[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bestückung von Leitungen
an einem Ende mit in Gehäuse mit bestimmten Rasterabständen angeordneten Steckern,
insbesondere Schneidklemmkontaktelementen für die Herstellung von Leitungssätzen.
Eine derartige Kabelkonfektioniereinrichtung weist eine Bestückungsstation zur Konfektionierung
der Leitungen mit den ausgehend von einem Magazin über eine Artikelzuführung zugeführten
Gehäusen sowie eine Prüfstation zur Prüfung der in der Bestückungsstation gefertigten
Kontaktierungen auf.
[0002] Eine derartige Kabelkonfektioniereinrichtung ist aus der eigenen Fertigung der Anmelderin
bekannt. Mit ihr können Leiter unterschiedlicher Länge mit Gehäusen bestückt werden,
die einen Rasterabstand von nicht weniger als 5 mm aufweisen. In der praktischen Anwendung,
zum Beispiel in der Weißgeräteindustrie, werden allerdings immer mehr Steckverbindungen
benötigt, die eine geringere Rasterteilung, beispielsweise 2,5 mm, aufweisen. Ferner
besteht der Bedarf, daß bereits vorgefertigte, aber unvollständige Kabelzweige, das
heißt beispielsweise einseitig bereits mit Gehäusen versehene Kabelzweige zusätzlich
mit Gehäusen bestückt werden sollen. Mit der bekannten Kabelkonfektioniereinrichtung
konnte dieses Erfordernis unter anderem deshalb nicht erfüllt werden, weil die Maschine
nicht zur Bearbeitung der eine wesentlich kleinere Außengeometrie aufweisenden Gehäuse
mit einem Rastermaß von weniger als 5 mm Abstand ausgerüstet ist. Eine solche Umrüstung
der bekannten Anlage würde eine komplizierte mechanische Konstruktion erfordern, die
aus wirtschaftlichen Gründen nicht vertretbar ist.
[0003] Der Erfindung liegt angesichts dieses Standes der Technik die
Aufgabe zugrunde, eine Bestückung von Leitern unterschiedlicher Länge mit Gehäusen zu ermöglichen,
die eine Einzelleiterverarbeitung aufweist, daß Rastersprünge vorgenommen werden können
und daß bereits vorgefertigte, aber unvollständige Kabelzweige sowie Leitungen unterschiedlicher
Länge komplettiert werden können und darüber hinaus schnelle Taktzeiten möglich sind.
[0004] Die Aufgabe ist erfindungsgemäß durch ein Verfahren gelöst, bei dem jedes zu bestückende
Gehäuse ausgehend von einem Magazin automatisch so zu einer Kontaktierstation gefördert
wird, daß das erste zu bestückende Schneidklemmkontaktelement, welches in einer Gehäusekammer
eines mehrere Gehäusekammern im bestimmten Rasterabstand aufweisenden Gehäuse sitzt,
in Höhe einer Kabeleinführöffnung und unterhalb eines Kontaktierstempels angeordnet
ist, daß anschließend die zu bestückende Leitung von Hand durch die Kabeleinführöffnung
in die Gehäusekammer eingeführt wird, daß hierauf der Kontaktierstempel abwärtsbewegt
wird und das Schneidklemmkontaktelement kontaktierend auf das Leitungsende drückt,
wonach das Gehäuse automatisch weiterverfahren wird, bis das nächste zu bestückende
Schneidklemmkontaktelement in Höhe der Kabeleinführöffnung angeordnet ist und daß
ein derart fertiggestellter Leitungssatz anschließend einer Prüfung und Weiterverarbeitung
oder Entnahme zugeführt wird.
[0005] Um eine sichere Kontaktierung des Leitungsendes mit dem Schneidklemmkontaktelement
zu gewährleisten, wird vorgeschlagen, daß das Absenken des Kontaktierstempels durch
das vollständige Einstecken des Leitungsendes in die zu kontaktierende Gehäusekammer
ausgelöst wird.
[0006] Zur Kontrolle der Qualität der vorgenommenen Kontaktierung ist erfindungsgemäß vorgesehen,
daß jedes Gehäuse nach dem Kontaktieren zumindest einer Prüfung auf Durchgang, Kurzschluß
und Kabel-Einstecktiefe unterzogen wird.
[0007] Vorrichtungsmäßig ist die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Gehäuse
senkrecht zur Kontaktierlage hintereinander in parallelen Kanälen eines senkrecht
stehenden Blockmagazins angeordnet sind, daß die Artikelzuführung eine Wendeeinrichtung
zum Umlenken der Gehäuse in die Kontaktierlage sowie eine Artikelschiene und eine
Gehäusevorschubeinrichtung zum Verschieben der Gehäuse zur Bestückungsstation umfaßt,
und daß die Bestückungsstation eine getaktet angetriebene Rastertransporteinrichtung
zur Positionierung der zu bestückenden Gehäusekammer in Höhe einer Kabeleinführöffnung
zum manuellen Einführen des Leitungsendes aufweist, sowie benachbart zur Kontaktierstation
die Prüfstation vorgesehen ist.
[0008] Der wesentliche Erfindungsgedanke beruht auf der Bereitstellung der Gehäuse in vertikaler
Anordnung zur Kontaktierlage, dem automatischen Zuführen und Positionieren der Gehäuse
in Kontaktierlage und dem manuellen Zuführen des Leiters in die zu kontaktierende
Gehäusekammer. Mit einer solchermaßen ausgestalteten Kabelkonfektioniereinrichtung
ist es möglich, Leitungen unterschiedlicher Länge sowie bereits vorgefertigte Leitungen
mit Gehäusen mit unterschiedlichen Rasterabständen frei zu kontaktieren. Aufgrund
des einfachen und klar strukturierten Aufbaus der erfindungsgemäß ausgestalteten Maschine
ist mit dieser Kabelkonfektioniereinrichtung eine schnelle, günstige und variable
Fertigung von Leitungssätzen möglich.
[0009] Um eine möglichst kompakte Bauweise sowie eine einfache Bedienung der Maschine zu
ermöglichen, ist das Blockmagazin zur Aufnahme der zu verarbeitenden Gehäuse in einem
manuell verschwenkbaren Laderahmen mit einem Ladeschieber angeordnet. Zum Beladen
der Maschine mit einem neuen Blockmagazin kann hierzu der Laderahmen abwärtsgeschwenkt
und ein neues Magazin eingelegt werden. In dieser Position besteht nicht die Gefahr,
daß Gehäuse aus dem Blockmagazin herausfallen können. Zur Verarbeitung wird der Laderahmen
mittels des Ladeschiebers in die vertikale Arbeitsposition verschwenkt, so daß einerseits
die Gehäuse senkrecht in die Artikelzuführung gleiten können und andererseits der
Platzbedarf für das Blockmagazin sehr gering ist.
[0010] Die Entleerung der parallel nebeneinander angeordneten Kanäle des Blockmagazins erfolgt
gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung über einen Magazinschieber, der
das Blockmagazin in die Entleerstellung über der Wendeeinrichtung verschiebt. Um festzustellen,
ob ein Blockmagazin abgearbeitet wurde, liegt ein kapazitiver Näherungsschalter an
dem Blockmagazin an, der beim Vorschieben des entleerten Blockmagazins frei liegt
und so die Maschine zur Bestückung mit einem neuen vollen Blockmagazin stoppt.
[0011] Die unterhalb des Blockmagazins angeordnete Wendeeinrichtung zum Umlenken der senkrecht
gelagerten Gehäuse in die horizontale Kontaktierlage ist im bevorzugten Ausführungsbeispiel
als um 90° verschwenkbarer Drehteller ausgebildet. Die Wendeeinrichtung weist dabei
vorteilhafterweise einen verstellbaren Anschlag zum Einstellen der maximal aufnehmbaren
Gehäusezahl auf. Um darüber hinaus feststellen zu können, ob sich Gehäuse in der Wendeeinrichtung
befinden, wird vorgeschlagen, daß die Wendeeinrichtung eine einstellbare Lichtschranke
aufweist, die die aus dem Blockmagazin in die Wendeeinrichtung herabgleitenden Gehäuse
erfaßt.
[0012] Die Entleerung der Wendeeinrichtung in horizontaler Richtung erfolgt in der Artikelzuführung
vorteilhafterweise durch eine Gehäusevorschubeinrichtung, die im bevorzugten Ausführungsbeispiel
als von einem Zahnrad angetriebener Schieber ausgebildet ist. Um ein einfaches und
störungsfreies Verschieben der Gehäuse durch die Gehäusevorschubeinrichtung entlang
der Artikelschiene der Artikelzuführung zu gewährleisten, weist der Schieber der Gehäusevorschubeinrichtung
eine an die Gehäuse angepaßte Geometrie auf.
[0013] Als Antrieb für die Gehäusevorschubeinrichtung ist ein um 180° verschwenkbarer pneumatischer
Schwenkantrieb vorgesehen.
[0014] Um einen Leerlauf der Maschine zu vermeiden, ist zwischen der Wendeeinrichtung und
der Bestückungsstation eine Pufferstrecke angeordnet, von der ausgehend die Bestückungsstation
mit Gehäusen versorgt wird, bis ausgehend von dem Blockmagazin über die Wendeeinrichtung
neue Gehäuse in die Pufferstrecke eingeschoben werden.
[0015] Der Vortrieb der Gehäuse entlang der Artikelschiene erfolgt in der Pufferstrecke
vorzugsweise über einen Reibriemenantrieb durch Reibschluß mit der Unterseite der
zu transportierenden Gehäuse.
[0016] Innerhalb der Bestückungsstation erfolgt der Gehäusetransport über die Rastertransporteinrichtung,
die über ein anhebbares, kammartiges Transportelement von unten in die Gehäusekammern
greift und die Gehäuse entlang der Artikelschiene verschiebt. Um auch eine Bestückung
der Gehäuse mit Rastersprüngen zu ermöglichen, ist die Rastertransporteinrichtung
entsprechend der zu bestückenden Rasterung programmierbar.
[0017] Zur eigentlichen Bestückung der Leitungsenden mit den in den Gehäusen angeordneten
Steckern weist die Kontaktierstation die Kabeleinführöffnung sowie dazu senkrecht
einen in einer Aufnahme gehaltenen Kontaktierstempel auf, der von oben das Schneidklemmkontaktelement
auf das in der Gehäusekammer befindliche Leitungsende aufdrückt. Zum Einstellen auf
verschiedene Gehäusegeometrien und Kontaktierstempel ist die Aufnahme für den Kontaktierstempel
über Langlöcher justierbar.
[0018] Die Aufwärts- und Abwärtsbewegung des Kontaktierstempels erfolgt im bevorzugten Ausführungsbeispiel
über einen um 180° verschwenkbaren Exzenterantrieb. Der Exzenterantrieb hat den Vorteil,
daß er auf der Bewegungsbahn bis zum unteren Totpunkt eine schnelle Aufwärts- bzw.
Abwärtsbewegung ermöglicht, wohingegen sich im Bereich des unteren Totpunktes die
Bewegung verlangsamt. Darüber hinaus ermöglicht der Exzenterantrieb im Bereich des
unteren Totpunktes eine hohe Kraftübertragung, welche notwendig ist, um über den Kontaktierstempel
das Schneidklemmkontaktelement auf das Leitungsende aufzuschieben. Zur lagegenauen
Positionierung der zu bestückenden und zu prüfenden Gehäuse ist im Bereich der Kontaktierstation
und der Prüfstation eine Artikelzentriervorrichtung angeordnet. Die Artikelzentriervorrichtung
steht vorzugsweise über ein zahnstangenartig ausgebildetes Halteelement mit auf der
der Kabeleinführöffnung abgewandten Seite der Gehäuse ausgebildeten Zähnen in Eingriff,
um so die Gehäuse lagegenau zu positionieren.
[0019] Um eine Vollauslastung der Maschine zu gewährleisten, ist vorgesehen, daß zur Überwachung
des lückenlosen Gehäusetransportes im Bereich der Bestückungsstation eine Laserkontrolleinrichtung
angeordnet ist.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist gegenüber der Kabeleinführöffnung
auf der anderen Seite des zu bestückenden Gehäuses eine Staudüse angeordnet. Diese
vorteilhafterweise auf dem Halteelement der Artikelzentriervorrichtung angeordnete
Staudüse liegt abdichtend gegen ein Loch in der Rückseite der zu bestückenden Gehäusekammer
an. Durch die Anordnung der Staudüse auf der gegenüberliegenden Seite der Kabeleinführöffnung
soll gewährleistet werden, daß der Kontaktierstempel erst dann abwärts zur Kontaktierung
des Schneidklemmkontaktelementes mit dem Leiterende bewegt wird, wenn das zu kontaktierende
Leitungsende vollständig in die Gehäusekammer eingefügt ist. Durch das vollständige
Einstecken des Leitungsendes in die Gehäusekammer wird ein Gegendruck in der Staudüse
aufgebaut, wodurch der Antrieb des Kontaktierstempels angeregt wird. Vorzugsweise
sind die Staudüse und der Antrieb des Kontaktierstempels über einen pneumatisch-elektrischen
Wandler miteinander verbunden.
[0021] Um ein Überfahren der in Transportrichtung hinter der Kontaktierstation angeordneten
Prüfstation zu vermeiden, wird vorgeschlagen, daß am Ende der Gehäusetransportstrecke
entlang der Bestückungsstation in Höhe der Prüfstation eine Artikelbremse ausgebildet
ist, welche beispielsweise aus einer Kufe mit einem federnden Blech gebildet ist.
[0022] Zur Überprüfung der in der Kontaktierstation hergestellten Kontakte weist die Prüfstation
mindestens einen vertikal und mindestens zwei horizontal verfahrbare Prüfstifte auf,
wobei der mindestens eine vertikal verfahrbare Prüfstift vorzugsweise als beide Gabelfedern
des in der Gehäusekammer angeordneten Kontaktelementes überbrückendes Prüfschwert
ausgebildet ist.
[0023] Über den mindestens einen vertikal verfahrbaren und einen der mindestens zwei horizontal
verfahrbaren Prüfstifte ist der Durchgang der Kontaktierung prüfbar. Eine Kurzschlußprüfung
und/oder eine Prüfung auf eine ausreichende Einstecktiefe der Leitungsenden kann über
die horizontal verfahrbaren Prüfstifte durchgeführt werden.
[0024] Um die fertig bestückten Gehäuse zur Entnahme oder Weiterverarbeitung zu sammeln,
wird vorteilhafterweise vorgeschlagen, daß in Transportrichtung hinter der Prüfstation
eine Sammelschiene angeordnet ist.
[0025] Als Antriebe für die verschiedenen Bauteile der erfindungsgemäß ausgestalteten Kabelkonfektioniereinrichtung
sind vorzugsweise Pneumatikantriebe vorgesehen. Um ein Überfahren der Schwenkbereiche
zu verhindern, wird vorgeschlagen, daß die pneumatischen Arbeitsglieder Kontrollelemente
zur Abfrage der Endstellung des Verschwenkwinkels aufweisen.
[0026] Um dem Bedienungspersonal eine günstige Arbeitsposition vor der Maschine zu ermöglichen,
ist die gesamte Kabelkonfektioniereinrichtung vorzugsweise auf einem Maschinenständer
angeordnet. Zur Bedienung und Kontrolle der Maschine ist im Blickfeld des Bedienungspersonals
ein Steuerungspult mit Klartextanzeige vorgesehen.
[0027] Weiterhin wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß die Endlagen der pneumatischen
Arbeitsglieder mit Stoßdämpfern versehen sind, die der Lärmdämmung dienen.
[0028] Zum Umrüsten der Maschine auf einen neuen zu verarbeitenden Leitungsdurchmesser wird
vorgeschlagen, daß die Kabeleinführöffnung in einer auswechselbaren Buchse angeordnet
ist.
[0029] Die beschriebene erfindungsgemäße Kabelkonfektioniereinrichtung stellt eine Einzelleiterverarbeitung
bereit, die hochflexibel ist, modular aufgebaut ist und vom Konzept her vorgesehen
ist, verschiedenste Steckerprogramme zum Beispiel mit einem Rastermaß von 2,5 mm mit
dem dazugehörigen Leitungsspektrum unterschiedlicher Länge sowie mit Rastersprüngen
zu verarbeiten. Weiterhin ist es mit der erfindungsgemäß ausgestalteten Maschine möglich,
bereits vorgefertigte, aber unvollständige Kabelzweige mit auch sehr kurzen Kabellängen
zu komplettieren.
[0030] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der eine Kabelkonfektioniermaschine
schematisch dargestellt ist. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine Vorderansicht auf eine schematisch dargestellte Grundkonzeption einer Kabelkonfektioniereinrichtung;
- Fig. 2
- eine Vorderansicht der Artikelzuführung;
- Fig. 3
- einen Schnitt entlang der Schnittlinie III-III in Fig. 2;
- Fig. 4
- eine ausschnittweise Darstellung der Bestückungsstation mit Pufferstrecke und Sammelschiene
in Vorderansicht;
- Fig. 5
- eine ausschnittweise Vorderansicht der Kontaktierstation und
- Fig. 6
- eine Seitenansicht der Kontaktierstation;
- Fig. 7
- einen Schnitt entlang der Schnittlinie VII-VII in Fig. 6 und
- Fig. 8
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Prüfstation.
[0031] Dem in Fig. 1 der Zeichnung dargestellten Grundkonzept einer Kabelkonfektioniereinrichtung
zur Bestückung von in Gehäusen angeordneten Schneidklemmkontaktelementen mit Leitern
ist der modulare Aufbau einer solchen Maschine zu entnehmen. Die wesentlichen Baugruppen
einer solchermaßen ausgestalteten Kabelkonfektioniereinrichtung sind eine Artikelzuführung
1, eine Bestückungsstation 2 sowie ein Steuerungspult 3. Um eine günstige Arbeitsposition
für das Bedienungspersonal zu schaffen, ist die gesamte Kabelkonfektioniereinrichtung
auf einem Maschinenständer 4 angeordnet, so daß die Maschine in sitzender Position
zu bedienen ist.
[0032] Bevor nachfolgend auf die detaillierte Ausgestaltung der einzelnen Bauelemente der
Kabelkonfektioniereinrichtung eingegangen wird, wird vorab anhand der schematischen
Vorderansicht gemäß Fig. 1 die räumliche Anordnung der einzelnen Bauteile der Artikelzuführung
1, der Bestückungsstation 2 sowie des Steuerungspultes 3 erläutert.
[0033] Die Artikelzuführung 1 umfaßt im wesentlichen ein senkrecht stehendes Blockmagazin
5, welches aus einer Vielzahl von parallel zueinander angeordneten Kanälen 6 zur Aufnahme
der zu bestückenden Gehäuse 7 besteht. Um die senkrecht zur Kontaktierlage in dem
Blockmagazin 5 gelagerten Gehäuse 7 in die horizontale Kontaktierlage umzulenken,
ist unterhalb des Blockmagazins 5 eine Wendeeinrichtung 8 angeordnet. Um die zu bestückenden
Gehäuse 7 von der Artikelzuführung 1 zur Bestückungsstation 2 zu verfahren, weist
die Kontaktiermaschine eine die beiden Stationen 1 und 2 verbindende Artikelschiene
9 auf.
[0034] Zum Transport der Gehäuse 7 (dargestellt in Fig. 2 und 5) von der Wendeeinrichtung
8 zur Bestückungsstation 2 weist die Artikelzuführung 1 darüber hinaus eine Gehäusevorschubeinrichtung
10 sowie eine zwischen der Wendeeinrichtung 8 und der Bestückungsstation 2 angeordnete
Pufferstrecke 11 auf. Die in Transportrichtung hinter der Artikelzuführung 1 angeordnete
Bestückungsstation 2 besteht aus einer Kontaktierstation 12 und einer Prüfstation
13.
[0035] Das im Blickfeld des Bedienungspersonals angeordnete Steuerungspult 3 weist ein Bedienfeld
14 sowie eine Klartextanzeige 15 auf, über die das Bedienungspersonal unverschlüsselt
alle Daten über den Betrieb der Maschine abrufen und ablesen kann.
[0036] Fig. 2 zeigte eine detaillierte Vorderansicht der Artikelzuführung 1. Das Blockmagazin
5 zur Aufnahme der zu bestückenden Gehäuse 7 ist in einem Laderahmen 16 angeordnet,
der über einen Ladeschieber 17 zur Befüllung des Laderahmens 16 mit einem Blockmagazin
5 nach hinten verschwenkt werden kann. Der Transport des Blockmagazins 5 in die Entleerstellung
oberhalb der Wendeeinrichtung 8 erfolgt über einen Magazinschieber 18, der über einen
angeformten Winkel 19 (dargestellt in Fig. 3) in zwischen den einzelnen Kanälen 6
des Blockmagazins 5 ausgebildeten Nuten eingreift und das Blockmagazin 5 taktweise
über die Wendeeinrichtung 8 zieht. Die als um 90° verschwenkbarer Drehteller ausgebildete
Wendeeinrichtung 8 befindet sich bei senkrechter Stellung der Artikelschiene 9 der
Wendeeinrichtung 8 (dargestellt in Fig. 1) in der Füllposition. In dieser Stellung
können Gehäuse 7 aus dem oberhalb der Wendeeinrichtung 8 angeordneten Kanal 6 des
Blockmagazins 5 in die Wendeeinrichtung 8 gleiten. Anschließend werden die senkrecht
zur Kontaktierlage ausgerichteten Gehäuse 7 um 90° in die spätere Kontaktierlage verschwenkt.
[0037] Um festzustellen, ob das Blockmagazin 5 durch ein gefülltes Blockmagazin 5 zu ersetzen
ist, liegt an dem Blockmagazin 5 ein kapazitiver Näherungsschalter 20 an, wie dies
in Fig. 3 dargestellt ist, der freigeschaltet wird, wenn der Magazinschieber 18 hinter
den letzten Kanal 6 des Blockmagazins 5 greift und dieses um einen weiteren Takt verschiebt.
Sobald der kapazitive Näherungsschalter 20 nicht mehr an dem Blockmagazin 5 anliegt,
wird die Kabelkonfektioniereinrichtung gestoppt, damit das Bedienungspersonal das
leere Blockmagazin 5 entnehmen und ein gefülltes Blockmagazin 5 in den Laderahmen
16 einlegen kann.
[0038] Da mit der Kabelkonfektioniereinrichtung verschieden große Gehäuse 7, das heißt Gehäuse
mit verschiedener Polzahl, nämlich 3- bis 20polige Gehäuse 7 verarbeitet werden können,
weist die Wendeeinrichtung 8 einen einstellbaren Anschlag auf. Die Einstellung des
Anschlages ist dabei in Abhängigkeit von der Polzahl der zu verarbeitenden Gehäuse
7 so einzustellen, daß das oberste in der Artikelschiene 9 der Wendeeinrichtung 8
angeordnete Gehäuse 7 bündig mit der Wendeeinrichtung 8 abschließt, um die Wendeeinrichtung
8 nicht zu blockieren. Weiterhin ist die Wendeeinrichtung 8 mit einer einstellbaren
Lichtschranke 21 ausgerüstet, über die festgestellt werden kann, ob sich in der senkrechten
Füllposition der Wendeeinrichtung 8 Gehäuse 7 in der Wendeeinrichtung 8 befinden.
[0039] Die zum Entleeren der Wendeeinrichtung 8 vorgesehene Gehäusevorschubeinrichtung 10
besteht bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem von einem Zahnrad 22 angetriebenen
Schieber 23, dessen Querschnitt an die Gehäusegeometrie angepaßt ist, um ein leichtes
Verschieben der Gehäuse 7 entlang der Artikelschiene 9 zu ermöglichen. Der nicht dargestellte
Antrieb der Gehäusevorschubeinrichtung 10 erfolgt über einen 180° verschwenkbaren
pneumatischen Schwenkantrieb.
[0040] Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist zwischen der Wendeeinrichtung 8 und der Bestückungsstation
2 eine Pufferstrecke 11 angeordnet. Der genauere Aufbau dieser Pufferstrecke 11 ist
der Abbildung Fig. 4 zu entnehmen. Der Transport entlang der Pufferstrecke 11 erfolgt
über einen Reibriemen 24, der über einen Spannhebel 25 vorgespannt die Gehäuse 7 durch
Reibschluß mit der Unterseite der Gehäuse 7 in Richtung der Bestückungsstation 2 transportiert.
[0041] Innerhalb der Bestückungsstation 2 erfolgt der Transport der Gehäuse 7 über eine
Rastertransporteinrichtung 26, die in Fig. 4 unterhalb der Artikelschiene 9 dargestellt
ist. Zum Transport der Gehäuse 7 weist die Rastertransporteinrichtung 26 ein kammartiges
Transportelement 27 auf, welches mit seinen kammartigen Vorsprüngen von unten in die
Gehäusekammern der zu transportierenden Gehäuse 7 eingreift und diese entlang der
Artikelschiene 9 verschiebt. Um Gehäuse 7 mit unterschiedlichem Rastermaß bearbeiten
zu können sowie Rastersprünge zu erlauben, ist die Rastertransporteinrichtung 26 entsprechend
der zu bestückenden Rasterung programmierbar.
[0042] Neben der Rastertransporteinrichtung 26 besteht die Bestückungsstation 2 im wesentlichen
aus der Kontaktierstation 12 und der Prüfstation 13. Die in Fig. 4 oberhalb der Artikelschiene
9 angeordnete Kontaktierstation 12 ist in den Abbildungen Fig. 5, 6 und 7 detaillierter
dargestellt.
[0043] Zum Einführen einer zu kontaktierenden Leitung in eine Gehäusekammer eines Gehäuses
7 weist die Kontaktierstation 12 eine Kabeleinführöffnung 28 auf, durch die das zu
bestückende Leitungsende von Hand eingeführt wird. Senkrecht zur Kabeleinführöffnung
28 ist oberhalb der zu bestückenden Gehäusekammer ein Kontaktierstempel 29 angeordnet,
der in einer über Langlöcher 30 verstellbaren Aufnahme 31 gehalten ist. Wie weiter
aus Fig. 5 ersichtlich, erfolgt der Antrieb der Auf- und Abbewegung des Kontaktierstempels
29 über einen Exzenterantrieb 32. Wie aus Fig. 6 und 7 ersichtlich, ist die Kabeleinführöffnung
28 in einer auswechselbaren Buchse 28a angeordnet, um je nach Leitungsdurchmesser
die Maschine durch Einsetzen einer neuen Buchse 28a mit einer entsprechenden Kabeleinführöffnung
28 umzurüsten.
[0044] Um die zu bestückenden Gehäuse 7 im Bereich der Bestückungsstation 2 lagegenau zu
positionieren, ist eine Artikelzentriervorrichtung 33 vorgesehen, die, wie aus Fig.
7 ersichtlich, über ein zahnstangenartig ausgebildtes Halteelement 34 verfügt, welches
mit auf der der Kabeleinführöffnung 28 abgewandten Seite der Gehäuse 7 ausgebildeten
Zähnen in Eingriff steht, um so das zu bestückende Gehäuse 7 lagegenau zu positionieren.
Neben der Artikelzentriervorrichtung 33 mit ihrem Haltelement 34 verfügt die Bestückungsstation
2 über eine Laserkontrolleinrichtung 35, um festzustellen, ob Lücken zwischen den
hintereinander entlang der Artikelschiene geförderten Gehäuse 7 auftreten.
[0045] Damit der Kontaktierstempel 29 erst dann ein Schneidklemmkontaktelement auf ein durch
die Kabeleinführöffnung 28 in eine Gehäusekammer eingeführtes Leitungsende aufdrückt,
wenn dieses Leitungsende vollständig in die Gehäusekammer eingeführt ist, ist gegenüber
der Kabeleinführöffnung 28 auf der anderen Seite des zu bestückenden Gehäuses 7 eine
Staudüse 36 angeordnet die abdichtend gegen ein Loch in der Rückseite der zu bestückenden
Gehäusekammer anliegt. Durch das durch die Kabeleinführöffnung 28 in die Gehäusekammer
eingeschobene Leitungsende wird das Loch in der Rückseite der Gehäusekammer abgedichtet,
so daß in der Staudüse 36 ein Staudruck erzeugt wird. Dieser Staudruck wird über einen
(nicht dargestellten) pneumatisch-elektrischen Wandler in ein Startsignal zur Betätigung
des Exzenterantriebs 32 zum Absenken des Kontaktierstempels 29 umgewandelt. Nach der
Kontaktierung des Leitungsendes mit dem Gehäuse 7 wird das Gehäuse 7 über die Rastertransporteinrichtung
26 so weiterbefördert, daß die nächste zu bestückende Gehäusekammer vor der Kabeleinführöffnung
28 und unter dem Kontaktierstempel 29 zu liegen kommt. Nach vollständiger Bestückung
wird das Gehäuse 7 mittels der Rastertransporteinrichtung 26 zur Prüfstation 13 verschoben.
Um ein Überfahren der Prüfstation 13 zu verhindern, weist die Artikelschiene 9 im
Bereich der Prüfstation 13 eine Artikelbremse 37 auf.
[0046] Die in Fig. 8 dargestellte Prüfstation 13 besteht aus mindestens einem vertikal verfahrbaren
Prüfstift sowie mindestens zwei parallel zueinander angeordneten, horizontal verfahrbaren
Prüfstiften 39. Durch das Einführen der Prüfstifte 38 und 39 kann der in der Kontaktierstation
12 gefertigte Kontakt auf Durchgang, Kurzschluß sowie Kabel-Einstecktiefe überprüft
werden.
[0047] Wie aus Fig. 4 ersichtlich, kann in Transportrichtung hinter der Prüfstation 13 im
Anschluß an die Artikelschiene 9 eine Sammelschiene 40 vorgesehen sein, um die fertig
bestückten Gehäuse 7 zur Weiterverarbeitung oder Entnahme zu sammeln.
[0048] Die vorstehend beschriebene Kabelkonfektioniereinrichtung arbeitet wie folgt:
[0049] Ausgehend von dem Blockmagazin 5 gleiten die zu bestückenden Gehäuse 7 bei senkrechter
Füllstellung der Artikelschiene 9 der Wendeeinrichtung 8 in die Wendeeinrichtung 8.
Die senkrecht zur Kontaktierlage in dem Blockmagazin 5 hintereinander gestapelten
Gehäuse 7 werden anschließend über die Wendeeinrichtung 8 um 90° in die horizontale
Kontaktierlage verschwenkt. Über die Gehäusevorschubeinrichtung 10 werden die in der
Wendeeinrichtung 8 befindlichen Gehäuse 7 aus der Wendeeinrichtung 8 in die Pufferstrecke
11 hinter der Wendeeinrichtung 8 gedrückt. Die Pufferstrecke 11 ermöglicht eine totzeitfreie
Arbeitsweise der Maschine, da die in der Pufferstrecke 11 angeordneten Gehäuse 7 die
Zeit überbrücken, die notwendig ist, um ausgehend von dem Blockmagazin 5 über die
Wendeeinrichtung 8 neue Gehäuse 7 in Richtung der Bestückungsstation 2 zu fördern.
Über den Reibriemen 24 der Pufferstrecke 11 gelangen die Gehäuse 7 dann in die sich
an die Artikelzuführung 1 anschließende Bestückungsstation 2. Innerhalb der Bestückungsstation
2 werden die Gehäuse 7 über die Rastertransporteinrichtung 26 so transportiert, daß
die zu bestückende Gehäusekammer des Gehäuses 7 vor der Kabeleinführöffnung 28 zu
liegen kommt. Durch die Kabeleinführöffnung 28 wird dann von Hand das zu bestückende
Leitungsende in die Gehäusekammer des Gehäuses 7 eingeführt. Das in die Gehäusekammer
eingeführte Leitungsende erzeugt an der auf der gegenüberliegenden Seite der Kabeleinführöffnung
28 angeordneten Staudüse 36 einen Staudruck, welcher über einen pneumatisch-elektrischen
Wandler den Exzenterantrieb 32 des Kontaktierstempels 29 betätigt. Durch den sich
absenkenden Kontaktierstempel 29 wird das in der Gehäusekammer angeordnete Schneidklemmkontaktelement
auf das zu kontaktierende Leitungsende aufgedrückt. Nach erfolgter Kontaktierung wird
das Gehäuse 7 über die Rastertransporteinrichtung 26 um ein eingestelltes Rastermaß
so lange weitergefördert, bis das Gehäuse 7 vollständig bestückt ist.
[0050] In Transportrichtung hinter der Kontaktierstation 12 ist die Prüfstation 13 angeordnet,
in der über vertikale und horizontale Prüfstifte 38 und 39 die in der Kontaktierstation
12 erfolgte Kontaktierung auf Durchgang, Kurzschluß und Kabel-Einstecktiefe überprüft
wird. Fehlermeldungen werden dem Bedienungspersonal sofort auf der Klartextanzeige
15 des Steuerungspults 3 angezeigt, so daß diese fehlerhaft gefertigten Artikel direkt
manuell aus der Kabelkonfektioniereinrichtung entnommen werden können. Fehlerfrei
kontaktierte Leitungssätze können bei Bedarf am Ende der Artikelschiene 9 zur Weiterverarbeitung
oder Entnahme auf die Sammelschiene 40 geschoben.
Bezugszeichenliste
[0051]
- 1
- Artikelzuführung
- 2
- Bestückungsstation
- 3
- Steuerungspult
- 4
- Maschinenständer
- 5
- Blockmagazin
- 6
- Kanal
- 7
- Gehäuse
- 8
- Wendeeinrichtung
- 9
- Artikelschiene
- 10
- Gehäusevorschubeinrichtung
- 11
- Pufferstrecke
- 12
- Kontaktierstation
- 13
- Prüfstation
- 14
- Bedienfeld
- 15
- Klartextanzeige
- 16
- Laderahmen
- 17
- Ladeschieber
- 18
- Magazinschieber
- 19
- Winkel
- 20
- Näherungsschalter
- 21
- Lichtschranke
- 22
- Zahnrad
- 23
- Schieber
- 24
- Reibriemen
- 25
- Spannhebel
- 26
- Rastertransporteinrichtung
- 27
- Transportelement
- 28
- Kabeleinführöffnung
- 28a
- Buchse
- 29
- Kontaktierstempel
- 30
- Langloch
- 31
- Aufnahme
- 32
- Exzenterantrieb
- 33
- Artikelzentriervorrichtung
- 34
- Halteelement
- 35
- Laserkontrolleinrichtung
- 36
- Staudüse
- 37
- Artikelbremse
- 38
- Prüfstift
- 39
- Prüfstift
- 40
- Sammelschiene
1. Verfahren zur Bestückung von Leitungen an einem Ende mit in Gehäusen mit bestimmten
Rasterabständen angeordneten Steckern, insbesondere Schneidklemmkontaktelementen,
für die Herstellung von Leitungssätzen, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes zu bestückende Gehäuse ausgehend von einem Magazin automatisch so zu einer
Kontaktierstation gefördert wird, daß das erste zu bestückende Schneidklemmkontaktelement,
welches in einer Gehäusekammer eines mehrere Gehäusekammern in bestimmtem Rastabstand
aufweisenden Gehäuse sitzt, in Höhe einer Kabeleinführöffnung und unterhalb eines
Kontaktierstempels angeordnet ist, daß anschließend die zu bestückende Leitung von
Hand durch die Kabeleinführöffnung in die Gehäusekammer eingeführt wird, daß hierauf
der Kontaktierstempel abwärtsbewegt wird und das Schneidklemmkontaktelement kontaktierend
auf das Leitungsende drückt, wonach das Gehäuse automatisch weiterverfahren wird,
bis das nächste zu bestückende Schneidklemmkontaktelement in Höhe der Kabeleinführöffnung
angeordnet ist und daß ein derart fertiggestellter Leitungssatz anschließend einer
Prüfung und Weiterverarbeitung oder Entnahme zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Absenken des Kontaktierstempels
durch das vollständige Einstecken des Leitungsendes in die zu kontaktierende Gehäusekammer
ausgelöst wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Gehäuse nach dem
Kontaktieren zumindest einer Prüfung auf Durchgang, Kurzschluß und Kabel-Einstecktiefe
unterzogen wird.
4. Kabelkonfektioniereinrichtung, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 3 zur Bestückung von Leitungen an einem Ende mit in Gehäusen (7)
mit bestimmten Rasterabständen angeordneten Steckern, insbesondere Schneidklemmkontaktelementen,
für die Herstellung von Leitungssätzen, welche eine Bestückungsstation (2) zur Kontaktierung
der Leitungen mit dem ausgehend von einem Magazin (5) über eine Artikelzuführung (1)
zugeführten Gehäuse (7) sowie eine Prüfstation (13) zur Prüfung der in der Bestückungsstation
(2) gefertigten Kontaktierung aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gehäuse (7) senkrecht zur Kontaktierlage hintereinander in parallelen Kanälen
(6) eines senkrecht stehenden Blockmagazins (5) angeordnet sind, daß die Artikelzuführung
(1) eine Wendeeinrichtung (8) zum Umlenken der Gehäuse (7) in die Kontaktierlage sowie
eine Artikelschiene (9) und eine Gehäusevorschubeinrichtung (10) zum Verschieben der
Gehäuse (7) zur Bestückungsstation (2) umfaßt, und daß die Bestückungsstation (2)
eine getaktet angetriebene Rastertransporteinrichtung (26) zur Positionierung der
zu bestückenden Gehäusekammer in Höhe einer Kabeleinführöffnung (28) zum manuellen
Einführen des Leitungsendes aufweist sowie benachbart zur Kontaktierstation (12) die
Prüfstation (13) vorgesehen ist.
5. Kabelkonfektioniereinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Blockmagazin
(5) in einem manuell verschwenkbaren Laderahmen (16) mit einem Ladeschieber (17) angeordnet
ist.
6. Kabelkonfektioniereinrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das Blockmagazin (5) über einen Magazinschieber (18) in die Entleerstellung über der
Wendeeinrichtung (8) verschiebbar ist.
7. Kabelkonfektioniereinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zum Feststellen
der Entleerung des Blockmagazins (5) ein kapazitiver Näherungsschalter (20) am Blockmagazin
(5) anliegt.
8. Kabelkonfektioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wendeeinrichtung (8) der Artikelzuführung (1) als um 90° verschwenkbarer Drehteller
ausgebildet ist.
9. Kabelkonfektioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wendeeinrichtung (8) einen verstellbaren Anschlag zum Einstellen der maximal
aufnehmbaren Gehäusezahl aufweist.
10. Kabelkonfektioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wendeeinrichtung (8) eine einstellbare Lichtschranke (21) aufweist, um festzustellen,
ob sich Gehäuse (7) in der Wendeeinrichtung (8) befinden.
11. Kabelkonfektioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Entleerung der Wendeeinrichtung (8) in horizontaler Richtung die Gehäusevorschubeinrichtung
(10) vorgesehen ist.
12. Kabelkonfektioniereinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäusevorschubeinrichtung
(10) als von einem Zahnrad (22) angetriebener Schieber (23) ausgebildet ist.
13. Kabelkonfektioniereinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber
(23) der Gehäusevorschubeinrichtung (10) eine an die Gehäuse (7) angepaßte Geometrie
aufweist.
14. Kabelkonfektioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Antrieb der Gehäusevorschubeinrichtung (10) ein um 180° verschwenkbarer pneumatischer
Schwenkantrieb vorgesehen ist.
15. Kabelkonfektioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Wendeeinrichtung (8) und der Bestückungsstation (2) eine Pufferstrecke
(11) angeordnet ist.
16. Kabelkonfektioniereinrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Pufferstrecke
(11) einen Reibriemenantrieb aufweist.
17. Kabelkonfektioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
daß der Transport der Gehäuse (7) innerhalb der Bestückungsstation (2) über die Rastertransporteinrichtung
(26) erfolgt, die über ein anhebbares, kammartiges Transportelement (27) von unten
in die Gehäusekammern greift und die Gehäuse (7) entlang der Artikelschiene (9) verschiebt.
18. Kabelkonfektioniereinrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastertransporteinrichtung
(26) entsprechend der zu bestückenden Rasterung programmierbar ist.
19. Kabelkonfektioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktierstation (12) die Kabeleinführöffnung (28) sowie dazu senkrecht einen
in einer Aufnahme (31) gehaltenen Kontaktierstempel (29) aufweist.
20. Kabelkonfektioniereinrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme
(31) für den Kontaktierstempel (29) über Langlöcher (30) justierbar ist.
21. Kabelkonfektioniereinrichtung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kontaktierstempel (29) über einen um 180° verschwenkbaren Exzenterantrieb (32)
auf- und abbewegbar ist.
22. Kabelkonfektioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 21, dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der Kontaktierstation (12) und der Prüfstation (13) eine Artikelzentriervorrichtung
(33) angeordnet ist.
23. Kabelkonfektioniereinrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Artikelzentriervorrichtung
(33) über ein zahnstangenartig ausgebildetes Halteelement (34) mit auf der der Kabeleinführöffnung
(28) abgewandten Seite der Gehäuse (7) ausgebildeten Zähnen in Eingriff steht, um
so das Gehäuse (7) lagegenau zu positionieren.
24. Kabelkonfektioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 23, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Überwachung des lückenlosen Gehäusetransportes im Bereich der Bestückungsstation
(2) eine Laserkontrolleinrichtung (35) vorgesehen ist.
25. Kabelkonfektioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 24, dadurch gekennzeichnet,
daß gegenüber der Kabeleinführöffnung (28) auf der anderen Seite des zu bestückenden
Gehäuses (7) eine Staudüse (36) angeordnet ist.
26. Kabelkonfektioniereinrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Staudüse
(36) auf dem Halteelement (34) der Artikelzentriervorrichtung (33) angeordnet ist.
27. Kabelkonfektioniereinrichtung nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, daß
die Staudüse (36) abdichtend gegen ein Loch in der Rückseite der zu bestückenden Gehäusekammer
anliegt.
28. Kabelkonfektioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 25 bis 27, dadurch gekennzeichnet,
daß durch das Einstecken des Leitungsendes durch die Kabeleinführöffnung (28) in die
Gehäusekammer ein Staudruck erzeugbar ist, der den Antrieb (32) des Kontaktierstempels
(29) betätigt.
29. Kabelkonfektioniereinrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Staudüse
(36) und der Antrieb (32) des Kontaktierstempels (29) über einen pneumatisch-elektrischen
Wandler miteinander verbunden sind.
30. Kabelkonfektioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 29, dadurch gekennzeichnet,
daß am Ende der Gehäusetransportstrecke entlang der Bestückungsstation (2) in Höhe
der Prüfstation (13) eine Artikelbremse (37) vorgesehen ist.
31. Kabelkonfektioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 30, dadurch gekennzeichnet,
daß die Prüfstation (13) mindestens einen vertikal (38) und mindestens zwei horizontal
(39) verfahrbare Prüfstifte aufweist.
32. Kabelkonfektioniereinrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens
eine vertikal verfahrbare Prüfstift (38) als beide Gabelfedern des in der Gehäusekammer
angeordneten Kontaktelementes überbrückendes Prüfschwert ausgebildet ist.
33. Kabelkonfektioniereinrichtung nach Anspruch 31 oder 32, dadurch gekennzeichnet, daß
über den mindestens einen vertikal (38) und einen der mindestens zwei horizontal (39)
verfahrbaren Prüfstifte der Durchgang der Kontaktierung prüfbar ist.
34. Kabelkonfektioniereinrichtung nach Anspruch 31 oder 32, dadurch gekennzeichnet, daß
über die horizontal verfahrbaren Prüfstifte (39) untereinander eine Kurzschlußprüfung
und/oder eine Prüfung der Einstecktiefe der Leitungsenden durchführbar ist.
35. Kabelkonfektioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 34, dadurch gekennzeichnet,
daß in Transportrichtung hinter der Prüfstation (13) eine Sammelschiene (40) angeordnet
ist.
36. Kabelkonfektioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 35, dadurch gekennzeichnet,
daß alle Antriebe als Pneumatikantriebe ausgebildet sind.
37. Kabelkonfektioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 36, dadurch gekennzeichnet,
daß die pneumatischen Arbeitsglieder Kontrollelemente zur Abfrage der Endstellung
des Verschwenkwinkels aufweisen.
38. Kabelkonfektioniereinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte
Konfektioniereinrichtung auf einem Maschinenständer (4) angeordnet ist.
39. Kabelkonfektioniereinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bedienung
und Kontrolle der Maschine im Blickfeld des Bedienungspersonals ein Steuerungspult
(3) mit Klartextanzeige (15) vorgesehen ist.
40. Kabelkonfektioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 39, dadurch gekennzeichnet,
daß die Endlagen der pneumatischen Arbeitsglieder mit Stoßdämpfern versehen sind.
41. Kabelkonfektioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 40, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kabeleinführöffnung (28) in einer auswechselbaren Buchse (28a) angeordnet
ist.