| (19) |
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(11) |
EP 0 772 495 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.01.1999 Patentblatt 1999/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.07.1995 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9500/947 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9603/216 (08.02.1996 Gazette 1996/07) |
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| (54) |
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR ERZEUGUNG UND DOSIERUNG EINES PULVERAEROSOLS
PROCESS AND DEVICE FOR GENERATING AND METERING A POWDERED AEROSOL
PROCEDE ET DISPOSITIF PERMETTANT DE PRODUIRE ET DE DOSER UN AEROSOL PULVERULENT
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
25.07.1994 DE 4426264
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.05.1997 Patentblatt 1997/20 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- LINS, Günter
D-91056 Erlangen (DE)
- MICHELT, Berthold
D-90762 Fürth (DE)
- SEEBÖCK, Robert
D-91088 Bubenreuth (DE)
- VERLEGER, Jobst
D-91052 Erlangen (DE)
- MOLL, Helmut
D-91058 Erlangen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 297 309 EP-A- 0 557 553 FR-A- 947 479 FR-A- 2 340 136 FR-A- 2 690 634 US-A- 2 105 275
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EP-A- 0 441 300 DE-A- 3 826 101 FR-A- 1 421 249 FR-A- 2 581 324 GB-A- 688 268 US-A- 3 305 140
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Erzeugung und Dosierung eines
Pulveraerosols, bei dem Pulver mit Ultraschall beaufschlagt wird, wozu das Pulver
in Verbindung mit einem Ultraschallschwingsystem steht und durch die Einwirkung des
Ultraschalls aufgewirbelt sowie von einem Trägergas aufgenommen wird, mit einem Gefäß
für das Pulver und wenigstens einem Ultraschallgeber, wobei dem Gefäß Anschlüsse einerseits
eines Zuleitungsrohres für das Trägergas und andererseits eines Ausleitungsrohres
für das Pulveraerosol zugeordnet sind.
[0002] Ausgangsmaterialien für eine Plasma-Kurzzeitverdampfung sind Pulver. Um Pulver in
ein Plasma zu transportieren, bringt man es in ein Trägergas ein, so daß ein Aerosol
entsteht, das in den Plasmabrenner geleitet werden kann. Zur vollständigen Verdampfung
aller in das Plasma eingebrachten Pulverkörner dürfen bestimmte, maximale Korngrößen
der Pulver nicht überschnitten werden. Weiterhin sollen Zusammenballungen, d.h. Agglomerate,
von Pulverkörnern verhindert werden, da solche Agglomerate infolge ihrer Masse nicht
vollständig verdampfbar sind.
[0003] Induktiv gekoppelte Plasmabrenner können bei einem Gasdruck arbeiten, der erheblich
unter dem Atmosphärendruck liegt, beispielsweise bei 250 mbar. Da das Pulverfördersystem
zwangsläufig mit dem Plasmabrenner verbunden ist, muß dafür gesorgt werden, daß der
Arbeitsdruck im Plasmabrenner durch den Einfluß des Pulverförderers nicht unzulässig
ansteigt.
[0004] Bisher wurden für die Erzeugung des für die Plasma-Kurzzeitverdampfung benötigten
Aerosols beispielsweise Bürstendosierer verwendet. Dabei wird das zu einem zylindrischen
Körper gestopfte Pulver durch ein Rohr zu einer rotierenden Metallbürste vorgeschoben,
die eine der Vorschubgeschwindigkeit proportionale Menge des Pulvers vom Stopfkörper
abträgt. Ein den Bürstenraum durchsetzender Gasstrom nimmt dann das Pulver auf und
transportiert es an den Ort, an dem es benötigt wird.
[0005] Weiterhin ist es auch bekannt, Pulverpartikel durch einen Gasstrom in einem Wirbelbett
aufzuwirbeln. Hierbei sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich, die entweder zur Abscheidung
oder zur Zertrümmerung von Agglomeraten führen.
[0006] Die Verwirbelung von Pulvern kann mittels Ultraschall erfolgen. Aus der DE-C 28 42
232 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Zerstauben von Flüssigkeiten, Suspensionen
und Emulsionen, agglomerierten Stäuben bzw. Pulvern sowie Mischungen derselben bekannt,
bei dem die zu zerstäubenden Stoffe bzw. Stoffgemische in die Druckknoten einer stehenden
Schallwelle in einem gasförmigen Medium gefördert und dort ohne Kontakt mit den schallerregenden
Teilen des Ultraschallwandlers dispergiert werden. Daneben ist aus der DE-A 30 49
244 eine Vorrichtung zur Erzeugung von Flüssigkeitsnebel mittels Ultraschall bekannt,
bei welcher eine piezoelektrisch ereugte Schallschwingung in einem Flüssigkeitsgefäß
eine Bodenplatte in Schwingungen hoher Frequenz versetzt, wodurch die im Gefäß enthaltene
Flüssigkeit mit Ultraschall beaufschlagt wird. Diese Einrichtung dient speziell zur
Vernebelung von medizinischen Flüssigkeiten.
[0007] Weiterhin ist aus der DE-A-38 26 101 eine Einrichtung, gemäß Oberbegriff des Anspruchs
1, zum mechanischen Erregen eines in einem Behälter befindlichen fließfähigen Stoffes
mittels Ultraschall bekannt, mit der insbesondere pulverförmige Stoffe zum Erzeugen
therapeutischer Aerosole vernebelt werden sollen, bei der das Pulver in Kontakt mit
einer Ultraschallquelle steht. Als Ultraschallquelle ist dabei ein Ultraschallschwinger
unmittelbar in der Senke des Behälters vorgesehen. Eine ähnliche Anordnung wird in
der EP-A-0 441 300 beschrieben, bei der eine Anzahl von Ultraschallschwingern im Behälter
verteilt angeordnet sind. Bei dieser Einrichtung wird das Tragergas flächenhaft über
eine Filterplatte dem Pulver zugeführt, während das Ausleitungsrohr für das Pulveraerosol
in das Gefäß hineinragt.
[0008] Aus der EP-A- 0 557 533 ist weiterhin ein Ultraschallzerstäuber für Flüssigkeiten
bekannt, bei dem die Flüssigkeit direkt auf eine konkave Oberfläche einer mit einem
Ultraschallwandler verbundenen Sonotrode getröpfelt wird. Schließlich ist aus der
FR-A 2 581 324 eine Vorrichtung zur Erzeugung eines Pulveraerosols bekannt, die nach
dem Fließbettverfahren arbeitet und für die Oberflächenbearbeitung nach einem Sandstrahlverfahren
vorgesehen ist. Dabei sind einem Gefäß für das Pulver Anschlüsse für ein Zuleitungsrohr
für das Trägergas einerseits und ein in das Gefäß hineinragendes Ausleitungsrohr für
das erzeugte Pulveraerosol zugeordnet.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, Pulver speziell für die Plasma-Kurzzeitverdampfung
derart aus einem Vorratsbehälter zu entnehmen, daß etwaig vorhandene Agglomerate bei
der Entnahme zerstört werden, und es derart in den Plasmabrenner zu befördern, daß
bei der Dosierung sowie auf dem Weg vom Vorratsbehälter zum Plasmabrenner keine erneute
Agglomeration von Pulverkörnern zu unzulässig großen, nicht vollständig verdampfbaren
Körpern eintritt.
[0010] Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Gefäß eine Sonotrode mit
einem Ultraschallgeber verbunden oder daß die Sonotrode selbst Teil des Gefäßes ist,
und daß gleichermaßen das Zuleitungsrohr für das Trägergas und das Ausleitungsrohr
für das Pulveraerosol in das Gefäß hineinragen, wobei die Abstände von der Gefäßwand
jeweils derart vorgegeben sind, daß eine Selektion der Pulverteilchen nach ihrer Masse
bewirkt wird. Beim zugehörigen Betriebsverfahren erfolgt die Anwendung des Trägergases
mit Drücken unterhalb Atmosphärendruckes, wobei die Abstände von der Gefäßwand jejeweils
derart vorgegeben sind, daß eine Selektion der Pulverteilchen nach ihrer Masse bewirkt
wird.
[0011] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Figurenbeschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung. Es zeigen jeweils
in schematischer Darstellung
- Figur 1
- einen Pulverförderer mit Ultraschallankopplung durch eine Flüssigkeit im Schnitt,
- Figur 2
- eine Aufsicht auf einen solchen Pulverförderer,
- Figur 3
- eine alternative Ausführungsform zur Figur 1,
- Figur 4
- die zugehörige Aufsicht,
- Figur 5
- eine weitere Alternative zu Figur 1
- Figur 6
- einen Pulverförderer mit Ultraschallankopplung durch einen Festkörper und
- Figur 7
- die Komplettierung eines Pulverförderers mit Mitteln zur Überwachung der Pulverkonzentration.
[0012] Gleiche bzw. gleichwirkende Teile sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0013] In Figur 1 ist ein Pulverförderer mit 1 bezeichnet. In diesem Beispiel ist in eine
Flüssigkeit 2 eines bekannten Ultraschallbades 4 ein Behälter 6 eingetaucht, auf dessen
Boden ein zu förderndes Pulver 8 verteilt ist. Der Behälter 6 enthält ein Zuleitungsrohr
10 sowie ein Ausleitungsrohr 12 für das Trägergas 14. Auf dem Weg durch den Behälter
6 wird das durch Ultraschalleinwirkung aufgewirbelte Pulver durch das Ausleitungsrohr
12 aufgenommen. Eine weitere Öffnung, die in Figur 1 nicht konkret dargestellt ist,
ermöglicht es, den Behälter 6 mit Pulver zu füllen.
[0014] In der Flüssigkeit 2 können Zusätze, beispielsweise Salze, gelöst sein, die die Schallgeschwindigkeit
und damit die Ultraschalleinkopplung in den Behälter 6 beeinflussen. Die Ultraschallschwingungen
können auch auf andere als die angegebene Weise in den Behälter 6 eingekoppelt werden.
Beispielsweise kann ein Ultraschallgeber unmittelbar mechanisch mit dem Vorratsbehälter
verbunden sein.
[0015] Aus Figur 2 ergibt sich, daß der Behälter einen kreisförmigen Querschnitt besitzt.
Das Zuleitungsrohr 10 und das Ausleitungsrohr 12 sind dabei derart angeordnet, daß
ihre Achsen b bzw. c Tangenten an bezüglich des Behälterquerschnittes konzentrische
Kreise mit den Radien R
b bzw. R
c darstellen, wobei R
b > R
c ist. Im Extremfall kann das Zuleitungsrohr 10 unmittelbar tangential am Mantel des
Behälters 6 angebracht sein.
[0016] Die tangentiale Anordnung des Zuleitungsrohres 10 bewirkt, daß das Trägergas zusammen
mit dem aufgewirbelten Pulver 8 in eine Drehbewegung innerhalb des Behälters 6 versetzt
wird. Durch die dabei auftretende, der Masse der Pulverteilchen proportionale Zentrifugalkraft
werden etwa vorhandene unzulässig schwere Pulverbestandteile weiter in Richtung auf
die Behälterwand abgelenkt als leichtere Pulverbestandteile. Die Anordnung des Ausleitungsrohres
12 an einer weiter innen liegenden Position ermöglicht die selektive Entnahme von
Pulverbestandteilen, deren Masse in einem bestimmten zulässigen Bereich liegt.
[0017] Speziell aus Figur 3 ergibt sich, daß die Enden des Zuleitungsrohres 10 und des Ausleitungsrohres
12 in unterschiedlichen Höhen h
10 bzw. h
12 bezüglich des Bodens des Behälters 6 angeordnet sein können. Insbesondere, wenn h
10 > h
12 ist, wird die Schwerkraft ausgenutzt, um eine Trennung der schweren und leichten
Teilchen vorzunehmen.
[0018] In Figur 4 ist das Ende des Zuleitungsrohres 10 tangential bezüglich eines dem kreisförmigen
Querschnitt des Behälters 6 konzentrischen Kreises mit dem Radius R
b angeordnet, so daß das Trägergas 14 mit dem von ihm aufgenommenen Pulver 8 in eine
Drehbewegung versetzt wird. Das Zuleitungsrohr 10 ist dabei so positioniert, daß sein
Ende unterhalb der Öffnung des Ausleitungsrohres 12 liegt, so daß leichte Pulverbestandteile
bevorzugt von dem Ausleitungsrohr 12 aufgenommen werden. Das Ende des Ausleitungsrohres
12 hat dabei vom Mittelpunkt des kreisförmigen Querschnittes des Behälters 6 den Abstand
R
12 mit R
12 > R
10. Bei den Beispielen gemäß Figur 1 bis 3 wurde davon ausgegangen, daß das Zuleitungsrohr
10 bzw. das Ausleitungsrohr 12 als zylindrische Rohre mit überall gleichem Durchmesser
ausgeführt sind. Diese sind derart angeordnet, daß ihre Endstücke auf einer gemeinsamen
Achse a liegen, die horizontal über dem Boden des Behälters 6 verläuft. Die Enden
des Zuleitungsrohres 10 und des Ausleitungsrohres 12 können jedoch auch als Düsen
ausgebildet sein.
[0019] Speziell in Figur 5 ist die komplette Einrichtung zur Zu- und Ableitung des Trägergases
als Gasstrahlpumpe ausgelegt. Dabei wird ein Teil des Trägergases, welcher zur Aerosolbildung
dient, durch ein weiteres Zuleitungsrohr 16 sowie durch Öffnungen 18 dem mit Ultraschall
beaufschlagten Mischraum 20 innerhalb des Behälters 6 zugeführt. Gegebenenfalls können
statt der Öffnungen 18 auch die Poren in einer Membran oder Fritte für den gleichen
Zweck verwendet werden. Hierzu sind in Figur 5 das Zuleitungsrohr 10 und das Ableitungsrohr
12 an ihren Endbereichen mit Lavaldüsen 22 und 24 komplettiert. Dadurch wird beim
Einströmen des Trägergases in den Mischraum Überschallgeschwindigkeit erreicht. Im
Mischraum 20 expandiert das Trägergas weiter, bis Druckgleichheit mit dem umgebenen
Gas-Pulver-Aerosol herrscht, wobei die Trägergasgeschwindigkeit weiter ansteigt. Letzteres
führt zur intensiven Durchmischung des Aerosols mit dem Trägergas. Diese Mischung
tritt dann in die Staudüse 24 ein, wobei der weitere Strömungsverlauf von dem im Ausgang
herrschenden Gegendruck abhängt.
[0020] Bei einer durch die in Figur 5 angegebene Kombination der Prinzipien der Ultraschall-Aerosolbildung
und der Gasstrahlpumpe ergibt sich eine optimale Eindüsung des zu fördernden Pulvers
in den Trägergasstrom.
[0021] Bei spezifischen Abwandlungen der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen kann
das Ausleitungsrohr 12 die Gestalt einer Spirale mit einer geeigneten Anzahl von Windungen
erhalten.
[0022] Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6 wird das Pulver 8 durch einen Festkörper an
den Ultraschallgeber 40 gekoppelt. Hierzu ist eine Sonotrode 38 vorhanden. Zur Aufnahme
des Pulvers 8 ist die Sonotrode an ihrem dafür vorgesehenen Ende vorzugsweise kalottenförmig
ausgehöhlt. Der Behälter 6 wird im wesentlichen durch einen Hohlkörper gebildet, dessen
Boden eine Öffnung aufweist, durch die die Sonotrode 38 im Innenraum des Behälters
6 hineinragt. Der Boden des Hohlkörpers ist vorteilhafterweise in der Ebene eines
Schwingungsknotens der Sonotrode 38 angeordnet und am Umfang der Öffnung vakuumdicht
mit der Sonotrode verbunden. In einem oberen, der Sonotrode abgewandten Teil ist der
Behälter 6 an seiner Innenseite derart ausgebildet, daß seine Innenwandung beispielsweise
den Mantel eines Kegelstumpfes bildet. Dabei ist der kleinere Durchmesser des Kegelstumpfes
so gewählt, daß das mit der Wand in Berührung kommende Pulver 8 durch Einwirkung der
Schwerkraft auf das kalottenförmig ausgebildete Ende der Sonotrode 38 zurückgeführt
wird.
[0023] Wie bereits beschrieben, enthalt der Behälter 6 in Figur 6 ein Zuleitungsrohr 10
sowie ein Ausleitungsrohr 12 für das Trägergas 14, das auf seinem Weg durch den Behälter
das durch die Ultraschalleinwirkung aufgewirbelte Pulver 8 aufnimmt. Es ist eine dritte,
vakuumdicht verschließbare Öffnung vorhanden, die in Figur 6 nicht im einzelnen dargestellt
ist und es ermöglicht, den Behälter 6 mit Pulver zu füllen.
[0024] Bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen ist der Ultraschallgeber für
den bestimmungsgemäßen Gebrauch mit einem Ultraschallgenerator 36 verbunden, der bei
einer Frequenz im Bereich von beispielsweise 20 bis 40 kHz mit Ultraschallamplituden
arbeitet, die als Funktion der Korngröße des Pulvers 8 sowie der gewünschten Förderrate
einstellbar sind. Die Sonotrode 38 oder das Ultraschallbad 4 überträgt die Ultraschallschwingungen
mit einer Amplitude im Bereich von einigen um. Das Pulver 8 wird dadurch aufgewirbelt
und vom Strom des Trägergases 14 aufgenommen und mitgeführt.
[0025] Gemäß Figur 7 ist dem Behälter 6 eine optische Einrichtung zugeordnet. Dazu kann
der Behälter 6 selbst vorzugsweise aus lichtdurchlässigem Material bestehen oder zumindest
zwei lichtdurchlässige Fenster 26 und 28 aufweisen, welche derart angeordnet sind,
daß eine Überwachung der Pulverkonzentration innerhalb des Behälters 6 durch Messung
der Absorption oder der Streuung eingestrahlten Lichtes möglich ist. Eine hierfür
vorhandene Lichtquelle ist vorzugsweise ein Laser. Das in einem Detektor 32 mit Hilfe
einer in Figur nur angedeuteten Optik 34 erzeugte Meßsignal wird dazu verwendet, Leistung
und/oder Frequenz des Ultraschallgenerators 36 zu regeln. Die Regelung kann auch durch
ein Meßsignal erfolgen, das auf andere Weise gewonnen wurde. Beispielsweise kann die
Intensität der vom Plasmabrenner emittierten Linienstrahlung der im eingebrachten
Pulver enthaltenen Elemente zur Regelung herangezogen werden.
[0026] In weiterer Abwandlung der beschriebenen Ausführungsformen kann der Behälter 6 bzw.
der Mischraum 20 Elektroden enthalten, die den Betrieb einer elektrischen Entladung
im Aerosol ermöglichen. Eine solche elektrische Entladung kann auch gegebenenfalls
elektrodenlos, beispielsweise durch Einkopplung von Mikrowellen, in einem den Behälter
6 umschließenden Hohlraumresonator erzeugt werden.
1. Vorrichtung zur Erzeugung und Dosierung eines Pulveraerosols, bei dem Pulver mit Ultraschall
beaufschlagt wird, wozu das Pulver in Verbindung mit einem Ultraschallschwingsystem
steht und durch die Einwirkung des Ultraschalls aufgewirbelt sowie von einem Trägergas
aufgenommen wird, mit einem Gefäß (6) für das Pulver und wenigstens einem Ultraschallgeber
(40), wobei am Gefäß (6) Anschlüsse einerseits eines Zuleitungsrohres (10) für das
Trägergas und andererseits eines Ausleitungsrohres (12) zwecks Aufnahme des aufgewirbelten
Pulvers vorhanden sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Gefäß (6) über eine Sonotrode (38) mit dem Ultraschallgeber (40) verbunden
oder daß die Sonotrode (38) selbst Teil des Gefäßes (6) ist, und daß gleichermaßen
das Zuleitungsrohr (10) für das Trägergas sowie das Ausleitungsrohr (12) für das Pulveraerosol
in das Gefäß (6) hineinragen, wobei die Abstände (h10, h12) von der Gefäßwand jeweils
derart vorgegeben sind, daß eine Selektion der Pulverteilchen nach ihrer Masse bewirkt
wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsfläche der Sonotrode (38) konkav ausgebildet ist und an das Gefäß
(6) angepaßt ist oder gleichermaßen eine Aufnahme als Teil des Gefäßes (6) bildet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anwendung von Ultraschallfrequenzen von 20 bis 40 kHz die Sonotrode (38)
Ultraschallamplituden von einigen Mikrometern, insbesondere bis zu 10 µm, liefert.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zuleitungsrohr (10) und das Ausleitungsrohr (12) tangential an bezuglich
des Querschnittes des Behälters (6) konzentrischen Kreisen verlaufen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zuleitungsrohr (10) und das Ausleitungsrohr (12) mit ihren Enden in unterschiedlichen
Höhen (h10 bzw. h12) bezüglich des Bodens des Behälters (6) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zuleitungsrohr (10)und das Ausleitungsrohr (12) zylindrische Rohre mit gleichem,
konstanten Durchmesser sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden des Zuleitungsrohres (10) und des Ausleitungsrohres (12) als Düsen
(22, 29) ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zuleitungs- und das Ausleitungsrohr (10, 12) für das Trägergas als Gasstrahlpumpe
ausgelegt sind und ein Teil des Trägergases über ein zweites Zuleitungsrohr (16) und
gegebenenfalls durch zusätzliche Öffnungen (18) dem mit Ultraschall beaufschlagten
Mischraum (20) im Behälter (6) zugeführt wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zuleitungsrohr (10) und das Ableitungsrohr (12) als Lavaldüse (22, 29) ausgebildet
sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausleitungsrohr (12) eine Spirale mit einer geeigneten Anzahl von Windungen
bildet.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmebehälter (6) für das Pulver aus einem lichtdurchlässigen Material
besteht oder zumindest an zwei radial gegenüberliegenden Stellen lichtdurchlässige
Fenster (26, 28) zwecks Einstrahlung und Empfang von Licht zur Überwachung der Pulverkonzentration
aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle (30) ein Laser ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Gefäß (6) bzw. dem Mischraum (20) Mittel für den Betrieb einer elektrischen
Entladung im Aerosol zugeordnet sind.
14. Betriebsverfahren einer Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 bis
13, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasdruck im Gefäß (6) unterhalb dem Atmosphärendruck liegt.
1. Device for generating and metering a powder aerosol, in which ultrasound is applied
to the powder, for which purpose the powder is connected to an ultrasonic vibration
system and is fluidised by the action of the ultrasound and taken up by a carrier
gas, said device having a receptacle (6) for the powder and at least one ultrasonic
transmitter (40), with connections for a supply pipe (10) for the carrier gas on the
one hand and for an outlet pipe (12) for the purpose of receiving the fluidised powder
on the other hand being allocated to the receptacle (6), characterised in that the
receptacle (6) is connected to the ultrasonic transmitter (40) by way of a sonotrode
(38) or in that the sonotrode (38) itself is a portion of the receptacle (6), and
in that equally the supply pipe (10) for the carrier gas and the outlet pipe (12)
for the powder aerosol protrude into the receptacle (6), with the distances (h10,
h12) from the receptacle wall being in each case specified in such a way that a selection
of the powder particles according to their mass is effected.
2. Device according to claim 1, characterised in that the working surface of the sonotrode
(38) is concave and adapted to the receptacle (6) or equally forms a receiver as part
of the receptacle (6).
3. Device according to claim 1, characterised in that in the case of the use of ultrasonic
frequencies of 20 to 40 kHz, the sonotrode (38) delivers ultrasonic amplitudes of
several micrometres, in particular up to 10 µm.
4. Device according to claim 1, characterised in that the supply pipe (10) and the outlet
pipe (12) extend tangentially to circles which are concentric with respect to the
cross-section of the container (6).
5. Device according to claim 1, characterised in that the ends of the supply pipe (10)
and the outlet pipe (12) are arranged at different heights (h10 and h12 respectively) in relation to the base of the container (6).
6. Device according to claim 1, characterised in that the supply pipe (10) and the outlet
pipe (12) are cylindrical pipes having the same, constant diameter.
7. Device according to claim 1, characterised in that the ends of the supply pipe (10)
and of the outlet pipe (12) are constructed as nozzles (22, 29).
8. Device according to claim 1, characterised in that the supply pipe (10) and the outlet
pipe (12) for the carrier gas are designed as a gas jet pump, and a portion of the
carrier gas is supplied by way of a second supply pipe (16) and possibly through additional
openings (18) to the mixing chamber (20) in the container (6), to which mixing chamber
ultrasound is applied.
9. Device according to claim 1, characterised in that the supply pipe (10) and the outlet
pipe (12) are constructed as Laval nozzles (22, 29).
10. Device according to claim 1, characterised in that the outlet pipe (12) forms a spiral
having a suitable number of turns.
11. Device according to claim 1, characterised in that the receiving container (6) for
the powder consists of a transparent material or has transparent windows (26, 28)
in at least two radially opposed positions, for the purpose of irradiation and reception
of light for monitoring the powder concentration.
12. Device according to claim 11, characterised in that the light source (30) is a laser.
13. Device according to claim 1, characterised in that means for the operation of an electrical
discharge in the aerosol are allocated to the receptacle (6) or to the mixing chamber
(20).
14. Operating method of a device according to claim 1 or one of the claims 2 to 13, characterised
in that the gas pressure in the receptacle (6) is below atmospheric pressure.
1. Dispositif de production et d'addition de manière dosée d'un aérosol pulvérulent dans
lequel la poudre reçoit des ultrasons, la poudre étant en liaison à cet effet avec
un système oscillant à ultrasons et étant mise en tourbillonnement par l'action des
ultrasons et étant prise par un gaz porteur, comprenant une enceinte (6) pour la poudre
et au moins un générateur (40) d'ultrasons, des raccords d'une part d'un conduit (10)
d'amenée du gaz porteur et d'autre part d'un conduit (12) de sortie en vue de la réception
de la poudre mise en tourbillonnement étant prévus sur l'enceinte (6), caractérisé
en ce que l'enceinte (6) communique par l'intermédiaire d'une sonotrode (38) avec
le générateur (40) d'ultrasons ou en ce que la sonotrode (38) fait partie elle-même
de l'enceinte (6) et en ce que le tube (10) d'amenée du gaz porteur ainsi que le tube
(12) de sortie de l'aérosol pulvérulent font pareillement saillie dans l'enceinte
(6), les distances (h10, h12) par rapport à la paroi de l'enceinte étant prescrites
respectivement de manière à provoquer une sélection des particules de poudre en fonction
de leur masse.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la surface de travail
de la sonotrode (38) est concave et est adaptée à l'enceinte (6) ou pareillement forme
un logement faisant partie de l'enceinte (6).
3. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que, lorsque l'on utilise
des fréquences d'ultrasons de 20 à 40 kHz, la sonotrode fournit des amplitudes d'ultrasons
de quelques microns, notamment jusqu'à 10 µm.
4. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le tube (10) d'amenée
et le tube (12) de sortie s'étendent tangentiellement à des cercles concentriques
dans la section transversale de l'enceinte (6).
5. Dispositif suivant la revendication 1. caractérisé en ce que le tube (10) d'amenée
et le tube (12) de sortie ont leurs extrémités à des niveaux (h10 et h12) différents
par rapport au fond de l'enceinte (6).
6. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le tube (10) d'amenée
et le tube (12) de sortie sont des tubes cylindriques ayant un même diamètre constant.
7. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les extrémités des tubes
(10) d'amenée et du tube (12) de sortie sont constituées en buses (22, 29).
8. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le tube (10) d'amenée
et le tube (12) de sortie pour le gaz porteur sont constitués en éjecteurs à gaz et
une partie du gaz porteur est envoyée par un second tube (16) d'amenée, le cas échéant
par des orifices (18) supplémentaires, à la chambre de mélange de l'enceinte (6) qui
est soumise aux ultrasons.
9. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le tube (10) d'amenée
et le tube (12) de sortie sont constitués sous à forme de buses (22, 29) de Laval.
10. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le tube (12) de sortie
forme une spirale ayant un nombre convenable de spires.
11. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que l'enceinte (6) de réception
de la poudre est en un matériau transparent ou comporte au moins en deux endroits
radialement opposés des hublots (26, 28) transparents, en vue de l'envoi et de la
réception de lumière pour surveiller la concentration de poudre.
12. Dispositif suivant la revendication 11, caractérisé en ce que la source (30) lumineuse
est un laser.
13. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est associé à l'enceinte
(6) ou à la chambre (20) de mélange des moyens pour provoquer une décharge électrique
dans l'aérosol.
14. Procédé pour faire fonctionner un dispositif selon la revendication 1 ou l'une des
revendications 2 à 13, caractérisé en ce que la pression gazeuse dans l'enceinte (6)
est inférieure à la pression atmosphérique.