Großserie herstellen. Die genannten alternativen Fertigungsverfahren für die Herstellung
der Motor- und Pumpeneinzelteile können sein Strangpressen, Feinsintern, Spritzgießen
oder Druckgießen. Weitere Herstellungsverfahren, wie das LIGA-Verfahren erscheinen
ebenso geeignet.
[0049] Die Herstellung durch Erodieren erbringt folgende Ergebnisse:

Kostengünstige und einfache Herstellung von Einzelteilen oder Kleinserien

Große Breiten/Höhenverhältnisse (Aspektverhältnisse bis maximal 12 mm; im Vergleich
zu dem LIGA-Verfahren: 1 mm)

Schräge Wandungen von bis zu 30° möglich

Bearbeitung sehr unterschiedlicher und harter Materialien möglich, sofern sie elektrisch
leitfähig sind, wie bspw. Hartmetall, Silizium und elektrisch leitfähige Keramiken.

Technologie mit geringem technologischem Risiko.
[0050] Die Vorteile der hydraulischen Mikromotoren und Mikropumpen:

Einfacher Aufbau

robust, unempfindlich gegenüber Verschmutzungen

Keine Ventile notwendig

Direkt umkehrbare Pumprichtung bzw. Drehrichtung des Motors

Hohe Antriebsmomente

Hohes Leistungsgewicht

Relativ starre Drehmoment/Drehzahl-Kennlinie

Antriebsmedium (Fluid) beim Motor kann zum Kühlen oder Spülen verwendet werden

Keine elektrischen Verbindungen notwendig (bspw. in exgeschützter Umgebung oder bei
Gehirn- und Herzoperationen).
[0051] Einsatzfelder der Mikropumpe bzw. des fluidischen Mikromotors:

Mikrohydraulikaggegat: duch Kopplung der Mikropumpe mit einem Motor zur Erzeugung
hydraulischer Energie

Analyse-/Dosierpumpe: zur Entnahme bzw. Abgabe genau definierter Flüssigkeitsvolumina
in Chemie, Medizin, Lebensmittelindustrie, Maschinenbau

Volumenzähler/Strömungsmesser: Anwendungen in der Meßtechnik

Heizungsbrennerpumpe

Antrieb eines Mikrofräsers für medizinische und technische Anwendungen

Endoskopantrieb

Dilatationskatheter mit integrierter Mikropumpe zur Aufrechterhaltung des Blutstroms
während der Ballondilatation

Medikamentierungskatheter mit intergrierter Mikropumpe zur Aufrechterhaltung des
Blutstroms während der Medikamentierung (bspw. Lysebehandlung)

Blutstromunterstützungspumpe

Verstellaggregat für Ultraschallspiegel (Transducer) in Kathetern

Antrieb für ein rotierendes Schneidwerkzeug an Endoskopen, Kathetern

Miniaturgenerator: durch Kopplung der fluidischen Mikropumpe mit einem elektrischen
Miniaturgenerator zur Erzeugung elektrischer Energie

Pumpen für fluidische bzw. hydraulische Mikrosysteme

Kompressor für ein Miniaturkühlaggregat: bspw. zur Kühlung von Prozessoren)

Antriebselemente für große Stellkräfte

Sonnenblendschutz: in Mehrfachscheiben wird lichtdämpfende Flüssigkeit zwischen die
Scheiben gepumpt.
[0052] Die Kontur der Räder 20,30 ist die Äquidistante einer Epi- oder Hypozykloide und
berechnet sich nach einem allgemein bekannten Ansatz.
[0053] Die Mikropumpe besteht in ihren Basisteilen aus folgenden Bauteilen:

Basisträger (erster Stirneinsatz) 41

Achse 50

Deckel (zweiter Stirneinsatz) 42

Innenrad 20

Außenrad 30

Hülse 60.
[0054] Bei der Mikropumpe 1 ist das Innenrad 20 mit der Achse 50 gemäß Figur 2a fest verbunden.
Ebenso sind Deckel 42 und Basisträger 41 über die Hülse 60 miteinander fest verbunden.
Die Verbindungen können dabei in Form einer Klebeverbindung, eines Preßsitzes, einer
Schweiß- oder Lötverbindung etc. ausgeführt sein. Der Antrieb der Pumpe 1 erfolgt
durch Drehung der Achse 50, z. B. durch einen elektrischen Mikromotor, einen fluidisch
angetriebenen Mikromotor 2 gemäß Figur 2a oder durch eine biegsame Welle 58 gemäß
Figur 7a. Als Folge davon wird Flüssigkeit je nach Drehrichtung vom Basisteil 41 zum Deckel
42 oder umgekehrt gepumpt.
[0055] Beim Mikromotor 2 gemäß Figuren 2,2a sind Basisteil 41 und Deckel 42 fest mit der
Achse 50 verbunden. Zudem ist das Außenrad 30 mit der Hülse 60 verbunden. Zum Betrieb
des Motors wird an der Zuflußseite des Basisteils 41 ein Fluid unter Druck zugeführt.
Als Folge davon dreht sich die Hülse 60 (Abtrieb) um ihre Achse 101. Das Fluid verläßt
den Mikromotor auf der Abflußseite mit geringerem Druck als auf der Zuflußseite. Die
Druckdifferenz abzüglich Verlusten wird dabei in mechanische Energie umgewandelt.
Eine Umkehrung der Druck- und Abflußseite bewirkt eine Umkehrung der Drehrichtung
A' des Motors.
[0056] Die Funktion der Mikropumpe 1 und des Mikromotors 2 beruht auf dem Verdrängerprinzip.
Hierbei vergrößern und verkleinern sich die Arbeitsräume 20a,20b zyklisch, wie an
den Figuren 3 erläutert.
[0057] Beim Mikromotor 2 strömt ein Fluid unter hohem Druck in den sich vergrößernden Arbeitsraum
und bewirkt durch die Druckdifferenz zwischen Ein- und Auslaß ein Drehmoment auf die
Räder 20,30. Bei der Mikropumpe 1 werden die Räder 20,30 angetrieben. Das Fluid wird
von dem sich vergrößernden Arbeitsraum angesaugt und im sich verkleinernden Arbeitsraum
auf ein höheres Druckniveau gebracht. Angetrieben wird die Mikropumpe 1 mit Hilfe
eines kleinen Elektromotors oder dem fluidischen Mikromotor 2. Weitere Antriebsmöglichkeiten
sind gegeben durch entsprechende Wellen.
[0058] Über die Saugseite strömt das Fluid beim Pumpen gemäß den Figuren 3 in den Pumpenraum
20a,30a ein, über die Druckseite wird das Fluid herausgepreßt. Zur Verdeutlichung
ist in den Figuren 3 ein Zahn des Innenrades mit einem schwarzen Punkt markiert. Für
den Mikromotor erfolgt einfach eine Umkehrung des Pumpprinzips. Beim Betrieb als Motor
wird über den Zufluß ein hoher Druck in die Kammer 20a,30a auf der Zuflußseite eingebracht,
der auf die Zahnflanken wirkt und eine Kraft erzeugt, die größer ist als die Gegenkraft
auf der Auslaßseite, da dort ein geringerer Druck herrscht. Das resultierende Drehmoment
treibt den Motor an.
Modifikationen
[0059]

Der Antrieb der Pumpe 1 kann statt über die Welle 50 auch über die Hülse 60 erfolgen
(Figuren 7c,7d). Dies hat den Vorteil, daß die Hülse 60 über einen starren Antrieb
angetrieben werden kann, wohingegen beim Antrieb der Welle 50, die taumelt, ein flexibles
Anschlußstück angewendet wird.

Der Abtrieb A' des Motors 2 kann statt an der Hülse 60 auch an der Welle 50 erfolgen.
Dabei wird der Abtrieb über ein flexibles Anschlußstück oder eine Gelenkwelle angeschlossen.
Der Vorteil bei diesem Abtrieb besteht darin, daß das ausströmende Antriebsfluid nicht
durch ein eventuell angeschlossenens Werkzeug abfließen muß, sondern dahinter austritt
bzw. zurückgeführt werden kann.

Zum Ausgleich des Axialspaltes zwischen der Kombination Innen-/Außenrad 20,30 und
dem sich anschließenden Basisteil 41 und Deckel 42 können am Basisteil 41 und Deckel
42 zusätzliche Ausgleichstaschen 41k,42k angebracht werden (Axialspaltkompensation).

Die Bohrungen 41d,41e,41f,41g,41h in Basisteil und Deckel, durch die die Flüssigkeit
ein- bzw. austritt, können bei empfindlichen Fluiden (z. B. Blut) auch in Form einer
Niere 41n,42n untereinander verbunden werden, dargestellt in Figur 8 mit 41n.

Für den fluidischen Mikromotor 2 kann aus Gründen der verminderten Reibung statt
einer Gleitlagerung auch eine hydrodynamische Lagerung eingesetzt werden. Dabei wird
die Flüssigkeit für das Lager von der Zuflußseite her zugeführt.

Als weitere Möglichkeit, die Reibung zu reduzieren, können statt der Gleitlagerung
auch Miniaturkugellager, Rollenlager oder Steinlager eingesetzt werden.

Die Reibung kann auch durch Oberflächenbeschichtung der Bauteile mit einer reibungsvermindernden
Schicht, beispielsweise Graphit oder Teflon, verringert werden.

Das Funktionsprinzip des Motors 2 hat eine einseitige Durchbiegung der Achse 50 zur
Folge. Der dadurch entstehende einseitige Radialspalt kann durch eine Radialspaltkompensation
ausgeglichen werden.

Für medizinische Anwendungen kann als Antriebsmedium für den Mikromotor 2 eine physiologische
Flüssigkeit wie bspw. Kochsalzlösung oder Blutplasma verwendet werden.

Der fluidische Mikromotor/-pumpe kann zur Drehzahlregelung bzw. Drehwinkelerkennung
mit einem Winkeldrehgeber aus Lichtleitfasern versehen werden, die die Stellungen
der Zähne von Innen- und Außenrad 20,30 abtasten. Dies ermöglicht eine genaue Erfassung
des Drehwinkels des Motors oder der Pumpe und eine exakte Regelung der Drehzahl.

Die Drehzahlregelung bzw. Drehwinkelerkennung kann alternativ über einen integrierten
Drucksensor erfolgen, der die Pulsation des Kammerdruckes mißt und so den Drehwinkel
an die Regelung weitergibt.

Als komplettes Mikrosystem kann die Mikropumpe 1 bzw. der Mikromotor 2 mit einem
Drucksensor und zugehöriger Ansteuerelektronik versehen werden. Zudem lassen sich
noch Ein-/Ausschalt-/Überdruck-/Druckbegrenzungs- oder Rückschlagventile integrieren.
Durch die Schaffung von fluidischen, elektrischen und optischen Schnittstellen läßt
sich ein komplett abgeschlossenes Mikrosystem schaffen.

Alternative Herstellungsverfahren sind Feinsintern (Metall, Keramik), Strangpressen,
Draht-, Senkerosion, Druckgießen, Spritzgießen, Mikrozerspanen, Laserschneiden. Für
die kostengünstige Produktion sollte ein Verfahren zum Einsatz kommen, das im Mehrfachnutzen
arbeitet. Durch die Produktion großer Stückzahlen und den Einsatz automatisierter
Montageverfahren lassen sich die Mikropumpen bzw Mikromotoren ähnlich wie Chips kostengünstig,
u. U. sogar als Einwegartikel, fertigen, da Material und Energieverbrauch relativ
gering sind.
[0060] Der Ein- und Auslaß erfolgt bei der fluidischen Mikropumpe 1 bzw. beim Mikromotor
2 in Richtung der Drehachse 50. Dies hat den Hintergrund, daß der Motor gleichzeitig
als Träger eines Werkzeugs dienen kann und die Fluidzuführung dann von der anderen
Seite erfolgt. Dieser Aufbau für Pumpe und Motor ist auf medizinische Anwendungen
abgestimmt und ermöglicht einen sehr kleinen Querschnitt. Selbstverständlich sind
bei einem anderen Aufbau auch seitliche Anströmungsöffnungen durch Umlenkführungen
möglich.
[0061] Weiterhin ermöglicht diese Aufbauform eine möglichst kleine Gesamtzahl von Teilen
für Mikropumpe und Motor. Sämtliche Bauteile der Pumpe können deshalb als 2 ½-D Strukturen
(Prismatische Form, die durch Extrusion einer ebenen Kurve in den Raum entsteht) hergestellt
werden.
[0062] Beim fluidischen Mikromotor 2 handelt es sich um ein offenes System. Das Antriebsmedium
(Fluid) tritt frei aus dem Auslaß 42n in die Arbeitsumgebung. Da das System nicht
gekapselt ist, treten an den Lagerstellen die Leckageverluste ebenfalls frei in die
Arbeitsumgebung aus. Der Begriff des "offenen Systems" lehnt sich eng an die obige
Aufbauweise mit sehr wenigen Teilen an. Bekannte Ausführungsformen kapseln das gesamte
System, ob Motor oder Pumpe aufgrund der Verwendung von Öl als Energieträger. Bei
der vorliegenden Ausführung wird davon ausgegangen, daß das Antriebsmedium bzw. das
gepumpte Fluid in die Umgebung abgegeben werden kann. Bei den medizinischen Systemen
erlaubt dies eine Kühlung des Werkzeugs und Spülung der Bearbeitungsstelle, was auch
bei technischen Systemen (z.B. Bohrwerkzeug usw.) genutzt werden kann.
[0063] Bei der konstruktiven Gestaltung des offenen Systems sollten ausreichende Lagerspaltlängen
zwischen Basisteil 41, Deckel 42 und der sich drehenden Hülse 60 vorgesehen werden,
die ein Ansaugen von Falschluft durch den Labyrinthdichtungseffekt verhindern.
[0064] Weiterhin erlaubt der offene Aufbau die Ausführung von einfachen hydrodynamischen
Lagern Basisteil-Hülse und Deckel-Hülse.
[0065] Die Hülse 60 des Mikromotors 2 stützt sich über die Lagerung, bestehend aus Basisteil
41 und Deckel 42, ab. Konventionelle Systeme stützen sich meist über das umgebende
Gehäuse ab. Es besteht bei den letztgenannten ein geschlossener Kraftfluß. Beim vorgeschlagenen
Motor 2 besteht eine feste Verbindung zwischen dem sogenannten Basisteil 41 und dem
Deckel 42 über die Achse 50, die beide Teile fest und starr zueinander verbindet.
[0066] Die Verdrehsicherung des Basisteils 41 und des Deckels 42 sowie der sie verbindenden
Achse 50 erfolgt mittels Achsabflachung und/oder Klebstoffsicherung. Andere Verbindungstechniken
Schweißen, Löten, Schrumpfverbindung durch Erhitzung der Hülse und Abkühlung von Deckel
und Basisteil sind auch möglich.
[0067] Durch einfache Drehrichtungsumkehr des Antriebs wird die Pumprichtung umgekehrt.
Beim Motor gilt entsprechendes: Durch Wechseln der Druck- und Saugseite wird die Drehrichtung
des Motors umgekehrt.
[0068] Die spezielle Konstruktion nach Fig. 1a der Mikropumpe und nach Fig. 2a des Mikromotors
läßt sowohl den Betrieb als Motor als auch den Betrieb als Pumpe zu, wenn das System
bei Pumpfunktion extern (Welle bei Fig. 1a und Hülse bei Fig. 2a) angetrieben wird.
[0069] Die Hülse 60 des Mikromotors kann direkt als Werkzeugträger benutzt werden. Beispiel
dafür kann ein Fräswerkzeug sein. Dieses Werkzeug ist innen hohl und hat eine integrierte
Spülung, die zur Kühlung oder zur Späneabfuhr genutzt werden kann.
[0070] Die Systeme können mit einem Lichtwellenleiter zur Drehzahlerkennung bzw. -regelung
erweitert werden. Zu diesem Zweck werden die rotierenden Zähne 20a,20b an einer Stelle
abgetastet, so daß sowohl Drehgeschwindigkeit als auch Drehwinkel inkrementell erfaßt
werden können.
[0071] Der Mikromotor 2 ist insbesondere für medizinsche Anwendungen vorgesehen. Dabei kann
er als Träger von Schneidwerkzeugen, Fräswerkzeugen, Sensoren (insbesondere Ultraschallsensoren,
Spiegeln u.a.), Stellantrieben für Endoskope und andere zu bewegende medizinische
Instrumente eingesetzt werden. Der Mikromotor weist bei der Anwendung in medizinischen
Systemen Vorteile bezüglich seines körperverträglichen Antriebsmediums auf; es wird
auf elektrische Komponenten verzichtet, die bei Ihrem Einsatz elektromagnetische Felder
erzeugen und damit negative Auswirkungen beispielsweise auf Nervenleitung u.a. haben;
hydraulische Komponenten haben höchste Leistungsdichten und führen damit auf kleinste
Baugrößen.
[0072] Der fluidische Mikromotor und die Mikropumpe sind aufgrund ihres Aufbaus leicht zu
reinigen sowie ggf. zu sterilisieren und sind damit für den Einsatz in der Medizin
gut geeignet.
[0073] Bei Anwendungen, bei denen es nicht auf höchste Dichtigkeiten ankommt, können die
Komponenten mit einem relativ großen Spiel gefertigt werden, was den Einsatz von kostengünstigen
Produktionstechnologien wie bspw. Spritzguß zuläßt. Diese Systeme können dann als
Einmalartikel Verwendung finden.
[0074] Das Antriebsmedium (Fluid) kann bei der Anwendung als Kühlung, Schmierung oder Spülung
verwendet werden.
[0075] Die Öffnungen auf der Einlaß- und Auslaßseite können in verschiedenen Formen gemäß
Figur 8 ausgeführt sein. So ist die Form einer durchgehenden Niere 41n möglich (A
in Figur 8), die in Basisteil 41 und Deckel 42 eingebracht ist. Diese Form kann alternativ
angenähert werden durch Bohrungen 41d,41e,41f...41h (B in Figur 8), was eine höhere
Stabilität dieser Bauteile zur Folge hat, da die Stege zwischen den Bohrungen 41d
bis 41h die Festigkeit wesentlich erhöhen. Die Durchmesser der umfänglich aufgereihten
Bohrungen 41d bis 41h nehmen stetig zu.
[0076] Eine weitere Alternative ist die Ausführung einer einzigen durchgehenden Bohrung
41b in Kombination mit einer nierenförmigen Vertiefung 41k (C in Figur 8), die keine
sehr große festigkeitsmäßige Schwächung bedeutet, aber andererseits einen ausreichend
großen Durchfluß sicherstellt. Insbesondere bei medizinischen Anwendungen, in denen
Blut gepumpt wird, werden die Blutkörperchen geschont, da die Gefahr des Abscherens
wesentlich verringert ist.
[0077] Die in Figur 8 auf der Einlaßseite des Basisträgers 41 gezeigten Formen sind gleichermaßen
für die Auslaßseite (Deckel 42) gültig.
[0078] Vorgeschlagen wird eine Mikropumpe (1) zur weitgehend kontinuierlichen Förderung
eines Massenstroms, die eine Hülsenachse (101) und eine versetzte Drehachse (100)
aufweist, bei der in einer Hülse (60) ein Innenrotor (20) mit einem Außenrotor (30)
in kämmendem Eingriff stehen, wobei daß zumindest eine auslaßseitige Drucköffnung
(42n) eines ersten stirnseitigen Einsetzteiles (42), das in die im Durchmesser etwas
größere Hülse (60) eingesetzt ist, in axialer Richtung (100) ausgerichtet ist. In
gleicher Bauweise ist ein Mikromotor (2) vorgeschlagen, bei dem der Zufuhrschlauch
in seiner Durchmesserdimension etwa der Größe des Hülsenmantels 60,61 entspricht.
Pumpe und Motor sind extrem miniaturisiert, gleichwohl erlauben Sie eine kontinuierliche
Strömung bei hohem Förderdruck und hohe Förderleistung.
1. Mikropumpe (1) zur weitgehend kontinuierlichen Förderung eines Massenstroms, welche
Pumpe eine Hülsenachse (101) und eine versetzte Drehachse (100) aufweist, bei der
(a) in einer Hülse (60) ein Innenrotor (20) mit einem Außenrotor (30) in kämmendem
Eingriff steht;
dadurch gekennzeichnet, daß
(b) zumindest eine auslaßseitige Drucköffnung (42n) eines ersten stirnseitigen Einsetzteiles
(42), das in die im Durchmesser etwas größere Hülse (60) eingesetzt ist, in axialer
Richtung (100,101) ausgerichtet ist.
2. Mikropumpe nach Anspruch 1, bei der die Einlaß-Saugöffnung (41n) eines zweiten stirnseitigen
Einsetzteiles (41) am anderen Ende der Hülse (60) (auch) in axialer Richtung (100,101)
ausgerichtet ist.
3. Mikropumpe nach einem der erwähnten Ansprüche, bei der auf der Innenseite der stirnseitigen
Einsetzteile (41,42) je eine nierenförmige Nut (41k,42k) vorgesehen ist, die in einen
Großteil der Hälfte der durch Kämmung sich zyklisch im Volumen verändernden Förderkammern
(30a,20a) zwischen Innenrotor und Außenrotor (20,30) münden.
4. Mikropumpe nach einem der erwähnten Ansprüche, bei der die Einsetzteile (41,42) weitgehend
dicht mit ihren inneren Stirnflächen an den äußeren Stirnflächen des Innenrotors (20)
und Außenrotors (30) angrenzen bzw. anliegen.
5. Mikropumpe nach einem der erwähnten Ansprüche, bei der die Einlaßöffnung (41n) und
die Auslaßöffnung (42n) axial gegenüber liegen, aber radial um etwa 180° gegeneinander
versetzt bzw. verdreht sind.
6. Mikropumpe nach einem der erwähnten Ansprüche, bei der die Drehachse (50) in Achsrichtung
(100) einseitig länger ist, um eine Ankopplung für eine mechanische Drehkraft (A)
zu bilden.
7. Mikropumpe nach einem der erwähnten Ansprüche 1 bis 5, bei der eines seiner von außen
direkt oder durch elektromagnetische Felder indirekt zugänglichen Teile, insbesondere
der Außenrotor (30) oder die Hülse (60) elektromechanisch (63a,63b) bzw. mechanisch
(63) drehantreibbar sind.
8. Mikropumpe nach einem der erwähnten Ansprüche, bei der geringe Förderverluste am Innenumfang
(61) des Mantels (60) als Drehlager verwendet werden, entstehend durch geringfügigen
Unterschied im Durchmesser oder Fertigungstoleranzen.
9. Motor zum Antreiben einer Pumpe nach einem der erwähnten Ansprüche oder zum Drehen eines
Werkzeugs, wie Mikrofräser, bei dem
(a) ein Innenrotor (20) in kämmendem Eingriff (20a,30a) mit einem Außenrad (30) steht,
die beide stirnseitig von Einsetzteilen (41,42) gefaßt in einer längeren Hülse (60)
angeordnet sind, wobei die Achse (100) des Innenrotors (20) und die Achse der Hülse
(101) parallel versetzt sind;
(b) ein Zufuhrschlauch (SH) an der Hülse (60) oder einem (41) der Einsetzteile (41,42)
fest anbringbar ist, um ein Antriebsfluid (V) durch eine axiale Einlaßöffnung (41n)
eines der Einsetzteile (41) zu den kämmenden Rädern (20,30) zu führen.
10. Motor oder Pumpe nach einem der vorigen Ansprüche, die in einer Größenordnung gefertigt
sind, die unterhalb von 10mm Durchmesser, insbesondere unterhalb von 3mm Durchmesser
liegt, bei einer axialen Länge von unter 10mm, wobei die Pumpe oder der Motor weitgehend
durch Drahterosion, ggf. unter vom Fertigungsumfang her stark begrenzter Senkerosion
für die nicht zylindrischen Formen, wie Nierenuten (41k,42k) gefertigt sind.
11. Verfahren zum uniaxialen Ineinanderfügen und Montieren von - in Fügerichtigung weitestgehend
zylindrischen - Funktionsteilen (20,30,50,41,42,60) einer Pumpe oder eines Motors
kleinster Baugröße (Mikropumpe, Mikromotor), insb. im Bereich unter 10 mm Durchmesser,
bei dem ein erstes und ein zweites Einsetzteil (41,42) stirnseitig in eine Hülse (60)
eingeschoben werden, um zwischen ihnen einen Innenrotor (20) und einen Außenrotor
(30) mit gegeneinander versetzten Achsen (101,100) in axialer Richtung zu halten.
12. Motor nach Anspruch 10 oder 9, bei dem auch die Auslaßöffnung (42n) eine axiale Richtung,
parallel zu den Achsen (100,101) von Hülse und Innenrotor (20) aufweist.