[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Leiten/Verteilen von Luft und Licht, insbesondere
in einem Gebäude oder dergleichen.
[0002] Es ist bekannt, Luft in natürlicher Strömung oder als mechanische Lüftung mittels
eines Kanalsystems zu leiten beziehungsweise zu verteilen, um beispielsweise verschiedene
Räume eines Gebäudes zu be- oder entlüften.
[0003] Ferner ist es bekannt, Licht als Tageslicht oder Kunstlicht mittels reflektierender
Systeme zu leiten beziehungsweise zu verteilen, um so beispielsweise Tageslicht in
großen Raumtiefen zur Beleuchtung nutzen zu können.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Leiten/Verteilen von Luft und Licht
erheblich zu vereinfachen.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß Luft und Licht entlang desselben
Transportweges geleitet werden. Mithin sind die Transport- beziehungsweise Verteilungswege
für Luft und Licht nicht separat mit entsprechendem Aufwand und entsprechendem Platzbedarf
auszuführen, sondern lediglich nur einmal, wobei dieses alleinige System gleichfalls
Luft und Licht transportiert, so daß sich der Aufwand insgesamt erheblich verringert.
[0006] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Lichttransportrichtung
gleichgerichtet zur Lufttransportrichtung verläuft. Alternativ ist es jedoch auch
möglich, daß die Lichttransportrichtung gegenläufig zur Lufttransportrichtung verläuft.
[0007] Vorzugsweise kann als Licht Tageslicht und/oder Kunstlicht eingesetzt werden. Als
Luft liegt diese mit natürlicher Luftbewegung und/oder maschinell geförderte Luft
vor.
[0008] Bei der Lichttransportrichtung ist es möglich, daß Tageslicht und Kunstlicht die
gleiche Transportrichtung oder aber gegenläufige Transportrichtung aufweisen. Entsprechendes
gilt für die Lufttransportrichtung, da dort die natürliche Luftbewegung gleichgerichtet
zur maschinell geförderten Luft verlaufen kann oder aber eine Gegenläufigkeit vorliegt.
Die gleichgerichtete beziehungsweise gegenläufige Lichtbewegung kann mit der gleichgerichteten
beziehungsweise gegenläufigen Luftbewegung kombiniert sein, so daß sämtliche Varianten
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren möglich sind.
[0009] Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zum Leiten/Verteilen von Luft und
Licht, insbesondere in einem Gebäude oder dergleichen, wobei ein und derselbe Kanal
einen Luftkanal und gleichfalls einen Lichtleitkanal bildet. Das Wort "Kanal" ist
im Zuge dieser Anmeldung als allgemeiner Begriff zu sehen, der es ermöglicht, eine
Leit- beziehungsweise Verteilfunktion für Luft und Licht durchzuführen, so kann der
Kanal beispielsweise als Schacht, als Rohr mit beliebigem Querschnittsprofil usw.
ausgebildet sein.
[0010] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß Luft und Licht durch ein
und denselben Luft/Licht-Durchlaß in einen Raum oder dergleichen einströmt beziehungsweise,
daß die Luft aus diesem herausgeleitet wird. Der Durchlaß ist somit als kombinierter
Durchlaß ausgebildet, das heißt einerseits bringt er Licht in den Raum und andererseits
fördert er Luft in den Raum und/oder fördert Abluft aus dem Raum. Je nach Größe des
Raumes kann ein oder es können mehrere derartiger kombinierter Durchlässe vorgesehen
sein.
[0011] Schließlich ist es vorteilhaft, wenn die Luft und das Licht in ein und denselben
Einlaß oder in nach Luft und Licht getrennte Einlässe in den Kanal eintreten. Sofern
als Licht sowohl Tages- als auch Kunstlicht eingesetzt wird, kann bei getrennten Einlässen
von Luft und Licht der Lichteinlaß nochmals "aufgetrennt" sein, das heißt ein Einlaß
für Tageslicht und ein Einlaß für Kunstlicht. Entsprechendes gilt für den Einlaß der
Luft, sofern einerseits natürliche Luftströmung und andererseits mechanisch geförderte
Luft zum Einsatz gelangt.
[0012] Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen,
und zwar zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zum Leiten/Teilen von Luft und Licht in
einem Gebäude,
- Figur 2
- eine Luft/Licht-Zuführung in einen Raum in Seitenansicht,
- Figur 3
- den Raum der Figur 2 in Draufsicht,
- Figur 4
- eine Luft/Licht-Zuführung in einen Raum in Seitenansicht,
- Figur 5
- den Raum der Figur 4 in Draufsicht,
- Figur 6
- eine Seitenansicht einer Luft/Licht-Zuführung in einen Raum,
- Figur 7
- eine Draufsicht auf den Raum der Figur 6,
- Figur 8
- eine Seitenansicht einer Luft/Licht-Zuführung in einen Raum,
- Figur 9
- ein Gebäude mit einem Luft/Licht-Leitsystem,
- Figur 10
- eine Detailansicht einer Luft/Licht-Zuführung,
- Figur 11
- eine weitere Detailansicht einer Luft/Licht-Zuführung,
- Figur 12
- eine weitere Detailansicht einer Luft/Licht-Zuführung,
- Figur 13
- eine weitere Detailansicht einer Luft/Licht-Zuführung,
- Figur 14
- eine weitere Detailansicht einer Luft/Licht-Zuführung,
- Figur 15
- ein Luftdurchlaß kombiniert für Luft und Licht,
- Figur 16
- ein Luftdurchlaß kombiniert für Luft und Licht,
- Figur 17
- ein Luftdurchlaß kombiniert für Luft und Licht,
- Figur 18
- ein Luftdurchlaß kombiniert für Luft und Licht,
- Figur 19
- eine Vereinigungsvorrichtung für Luft und Licht.
[0013] Die Figur 1 zeigt -in schematischer Darstellungeine Fassade 1 eines Gebäudes 2, das
mindestens einen Raum 3 aufweist. Im Deckenbereich 4 des Raumes 3 befindet sich eine
Vorrichtung 5 zum Leiten/Verteilen von Luft und Licht. Im Zuge dieser Anmeldung wird
die Luft durch gerichtete Pfeile mit geradlinigem oder gebogenem Verlauf gekennzeichnet.
Der Lichtpfeil unterscheidet sich dadurch, daß sein Verlauf nicht gleichmäßig gebogen
oder geradlinig verläuft, sondern eine wellenförmige Ausgestaltung besitzt. Luftpfeile,
die mit einem kleinen n gekennzeichnet sind, kennzeichnen die Luft mit natürlicher
Luftbewegung, beispielsweise aufgrund eines Winddrucks oder aufgrund thermischer Bewegung.
Luftpfeile, die mit einem kleinen m gekennzeichnet sind, stellen maschinell geförderte
Luft dar. Lichtpfeile, die mit einem T gekennzeichnet sind, kennzeichnen Tageslicht;
Lichtpfeile, die ein K tragen, kennzeichnen Kunstlicht.
[0014] Aus der Figur 1 ist ein Kanal 6 ersichtlich, der sowohl einen Luftkanal als auch
einen Lichtleitkanal bildet, das heißt, ein und derselbe Kanal 6 dient der Luft- und
der Licht-Leitung. Es ist ersichtlich, daß das linksseitige Ende 7 des Kanals 6 bis
zur Fassade 1 beziehungsweise über diese teilweise hinausragt, so daß von der Sonne
8 stammendes Tageslicht in den Kanal 6 eintreten kann. Mittels einer Spiegelklappe
9, die halb verspiegelt ist, läßt sich der Tageslichteintritt steuern. Ist die Spiegelklappe
9 verschlossen, so tritt kein Tageslicht in den Kanal 6 ein; ist sie zumindest teilweise
geöffnet, so tritt eine entsprechende Lichtmenge ein. Die Fassade 1 weist ferner einen
Lufteinlaß 10 für Luft mit natürlicher Strömung auf, wobei der Lufteinlaß 10 in einen
Winkelkanal 11 mündet, der wiederum mit dem Kanal 6 verbunden ist. Im Winkelkanal
11 befindet sich eine Luftklappe 12, mit der -je nach Stellung- ein öffnen, teilweises
Öffnen oder Schließen des Winkelkanals 11 möglich ist. Der Winkelkanal 11 mündet -in
Lichtrichtung des Tageslichtes gesehen- hinter der Spiegelklappe 9.
[0015] Der rechte Endbereich 13 des Kanals 6 geht in ein Luftzuführrohr 14 über, an dem
ein Ventilator 15 und -stromabwärts des Ventilators- eine Luftbehandlungseinrichtung
16 angeschlossen sind. Die Luftbehandlungseinrichtung 16 kann Filter, Wärmetauscher,
Befeuchtungseinrichtungen, Entfeuchtungseinrichtungen, Umluft- und/oder Mischluftklappen
und/oder Klimaanlageneinrichtungen aufweisen. Es ist auch möglich, keine Luftbehandlungseinrichtung
16 vorzusehen. Die geförderte Luft trifft auf eine Luftklappe 17 und läßt sich -je
nach Stellung der Luftklappe 17- beeinflussen und gelangt dann in den Kanal 6. Es
ist ersichtlich, daß in dem Kanal 6 die natürliche Luftbewegung entgegengerichtet
zu der Richtung der maschinell geförderten Luft verläuft. Ferner befindet sich im
rechten Endbereich 13 eine Kunstlichtquelle 18, die beispielsweise als Hochdruck-Entladungslampe
oder als beliebig anders gestaltete konventionelle Lichtquelle mit gerichtetem Licht
ausgebildet sein kann. Vorzugsweise weist die künstliche Lichtquelle einen Lichtlenkspiegel
19 auf, der das Licht entsprechend gerichtet in den Kanal 6 einbringt. Es ist ferner
ersichtlich, daß die Tageslichtrichtung im Kanal 6 entgegengerichtet zur Kunstlichtrichtung
verläuft.
[0016] Der Kanal weist mehrere Luft/Licht-Durchlässe 20 auf, aus denen sowohl Luft als auch
Licht austritt und beispielsweise in den Raum 3 des Gebäudes 2 gelangt.
[0017] Damit der Kanal 6 die Lichtleitung vornehmen kann, sind seine Wände als Spiegelwände
ausgebildet, beispielsweise weisen die Wände eine lichtreflektierende Folie, insbesondere
eine Folie mit Prismenraster auf. Alternativ können die Kanalwände auch mit einer
Prismenstruktur auf ihrer Oberfläche versehen sein, die lichtrefklektierend wirkt.
[0018] Jeder Luft/Licht-Durchlaß 20 ist vorzugsweise mit einer Sandwichplatte versehen,
die -ausgehend von innen nach außen- eine Klarglasplatte aufweist, an die sich eine
lichtdurchlässige Folie, insbesondere eine prismatische Folie, anschließt, der dann
ein Lichtlenkraster oder dergleichen folgt. Im einzelnen wird hierauf noch in der
Figur 17 eingegangen.
[0019] Figuren 2 und 3 zeigen einen Raum 3 eines Gebäudes 2, bei dem im Deckenbereich ein
Zuluftkanal 21 angeordnet ist, von dem mehrere Kanäle 6 abzweigen, wobei die Kanäle
6 der Luft/Licht-Führung dienen. An der Fassade 1 erfolgt der Eintritt von Tageslicht;
im Bereich des einen Endes der Kanäle 6 in die entsprechenden Kanäle 6. Die Kanäle
weisen jeweils mehrere Luft/Licht-Durchlässe 20 auf, die die Luft/Licht-Verteilung
in den Raum 3 vornehmen. Alternativ kann anstelle der Zuluft auch eine Ablufteinrichtung
vorgesehen sein, das heißt, die Luft/Licht-Durchlässe 20 führen Licht in den Raum
3 hinein, führen jedoch Luft aus dem Raum 3 ab, das heißt, die Luftpfeile in den Figuren
2 und 3 sind im Falle einer Abluftabführung entgegengesetzt gerichtet zu der eingezeichneten
Version. Ebenso wie bei der Figur 1 sind in Figur 3 Spiegelklappen 9 sowie Luftklappen
17 vorgesehen, die jedoch der Einfachheit halber nur in der Figur 2 dargestellt sind.
[0020] Die Figuren 4 und 5 zeigen einen Raum 3 eines Gebäudes 2, das eine Fassade 1 aus
Glas aufweist. Hierdurch strömt in den Raum 3 durch die als Fenster 22 wirkende Fassade
1 Tageslicht. Der Raum 3 weist eine abgehängte Decke 23 auf, wobei sich oberhalb der
Zwischendecke im Bereich der Fassade 1 eine Kammer 24 befindet, die ein transparentes
Wärmedämmelement 25 aufweist. Alternativ ist es möglich, die Installation als Sichtinstallation
unter der Betondecke auszuführen. Das Wärmedämmelement 25 läßt Licht hindurch, hemmt
jedoch eine Wärmeleitung; ferner ist es luftdurchlässig. Das Tageslicht tritt durch
die Glasfassade in die Kammer 24 ein und durchdringt das Wärmedämmelement und gelangt
so zu dem Kanal 6, der mit der Kammer 24 in Verbindung steht. Ferner tritt in die
Kammer 24 durch entsprechend gestaltete Glasfassadenelemente Luft, vorzugsweise mit
natürlicher Bewegung, ein, durchdringt ebenfalls das Wärmedämmelement 25 und gelangt
somit ebenfalls in das linksseitige Ende des Kanals 6. Dort sind eine Spiegelklappe
9 und eine Luftklappe 12 angeordnet, so daß die Luft sowie das Licht gesteuert werden
können. In der Figur 4 sind diese beiden Klappen nur schematisch dargestellt. Selbstverständlich
ist der Luftweg -ebenso wie in der Figur 1- mittels eines separaten Kanals, insbesondere
eines Winkelkanals 11 ausgestaltet. Luft und Licht gelangen über den Kanal 6 bis zu
Luft/Licht-Durchlässen 20, so daß beide Medien in den Raum 3 eintreten können. Im
Bereich des rechtsseitigen Endes des Kanals 6 befindet sich eine Kunstlichtquelle
18, die Kunstlicht in den Kanal 6 einbringt, so daß der Raum 3 mit Tageslicht oder
Kunstlicht oder einer Mischung von beiden versorgt werden kann. Gemäß Figur 5 ist
es auch möglich, daß die aus Glas bestehende Fassade 1 des Gebäudes 2 geschlossen
ist, so daß dort keine Luft eintreten kann. In einem solchen Falle wird in den Bereich
der Kammer 24 zwischen der Fassade 1 und dem Wärmedämmelement 25 mittels eines Ventilators
15 Luft eingebracht, wobei diese Luft dann durch das Wärmedämmelement 25 strömt und
zu den Kanälen 6 gelangt. Die Entsorgung des Raumes 3, das heißt, die Abführung der
Abluft erfolgt mittels eines separaten Ventilators 26.
[0021] Die Figuren 6 und 7 zeigen einen Raum 3, der im Deckenbereich den Kanal 6 aufweist,
wobei von der Fassade 1 des Gebäudes 2 her Tageslicht in den Kanal 6 eintritt. Ferner
lastet ein Winddruck 27 auf der Fassade 1, so daß Luft mit natürlicher Luftbewegung
in den Kanal 6 eintritt. Dies führt -gemäß Figur 6- dazu, daß aus den Luft/Licht-Durchlässen
20 sowohl Luft als auch Licht austritt. Aus der Figur 7 ist ersichtlich, daß ein entsprechend
ausgestalteter Kanal 6, wie er in der Figur 6 vorgesehen ist, von der Lee-Seite 28
des Gebäudes 2 ausgeht und bis kurz vor die Fassade 1 reicht. Mithin sind zwei verschiedene
Kanäle 6, nämlich 6 und 6' ausgebildet, wobei der Kanal 6 auf der Luv-Seite, nämlich
der Fassade 1, mündet und Kanal 6' auf der Lee-Seite 28. Der Kanal 6' hat die Eigenschaft,
daß aus ihm Abluft des Raumes 3 nach außen geführt wird. Dies deshalb, weil sich aufgrund
der Lee-Position ein Unterdruck einstellt, so daß Luft des Raumes 3 in die entsprechenden
Luft/Licht-Durchlässe 20 eindringt und vom Kanal 6' abgeführt wird. Gleichfalls dient
der Kanal 6' jedoch auch der Lichtzuführung, das heißt, es wird Licht auf der Lee-Seite
des Gebäudes über den Kanal 6' in den Raum 3 hineingeführt. Es können mehrere Kanäle
6 sowie 6' vorgesehen sein, die wechselseitig einanderfolgend angeordnet sind.
[0022] Die Figur 8 zeigt einen Raum 3 eines Gebäudes 2, der im Deckenbereich einen Kanal
6 aufweist, der mit mehreren Luft/Licht-Durchlässen 20 versehen ist. An den Enden
des Kanals 6 befinden sich Kunstlichtquellen 18, wodurch Kunstlicht in den Kanal 6
eingebracht wird. Der Kanal 6 ist ferner mit einer Hutze 29 verbunden, die auf dem
Dach des Gebäudes 2 angeordnet ist. Die Hutze 29 läßt sich um ihre Längsachse drehen
(Pfeile 30), derart, daß der Wind 31 in die Öffnung der Hutze 29 eindringen und auf
diese Art und Weise in den Kanal 6 zu den Durchlässen 20 gelangen kann. Das Dach der
Hutze 29 ist lichtdurchlässig, so daß Tageslicht in die Hutze 29 eindringen kann und
dort mittels eines Spiegelsystems 32 dem Kanal 6 zugeführt wird. In der in Figur 8
dargestellten Ausführungsform wird somit mittels des Kanals 6 Zuluft und auch Licht
dem Raum 3 zugeführt. Alternativ ist es auch möglich, den Kanal 6 für die Zuführung
von Licht, jedoch für die Abführung von Luft zu nutzen, indem die Hutze 29 derart
durch Drehung ausgerichtet wird, daß ihre Öffnung in Lee steht, wodurch ein Unterdruck
erzeugt wird, das heißt, es wird Luft aus dem Raum 3 über den Kanal 6 und die Hutze
29 abgeführt. Gleichwohl verbleibt es bei der Zuführung von Tageslicht über den Kanal
6 und die Durchlässe 20 in den Raum 3.
[0023] Die Figur 9 zeigt ein Gebäude 2 mit mehreren Räumen 3, wobei jeder Raum 3 einen horizontal
verlaufenden Kanal 6 im Deckenbereich aufweist und die einzelnen Kanäle 6 durch senkrecht
verlaufende Kanäle 6 miteinander verbunden sind. Im Dachbereich des Gebäudes 2 befindet
sich ein Trichter 33, der eine Glaskuppel 34 trägt. Durch die Glaskuppel 34 dringt
Tageslicht und gelangt somit in den senkrechten Kanal 6, der das Licht in die horizontalen
Kanäle 6 leitet, wo es dann aus nicht näher dargestellten Luft/Licht-Durchlässen 20
austritt. Diese Durchlässe dienen ferner der Aufnahme von Abluft, das heißt die Raumluft
der Räume 3 tritt in den jeweiligen Kanal 6 ein und wird über den kaminartig wirkenden,
zentralen, vertikalen Kanal 6 bis in den Trichter 33 geführt, der Abluftöffnungen
35 aufweist. Die den Räumen 3 zugeführte Zuluft ist mit Pfeilen 36 nur schematisch
angedeutet; sie wird -vorzugsweise entsprechend aufbereitet- den Räumen 3 in konventioneller
Art und Weise zugeführt.
[0024] Die Figur 10 zeigt ein Gebäude 2 im Bereich seiner Fassade 1, wobei die Fassade 1
als Doppelfassade ausgebildet ist, das heißt, sie weist eine Vorfassade 37 und eine
-weiter im Rauminnern liegende-Folgefassade 38 auf. Vorfassade 37 und Folgefassade
38 sind lichtdurchlässig ausgebildet. Im Vorraum 39, also zwischen Vorfassade 37 und
Folgefassade 38 befindet sich eine Spiegeleinrichtung 40, die vorzugsweise nachführbar,
das heißt, abhängig vom Sonnenstand veränderbar ausgebildet ist. Das Tageslicht gelangt
durch die Vorfassade 37 in den Vorraum 39 und wird dort von den Spiegelelementen 41
der Spiegeleinrichtung 40 reflektiert und dem sich im Deckenbereich eines Raumes 3
des Gebäudes 2 befindlichen Kanal 6 zugeführt. Somit tritt das Tageslicht in den Kanal
6 ein und kann -wie vorstehend schon mehrfach beschrieben- in den Raum 3 eingebracht
werden. Zuluft und/oder Abluft werden mittels zentraler Anlagen 42 zu- beziehungsweise
abgeführt, wobei diese Lufteinrichtungen über Luftwege 43 mit dem Kanal 6 verbunden
sind.
[0025] Die Figur 11 zeigt einen Raum 3 eines Gebäudes 2, der einen Doppelboden 44 aufweist.
Der Raum 3 ist im Bereich der Fassade 1 mit einer Isolierglasfront 45 ausgestattet.
Im Bereich des Doppelbodens 44 befindet sich -an der Fassade 1- ein Lichteinlaß 46
für das Tageslicht T, wobei das Tageslicht vorzugsweise mittels beweglich gestalteter
Lichtlenkelemente 47 bis in den Bereich des Doppelbodens 44 eingebracht wird. Der
Lichteinlaß 46 ist gegenüber dem Doppelboden 44 mittels einer Glasplatte 48 abgeschottet,
so daß dort zwar Licht eintreten, jedoch keine Luft austreten kann. An anderer Stelle
des Doppelbodens 44 befindet sich ein Ventilator 49 oder es mündet dort eine Zuluftleitung,
so daß Luft in den Doppelboden 44 eingebracht wird. Der gesamte Doppelbodenbereich
ist als Kanal 6 ausgebildet, das heißt, entweder wirkt der gesamte Raum unterhalb
des Doppelbodens 44 luft- und lichtleitend, oder es sind dort einzelne Kanäle eingezogen,
wodurch es möglich wird, daß Luft und Licht im Bereich des Fußbodens des Raumes 3
in den Raum 3 eintreten. Es bilden sich sozusagen Luft- und Lichtsäulen 50 an verschiedenen
Stellen des Raumes 3. Für den Eintritt von Luft und Licht in den Raum 3 sind Luft/Licht-Durchlässe
20 am Fußboden des Raumes 3 angeordnet.
[0026] Die Figur 12 zeigt eine der Figur 11 entsprechende Ausgestaltung, wobei sich jedoch
der Kanal 6 nicht in einem Doppelboden, sondern im Deckenbereich des Raumes 3 befindet.
[0027] Die Figur 13 zeigt einen Bereich einer Fassade 1 eines Gebäudes 2, das zumindest
einen Raum 3 aufweist, wobei sich ein Kanal 6 im Deckenbereich des Raumes 3 befindet.
Vom fassadenseitigen Ende des Kanals 6 geht ein Schwenkspiegel 51 aus, der einmal
in einer weit aufgeklappten Stellung und -in einer weiter geschlossenen Stellung-
dargestellt ist. Der Schwenkspiegel 51 dient -je nach Winkelstellungals Helligkeitsregler,
um eine entsprechende Menge an Tageslicht in den Kanal 6 einzubringen. Abgeschlossen
ist der Kanal 6 mit einer lichtdurchlässigen Einrichtung 52, beispielsweise mittels
einer Glasplatte, so daß Luft im Kanal nicht nach außen austreten kann. Die Luftzuführung
-beispielsweise natürliche Luftbewegung- erfolgt mittels eines Winkelkanals 11, der
mit einer Luftklappe 12 versehen ist. Ein Teilstück des Winkelkanals 11 überragt die
Fassade 1 und weist einen Schalldämpfer 53 auf. Der Kanal 6 kann beispielsweise mit
Luft/Licht-Durchlässen 20 versehen sein oder aber auch wie eine "dicke Neonröhre"
wirken, das heißt, er ist zumindest bereichsweise lichtdurchlässig und weist eine
Perforierung auf, so daß er für die Luft als Quelldurchlaß wirkt.
[0028] Figur 14 zeigt im Bereich einer Fassade 1 eines Gebäudes 2 einen Luft/Licht-Einlaß
54. Dieser Luft/Licht-Einlaß 54 weist einen Lichtleitbereich 55 auf, der mit gekrümmten
Einzelspiegeln 56 versehen ist, wodurch das Tageslicht optimal in den Lichtleitbereich
55 eintreten kann. Unterhalb des Lichtleitbereichs 55 befindet sich ein Lufteinlaß
57, der -im Bereich der Fassade 1- ein Lufteintrittsgitter 58 und -daran anschließend-
eine Klappe oder eine Jalousieklappe 59, ein Luftfilter 60 und eine Heizung beziehungsweise
einen Kühler 61 aufweist. Es folgt dann ein Zuführkanal 62, der -zusammen mit dem
Lichtleitbereich 55- in den Kanal 6 mündet.
[0029] Die Figur 15 zeigt einen Luft/Licht-Durchlaß 20. Oberhalb des Durchlasses 20 ist
der Kanal 6 ausgebildet, der Licht und Luft zuführt. Der Luft/Licht-Durchlaß 20 kann
bündig in der Decke eines Raumes oder auch vorstehend angeordnet sein. Die Luft tritt
vorzugsweise durch Schlitzauslässe 63 aus, die -über die Längserstreckung gesehen-
den Lichtauslaß 64 beranden. Vorzugsweise wird dem Kanal 6 in der einen Richtung Tageslicht
und natürliche Luft und in der anderen Richtung Kunstlicht und Primärluft, also mechanisch
erzeugte Luft, zugeführt. Diese Zuführung kann jedoch auch in anderer Kombination
erfolgen.
[0030] Die Figur 16 zeigt einen Luft/Licht-Durchlaß 20, der in der Art einer Deckenplatte
65 ausgebildet ist, die als Glasplatte 66 realisiert ist, so daß dort das Licht in
den Raum 3 austreten kann. Die Glasplatte weist eine Vielzahl von Luftauslaßelementen
67 auf, die die Zuluft in den Raum 3 zuführen oder aber auch als Abluftelemente dienen
können.
[0031] Die Figur 17 zeigt einen Querschnitt durch einen Luft/Licht-Durchlaß 20, wobei -von
oben nach unten gesehen- zunächst eine Klarglasplatte 68 vorliegt, die dem Innern
des Kanals 6 zugewandt ist. Es folgt dann eine sogenannte prismatische Folie 69 und
anschließend wiederum eine Glasplatte 70, die bedampft sein kann. Es schließt sich
ein Licht- und Luftlenkraster 71 an. Damit die Luft die verschiedenen Glasplatten
und die Folie durchdringen kann, sind Luftdurchlenkelemente 72 vorgesehen, wodurch
die Luft vom Kanal 6 in den Raum 3 gelangen kann.
[0032] Die Figur 18 zeigt den Luft/Licht-Durchlaß 20 gemäß der Figur 17, der in eine Decke
73 des Raumes 3 eingebaut ist, zusätzlich mit dem darüberliegenden Kanal 6 in detaillierter
Darstellung. Gegenüber der im Ausführungsbeispiel der Figur 17 besteht die Besonderheit,
daß die obere Kanalwandung des Kanals 6 mit Kunstlichtquellen 18 versehen ist, beispielsweise
Halogenstrahlern oder Entladungslampen, so daß vom Kanal 6 Licht zugeführt wird, wobei
dieses Kunst- und/oder Tageslicht sein kann und -zusätzlich dazu- die Kunstlichtquellen
18 im unmittelbaren Bereich des Luft/Licht-Durchlasses 20 zusätzlich Licht zuführen.
[0033] Schließlich zeigt die Figur 19 eine Vereinigungsvorrichtung 74 für Luft und Licht.
Das Licht, das Kunstlicht oder Tageslicht sein kann, tritt mittels eines Lichtzuführkanals
75 in einen im Querschnitt größeren Kanal 6 ein. Vorzugsweise ist der Lichtzuführkanal
75 zentral im Kanal 6 angeordnet. Bevorzugt weist der Lichtzuführkanal eine Spiegelklappe
beziehungsweise Lichtklappe 9 auf, um eine Helligkeitssteuerung vornehmen zu können.
Dem schließt sich eine Glasscheibe 76 an, um keine Luft vom Kanal 6 eintreten zu lassen.
Am Umfangsbereich des Kanals 6 -in Höhe des Endes des Lichtzuführkanals 75- befindet
sich eine Luftzuführung 77, die mit einer Luftklappe 78 versehen sein kann. Die zugeführte
Luft tritt auf diese Art und Weise in den Kanal 6 ein, wobei die Luftzuführung derart
gestaltet sein kann, daß die Luft -den Lichtzuführkanal 75 umgebend- in den Kanal
6 eintritt.
1. Verfahren zum Leiten/Verteilen von Luft und Licht, insbesondere in einem Gebäude oder
dergleichen, dadurch gekennzeichnet, daß Luft und Licht entlang desselben Transportweges geleitet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichttransportrichtung gleichgerichtet zur Lufttransportrichtung verläuft.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichttransportrichtung gegenläufig zur Lufttransportrichtung verläuft.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Licht Tageslicht und/oder Kunstlicht eingesetzt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Luft natürliche Luftbewegung und/oder maschinell geförderte Luft verwendet
wird.
6. Vorrichtung zum Leiten/Verteilen von Luft und Licht, insbesondere in einem Gebäude
oder dergleichen, vorzugweise zur Durchführung des Verfahrens gemäß der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein und derselbe Kanal (6) einen Luftkanal und gleichfalls einen Lichtleitkanal
bildet.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß Luft und Licht durch ein und denselben Luft/Licht-Durchlaß (20) in einen Raum
(3) oder dergleichen einströmt beziehungsweise daS die Luft aus diesem herausgeleitet
wird.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft und das Licht in ein und denselben Einlaß oder in nach Luft und Licht
getrennte Einlässen in den Kanal (6) eintreten.