[0001] Gegenstand der Erfindung ist eine Federtransporteinrichtung mit Servo-Antrieb nach
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Derartige Maschinen dienen dazu, eine fertig hergestellte Feder verarbeitungsgerecht
und lagengenau einer Einrichtung zuzuführen, in welcher Einrichtung die Federn zu
einem Federkern, einem Polster oder einem Sitzkissen montiert werden.
[0003] Merkmal einer derartigen Federeinlegestation ist, daß von einer Federherstellmaschine,
die im Rahmen der vorliegenden Erfindung nicht mehr beschrieben wird, eine Feder in
jeweils einer Greifhand eines mehrarmigen Transportsternes gefaßt wird und diese Feder
nun über eine Federeinlegestation und verschiedene andere nachgeschaltete Stationen
der Montagemaschine zugeführt wird.
[0004] In einem auf den gleichen Anmelder zurückgehenden Patent nach der DE 34 16 110 C2
wurde eine Federherstellmaschine beschrieben, in der ebenfalls ein Transportstern
vorhanden war.
[0005] Die jeweils in dieser Station hergestellte Feder wird in die jeweilige Greifhand
des Transportsternes eingelegt und dort klemmend gefaßt und der Weiterverarbeitung
zugeführt.
[0006] Die sich daran anschließende Federeinlegestation funktioniert so, daß Schwenkbacken
im Auslaufbereich der jeweiligen Greifhand des Transportsternes vorhanden waren, welche
Schwenkbacken zwischen sich die Feder aufnahmen, wobei die Feder aus der Greifhand
des Transportsternes in diese Schwenkbacken eingelegt wurden. Mit einer derartigen
Schwenkbewegung der Aufnahmebacken im Bereich der Federeinlegestation bestand aber
der Nachteil, daß die dort in die Federeinlegestation eingelegte Feder nie genau genug
positoniert werden konnte. Dies war mit dem Nachteil verbunden, daß die Feder über
eine größere Anzahl von nachfolgenden Richtstationen genau ausgerichtet werden mußte,
was mit erhöhtem Maschinenaufwand verbunden war.
[0007] Bei der bekannten Anordnung des gleichen Anmelders war es nicht möglich, unterschiedliche
Hübe des Bandantriebes zu fahren, und daher konnten die Federn nur mit gleichem Abstand
voneinander zu der Transfereinrichtung transportiert werden. Damit bestand der Nachteil,
daß erst im Bereich der am Schluß der Antriebskette angeordneten Transfereinrichtung
der individuelle Abstand zwischen den Federn in der Transfereinrichtung eingestellt
werden mußte, was mit einem hohen Maschinenaufwand und entsprechend hohen Herstellkosten
für die Transfereinrichtung verbunden war.
[0008] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde eine Federtransporteinrichtung der
eingangs genannten Art so weiter zu bilden, daß die gesamte Transporteinrichtung kostengünstiger
ausgestaltet werden kann, insbesondere mit dem Ziel, daß auch die individuelle Einstellung
des Abstandes zwischen den einzelnen Federn mit einfachen Mitteln einstellbar ist.
[0009] Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung durch die technische Lehre des
Anspruches 1 gekennzeichnet.
[0010] Wesentliches Merkmal der Erfindung ist, daß von einem zentralen Antrieb ausgehend
zwei synchron angetriebene Bandschleifen vorhanden sind, wobei jede Bandschleife ein
oberes und ein unteres Trum ausbildet und daß die zu transportierende Feder jeweils
in die einander zugewandten Trums der beiden synchron angelegten Bandschleifen klemmend
eingelegt wird und unter Kompression transportiert wird.
[0011] Weiteres Merkmal ist, daß der Antrieb als Servo-Antrieb ausgebildet ist oder wahlweise
als Schrittmotor, wodurch es nun erstmals möglich ist, im Bereich der Einlegestation
die Feder so einzulegen, daß man einen konstanten Einlegezyklus hat und das Band aber
unterschiedlich schnell transportiert um somit unterschiedliche und individuell einstellbare
Abstände zwischen den einzelnen Federn zu erhalten.
[0012] Stand der Technik war hierbei eine mechanische Antriebsverbindung zwischen dem Transportstern
und der nachgeschalteten Federtransporteinrichtung, was mit dem Nachteil verbunden
war, daß nur konstante Hübe und dementsprechend ein konstanter Abstand der einzelnen
Federn voneinander eingestellt werden konnte.
[0013] Hier setzt die Erfindung ein, die vorsieht, daß nun mit einfachen Mitteln individuelle
Abstände zwischen den Federn hergestellt werden können. Dies erfolgt durch das Ansteuern
des Antriebs, so daß der Hub bzw. der Vorschub für jede erfasste Feder einzeln und
genau eingestellt werden kann.
[0014] Dies vereinfacht die am Ende der Federtransporteinrichtung angeordnete Transfereinrichtung
in hohem Maße.
[0015] Diese Transfereinrichtung muß deshalb nun nicht mehr die Federn individuell nachträglich
ausrichten, sondern sie erhält die bereits schon individuell ausgerichteten Federn
mit ihren jeweiligen Federabständen lagenrichtig zugeteilt, so daß nur noch ein einfaches
Schiebersystem dafür sorgt, daß eine Reihe von Federn, die bereits schon lagenrichtig
der Transfereinrichtung zugeführt werden einer nachgeschalteten Montagemaschine übergeben
werden.
[0016] Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem
Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen
Patentansprüche untereinander.
[0017] Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung, offenbarten Angaben und
Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung werden
als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber
dem Stand der Technik neu sind.
[0018] Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung
weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
[0019] Es zeigen:
- Figur 1:
- schematisiert gezeichneter Überblick über eine komplette Transportstation ausgehend
von einem Transportstern bis zu einer Transfermaschine;
- Figur 2:
- schematisiert den synchronen Bandantrieb für die beiden Bandschleifen;
- Figur 3:
- schematisierte Darstellung einer Wendestation, mit der es gelingt, die Federn von
einer horizontalen Lage in eine vertikale Lage zu drehen.
[0020] In Figur 1 ist dargestellt, daß ein Transportstern aus einem vielarmigen Greifermechanismus
besteht, der eine Reihe von Greifhänden 18 am jeweiligen freien Ende aufweist, wobei
in jeder Greifhand 18 eine entsprechende Feder 26 eingelegt und dort klemmend gehalten
wird.
[0021] Die Greifhand führt die Feder 26 in eine Federeinlegestation 2 ein.
[0022] Nach dem Einlegen und dem lagerichtigen Ausrichten der Feder 26 in der Federeinlegestation
wird diese einer Wendestation 3 zugeführt, wobei die Feder aus einer horizontalen
Lage in eine vertikale Lage verdreht wird.
[0023] Am Auslauf der Wendestation ist eine erste Richtstation 4 angeordnet, die als Kontrollrichtstation
nur überprüft, ob der Knoten der Feder 26 richtig in der Federeinlegestation 2 positioniert
wurde.
[0024] Eine weitere Richtstation 5 sorgt dafür, daß jeweils von einer Reihe von hintereinander
im Bereich der Bandschleifen 8, 9 angeordneten Federn jeweils die letzte Feder der
vorhergehenden Reihe herausgezogen wird, wendet diese und schiebt sie wieder als erste
Feder der nachfolgenden Reihe in den Bandspalt der Bandschleifen 8, 9 ein.
[0025] Hinter der Richtstation 5 ist eine Transfereinrichtung 6 angeordnet, in welcher die
Federn lagenrichtig hintereinander folgend mit einem Querschiebersystem in eine quer
zu den Bandschleifen 8, 9 angeordnete Montagemaschine übergeben werden.
[0026] Der synchrone Antrieb der Bandschleifen 8, 9 erfolgt durch einen Bandantrieb 7, der
in Figur 2 näher dargestellt ist.
[0027] Es ist ein einziger, zentraler Antrieb vorhanden, der über ein Getriebe zwei synchron
angetriebene Antriebswellen 10, 11 antreibt. Über jede Antriebswelle 10, 11 läuft
jeweils ein Zahnriemen 12, 13, der schlupffrei jeweils eine Umlenkrolle 14, 15 antreibt.
[0028] Über die jeweilige Umlenkrolle 14, 15 ist die Bandschleife 8 und 9 geführt.
[0029] Jede Bandschleife besteht aus einem oberen und unteren Trum, und zwischen die einander
zuwandten Trums dieser Bandschleifen 8, 9 wird die einzulegende Feder 26 eingelegt.
[0030] Der Bandantrieb 7 ist frei programmierbar, wobei der Antriebsmotor auch als Schrittmotor
ausgebildet sein kann, und es ist damit möglich, bei gleicher Einlegegeschwindigkeit
des Transportsterns 1 in das Band durch entsprechende Variation der Bandantriebgeschwindigkeit
den Abstand zwischen den Federn genau und beliebig einzustellen.
[0031] Die beiden Bandschleifen 8, 9 laufen über vordere Umlenkrollen 16, 17 und werden
dort umgelenkt.
[0032] Die Figur 3 zeigt schematisiert eine Wendestation mit der es möglich ist, die horizontal
in der Federeinlegestation eingelegten Federn 26 in eine vertikale Position zu drehen.
Dies ist in Figur 3 anhand der Federn 26, 26a, 26b, 26c dargestellt.
[0033] Die Wendestation besteht aus den beiden synchron angetriebenen Bandschleifen 8, 9,
von denen die Bandschleife 8 ein inneres Trum 8a und ein äußeres Trum 8b aufweist,
auch die Bandschleife 9 weist ein inneres Trum 9a und ein äußeres Trums 9b auf.
[0034] Es wird schematisiert die Bandführung der Wendestation 3 für die Bandschleife 9 dargestellt,
wobei die Bandschleife 8,9 genau gleich ausgebildet ist, und daher sind für die gleichen
Teile mit Strich versehene Positionszahlen verwendet worden.
[0035] Von der vertikal und drehbar gelagerten Umlenkrolle 16, über welche das vordere und
hintere Trum 9a, 9b der vorderen Bandschleife 9 läuft, läuft das äußere Trum 9b über
eine erste Umlenkrolle 21, die jeweils noch mit vertikaler Drehachse ausgebildet ist
und über eine zweite Umlenkrolle 22 mit geneigter Drehachse.
[0036] Im Abstand zu diesen beiden Umlenkrollen 21, 22 sind dann die Umlenkrollen 24 mit
geneigter und 25 mit horizontaler Drehachse angebracht, so daß das äußere Trum 9b
der vorderen Bandschleife 9 nun in ein unteres Trum umgelenkt wird.
[0037] Das gleiche gilt für das Trum 9a, welches über die Umlenkrollen 23, 28 läuft und
welches dann ebenfalls im Bereich der Umlenkrollen 27, 29 von einer vertikalen Lage
in eine horizontalen Lage umgelenkt wird.
[0038] Die jeweils klemmend unter Kompression zwischen dem Trum 8a und 9a gehaltenen Federn
werde somit unter Beibehaltung der Kompression in dem Spalt zwischen diesen beiden
Trum 9a, 8a von der horizontalen Ausgangslage in die vertikale Ausgangslage (Feder
26c) verdreht.
[0039] Nachdem die beiden Bandschleifen 8, 9 genau synchron angetrieben werden kommt es
zu keinem Schlupf zwischen den beiden Bandschleifen 8, 9 und die Federn werden lagenrichtig
ohne Verkippen oder Änderung deren Position in der Wendestation 3 gedreht.
[0040] Dann erfolgt der Transport in Pfeilrichtung 20, wobei am Ausgang der Wendestation
3 die vorher beschriebene Richtstation 4 angeordnet ist.
[0041] Dadurch, daß der Hub oder Vorschub des gemeinsamen Antriebs für die Bandschleifen
8,9 genau und frei programmierbar eingestellt werden kann, ist es möglich, die Federn
26,26a,26b,26c mit individuellem Abstand vor die Montagestation zu transportieren.
Es ist insbesondere möglich, die Federn einzeln oder in Gruppen zu transportieren,
wobei der Abstand zwischen den einzelnen Federn sowie zwischen den einzelnen Gruppen
durch eine geeignete Ansteuerung des Antriebs 7 vorgegeben werden kann. Ein weiteres
Ausrichten sowie eine nachträgliche Abstandseinstellung oder Abstandsänderung ist
nicht erforderlich.
Zeichnungs-Legende
[0042]
- 1
- Transportstern
- 2
- Federeinlegestation
- 3
- Wendestation
- 4
- Richtstation
- 5
- Richtstation
- 6
- Transfereinrichtung
- 7
- Bandantrieb
- 8
- hintere (obere)Bandschleife
- 8a
- inneres Trum
- 8b
- äußeres Trum
- 9
- vordere (untere) Bandschleife
- 9a
- inneres Trum
- 9b
- äußeres Trum
- 10
- Antriebswelle (oben)
- 11
- Antriebswelle (unten)
- 12
- Zahnriemen
- 13
- Zahnriemen
- 14
- Umlenkrolle (hinten)
- 15
- Umlenkrolle (hinten)
- 16
- Umlenkrolle (vorn)
- 17
- Umlenkrolle (vorn)
- 18
- Greifhand
- 26
- Feder 26a,b,c,
- 27
- Umlenkrolle
- 28
- Umlenkrolle
- 29
- Umlenkrolle
1. Federtransporteinrichtung mit Servo-Antrieb, wobei eine Feder in jeweils einer Greifhand
eines mehrarmigen Transportsterns gefasst ist und von dort weiteren Stationen zugeführt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß zum weiteren Transport der Federn (26, 26a, 26b, 26c) zwei umlaufende Bandschleifen
(8,9) vorgesehen sind.
2. Federtransporteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein gemeinsamer Antrieb (7) für beide Bandschleifen (8,9) vorgesehen ist.
3. Federtransporteinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (7) als Servo-Antrieb oder Schrittmotor ausgebildet ist.
4. Federtransporteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den einander zugewandten Trums (8a,9a) der Bandschleifen
(8,9) geringer ist als die Höhe der Federn (26,26a,26b,26c).
5. Federtransporteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandschleifen (8,9) einen im wesentlichen horizontalen Abschnitt, einen Drehabschnitt
und einem im wesentlichen vertikalen Abschnitt aufweisen.
6. Federtransporteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Bandschleifen (8,9) zueinander einstellbar ist.