| (19) |
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(11) |
EP 0 773 324 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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05.04.2006 Patentblatt 2006/14 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.07.1998 Patentblatt 1998/30 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.10.1996 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung zum Verbinden und zur Aufnahme von Querkräften von zwei durch eine Fuge
getrennten Bauteilen
Device for the connection and transfer of shearing forces between two building elements
separated by a joint
Dispositif pour la connection et la transmission des forces transversales entre deux
structures séparées par un joint
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB IE IT LI NL SE |
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Priorität: |
07.11.1995 CH 315495
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.05.1997 Patentblatt 1997/20 |
| (73) |
Patentinhaber: Nivo AG |
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3250 Lyss (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Oelhafen, Urs, Dr.
8645 Jona (CH)
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| (74) |
Vertreter: BOVARD AG |
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Optingenstrasse 16 3000 Bern 25 3000 Bern 25 (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 032 105 EP-A- 0 328 484 EP-A- 0 554 483 DE-A- 609 783 DE-A- 4 435 922 US-A- 2 494 869
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EP-A- 0 059 171 EP-A- 0 489 988 WO-A-94/29538 DE-A- 2 572 552 US-A- 2 194 718
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- Broschüre"CRET-10 Querkraftdorn" F.J- Aschwanden AG, 3250 Lyss, Switzerland, 1994
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[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verbinden und zur
Aufnahme von Querkräften von zwei durch eine Fuge getrennten Bauteilen, insbesondere
aus Beton, gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. Eine solche Vorrichtung
ist aus EP-0 059 171 bekannt.
[0002] Derartige Vorrichtungen werden zur Verbindung von Bauteilen des Hoch- und Tiefbaues
wie Dachplatten, Bodenplatten, Decken, Wände, Träger, Stützen, Stützmauern oder Teilen
hiervon miteinander oder mit anderen Bauteilen verwendet. Diese Bauteile sind in den
meisten Fällen aus Beton gefertigt, es sind aber auch andere Materialien denkbar.
Hierzu wird der Hülsenteil in einem der zu verbindenden Bauteile, der Dornteil im
damit zu verbindenden Bauteil derart angeordnet, dass der Dorn aus dem betreffenden
Bauteil vorsteht und im Endzustand in die im anderen Bauteil angeordnete Hülse eindringt.
Dadurch können die zwischen den Bauteilen auftretenden Querkräfte übertragen werden.
Neben der Möglichkeit, quer zur Längsachse erhebliche Kräfte aufzunehmen, muss der
Dorn in der Hülse längs frei verschieblich sein und bleiben, damit sich die Bauteile
unter dem Einfluss unterschiedlicher Temperaturen sowie auch in Folge von Schwind-
und Kriecheinflüssen zwangslos ausdehnen und zusammenziehen können.
[0003] Das Hauptproblem bei derartigen Vorrichtungen zur Verbindung von Bauteilen, beispielsweise
aus Beton, sind die sehr hohen lokalen Betonpressungen unter dem Stahldorn am Fugenrand.
Hierbei besteht die Gefahr des Ausbrechens des Betons am Fugenrand, womit eine akute
Gefährdung der Tragsicherheit der Dornkonstruktion auftreten kann. Um diese Betonpressungen
in zulässigen Grenzen zu halten, müsste bei einer einfachen Dorn-Hülsen-Anordnung
zur Verbindung von zwei Bauteilen eine grosse Zahl von Dornen und Hülsen angeordnet
werden. Da die Dorne und Hülsen aus einem korrosionsfesten Material, beziehungsweise
aus einem korrosionsgeschützten Material bestehen müssen, wird eine derartige Lösung
teuer, wobei auch der Arbeitsaufwand zum Verlegen dieser Dorne und Hülsen gross ist.
[0004] Eine Möglichkeit, die Betonpressungen in zulässigen Grenzen zu halten, besteht darin,
dass durch Anordnen eines massiven Lagerkörpers zwischen dem Dorn bzw. der Hülse und
dem umgebenden Beton die auftretende Kraft über eine grössere Oberfläche auf den Beton
übertragen wird. Derartige Lagerkörper sind beispielsweise in der US-A-2 194 718 dargestellt.
Da die hier gezeigten Lagerkörper insbesondere versteift wurden, treten druckseitig
immer noch örtlich hohe Betonpressungen auf, da die Einleitung der Kraft nicht optimal
ist.
[0005] In der EP-B-0 032 105 sind ebenfalls entsprechende massive Lagerkörper gezeigt, die
gegenüber dem Dorn bzw. der Hülse elastisch nachgiebiger sind, wodurch die auftretenden
Spitzenwerte der Betonpressung verkleinert werden und die Querkräfte gleichmässiger
übertragen werden können.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, die extrem hohen Pressungen des Materials
der entsprechenden Bauteile unter dem Dorn und der Hülse am Fugenrand weiter zu verkleinern.
[0007] Erfindungsgemäss erfolgt die Lösung dieser Aufgabe durch die in der Kennzeichnung
des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale.
[0008] Durch diese Ausgestaltung der Halterung des Dorns und der Hülse wird eine direkte
Entlastung des Dorns und der Hülse vor dem Eintritt in den Bauteil erreicht. Diese
Entlastung erfolgt über die am Fugenrand angeordnete flanschartige Scheibe, wobei
die von dieser Scheibe aufgenommene Kraft in die mit der Scheibe verbundene Platte
übergeleitet und von dieser in das diese umgebende Material, beispielsweise in den
Beton übertragen wird.
[0009] Durch diese erfindungsgemässe Anordnung wird für die Kraftübertragung ein sehr grosser
Bereich des umgebenden Materials der Bauteile, beispielsweise des Betons, einbezogen,
wodurch ein wesentlich grösserer Bruchwiderstand des Materials der Bauteile erreichbar
ist.
[0010] Eine einfache und kostengünstige Herstellung der Vorrichtung wird erreicht, indem
die flanschartige Scheibe und die Platte von Dorn- und Hülsenanordnung aus einem Stück
gebildet werden, was beispielsweise durch Abkantung eines Flachprofils erreicht wird.
[0011] In vorteilhafter Weise kann der in den Bauteil hineinragende Endbereich der Platte
einen umgebogenen Teil aufweisen, wodurch die Verankerung der Platte im Bauteil verbessert
wird.
[0012] Zur weiteren Verbesserung der Verankerung kann der von der flanschförmigen Scheibe
abgewandte Endbereich der Platte mit dem in den entsprechenden Bauteil hineinragenden
Bereich der Hülse bzw des Dorns verbunden sein, was beispielsweise über einen Steg
erreicht werden kann.
[0013] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass bezüglich des Dorns
oder der Hülse zur Platte eine symmetrisch angeordnete zweite Platte an der flanschförmigen
Scheibe angebracht ist, die in vorteilhafter Weise die gleichen Abmessungen aufweist
wie die Platte. Dadurch können allfällig wechselnde Kraftrichtungen am gleichen Bauteil
optimal aufgenommen werden, zusätzlich wird vermieden, dass auf einer Baustelle die
erfindungsgemässe Vorrichtung falsch montiert werden kann, indem beispielsweise die
Platte auf die "falsche" Seite des Dorns bzw. der Hülse zu liegen kommt.
[0014] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den weiteren
abhängigen Ansprüchen.
[0015] Ausführungsformen der erfindungsgemässen Vorrichtung werden nachfolgend anhand der
beiliegenden Zeichnung beispielhaft näher erläutert.
[0016] Es zeigt
Fig. 1 eine Ansicht auf Dorn und Hülse mit flanschartiger Scheibe und Platte im in
die Bauteile eingesetzten Zustand:
Fig. 2 eine Draufsicht auf die in Fig. 1 dargestellten Dorn und Hülse mit Scheibe
und Platte;
Fig. 3 eine räumliche Darstellung eines einfachen Aufbaus von flanschartiger Scheibe
und Platte für einen Dorn:
Fig. 4 eine räumliche Darstellung von flanschartiger Scheibe und Platte für einen
Dorn, wobei die Platte am der flanschförmigen Scheibe abgewandten Endbereich mit dem
Dorn verbunden ist:
Fig. 5 bis Fig. 7 je eine räumliche Darstellung von flanschartiger Scheibe und Platte
für einen Dorn mit verschiedenen Verankerungselementen;
Fig. 8 eine Ansicht auf in die Bauteile eingesetzte Dorn und Hülse mit symmetrisch
zur Platte angeordneten zweiten Platten; und
Fig. 9 eine räumliche Darstellung der in Fig. 8 gezeigten erfindungsgemässen Vorrichtung.
[0017] In Fig. 1 und Fig. 2 ist jeweils ein Ausschnitt eines ersten Bauteils 1 und eines
zweiten Bauteils 2 dargestellt. Die Bauteile 1 und 2, die beispielsweise aus Beton
bestehen, sind durch eine Fuge 3voneinander getrennt. Im ersten Bauteil 1 ist ein
Endbereich 4 eines Dorns 5 eingelassen. Im zweiten Bauteil 2 ist eine im wesentlichen
rohrförmige Hülse 6 eingelassen, in welche der andere Endbereich 7 des Dorns 5 eindringt.
Durch diese Verbindung der beiden Bauteile 1 und 2 können sich diese in Längsachsenrichtung
des Dorns 5 bzw. der Hülse 6 relativ zueinander bewegen, beispielsweise zur Aufnahme
von Wärmeausdehnungen, während sie quer zum Dorn 5 bzw. der Hülse 6 fix gehalten sind.
[0018] Jeweils an den die Fuge 3 bildenden Randbereichen der Bauteile 1 und 2 ist eine flanschartige
Scheibe 8 bzw. 9 angeordnet. Diese flanschartigen Scheiben 8 und 9 stehen jeweils
rechtwinklig zu Dorn 5 bzw. Hülse 7. Die flanschartige Scheibe 8 wird vom Dorn 5 durchdrungen
und ist mit diesem fest verbunden, was beispielsweise durch Verschweissung erfolgt.
Die flanschartige Scheibe 9 wird ihrerseits durch die Hülse 6 durchdrungen und ist
mit dieser ebenfalls fest verbunden.
[0019] Davon ausgehend, dass der zweite Bauteil 2 ein Stützelement ist und der erste Bauteil
1 ein Brückenelement, wirkt die auf den Beton des Bauteils 2 zu übertragende Reaktionskraft
von der Hülse 6 in Fig. 1 in Richtung des Pfeiles B, während die auf den Beton des
Bauteils 1 zu übertragende Reaktionskraft des Dornes 5 in Richtung des Pfeiles A wirkt.
Demzufolge ist in Fig. 1 für die Hülse 6 die druckbelastete Seite 11 unten, während
für den Dorn 5 die druckbelastete Seite 10 oben ist.
[0020] An den beiden flanschartigen Scheiben 8 und 9 ist jeweils eine Platte 12 bzw. 13
angebracht, die in den jeweiligen Bauteil 1 bzw 2 hineinragt. Die beiden Platten 12
und 13 sind parallel zum Dorn 5 und der Hülse 6 ausgerichtet. Die Platten 12 und 13
kommen so in den jeweiligen Bauteil 1 bzw. 2 zu liegen, dass sie der druckbelasteten
Seite 10 des Dorns 5 bzw. der druckbelasteten Seite 11 der Hülse 6 gegenüberliegend
sind. Die Platten 12 und 13 sind jeweils vom Dorn 5 bzw. der Hülse 6 beabstandet angeordnet.
[0021] Mit dieser Anordnung wird durch die flanschartige Scheibe 8 die Spitzenbelastung,
die am fugenseitigen Rand des Bauteiles 1 auftritt, aufgenommen und über die Platte
12 in vorteilhafter Weise auf den Beton des Bauteiles 1 übertragen. Dadurch werden
übermässige örtliche Betonpressungen des Bauteiles 1 insbesondere im fugenseitigen
Randbereich vermieden. In der ¶ selben Weise erfolgt die Uebertragung der Spitzenbelastung
am fugenseitigen Rand des Bauteiles 2 über die flanschartige Scheibe 9 auf die Platte
13 und von dieser auf den Beton. Dadurch kann die Gefahr von Ausbrechungen des Betons
am Fugenrand vermieden werden.
[0022] Je nach Dimensionen und der Grösse der zu übertragenden Kräfte können Dorn 5 und
Hülse 6, flanschartige Scheiben 8 und 9, Platten 12 und 13 und deren Abstand vom Dorn
5 bzw. Hülse 6 entsprechend dimensioniert werden.
[0023] Zur besseren Verankerung der Platten 12 und 13 im Beton der Bauteile 1 und 2 weist
jeweils der in den Bauteil 1 bzw. 2 hineinragende Endbereich der Platten 12 und 13
einen umgebogenen Teil 14 bzw. 15 auf.
[0024] Fig. 3 zeigt eine einfache und günstig herstellbare Ausführungsform eines Dorns 5
mit flanschartiger Scheibe 8 und Platte 12, wobei flanschartige Scheibe 8 und Platte
12 in einfacher Weise durch einmalige Abkantung eines Flachprofils erreicht wird.
[0025] Im in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die flanschartige Scheibe 8 und
die Platte 12 in gleicher Weise ausgebildet wie in Fig. 3, wobei der Endbereich der
Platte 12 nochmals abgewinkelt ist, wodurch ein Steg 16 gebildet wird, der wie die
flanschartige Scheibe 8 vom Dorn 5 durchdrungen wird. Mit dieser Ausgestaltung wird
eine gute Verankerung insbesondere der Platte 12 im Beton des Bauteils erreicht.
[0026] Die in den Fig. 5 bis 7 dargestellten Ausführungsformen zeigen den gleichen Aufbau
wie die Ausgestaltungsform nach Fig. 3, bestehend aus flanschartiger Scheibe 8, Platte
12 und Dorn 5, wobei zusätzliche Verankerungselemente 17 vorgesehen sind, welche in
der Ausgestaltungsform nach Fig. 5 als Armierungsstäbe 18 ausgebildet sind, die mit
der Platte 12 fest verbunden sind, in der Ausgestaltungsform gemäss Fig. 6 aus Verankerungsbolzen
19 bestehen, die senkrecht auf der Platte 12 befestigt sind und die in der Ausgestaltungsform
nach Fig. 7 aus Armierungsbügeln 20 gebildet sind, die jeweils an der Platte 12 und
an der flanschartigen Scheibe 8 befestigt sind. Mit diesen Vorkehrungen wird eine
bessere Verankerung im Beton des jeweiligen Bauteils erreicht.
[0027] Selbstverständlich sind alle in den Fig. 3 bis 7 dargestellten Ausführungsformen
in identischer Weise auch für die Ausgestaltung der Hülse 6 verwendbar.
[0028] In den Fig. 8 und 9 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung
dargestellt. Wie bei den vorhergehend beschriebenen Ausführungsformen ist ein Dorn
5 und eine Hülse 6 im ersten Bauteil 1 bzw. im zweiten Bauteil 2, die beide durch
eine Fuge 3 getrennt sind, eingelassen. Der Dorn 5 dringt hierbei in die Hülse 6 ein.
Dorn und Hülse weisen eine flanschartige Scheibe 8 bzw. 9 auf, an welcher jeweils,
wie vorgängig beschrieben, eine Platte 12 bzw. 13 angebracht ist. Die Platte 12 und
die Platte 13 sind jeweils über einen Steg 16 mit dem hinteren Bereich des Dorns 5
bzw. der Hülse 6 verbunden.
[0029] Bezüglich der Dornachse bzw. Hülsenachse ist symmetrisch zur Platte 12 bzw. 13 jeweils
eine zweite Platte 21 bzw. 22 an der flanschartigen Scheibe 8 bzw. 9 angebracht. Der
der flanschartigen Scheibe 8 bzw. 9 abgewandte Endbereich dieser zweiten Platte 21
bzw. 22 ist ebenfalls über einen Steg 23 mit dem Dorn 5 bzw. der Hülse 6 verbunden.
Die flanschartige Scheibe 8, die Platte 12, Steg 16, zweite Platte 21 und Steg 23
können in einfacher und kostengünstiger Weise durch entsprechende Abbiegungen aus
einem Flachprofil hergestellt werden. Entsprechendes gilt für die hülsenseitige Anordnung.
[0030] Durch die symmetrische Anordnung einer zweiten Platte 21 bzw. 22 zur Platte 12 bzw.
13 ist insbesondere bei Montagearbeiten das Risiko gering, dass die erfindungsgemässen
Vorrichtungen "verkehrt" im entsprechenden Bauteil angeordnet werden, was insbesondere
bei den vorhergehenden Ausführungsbeispielen erfolgen könnte, wodurch natürlich deren
angestrebte Wirkungsweise verloren gehen würde.
[0031] Wie insbesondere auch aus Fig. 9 ersichtlich ist, weisen die Platte 12 und 13 und
die zweiten Platten 21 und 22 an den seitlichen Rändern jeweils eine Ausnehmung 24
auf, die von der entsprechenden flanschförmigen Scheibe 8 bzw. 9 jeweils den gleich
grossen Abstand aufweisen. In diese Ausnehmungen 24 kommen jeweils die Grundstege
25 eines Verankerungsbügels 26 zu liegen, wobei diese durch Klemmwirkung gehalten
sind und im einbetonierten Zustand eine feste Verbindung entsteht.
[0032] Beim Erstellen von Bauteilen aus Beton werden die Hülsenelemente an den entsprechenden
Schalungswänden befestigt. Hierzu ist an der flanschartigen Scheibe 9 eine Befestigungseinrichtung
27 angebracht, die in Form eines Flachprofils ausgebildet ist, das mit Löchern, beispielsweise
zur Befestigung an der Schalungswand mit Nägeln ausgestattet ist. Die vordere und
die hintere Oeffnung der Hülse 6 können durch Abdekkungen verschlossen werden, damit
vermieden wird, dass Beton bzw. Zementmilch in den Innenteil der Hülse gelangt. Danach
kann der Bauteil 2 betoniert werden. Nach dem Abbinden des Betons erfolgt das Ausschalen
des Bauteils 2. Der angrenzende Bauteil 1 wird in einer nachfolgenden Etappe erstellt.
Dabei werden nach dem Schalen die zugehörigen Dorne 5 der Dornelemente in die einbetonierten
Hülsen 6 der Hülsenelemente gesteckt, wozu die entsprechenden Abdeckungen der Hülse
abgenommen werden. Gleichzeitig wird in der Regel die Fugenisolation erstellt, wonach
das Verlegen der Bewehrung und das Betonieren des Bauteils 1 erfolgt.
[0033] Damit während des Betonierens in den Dornelementen bzw. den Hülsenelementen keine
Luft eingeschlossen wird, können in den Platten 12 und 13 und in den zweiten Platten
21 und 22 Oeffnungen 28 vorgesehen sein.
[0034] Je nach Anwendung können, wie bereits vorgängig beschrieben wurde, die Dornelemente
und die Hülsenelemente entsprechend dimensioniert sein. Dies bezieht sich ebenfalls
auf die flanschartigen Scheiben und die Platten. Dorn und Hülse können praktisch einen
beliebigen übereinstimmenden Querschnitt aufweisen, der Dorn kann einen Hohlquerschnitt
aufweisen oder einen hybriden Querschnitt aus mehreren Werkstoffen aufweisen. Die
Materialwahl erfolgt ebenfalls in Abhängigkeit der Anwendung, wobei in vorteilhafter
Weise korrosionsbeständige Stähle verwendet werden.
[0035] Mit dieser erfindungsgemässen Vorrichtung kann eine sichere Verbindung und Aufnahme
von Querkräften von zwei Bauteilen erreicht werden. Hierbei können, wegen der günstigen
Krafteinleitung, die Bauteile eine geringere Dicke aufweisen, insbesondere kann die
Platte 12 bzw. 13 jeweils sehr nahe an der Oberfläche des entsprechenden Bauteils
angeordnet sein. Wegen der grösseren Bruchsicherheit des Betons kann auch die Anzahl
der erfindungsgemässen Vorrichtungen reduziert werden.
1. Vorrichtung zum Verbinden von zwei durch eine Fuge getrennten Bauteilen, insbesondere
aus Beton die zur Aufnahme von im wesentlichen in einer Richtung und/oder ihrer Gegenrichtung
wirkenden Querkräften geeignet ist die je einen Dorn, von welchem einer der beiden
Endbereiche im ersten Bauteil einlassbar ist, und eine im zweiten Bauteil einlassbare
Hülse umfasst, in welche der andere der beiden Endbereiche des Dornes eindringt, wobei
jeweils am Dorn und an der Hülse im Bereich der Fuge je eine flanschartige Scheibe
angeordnet ist, welche im wesentlichen rechtwinklig zu Dorn und Hülse ausgerichtet
sind und welche mindestens teilweise in die entsprechenden Bauteile einlassbar sind
und jede flanschartige Scheibe (8, 9) mit mindestens einer Platte (12 bzw. 13) ausgestattet
ist, die in den jeweiligen Bauteil (1 bzw. 2) hineinragt und vom Dorn (5) bzw. der
Hülse (6) beabstandet ist dadurch gekennzeichnet, dass die flanschartigen Scheiben (8, 9) vom Dorn (5) bzw. der Hülse (6) durchdrungen sind,
und im entsprechenden Bauteil (1; 2) so ausrichtbar sind, dass die daran angebrachte
Platte (12; 13) jeweils auf der Seite des Dorns (5) bzw. der Hülse (6) liegt, die
bei der Uebertragung der Reaktionskräfte (A; B) auf den entsprechenden Bauteil (1;
2) der druckbelasteten Seite (10 bzw. 11) des Dorns (5) bzw. der Hülse (6) gegenüberliegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (12 bzw. 13) parallel zum Dorn (5) bzw. der Hülse (6) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die flanschartige Scheibe (8; 9) und die Platte (12;13) aus, einem einen Winkel bildenden
Stück bestehen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der in den Bauteil (1; 2) hineinragende Endbereich der Platte (12; 13) einen umgebogenen
Teil (14) aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der von der flanschförmigen Scheibe (8; 9) abgewandte Endbereich der Platte (12;
13) über einen Steg (16) mit dem jeweils in den entsprechenden Bauteil (1; 2) hineinragenden
Bereich des Dorns (5) bzw. der Hülse (6) verbunden ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (12; 13) mit zusätzlichen Verankerungselementen (17) ausgestattet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bezüglich des Dorns (5) oder der Hülse (6) zur Platte (12 bzw. 13) eine symmetrisch
angeordnete zweite Platte (21 bzw. 22) an der flanschförmigen Scheibe (8 bzw. 9) angebracht
ist, die im wesentlichen die gleichen Abmessungen aufweist, wie die Platte (12 bzw.
13).
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (12; 13), die flanschförmige Scheibe (8; 9) und die zweite Platte (21;
22) aus einem Stück durch Abwinkelungen geformt sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass durch weitere Abwinkelungen des ebenen Stückes die Stege (16; 23) angeformt sind,
mittels welchen die Platte (12; 13) und die zweite Platte (21; 22) im dem der flanschförmigen
Scheibe (8; 9) abgewandten Endbereich mit dem Dorn (5) bzw. mit der Hülse (6) verbunden
sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (12; 13) und die zweite Platte (21; 22) an den seitlichen Rändern mit
je einer Ausnehmung (24) ausgestattet sind, die von der flanschförmigen Scheibe (8;
9) im wesentlichen einen gleich grossen Abstand aufweisen, in welche Ausnehmungen
(24) jeweils einer von zwei senkrecht zu der Platte (12; 13) und der zweiten Platte
(21; 22) verlaufenden Grundstege (25) eines Verankerungsbügels (26) einsetzbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (12; 13) und gegebenenfalls die zweite Platte (21; 22) mit mindestens
einer Oeffnung (28) versehen sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass an der flanschförmigen Scheibe (9), die an der Hülse (6) angebracht ist, eine Befestigungseinrichtung
(27) in Form eines Flachprofils angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens das der flanschförmigen Scheibe (9) abgewandte Ende der Hülse (6) mit
einer aufsteckbaren Abdeckung versehen ist.
1. Device for joining together two structural parts, especially made of concrete, separated
by a joint which is suitable for receiving transverse forces acting substantially
in one direction and/or its opposite direction which each comprise a bolt, one of
whose two ends is embeddable in the first structural part, and one comprises a sheath
embeddable in the second structural part, in which sheath the other of the two ends
of the bolt penetrates, one flange-like disk each being disposed in each case on the
bolt and on the sheath in the vicinity of the joint, which disks are directed substantially
at a right angle to the bolt and sheath, and which are at least partially embeddable
in the respective structural parts, and each flange-like disk (8, 9) is provided with
at least one plate (12 or respectively 13), which projects into the respective structural
part (1 or respectively 2) and is spaced apart from the bolt (5) or respectively from
the sheath (6), characterised in that the flange-like disks (8, 9) are penetrated by the bolt (5) or respectively by the
sheath (6) and are able to be directed in the respective structural part (1; 2) such
that the plate (12; 13) installed thereon is situated in each case on the side of
the bolt (5), or respectively of the sheath (6), which is opposite the side under
load (10 or respectively 11) of the bolt (5) or respectively of the sheath (6), during
the transmission of the reaction forces (A; B) to the corresponding structural part
(1; 2).
2. Device according to claim 1, characterised in that the plate (12 or respectively 13) is disposed parallel to the bolt (5), or respectively
to the sheath (6).
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that the flange-like disk (8; 9) and the plate (12; 13) consist of a piece forming an
angle.
4. Device according to one of the claims 1 to 3, characterised in that the end area of the plate (12; 13) projecting into the structural part (1; 2) has
a bent part (14).
5. Device according to one of the claims 1 to 4, characterised in that the end area of the plate (12; 13) remote from the flange-shaped disk (8; 9) is connected
via a crosspiece (16) to the area of the bolt (5), or respectively of the sheath (6),
projecting in each case into the respective structural part (1; 2).
6. Device according to one of the claim 1 to 5, characterised in that the plate (12; 13) is provided with additional anchoring elements (17).
7. Device according to one of the claims 1 to 6, characterised in that with respect to the bolt (5) or the sheath (6) in relation to the plate (12 or respectively
13) a symmetrically disposed second plate (21 or respectively 22), is installed on
the flange-shaped disk (8 or respectively 9), which second plate has essentially the
same dimensions as the plate (12 or respectively 13).
8. Device according to claim 7, characterised in that the plate (12; 13), the flange-shaped disk (8; 9) and the second plate (21; 22) are
made from one piece by means of bends.
9. Device according to claim 8, characterised in that formed through further bends of the even piece are the crosspieces (16; 23), by means
of which the plate (12; 13) and the second plate (21; 22) are connected to the bolt
(5), or respectively to the sheath (6), in the end area remote from the flange-shaped
disk (8; 9).
10. Device according to one of the claims 7 to 9, characterised in that the plate (12; 13) and the second plate (21; 22) are provided on the lateral edges
with one recess (24) each, which have essentially an equally large spacing from the
flange-shaped disk (8; 9), in which recesses (24) in each case one of two basic crosspieces
(25) of an anchoring bow (26) can be inserted, which basic crosspieces run perpendicular
to the plate (12; 13) and to the second plate (21; 22).
11. Device according to one of the claims 1 to 10, characterised in that the plate (12; 13) and, if applicable, the second plate (21; 22) are provided with
at least one aperture (28).
12. Device according to one of the claims 1 to 11, characterised in that disposed on the flange-shaped disk (9), which is installed on the sheath (6), is
a fastening device (27) in the form of a flat bar.
13. Device according to one of the claims 1 to 12, characterised in that at least the sheath end (6) remote from the flange-shaped disk (9) is provided with
a covering which can be put on.
1. Dispositif servant à relier deux éléments en particulier des éléments en béton, séparés
par un joint qui est approprié pour absorber les forces transversales agissant sensiblement
dans une direction et/ou dans la direction opposée, ces éléments comportant respectivement
une broche dont l'un des parties terminales est insérable dans le premier élément
et une douille insérable dans le deuxième élément et dans laquelle pénètre l'autre
des deux parties terminales de la broche, une face analogue à une bride étant disposée
sur la broche et une autre sur la douille, près du joint, chacune de ces faces étant
sensiblement perpendiculaire à la broche et à la douille et étant encastrable dans
les éléments correspondants et chacune des faces analogues à une bride (8, 9) est
pourvue d'au moins une plaque (12 ou 13) qui pénètre dans l'élément considéré (1 ou
2) et se trouve à distance de la broche (5) respectivement de la douille (6), caractérisé en ce que chaque face (8, 9) analogue à une bride est traversée par la broche (5) respectivement
la douille (6), et est orientée dans l'élément considéré (1 ou 2) de telle façon que
la plaque (12, 13) placée dessus se trouve dans chaque cas du côté de la broche (5)
ou de la douille (6) opposée au côté (10 ou 11) de la broche (5) ou de la douille
(6) qui subit une contrainte de compression lors de la transmission des forces de
réaction (A, B) appliquées sur l'élément considéré (1, 2).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la plaque (12 ou 13) est disposée parallèlement à la broche (5) ou à la douille (6)
et à une certaine distance de celles-ci.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la face en forme de bride (8, 9) et la plaque (12, 13) sont faites d'une seule pièce
qui forme un angle.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la partie terminale de la plaque (12, 13) qui pénètre dans l'élément (1, 2) présente
une partie recourbée (14).
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la partie terminale de la plaque (12, 13) opposée à la face en forme de bride (8,
9) est reliée par une aile (16) à la partie de la broche (5) ou de la douille (6)
qui pénètre dans l'élément considéré (1, 2).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la plaque (12, 13) est pourvue d'éléments d'ancrage supplémentaires (17).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'une deuxième plaque (21 ou 22), ayant sensiblement les mêmes dimensions que la plaque
(12, 13), est placée sur la face en forme de bride (8, 9) en position symétrique de
celle de la plaque (12, 13) par rapport à la broche (5) ou à la douille (6).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que la plaque (12, 13), la face en forme de bride (8, 9) et la deuxième plaque (21, 22)
sont formées d'une pièce par pliage.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que les ailes (16, 23) sont formées grâce à d'autres pliages de la partie plane, ces
ailes reliant la plaque (12, 13) et la deuxième plaque (21, 22) à la broche (5) ou
à la douille (6), dans la partie terminale opposée à la face en forme de bride (8,
9).
10. Dispositif selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que la plaque (12, 13) et la deuxième plaque (21, 22) présentent une encoche (24) dans
chacun de leurs bords latéraux, ces encoches étant à des distances sensiblement égales
de la face en forme de bride (8, 9) et pouvant recevoir une des deux branches de base
(25), perpendiculaires à la plaque (12, 13) et à la deuxième plaque (21 ou 22), d'un
étrier d'ancrage (26).
11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que la plaque (12, 13) et, le cas échéant, la deuxième plaque (21, 22), présentent au
moins une ouverture (28).
12. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'un dispositif de fixation (27), sous la forme d'un profilé plat, est monté sur la
face en forme de bride (9) placée sur la douille (6).
13. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'au moins l'extrémité de la douille (6) opposée à la face en forme de bride (9) est
pourvue d'un recouvrement pouvant être glissé dessus.