[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Bestücken der Spulendorne eines
Spulengatters od.dgl. mit vollen Garnspulen, die von einer Bestückungseinrichtung
auf übereinander angeordnete horizontale Dorne eines Transportwagens aufgesteckt werden,
der von einem Fahrmotor zwischen der Bestückungseinrichtung und dem Gatter schienengebunden
verfahren und mit einem Sensor in vorbestimmter Stellung vor dem Gatter positioniert
wird, wo die Wagendorne mit Dornen des Gatters fluchten.
[0002] Ein derartiges Verfahren ist aus der EP 0 467 101 A1 bekannt. Der Positionierung
des Transportwagens und seiner Dorne hinsichtlich der Spulendorne des Spulengatters
dient ein Steuerkontakt, der einer Bodenschiene zugeordnet ist. Dieser Steuerkontakt
ist beispielsweise eine Befestigungsschraube einer Zahnstange, in die ein vom Fahrmotor
angetriebenes Antriebsritzel eingreift. Bei dem bekannten Verfahren müssen Steuerkontakt
und/oder Sensor sehr genau auf einander ausgerichtet werden, damit der Transportwagen
genau in der richtigen Stellung vor dem Gatter anhält, so daß die Wagendorne mit den
Gatterdornen fluchten. Nur dann ist ein problemloses Überschieben der vollen Spulen
vom Transportwagen auf das Gatter möglich. Außerdem ist es in der Praxis möglich,
daß eine einmalige Ausrichtung des Transportwagens in Bezug auf das Gatter nicht ausreicht.
In Abhängigkeit von der Konstruktion des Gatters und/oder von dessen Gebrauch kann
es notwendig werden, die Einrichtung der Positionierung des Transportwagens zu ändern
oder zu überprüfen.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren mit den eingangs genannten
Merkmalen so zu verbessern, daß zeitraubendes und kompliziertes Einrichten der Positionierung
des Transportwagens vor und während der Durchführung des Verfahrens vermieden werden
kann.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Sensor auf die Höhe einer Dornetage des
Gatters ausgerichtet wird, daß die Fahrstrecken des Transportwagens bei dessen Verfahren
gespeichert werden, daß von Gatterdornen ausgelöste Sensorsignale in Abhängigkeit
von den Fahrstrecken gespeichert werden, und daß der Transportwagen mit den gespeicherten
Sensorsignalen in seine Spulenübergabestellungen gesteuert wird.
[0005] Für die Erfindung ist von Bedeutung, daß die Position der Gatterdorne automatisch
vermessen und der Transportwagen dem Meßergebnis entsprechend gesteuert werden kann.
Die Vermessung der Positionen der Gatterdorne einer Dornetage kann zu jeder Zeit wiederholt
werden, um Änderungen der Positionen der Gatterdorne zu erfassen, wie sie beispielsweise
bei Gattern mit Ketten auftreten, mit denen die Spulenreihen positioniert werden.
Die Positionierung der senkrechten Spulenreihen bzw. Gatterdorne kann durch die Flexibilität
der Ketten bzw. durch Kettenlängung beeinflußt werden. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
ist man in der Lage, die Positionen der Gatterdorne in kurzen Zeitabständen immer
wieder neu zu bestimmen. Es ist sogar möglich, die Positionierung der Gatterdorne
zeitgleich mit einem Bestükkungsvorgang zu überprüfen und mit den gespeicherten Werten
zu vergleichen, um bedarfsweise sofort oder anschließend Korrekturen durchführen zu
können. Auf diese Weise kann die Steuerung des Transportwagens also sofort beeinflußt
werden, was insbesondere von Interesse ist, wenn bei einem Bestückungsvorgang eines
Spulengatters die Bestückung mit einem Transportwagen vorgenommen wird, der nur eine
einzige Reihe von Wagendornen aufweist und das gesamte Gatter insbesondere reihenweise
aufeinanderfolgend bestückt.
[0006] Eine leichtes Einrichten der Positionierung des Transportwagens in Bezug auf ein
Spulengatter ist auch dann von Bedeutung, wenn in einem Betrieb mehrere Gatter vorhanden
sind, bei denen die Abstände der Dornenreihen möglicherweise unterschiedlich sind.
Dann ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren eine schnelle und genaue Überprüfung
der Positionen der Gatterdorne und eine dementsprechende Steuerung des Transportwagens.
[0007] Die Wagendorne müssen nicht nur horizontal auf die Positionen der Gatterdorne abgestimmt
werden, sondern es müssen auch unterschiedliche Schienenniveaus und vertikale Anordungen
der Gatterdorne über Schienenniveau berücksichtigt werden, wie auch Gatter mit versetzter
Teilung. Um vertikal unterschiedliche Positionen von Gatterdornen zu erfassen, wird
das Verfahren so durchgeführt, daß ein vertikal verstellbarer Sensor des Transportwagens
auf eine vertikale Dornreihe des Gatters ausgerichtet und vertikal verfahren wird,
daß die von der vertikalen Dornreihe ausgelösten Sensorsignale dornabstandsabhängig
gespeichert werden, und daß vertikal verstellbare Wagendorne den gespeicherten Sensorsignalen
gemäß verstellt werden. Bei diesem Verfahren können unterschiedlichste Abstände zwischen
dem untersten Dorn einer Gatterreihe und einem Bezugsniveau, z.B. Schienenniveau berücksichtigt
werden, um die Wagendorne vertikal so zu verstellen, daß sie mit den Gatterdornen
fluchten.
[0008] Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Vorrichtung zum Bestücken der Spulendorne
eines Spulengatters mit vollen Garnspulen, mit einer Bestückungseinrichtung, die die
vollen Spulen eines Spulenvorrats auf übereinander angeordnete horizontale Dorne eines
Transportwagens aufsteckt, der von einem Fahrmotor zwischen der Bestückungseinrichtung
und dem Gatter schienengebunden verfahrbar und mit einem Sensor in vorbestimmter Stellung
vor dem Gatter positionierbar ist, in der die Wagendorne mit Dornen des Gatters fluchten.
Um diese Vorrichtung im Hinblick auf die oben beschriebenen Nachteile der aus der
EP 0 467 101 A1 bekannten Vorrichtung so zu verbessern, daß zeitraubendes und komliziertes
Einrichten der Vorrichtung vor und während der Durchführung des Verfahrens vermieden
werden kann, wird die Vorrichtung so ausgebildet, daß der Sensor auf die Höhe einer
Dornetage des Gatters ausgerichtet ist, daß eine die Fahrstrecken des Transportwagens
bei dessen Verfahren speichernde Streckenmeßeinrichtung vorhanden ist, daß von Dornen
des Gatters ausgelöste Signale des Sensors in Abhängigkeit von dem Meßergebnis der
Streckenmeßeinrichtung speicherbar sind, und daß der Fahrmotor des Transportwagens
dessen Spulenübergabestellungen den gespeicherten Sensorsignalen gemäß anzusteuern
vermag. Als Streckenmeßeinrichtung kann bekannte Technik eingesetzt werden, so daß
die Vorrichtung nicht nur zeitraubende und komplizierte Einrichtarbeit bei horizontalen
Positionsänderungen der Gatterdorne vermeidet, sondern darüber hinaus auch noch mit
einfachen und bewährten Mitteln auskommt.
[0009] Es ist vorteilhaft, die Vorrichtung so auszubilden, daß ein vertikal verstellbarer
Sensor am Transportwagen vorhanden ist, daß von den Dornen einer vertikalen Dornreihe
des Gatters ausgelöste Signale dieses Sensors von einer Höhenabstandsmeßeinrichtung
speicherbar sind, und daß ein die Wagendorne vertikal verstellender Stellantrieb diese
Dorne den gespeicherten Sensorsignalen gemäß zu verstellen vermag. Als Höhenabstandsmeßeinrichtung
kann bewährte Technik eingesetzt werden, so daß die Vorrichtung nicht nur das Problem
löst, vertikale Abstandsänderungen oder vertikal unterschiedlich eingestellte Gatterdorne
bezüglich ihrer vertikalen Position schnell und wiederholbar zu vermessen, sondern
es kann dies darüber hinaus auch noch mit einfachen und bewährten Mitteln erreicht
werden.
[0010] Eine besonders einfache Ausbildung der Vorrichtung wird dadurch erreicht, daß der
vertikal verstellbare Sensor gemeinsam mit den Wagendornen von deren Stellantrieb
verstellbar ist. Infolgedessen wird nur ein einziger Antrieb benötigt, um sowohl die
Wagendorne vertikal zu verstellen, als auch den Sensor.
[0011] Eine ausreichende Genauigkeit hat die Vorrichtung beispielsweise dann, wenn der Fahrmotor
und/oder der Stellantrieb einen hochauflösenden Weggeber antreiben, der mit der Streckenmeßeinrichtung
und/oder mit der Höhenabstandsmeßeinrichtung in Meßverbindung steht. Derart hochauflösende
Weggeber sind beispielsweise Inkrementalgeber, die aufgrund ihrer Meßverbindung zu
der Streckenmeßeinrichtung und/oder zu der Höhenabstandsmeßeinrichtung fortlaufende
Speicherung der Meßgrößen ermöglichen.
[0012] Um das Bestückungsverfahren mit geringem Steueraufwand durchführen und die Vorrichtung
entsprechend anpassen zu können, wird die Vorrichtung so ausgebildet, daß die Streckenmeßeinrichtung
und/oder die Höhenabstandsmeßeinrichtung an eine speicherprogrammierbare Steuerung
anschließbar sind. Von den in der Steuerung gespeicherten Programmen wird der Bestückungsvorgang
unter Verwertung der Meßergebnisse der Streckenmeßeinrichtung und der Höhenabstandsmeßeinrichtung
so gesteuert, daß mit minimalem zeitlichen Aufwand bestückt wird, auch bei musterabhängiger
Bestückung. Es ist möglich, insbesondere auch bei einer dauernden Meßverbindung, daß
der Transportwagen unterschiedliche vertikale Spulenreihen prozeßrechnergesteuert
anfährt, also beispielsweise in Abhängigkeit von einem Kettmuster der von dem Gatter
abzuziehenden Fäden.
[0013] Es ist vorteilhaft, wenn die speicherprogrammierbare Steuerung an der Bestückungseinrichtung
angeordnet ist. In diesem Fall ist die speicherprogrammierbare Steuerung zentral für
alle Spulenwagen einzusetzen, wenn davon ausgegangen wird, daß nur eine einzige Bestückungseinrichtung
vorhanden ist. Auch wenn eine einzige Bestückungseinrichtung für mehrere Gatter eingesetzt
wird, ist dies die zweckmäßigste Lösung, da der bauliche Aufwand am geringsten ist.
[0014] Der Anschluß der speicherprogrammierten Steuerung an die Streckenmeßeinrichtung und/oder
an die Höhenabstandsmeßeinrichtung kann dauerhaft sein, beispielsweise wenn die speicherprogrammierbare
Steuerung am Transportwagen angeordnet ist, oder wenn zwischen dem Transportwagen
und der Anordnung und der speicherprogrammierbaren Steuerung eine fortdauernde mechanische
oder drahtlose Verbindung möglich ist. Kann dies mit einfachen Mitteln nicht erreicht
werden, findet ein Austausch zwischen der programmierbaren Steuerung einerseits und
den beiden Meßeinrichtungen andererseits beispielsweise dann statt, wenn der Transportwagen
zu seiner Bestückung in der Nähe der Bestükkungseinrichtung angeordnet ist.
[0015] Um eine möglichst universelle Einsetzbarkeit der Vorrichtung zu erreichen, wird sie
so ausgebildet, daß der vertikal verstellbare Sensor in seiner Grundstellung tiefer
steht, als der tiefste Gatterdorn, und daß der unterste Dorn der Bestükkungseinrichtung
Referenzpunkt für den vertikal verstellbaren Sensor ist. Der Transportwagen kann dann
für unterschiedlichste Gatter eingesetzt werden, auch in Verbindung mit Bestückungseinrichtungen,
deren Dorne vertikal unterschiedlich hoch und/oder verstellbar angeordnet sind.
[0016] Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
erläutert. Es zeigt:
- Fig.1
- eine Seitenansicht eines Spulengatters und eines Transportwagens in schematischer
Darstellung,
- Fig.2
- eine Aufsicht auf das Gatter und den Transportwagen der Fig.1, sowie auf eine Bestückungseinrichtung,
und
- Fig.3
- eine Seitenansicht eines Transportwagens in schematischer Zuordnung zu einer vertikalen
Spulendornreihe.
[0017] Fig.1 zeigt ein Gatter 11 mit etagenweise und mit reihenweise angeordneten Spuldornen
10 zur Aufnahme von Spulen, deren Fäden von einer nicht dargestellten Wickelmaschine
in bekannterweise abgezogen werden. Es sind also horizontale Dornetagen a,b,c,d,e,f
vorhanden, deren Dorne 10 andererseits vertikale Dornreihen 1,2 und 3 bilden. Damit
die Dorne 10 mit vollen Garn spulen bestückt werden können, wenn die Fäden der vorhergehenden
Spulen abgewickelt sind, wird eine Transportwagen 15 benutzt, der zwischen dem Gatter
11 und einer Bestückungseinrichtung 13 in den Richtungen des Doppelpfeils 32 schienengebunden
hin- und herfahren kann. In Fig.3 ist eine Schiene 14 im Querschnitt dargestellt.
[0018] Der Transportwagen 15 hat ein Wagengestell 25 mit Laufrollen 26, von denen eine mit
einem Fahrmotor 23 über einen Riemenantrieb 27 drehangetrieben ist. Das Wagengestell
25 hat ausserdem mehrere Wagendorne 16 in einer Dornreihe übereinander angeordnet.
Flexible Verstellmittel 28, z.B. kettenangetriebene Halteplatten, vermögen die Dorne
16 vertikal zu verstellen, wobei das Wagengestell 25 oben und unten Umlenkrollen 29
hat. Es ist ein Stellantrieb 22 vorhanden, der die Dorne 16 durch Antrieb der Verstellmittel
28 mit einem Riemenantrieb 30 zu verstellen vermag.
[0019] Damit die Reihe der Wagendorne 16 des Transportwagens 15 genau fluchtend mit einer
Reihe 1 usw. des Gatters 11 angeordnet werden kann, ist als Grundvoraussetzung erforderlich,
daß der Abstand der Dorne 16 zueinander ebenso groß ist, wie der Abstand der Dorne
10 zueinander. Sollte dies nicht der Fall sein, so ist der Spulenwagen 15 dahingehend
umzurüsten, beispielsweise durch Austausch der Verstellmittel 28 durch andere, welche
Dorne 16 mit dem erforderlichen Abstand haben.
[0020] Gemäß Fig.2 ist der Wagen 15 in seiner Nullstellung angeordnet, die in Bezug auf
die Bestückungseinrichtung 13 definiert ist. Aus dieser Nullstellung muß der Wagen
15 mit dem Fahrmotor 23 zum Gatter 11 verfahren werden, nachdem er von der Bestückungseinrichtung
13 mit vollen Garnspulen 12 bestückt wurde. Vor dem Gatter 11 muß er so angehalten
werden, daß seine Dorne 16 mit den Dornen 10 des Gatters 11 fluchten. Um das zu gewährleisten,
muß die Steuerung entsprechend genau und automatisch beeinflußt werden, um die gewünschten
Positionierungen zu erreichen. Hierzu wird unter anderem eine speicherprogrammierbare
Steuerung SPS eingesetzt, welche die Steuerung des Fahrmotors 23 in herkömmlicherweise
bewirkt, also über gespeicherte Programme, die den Arbeitsablauf steuern, nämlich
Hin- und Herbewegung des Wagens 15, wie bedarfsweise auch die Übernahme der vollen
Spulen 12 durch die Bestückungseinrichtung und die Abgabe dieser vollen Spulen 12
vom Transportwagen 15 auf die Gatterdorne 10. In Fig.2 ist die Anordnung der speicherprogrammierbaren
Steuerung SPS an der Bestückungseinrichtung 13 dargestellt, um zum Ausdruck zu bringen,
daß von hier aus die alles beherrschende Steuerung beim Bestücken erfolgt. Eine speicherprogrammierbare
Steuerung SPS kann aber auch an einem Transportwagen vorhanden sein, um dessen Bewegungs-
und Arbeitsabläufe zu steuern. Auch vom Wagen aus kann die Funktion der Bestückungseinrichtung
13 beeinflußt werden, sofern man nicht vorzieht, die speicherprogrammierbare Steuerung
SPS des Transportwagens 15 als Wagensteuerung auszubilden und sie einer übergeordneten
speicherprogrammierbaren Steuerung der Bestükkungseinrichtung 13 unterzuordnen.
[0021] Es ist vorgesehen, die horizontalen Positionen des Transportwagens 15 zu messen.
Das erfolgt mit einem Sensor 25, der etwa auf Höhe einer Dornetage b angeordnet ist.
Ihm vorgeschaltet ist ein weiterer Sensor 25', der die Eilfahrt des Wagens 15 auf
Positioniergeschwindigkeit verlangsamt, wenn er nur noch die Fahrstrecke x
e von der ersten Dornreihe 1 des Gatters 11 entfernt ist.
[0022] Damit sich die Position des Transportwagens 15 auf der Schiene 14 und damit in Bezug
auf das Gatter 11 genau erfassen läßt, hat der Transportwagen 15 bzw. sein Fahrmotor
23 einen hochauflösenden Weggeber 24, der als Inkremetalgeber ausgebildet ist. Wird
also der Transportwagen aus der Nullstellung in Richtung auf das Gatter 11 vom Fahrmotor
23 bewegt, so werden gemäß Fig.2 fortlaufend Inkremente erzeugt, die die jeweilige
Position x
n des Wagens 15 kennzeichnen. Diese Inkremente werden von einer Streckenmeßeinrichtung
18 gespeichert, so daß diese bzw. die Steuerung SPS stets die jeweilige Position des
Wagens 15 kennt.
[0023] Zum Steuern des Transportswagens 15 ist es erforderlich, die Stellungen des Transportswagens
15 in Bezug auf das Gatter 11 relativ zur Nullstellung zu erfassen. Hierzu wird eine
Zählfahrt des Wagens 15 durchgeführt, bei der der Geber 24 ausgehend von der Nullstellung
Inkremente abgibt, bis der Sensor zur Dornreihe 1 gelangt. Der Sensor 25 gibt dann
ein Sensorsignal ab, das in Abhängigkeit von der zurückgelegten Wegstrecke, die der
Anzahl der Differenzinkremente xl zwischen der Bestückungseinrichtung 13 und der ersten
Gatterreihe 1 entspricht, von der Streckenmeßeinrichtung 18 abgespeichert wird, gegebenenfalls
nach Zwischenspeicherung im Wagen 15. Dementsprechend können auch die weiteren Spulenreihen
2 usw. abgefahren werden, um denen entsprechende Sensorsignale in Abhängigkeit von
den zurückgelegten Fahrstrecken, z.B. x2, zu speichern. Nach einer derartigen Zählfahrt
vermag die Steuerung SPS den Fahrmotor 23 des Transportwagens 15 so zu steuern, daß
er schnell und zielgerecht in seine Spulenübergabestellungen vor dem Spulengatter
11 gelangt, ohne daß die Streckenmeßeinrichtung 18 hierzu eingesetzt werden muß.
[0024] Fig.3 zeigt, daß der Transportwagen 15 einen Stellantrieb 22 zum horizontalen Verstellen
der Verstellmittel 28 und damit der Wagendorne 16 aufweist. An dem Stellantrieb 22
ist ein hochauflösender Weggeber 24 angebracht, der als Inkrementalgeber ausgebildet
ist. Ein vertikal verstellbarer Sensor 19 ist vorhanden und seine Signale sind von
einer Höhenabstandsmeßeinrichtung 21 speicherbar, die an der Bestückungseinrichtung
13 vorhanden ist. Dieser Sensor 19 ist auf den untersten Dorn 31 der Bestückungseinrichtung
13 als Referenzpunkt eingestellt. Von dieser Stellung aus, in der der Sensor 19 dem
Spulendorn 31 genau gegenübersteht, werden die vertikalen Inkremente gezählt und dementsprechend
gespeichert. Es ergibt sich die in Fig.3 links oben angedeutete -/+-Stellung, wobei
zunächst negative Inkremente gezählt werden, wenn der Sensor 19 aus seiner untersten,
in Fig.3 rechts unten dargestellen Stellung nach oben bewegt wird, wobei yl die Anzahl
der Inkremente von dieser untersten Stellung bis zur Stellung der horizontalen Dornenetage
a des Gatters 11 ist, während y die Anzahl der Differenzinkremente zwischen dieser
untersten Stellung und dem Referenzpunkt gemäß Spulendorn 31 ist. Die weiteren Inkremente
y2 usw. beschreiben die Abstände zwischen den anderen Dornenetagen, z.B. zwischen
den Etagen a und b. Durch eine Zählfahrt in y-Richtung aus der untersten Stellung
des Sensors 19 heraus kann zum einen die relative Höhenlage der Dornetagen zum Bezugspunkt
ermittelt werden, wie auch der Abstand der Dornetagen untereinander.
[0025] Bedarfsweise muß die Ausrichtung des Wagens 15 dem Gatter 11 angepaßt werden.
[0026] Nachdem die Höhenabstandsmeßeinrichtung 21 aufgrund ihrer nicht dargestellten Meßverbindung
mit dem Weggeber 24 bzw. einen Zwischenspeicher des Wagens 15 das Vertikalprofil des
Gatters 11 erfaßt hat, kann die in Wirkverbindung mit der Höhenabstandsmeßeinrichtung
21 stehende speicherprogrammierbare Steuerung SPS die Vertikalstellung der Wagendorne
16 beeinflussen, nachdem die vollen Spulen 12 von der Bestückungseinrichtung 13 dem
Wagen 15 übergeben wurden. Es erfolgt dann eine einmalige Einstellung der Höhenstellung
der Dorne 16 entsprechend dem Meßergebnis der Zählfahrt in y
n-Richtung oder von Gatterreihe zu Gatterreihe jeweils eine Neueinstellung, soweit
dies erforderlich ist, beispielsweise bei Gattern mit höhenversetzter Teilung.
1. Verfahren zum Bestücken der Spulendorne (10) eines Spulengatters (11) od.dgl. mit
vollen Garnspulen (12), die von einer Bestückungseinrichtung (13) auf übereinander
angeordnete horizontale Dorne (16) eines Transportwagens (15) aufgesteckt werden,
der von einem Fahrmotor (23) zwischen der Bestückungseinrichtung (13) und dem Gatter
(11) schienengebunden verfahren und mit einem Sensor (25) in vorbestimmter Stellung
vor dem Gatter (11) positioniert wird, wo die Wagendorne (16) mit Dornen (10) des
Gatters (11) fluchten, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (25) auf die Höhe einer Dornetage (b) des Gatters (11) ausgerichtet
wird, daß die Fahrstrecken des Transportwagens (15) bei dessen Verfahren gespeichert
werden, daß von Gatterdornen (10) ausgelöste Sensorsignale in Abhängigkeit von den
Fahrstrecken gespeichert werden, und daß der Transportwagen (15) mit den gespeicherten
Sensorsignalen in seine Spulenübergabestellungen gesteuert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein vertikal verstellbarer Sensor (19) des Transportwagens (15) auf eine vertikale
Dornreihe (1) des Gatters (11) ausgerichtet und vertikal verfahren wird, daß die von
der vertikalen Dornreihe (1) ausgelösten Sensorsignale dornabstandsabhängig gespeichert
werden, und daß vertikal verstellbare Wagendorne (16) den gespeicherten Sensorsignalen
gemäß verstellt werden.
3. Vorrichtung zum Bestücken der Spulendorne (10) eines Spulengatters (11) mit vollen
Garnspulen (12), mit einer Bestückungseinrichtung (13), die die vollen Spulen (12)
eines Spulenvorrats auf übereinander angeordnete horizontale Dorne (16) eines Transportwagens
(15) aufsteckt, der von einem Fahrmotor (23) zwischen der Bestückungseinrichtung (13)
und dem Gatter (11) schienengebunden verfahrbar und mit einem Sensor (25) in vorbestimmter
Stellung vor dem Gatter (11) positionierbar ist, in der die Wagendorne (16) mit Dornen
(10) des Gatters (11) fluchten, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (25) auf die Höhe einer Dornetage (b) des Gatters ausgerichtet ist,
daß eine die Fahrstrecken des Transportwagens (15) bei dessen Verfahren speichernde
Streckenmeßeinrichtung (18) vorhanden ist, daß von Dornen (10) des Gatters (11) ausgelöste
Signale des Sensors (25) in Abhängigkeit von dem Meßergebnis der Streckenmeßeinrichtung
(18) speicherbar sind, und daß der Fahrmotor (23) des Transportwagens (15) dessen
Spulenübergabestellungen den gespeicherten Sensorsignalen gemäß anzusteuern vermag.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein vertikal verstellbarer Sensor (19) am Transportwagen (15) vorhanden ist,
daß von den Dornen (10) einer vertikalen Dornreihe (1) des Gatters (11) ausgelöste
Signale dieses Sensors (19) von einer Höhenabstandsmeßeinrichtung (21) speicherbar
sind, und daß ein die Wagendorne (16) vertikal verstellender Stellantrieb (22) diese
Dorne (16) den gespeicherten Sensorsignalen gemäß zu verstellen vermag.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der vertikal verstellbare Sensor (19) gemeinsam mit den Wagendornen (16) von
deren Stellantrieb (22) verstellbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrmotor (23) und/oder der Stellantrieb (22) einen hochauflösenden Weggeber
(24) antreiben, der mit der Streckenmeßeinrichtung (18) und/ oder mit der Höhenabstandsmeßeinrichtung
(21) in Meßverbindung steht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Streckenmeßeinrichtung (18) und/oder die Höhenabstandsmeßeinrichtung (21)
an eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) anschließbar sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) an der Bestükkungseinrichtung (13)
angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der vertikal verstellbare Sensor (19) in seiner Grundstellung tiefer steht, als
der tiefste Gatterdorn (10), und daß der unterste Dorn (31) der Bestückungseinrichtung
(13) Referenzpunkt für den vertikal verstellbaren Sensor (19) ist.
1. Method for the loading of the spool pins (10) of a spool frame (11) or the like with
full yarn spools (12) which by a loading device (13) are pushed onto horizontal pins
(16) arranged above one another on a transfer carriage (15), wherein the transfer
carriage travels by rails, driven by a drive motor (23) between the loading device
(13) and the frame (11) and is positioned in a predetermined setting in front of the
frame (11) by a sensor (25) with the carriage pins (16) in alignment with pins (10)
of the frame (11) characterised in that the sensor (25) is aligned at the level of one pin stage (b) of the frame (11), that
the travel distances (e.g. xl) of the transfer carriage (15) in this method are stored,
that sensor signals triggered by frame pins (10) in dependence upon the distances
travelled (e.g. xl) are stored, and that the transfer carriage (15) is controlled
as to its spool transfer settings by the stored sensor signals.
2. Method according to claim 1, characterised in that a vertically adjustable sensor (19) of the transfer carriage (15) is aligned with
a vertical row (1) of pins of the frame (11) and is vertically displaceable, that
the sensor signals triggered by the vertical pin row (1) in dependence upon the pin
spacing are stored, and that vertically displaceable transfer carriage pins (16) are
displaced according to the stored sensor signals.
3. Apparatus for the loading of the spool pins (10) of a spool frame (11) with full yarn
spools (12), comprising a loading device (13) which pushes the full spools (12) of
a spooling apparatus on to horizontal pins (16) arranged above one another on a transfer
carriage (15), said transport carriage being displaceable on rails by a drive motor
(23) between the loading device (13) and the frame (11) and being positionable in
predetermined settings in front of the frame (11) by a sensor (25), wherein the transfer
carriage pins (16) are aligned with pins (10) of the frame (11), characterised in that the sensor (25) is aligned at the level of one pin stage (b) of the frame, that a
distance measuring device (18) is provided storing the distances travelled (e.g. x1)
by the transfer carriage (15) in this process, that signals of the sensor (25) triggered
by pins (10) of the frame (11) in dependence upon the measurement results of the distance
measuring device (18) can be stored, and that the drive motor (23) of the transfer
carriage (15) can be controlled as to its spool transfer settings according to the
stored sensor signals.
4. Apparatus according to claim 3, characterised in that a vertically displaceable sensor (19) is provided on the transfer carriage (15),
that signals of this sensor (19) triggered by the pins (10) of a vertical pin row
(1) of the frame (11) can be stored by a height separation measurement device (21),
and that a setting drive (22) displacing the carriage pins (16) vertically is able
to displace these pins (16) according to the stored sensor signals.
5. Apparatus according to claim 4, characterised in that the vertically displaceable sensor (19) is displaceable jointly with the carriage
pins (16) by its setting drive (22).
6. Apparatus according to one of claims 3 to 5, characterised in that the drive motor (23) and/or the setting drive (22) drive a height-responsive transducer
(24) which is in measuring communication with the distance measuring device (18) and/or
with the height separation measuring device (21).
7. Apparatus according to one of claims 3 to 6, characterised in that the distance measuring device (18) and/or the height separation measuring device
(21) can be connected to a programmable storage control (SPS).
8. Apparatus according to claim 7, characterised in that the programmable storage control (SPS) is arranged on the loading device (13).
9. Apparatus according to one of claims 4 to 8, characterised in that the vertically displaceable sensor (19) is lower in its basic position than the lowermost
frame pin (10), and that the lowermost pin (31) of the loading device (13) is a reference
point for the vertically displaceable sensor (19).
1. Procédé pour garnir les broches de bobines (10) d'un cantre (11), ou d'un dispositif
similaire, avec des bobines de fil pleines (12) qui sont enfilées par un dispositif
de garnissage (13) sur des broches horizontales superposées (16) d'un chariot de transport
(15), lequel chariot est déplacé sur rails par un moteur de translation (23) entre
le dispositif de garnissage (13) et le cantre (11) et est positionné à l'aide d'un
capteur (25) dans une position prédéfinie devant le cantre (11), où les broches de
chariot (16) se trouvent dans l'alignement de broches (10) du cantre (11), caractérisé en ce que le capteur (25) est placé à la hauteur d'un étage de broches (b) du cantre
(11), en ce que les trajets (par exemple x1) du chariot de transport (15) lors de
son déplacement sont mis en mémoire, en ce que des signaux de capteur déclenchés par
des broches de cantre (10) sont mis en mémoire en fonction des trajets (par exemple
x1), et en ce que le chariot (15) est dirigé à l'aide des signaux de capteurs mis
en mémoire vers ses positions de transfert de bobines.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un capteur (19), réglable verticalement, du chariot de transport (15) est
aligné sur une rangée de broches verticale (1) du cantre (11) et est déplacé verticalement,
en ce que les signaux de capteur déclenchés par la rangée de broches verticale (1)
sont mis en mémoire en fonction de l'écart entre les broches, et en ce que des broches
de chariot (16) réglables verticalement sont réglées suivant les signaux de capteur
mis en mémoire.
3. Dispositif pour garnir les broches de bobines (10) d'un cantre (11) avec des bobines
de fil pleines (12), comportant un dispositif de garnissage (13) qui enfile les bobines
pleines (12) d'une réserve de bobines sur des broches horizontales superposées (16)
d'un chariot de transport (15), lequel chariot est apte à être déplacé sur rails par
un moteur de translation (23) entre le dispositif de garnissage (13) et le cantre
(11) et est apte à être positionné à l'aide d'un capteur (25) dans une position prédéfinie
devant le cantre (11), dans laquelle les broches de chariot (16) se trouvent dans
l'alignement de broches (10) du cantre (11), caractérisé en ce que le capteur (25) est placé à la hauteur d'un étage de broches (b) du cantre,
en ce qu'il est prévu un dispositif de mesure de trajet (18) qui met en mémoire les
trajets (par exemple xl) du chariot de transport (15) lors du déplacement de celui-ci,
en ce que des signaux du capteur (25) déclenchés par des broches (10) du cantre (11)
sont aptes à être mis en mémoire en fonction du résultat de mesure du dispositif de
mesure de trajet (18), et en ce que le moteur de translation (23) du chariot de transport
(15) peut commander les positions de transfert de bobines de celui-ci suivant les
signaux de capteur mis en mémoire.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'il est prévu sur le chariot de transport (15) un capteur (19) réglable verticalement,
en ce que des signaux de ce capteur (19) déclenchés par les broches (10) d'une rangée
de broches verticale (1) du cantre (11) sont aptes à être mis en mémoire par le dispositif
de mesure d'écartement en hauteur (21), et en ce qu'un mécanisme de commande (22)
qui déplace verticalement les broches de chariot (16) peut déplacer ces broches (16)
en fonction des signaux de capteur mis en mémoire.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que le capteur (19) réglable verticalement est apte à être déplacé avec les
broches de chariot (16) par le mécanisme de commande (22) de celles-ci.
6. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que le moteur de translation (23) et/ou le mécanisme de commande (22) entraînent
un générateur de course à haute résolution (24) qui est relié par une relation de
mesure au dispositif de mesure de trajet (18) et/ou au dispositif de mesure d'écartement
en hauteur (21).
7. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 6, caractérisé en ce que le dispositif de mesure de trajet (18) et/ou le dispositif de mesure d'écartement
en hauteur (21) sont aptes à être reliés à un automate programmable industriel (API).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'automate programmable industriel (API) est disposé sur le dispositif
de garnissage (13).
9. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 8, caractérisé en ce que le capteur (19) réglable verticalement se trouve plus bas, dans sa position
de base, que la broche de cantre (10) la plus basse, et en ce que la broche inférieure
(31) du dispositif de garnissage (13) constitue le point de référence pour le capteur
(19) réglable verticalement.