(19)
(11) EP 0 775 223 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
10.05.2000  Patentblatt  2000/19

(21) Anmeldenummer: 95926831.9

(22) Anmeldetag:  28.07.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7: D01G 19/20, D01G 19/26
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE9500/994
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9605/342 (22.02.1996 Gazette  1996/09)

(54)

VORRICHTUNG ZUM KÄMMEN VON BAUMWOLLE ODER BAUMWOLLÄHNLICHEN FASERN

DEVICE FOR COMBING COTTON OR COTTON-LIKE FIBRES

DISPOSITIF DE PEIGNAGE DE COTON OU DE FIBRES COTONNEUSES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH IT LI

(30) Priorität: 10.08.1994 DE 4428296
05.07.1995 DE 19523949

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
28.05.1997  Patentblatt  1997/22

(73) Patentinhaber: CSM-Sächsische Spinnereimaschinen GmbH
09120 Chemnitz (DE)

(72) Erfinder:
  • Olbrich, Andreas
    D-52070 Aachen (DE)
  • Leifeld, Martin
    D-52072 Aachen (DE)

(74) Vertreter: Schneider, Manfred 
Patentanwaltsbüro Schneider Annaberger Strasse 73
D-09111 Chemnitz
D-09111 Chemnitz (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 450 360
DE-C- 499 899
CH-A- 367 416
DE-C- 963 671
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Kämmen von Baumwolle und baumwollähnlichen Fasern mit einer Speisevorrichtung für das Zuführen von Fasern, mit einer Zange zum Halten der Fasern während der Kämmung, mit einen Rundkamm, der ein Kammsegment zum Kämmen der von der Zange gehaltenen Fasern besitzt, mit einen im wesentlichen lagestabilen Abreißapparat zum Herausziehen der durch den Rundkamm gekämmten Fasern aus der Zange und zum Verlöten des von der Zange abgegebenen Faserbartes mit dem rückwärtigen Ende des Kammzuges, bestehend aus mindestens einer unteren Abreißwalze und einer dazu achsparallelen oberen Abreißwalze, wobei beide Abreißwalzen eine Pilgerschrittbewegung ausführen, mit einem Fixkamm zum rückseitigen Kämmen der herausgezogenen Fasern und mit einer Abzugsvorrichtung.

    [0002] An Kämmaschinen für das Kämmen von Baumwolle oder baumwollähnlichen Fasern hat sich eine Grundkonzeption der Kämmzone durchgesetzt, bei der die Abreißwalzen außerhalb der Bewegungsbahn der Kammspitzen des Rundkammes lagestabil angeordnet sind. (z.B. EP-B-210 764).
    Das Abreißwalzenpaar, bestehend aus einer unteren und einer oberen Abreißwalze, ist dem Zangenapparat und den Rundkamm unmittelbar benachbart.
    Die untere Abreißwalze befindet sich zwischen der Bewegungsbahn der Kammspitzen des Rundskammes und der oberen Abreißwalze und bildet gemeinsam mit der oberen Abreißwalze den Klemmspalt für den Kammzug.

    [0003] Die Zangenanordnung ist in zwei Richtungen schwingend gelagert.

    [0004] Zum einen wird sie im Abstand von dem Abreißwalzenpaar gegen die Bewegungsbahn der Kammspitzen des Rundkammes bewegt. In dieser Position erfolgt das Kämmen des Faserbartes durch den Rundkamm.
    Nach dem Beenden dieses Vorganges wird der Zangenapparat als Einheit so angehoben, daß der eben gekämmte Faserbart vor den Klemmspalt des Abreißwalzenpaares gelangt.
    Bei dieser Bewegung nähert sich der Zangenapparat auch horizontal dem Abreißwalzenspalt.

    [0005] Der zu diesem Zeitpunkt zurückgeförderte Abschnitt des Kammzuges wird mit den Spitzen des neuen, gekämmten Faserbartes überlappt, in Klemmspalt der Abreißwalzen gepreßt und durch die Abreißwalzen in Abzugsrichtung gezogen.
    Dabei wird der Fixkamm in das Ende des eben gekämmten Faserbartes eingeführt und kämmt dieses freie Faserstück aus.

    [0006] Durch die Rückzugsbewegung des Zangenapparates und die Abzugsbewegung des Abreißwalzenpaares wird der gekämmte Faserbart abgerissen und ein neuer Faserbart wird durch die Speisewalze auf dem Zangenapparat zugeführt, geklemmt und in Kämmposition zum Rundkamm gebracht.

    [0007] Eine solche Anordnung ist nachteilig, weil insbesondere der Zangenapparat sehr große unterschiedliche Bewegungen mit mehr oder weniger großen Beschleunigungen ausführen muß.

    [0008] Die Arbeitsgeschwindigkeit wird dadurch erheblich begrenzt, die Lärmentwicklung ist stark und die auftretenden Massenkräfte führen zu einem überdurchschnittlichen Verschleiß.

    [0009] Das Einstellen des Abreißabstandes und des Speisebetrages kann nur während des Stillstandes der Maschine erfolgen.

    [0010] Ein weiterer entscheidender Nachteil ist, daß auch das freie Ende des Faserbartes, das eben gekämmt wurde, mit relativ hoher Geschwindigkeit, mit den freien Faserspitzen voran, über große Wege bewegt und in genau definierter Lage auf das zurückgeführte Ende des Kammzuges gelegt werden muß.

    [0011] In Abhängigkeit von den auftretenden Luftwirbeln und dem jeweiligen Luftwiderstand erfolgt das Anlegen des Faserbartes auf den zurückgeführten Kammzug häufig nur fehlerhaft, so daß man gezwungen ist, mit niedrigeren Drehzahlen zu arbeiten.
    In jedem Fall sind jedoch Qualitätsverluste im Kammzug festzustellen.

    [0012] Ein weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtung ist, daß zwischen dem Abreißwalzenpaar und den Abzugswalzen, bedingt durch die Pilgerschrittbewegung der Abreißwalzen, eine unkontrollierte Faltenbildung auftritt, die zusätzlich zu Störungen im Kämmprozeß führt.

    [0013] Mit dem EP 0 406 589 wurde mit dein Ziel der Beseitigung einiger der genannten Mängel vorgeschlagen, den Zangenapparat und die Abreißwalzen lagestabil im Umfangsbereich des Rundkammes anzuordnen.
    Eine zusätzliche Transferzange soll den einseitig gekämmten Faserbart im Bereich der Zange erfassen, klemmen und über die Bewegungsbahn der Kammspitzen des Rundkammes hinweg dem Klemmspalt des Abreißwalzenpaares zuführen.
    Dabei wird das rückwärtige Ende des Faserbartes durch das Segment des Rundkammes zusätzlich gekämmt.

    [0014] Eine solche Vorrichtung ist nur scheinbar vorteihaft. Zwischen zwei Durchgängen des Segmentes des Rundkammes müssen so viele, komplizierte und durch die willkürlichen Bewegungen des Faserbartes erschwerte Bewegungen durch die Transferzange ausgeführt werden, daß die Drehzahl der Kämmaschine gegenüber der eingangs beschriebenen Kämmaschine zusätzlich reduziert werden muß.
    Dadurch, daß im Wirkungsbereich der Transferzange kein Kämmvorgang stattfindet und der Lötvorgang nur zufällig in der vorgegebenen Art und Weise ausgeführt werden kann, sind auch die Qualitätsparameter nicht in der gewünschten Form realisierbar.
    Aus diesen Gründen wird in der Praxis nach wie vor mit einem schwingenden Zangenapparat (EP 0 558 441), mit all seinen geschilderten Nachteilen, gearbeitet. Diese zeigt auch den Stand der Technik der der Erfindung am nächsten kommt.

    [0015] Der Erfindung liegt jetzt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Kämmen von Baumwolle oder baumwollähnlichen Fasern zu schaffen, bei der der durch den Rundkamm gekämmte Faserbart zwischen Kämmvorgang und Lötvorgang exakt und mit hoher Präzision geführt werden kann.

    [0016] Es ist wünschenswert, daß die gefundene Vorrichtung so modifiziert werden kann, daß die Einstellmöglichkeiten bezüglich des Überlappungsgrades, der Abreißlänge und der Speisegeschwindigkeit auch während des Laufes der Maschine gegeben sind.

    [0017] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die in Anspruch 1 definierten Merkmale gelöst.

    [0018] Durch diese Ausgestaltung wird es möglich, die obere Abreißwalze sehr nahe an die Bewegungsbahn der Kammspitzen des Rundkammes heranzulegen.
    Der Klemmspalt befindet sich damit sehr nahe an dem Bereich, in dem der Faserbart durch den Rundkamm ausgekämmt wurde.
    Zudem wird durch die Schwenkbewegung der unteren Abreißwalze um den unteren Abschnitt der oberen Abzugswalze der Klemmspalt gegen die Faserspitzen des eben gekämmten Faserbartes verlagert.
    Dabei wird das zurückgelieferte Ende des Kammzuges durch den dem Kammsegment folgenden Luftstrom so an der unteren Abzugswalze gehalten, daß ein großer offener Winkel für das Einfügen des neu gekämmten Faserbartes bereitsteht.

    [0019] Im Endeffekt ermöglicht diese neue Vorrichtung bei extrem niedrigem Vorrichtungsaufwand eine deutliche Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeit der Kämmaschine. Gleichzeitig ist es möglich, die Qualität des Kammzuges durch eine exakte Positionierung der Faserenden des Kammzuges und des neu gekämmten Faserbartes deutlich zu erhöhen.

    [0020] Es hat sich als sinnvoll erwiesen, das Lager der oberen Abreißwalze, das Lager des unteren Zangenschenkels und prinzipiell das Lager der Speisewalzen gemäß Anspruch 2 gestellfest anzuordnen. Das gesamte Zangenaggregat kann im Grunde lagestabil angeordnet werden. Die zu bewegenden Massen werden auf ein Minimum reduziert. Die zwischen zwei Durchgängen des Kämmsegmentes auszuführenden mechanischen Bewegungen beschränken sich allein auf die Schwingbewegung der unteren Abreißwalze, die dazu nach optimierten Bewegungsgesetzen ausgeführt werden kann.

    [0021] Die Verwendung einer zweiten Abreißwalze nach Anspruch 3 für die exakte Führung des Kammzuges zwischen Abreißwalze und Abzugsvorrichtung sichert, daß der Kammzug in diesem Bereich stets faltenfrei geführt wird.

    [0022] Ein geringer Vorrichtungsaufwand wird durch die Gestaltung nach Anspruch 4 erreicht.

    [0023] Die Gestaltung der Vorrichtung nach Anspruch 5 ermöglicht einerseits eine Optimierung der Pilgerschrittbewegung der Abreißwalze und eine darauf abgestimmte Bewegung der zweiten unteren Abreißwalze zur Führung des Kammzuges zu der Abzugsvorrichtung.

    [0024] Mit Anspruch 6 wird die optimale Antriebsvorrichtung für die Schwenkbewegung der unteren Abreißwalzen definiert.
    Die Anordnung nach Anspruch 7 gestattet gleichzeitig eine Regelung der Gleichmäßigkeit des Kammzuges nach einem manuell oder automatisch vorgegebenen Programm.

    [0025] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, den sog. Fixkamm nach Anspruch 8 um die obere Abreißwalze schwenkbar anzuordnen. Dadurch reduziert sich der Vorrichtungsaufwand bei optimaler Wirkungsweise des Fixkammes.

    [0026] Mit der Gestaltung der Vorrichtung nach Anspruch 9 wird es mit einfachen technischen Elementen möglich, den Abreißabstand und den Speisebetrag durch eine Lageveränderung des Zangenapparates während des Kämmprozesses einzustellen.

    [0027] Mit Anspruch 10 werden die Kriterien definiert, die für die Festlegung der Bewegungsform der zweiten unteren Abreißwalze hinsichtlich ihrer Schwingbewegung um die obere Abzugswalze bei faltenfrei gespeicherter Kammzugschlaufe zu berücksichtigen sind.

    [0028] Die vorliegende Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den dazugehörigen Zeichnungen zeigen,
    Fig. 1:
    einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung unmittelbar nach erfolgtem Lötvorgang vor dem Abreißvorgang,
    Fig. 2:
    die Vorrichtung nach Fig. 1 während des Rundkämmens eines Faserbartes,
    Fig. 3:
    die Vorrichtung nach Fig. 1 während des Überlappens von gekämmten Faserbart und zurückgefördertem Kammzug,
    Fig. 4:
    ein Bewegungsdiagramm für die Schwingbewegung der unteren Abreißwalze und der zugeordneten Pilgerschrittbewegung der Abreißwalzendrehung,
    Fig. 5:
    eine schematische Darstellung eines Schwingantriebes über ein Koppelgetriebe, dessen Kurbel synchron mit dem Rundkamm umläuft und
    Fig. 6:
    eine schematische Einstellvorrichtung für die Verstellung des Abreißabstandes.


    [0029] Der Grundaufbau der Vorrichtung soll anhand der Figur 1 beschrieben werden.

    [0030] Der Rundkamm 1 ist in herkömmlicher Weise im Gestell der Kämmaschine drehbar gelagert und wird in ansich bekannter Weise angetrieben. Der Rundkamm 1 besitzt ein Kämmsegment, dessen Kammspitzen auf einer kreisförmigen Bahn umlaufen.

    [0031] Nahe an der Bahn der Kammspitzen ist oberhalb der Achse des Rundkammes 1 die Unterzange 3 des Zangenapparates 3,4 angeordnet. Diese Unterzange 3 ist vorzugsweise in Umfangsrichtung des Rundkammes 1 und radial zu demselben einstellbar.

    [0032] Dieser Unterzange 3 ist in üblicher Weise eine schwingend bewegliche Oberzange 4 zugeordnet, die eine Klemmfläche für den zu kämmenden Faserbart und eine Ablenknase, die zur Bewegungsbahn der Kammspitzen gerichtet ist, besitzt.

    [0033] Die Speisewalzen 15 sind der Unter- und Oberzange 3,4 in bekannter Weise zugeordnet. Sie werden in Abhängigkeit vom jeweiligen Kammspiel und der jeweiligen Liefermenge pro Kammspiel schrittweise bewegt.

    [0034] Nahe der Bewegungsbahn der Oberzange 4 und nahe der Bewegungsbahn der Kammspitzen ist die obere Abreißwalze 5 gestellfest gelagert. Ihr Umfang tangiert nahezu die Bewegungsbahn der Kammspitzen des Rundkammes 1.

    [0035] Dieser oberen Abreißwalze 5 ist mindestens eine untere Abreißwalze 7 zugeordnet, die auf einem Hebel um die Achse der oberen Abreißwalze 5 schwenkbar gelagert ist. Beide Abreißwalzen 5,7 bilden miteinander den für den Lötvorgang notwendigen Klemmspalt für den Kammzug 8.

    [0036] Die untere Abreißwalze 7 ist aus einer Position, in der sie sich vollständig außerhalb der Bewegungsbahn der Kammspitzen des Rundkammes 1 befindet, in eine Position innerhalb der Bewegungsbahn der Kammspitzen, nahe an den Klemmflächen der Unterzange 3 bewegbar.

    [0037] Um die Achse der oberen Abreißwalze 5 ist auch die zweite untere Abreißwalze 6 (sie könnte auch als Führungswalze bezeichnet werden) schwenkbar.
    Über diese Abreißwalze 6 wird der Kammzug 8 zwischen dem Klemmspalt der Abreißwalzen 5,7 und der Abzugsvorrichtung 9 definiert und faltenfrei geführt.

    [0038] Bei einer entsprechenden Gestaltung der Pilgerschrittbewegung der Abreißwalzen 5,7, der Abzugsbewegung der Abzugsvorrichtung 9 und der Schwingbewegung der ersten unteren Abreißwalze 7, kann man die beiden unteren Abreißwalzen 6,7 an einem gemeinsamen Schwenkhebel lagern.

    [0039] Es ist jedoch auch möglich, die zweite untere Abreißwalze 6, die nur Führungsfunktionen für den Kammzug 8 besitzt, unabhängig von der Schwenkbewegung der ersten Abreißwalze 7 schwingend zu bewegen.

    [0040] Im Folgenden soll der Kämmvorgang mit Hilfe der geschilderten Arbeitselemente beschrieben werden.
    Der in herkömmlicher Weise von den Speisewalzen 15 zugeführte und von Unter- und Oberzange 3,4 geklemmte Faserbart wird in herkömmlicher Weise durch die Kammspitzen des Rundkammes 1 ausgekämmt. Vergleichen Sie hierzu Figur 2.
    In dieser Phase befindet sich die untere Abreißwalze 7 außerhalb der Bewegungsbahn der Kammspitzen des Rundkammes 1.

    [0041] Der Kammzug 8 wird an seinem rückwärtigen Ende im Klemmspalt der Abreißwalzen 5,7 gehalten. Der Kammzug 8 zwischen Abreißwalzen 5,7 und der Abzugsvorrichtung 9 wird schleifenförmig über die zweite untere Abreißwalze 6 in faltenfreier und ungespannter Form geführt.

    [0042] Ist dieser Kämmvorgang beendet, gibt das Kämmsegment den Weg für die untere Abreißwalze 7 frei. Diese schwingt, gemäß Fig. 3, über die jetzt freie Bewegungsbahn der Kammspitzen unter die obere Abreißwalze 5.

    [0043] Gleichzeitig wird das rückwärtige Ende des Kammzuges 8 durch eine entsprechende Drehbewegung der Abreißwalzen 5,7 zurückgefördert. Dieses zurückgeförderte Ende des Kammzuges 8 wird durch die, dem Kammsegment nachströmende, Luft auch nach unten gedrückt, so daß ein großer offener Winkel für das Einfügen des eben gekämmten Faserbartes bereitsteht.
    Beide Faserbärte werden so definiert übereinandergelegt und durch den sich auf den Überlappungsabschnitt durch Rollbewegung der Abreißwalze 7 zubewegenden Klemmspalt durch Druck miteinander verbunden (verlötet).

    [0044] Die Abreißwalzen 5,7 beginnen dann in dieser Position (nach Fig.1) mit ihrer Drehbewegung in Abzugsrichtung und mit der gleichzeitig einsetzenden rückwärtigen Schwingbewegung das weitere Abziehen des gekämmten Faserbartes.
    Dabei wird der Fixkamm 10 um die obere Abreißwalze 5 mit seinen Spitzen in den Faserbart eingeführt und kämmt das rückwärtige Ende dieses Faserbartes aus.

    [0045] Gleichzeitig schließt sich die Zange 3,4 des Zangenapparates. Ein neuer Faserbart steht für den Kämmvorgang bereit.

    [0046] Das neue Ende des Kammzuges ist von diesem Faserbart gelöst und wird nach Figur 2 im Klemmspalt zwischen oberer und unterer Abreißwalze 5,7 gehalten.

    [0047] In der bisher beschriebenen Vorrichtung ist die für den Kämmvorgang entscheidende untere Abreißwalze 7 im gleichen Schwenkelement gelagert, wie die zweite untere Abreißwalze 6, die vorzugsweise für das Spannen des Kammzuges 8 zwischen dem Klemmspalt (5,7) und der Abzugsvorrichtung 9 dient.

    [0048] In diesem Fall kann man die Schwing- und Drehbewegung der Abreißwalzen 5,7 den Bedingungen für den optimalen Kämmprozeß weitgehend annähern.
    Es ist jedoch notwendig, hinsichtlich der exakten Führung des Kammzuges 8 nach dem Abreißwalzenpaar 5,7 einige vertretbare Zugeständnisse zu machen.

    [0049] Beide Prozesse, der Kämmprozeß und die Führung des Kammzuges 8 kann man jedoch dann optimieren, wenn die beiden unteren Abreißwalzen 6,7 in Schwingrichtung unabhängig voneinander antreibbar sind.

    [0050] Für den gemeinsamen Antrieb dieser schwingenden Abreißwalzen 6,7 können z. B. Getriebe nach Fig. 5 vorgesehen werden. Hier wird die Antriebsbewegung eines Koppelgetriebes von einer Kurbel (Winkel ϕ) am Rundkamm 1 abgeleitet.
    Die erzeugte Schwingbewegung wird durch eine besondere Anordnung eines weiteren Viergelenkes so modifiziert, daß ein Bewegungsdiagramm für den Schwingwinkel ψ nach Fig. 4 erreicht wird.
    Durch diese Schwenkbewegung kann die Kämmperiode gegenüber der Lötperiode weit ausgedehnt werden. Dies entspricht den textiltechnologischen Anforderungen an den optimalen Kämmprozeß.

    [0051] Der Verlauf von fVAR stellt im Diagramm (Fig. 4) die Abstandsfunktion von der Klemmlinie der Abreißwalzen 5,6 und der Klermmlinie der Abzugswalzen 9 dar. Addiert man den festen Betrag des Arbeitsfortschrittes (z.B.10 mm/Kammspiel), so erhält man die für eine faltenfreie Führung des Kammzuges notwendige Bewegung des Kammzuges zwischen den Abreißwalzen fGES.

    [0052] Unter zusätzlicher Berücksichtigung der Abrollbewegung der unteren Abreißwalzen 6,7 auf der oberen Abreißwalze 5 während der Schwenkbewegung der unteren Abreißwalzen kann der für den Kämmprozeß erforderlliche Förderbetrag der oberen Abreißwalze 5 bestimmt werden.

    [0053] Die heute zur Verfügung stehenden programmierbaren elektrischen Antriebe ermöglichen bei einem minimalen mechanischen Aufwand eine optimale Bewegung der beschriebenen Arbeitselemente.
    So kann man sowohl die Schwingbewegung als auch die Drehbewegung der Abreißwalzen 5,6,7 mittels computergesteuerten Schritt- oder Servomotoren ausführen.

    [0054] Bei einer derartigen Antriebsform ist es zweckmäßig, die erste, untere Abreißwalze 7 durch einen solchen Motor, in optimaler Weise auf den Kämmprozeß ausgerichtet, zu steuern.
    Dagegen wird die Schwingbewegung der zweiten, unteren Abreißwalze 6 - unabhängig vom Kämmprozeß - mit einem Programm gesteuert, das auf eine sichere Führung des Kammzuges 8 vor den Abzugswalzen 9 orientiert.

    [0055] Die gestellfeste Anordnung des Zangenapparates 3,4 ermöglicht es, die Abreißlänge auch während des Kämmvorganges in relativ großen Grenzen einzustellen.

    [0056] Zu diesen Zweck ist der Zangenapparat 3,4 an Gelenk 13 an einer Schwinge 14 schwingend geführt und stützt sich mit Hilfe eines Spindel-Mutter-Getriebes 11,12 am Gestell der Maschine einstellbar ab. Das Spindel-Mutter-Getriebe 11,12 kann von Hand oder mittels gesteuertem Motor (nicht dargestellt) betätigt werden.

    [0057] Bei der Verwendung einer solchen Stellvorrichtung 11,12 kann man die Speisewalzen 15 unabhängig von dem Zangenapparat 3,4 ortsfest am Gestell der Maschine lagern. Ihr Antrieb durch einen computergesteuerten Schritt- oder Servomotor ist dann problemlos möglich.

    [0058] Solche Antriebsanordnungen für die einzelnen Arbeitselemente erlauben es auch, bestimmte Regelvorgänge hinsichtlich der Gleichmäßigkeit des Kammzuges 8 während des Laufes der Maschine durchzuführen.

    [0059] Ordnet man dem Motor für die Drehbewegung der oberen Abreißwalze 5 und dem diesen steuernden Computer Meß- und Steuergeräte zu, kann man die Gleichmäßigkeit nach einem korrigierbaren Programm bestimmen und regeln.

    [0060] Es ist möglich, die hier beschriebene Vorrichtung in unterschiedlichsten Varianten abzuwandeln.

    [0061] So ist es z.B. nicht zwingend vorgegeben, daß die obere Abreißwalze 5 in jedem Fall gestelltest gelagert werden muß.
    Es kann im Sinne einer Optimierung aller Bewegungen zweckmäßig sein, diese obere Abzugswalze 5 auch radial zum Rundkamm 1 oder hin zum Zangenapparat 3,4 geringfügig zu bewegen.

    [0062] Entscheidend ist,

    daß der eben gekämmte Faserbart nicht unkontrolliert über einen größeren Weg quer zu seiner Längsachse bewegt werden muß,

    daß sich der Klemmspalt mit dem zurückgeförderten Ende des Kammzuges durch Rollbewegung auf den Faserbart zubewegt und

    daß der zurückgeförderte Kammzug im Winkel schwingend auf den neuen Faserbart aufgelegt wird.




    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Kämmen von Baumwolle und baumwollähnlichen Fasern

    - mit einer aus Speisewalzen (15) bestehenden für das Zuführen von Fasern,

    - mit einer Zange bestehend aus Unterzange (3) und Oberzange (4) zum Halten der Fasern während der Kämmung,

    - mit einem Rundkamm (1), der ein Kammsegment zum Kämmen der von der Zange gehaltenen Fasern besitzt,

    - mit zwei im wesentlichen lagestabilen Abreißwalzen (5,7) zum Herausziehen der durch den Rundkamm (1) gekämmten Fasern aus der Zange und zum Verlöten des von der Zange abgegebenen Faserbartes mit dem rückwärtigen Ende des Kammzuges, bestehend aus

    - mindestens einer unteren Abreißwalze (7) und

    - einer dazu achsparallelen oberen Abreißwalze (5), wobei

    - beide Abreißwalzen (5,7) eine Pilgerschrittbewegung ausführen,

    - mit einem Fixkamm (10) zum rückseitigen Kämmen der herausgezogenen Fasern und

    - mit einer Abzugsvorrichtung (9)

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die obere Abreißwalze (5)

    - nahe an der Bewegungsbahn der Oberzange (4) and

    - mit ihrem Umfang nahe der Bewegungsbahn der Spitzen des Kammsegmentes des Rundkammes (1) angeordnet ist und

    daß die untere Abreißwalze (7) des Abreißapparates um die Achse der oberen Abreißwalze (5)

    - nach dem Durchgang des Kammsegmentes

    - aus einer Position außerhalb der Bewegungsbahn der Kammspitzen

    - über die Bewegungsbahn der Spitzen des Rundkammes (1) hinweg

    - in eine Position innerhalb der Bewegungsbahn der Kammspitzen

    - und zurück schwenkbar ist.


     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

    daß das Lager der oberen Abreißwalze (5) und die Unterzange (3) des Zangenapparates mit dem Lager der Speisewalzen (15) gestellfest angeordnet sind.


     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,

    daß der unteren Abreißwalze (7) eine zweite Abreißwalze (6) zugeordnet ist, die ebenfalls um die obere Abreißwalze (5) schwenkbar ist und den Kammzug zwischen dem Klemmspalt der oberen und unteren Abzugswalze (5,7) und der Abzugsvorrichtung (9) führt.


     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,

    daß die erste und die zweite untere Abreißwalze (7,6) in Schwingrichtung miteinander antriebsverbunden sind.


     
    5. Vorrichtung nach einen der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,

    daß die zweite Abreißwalze (6) unabhängig von der Schwingbewegung der ersten Abreißwalze (7) mittels gesondertem Antrieb so schwenkbar ist, daß die Abzugsvorrichtung (9) kontinuierlich fördern kann.


     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Schwenkbewegung der unteren Abreißwalzen (6,7) durch mindestens einen computergesteuerten Schritt- oder Servomotor eingeleitet wird.


     
    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,

    daß auch die Drehbewegung der feststehenden oberen Abreißwalze (5) mittels Motor erzeugt wird, der von einem Computer, dem Meß- und Steuergeräte für die Gleichmäßigkeit des Kammzuges (8) zugeordnet sind, nach einem korrigierbaren Programm ansteuerbar ist.


     
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,

    daß der Fixkamm (10) um die obere Abreißwalze (5) schwenkbar angeordnet ist.


     
    9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

    daß der Abreißabstand durch eine Lageveränderung des Zangenapparates (3,4)

    - gegenüber der Achse der oberen Abzugswalze (5)

    - etwa tangential zum Rundkamm (1)

    - mit Hilfe geeigneter Übertragungselemente (11,12)

    - während des Kämmprozesses eingestellbar ist.


     
    10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,

    daß der durch die Abreißwalzen (5,6,7) in Abzugsrichtung geförderte, aber nicht durch die Abzugsvorrichtung (9) weitertransportierte, jedoch für die Lötung der Fasern bereitzustellende Kammzug, in einer im Abreißwalzenapparat (5,6,7) gebildeten Kammzugschlaufe (8) durch die zweite, untere Abzugswalze faltenfrei zwischengespeichert wird.


     


    Claims

    1. A device for the combing of cotton or cotton-like fibers

    - with a feeding device consisting of feed rollers (15) for feeding fibers,

    - with a nipper, consisting of bottom (3) and top nipper elements (4) for holding the fibers during combing,

    - with a circular comb (1), which has a combing segment for combing the fibers being held by the nipper,

    - with two essentially stable-positioned detaching rollers (5, 7) for extracting the fibers combed by the circular comb (1) from the nipper and for fusing the fiber tuft that is delivered by the nipper with the backward end of the sliver, consisting of

    - at least one bottom detaching roller (7) and

    - one top detaching roller (5) whose axes are parallel to each other, whereby

    - both detaching rollers (5,7) perform a pilgrim step,

    - with a fixed comb (10) for combing the back of the extracted fibers and

    - with a stripping device (9),

    characterized

    in that the top detaching roller (5) is arranged

    - close to the path of movement of the top nipper element (4) and

    - close to the path of movement of the tips of the comb segment of the circular comb (1) with its circumference, and

    in that the bottom detaching roller (7) of the detaching apparatus is pivotable around the axis of the top detaching roller (5)

    - after the passage of the comb segment

    - from a position beneath the path of movement of the comb tips

    - across the path of movement of the tips of the circular comb (1)

    - into a position within the path of movement of the comb tips

    - and back again.


     
    2. The device according to Claim 1, characterized

    in that the bearing of the top detaching roller (5), and the bottom nipper element (3) of the nipper apparatus are arranged in a frame-fixed position with respect to the bearing of the feed rollers (15).


     
    3. The device according to Claim 1 or Claim 2, characterized

    in that a second detaching roller (6) is allocated to the bottom detaching roller (7), which is also pivotable around the top detaching roller (5) and guides the sliver between the nip of the top and bottom detaching rollers (5, 7) and the stripping device (9).


     
    4. The device according to the Claims 1 to 3, characterized

    in that the first and the second bottom detaching rollers (7, 6) are connected by a drive in the pivoting direction.


     
    5. The device according to one of the Claims 1 to 3, characterized

    in that the second detaching roller (6) can be pivoted independently of the pivoting motion of the first detaching roller (7) by means of a separate drive so that the stripping device (9) can continuously effect feeding.


     
    6. The device according to one of the Claims 1 to 5 characterized

    in that the pivoting motion of the bottom detaching rollers (6, 7) is activated by at least one computer-controlled stepping or servo-motor.


     
    7. The device according to one of the Claims 1 to 6, characterized

    in that the rotational movement of the stationary top detaching roller (5) is created by a motor which is controllable according to an adjustable program by a computer with which measuring and controlling devices for the uniformity of the sliver (8) are associated.


     
    8. The device according to one of the Claims 1 to 7, characterized

    in that the fixed comb (10) is arranged for pivoting movement around the top detaching roller (5).


     
    9. The device according to one of the Claims 1 to 8, characterized

    in that the detaching distance (1) is adjustable by a change in the position of the nipper apparatus (3, 4)

    - towards the axis of the top stripping roller (5)

    - almost tangentially to the circular comb (1)

    - by means of suitable transmission elements (11, 12)

    - during the combing process.


     
    10. The device according to one of the Claims 1 to 9, characterized

    in that the sliver, which is guided by the detaching rollers (5, 6, 7) in the stripping direction, but not guided on by the stripping device (9), but to be provided for undergoing fiber fusion, is temporarily stored in a sliver loop (8) formed in the detaching mechanism (5, 6, 7) by the second bottom delivery roller in a non-creasing manner.


     


    Revendications

    1. Dispositif de peignage du coton et de fibres cotonnières :

    - avec un dispositif d'alimentation composé de cylindres alimentaires (15) pour l'alimentation des fibres,

    - avec une pince composée d'une pince inférieure et d'une pince supérieure (4) pour retenir les fibres lors du peignage,

    - avec un peigne circulaire (1) possédant un segment à aiguilles pour peigner les fibres retenues dans la pince,

    - avec deux cylindres arracheurs (5, 7), essentiellement maintenus en position pour arracher de la pince les fibres peignées par le peigne circulaire (1) et pour coller la barbe de fibres sortie de la pince avec l'extrémité arrière du ruban peigné, composés :

    - d'au moins un cylindre arracheur inférieur (7),

    - d'un cylindre arracheur supérieur (5) paraxial au premier,

    - où les deux cylindres arracheurs (5, 7) exécutent un mouvement au pas de pèlerin

    - avec un peigne fixe (10) pour le peignage au côté envers des fibres arrachées

    - un dispositif de tirage (9)

    caractérisé par :

    le cylindre arracheur supérieur (5) :

    - disposé proche de la trajectoire de la pince supérieure (4)

    - avec sa périphérie proche de la trajectoire des pointes du segment d'aiguilles du peigne circulaire (1)

    le cylindre arracheur inférieur (7) de l'appareil d'arrachage pouvant pivoter autour de l'axe du cylindre arracheur supérieur (5) :

    - après le passage du segment d'aiguilles

    - en partant d'une position à l'extérieur de la trajectoire des pointes du peigne

    - passant par dessus la trajectoire des pointes du peigne circulaire (1)

    - vers une position à l'intérieur de la trajectoire des pointes du peigne

    - et vice-versa.


     
    2. Dispositif suivant revendication 1, caractérisé par :

    l'arrangement du palier du cylindre arracheur supérieur (5) et de la pince inférieure (3) de l'appareil à pinces sur un bâti fixe avec le palier des cylindres alimentaires (15).


     
    3. Dispositif suivant revendication 1 ou 2, caractérisé par :

    un deuxième cylindre arracheur (6) associé au cylindre arracheur inférieur (7), qui, à son tour, peut également pivoter autour du cylindre arracheur supérieur (5) et guide le ruban peigné entre la fente de serrage des cylindres délivreurs supérieur et inférieur (5, 7) et le dispositif de tirage (9).


     
    4. Dispositif suivant revendications 1 à 3, caractérisé par :

    le premier et le deuxième cylindre arracheur inférieur (7, 6) liés l'un à l'autre par l'entraînement dans le sens de l'oscillation.


     
    5. Dispositif suivant une des revendications 1 à 3, caractérisé par :

    le deuxième cylindre arracheur (6) pouvant pivoter indépendamment du mouvement d'oscillation du premier cylindre arracheur (7) moyennant un entraînement indépendant, de sorte que le dispositif de tirage (9) peut transporter en continu.


     
    6. Dispositif suivant une des revendications 1 à 5, caractérisé par :

    le mouvement de pivotement des cylindres arracheurs inférieurs (6, 7) initié par au moins un moteur pas à pas ou un servomoteur géré par ordinateur.


     
    7. Dispositif suivant une des revendications 1 à 6, caractérisé par :

    le mouvement rotatif du cylindre arracheur supérieur fixe (5) généré également par un moteur gérable suivant un programme corrigible à partir d'un ordinateur auquel sont associés les appareils de mesure et de commande pour garantir l'uniformité du ruban peigné (8).


     
    8. Dispositif suivant une des revendications 1 à 7, caractérisé par :

    la disposition pivotante du peigne fixe (10) autour du cylindre arracheur supérieur (5).


     
    9. Dispositif suivant une des revendications 1 à 8, caractérisé par :

    l'écart d'arrachage réglable moyennant une modification de la position de l'appareil à pinces (3, 4)

    - par rapport à l'axe du cylindre arracheur supérieur (5)

    - dans un sens plus au moins tangentiel par rapport au peigne circulaire (1)

    - à laide des organes de transmission appropriés (11, 12)

    - lors du procès de peignage.


     
    10. Dispositif suivant une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que

    le ruban peigné, transporté dans le sens de étirage au moyen des cylindres arracheurs (5, 6, 7) mais non réexpédié par le dispositif de tirage (9) et cependant requis pour le collage des fibres, est entre-stocké exempt de plis dans une boucle de ruban peigné (8) formée dans l'appareil à cylindres arracheurs (5, 6, 7) par un deuxième cylindre délivreur inférieur.


     




    Zeichnung