[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schließzylinder gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1, umfassend ein Zylindergehäuse mit mindestens einer eine Kernlagerfläche
aufweisenden Kernaufnahmebohrung, einen in der mindestens einen Kernaufnahmebohrung
um eine Kernachse drehbaren Zylinderkern, Zuhaltemittel, welche den Zylinderkern in
der Kernaufnahmebohrung n einer Sperrstellung gegen Drehung um die Kernachse blockieren
und welche in einer durch Zusammenwirken mit einem in einen Aufnahmekanal des Zylinderkerns
einführbaren Steuerungsorgan, insbesondere Schlüssel, herbeiführbaren Freigabestellung
den Zylinderkern zur Drehung um die Kernachse freigeben, wobei die Zuhaltemittel eine
Gruppe von Stiftzuhaltungen umfassen, jeweils mit einem Kernstift in einer im Zylinderkern
vorgesehenen Kernstiftbohrung und einem Gehäusestift in einer im Zylindergehäuse vorgesehenen
Gehäusestiftbohrung, welcher Gehäusestift durch Federkraft in Richtung auf den Kernstift
vorgespannt ist, wobei die Kernstifte jeweils eine Steuerungsorgan-Angriffsfläche
an einem ersten Ende aufweisen und eine Gehäusestift-Angriffsfläche an einem zweiten
Ende aufweisen.
[0002] Bei einem aus der deutschen Patentschrift Nr. 15 53 535 bekannten Schließzylinder
ist ein sich in einer Achsrichtung des Zylinderkerns erstreckender Sperrstift vorgesehen,
welcher an dem Kernstift der in einer Einschubrichtung des Schlüssels hintersten Stiftzuhaltung
angreift. Dabei drückt der Sperrstift durch Federvorspannung gegen eine im wesentlichen
kegelartig ausgebildete Schlüssel-Angriffsfläche dieses Kernstifts der hintersten
Stiftzuhaltung, so daß dann, wenn kein Schlüssel in den Zylinderkern eingeschoben
ist (Sperrstellung), dieser in einem Zustand ist, in dem einerseits die Steuerungsorgan-Angriffsfläche
des zugehörigen Kernstifts in Richtung auf die Kernlagerfläche zurückversetzt ist
und andererseits die Gehäusestift-Angriffsfläche diese Kernstifts in die Gehäusestiftbohrung
des Zylindergehäuses eintaucht. Durch diese Schließzylinderkonstruktion soll das Öffnen
des Schließzylinders durch einen Unbefugten erschwert werden, wobei von der Vorstellung
ausgegangen wird, daß dieser Unbefugte sich mit der Methode des "Abtastens" an den
Schließzylinder heranmacht, also versucht, die Schließcodierung der Zuhaltungen mit
einem geeigneten Hilfsmittel zu ermitteln, um nach den festgestellten Werten einen
Nachschlüssel anzufertigen. Dabei besteht die Überlegung, daß die Ermittlung des Maßes
für die Steuerungsposition des Nachschlüssels, welche dem vom Sperrstift beaufschlagten
Kernstift entspricht, erschwert ist, weil dieser Kernstift bei einem Abtastversuch
in einer durch den Sperrstift verfälschten Position liegt.
[0003] Zum Begriff des "Abtastens" wird verwiesen auf die deutsche Norm DIN 18252 Schließzylinder
für Türschlösser, Punkt 2.10 Abtastsicherheit.
[0004] Eine andere von Unbefugten häufig angewandte Methode zum unbefugten Öffnen eines
Schließzylinders ist die Methode des sogenannten "Aufpickens" oder "Picking". Diese
Methode ist in der weiter unten folgenden Figurenbeschreibungen im einzelnen erläutert.
Hier genügt der Hinweis, daß der Unbefugte mit einem Picking-Instrument, etwa einer
Nadel, in den Aufnahmekanal für den Schlüssel einfährt und versucht, durch radiale
Bewegung die Kernstifte in ihrer Position so zu beeinflussen, daß die Gehäusestifte
nacheinander aus den Kernstiftbohrungen austreten und damit eine Verdrehung des Zylinderkerns
freigeben.
[0005] Diese Methode des Aufpickens stellt eine besondere Gefahr dar, da sie für einen geschulten
Unbefugten bei Ausrüstung mit häufig hochentwickeltem Instrumentarium zu einem raschen
Öffnen eines Schließzylinders führen kann.
[0006] Aus der FR-A-25 77 969 ist ein Schließzylinder gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 bekannt, bei welchem zum Zwecke des Verbergens der wahren Länge des Kernzylinders
und zum Erschweren der Ertastung der offenen Positionen der einzelnen Zuhaltungen
bei zumindest einem der Kernstifte die zugehörige Schlüssel-Angriffsfläche bezüglich
benachbarter Kernstifte zurückversetzt ist. Auf diese Art und Weise wird mit einem
Abtastwerkzeug der Zugriff auf diese Stiftzuhaltung mit zurückversetzter Schlüsselangriffsfläche
erschwert.
[0007] Die US-A-1 414 348 zeigt eine Schließzylinderanordnung, bei welcher im Zylinderkern
Kernstiftbohrungen vorgesehen sind, die in den Zylinderkern gleich tief hineinragen
und somit die Lage der einzelnen Kernstifte in der Sperrstellung mit zueinander ausgerichteten
Schlüsselangriffsflächen definieren. Die DE-C-663 934 zeigt eine Schließzylinderanordnung,
bei welcher die Kernstifte durch abgestufte Bohrungen in ihrer Endlage gehalten werden.
Ein am offenen Ende des Schlüsseleinsteckkanals vorgesehener Kernstift ist zum Verbergen
der dahinter liegenden Kernstifte etwas länger ausgebildet.
[0008] Die Erfindung zielt insbesondere darauf ab, das Öffnen eines Schließzylinders nach
der Methode des Aufpickens mit vereinfachten Mitteln zu erschweren.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe wird einen Schließzylinder vorgeschlagen, wie er im Anspruch
1 angegeben ist.
[0010] Die Vorteile dieser Lösung werden im einzelnen in der nachfolgenden Figurenbeschreibung
erläutert. Hier genügt zunächst die Feststellung, daß der Zugang zu dem Kernstift
mit zurückversetzter Steuerungsorgan-Angriffsfläche durch ein Picking-Instrument erschwert
ist, ohne daß es eines federbelasteten, axial beweglichen Sperrstifts bedarf. Weitere
Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0011] Der erfindungsgemäße Schließzylinder wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden
Zeichnungen detailliert beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- einen schematischen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Schließzylinder;
- Figur 2
- eine Seitenansicht eines zum Betätigen des erfindungsgemäßen Schließzylinders geeigneten
Schlüssels.
[0012] Die Figur 1 zeigt einen schematischen achsenthaltenden Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen
Schließzylinder 10. Der Schließzylinder 10 ist dabei als Einfach-Schließzylinder dargestellt,
wie er beispielsweise bei Schranktüren oder dergleichen verwendet werden kann. Es
ist jedoch ebenso möglich, den erfindungsgemäßen Schließzylinder als Doppel-Schließzylinder
auszubilden, wie er beispielsweise bei von beiden Seiten zugänglichen Haus- oder Wohnungstüren
angewandt wird.
[0013] Der Schließzylinder 10 umfaßt ein Zylindergehäuse 12 mit einer Kernaufnahmebohrung
14. Die Kernaufnahmebohrung 14 weist eine Kernlagerfläche 16 auf und in die Kernaufnahmebohrung
14 ist ein auf der Kernlagerfläche 16 gelagerter Zylinderkern 18 eingeschoben.
[0014] Der Schließzylinder 10 weist eine Mehrzahl von Stiftzuhaltungen 20, 22, 24, 26, 28
auf, durch welche in an sich bekannter Weise der Zylinderkern 18 in einer in Figur
1 gezeigten Sperrstellung gegen Drehung um die Kernachse A innerhalb des Zylindergehäuses
12 blockiert ist. Bei Einschieben eines Schlüssels in einen im Zylinderkern 18 gebildeten
Aufnahmekanal 31 werden die Stiftzuhaltungen 20, 22, 24, 26, 28 jeweils in eine Freigabestellung
bewegt, so daß der Zylinderkern 18 um die Achse A drehbar ist.
[0015] Da die Stiftzuhaltungen 20, 22, 24, 26, 28 im wesentlichen identisch zueinander aufgebaut
sind, werden nachfolgend zum Veranschaulichen der wesentlichen Merkmale der vorliegenden
Erfindung nur die Stiftzuhaltungen 26 und 28 detailliert beschrieben. Die Stiftzuhaltungen
26 und 28 weisen jeweils Kernstifte 30, 32 auf, die in entsprechende Kernstiftbohrungen
34, 36 im Zylinderkern 18 eingesetzt sind. Ferner weisen die Stiftzuhaltungen 26,
28 jeweilige Gehäusestifte 38, 40 auf, die in jeweilige Gehäusestiftbohrungen 42,
44 im Zylindergehäuse 12 eingesetzt sind. Jeder der Kernstifte 30, 32 weist eine Steuerungsorgan-Angriffsfläche
46, 48 an einem Ende auf und eine Gehäusestift-Angriffsfläche 50, 52 an einem entgegengesetzten
Ende. In der in Figur 1 dargestellten Sperrstellung liegt die jeweilige Gehäusestift-Angriffsfläche
50, 52 der Kernstifte 30, 32 jeweils innerhalb der Kernstiftbohrungen 34, 36, so daß
die entsprechenden Gehäusestifte 38, 40 durch die Krafteinwirkung jeweiliger Federn
54, 56 teilweise in die Kernstiftbohrungen 34, 36 ragen.
[0016] Wie in Figur 1 ferner zu erkennen ist, ist eine Bohrungstiefe B1 der Kernstiftbohrung
36 der Stiftzuhaltung 28 kürzer als eine entsprechende Bohrungstiefe B2 der Stiftzuhaltung
26 und der Stiftzuhaltungen 20, 22, 24. Die Bohrungstiefe bezeichnet hier im allgemeinen
die Länge der zylindrischen Abschnitte der jeweiligen Kernstiftbohrungen ohne den
am Ende der jeweiligen Bohrungen gebildeten kegelförmigen Abschnitt. Die Bohrungstiefe
könnte ebenso die maximale Tiefe der jeweiligen Bohrungen im Bereich der Kegelspitze
bezeichnen.
[0017] Dies hat zur Folge, daß, wie in Figur 1 gezeigt, die Steuerungsorgan-Angriffsfläche
48 der Stiftzuhaltung 28 bezüglich der Steuerungsorgan-Angriffsfläche 46 der Stiftzuhaltung
26 und der entsprechenden Steuerungsorgan-Angriffsflächen der Stiftzuhaltungen 20,
22, 24 in Richtung auf die Kernlagerfläche 16 des Zylinderkerns 12 zurückversetzt
ist. Die Bohrungstiefe B1 bzw. B2 der Kernstiftbohrungen 36, 34 ist deshalb bestimmend
für die in Figur 1 dargestellten Positionen der Kernstifte 32 bzw. 30, da der Durchmesser
der Bohrungen 36, 34 so auf die Breite des Aufnahmekanals 31 senkrecht zur Zeichenebene
abgestimmt ist, daß an jeweils inneren Enden der Bohrungen 36, 34 durch die Verschneidung
der Bohrungen 36, 34 Anlageschultern 25 im Zylinderkern 18 gebildet sind. Beim Versuch,
die Stiftzuhaltungen 20, 22, 24, 26, 28 mittels einer in Figur 1 schematisch dargestellten
Picking-Nadel 56 im Sinne einer die Drehbarkeit des Zylinderkerns 18 gestattenden
Positionsveränderung der Stiftzuhaltungen 20, 22, 24 ,26 ,28 anzuschlagen, ist die
Steuerungsorgan-Angriffsfläche 48 der Stiftzuhaltung 28, wie nachfolgend detailliert
erklärt, für die Picking-Nadel 56 nur erschwert zu erreichen.
[0018] Die Picking-Nadel 56 kann beispielsweise eine Nadel eines Picking-Geräts sein, bei
dem die Nadel 56 in Richtung von Pfeilen P1 und P2 hin- und herbewegbar ist und dabei
jeweils auf die Steuerungsorgan-Angriffsflächen der Kernstifte 30, 32 der Stiftzuhaltungen
schlägt. Die Nadel 56 kann dabei entweder einzelne Schläge ausführen oder sie kann
periodisch betrieben werden. Beim Picking mittels eines Picking-Gerätes wird zusätzlich
an den Zylinderkern 18 ein Drehmoment um die Kernachse A angelegt. Werden nun die
Kernstifte der jeweiligen Stiftzuhaltungen angeschlagen, so wird dieser Impuls auf
die jeweiligen Gehäusestifte übertragen, so daß diese sich gegen die Federkraftwirkung
(z.B. 54,56) aus den Kernstiftbohrungen 34, 36 nach unten herausbewegen. Aufgrund
des um die Kernachse A angelegten Drehmoments bildet sich im Bereich der Kernlagerfläche
16 aufgrund einer unvermeidlichen Fertigungsungenauigkeit ein geringer Versatz zwischen
den Kernstiftbohrungen 34, 36 und den Gehäusestiftbohrungen 42, 44. Bewegen sich die
Gehäusestifte 38, 40 nach dem Austauchen aus den Kernstiftbohrungen 34, 36 wieder
in Richtung auf die Kernstiftbohrungen 34, 36 zu, so bleibt nun derjenige Gehäusestift,
der aufgrund der auftretenden Fertigungstoleranzen in seiner Gehäusestiftbohrung das
geringste Spiel hat, an einer im Bereich der Kernlagerfläche aufgrund des Versatzes
zwischen Kernstiftbohrungen und Gehäusestiftbohrungen durch eine Außenumfangsfläche
des Zylinderkerns 18 gebildeten Schulter hängen. Dies liegt daran, daß der Gehäusestift
mit dem geringsten Spiel in seiner Bohrung dieser durch die Außenumfangsfläche des
Kerns gebildeten Schulter nicht ausweichen kann. Da jedoch im wesentlichen dieser
Gehäusestift aufgrund seines geringen Spiels zuvor den Zylinderkern in Umfangsrichtung
gegen Drehung blockiert hat und dieser Stift nunmehr nicht mehr in die ihm zugeordnete
Kernstiftbohrung eintaucht, kann der Zylinderkern sich aufgrund des an diesem anliegenden
Drehmoments geringfügig weiterdrehen. Wird der Vorgang nachfolgend wiederholt, so
werden sukzessive die einzelnen Gehäusestifte der Stiftzuhaltungen an den jeweiligen
im Bereich der Umfangsfläche des Zylinderkerns gebildeten Schultern gefangen. Sind
alle Gehäusestifte gefangen, so ist der Kern zur Drehung innerhalb der Kernaufnahmebohrung
frei.
[0019] Wie in Figur 1 zu erkennen ist, ist jedoch die Steuerungsorgan-Angriffsfläche der
Stiftzuhaltung 48 gegenüber den anderen auf gleicher Höhe liegenden Steuerungsorgan-Angriffsflächen
in Richtung auf die Kernlagerfläche 16 zu zurückversetzt. Dies hat zur Folge, daß
beim Anschlagen der einzelnen Stiftzuhaltungen durch die Nadel 56 diese Steuerungsorgan-Angriffsfläche
48 durch die Nadel 56 nur erreicht werden kann, wenn die Nadel 56 zuvor die Kernstifte
der Stiftzuhaltungen 20, 22, 24, 26 um einen Betrag nach untengeschoben hat, welcher
einer Differenz zwischen den Bohrungstiefen B1 und B2 entspricht. Erst dann kommt
die Nadel 56 zur Anlage an der Steuerungsorgan-Angriffsfläche 48 und kann auch den
Kernstift 32 anschlagen. Dieses bedeutet jedoch, daß die Nadel 56 einen relativ großen
Hub im Aufnahmekanal 31 durchführen muß. Da jedoch der Aufnahmekanal 31 in der Regel
ein unregelmäßiges, beispielsweise schlangenlinienförmig verlaufendes, Querschnittsprofil
aufweist, ist es schwierig, mit einer derartigen Nadel 56 einen so großen Hub innerhalb
des Aufnahmekanals durchzuführen, ohne an jeweiligen Profilvorsprüngen im Aufnahmekanal
anzustoßen. Es ist somit durch das Zurückversetzen der Steuerungsorgan-Angriffsfläche
48 der Stiftzuhaltung 28 das vorangehend beschriebene Aufpicken des erfindungsgemäßen
Schließzylinders, beispielsweise mittels eines Picking-Gerätes, deutlich erschwert.
[0020] Wie in Figur 1 ferner zu erkennen ist, ist die Länge des Kernstifts 30 der Stiftzuhaltung
26 größer als der Abstand der Steuerungsorgan-Angriffsfläche 48 der Stiftzuhaltung
28 von der Kernlagerfläche 16 in dem in Figur 1 gezeigten Sperrzustand. Dies hat zur
Folge, daß dann, wenn die Nadel 56 einen derart großen Hub durchführt, daß sie auch
den Kernstift 32 anschlagen kann, der Kernstift 30 der Stiftzuhaltung 26 so weit aus
seiner Kernstiftbohrung 34 nach unten herausgeschoben ist, daß er teilweise in die
Gehäusestiftbohrung 42 des ihm zugeordneten Gehäusestifts 38 eintaucht. Dies bedeutet,
daß in dem Moment, in dem der Kernstift 30 angeschlagen wird und der ihm zugeordnete
Gehäusestift 40 aus der Kernstiftbohrung 36 austaucht, der Kernstift 30 der Stiftzuhaltung
26 den Zylinderkern 18 gegen ein inkrementelles Weiterdrehen in der Kernaufnahmebohrung
14 sichert. Dieser Effekt kann zusätzlich noch dadurch verstärkt werden, daß eine
Querschnittsabmessung, d. h. der Durchmesser, des Kernstifts 30 der Stiftzuhaltung
26 größer ist als die entsprechende Querschnittsabmessung des diesem zugeordneten
Gehäusestifts 38. Wird dann beim Anschlagen des Kernstifts 32 der Stiftzuhaltung 28
der Kernstift 30 der Stiftzuhaltung 26 durch die Nadel 56 in die Gehäusestiftbohrung
42 eingeschoben, so ist das durch den Kernstift 30 und die Gehäusestiftbohrung 42
zugelassene Drehspiel für den Zylinderkern um die Kernachse A geringer als das von
dem entsprechenden Gehäusestift 38 und der Gehäusestiftbohrung 42 bzw. der Kernstiftbohrung
34 zugelassene Drehspiel. Dies bedeutet, daß der Kernstift 30 den Zylinderkern 18
noch mehr in der Weiterdrehbarkeit einschränkt als der ihm zugeordnete Gehäusestift
38. Aufgrund der somit noch weiter beschränkten Drehbarkeit des Zylinderkerns 18 ist
die Wahrscheinlichkeit, daß der durch Anschlagen des Kernstifts 32 aus der Kernstiftbohrung
36 ausgetauchte Gehäusestift 40 der Stiftzuhaltung 28 beim nachfolgenden Zurückbewegen
in die Kernstiftbohrung 36 an einer an der Umfangsfläche des Zylinderkerns 18 gebildeten
Schulter hängenbleibt, nur sehr gering. D. h., die dem Picking zugrunde liegende Absicht,
nacheinander alle Gehäusestifte im Bereich der Lagerfläche 16 zu fangen und am Eintreten
in die zugehörigen Kernstiftbohrungen zu hindern, ist jedenfalls für den Fall der
Stiftzuhaltung 28 nur schwer zu verwirklichen. Es ist somit durch den erfindungsgemäßen
Schließzylinder eine hohe Sicherheit gegen das Aufpicken der Stiftzuhaltungen, beispielsweise
mittels einer Picking-Nadel, gegeben.
[0021] Unabhängig von der durch Querschnittsvergrößerung des Kernstifts 30 herbeigeführten
Erschwerung des Einfangens des in Richtung auf den Zylinderkern 18 zurückkehrenden
Gehäusestifts 40 wird durch die Längenvorschrift:
Länge des Kernstifts 30 größer als Abstand B1 der zurückversetzten Steuerungsorgan-Angriffsfläche
48 von der Kernlagerfläche 16 in der Sperrstellung
noch eine weitere Erhöhung der Sicherheit gegen Aufpicken erreicht, insbesondere dann,
wenn diese Längenvorschrift für mehrere oder alle der anderen Stiftzuhaltungen 20,22,24,26
erfüllt ist.
[0022] Zur beispielhaften Erläuterung sei angenommen, daß die vorstehend genannte Vorschrift
für alle anderen Stiftzuhaltungen 20,22,24,26 erfüllt sei. Nimmt man nun den schlimmsten
Fall an, daß es bereits gelungen ist, durch Picking-Beaufschlagung der Stiftzuhaltungen
20,22,24,26 deren zugehörige Gehäusestifte nach unterhalb der Kernlagerfläche 16 zu
verlagern, und daß es weiter gelungen ist, die Gehäusestifte der Stiftzuhaltungen
20,22,24,26 im Bereich der Kernlagerfläche 16 durch Drehmomentanlegung an den Zylinderkern
18 zu fangen, während die Stiftzuhaltung 28 noch in der Sperrstellung gemäß Fig. 1
ist, so müßte der Aufbrecher nur noch durch Beaufschlagung des Kernstifts 32 der Stiftzuhaltung
28 deren Gehäusestift 40 unterhalb die Kernlagerfläche 16 bewegen. Dabei begegnet
er aber immer noch einer Erschwerung, weil die Steuerungsorgan-Angriffsfläche 48 dann
immer noch nach unten zurückversetzt ist bezüglich der Steuerungsorgan-Angriffsflächen
der anderen Stiftzuhaltungen 20,22,24,26, obwohl diese gegenüber der Stellung nach
Fig. 1 maximal soweit nach unten versetzt sind, daß die zugehörigen Gehäusestift-Angriffsflächen
50 bündig mit der Kernlagerfläche liegen.
[0023] Unabhängig von der Einhaltung der obigen Längenvorschrift könnte ein der erfindungsgemäßen
Vorschrift
In der Sperrstellung liegen die Gehäusestift-Angriffsflächen 50,52 der Kernstifte,
vorzugsweise aller Kernstifte, innerhalb der jeweiligen Kernstiftbohrungen, und außerdem
ist in der Sperrstellung die Steuerungsorgan-Angriffsfläche 48 von mindestens einem,
und vorzugsweise nur einem, Kernstift 32 gegenüber den Steuerungsorgan-Angriffsflächen
46 der anderen Kernstifte 30 in Richtung auf die Kernlagerfläche 16 zurückversetzt
gehorchender Schließzylinder in seiner Sicherheit gegen Picking-Aufbruchsversuche
auch dadurch noch weiter verbessert werden, daß wenigstens eine, vorzugsweise mehrere
und am besten alle Stiftzuhaltungen 20-26 in der Sperrstellung gemäß Fig. 1 ein größeres
Drehspiel bei Drehmomentanlegung an den Zylinderkern 18 zulassen als die Stiftzuhaltung
28. Dann ist nämlich sichergestellt, daß der Gehäusestift 40 der Stiftzuhaltung 28
niemals als letzter im Bereich der Lagerfläche 16 gefangen werden muß (nämlich auf
dem Rückweg von einer aus der Kernstiftbohrung 36 ausgetauchten Stellung in Richtung
auf den Zylinderkern 18), sondern immer mindestens einer der Gehäusestifte der übrigen
Stiftzuhaltungen 20-26 als letzter gefangen werden muß. Dann trifft nämlich in jedem
Zeitpunkt des Vorgangs fortschreitender Einfangung von Gehäusestiften immer zu, daß
die Steuerungsorgan-Angriffsfläche 48 der Stiftzuhaltung 28 bezüglich der Steuerungsorgan-Angriffsfläche
wenigstens einer anderen Stiftzuhaltung 20-26 in Richtung der Kernlagerfläche 16 zurückversetzt
ist. Man kann dies beispielsweise dadurch erreichen, daß man einen, vorzugsweise mehrere,
höchst vorzugsweise alle Gehäusestifte der Stiftzuhaltungen 20-26 mit größerem Bewegungsspiel
bezüglich der jeweils zugehörigen Gehäusestiftbohrung ausführt als im Falle der Stiftzuhaltung
28.
[0024] Die Figur 2 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Schlüssels 60, welcher beispielsweise
zum Betätigen des erfindungsgemäßen Schließzylinders 10 verwendet werden kann. Dieser
Schlüssel weist ein Schlüsselprofil 61 auf, welches dem bereits vorangehend erwähnten
Profil des Aufnahmekanals 31 entspricht.
[0025] Wie in Figur 2 insbesondere zu erkennen ist, weist der Schlüssel 60 eine niveauvariierte
Steuerungsbahn 62 auf mit jeweiligen Steuerungspositionen 64, 66, 68, 70, 72 für die
Stiftzuhaltungen 20, 22, 24, 26 bzw. 28. Dabei weisen die jeweiligen Steuerungspositionen
verschiedene Niveauabstände von der in Figur 2 schematisch dargestellten Kernlagerfläche
16 auf, wenn der Schlüssel 60 in den Aufnahmekanal 30 eingeschoben ist.
[0026] Wie in Figur 2 insbesondere zu erkennen ist, ist dabei ein Niveauabstand C1 der Steuerungsposition
72 für die Stiftzuhaltung 28 mit der zurückversetzten Steuerungsorgan-Angriffsfläche
48 kleiner als ein Niveauabstand C2 der Steuerungsposition 70 für die Stiftzuhaltung
26 mit dem langen Kernstift 30. Dies ist eine Folge daraus, daß der Kernstift 30 eine
Länge aufweist, die größer ist als der Abstand der Steuerungsorgan-Angriffsfläche
48 des Kernstifts 32 von der Lagerfläche 16 im Sperrzustand. Dies würde selbst dann
gelten, wenn in der Figur 1 ohne sonstige Änderungen der Kernstift 32 nach unten verlängert
wäre, so daß seine Gehäusestift-Angriffsfläche 52 nur noch kurz überhalb der Kernlagerfläche
16 liegt.
[0027] Obgleich in den Figuren der erfindungsgemäße Schließzylinder derart dargestellt ist,
daß die Stiftzuhaltung mit zurückversetzter Steuerungsorgan-Angriffsfläche bei Betrachtung
von einem Steuerungsorgan-Einführende des Aufnahmekanals her die hinterste Stiftzuhaltung
ist, ist es jedoch ebenso möglich, daß eine der anderen Stiftzuhaltungen eine zurückversetzte
Steuerungsorgan-Angriffsfläche aufweist. Vorteilhafterweise ist jedoch nicht die vorderste
Stiftzuhaltung (Stiftzuhaltung 20 in Figur 1) mit einer entsprechenden zurückversetzten
Steuerungsorgan-Angriffsfläche ausgestattet, da dies dazu führen würde, daß bei Betrachten
der Stiftzuhaltungen vom Steuerungsorgan-Einführende her erkannt werden könnte, daß
die vorderste Stiftzuhaltung eine zurückversetzte Steuerungsorgan-Angriffsfläche aufweist.
[0028] Darüber hinaus ist es möglich, daß die Kernstiftbohrungen der anderen Stiftzuhaltungen
(Stiftzuhaltungen 20-26 in Figur 1) nicht die gleiche Bohrungstiefe aufweisen, sondern
daß Bohrungen verschiedener Tiefen vorgesehen sind. Zur Erreichung eines sicherheitserfüllenden
Effekts ist es nur notwendig, die Steuerungsorgan-Angriffsfläche wenigstens einer
Stiftzuhaltung in Richtung auf die Kernlagerfläche zurückzuversetzen gegenüber der
Steuerungsorgan-Angriffsfläche mindestens einer anderen Stiftzuhaltung.
[0029] Die Erfindung kann in fertigungstechnisch einfacher Weise dadurch realisiert werden,
daß die den Kernstift (32) mit zurückversetzter Steuerungsorgan-Angriffsfläche (48)
aufnehmende Kernstiftbohrung (36) kürzer ausgebildet ist als die Kernstiftbohrungen
(34) der anderen Kernstifte (30). Auf diese Weise ist der erfindungsgemäße Schließzylinder
in besonders einfacher und kostengünstiger Weise durch differenziertes Bohren der
Kernstiftbohrungen herstellbar. Alternativ ist es jedoch auch möglich, durch Einschieben
eines Stiftelements in eine die entsprechende Kernstiftbohrung schneidende Stiftelement-Aufnahmebohrung
das Zurückversetzen dieses Kernstifts zu erreichen.
[0030] Es ist ein weiteres sicherheitserhöhendes Merkmal, daß die Stiftzuhaltung (28), deren
Steuerungsorgan-Angriffsfläche (48) zurückversetzt ist, in solcher Weise auf die anderen
Stiftzuhaltungen (20, 22, 24, 26) abgestimmt ist, daß nach Austauchen des der Stiftzuhaltung
(28) mit der zurückversetzten Steuerungsorgan-Angriffsfläche (48) zugeordneten Gehäusestifts
(40) aus der zugehörigen Kernstiftbohrung (36) infolge einer Beaufschlagung der zurückversetzten
Steuerungsorgan-Angriffsfläche (48), dieser Gehäusestift (40) auch dann wieder unter
Wirkung der Federkraft in die zugehörige Kernstiftbohrung (36) zurückkehren kann,
wenn an dem Zylinderkern (18) ein Drehmoment anliegt. Dazu kann beispielsweise vorgesehen
sein, daß die Länge von mindestens einem der anderen Kernstifte (30), im folgenden
genannt langer Kernstift, größer ist als der Abstand der zurückversetzten Steuerungsorgan-Angriffsfläche
(48) von der Kernlagerfläche (16) in der Sperrstellung. Es kann somit also erreicht
werden, daß dann, wenn eine Picking-Nadel einen derartigen Hub durchfüht, daß sie
den Kernstift mit zurückversetzter Steuerungsorgan-Angriffsfläche anschlagen kann,
der lange Kernstift in jedem Falle in die diesem zugeordnete Gehäusestiftbohrung eintaucht
und somit den Zylinderkern (18) gegen Drehung sichert. Dabei kann weiter der lange
Kernstift (30) in seiner Querschnittsabmessung derart auf die Querschnittsabmessung
der zugehörigen Gehäusestiftbohrung (42) abgestimmt sein, daß beim Eintauchen des
langen Kernstifts (30) in die zugehörige Gehäusestiftbohrung (42) ein bei Drehmomentanlegung
an den Zylinderkern (18) mögliches Drehspiel des Zylinderkerns (18) um die Kernachse
(A) durch das Zusammenwirken des langen Kernstifts (30) mit der zugehörigen Gehäusestiftbohrung
(42) in einem Maße eingeschränkt ist, welches ein Hängenbleiben des einmal aus der
Kernstiftbohrung (36) ausgetauchten Gehäusestifts (40) der Stiftzuhaltung (28) mit
zurückversetzter Steuerungsorgan-Angriffsfläche (48) im Bereich der Lagerfläche (16)
verhindert, wenn dieser Gehäusestift (40) sich unter der Wirkung seiner Federvorspannung
(56) wieder auf den Zylinderkern (18) zu bewegt. Hierzu kann beispielsweise der lange
Kernstift (30) eine größere Querschnittsabmessung aufweisen, als der ihm zugeordnete
Gehäusestift (38) .
[0031] Der Erfindungsgedanke kann in der Weise realisiert werden, daß wenigstens drei und
vorzugsweise wenigstens fünf Stiftzuhaltungen (20, 22, 24, 26, 28) vorgesehen sind,
wobei die Steuerungsorgan-Angriffsflächen (46) der anderen Kernstifte (30) im Sperrzustand
auf einer geraden Verbindungslinie liegen, und wobei die zurückversetzte Steuerungsorgan-Angriffsfläche
(48) hinter diese Verbindungslinie zurückversetzt ist. Es sollte dabei aber unabhängig
davon, ob die Verbindungslinie zwischen den Steuerungsorgan-Angriffsflächen (46) der
anderen Kernstifte (30) parallel zur Kernachse (A) oder bezüglich dieser geneigt verläuft,
immer sichergestellt sein, daß die Steuerungsorgan-Angriffsfläche (48) des Kernstifts
(32) mit zurückversetzter Steuerungsorgan-Angriffsfläche nicht auf dieser Verbindungslinie
liegt und somit selbst bei schrägem Einführen einer Picking-Nadel nur erschwert angeschlagen
werden kann.
[0032] Ausgehend davon, daß die Stiftzuhaltungen (20, 22, 24, 26, 28) im Zylinderkern (18)
entlang der Kernachse (A) aufeinanderfolgend angeordnet sind, sollte die Stiftzuhaltung
(28) mit der zurückversetzten Steuerungsorgan-Angriffsfläche (48) bei Betrachtung
von einem Steuerungsorgan-Einführende des Aufnahmekanals (31) her nicht die erste
Stiftzuhaltung sein. Es kann dadurch sichergestellt werden, daß bei Betrachtung des
erfindungsgemäßen Schließzylinders von dem Einführende des Aufnahmekanals (31) her
nicht erkannt werden kann, welche der Stiftzuhaltungen die zurückversetzte Steuerungsorgan-Angriffsfläche
aufweist. Bevorzugt ist die Stiftzuhaltung (28) mit der zurückversetzten Steuerungsorgan-Angriffsfläche
(48) bei Betrachtung von dem Steuerungsorgan-Einführende des Aufnahmekanals (31) her
die letzte Stiftzuhaltung.
[0033] Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist an dem Schlüssel (60),
der eine niveauvariierte Steuerungsbahn (62) mit längs der Steuerungsbahn (62) verteilten
Steuerungspositionen (64, 66, 68, 70, 72) unterschiedlichen Niveauabstands von der
Kernlagerfläche (16) aufweist, der Niveauabstand (C1) für die Stiftzuhaltung (28)
mit zurückversetzter Steuerungsorgan-Angriffsfläche (48) kleiner als der Niveauabstand
(C2) der Stiftzuhaltung (26) mit dem langen Kernstift (30).
[0034] Nach einer anderen Betrachtungsweise wurde durch die Erfindung ein Schließzylinder
mit Kernstifte (30, 32) und Gehäusestifte (40, 42) umfassenden Stiftzuhaltungen (26,
28) geschaffen, bei dem die Kernstifte (30, 32) in Kernstiftbohrungen (34, 36) eines
Zylinderkerns (18) verschiebbar aufgenommen sind und die Bohrungstiefe mindestens
einer Kernstiftbohrung (36) dabei geringer ist als die Bohrungstiefe der anderen Kernstiftbohrungen
(34).
[0035] Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung betrifft diese ein Verfahren zur Herstellung
eines erfindungsgemäßen Schließzylinders und seines zugehörigen Schlüssels mit den
Verfahrensmerkmalen, daß man in dem Schließzylinderkern (18) Kernstiftbohrungen (34,36)
vorsieht, von denen mindestens eine (36) eine Kernstift-Anschlagfläche besitzt, welche
gegenüber Kernstift-Anschlagflächen anderer Kernstiftbohrungen (34) zurückversetzt
ist, daß man in die mindestens eine Kernstiftbohrung mit der zurückversetzten Anschlagfläche
einen Kernstift (32) einsetzt, welcher bei nicht gestecktem Schlüssel mit seiner Gehäusestift-Angriffsfläche
(52) innerhalb der Kernstiftbohrung (36) liegt, daß man einen Schlüsselrohling mit
dem Profil eines Schlüsselaufnahmekanals (31) des Zylinderkerns (18) profilangepaßtem
Rohlingsschaft bereitstellt, in diesen Rohlingsschaft als Steuerungspositionen Kerben
einarbeitet und dabei eine für die Stiftzuhaltung mit zurückversetzter Steuerungsorgan-Angriffsfläche
(48) bestimmte Ausnehmung (Steuerungsposition 72) mit einem Abstand zur Kernlagerfläche
(16) ausführt, welcher kleiner ist als der entsprechende Abstand im Falle mindestens
einer anderen Stiftzuhaltung.
1. Schließzylinder (10), umfassend ein Zylindergehäuse (12) mit mindestens einer eine
Kernlagerfläche (16) aufweisenden Kernaufnahmebohrung (14), einen in der mindestens
einen Kernaufnahmebohrung (14) um eine Kernachse (A) drehbaren Zylinderkern (18),
Zuhaltemittel (20, 22, 24 26, 28), welche den Zylinderkern (18) in der Kernaufnahmebohrung
(14) in einer Sperrstellung gegen Drehung um die Kernachse (A) blockieren und welche
in einer durch Zusammenwirken mit einem in einen Aufnahmekanal (31) des Zylinderkerns
(18) einführbaren Steuerungsorgan (60), insbesondere Schlüssel (60), herbeiführbaren
Freigabestellung den Zylinderkern (18) zur Drehung um die Kernachse (A) freigeben,
wobei die Zuhaltemittel (20, 22, 24, 26, 28) eine Gruppe von Stiftzuhaltungen (20,
22, 24, 26, 28) umfassen, jeweils mit einem Kernstift (30, 32) in einer im Zylinderkern
(18) vorgesehenen Kernstiftbohrung (34, 36) und einem Gehäusestift (38, 40) in einer
im Zylindergehäuse (12) vorgesehenen Gehäusestiftbohrung (42, 44), welcher Gehäusestift
durch Federkraft in Richtung auf den Kernstift (30, 32) vorgespannt ist, wobei die
Kernstifte (30, 32) jeweils eine Steuerungsorgan-Angriffsfläche (46, 48) an einem
ersten Ende aufweisen und eine Gehäusestift-Angriffsfläche (50, 52) an einem zweiten
Ende aufweisen, wobei in der Sperrstellung die Gehäusestift-Angriffsflächen (50, 52)
der Kernstifte (30, 32) innerhalb der jeweiligen Kernstiftbohrungen (34, 36) liegen,
und wobei in der Sperrstellung die Steuerungsorgan-Angriffsfläche (48) von einem Kernstift
(32) eines Zuhaltemittels (28) gegenüber den Steuerungsorgan-Angriffsflächen (46)
der Kernstifte (30) der anderen Zuhaltemittel (20, 22, 24, 26) in Richtung auf die
Kernlagerfläche (16) zurückversetzt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lage der Kernstifte (30, 32) in der Sperrstellung durch das Ende der zugehörigen
Kernstiftbohrung (34, 36) vorgegeben ist,
daß die den Kernstift (32) mit zurückversetzter Steuerungsorgan-Angriffsfläche (48)
aufnehmende Kernstiftbohrung (36) kürzer ausgebildet ist als die Kernstiftbohrungen
(34) der anderen Kernstifte (30), und
daß in der Sperrstellung des Zylinderkerns (18) die Länge des Kernstiftes (30) eines,
bezüglich des zurückversetzten Kernstiftes (32), benachbarten Zuhaltemittels (26),
größer ist als der Abstand der zurückversetzten Steuerungsorgan-Angriffsfläche (48)
von der Kernlagerfläche (16).
2. Schließzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der lange Kernstift (30)
in seiner Querschnittsabmessung derart auf die Querschnittsabmessung der zugehörigen
Gehäusestiftbohrung (42) abgestimmt ist, daß beim Eintauchen des langen Kernstifts
(30) in die zugehörige Gehäusestiftbohrung (42) ein bei Drehmomentanlegung an den
Zylinderkern (18) mögliches Drehspiel des Zylinderkerns (18) um die Kernachse (A)
durch das Zusammenwirken des langen Kernstifts (30) mit der zugehörigen Gehäusestiftbohrung
(42) in einem Maße eingeschränkt ist, welches ein Hängenbleiben des einmal aus der
Kernstiftbohrung (36) ausgetauchten Gehäusestifts (40) der Stiftzuhaltung (28) mit
zurückversetzter Steuerungsorgan-Angriffsfläche (48) im Bereich der Lagerfläche (16)
verhindert, wenn dieser Gehäusestift (40) sich unter der Wirkung seiner Federvorspannung
(56) wieder auf den Zylinderkern (18) zu bewegt.
3. Schließzylinder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der lange Kernstift (30)
eine größere Querschnittsabmessung aufweist als der ihm zugeordnete Gehäusestift (38).
4. Schließzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens drei und vorzugsweise wenigstens fünf Stiftzuhaltungen (20, 22, 24, 26,
28) vorgesehen sind, wobei die Steuerungsorgan-Angriffsflächen (46) der anderen Kernstifte
(30) im Sperrzustand auf einer geraden Verbindungslinie liegen, und wobei die zurückversetzte
Steuerungsorgan-Angriffsfläche (48) hinter diese Verbindungslinie zurückversetzt ist.
5. Schließzylinder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungslinie
achsparallel ist.
6. Schließzylinder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungslinie
bezüglich der Kernachse (A) geneigt angeordnet ist.
7. Schließzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stiftzuhaltungen (20, 22, 24, 26,28) im Zylinderkern (18) entlang der Kernachse
(A) aufeinanderfolgend angeordnet sind und daß die Stiftzuhaltung (28) mit der zurückversetzten
Steuerungsorgan-Angriffsfläche (48) bei Betrachtung von einem Steuerungsorgan-Einführende
des Aufnahmekanals (31) her nicht die erste Stiftzuhaltung ist.
8. Schließzylinder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stiftzuhaltung (28)
mit der zurückversetzten Steuerungsorgan-Angriffsfläche (48) bei Betrachtung von dem
Steuerungsorgan-Einführende des Aufnahmekanals (31) her die letzte Stiftzuhaltung
ist.
9. Schließzylinder nach Anspruch 2 oder nach einem der Ansprüche 3 - 8, sofern auf Anspruch
2 rückbezogen, wobei der Schlüssel (60) eine niveauvariierte Steuerungsbahn (62) mit
längs der Steuerungsbahn (62) verteilten Steuerungspositionen (64, 66, 68, 70, 72)
unterschiedlichen Niveauabstands von der Kernlagerfläche (16) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Niveauabstand (C1) für die Stiftzuhaltung (28) mit zurückversetzter Steuerungsorgan-Angriffsfläche
(48) kleiner ist als der Niveauabstand (C2) der Stiftzuhaltung (26) mit dem langen
Kernstift (30).
10. Verfahren zur Herstellung eines Schließzylinders mit Schlüssel, dadurch gekennzeichnet,
daß man zur Herstellung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 9 in dem Schließzylinderkern
(18) Kernstiftbohrungen (34,36) vorsieht, von denen mindestens eine (36) eine Kernstift-Anschlagfläche
besitzt, welche gegenüber Kernstift-Anschlagflächen anderer Kernstiftbohrungen (34)
zurückversetzt ist, daß man in die mindestens eine Kernstiftbohrung mit der zurückversetzten
Anschlagfläche einen Kernstift (32) einsetzt, welcher bei nicht gestecktem Schlüssel
mit seiner Gehäusestift-Angriffsfläche (52) innerhalb der Kernstiftbohrung (36) liegt,
daß man einen Schlüsselrohling mit dem Profil eines Schlüsselaufnahmekanals (31) des
Zylinderkerns (18) profilangepaßtem Rohlingsschaft bereitstellt, in diesen Rohlingsschaft
als Steuerungspositionen Kerben einarbeitet und dabei eine für die Stiftzuhaltung
mit zurückversetzter Steuerungsorgan-Angriffsfläche (48) bestimmte Ausnehmung (72)
mit einem Abstand zur Kernlagerfläche (16) ausführt, welcher kleiner ist als der entsprechende
Abstand im Falle mindestens einer anderen Stiftzuhaltung.
1. A cylinder lock (10), comprising a cylinder housing (12) having at least one plug
receiving bore (14) comprising a plug bearing surface (16), a cylinder plug (18) rotatable
about a plug axis (A) in the plug receiving bore (14) of which there is at least one,
tumbler means (20, 22, 24, 26, 28), which block the cylinder plug (18) in the plug
receiving bore (14) in a blocked position against rotation about the plug axis (A)
and which, in a release position achievable by interaction with a control member (60)
insertable into a receiving channel (31) in the cylinder plug (18), release the cylinder
plug (18) to rotate about the plug axis (A), the tumbler means (20, 22, 24, 26, 28)
comprising a group of pin tumblers (20, 22, 24, 26, 28), each with a plug pin (30,
32) in a plug pin bore (34, 36) provided in the cylinder plug (18) and a housing pin
(38, 40) in a housing pin bore (42, 44) provided in the cylinder housing (12), which
housing pin is preloaded by spring force in the direction of the plug pin (30, 32),
the plug pins (30, 32) each comprising a control member engagement surface (46, 48)
at a first end and a housing pin engagement surface (50, 52) at a second end, the
housing pin engagement surfaces (50, 52) of the plug pins (30, 32) lying within the
respective plug pin bores (34, 36) in the blocked position and the control member
engagement surface (48) of one plug pin (32) of a tumbler means (28) being set back
in the blocked position relative to the control member engagement surfaces (46) of
the plug pins (30) of the other tumbler means (20, 22, 24, 26) in the direction of
the plug bearing surface (16),
characterised in that
the position of the plug pins (30, 32) is predetermined in the blocked position by
the end of the associated plug pin bore (34, 36),
the plug pin bore (36) accommodating the plug pin (32) with set-back control member
engagement surface (48) is of shorter construction than the plug pin bores (34) of
the other plug pins (30), and,
when the cylinder plug (18) is in the blocked position, the length of the plug pin
(30) of a neighbouring tumbler means (26) relative to the set-back plug pin (32) is
larger than the distance between the set-back control member engagement surface (48)
and the plug bearing surface (16).
2. A cylinder lock according to claim 1, characterised in that the cross-sectional dimension
of the long plug pin (30) is conformed to the cross-sectional dimension of the associated
housing pin bore (42) in such a way that, when the long plug pin (30) dips into the
associated housing pin bore (42), rotatory play which may be exhibited by the cylinder
plug (18) about the plug axis (A) when torque is applied to the cylinder plug (18)
is restricted by the interaction of the long plug pin (30) with the associated housing
pin bore (42), to such an extent that the housing pin (40) of the pin tumbler (28)
with set-back control member engagement surface (48), once it has left the plug pin
bore (36), is prevented from catching in the area of the bearing surface (16), if
this housing pin (40) moves back towards the cylinder plug (18) under the action of
the spring preloading (56) thereof.
3. A cylinder lock according to claim 2, characterised in that the long plug pin (30)
exhibits a larger cross-sectional dimension than the housing pin (38) associated therewith.
4. A cylinder lock according to one of the preceding claims, characterised in that at
least three and preferably at least five pin tumblers (20, 22, 24, 26, 28) are provided,
the control member engagement surfaces (46) of the other plug pins (30) lying on a
straight connecting line in the blocked state and the set-back control member engagement
surface (48) being set back behind this connecting line.
5. A cylinder lock according to claim 4, characterised in that the connecting line is
axially parallel.
6. A cylinder lock according to claim 4, characterised in that the connecting line is
disposed at an angle relative to the plug axis (A).
7. A cylinder lock according to one of the preceding claims, characterised in that the
pin tumblers (20, 22, 24, 26, 28) are arranged in the cylinder plug (18) in succession
along the plug axis (A) and in that the pin tumbler (28) having the set-back control
member engagement surface (48) is not the first pin tumbler, when viewed from a control
member insertion end of the receiving channel (31).
8. A cylinder lock according to claim 7, characterised in that the pin tumbler (28) having
the set-back control member engagement surface (48) is the last pin tumbler when viewed
from the control member insertion end of the receiving channel (31).
9. A cylinder lock according to claim 2 or according to one of claims 3-8, insofar as
they refer back to claim 2, the key (60) comprising a varied-level control path (62)
with control positions (64, 66, 68, 70, 72) distributed along the control path (62)
at different spacings from the plug bearing surface (16), characterised in that the
spacing (C1) for the pin tumbler (28) with set-back control member engagement surface
(48) is smaller than the spacing (C2) of the pin tumbler (26) with the long plug pin
(30).
10. A method of producing a cylinder lock with key, characterised in that, to produce
a device according to one of claims 1 to 9, plug pin bores (34, 36) are provided in
the cylinder lock plug (18), of which at least one (36) comprises a plug pin stop
surface, which is set back relative to the plug pin stop surfaces of other plug pin
bores (34), in that a plug pin (32) is inserted into the plug pin bore with set-back
stop surface, of which there is at least one, which plug pin (32) lies with its housing
pin engagement surface (52) inside the plug pin bore (36) when the key is not inserted,
in that a key blank is provided with a blank barrel conformed to the profile of a
key receiving channel (31) in the cylinder plug (18), notches are formed in this blank
barrel as control positions and a recess (72) designed for the pin tumbler with set-back
control member engagement surface (48) is formed at a distance from the plug bearing
surface (16) which is smaller than the corresponding distance in the case of at least
one other pin tumbler.
1. Cylindre de fermeture (10), comprenant un boîtier (12) avec au moins un alésage (14)
de réception du noyau et présentant une surface de support (16) du noyau, un noyau
(18) qui peut tourner dans le ou les alésage(s) (14) de réception du noyau, autour
d'un axe (A) du noyau, des moyens d'arrêt (20, 22, 24, 26, 28), qui bloquent le noyau
(18) du cylindre dans l'alésage (14) de réception du noyau, dans une position de blocage,
contre une rotation autour de l'axe (A) du noyau, et qui autorisent le noyau (18)
du cylindre à tourner autour de l'axe (A) du noyau, dans une position d'autorisation
qui peut être provoquée par coopération avec un organe de commande (60), notamment
une clé (60), à introduire dans un canal de réception (31) du noyau (18) du cylindre,
les moyens d'arrêt (20, 22, 24, 26, 28) comprenant un groupe d'arrêts à goupille (20,
22, 24, 26, 28) chacun avec une goupille de noyau (30, 32) dans un perçage (34, 36)
pour goupille de noyau prévu dans le noyau (18) du cylindre ainsi qu'une goupille
de boîtier (38, 40) dans un perçage (42, 44) pour goupille de boîtier prévu dans le
boîtier (12) du cylindre, laquelle goupille de boîtier est précontrainte par la force
d'un ressort en direction de la goupille de noyau (30, 32), les goupilles de noyau
(30, 32) présentant chacune une surface d'action (46, 48) pour l'organe de commande
à une première extrémité, et une surface d'action (50, 52) pour la goupille de boîtier
à une deuxième extrémité, les surfaces d'action (50, 52) de la goupille de boîtier
des goupilles de noyau (30, 32) se situant, en position de blocage, à l'intérieur
des perçages (34, 36) pour les goupilles de noyau, et en position de blocage, la surface
d'action (48) de l'organe de commande d'une goupille de noyau (32) d'un moyen d'arrêt
(28) étant décalée vers l'arrière, en direction de la surface de support (16) du noyau,
par rapport aux surfaces d'action (46) de l'organe de commande des goupilles de noyau
(30) des autres moyens d'arrêt (20, 22, 24, 26),
caractérisé
en ce que la position des goupilles de noyau (30, 32) est imposée, dans la position
de blocage, par l'extrémité du perçage (34, 36) correspondant pour la goupille de
noyau,
en ce que le perçage (36) qui reçoit la goupille de noyau (32), avec surface d'action
(48) de l'organe de commande en retrait, est plus court que les perçages (34) des
autres goupilles de noyau (30), et
en ce que dans la position de blocage du noyau (18) du cylindre, la longueur de la
goupille de noyau (30) d'un moyen d'arrêt (26), voisin par rapport à la goupille de
noyau (32) en retrait, est plus grande que la distance de la surface d'action (48)
de l'organe de commande en retrait, par rapport à la surface de support (16) du noyau.
2. Cylindre de fermeture selon la revendication 1, caractérisé en ce que la dimension
de la section de la longue goupille de noyau (30) est adaptée à la dimension de la
section du perçage (42) correspondant pour la goupille de boîtier, de manière que
lorsque la longue goupille de noyau (30) pénètre dans le perçage (42) correspondant
pour la goupille de boîtier, un éventuel jeu de rotation du noyau (18) du cylindre
autour de l'axe (A) du noyau est réduit, au moment où un couple de rotation s'applique
au noyau (18) du cylindre, par la coopération de la longue goupille (30) du noyau
avec le perçage (42) correspondant pour la goupille de boîtier, d'une mesure qui empêche
que la goupille de boîtier (40) de l'arrêt à goupille (28), avec surface d'action
(48) de l'organe de commande en retrait, ressortant du perçage (36) pour goupille
de noyau, ne se bloque dans la région de la surface de support (16), lorsque cette
goupille de boîtier (40) se déplace à nouveau vers le noyau (18) du cylindre, sous
l'action de sa précontrainte de ressort (56).
3. Cylindre de fermeture selon la revendication 2, caractérisé en ce que la longue goupille
de noyau (30) présente une plus grande dimension de sa section que la goupille de
boîtier (38) qui lui est associée.
4. Cylindre de fermeture selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
que sont prévus au moins trois et de préférence cinq arrêts à goupille (20, 22, 24,
26, 28), les surfaces d'action (46) de l'organe de commande des autres goupilles de
noyau (30) se situant, à l'état de blocage, sur une ligne de liaison droite, et la
surface d'action (48) de l'organe de commande en retrait étant décalée vers l'arrière,
derrière cette ligne de liaison.
5. Cylindre de fermeture selon la revendication 4, caractérisé en ce que la ligne de
liaison est parallèle à l'axe.
6. Cylindre de fermeture selon la revendication 4, caractérisé en ce que la ligne de
liaison est inclinée par rapport à l'axe (A) du noyau.
7. Cylindre de fermeture selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
que les arrêts à goupille (20, 22, 24, 26, 28) sont disposés les uns derrière les
autres dans le noyau (18) du cylindre, le long de l'axe (A) du noyau, et en ce que
l'arrêt à goupille (28), avec la surface d'action (48) de l'organe de commande en
retrait, n'est pas le premier arrêt à goupille, lorsqu'on l'observe à partir d'une
extrémité du canal de réception (31 ) pour l'introduction de l'organe de commande.
8. Cylindre de fermeture selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'arrêt à goupille
(28) avec la surface d'action (48) de l'organe de commande en retrait est le dernier
arrêt à goupille, lorsqu'on l'observe à partir de l'extrémité du canal de réception
(31) pour l'introduction de l'organe de commande.
9. Cylindre de fermeture selon la revendication 2 ou selon l'une des revendications 3
à 8, lorsqu'elles se rattachent à la revendication 2, dans lequel la clé (60) présente
une ligne de commande (62) de niveau variable avec des positions de commande (64,
66, 68, 70, 72), réparties le long de la ligne de commande (62), dont les distances
de niveau par rapport à la surface de support (16) du noyau sont différentes, caractérisé
en ce que la distance de niveau (C1) pour l'arrêt à goupille (28) avec surface d'action
(48) de l'organe de commande en retrait, est inférieure à la distance de niveau (C2)
de l'arrêt à goupille (26) avec la longue goupille de noyau (30).
10. Procédé de fabrication d'un cylindre de fermeture avec clé, caractérisé en ce que
pour la fabrication d'un dispositif selon l'une des revendications 1 à 9, on prévoit,
dans le noyau (18) du cylindre de fermeture, des perçages (34, 36) pour goupilles
de noyau, dont un perçage (36) au moins présente une surface de butée de la goupille
de noyau qui est en retrait par rapport à d'autres surfaces de butée de goupilles
de noyau d'autres perçages (34) pour goupilles de noyau, en ce que dans le ou les
perçages pour goupilles de noyau, avec la surface de butée en retrait, on insère une
goupille de noyau (32) qui, lorsque la clé n'est pas introduite, se situe avec sa
surface d'action (52) de la goupille de boîtier à l'intérieur du perçage (36) pour
goupille de noyau, en ce que l'on réalise une ébauche de clé dont l'ébauche de tige
est adaptée dans son profil au profil d'un canal (31) de réception de clé du noyau
(18) du cylindre, en ce que l'on pratique dans cette ébauche de tige des encoches
servant de positions de commande, et en ce qu'on réalise ce faisant un évidement (72),
destiné à l'arrêt à goupille avec surface d'action (48) de l'organe de commande en
retrait, à une distance, par rapport à la surface (16) du support du noyau, qui est
inférieure à la distance correspondante dans le cas d'au moins un autre arrêt à goupille.