(19)
(11) EP 0 774 632 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
21.05.1997  Patentblatt  1997/21

(21) Anmeldenummer: 96117444.8

(22) Anmeldetag:  30.10.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6F25D 11/00, B67D 3/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE ES FR IT

(30) Priorität: 15.11.1995 DE 19542614

(71) Anmelder: Bosch-Siemens Hausgeräte GmbH
81669 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Hofer, Andreas
    71672 Marbach (DE)
  • Reisinger, Hans-Georg, Dipl.-Ing. (FH)
    89257 Illertissen (DE)
  • Schmied, Hans-Peter
    89542 Herbrechtingen (DE)

   


(54) Kältegerät


(57) Bei einem Kältegerät (10) mit einem Aggregateraum (28) und wenigstens einem davon wärmeisolierten, zur Aufnahme von Lagergut dienenden Lagerraum (22), welcher von einem wärmeisolierenden Gehäuse (11) umgeben ist und welcher von einem in einem Kältekreis mit einem Verdichter liegenden Verdampfer (23) gekühlt ist, ist das wärmeisolierende Gehäuse (11) aus vorgeformten, wenistens annähernd ihre endgültige Geometrie aufweisenden Gehäusemodulen (12,13,18) lösbar zusammengefügt.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Kältegerät mit einem Aggregateraum um wenigstens einem davon wärmeisolierten, zur Aufnahme von Lagergut dienenden Lagerraum, welcher von einem wärmeisolierenden Gehäuse umgeben ist und welcher von einem in einem Kältekreis mit einem Verdichter liegenden Verdampfer gekühlt ist.

[0002] Bei Kältegeräten zur Kühlung von in Vorratsbehältern, wie Fässern oder dgl. gekühlten Getränken, welche über eine unmittelbar an den Vorratsbehälter anbringbare Zapfeinrichtung aus den Vorratsbehältern entnommen werden können, ist es Stand der Technik, daß die Vorratsbehälter in einem Schanktisch angeordnet und von heruntergekühlten Kälteakkus umgeben sind, um das in den Fässern eingelagerte Getränk über eine längere Zeitdauer auf die optimale Trinktemperatur zu kühlen. Hierbei ist es jedoch nachteilig, daß die Kälteakkus mit Fortdauer der Kühlzeit an Kühlwirkung verlieren und somit das zu kühlende Getränk sich zunehmend erwärmt. Außerdem ist die Kühlung der Vorratbehälter mit den Kälteakkus ziemlich arbeitsintensiv, da diese einerseits in einem Kältegerät vorgekühlt werden müssen und andererseits möglichst in wärmeleitenden Kontakt um das das Getränk beinhaltende Gefäß zur optimalen Kühlung dieses Getränks angeordnet sein müssen.

[0003] Darüberhinaus sind zum Kühlen von in faßartigen Behältnissen gelagerten Getränken dienende Kältegeräte bekannt, welche in Art eines herkömmlichen Haushaltskühlschrankes aufgebaut sind und welche in ihrer Tür einen Durchbruch zum Einbringen einer Zapfvorrichtung aufweisen.

[0004] Bei diesen Kältegeräten ist die Einbringung der faßartigen Behältnisse in den Kühlraum aufgrund der Platzverhältnisse innerhalb des Kühlraumes, bedingt durch die Kühlraumwände, umständlich und beschwerlich. Zudem ist die Einbringung des Durchbruchs in die Tür für die Zapfeinrichtung sehr kostenintensiv.

[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kältegerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 vorzuschlagen, bei welchem die Nachteile des Standes der Technik vermieden sind und bei welchem die Beschickung seines Lagerraumes deutlich verbessert ist.

[0006] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß das wärmeisolierende Gehäuse aus vorgeformten, wenigstens annähernd ihre endgültige Geometrie aufweisenden Gehäusemodulen lösbar zusammengefügt ist.

[0007] Durch die erfindungsgemäße Lösung ist ein Gehäuseaufbau bereitgestellt, durch dessen modulartige Konstruktion Gehäuseabschnitte erzeugt sind, welche fertigungsfreundlich handhabbar sind und welche zu ihrer Herstellung, im Gegensatz zu den wärmeisolierenden Gehäusen nach dem Stand der Technik, keiner kompliziert aufgebauten und somit kostenintensiven Abstützwerkzeuge bedürfen. Ferner gestattet der modulartige Aufbau durch Abnahme eines Gehäusemoduls die problemlose Beschickung des Lagerraums mit wegen seines Gewichtes und/oder wegen seiner Form schwer zu handhabende, beispielsweise in Form eines Getränkefasses einzubringenden Lagergutes. Außerdem ist durch den modulartigen Aufbau ein montagefreundliches Gehäuse mit verringerten Montagekosten erreicht.

[0008] Nach einer bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung ist vorgesehen, daß das wärmeisolierende Gehäuse im wesentlichen zwei Gehäuemodule umfaßt, wovon einer den Gehäuseboden bildet und der andere Gehäusemodul die Mantelwandungen und die Decke des Gehäuses aufweist.

[0009] Durch eine derartige Unterteilung des wärmeisolierenden Gehäuses sind sowohl die durch die Verbindungsstellen zwischen den einzelnen Modulen hervorgerufenen Wärmebrücken minimiert als auch die Zugängigkeit zum Lagerraum aufgrund der ganzteiligen Ausbildung des die Mantelwandungen und die Decke des Gehäuses umfassenden Gehäusemoduls deutlich erleichtert.

[0010] Besonders leicht abzunehmen wegen seines geringen Gewichts ist das die Mantelwandungen und die Decke des Gehäuses umfassende Gehäusemodul, wenn nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung vorgesehen ist, daß das die Mantelwandungen und die Decke umfassende Gehäusemodul im wesentlichen aus Wärmeisolationsmaterial gebildet und abnehmbar am Gehäuse angeordnet ist.

[0011] Entsprechend einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung ist vorgesehen, daß das die Mantelwandungen und die Decke umfassende Gehäusemodul mit seinen Mantelwandungen die Mantelflächen des Gehäusebodens übergreift und sich am Gehäuseboden abstützt.

[0012] Durch eine derartige Konstruktion ist auf einfache Weise das Gehäusemodul hinsichtlich seiner vertikalen Lage als auch bezüglich des Lagerraumes positionsgenau zugeordnet. Darüberhinaus ist der Kälteabfluß an der Verbindungsstelle zwischen dem Gehäuseboden und dem die Mantelwandungen und die Decke umfassenden Gehäusemodul deutlich eingeschränkt.

[0013] Gemäß einer nächsten bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung ist vorgesehen, daß das die Mantelwandungen und die Decke aufweisende Gehäusemodul an seiner Decke mit einer Öffnung versehen ist, welche durch eine wärmeisoliert ausgebildete und lösbar angeordnete Abdeckkappe abdeckbar ist.

[0014] Durch die zusätzliche Zugangsöffnung zum Lagerraum ist im Bedarfsfall die Möglichkeit geschaffen, bei verhältnismäßig geringem Kälteverlust beispielsweise eine an einem faßartigen Getränkebehälter angeordnete Zapfvorrichtung aus dem Lagerraum herauszuführen.

[0015] Mit besonders geringem Gewicht ausgestattet und dennoch formstabil ausgeführt ist das die Mantelwandungen und die Decke des Gehäuses umfassende Gehäusemodul, wenn nach einer nächsten bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung vorgesehen ist, daß das die Mantelwandungen und die Decke des Gehäuses umfassende Gehäusemodul als aus Wärmeisolationsmaterial gebildeter, mantelseitig mit einer Folienbeschichtung versehener Formkörper ausgebildet ist.

[0016] Außerdem hat eine solche Lösung den Vorteil, daß durch die Folienbeschichtung dem Gehäusemodul ein dekorativer Charakter verliehen, und dabei gleichzeitig eine verhältnismäßig verschleißfeste und leicht zu reinigende Oberfläche erzeugt ist.

[0017] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung ist vorgesehen, daß der Gehäuseboden aus einem mit Wärmeisolationsmaterial verfüllten Hohlkörper gebildet ist, dessen Körperwandungen aus schlecht wärmeleitendem Material erzeugt sind.

[0018] Unter schlecht wärmeleitendem Material sollen hier verschiedenartige thermoplastische Kunststoffe verstanden sein, welche in Form von Plattenmaterial im Tiefziehverfahren zu einem Hohlkörper geformt sind, dessen Hohlraum mit in flüssigen Ausgangskomponenten eingebrachten Wärmeisolationsmaterial verfüllt ist, wodurch sich ein aufgrund der Benetzungswirkung des Wärmeisolationsmaterials ein besonders formsteifes Verbundbauteil für den Gehäuseboden ergibt. Genauso kann der Hohlraum des Hohlkörpers auch mit einem aus Wärmeisolationsmaterial geformten Formkörper verfüllt werden, wodurch sich die Möglichkeit ergibt, den Formkörper bei Nichtbenutzung des Kältegerätes als Untersatz für den faßartigen Getränkebehälter zu verwenden.

[0019] Entsprechend einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung ist vorgesehen, daß der Verdampfer als flächenhafter Verdampfer ausgebildet und mit einer seiner Schmalseiten am Gehäuseboden lösbar festgesetzt ist.

[0020] Hierdurch ist bei intensiver Kälteübertragung auf das Lagergut eine aufgrund des formsteifen Gehäusebodens dauerstabile Halterung für den Verdampfer erzeugt. Gleichzeitig ist das die Decke und die Mantelwandungen umfassende Gehäusemodul ohne zusätzliche Demontagearbeiten auf besonders einfache Weise vom Gehäuseboden abnehmbar.

[0021] Entsprechend einer nächsten bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung ist vorgesehen, daß zur Festsetzung des Verdampfers am Gehäuseboden ein entsprechend seiner Kontur geformtes Halteteil dient, welches im Abstand zum Verdampfer angeordnet ist.

[0022] Durch eine derartige Konstruktion ist eine Halterung für den Verdampfer geschaffen, welche auch Stoßbelastungen auf diesen z.B. beim Einbringen von schwerem Lagergut in den Lagerraum standhält.

[0023] Nach einer nächsten bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung ist vorgesehen, daß das Halteteil als Blechbiegeteil ausgebildet ist, und daß der Abstand zwischen diesem und dem Verdampfer mit Wärmeisolationsmaterial verfüllt ist.

[0024] Durch eine derartige Lösung ist sowohl ein besonders kostengünstiges und dennoch mit ausreichender Formsteifigkeit ausgestattetes Halteteil erzeugt als auch eine zielgerichtete Kälteabgabe des Verdampfers bewirkt.

[0025] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung ist vorgesehen, daß das Halteteil mit seinem zum Gehäuseboden gerichteten Ende formschlüssig in einer am Gehäuseboden vorgesehenen Sammelrinne für Schmelzwasser angeordnet ist, in welche das beim Abtauen des Verdampfers entstehende Schmelzwasser abzufließen vermag und welche im wesentlichen die Kontur des Verdampfers aufweist.

[0026] Durch die formschlüssige Aufnahme des mit dem Verdampfer bestückten Halteteil in der Sammelrinne am Gehäuseboden ist eine Montagehilfe erzeugt, infolge derer der Verdampfer besonders positionsgenau innerhalb des Lagerraumes anordenbar ist. Für den Fall, daß die Sammelrinne in die Körperwandungen des Gehäusebodens mit eingeformt ist, ist eine weitere Versteifung des Gehäusebodens bewirkt, wodurch der Verdampfer bezüglich des Gehäusebodens besonders positionsstabil gehalten ist.

[0027] Eine besonders intensive Kühlung des Lagergutes und ein gleichzeitiger sehr formsteifer Aufbau für den Verdampfer ergibt sich, wenn nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Gegenstandes der Erfindung vorgesehen ist, daß der Verdampfer als U-Profil ausgebildet ist, zwischen dessen im wesentlichen vertikal zum Gehäuseboden angeordneten Schenkeln das zu kühlende Lagergut einbringbar ist.

[0028] Auf besonders einfache und günstige Weise ist ein Maschinenraum für die Kälteaggregate erzeugt, wenn nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Gegenstandes der Erfindung vorgesehen ist, daß unterhalb des Lagerraumes ein zur Aufnahme der Kälteaggregate dienender Maschinenraum vorgesehen ist, welcher innerhalb eines mit einer Zugangsöffnung versehenen, als Träger für das wärmeisolierende Gehäuse dienden Tragsockels angeordnet ist.

[0029] Besonders gleichmäßig über eine längere Zeitdauer mit der gewünschten Temperatur beaufschlagbar sind, die in fässerartigen Behältnissen gelagerten Getränke, wenn nach einer bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung vorgesehen ist, daß das Kältegerät als Kältegerät zur Kühlung von in Fässern gelagerten Getränken nach einem der Ansprüche 1 bis 13 ausgebildet ist.

[0030] Ein derartig ausgebildetes Kältegerät erlaubt zudem noch die Einbringung der Getränkefässer in den Kühlraum mit verhältnismäßig geringer körperlicher Anstrengung.

[0031] Die Erfindung ist in der nachfolgenden Beschreibung anhand eines in der beigefügten Zeichnung vereinfacht dargestellten Ausführungsbeispieles erläutert. Es zeigen:
Fig. 1
ein Kühlgerät zur Kühlung von in faßartigen Behältnissen gelagerten Getränken mit einem sockelartigen Aggregateraum und einem darüber angeordneten, von einem U-förmigen Verdampfer gekühlten und von einem abnehmbaren Gehäuse wärmeisolierend umgebenen Lagerraum im Halbschnitt,
Fig. 2
das Kühlgerät gemäß Fig. 1 geschnitten entlang der Schnittlinie II-II,
Fig. 3
das Kältegerät mit dem im abgenommenen Zustand von seinem Tragsockel dargestellten, wärmeisolierenden Gehäuse und einer davon abgezogenen wärmeisolierenden Abdeckkappe und
Fig. 4
in einem vergrößerten Ausschnitt das wärmeisolierende Gehäuse und der von einem Halteelemente gehaltene Verdampfer.


[0032] Gemäß Fig. 1 ist ein zur Kühlung von in Fässern gelagerten Getränken, wie beispielsweise Bierfässern geeignetes Kühlgerät 10 gezeigt, welches mit einem wärmeisolierenden Gehäuse 11 ausgestattet ist. Dieses ist im wesentlichen aus zwei Gehäusemodulen zusammengesetzt, von denen ein erstes Gehäusemodul 12 die Deckenwandung 13 mit einer darin angeordneten Öffnung 13.1 und die Mantelwandung 14 des wärmeisolierenden Gehäuses 11 umfaßt. Die Öffnung 13.1 ist mit einer entsprechend der Öffnungskontur geformten wärmeisolierenden Abdeckkappe 13.2 abdeckbar und dient zur Anbringung einer nicht gezeigten Zapfvorrichtung an einem ebenfalls nicht gezeigten Getränkefaß in Form eines Partybierfasses, welches an sich von dem Gehäusemodul 12 abgedeckt ist. Das Gehäusemodul 12 ist als bereits seine endgültige Geometrie aufweisender Formkörper ausgebildet, welcher spanlos aus Wärmeisolationsmaterial, wie beispielsweise geschäumtes Polystyrol mit einer Raumdichte von 80 bis 100 kg/m3 gebildet und welcher an seiner Mantelfläche mit einer hier nicht näher dargestellten Kunststoffolie beschichtet ist. Diese dient neben dekorativen Zwecken vor allem noch zur Erhöhung der Abriebfestigkeit und zur Verbesserung der Formsteifigkeit des Formkörpers. Das Gehäusemodul 12 ist an dem freien Ende seiner Mantelwandung, an seiner inneren Mantelfläche mit einem daran umlaufend angeordneten Rücksprung 15 versehen, dessen Begrenzungsflächen senkrecht zueinander angeordnet sind, wobei die im Querschnitt kürzere Begrenzungsfläche als Stützfläche 16 dient, während die längere der Begrenzungsflächen als Dichtfläche 17 ausgebildet ist. Diese umgibt die Mantelfläche des als Gehäuseboden 18 dienenden zweiten Gehäusemoduls, welches aus einem durch Tiefziehen einer Kunststoffplatine spanlos geformten Hohlkörper 19 gebildet ist. Dieser ist zur Erzielung eines geringen Wärmedurchlaßkoeffizienten mit in flüssigen Ausgangskomponenten in den Hohlraum eingetragenen Wärmeisolationsmaterial 20 verfüllt, welches sich mit den Wandungen des Kohlkörpers 19 verbindet, so daß nach seinem Aushärten des Wärmeisolationsmaterials 20 der Gehäuseboden 18 einen sehr formsteifen Aufbau aufweist. Der Gehäuseboden 18 ist auf seiner der Deckenwandung 13 zugewandten Oberseite mit einer an drei Seiten seines Randes angeordneten, einen zusammenhängenden Wasserlauf bildenden, als Sammelrinne 21 dienenden rinnenartigen Vertiefung versehen, welche am Rand des Gehäusebodens 18 durch spanlose Formgebung der Kunststoffplatine an der Oberseite des Gehäusebodens 18 eingeformt ist und welche an ihrem tiefsten Punkt einen nicht gezeigten Wasserauslauf aufweist, über welchen das Schmelzwasser einer unmittelbar über einem nicht gezeigten Verflüssiger angeordneten, nicht dargestellten Verdunstungsschale zugeführt ist. Der Gehäuseboden 18 umschließt zusammen mit dem Gehäusemodul 12 wärmeisolierend einen als Lagerraum dienenden Kühlraum 22, welcher von einem im Querschnitt U-förmigen flächenhaften Verdampfer 23 gekühlt ist. Dieser ist z.B. nach dem Rollbondverfahren hergestellt und ist an einer die Kontur seines Querschnitts umgrenzenden Schmalseite am Gehäuseboden 18 entlang der Sammelrinne 21 angeordnet. Die Höhe des Verdampfers 23 istdabei so bemessen, daß die Handgriffe des nicht gezeigten Getränkefasses über der Oberkante der beiden Schenkel des U-Profils bei in den Kühlraum 22 eingebrachten Getränkefaß angeordnet sind, wodurch sich die Einbringung des Getränkefasses in den Kühlraum 22 nach Abnahme des Gehäusemoduls 12 vom Gehäuseboden 18 sehr erleichtert.

[0033] Wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht, dient zur Befestigung des Verdampfers 23 ein zu diesem konturengleich ausgebildetes Halteelement 24, welches im Abstand zum Verdampfer 23 angeordnet ist und welches am Gehäuseboden 18 mit einer seiner Stirnseiten in der zusätzlich zur Bodenversteifung dienenden Sammelrinne 21 festgesetzt ist. Das Halteelement 24 ist durch Abwinklung einer Blechplatine erzeugt, und weist an seinen freien Rändern einen Umbug 25 auf, welcher die Verdampferplatine 23 an ihren freien Rändern überlappt, wobei die Lappen an ihre dem Platinenkörper des Halteelements 24 zugewandten Innenseite eine Anschlagfläche für den platinenartigen Verdampfer 23 bilden. Durch das Anliegen des Verdampfers 23 an der Anschlagfläche des Umbuges 25 ist ein Abstand zwischen dem Verdampfer 23 und dem Halteelement 24 erzeugt, welcher mit in flüssigen Ausgangskomponenten eingebrachten Wärmeisolationsmaterial 26 verfüllt ist, wodurch sich einerseits ein fester Verbund zwischen dem Halteelement 24 und dem den Kühlraum 22 kühlenden Verdampfer 23 ergibt und andererseits eine zielgerichtete Kälteabgabe bewirkt ist (siehe hierzu Fig. 2 und Fig. 4). Genauso ist es auch möglich, den Abstand zwischen dem Halteelement 24 und dem Verdampfer 23 mit vorgeformten, wärmeisolierenden Formkörpern zu verfüllen, wobei in diesem Zwischenraum eine Nachverdampferschlange angeordnet ist.

[0034] Unterhalb des Kühlraumes 22 ist ein zur Aufnahme der Kälteaggregate, wie Verdichter, Verflüssiger und dgl. dienender, innerhalb eines das wärmeisolierende Gehäuse 11 tragenden Tragsockels 27 angeordneter Maschinenraum 28 vorgesehen, welcher vom Kühlraum 22 durch den Gehäuseboden 18 wärmeisolierend getrennt ist, wobei der Gehäuseboden fest mit dem Tragsockel 27 verbunden ist. Der Tragsockel 27 weist einen gehäuseartigen Aufbau auf, dessen Gehäusedecke durch den Gehäuseboden 18 gebildet ist, während die verbleibenden Gehäusewände aus Blechplatinen gefertigt sind, von denen die Seitenwände 29 zur Erhöhung ihrer Steifigkeit an beiden Enden abgewinkelt sind, während die Bodenplatine 30 ebenflächig ausgebildet ist und Aufnahmen zur Befestigung von Stellfüßen 31 aufweist.


Ansprüche

1. Kältegerät mit einem Aggregateraum und wenigstens einem davon wärmeisolierten, zur Aufnahme von Lagergut dienenden Lagerraum, welcher von einem wärmeisolierten Gehäuse umgeben ist, und welcher von einem in einem Kältekreis mit einem Verdichter liegenden Verdampfer gekühlt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das wärmeisolierende Gehäuse (11) aus vorgeformten, wenigstens annähernd ihre endgültige Geometrie aufweisenden Gehäusemodulen (12, 18) lösbar zusammengefügt ist.
 
2. Kältegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das wärmeisolierende Gehäuse (11) im wesentlichen zwei Gehäusemodule (12, 18) umfaßt, wovon einer den Gehäuseboden (18) bildet und der andere Gehäusemodul (12) die Mantelwandungen (14) und die Decke (13) des Gehäuses (19) aufweist.
 
3. Kältegerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das die Mantelwandungen (14) und die Decke (13) umfassende Gehäusemodul (12) im wesentlichen aus Wärmeisolationsmaterial gebildet und abnehmbar am Gehäuseboden (18) angeordnet ist.
 
4. Kältegerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das die Mantelwandungen (14) und die Decke (13) umfassende Gehäusemodul (12) mit seinen Mantelwandungen (14) die Mantelflächen des Gehäusebodens (18) weitestgehend paßgenau übergreifen und sich am Gehäuseboden (18) abstützt.
 
5. Kältegerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das die Mantelwandungen (14) und die Decke (13) aufweisende Gehäusemodul (12) an seiner Decke (13) mit einer Öffnung (13.1) versehen ist, welche durch eine wärmeisolierend ausgebildete und lösbar angeordnete Abdeckkappe (13.2) abdeckbar ist.
 
6. Kältegerät nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das die Mantelwandungen (14) und die Decke (13) des Gehäuses (11) umfassende Gehäusemodul (12) als aus Wärmeisolationsmaterial gebildeter, mantelseitig mit einer Folienbeschichtung versehener Formkörper ausgebildet ist.
 
7. Kältegerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäuseboden (18) aus einem mit Wärmeisolationsmaterial (20) verfüllten Hohlkörper (19) gebildet ist, dessen Körperwandungen aus schlecht wärmeleitendem Material erzeugt sind.
 
8. Kältegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfer (23) als flächenhafter Verdampfer (23) ausgebildet und mit einer seiner Schmalseiten am Gehäuseboden (18) lösbar festgesetzt ist.
 
9. Kältegerät nach Anspruch 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Festsetzung des Verdampfers (23) am Gehäuseboden (18) ein entsprechend seiner Kontur geformtes Halteteil (24) dient, welches mit Abstand zum Verdampfer (23) angeordnet ist.
 
10. Kältegerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil (24) als Blechbiegeteil ausgebildet ist, und daß der Abstand zwischen diesem und dem Verdampfer (23) mit Wärmeisolationsmaterial (26) verfüllt ist.
 
11. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1 oder 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil (24) mit seinem zum Gehäuseboden (18) gerichteten Ende formschlüssig in einer am Gehäuseboden (18) vorgesehenen, entlang des Verdampfers (24) verlaufenden Sammelrinne (21) für Schmelzwasser angeordnet ist.
 
12. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1 oder 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfer (23) als U-Profil ausgebildet ist, zwischen dessen im wesentlichen vertikal zum Gehäuseboden (18) angeordneten Schenkeln das zu kühlende Lagergut einbringbar ist.
 
13. Kältegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Lagerraumes (22) ein zur Aufnahme der Kälteaggregate dienender Maschinenraum (28) vorgesehen ist, welcher innerhalb eines mit einer Zugangsöffnung versehenen, als Träger für das wärmeisolierende Gehäuse (11) dienenden Tragsockels (27) angeordnet ist.
 
14. Kältegerät zur Kühlung von in Fässern gelagerten Getränken , dadurch gekennzeichnet, daß das Kältegerät (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 ausgebildet ist.
 




Zeichnung