[0001] Die Erfindung betrifft einen Spulenkörper mit einer durchgehenden Ausnehmung für
die Aufnahme eines zweischaligen Kerns, mit einem Wickelkörper, an dessen beiden Enden
Flansche ausgebildet sind, wobei an mindestens einem Flansch eine in Querrichtung
zur Längsachse der Ausnehmung erstreckende Anschlußleiste ausgebildet ist, die mindestens
drei nebeneinander angeordnete Lötanschlüsse für um den Wickelkörper gewikkelte Wickeldrähte
hat.
[0002] Ein derartiger bekannter Spulenkörper, wie er z.B. in der DE-A-2 944 583 beschrieben
ist, hat als Lötanschlüsse Lötfahnen mit annähernd rechteckigem flachen Querschnitt,
dessen Breite erheblich größer ist als die Höhe. Um diese Lötfahnen werden Enden der
Wickeldrähte gewickelt, welche Wicklungen auf dem Wickelkörper bilden. Anschließend
werden die Wickeldrähte mit den Lötfahnen durch Löten verbunden. Bei diesem Lötvorgang
treten infolge der hohen Löttemperatur und dem nachfolgenden Abkühlen Längenänderungen
im Wickeldraht auf, welche die Zugspannung im Wickeldraht erhöhen, wodurch die Lötqualität
beeinträchtigt wird und eine Beschädigung oder ein Abreißen des Wickeldrahtes während
des Betriebs unter schwankenden Arbeitstemperaturen auftreten kann. Außerdem ist beim
bekannten Spulenkörper das Umwickeln einer Lötfahne mit dem Wickeldraht in einer automatischen
Wickelmaschine aufwendig, da die Führung des Wickeldrahtes vom Wickelkörper zur Lötfahne
kompliziert ist und an den Kanten der Lötfahnen bei straffer Wickeldrahtführung der
Wickeldraht abreißen kann.
[0003] Aus der WO 93/00691 ist es bekannt, als Lötanschlüsse zylindrische Stifte zu verwenden,
die in einer Ebene quer zur Längsachse vertikal abstehen. Ein Abschnitt des jeweiligen
Stiftes wird mit Draht umwickelt.
[0004] In der DE-A-34 33 700 ist ein Wickelkörper beschrieben, dessen Lötanschlüsse in Sockeln
eingesetzt sind. Die Sockel sind abgewendet und tragen jeweils eine Umlenkvorrichtung
zum Umlenken des Wickeldrahtes.
[0005] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Spulenkörper anzugeben, der ein einfaches automatisches
Wickeln gestattet und der betriebssicher arbeitet.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Bei der Erfindung sind die Lötanschlüsse als im wesentlichen zylindrische Stifte
ausgebildet. Die Zylinderform gestattet ein straffes Umwickeln des Stiftes mit dem
Ende eines Wickeldrahtes, ohne daß die Gefahr eines Abreißens des Wickeldrahtes an
scharfen Kanten entsteht. Die Stifte sind in voneinander beabstandeten Sockeln eingebettet,
die abgerundet sind. Dadurch wird erreicht, daß die Zuführung des Wickeldrahtes zum
Stift problemlos ist, da der Wickeldraht aufgrund der Abrundung auch bei fehlerhafter
Ausrichtung des Spulenkörpers in bezug auf eine Wickelvorrichtung leicht über den
Sockel gleitet und sich nicht verhakt. Erfindungsgemäß ist ferner eine Umlenkvorrichtung
vorgesehen, um die der Wickeldraht vor dem Umwickeln des Stiftes umgelenkt ist. Diese
Umlenkvorrichtung bildet eine Zugentlastung für den Wickeldraht, so daß die beim Löten
auftretenden Zugspannungen abgefangen werden.
[0008] Vorzugsweise ist die Umlenkvorrichtung als radial vom Spulenkörper am Sockel abstehender
Umlenkzapfen ausgebildet. Durch diese Anordnung ist es möglich, den Bewegungsablauf
von Wickelvorrichtung und Spulenkörper zueinander in einem numerisch gesteuerten Wickelautomaten
optimal zu gestalten, da lediglich Schwenkbewegungen um 90° ausgeführt werden müssen.
Die Verwendung eines zylindrischen Umlenkzapfens reduziert die Gefahr des Abreißens
des Wickeldrahtes auch bei straffer Wickeldrahtführung.
[0009] Gemäß der Erfindung trägt die Anschlußleiste auf der dem Wickelkörper zugewandten
Seite eine in Längsrichtung des Spulenkörpers vorstehende Wand, die von den Sockeln
einen vorbestimmten Abstand hat, welcher zum Hindurchführen des Wickeldrahtes oder
der Wickeldrähte dient. Durch diese Maßnahmen wird für den oder die Wickeldrähte eine
Führungsbahn geschaffen, die ein kreuzungsfreies Zuführen der Enden der Wickeldrähte
zu den Stiften gewährleistet.
[0010] Eine andere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß die Wand einen vertikal
abstehenden Abstandhalter trägt, dessen Ende die Höhe des am Stift angewickelten Wickeldrahtes
übersteigt. Dieser Abstandhalter dient dazu, einen definierten Abstand zur Printplatte
herzustellen, so daß das Ende des am Stift angewickelten und angelöteten Wickeldrahtes
ausreichenden Abstand zu Durchgangslöchern in der Printplatte hat und Blindlötungen
infolge abgedeckter Durchgangslöcher nicht entstehen können.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen beschrieben.
Darin zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht des neuen Spulenkörpers sowie eine perspektivische Ansicht
eines Ferrit-Kerns,
- Figur 2
- eine Ansicht des Spulenkörpers mit einem um einen Stift gewickelten Wickeldrahtende,
und
- Figur 3
- eine Draufsicht auf den Spulenkörper nach Figur 1.
[0012] In Figur 1 ist ein Ausführungsbeispiel eines Spulenkörpers 10 nach der Erfindung
perspektivisch dargestellt. Der Spulenkörper 10 hat einen Wickelkörper 12 mit einer
durchgehenden Ausnehmung 14 für die Aufnahme eines zweischaligen Kerns 16, der im
Bildteil oben dargestellt ist. Am Wickelkörper 12 sind an seinen Enden Flansche 16,
18 ausgebildet, welche Wicklungen (nicht dargestellt) auf dem Wickelkörper 12 randseitig
begrenzen.
[0013] Am oberen Flansch 16 sind zwei Anschlußleisten 20, 22 angeordnet, welche mittig segmentartige
Ausnehmungen 24 bzw. 26 haben. Die Anschlußleisten 20, 22 tragen Stifte 28, von denen
zur besseren Übersicht lediglich einer mit dem Bezugszeichen 28 versehen ist. Die
Stifte 28 sind auf beiden Anschlußleisten 20, 22 längs einer Geraden ausgerichtet
und haben im wesentlichen eine zylindrische Form. Die Stifte 28 sind in Sokkeln 30
eingebettet, von denen lediglich einer mit dem Bezugszeichen 30 versehen ist. In Richtung
annähernd senkrecht zu der Längsachse der jeweiligen Anschlußleiste 20, 22 steht an
jedem Sockel 30 ein Umlenkzapfen 32 senkrecht zur Achse des Stiftes 28 ab, der eine
zylindrische Form hat. Jeder Sokkel 30 hat nach oben zum Stift 28 eine Abrundung 34.
[0014] Jede Anschlußleiste 20, 22 trägt auf der dem Wickelkörper 12 zugewandten Seite eine
in Längsrichtug des Spulenkörpers 10 vorstehende Wand 36, welche von den Sockeln 30
einen vorbestimmten Abstand hat. Dadurch wird eine Führungsbahn 38 geschaffen, welche
zum Zuführen des jeweiligen Wicklungsdrahtes zu den Stiften 28 dient.
[0015] Jede Wand 36 trägt Abstandselemente 40, die einen definierten Abstand zu einer Printplatte
(nicht dargestellt) einstellen. Die Höhe des jeweiligen Abstandselements 40 ist so
ausgelegt, daß ein am Stift 28 angewickelter Wickeldraht sowie das zugehörige Lötzinn
ausreichenden Abstand von der Printplatte hat und das Ende des Wickeldrahtes oder
der Lötbatzen nicht das Durchgangsloch auf der Printplatte verstopfen, in die der
Stift 28 eingesetzt ist. Fehllötungen werden somit verhindert.
[0016] Die beiden Flansche 16, 18 haben je eine Richtausnehmung 42 (lediglich die untere
Richtausnehmung 42 ist zu erkennen) für einen Wickeldorn der Wickelmaschine. Diese
Richtausnehmung legt somit die Lagebeziehung zwischen Spulenkörper 10 und Wickelmaschine
fest.
[0017] Der im oberen Bildteil gezeigte zweischalige Kern 16 hat ein mittleres Säulenteil
44, welches in die Ausnehmung 14 des Wickelkörpers 12 paßt. Die äußere Form des Magnetkerns
16 ist derart, daß der obere und der untere Abschnitt 46 annähernd bündig an den Innenflächen
der Anschlußleisten 20, 22 bzw. an Anschlagflächen 48 anliegen.
[0018] Figur 2 zeigt schematisch den Verlauf eines Wickeldrahtes 50 vom Wickelkörper 12
zum Stift 28. Der Wickeldraht 50 wird durch die Ausnehmung 24 über die Führungsbahn
38 geführt und gelangt zwischen zwei Sockeln 30 nach vorne zum Umlenkzapfen 32, durch
den er umgelenkt wird. Anschließend wird der Wickeldraht 50 zum Grund des Stiftes
28 geführt, wobei er auf der Abrundung 34 aufliegt. Danach wird der Wickeldraht 50
um den Stift 28 gewickelt. Durch die Umlenkung des Wickeldrahtes um den Umlenkzapfen
32 entsteht eine Zugentlastung, so daß auch bei straffer Wickeldrahtführung die Gefahr
der Beschädigung oder des Abreißens verringert ist. Die Abrundung 34 ermöglicht eine
Wickeldrahtführung ohne Verhaken des Wickeldrahtes 50.
[0019] Figur 3 zeigt eine Draufsicht auf den Spulenkörper 10 nach Figur 1, und läßt Teile,
die in der Figur 1 verdeckt sind, besser erkennen. Gleiche Teile sind mit gleichen
Bezugszeichen versehen.
[0020] Die Stifte 28 der beiden Anschlußleisten liegen in Ebenen parallel zur Längsachse
des Spulenkörpers 10 und zeigen in dieselbe Richtung. Dadurch ist es möglich, die
angewickelten Enden der Wickeldrähte an allen Stiften 28 in einem einzigen Lötvorgang,
z.B. durch Tauchlöten, zu verlöten.
[0021] Es ist noch darauf hinzuweisen, daß die Stifte 28 vorzugsweise ein Paar abgeflachter
Seitenflächen haben, so daß eine Zylinderform entsteht, die seitlich abgeflacht ist.
Weiterhin hat die zylinderförmige Oberfläche eine Riffelung. Die im Übergangsbereich
zwischen flacher Seitenfläche und Zylinderfläche entstehende Kante dient als Abrißkante
für den angewickelten Wickeldraht. Weitere Einzelheiten über die Ausgestaltung der
Stifte 28 sind im deutschen Gebrauchsmuster 295 12 324.9 beschrieben.
1. Spulenkörper mit einer durchgehenden Ausnehmung (14) für die Aufnahme eines zweischaligen
Kerns (16),
mit einem Wickelkörper (12), an dessen beiden Enden Flansche (16, 18) ausgebildet
sind,
wobei an mindestens einem Flansch (16) eine in Querrichtung zur Längsachse der Ausnehmung
(14) sich erstreckende Anschlußleiste (20, 22) ausgebildet ist,
die mindestens drei nebeneinander angeordnete Lötanschlüsse (28) für um den Wickelkörper
(12) gewickelte Wickeldrähte (50) hat,
dadurch
gekennzeichnet, daß
die Lötanschlüsse als im wesentlichen zylindrische Stifte (28) ausgebildet sind, die
in einer Ebene quer zur Längsachse vertikal abstehend in voneinander beabstandeten
Sockeln (30) eingebettet sind,
daß jeder Sockel (30) auf der dem zugeordneten Stift (28) zugewandten Seite abgerundet
ist und eine Umlenkvorrichtung trägt, um die der Wickeldraht (50) vor dem Umwickeln
des Stiftes (28) umgelenkt ist, und
daß die Anschlußleiste (20, 22) auf der dem Wickelkörper (12) zugewandten Seite eine
in Längsrichtung des Spulenkörpers (10) vorstehende Wand (36) trägt, die von den Sockeln
(30) einen vorbestimmten Abstand hat, welcher zum Hindurchführen des Wickeldrahtes
(50) oder der Wickeldrähte dient.
2. Spulenkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkvorrichtung als senkrecht von der Anschlußleiste am Sockel abstehender,
vorzugsweise zylindrischer Umlenkzapfen (32) ausgebildet ist.
3. Spulenkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand (36) einen vertikal abstehenden Abstandshalter (40) trägt, dessen Ende
die Höhe des am Stift (28) angewickelten Wickeldrahtes (50) bzw. der Lötmasse übersteigt.
4. Spulenkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Flansch (16, 18) mindestens eine Ausnehmung (24) in Form eines Sektors
hat, und daß die Wickeldrähte (50) durch diese Ausnehmung (24) hindurch zu den Stiften
(28) geführt werden.
5. Spulenkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Flansch eine Richtausnehmung (42) für einen Wickeldorn einer Wickelmaschine
hat.
1. A coil bobbin having a continuous opening (14) to receive a two-part core (16), comprising
a coil former (12), at the two ends of which flanges (16, 18) are formed, a terminal
strip (20, 22) which extends in the transverse direction relative to the longitudinal
axis of the opening (14) being formed on at least one flange (16) and having at least
three solder connections (28) disposed side by side for coil wires (50) wound around
the coil former (12),
characterised in that
the solder connections are constructed as substantially cylindrical pins (28) which
are embedded in spaced-apart sockets (30) which project vertically in a plane transversely
to the longitudinal axis,
in that each socket (30) is rounded on the side facing the associated pin (28) and
carries a deflecting device around which the coil wire (50) is deflected before being
wound around the pin (28), and
in that the terminal strip (20, 22) on the side facing the coil former (12) has a
wall (36) which projects in the longitudinal direction of the coil bobbin (10) and
which is spaced a predetermined amount from the sockets (30), such space serving for
the passage of the coil wire or wires (50).
2. A coil bobbin according to claim 1, characterised in that the deflecting device is
constructed as a preferably cylindrical deflection lug (32) which projects at right
angles from the terminal strip on the socket.
3. A coil bobbin according to claim 1 or 2, characterised in that the wall (36) carries
a vertically projecting spacer (40), the end of which projects above the height of
the coil wire (50) wound on the pin (28) and/or of the solder.
4. A coil bobbin according to any one of the preceding claims, characterised in that
each flange (16, 18) has at least one opening (24) in the form of a sector and in
that the coil wires (50) are passed through this opening (24) to the pins (28).
5. A coil bobbin according to any one of the preceding claims, characterised in that
at least one flange has a directional opening (42) for a mandrel of a coil-winding
machine.
1. Carcasse de bobinage comportant un alésage traversant (14) pour la réception d'un
noyau de pot à deux coupelles (16), un corps de bobinage (12) qui possède aux deux
extrémités des joues (16,18),
dans laquelle est formé, au moins à une joue (16), un bornier de raccordement (20,
22) s'étendant transversalement à l'axe longitudinal de l'alésage (14), lequel bornier
comporte au moins trois connecteurs à souder (28) agencés les uns à côté des autres
pour des fils de bobinage (50) enroulés autour du corps de bobinage (12),
caractérisée en ce que les connecteurs à souder se présentent sous la forme de doigts
sensiblement cylindriques (28) qui sont incorporés dans des embases (30) à distance
les unes des autres, et s'entendant verticalement dans un plan perpendiculaire à l'axe
longitudinal,
en ce que chaque embase (30) est arrondie du côté dirigé vers le doigt associé (28)
et supporte un dispositif de déviation autour duquel le fil de bobinage (50) est dévié
avant de s'enrouler autour du doigt (28), et
en ce que le bornier de raccordement (20, 22) supporte, du côté dirigé vers le corps
de bobinage (12), une paroi (36) en saillie dans la direction longitudinale de la
carcasse de bobinage (10), qui se trouve à une distance prédéterminée de l'embase
(30), laquelle distance sert au passage du fil de bobinage (50) ou des fils de bobinage.
2. Carcasse de bobinage selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif
de déviation se présente sous la forme de pions de déviation (32), de préférence cylindriques,
agencés au niveau de l'embase perpendiculairement au bornier de raccordement.
3. Carcasse de bobinage selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la paroi
(36) supporte un élément d'écartement (40) s'étendant verticalement, dont l'extrémité
dépasse en hauteur la hauteur du fil de bobinage (50) enroulé autour du doigt (28)
ou de la soudure.
4. Carcasse de bobinage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée
en ce que chaque joue (16, 18) comporte au moins une encoche (24) se présentant sous
la forme d'un secteur, et en ce qu'on fait passer les fils de bobinage (50) par cette
encoche (24) pour les amener aux doigts (28).
5. Carcasse de bobinage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée
en ce qu'une joue au moins comporte une encoche de repérage (42) pour un mandrin de
bobinage d'une bobineuse.