[0001] Die Erfindung betrifft eine Verpackung mit einer Außenumhüllung aus transparentem
oder klarsichtigem Verpackungsmaterial, wie Kunststoffolie, insbesondere eine Zigaretten-Verpackung.
Weiterhin betrifft die Erfindung Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen bzw. Vorbereiten
der Außenumhüllung dieser Verpackung.
[0002] Zigaretten-Verpackungen, aber auch andere Verpackungen, sind üblicherweise so aufgebaut,
daß sie von einer Außenumhüllung aus Zellglas oder Kunststoffolie umgeben sind, und
zwar in klarsichtiger Ausführung. Obwohl die so ausgebildete Außenumhüllung den Blick
auf die Verpackung selbst uneingeschränkt freigeben soll, wird aus verschiedenen Gründen
verlangt, an der Außenumhüllung, also an der klarsichtigen oder transparenten Folie,
eine Bedruckung anzubringen. Bei dieser kann es sich um Werbeelemente handeln, beispielsweise
Markenzeichen. Darüber hinaus kann es aber auch wünschenswert sein, eine farbige Bedruckung
im Bereich eines Griffendes eines Aufreißstreifens bzw. eines Aufreißfadens der Umhüllung
anzubringen.
[0003] Die (werkseitige) farbige Bedruckung von Kunststoffolien ist technisch aufwendig.
Die gesamte Folie muß durch das Druckwerk hindurchgefördert werden. Darüber hinaus
ist es schwierig, die kleinflächigen Bedruckungen positionsgerecht anzubringen.
[0004] Die Erfindung befaßt sich mit dem Anbringen von insbesondere farbigen Markierungen
an Außenumhüllungen von Verpackungen aus durchsichtigem, nämlich insbesondere klarsichtigem
Folienmaterial. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Maßnahmen für eine rationellere,
wirksame Anbringung von kleinflächigen Bedruckungen, Markierungen oder dergleichen
an der Folienbahn vorzuschlagen.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Verpackung gekennzeichnet durch
an einer Innenseite der Außenumhüllung angebrachte, farbige bzw. bedruckte Etiketten
bzw. Kleinzuschnitte oder Strips aus Folie, wobei die Etiketten bzw. Kleinzuschnitte
etwa in der Größe der Bedruckung durch Klebung oder thermisches Siegeln mit der Innenseite
der Umhüllung verbunden sind.
[0006] Bei der Erfindung wird demnach nicht die Folie der Außenumhüllung selbst bedruckt.
Vielmehr werden von einem insgesamt farbigen oder mit den erwünschten Angaben, Marken
oder dergleichen bedruckten Materialstreifen kleine Abschnitte bzw. Etiketten oder
Kleinzuschnitte abgetrennt und durch Klebung oder Siegelung an der Innenseite der
Umhüllung befestigt. Durch deren klar- bzw. durchsichtige Ausbildung sind so die farbigen
Bedruckungen von außen erkennbar. Bei dem Materialstreifen zum Herstellen der Etiketten,
Kleinzuschnitte, Strips etc. handelt es sich vorzugsweise um einen selbstklebenden,
also einseitig mit einem Kleber versehenen Streifen. Die abgetrennten Etiketten, Kleinzuschnitte,
Strips oder dergleichen haben die Größe der anzubringenden Markierung selbst bzw.
sind geringfügig größer.
[0007] Ein besonderer Vorteil dieser erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, daß das Anbringen
der selbstklebenden Etiketten, Zuschnitte oder dergleichen im Bereich der Verpackungsmaschine
erfolgen kann, nämlich an einer fortlaufenden Folienbahn. Im Anschluß an das Anbringen,
nämlich Ankleben der Etiketten, Kleinzuschnitte etc. werden die Zuschnitte von der
Folienbahn abgetrennt und dem einzuhüllenden Gegenstand zugeführt.
[0008] Besonders vorteilhaft kann das erfindungsgemäße Konzept angewendet werden bei der
Anbringung von markierenden Streifen bzw. Stücken, nämlich Strips, an der Außenumhüllung
einer Verpackung mit Aufreißstreifen bzw. Aufreißfaden, wobei dieser üblicherweise
ebenfalls aus klarsichtigem Material besteht. Um bei Ingebrauchnahme der Verpackung
das Griffende des klarsichtigen Aufreißfadens oder -streifens sicher erkennen zu können,
ist dieses farbig ausgebildet, wobei die Farbmarkierung aus einem dunklen bzw. farbigen
Strip besteht, der in der beschriebenen Weise gebildet und auf die Innenseite der
Außenumhüllung im Bereich des Griffendes aufgebracht wird.
[0009] Vorzugsweise wird dabei so verfahren, daß die einzelnen, kurzen Strips unmittelbar
an der Innenseite der Folienbahn durch Klebung befestigt und danach der Aufreißstreifen
bzw. Aufreißfaden aufgebracht wird, so daß dieser den Strip innen überdeckt. Der Strip
ist demnach zwischen der Außenumhüllung und dem Aufreißstreifen bzw. -faden positioniert.
[0010] Die Vorrichtung zum Herstellen und Aufbringen der Etiketten bzw. Strips ist so ausgebildet,
daß von einem Streifen taktweise die Etiketten bzw. Strips abgetrennt werden, und
zwar durch ein mit einer Förderwalze umlaufendes Trennmesser und ein ortsfestes Gegenmesser.
Es wird dadurch ein sauberer Trennschnitt erreicht.
[0011] Um bei der Übergabe des Etiketts bzw. Strips an die Folienbahn eine Beschädigung
derselben durch das mit umlaufende Trennmesser zu vermeiden, ist zwischen dem Umfang
der Förderwalze und der Folienbahn ein Abstand gebildet, der im Bereich der Übergabe
durch Relativbewegung zwischen Etikett oder Strip einerseits und Folienbahn andererseits
überwunden wird.
[0012] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung betreffen die Ausgestaltung der Verpackung,
das Herstellen und Anbringen der Etiketten bzw. Strips sowie die Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens.
[0013] In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel einer Verpackung gezeigt sowie weiterhin
Einzelheiten eines Ausführungsbeispiels der Vorrichtung. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen von einer Folienbahn abgetrennten Zuschnitt für eine Außenumhüllung einer (Zigaretten-)Verpackung,
- Fig. 2
- eine Zigaretten-Verprackung des Typs Klappschachtel mit Außenumhüllung in perspektivischer
Darstellung,
- Fig. 3
- einen Ausschnitt einer Verpackungsmaschine mit Aggregaten zum Vorbereiten und Herstellen
von Zuschnitten für Außenumhüllungen von (Zigaretten-)Verpackungen in schematischer
Seitenansicht,
- Fig. 4
- eine Einzelheit der Vorrichtung gemäß Fig. 3, nämlich ein Aggregat zum Herstellen
und Auflegen von Strips auf eine Folienbahn in Seitenansicht, bei vergrößertem Maßstab,
- Fig. 5
- eine Ansicht einer Strip-Übertragungsvorrichtung gemäß Pfeil V in Fig. 4,
- Fig. 6
- eine Ansicht derselben Einzelheit gemäß Pfeil VI in Fig. 4.
[0014] Die in den Zeichnungen dargestellten Beispiele befassen sich mit der Fertigung von
quaderförmigen Verpackungen 10, und zwar von Zigaretten-Verpackungen des Typs Klappschachtel
bzw. Hinge-Lid. Ein solcher Typ einer Verpackung 10 ist in Fig. 2 gezeigt. Die aus
dünnem Karton bestehende Verpackung ist von einer Außenumhüllung 11 umgeben. Diese
besteht aus einer durchsichtigen bzw. klarsichtigen Folie, insbesondere Kunststoffolie.
[0015] Fig. 1 zeigt einen ausgebreiteten Zuschnitt für eine derartige Außenumhüllung 11.
Für die Ingebrauchnahme der Verpackung 10 ist die Außenumhüllung 11 mit einem Aufreißstreifen
12 versehen. Dieser erstreckt sich in Längsrichtung des Zuschnitts der Außenumhüllung
11, die zugleich der Längserstreckung einer Folienbahn 13 für die Herstellung der
Zuschnitte entspricht. Der Aufreißstreifen 12 verläuft über die gesamte Abmessung
des Zuschnitts, derart, daß in einem oberen Bereich der Verpackung 10 die Außenumhüllung
11 ringsherum mit einem Aufreißstreifen 12 versehen ist. Bei Ingebrauchnahme der Verpackung
10 wird durch Betätigen des Aufreißstreifens 12 ein oberer, kappenförmiger Bereich
der Außenumhüllung 11 abgetrennt.
[0016] Zum Erfassen des Aufreißstreifens 12 ist die Außenumhüllung 11 mit einer Zunge im
Bereich eines freien Griffendes 14 des Aufreißstreifens 12 versehen.
[0017] Das Griffende 14 des Aufreißstreifens 12 ist nicht immer leicht zu erkennen. Insbesondere
bei Aufreißstreifen 12 aus durchsichtigem bzw. klarsichtigem Werkstoff ist es mühsam,
das gegebenenfalls an einer Packungsfläche anliegende Griffende 14 zu finden. Aus
diesem Grunde ist das Griffende 14 ganz oder teilweise mit einer farbigen bzw. dunklen
Markierung versehen. Diese besteht im vorliegenden Fall aus einem farbigen bzw. dunklen
Etikett oder Strip 15, der gesondert hergestellt und als eigenständiges Element an
der gezeigten Position auf die Außenumhüllung 11 aufgebracht und mit dieser verbunden
ist. Der Strip 15, der hier etwa deckungsgleich mit dem Aufreißstreifen 12 im Bereich
des Griffendes 14 positioniert ist, erleichtert das Auffinden des Griffendes 14.
[0018] Weiterhin ist die Außenumhüllung 11 bei dem Beispiel der Fig. 1 mit Bedruckungen
versehen, und zwar mit bildlichen und/oder schriftlichen Markierungen, Marken oder
dergleichen. Auch diese Bedruckungen bestehen aus kleinen Etiketten 16, die mit der
Bedruckung gesondert gefertigt und auf die Außenumhüllung 11 aufgebracht werden, und
zwar durch Kleben oder durch thermisches Siegeln.
[0019] Beide Kleinzuschnitte, nämlich Strip 15 und Etiketten 16, werden im Bereich einer
Verpackungsmaschine bzw. eines Verpackungsaggregats, wie es beispielshaft in Fig.
3 gezeigt ist, auf die Folienbahn 13 zum Herstellen der Zuschnitte für die Außenumhüllung
11 aufgebracht. Strips 15 oder Etiketten 16 werden dabei von einem fortlaufenden Materialstreifen
17 abgetrennt und mit der Außenumhüllung 11 bzw. mit der Folienbahn 13 vor dem Abtrennen
der Zuschnitte verbunden. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel besteht der Materialstreifen
17 aus einer selbstklebenden Bahn, so daß die Strips 15 bzw. Etiketten 16 positionsgerecht
durch Klebung mit der Folienbahn 13 verbunden werden, und zwar auf der bei der fertigen
Verpackung 10 innenliegenden Seite der Außenumhüllung 11. Für die Herstellung von
Strips 15 kann der Materialstreifen 17 durchgehend gefärbt sein. Für die Herstellung
von Etiketten 16 ist der Materialstreifen 17 mit Aufdrucken versehen, derart, daß
einzelne, je mit einem Aufdruck versehene Etiketten 16 abgetrennt und mit der Folienbahn
13 verbunden werden können. Die Bedruckung des Materialstreifens 17 kann dabei auf
der mit einem Klebstoff versehenen oder auf der klebstofffreien Seite des Materialstreifens
17 angebracht sein.
[0020] Der Materialstreifen 17 ist von einer Streifenbobine 18 abziehbar. Er wird über Umlenkrollen
19 einem Anlegeaggregat 20 zugeführt. Im Bereich desselben werden die Strips 15 bzw.
Etiketten 16 vom Materialstreifen 17 abgetrennt und an die Folienbahn 13 übertragen.
[0021] Die Folienbahn 13 wird von einer Folienbobine 21 abgezogen und über Umlenkwalzen
22 in den Bereich des Anlegeaggregats 20 gefördert. Hier wird die Folienbahn 13 über
Führungswalzen 23, 24 geleitet und über eine zwischen den Führungswalzen 23, 24 gelagerten
Stützwalze 25. In deren Bereich wird der Strip 15 oder das Etikett 16 von oben an
die Folienbahn 13 angelegt bzw. angedrückt.
[0022] Das Anlegeaggregat 20 ist mit einem Förderorgan zum Transport eines Abschnitts des
Materialstreifens 17 und des von diesem abgetrennten Strips 15 oder Etiketts 16 versehen.
Es handelt sich dabei um eine Förderwalze 26. Der Materialstreifen 17 wird oben an
den Umfang der Förderwalze 26 angelegt. Etwa im Bereich einer horizontalen Mittelebene
werden die Strips 15 bzw. Etiketten 16 von dem Materialstreifen 17 abgetrennt. Im
unteren Bereich der um eine horizontale Achse drehenden Förderwalze 26 werden die
Strips 15 bzw. Etiketten 16 an die Folienbahn 13 übergeben.
[0023] Das vorliegende Ausführungsbeispiel bezieht sich auf die Anbringung eines Strips
15, so daß nachfolgend dieses stellvertretend für die in Betracht kommenden Etiketten,
Zuschnitte etc. genannt wird.
[0024] Benachbart zur Förderwalze 26 und oberhalb derselben ist achsparallel eine Vorzugrolle
27 positioniert. Diese bewirkt den gesteuerten Antrieb bzw. Vorschub des Materialstreifens
17, derart, daß dieser taktweise - in Übereinstimmung mit dem Maschinentakt - um die
Länge eines Strips 15 vorgeschoben wird. Die Vorzugrolle 27 ist hier zweckmäßigerweise
mit gerändelter Mantelfläche ausgebildet, da bei einem Materialstreifen 17 mit einseitiger
Klebefläche diese am Umfang der Vorzugrolle 27 anliegt.
[0025] Die Förderwalze wird taktweise angetrieben, und zwar je um eine volle Umdrehung.
Während dieser Bewegung wird der Materialstreifen 17 lediglich um einen der Länge
des Strips 15 entsprechenden Abschnitt weitergefördert. Im übrigen liegt der Materialstreifen
17 während der Drehung schlupfend bzw. gleitend am Umfang der Förderwalze 26 an.
[0026] Der Materialstreifen 17 wird in einem mittleren Bereich an den Umfang der Förderwalze
26 angelegt. Diese ist mit einer in Radialrichtung nach außen vorstehenden, ringförmigen
Anlagefläche 28 für Materialstreifen 17 und Etikett 16 versehen. Die Anlagefläche
28, die zweckmäßigerweise geringfügig breiter ist als der Materialstreifen 17, wird
auf einer ringförmigen, radial nach außen vorspringenden Rippe 29 der Förderwalze
26 gebildet.
[0027] Der Materialstreifen 17 liegt etwa im Bereich eines Viertelkreises am Umfang der
Förderwalze 26 bzw. der Rippe 29 an, und zwar bis zu einem Trennorgan. Dieses ist
im vorliegenden Falle geringfügig oberhalb der horizontalen Mittelebene der Förderwalze
26 angeordnet. Das Trennaggregat besteht aus einem Trennmesser 30 und einem feststehenden
Gegenmesser 31. Das Trennmesser 30 ist an der umlaufenden Förderwalze 26 angeordnet
und ragt mit einer Schneidkante 32 geringfügig über den Umfang der Förderwalze 26
bzw. der Anlagefläche 28 hinweg. Dadurch kommt während jeder Umdrehung der Förderwalze
26 ein Trennschnitt im Materialstreifen 17 zustande, durch den ein Strip 15 abgetrennt
wird.
[0028] Das plattenförmige Trennmesser 30 ist auswechselbar an der Förderwalze 26 angebracht.
Zu diesem Zweck ist im Querschnitt ein annähernd dreieckförmiger Ausschnitt 33 in
der Förderwalze 26 gebildet. Das Trennmesser 30 liegt positionsgenau innerhalb dieses
Ausschnitts 33. Das Trennmesser 30 wird dabei durch Halteschrauben 34 fixiert, die
vom Außenumfang der Förderwalze 26 betätigt werden können. Der freie Bereich des Ausschnitts
33 ist durch ein Füllstück 35 abgedeckt, das einerseits das Trennmesser 30 in der
Schneidposition fixiert und andererseits die Außenkontur der Förderwalze 26 ergänzt.
Das Füllstück 35 ist ebenfalls mit quergerichteten Verbindungsschrauben 36 gehalten.
[0029] Die Halteschrauben 34 und die Verbindungsschrauben 36 - je zwei Stück - sind neben
der Rippe 29 angeordnet, also in einem Bereich der Förderwalze 26 mit geringerem Durchmesser.
Dadurch wird die zylindrische Anlagefläche 28 für den Materialstreifen 17 nicht unterbrochen.
[0030] Der Materialstreifen 17 und der Strip 15 werden durch Saugluft am Umfang der Förderwalze
26 bzw. an der Anlagefläche 28 der Rippe 29 gehalten. Zu diesem Zweck ist die Rippe
29 ringsherum mit einer Reihe von in Umfangsrichtung nebeneinanderliegenden Saugbohrungen
37 versehen. Diese münden an der Anlagefläche 28. Die radial gerichteten Saugbohrungen
37 sind mit quergerichteten, also achsparallel verlaufenden Anschlußbohrungen 38 verbunden,
die im Körper der Förderwalze 26 verlaufen und die mit ortsfesten Saugsegmenten 39
zeitweilig in Verbindung stehen. Die in Gestalt eines Teilkreisbogens ausgebildeten
Saugsegmente 39 sind als offene Nuten in einem feststehenden Organ der Vorrichtung
gebildet und mit einer Unterdruckquelle verbunden. Im vorliegenden Falle sind die
Saugsegmente 39 auf einer der Förderwalze 26 zugekehrten Seite einer feststehenden
Stützscheibe 40 angeordnet. Die Förderwalze 26 liegt an der Stützscheibe 40 an und
gleitet an dieser während der Drehung. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist
zwischen der Förderwalze 26 und der Stützscheibe 40 eine gesonderte Anlaufscheibe
41 positioniert. Diese besteht aus einem verschleißfesten Material. Die Anlaufscheibe
41 ist mit der Förderwalze 26 verbunden, dreht also mit dieser. Die Anschlußbohrungen
38 laufen durch die Anlaufscheibe 41 hindurch bis zum Saugsegment 39 im Bereich der
Stützscheibe 40. Die Stützscheibe 40 wird federnd, nämlich durch eine Feder 42, an
die drehende Anlaufscheibe 41 angedrückt.
[0031] Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel erstreckt sich das Saugsegment 39 annähernd
über den halben Umfang der Förderwalze 26, und zwar von oben im Bereich der Zuführung
des Materialstreifens 17 bis etwa zur Übergabeposition des Strips 15 an die Folienbahn
13. In diesem Umfangsbereich sind die Saugbohrungen 37 wirksam.
[0032] Die Folienbahn 13 wird in einem Übergabebereich für den Strip 15 durch eine besondere
Führung, im vorliegenden Falle durch die Stützwalze 25 in Verbindung mit den zu beiden
Seiten angeordneten Führungswalzen 23, 24, in Richtung auf den unteren Umfangsbereich
der Förderwalze 26 ausgelenkt.
[0033] Damit bei der Übergabe des Strips 15 an die Folienbahn 13 diese nicht durch das über
die Ebene der Anlagefläche 25 hinwegragende Trennmesser 30 zerstört wird, ist zwischen
dem Umfang der Förderwalze 26 bzw. der Rippe 29 einerseits und der Folienbahn 13 auf
der Stützwalze 25 ein ausreichender Abstand vorgesehen, so daß die Schneidkante 32
des Trennmessers 30 mit Sicherheit berührungslos an der Folienbahn 13 vorbeibewegt
werden kann. Für die Übergabe des Strips 15 muß dieser Abstand mindestens zeitweilig
überwunden werden, damit die Übergabe erfolgen kann.
[0034] Zu diesem Zweck ist bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel die Förderwalze 26 mit
einem Haltesegment 43 ausgerüstet. Dieses ist Teil der Förderwalze 26 und relativ
zu dieser bewegbar, im vorliegenden Falle in Radialrichtung. In der Normalstellung
ist das Haltesegment 43 bündig mit der Förderwalze 26 positioniert. Eine radial außenliegende
Haltefläche 44 des Haltesegments 43 verläuft dabei bündig mit der Anlagefläche 28
der Rippe 29. Bei dem vorliegenden Beispiel hat das Haltesegment 43 überwiegend die
Breite der Rippe 29, ist also Teil derselben.
[0035] Das Haltesegment 43 ist mit der Haltefläche 44 so positioniert, daß ein vorn liegendes
Endstück des Materialstreifens 17 durch entsprechende Vorschubbewegung der Vorzugrolle
27 an der Haltefläche 44 des Haltesegments 43 anliegt. Auch in diesem Bereich ist
eine Reihe von in Umfangsrichtung dicht aneinanderliegenden Saugbohrungen 45 vorgesehen,
um das Ende des Materialstreifens 17 bzw. den von diesem abgetrennten Strip 15 zu
halten. Das Haltesegment 43 ist zu diesem Zweck so positioniert, daß es in Umfangsrichtung
der Rippe 29 unmittelbar an das Trennmesser 30 anschließt. Der abgetrennte Strip 15
wird demnach in nahezu voller Länge durch das Haltesegment 43 erfaßt.
[0036] Zur Übergabe des Strips 15 an die Folienbahn 13 wird im unteren Bereich der Förderwalze
26 das Haltesegment 43 nach außen verschoben, also über die Umfangsfläche der Förderwalze
26 hinaus. Die Bewegung des Haltesegments 43 ist so gesteuert, daß der Abstand zur
Folienbahn 13 im Bereich der Stützwalze 25 überwunden und der Strip 15 an die Folienbahn
13 durch das Haltesegment 43 angelegt bzw. angedrückt wird. Danach kehrt das Haltesegment
43 bei weiterer Drehung der Förderwalze 26 in die Ausgangsstellung zurück.
[0037] Die gesteuerte Bewegung des Haltesegments 43 in Radialrichtung wird im vorliegenden
Falle durch mechanische Organe bewirkt. Seitlich ist zu diesem Zweck ein Ansatz 46
am Haltesegment 43 gebildet. An diesem Ansatz 46 wiederum ist eine seitwärts gerichtete
Tastrolle 47 angebracht. Diese läuft auf einer geschlossenen, ringförmigen Kurvenbahn
48 ab. Diese ist Teil einer Führungsnut 49 in einer feststehenden, konzentrisch zur
Förderwalze 26 angeordneten Scheibe 50.
[0038] Die Saugbohrungen 45 des Haltesegments 43 sind in der im Zusammenhang mit den Saugbohrungen
37 beschriebenen Weise mit dem Saugsegment 39 während der Drehung verbunden. An die
Saugbohrungen 45 schließen zu diesem Zweck Anschlußbohrungen 51 an, die im vorliegenden
Falle mindestens in einem dem Saugsegment 39 zugekehrten Bereich mit einem länglichen
bzw. langlochartigen Querschnitt ausgestaltet sind. Dadurch ist gewährleistet, daß
mindestens ein Teilbereich der Anschlußbohrungen 51 auch während der radialen Verschiebung
des Haltesegments 43 mit dem gemeinsamen Saugsegment 39 in Verbindung bleibt.
[0039] Im Übergabebereich des Strips 15 an die Folienbahn 13, also etwa in der vertikalen
Mittelebene der Förderwalze 26, endet das Saugsegment 39. Stattdessen ist hier eine
Entlüftungsbohrung 52 vorgesehen, so daß in der radialen Endstellung der Strip 15
nicht mehr durch Saugluft am Haltesegment 43 fixiert ist.
[0040] Die kontinuierlich drehend angetriebene Förderwalze 26 sitzt auf dem Ende einer Antriebswelle
53. Ein zur Förderwalze 26 benachbarter Endbereich der Antriebswelle 53 ist durch
ein Kegelrollenlager 54 in einer Gehäusewand 55 der Verpackungsmaschine abgestützt.
[0041] Die Stützscheibe 40 auf der gegenüberliegenden Seite der Förderwalze 26 ist an einer
queraxial verlaufenden Traverse 56 angebracht. Diese ist ebenfalls mit dem Traggestell
bzw. Maschinengehäuse verbunden. Die Traverse verläuft in einer diametralen Ausnehmung
57 der Stützscheibe 40.
[0042] Bei der Anbringung von (bedruckten) Etiketten 16 an der Folienbahn 13 wird ähnlich
verfahren. Es werden demnach Abschnitte eines Materialstreifens 17 mit den Etiketten
16 abgetrennt. Dabei können auch je Drehung der Förderwalze 26 mehrere Etiketten 16
nacheinander abgetrennt und der Folienbahn 13 in kürzeren Abständen zugeführt werden.
Alternativ kann auch die Förderwalze während einer Drehung mit relativ höherer Geschwindigkeit
angetrieben werden, so daß während des Vorzugs der Folienbahn 13 um einen Zuschnitt
für die Außenumhüllung 11 mehrere Etiketten 16 nacheinander übertragbar sind.
[0043] Die Relativbewegung zur Übergabe des Strips 15 an die Folienbahn 13 kann auch durch
eine andere Relativbewegung erfolgen, zum Beispiel durch kurzzeitiges Bewegen der
Folienbahn 13 in Richtung zur Förderwalze 26. Alternativ kann auch das Trennmesser
30 verschiebbar gelagert sein, so daß es zur Übergabe des Strips 15 an die Folienbahn
13 kurzzeitig aus der Schneidstellung nach innen in die Förderwalze 26 zurückgezogen
wird. Bei dieser Lösung bedarf es keines Abstandes zwischen der Förderwalze 26 und
der Folienbahn 13.
[0044] Die mit einem Strip 15 und/oder gegebenenfalls mehreren Etiketten 16 versehene Folienbahn
wird weitertransportiert. Dabei wird ein von einer Fadenbobine 58 abgezogener Aufreißstreifen
12 an die Folienbahn 13 fortlaufend angelegt, und zwar so, daß der Strip 15 durch
den Aufreißstreifen 12 überdeckt wird. Danach gelangt die so komplettierte Folienbahn
13 in den Bereich eines Zuschnittaggregats 59. Hier werden die einzelnen Zuschnitte
für die Außenumhüllung (Fig. 1) hergestellt und in bekannter Weise um die Verpackungen
10 herumgefaltet.
[0045] Die Förderwalze 26 kann auch mehrere, insbesondere zwei längs des Umfangs verteilte
Trennmesser 30 aufweisen, wobei der Arbeitstakt der Förderwalze 26 entsprechend angepaßt
ist. In besonderen Fällen kann die Förderwalze 26 auch taktweise angetrieben werden,
insbesondere wenn zwei oder mehr Strips, Etiketten oder dergleichen pro Arbeitstakt
verarbeitet werden.
1. Verpackung mit einer Außenumhüllung (11) aus transparentem oder klarsichtigem Verpackungsmaterial,
wie Kunststoffolie, insbesondere Zigaretten-Verpackung, gekennzeichnet durch an einer Innenseite der Außenumhüllung (11) angebrachte, farbige bzw. bedruckte Etiketten
(16), Kleinzuschnitte, Strips (15) oder dergleichen aus Folie, wobei die Strips (15),
Etiketten (16) etc. etwa in der Größe der Bedruckung durch Klebung oder thermisches
Siegeln mit der Innenseite der Außenumhüllung (11) verbunden sind.
2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenseite der Außenumhüllung (11) ein farbig abgesetzter Strip (15) aus
Folie im Bereich eines Griffendes (14) eines Aufreißfadens bzw. Aufreißstreifens (12)
der Außenumhüllung (11) angebracht ist, vorzugsweise zwischen der Außenumhüllung (11)
und dem innen angebrachten Aufreißstreifen (12).
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß von einer fortlaufenden Folienbahn (13) im Bereich einer Verpackungsmaschine
Zuschnitte für die Außenumhüllung (11) abgetrennt und um den einzuhüllenden Gegenstand
herumgefaltet werden und daß auf die Folienbahn (13) vor dem Abtrennen der Zuschnitte
für die Außenumhüllung (11) farbige bzw. bedruckte Etiketten (16), Kleinzuschnitte,
Strips (15) oder dergleichen durch Klebung oder durch thermisches Siegeln auf die
der Innenseite der Außenumhüllung (11) entsprechende Seite der Folienbahn (13) aufgebracht
und danach die Zuschnitte durch Abtrennen von der Folienbahn (13) hergestellt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein farbig abgesetzter Strip (15) - ein kurzer Abschnitt eines farbigen Materialstreifens
(17) aus Kunststoffolie - positionsgerecht auf die Folienbahn (13) innenseitig aufgebracht,
sodann ein Aufreißstreifen (12) bzw. ein fortlaufender Folienstreifen zur Bildung
eines Aufreißstreifens (12) auf die Folienbahn (13) aufgebracht wird, derart, daß
der Strip (15) durch den Aufreißstreifen (12) innenseitig überdeckt ist und daß danach
von der mit Aufreißstreifen (12) und Strips (15) versehenen Folienbahn (13) Zuschnitte
für die Außenumhüllung (11) abgetrennt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Strips (15) oder die Etiketten (16) nacheinander von einem fortlaufenden
Materialstreifen (17), insbesondere in der Ausführung eines Klebestreifens, abgetrennt,
zur Folienbahn (13) transportiert und an diese angelegt werden.
6. Vorrichtung zum Herstellen von Verpackungen (10) mit einer Außenumhüllung (11) aus
transparentem oder klarsichtigem Verpackungsmaterial, wie Kunststoffolie, insbesondere
zum Herstellen von Zigaretten-Verpackungen, wobei eine Folienbahn (13) zum Herstellen
von Zuschnitten für die Außenumhüllung (11) von einer Folienbobine (21) abziehbar
und einem Zuschnittaggregat (59) zuführbar ist, gekennzeichnet durch ein Anlegeaggregat (20) zum Anbringen von kleinen Etiketten (16), Zuschnitten, Strips
(15) oder dergleichen an einer der Innenseite der Außenumhüllung (11) entsprechenden
Seite der Folienbahn (13), wobei das Anlegeaggregat (20) in Förderrichtung der Folienbahn
(13) vor dem Zuschnittaggregat (59) liegt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Anlegeaggregat (20) einen Endlosförderer aufweist, insbesondere eine Förderwalze
(26), zum Transport eines Materialstreifens (17) aus Kunststoffolie oder dergleichen,
wobei zur Bildung eines Strips (15) oder Etiketts (16) jeweils ein vorderer Abschnitt
des Materialstreifens (17) im Bereich der Förderwalze (26) abtrennbar und durch die
Förderwalze (26) der Folienbahn (13) zuführbar sowie an diese positionsgenau anlegbar
ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderorgan für den Materialstreifen (17) bzw. den Strip (15), insbesondere
die Förderwalze (26), ein Trennaggregat aufweist, welches aus einem an der Förderwalze
(26) angeordneten, mit dieser umlaufenden Trennmesser (30) und einem feststehenden
Gegenmesser (31) besteht, wobei das Trennmesser (30) bzw. dessen Schneidkante (32)
mindestens bei der Übergabe des Strips (15) bzw. Etiketts (16) an die Folienbahn (13)
einen Abstand von dieser aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der von dem Materialstreifen (17) abgetrennte Strip (15) durch einen gesonderten,
relativ zur Förderwalze (26) bewegbaren Halter erfaßbar und der Folienbahn (13) zuführbar
ist, vorzugsweise durch ein an der Förderwalze (26) angeordnetes Haltesegment (43),
welches zur Übergabe des Strips (15) an die Folienbahn (13) unter Abheben des Strips
(15) von der Förderwalze (26) bewegbar ist, insbesondere in Radialrichtung.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens im Bereich des Haltesegments (43) Saugbohrungen (45) zum Erfassen
des Strips (15) bzw. des Vorderendes des Materialstreifens (17) angeordnet sind, wobei
die an eine Unterdruckquelle angeschlossenen Saugbohrungen (45) bei der Bewegung des
Haltesegments (43) zur Folienbahn (13) entlüftbar sind durch Verbindung mit einer
Entlüftungsbohrung (52).
11. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Saugbohrungen (37) längs des Umfangs der Förderwalze (26) gebildet sind zum Halten
eines Abschnitts des Materialstreifens (17) am Umfang der Förderwalze (26), vorzugsweise
im Bereich einer radial nach außen vorstehenden, ringsherum laufenden Rippe (29) mit
Anlagefläche (28) für den Materialstreifen (17).
12. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Haltesegment (43) Teil der Rippe (29) und die Haltefläche (44) des Haltesegments
(43) in Fortsetzung der Anlagefläche (28) verläuft, wobei das Haltesegment (43) in
Umfangsrichtung der Förderwalze (26) unmittelbar an das Trennmesser (30) anschließt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Haltesegment (43) durch eine mit diesem verbundene Tastrolle (47) bewegbar
ist, die auf einer feststehenden Kurvenbahn (48) bei der Drehbewegung der Förderwalze
(26) abläuft.
14. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Abschnitt des Materialstreifens (17) für die Herstellung der Strips (15)
am Umfang der Förderwalze (26) anliegt, wobei der Materialstreifen (17) bei jedem
Arbeitstakt, insbesondere während einer vollständigen oder teilweisen Umdrehung der
Förderwalze (26) um einen Abschnitt weitertransportierbar ist, der der Länge eines
Strips (15) entspricht, während der Materialstreifen (17) bei der Drehung der Förderwalze
(26) schlupfend an deren Umfang anliegt, derart, daß eine Beschichtung des Materialstreifens
(17) mit einem Kleber an der nach außen weisenden Seite liegt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Übergabe des Strips (15) oder des Etiketts (16) an die Folienbahn (13) diese
in Richtung auf die Förderwalze (26) ausgelenkt ist, insbesondere in Aufwärtsrichtung,
wobei die Folienbahn (13) über eine zwischen zwei Führungswalzen (23, 24) angeordnete,
höher positionierte Stützwalze (25) geleitet ist.