[0001] Die Erfindung betrifft ein verfahren zum Schären von Fäden nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 sowie eine Schärmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 7.
[0002] Ein Verfahren zum Schären von Fäden auf eine Schärtrommel einer Schärmaschine ist
aus der DE-OS 37 02 293 bekannt. Bei diesem Verfahren wird ein Schärriet in Abhängigkeit
von der anwachsenden Wickeldicke relativ zur Schärtrommel verschoben, indem beim Schären
des ersten Bandes mit vorgegebenem Schärschlittenvorschub der Wickelumfang von einem
Tastorgan bei Stillstand der Schärtrommel abgetastet und dabei dessen Verstellweg
während einer Meßwickelphase in Abhängigkeit von der Anzahl der Umdrehungen der Schärtrommel
gemessen wird. Danach wird beim Schären des Restes des ersten Schärbandes und nach
dem Kopieren des Meßwickels beim Schären der Folgebänder der Vorschub des Schärschlittens
beim Schären des Restes der Folgebänder entsprechend dem gemessenen Verstellweg korrigiert.
Zunächst wird beim Schären des ersten Bandes vor dem Schären des Meßwickels ein Basiswickel
mit einem vorgegebenen Schärschlittenvorschub geschärt und dessen Wickelumfang vom
Tastorgan abgetastet, dessen Verstellweg in Abhängigkeit von der Anzahl der Umdrehungen
gemessen wird. Dann wird das Tastorgan entsprechend des beim Schären des Basiswickels
gemessenen Verstellwegs justiert und aus der Differenz zwischen dem gemessenen Verstellweg
beim Meßwickel und dem gemessenen Verstellweg beim Basiswickel ein zum Schären des
Restes des ersten Bandes vorgesehener korrigierter Vorschub ermittelt. Alle weiteren
Schärbänder werden wie das erste Band hinsichtlich des Basis- und Meßwickels mit dem
vorgegebenen Vorschub und der Restwickel mit dem korrigierten Schärschlittenvorschub
geschärt.
[0003] Der Nachteil des bekannten Verfahrens besteht darin, daß ein stufiger Wickel auf
Grund des dreiteiligen Aufbaus des ersten Schärbandes entsteht. Ein weiterer Nachteil
besteht außerdem darin, daß obwohl der korrigierte Vorschubwert bereits bekannt ist,
die nachfolgenden Wickel in gleicher Weise, also auch mit Basis- und Meßwickel mit
ursprünglich vorgegebenen Schärschlittenvorschub gewikkelt werden müssen, um einen
gleichen Aufbau aller nachfolgenden Schärbänder zu gewährleisten.
[0004] Aus der DE 40 07 620 C2 ist dabei bekannt, die Auftragsdicke mit Hilfe einer Laserlicht-Entfernungsmeßeinrichtung
zu bestimmen, die auf eine gegen den Wickelaufbau gepreßte Andruckplatte gerichtet
ist.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Schären von Fäden auf
eine Schärtrommel zu schaffen, bei dem ein stufiger Wickelaufbau vermieden wird und
bei dem nachfolgende Schärbänder mit dem einmal ermittelten korrigierten Schärrietvorschub
gewickelt werden können.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe dienen erfindungsgemäß die Merkmale des Anspruchs 1 bzw.
7.
[0007] Die Erfindung sieht in vorteilhafter Weise vor, daß das Schären von Anfang an vollautomatisch
und ohne Materialverlust erfolgen kann. Hierzu sind zu Beginn des Schärprozesses eine
Start- sowie eine Lernphase vorgesehen. In der Startphase wird zunächst ein Anfangswert
für die Vorschubgeschwindigkeit in Abhängigkeit von den Kettparametern, z.B. der Gesamtfadenzahl
der Kettbreite und der Garnnummer bestimmt. Dieser vorläufige, theoretisch bestimmte
Vorschubgeschwindigkeitswert wird zumindest für die erste Umdrehung der Schärtrommel
als Vorschubgeschwindigkeitssignal verwendet. Die Lernphase beginnt entweder mit der
Startphase oder im Anschluß an die Startphase, wobei in der Lernphase kontinuierlich
berührungslos die Auftragsdicke des Schärbandes gemessen wird, indem eine Auftragsdicken-Meßeinrichtung
in einem vorgegebenen, im wesentlichen konstanten Abstand von der Oberfläche des gerade
aufgewickelten Schärbandes gehalten wird. Der im wesentlichen konstante Abstand von
der Oberfläche der Fadenschar ist erforderlich, um die Auftragsdicken-Meßeinrichtung
in ihrem optimalen Meßabstand von der Schärbandoberfläche zu halten, da es auf eine
äußerst genaue Entfernungsmessung ankommt. Aus den Signalen der Auftragsdicken-Meßeinrichtung
kann die Auftragsdicke ermittelt werden und in Abhängigkeit von der Auftragsdicke
die Vorschubgeschwindigkeit frühestens ab der zweiten Umdrehung der Schärtrommel geregelt
werden.
[0008] Die Dauer der Lernphase ist von der Stabilisierung der von der Regelung vorgegebenen
Vorschubgeschwindigkeitssignalen abhängig. Diese Stabilisierung tritt je nach Garnqualität
nach einer unterschiedlichen Anzahl von Umdrehungen, z.B. nach ca. 30 Umdrehungen
ein. Wenn also eine gewisse Stabilisierung der Regelung erfolgt ist, wird eine vorbestimmte
Anzahl von zuletzt erhaltenen Vorschubgeschwindigkeitssignalen herangezogen, um ein
für die Arbeitsphase des Schärprozesses gültiges konstantes Vorschubgeschwindigkeitssignal
festzulegen. Der gesamte restliche Schärprozeß wird mit dieser in der Lernphase bestimmten
Vorschubgeschwindigkeit ausgeführt.
[0009] Es kann vorgesehen sein, daß zu Beginn der Lernphase die maximale Korrektur des Vorschubgeschwindigkeitssignals
pro Meßzyklus der Auftragsdicken-Meßeinrichtung begrenzt wird. Auf diese Weise wird
ein Aufschaukeln der Regelung verhindert. Die Korrektur des Vorschubgeschwindigkeitssignals
erfolgt dann ggf. in mehreren Schritten in die gleiche Richtung, so daß ein starkes
Überschwingen der Vorschubgeschwindigkeitssignale um den korrekten Vorschubgeschwindigkeitswert
vermieden wird.
[0010] Vorzugsweise ist vorgesehen, daß eine Laserlicht-Entfernungsmeßeinrichtung als Auftragsdicken-Meßeinrichtung
verwendet wird. Für eine optimale Regelung wird ein Meßgerät mit einer hohen Auflösung
der Meßwerte benötigt. Die berührungslose Entfernungsmessung mit dem Laser ermöglicht
eine Auflösung von ca. 30 µm.
[0011] Vorteilhaft kann vorgesehen sein, daß das konstante Vorschubgeschwindigkeitssignal
in der Arbeitsphase auf den Mittelwert der in einer vorbestimmten Anzahl von Meßzyklen
in der Lernphase erhaltenen Vorschubgeschwindigkeitssignale eingestellt wird, wenn
eine ebenfalls vorgegebene, maximale Schwankungsbreite der geregelten Vorschubgeschwindigkeitssignale
in der Lernphase unterschritten wird. Das Umschalten von der Lernphase in die Arbeitsphase
erfolgt demzufolge dann, wenn die Standardabweichung, beispielsweise der letzten 10
oder 20 Vorschubgeschwindigkeitssignale, einen vorgegebenen maximalen Grenzwert unterschreitet.
[0012] Es ist vorgesehen, daß das konstante Vorschubgeschwindigkeitssignal zu Beginn der
Arbeitsphase an die Steuerung rückgemeldet wird, um die erforderliche Windungsanzahl
zur Einhaltung der an der Schärmaschine eingestellten Kettlänge zu ermitteln und der
Motorsteuerung ein exaktes Zählsignal für den aktuellen Schärprozeß zu übergeben,
der die Einhaltung der exakten Kettlänge garantiert. Dabei kann eine voreingestellte
Windungsanzahl bei Bedarf korrigiert werden. Gleichzeitig kann die Steuerung bei Kapazitätsüberschreitung
ein Warnsignal ausgeben. Wenn die Auftragshöhe überschritten wird kann eine automatische
Abschaltung der Schärmaschine vorgesehen sein.
[0013] Die Auftragsdicken-Meßeinrichtung wird vorzugsweise synchron mit der Drehbewegung
der Schärtrommeln und der Veränderung der Lage des Schärbandes bewegt. Dabei wird
die Entfernungsmessung vorzugsweise auf die Mitte des Schärbandes gerichtet.
[0014] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, daß die Auftragsdicken-Meßeinrichtung
sowohl parallel zur Schärtrommelachse als auch orthogonal zur Schärtrommelachse synchron
mit der Schärtrommeldrehung und der Lageveränderung des Schärbandes bewegbar ist,
wobei die Auftragsdicken-Meßeinrichtung einen im wesentlichen konstanten, vorgegebenen
Abstand von der Schärbandoberfläche einhält.
[0015] Vorteilhaft kann die Auftragsdicken-Meßeinrichtung an dem das Schärriet tragenden
Schlitten befestigt sein und die Nachführbewegung gemeinsam mit dem Schärriet ausführen.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Konusschärmaschine im Aufriß und im Schema,
- Fig. 2
- den Bandaufbau bei einer Konusschärmaschine,
- Fig. 3
- eine Ansicht des Supports mit dem an dem Support angebrachten Antriebsmechanismus
für die Höhenverstellung desselben, die Querverstellung des Schieberiets und die Verstellung
der Auftragsdicken-Meßeinrichtung,
- Fig. 4
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht gemäß Fig. 3, und
- Fig. 5
- die Steuerung der Schärmaschine.
[0016] Die Konusschärmaschine 1 weist eine Schärtrommel 2 mit einem zylindrischen Teil 3
und einen Konusteil 4 auf. Die Schärtrommel 2 wird in Lagern 6 von einem Grundrahmen
7 getragen. Der Grundrahmen 7 ist als Wagen ausgebildet und kann mittels der Laufräder
8 auf Schienen 9 hin- und hergefahren werden. Ein Motor 11 mit Drehimpulsgeber treibt
mittels eines Übertragungsgliedes 12 und einem Riemenrad 13 die Welle 5 und damit
die Schärtrommel 2 an, wobei eine Bremse 14 für eine Bremsscheibe 15 vorgesehen ist.
Mit 16 ist der Fahrmotor bezeichnet. Ein weiterer Motor 17 treibt eine Gewindeleitspindel
18 an, von der ein Support 20 längs der Schärtrommel 2 mittels einer Spindelmutter
19 hin- und herverschoben werden kann.
[0017] Der Support 20 weist einen Schärschlitten 21 auf, der auf Führungen längs der Schärtrommel
2 mittels der Spindel 18 hin- und herverschoben werden kann. An dem Schärschlitten
21 ist ein weiterer Schlitten 23 höhenverstellbar angebracht. Der weitere Schlitten
23 trägt den Antriebsmechanismus für die Bewegung eines Schieberietes 25 quer zur
Schärtrommel 2 und für die Höhenverstellung des weiteren Schlittens 23 mit den daran
angebrachten weiteren Teilen, sowie einen Arm 48, der eine Auftragsdicken-Meßeinrichtung
55 orthogonal über der Trommelachse der Schärtrommel 2 in etwa mittig über dem gerade
aufzuwickelnden Schärband hält.
[0018] Ein Motor 28 treibt mittels der Übertragungsglieder 29,30 eine Welle 31 an, von der
mehrere Antriebe abgeleitet sind. Das Schieberiet 25 befindet sich auf einem Kreuzschlitten
32. Von der Welle 31 führt ein Übertragungsglied 33 zu einem Schneckentrieb 34, der
eine Gewindespindel 35 antreibt, die den Schlitten 32 in Querrichtung zu der Längsachse
der Trommel 2 verschieben kann. Das Schieberiet 25 sitzt auf einer Spindel 37, die
von einem eigenen Motor 38 angetrieben wird, der an dem Schlitten 32 befestigt ist.
Die Verschiebung des Rietes 25 in Längsrichtung zur Trommel 2 ist also unabhängig
von der Verschiebung quer zur Trommelachse.
[0019] Auf der Welle 31 befindet sich ein Zahnrad 40, das mit einem weiteren Zahnrad 41
kämmt, dessen Welle 42 mit einem Schneckentrieb 43 verbunden ist, der die Spindel
44 antreibt. Die Spindelmutter 45 ist an dem Supportschlitten 21 befestigt, so daß
bei Betätigung der Spindel 44 der Schlitten 23 in der Höhe verschoben wird.
[0020] Fig. 2 zeigt den Wickelbau des ersten Schärbandes bei einem Konusteil 4 mit einem
Konuswinkel α zur Trommelachse von 15°.
[0021] Mit h wird die Auftragshöhe pro Trommelumdrehung bezeichnet, so daß sich der theoretische
Vorschub s
v pro Trommelumdrehung aus

berechnet.
[0022] Das Verfahren zum Schären von Fäden läuft insofern automatisch ab, als vom Beginn
des Schärprozesses an ohne Unterbrechung des Wickelvorgangs die gesamte Kette aufgewickelt
werden kann, wobei auch der erste Wickel von Anfang an mit einer optimalen Vorschubgeschwindigkeit
gewickelt wird.
[0023] In der Startphase gibt der Steuerungsrechner 64 ein Anfangssignal für die Vorschubgeschwindigkeit
s
v an eine Synchronlaufsteuerung 62, die ihrerseits die Antriebe 17 und 28, das ist
der Supportmotor und der Motor für die Höhenverstellung, synchron zu der Trommeldrehung
steuert. Der Anfangswert berechnet sich aus den Kettparametern, z.B. des Gesamtfadenzahl
der Kettbreite und der Garnnummer, indem beispielsweise die Gesamtfadenzahl durch
die Kettbreite und die Garnnummer dividiert wird. Der sich ergebende Anfangswert für
die Vorschubgeschwindigkeit wird nur für die erste oder die ersten Umdrehungen benötigt.
[0024] Dieser erste vorläufige Vorschubwert stellt dabei bereits eine sehr gute Näherung
an den endgültigen, noch festzustellenden Vorschubwert dar, so daß das Aufschären
praktisch von der ersten Wickellage an mit dem erforderlichen Vorschubwert erfolgt.
[0025] Spätestens ab der zweiten Umdrehung beginnt die Lernphase, in der mit Hilfe der Auftragsdicken-Meßeinrichtung
55 kontinuierlich berührungslos die Auftragsdicke des Schärbandes erfaßt wird, indem
ein Abstandsignal an einen Vorschubrechner 60 weitergeleitet wird. Gleichzeitig erfassen
zwei mit umfangsmäßigen Abstand von einander am Trommelumfang angeortete Initiatoren
66,68 die Drehbewegung der Schärtrommel 2 sowie deren Drehrichtung. Die Initiatoren
geben ihre Signale ebenfalls an den Vorschubrechner 60 weiter und starten diesen.
[0026] Ab der zweiten Trommelumdrehung erhält der Vorschubrechner Auftragsdicken-Meßsignale,
aus denen der Vorschubrechner 60 korrigierte Vorschubgeschwindigkeiten bestimmen kann
und ein Regelsignal s
v-Regel an die Synchronlaufsteuerung 62 weitergeben kann, die mit den Motoren 17 und
28 die Vorschubgeschwindigkeit und die Höhe des Schärriets 25 ändern können. Die Auftragsdicken-Meßeinrichtung
55 wird dabei aufgrund der Befestigung an dem Schlitten 23 mitbewegt. Die Auftragsdicken-Meßeinrichtung
55 wird außerdem in Höhenrichtung verstellt, und zwar so, daß ein im wesentlichen
konstanter Abstand von ca. 50 mm von der Schärbandoberfläche eingehalten wird. Auf
diese Weise befindet sich die Laserlicht-Entfernungsmeßeinrichtung, die als Auftragsdicken-Meßeinrichtung
55 verwendet wird, stets im optimalen Meßbereich, so daß mit sehr hoher Genauigkeit
der Abstand des Meßkopfes zur Schärbandoberfläche und damit die Auftragsdicke berührungslos
gemessen werden kann. Die Auflösung der Laserlicht-Entfernungsmeßeinrichtung beträgt
ca. 30 µm. Ein eventueller Schlag der Schärtrommel 2 kann herausgefiltert und bei
der Auftragsdickenmessung berücksichtigt werden.
[0027] In der Lernphase fallen ca. alle 40 ms neue Meßwerte zur Auftragsdicke an. Zu Beginn
der Auftragsdickenmessung wird zweckmäßigerweise der Umfang der Korrektur der Vorschubgeschwindigkeitssignale
begrenzt, um Regelschwingungen zu vermeiden. Nach einer bestimmten Anzahl von Trommelumdrehungen
stabilisieren sich die geregelten Vorschubgeschwindigkeitssignale, indem die Schwankungsbreite
aufeinanderfolgender Signale sich verringert. Nach Stabilisierung der geregelten Vorschubgeschwindigkeitssignale,
z.B. nach 20 bis 30 Umdrehungen der Trommel, kann in Abhängigkeit von einem Grenzwert
für die Standardabweichung oder anderen Grenzwerten die Lernphase beendet werden und
der Mittelwert der letzten Vorschubgeschwindigkeitssignale als für den restlichen
Schärprozeß verbindliches, konstantes Vorschubgeschwindigkeitssignal vorgeschrieben
werden. Es ist damit sichergestellt, daß eine optimale Vorschubgeschwindigkeit automatisch
ermittelt und einheitlich für den gesamten Schärprozeß herangezogen wird. In der Arbeitsphase
werden also alle nachfolgenden Schärbänder von Anfang an ohne erneute Messung der
Auftragsdicke mit diesem endgültigen Vorschub geschärt. Gegenüber dem ersten Schärband
ergibt sich für die nachfolgenden Schärbänder kein unterschiedlicher Aufbau des Wickels,
da der endgültige Vorschub bereits nach wenigen Wickellagen eingestellt worden ist.
[0028] Der nach Abschluß der Lernphase und zu Beginn der Arbeitsphase festgelegte Endwert
des Vorschubgeschwindigkeitssignals wird an den Steuerungsrechner 64 von dem Vorschubrechner
60 zurückgemeldet, damit der Steuerungsrechner 64 die exakte Windungsanzahl bestimmen
kann, um die an dem Bedienfeld 56 der Steuerung eingestellte Kettlänge exakt einzuhalten.
1. Schärmaschine mit einer Schärtrommel (2) und einem auf einem Schärschlitten (21) parallel
zur Schärtrommel (2) und in Höhenrichtung verfahrbaren Schärriet (25), über das Schärbänder
auf der Schärtrommel (2) aufwickelbar sind, mit einer Auftragsdicken-Meßeinrichtung
(55), sowie einer Einrichtung zum Erfassen der Anzahl der Schärtrommelumdrehungen
und einer Steuerung (60,62,64), die in Abhängigkeit von einem Auftragsdickensignal
und einem Umdrehungszählsignal ein Vorschubsignal für das Schärriet (25) erzeugt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auftragsdicken-Meßeinrichtung (55) sowohl parallel zur Schärtrommelachse als
auch orthogonal zur Schärtrommelachse synchron mit der Schärtrommeldrehung und der
Lageveränderung des Schärbandes bewegbar ist, und daß die Auftragsdicken Meßeinrichtung
(55) einen im wesentlichen konstanten vorgegebenen Abstand von der Schärbandoberfläche
einhält.
2. Schärmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung (60,62,64)
aus dem aktuellen Entfernungssignal der Auftragsdicken-Meßeinrichtung (55) ein Korrektursignal
für das Vorschubgeschwindigkeitssignal erzeugt, das die Auftragsdickenmeßeinrichtung
(55) automatisch nachführt.
3. Schärmaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftragsdicken-Meßeinrichtung
(55) aus einer Laserlicht-Entfernungsmeßeinrichtung besteht.
4. Schärmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftragsdicken-Meßeinrichtung
(55) an einem höhenverstellbaren, an dem Schärschlitten (21) befestigten weiteren
Schlitten (23) angeordnet ist.
5. Schärmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßwertabtastung
der Auftragsdickenmeßeinrichtung (55) je nach Fadendicke und Garnnummer automatisch
auf die optimale Meßzykluszeit eingestellt wird.
6. Schärmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßwertabtastung
der Auftragsdickenmeßeinrichtung (55) mit einer Zykluszeit von ca. 10 - 100 ms, vorzugsweise
zwischen 20 - 60 ms, erfolgt.