[0001] Die Erfindung betrifft ein pulverkraftbetriebenes Setzgerät mit einem, einen Handgriff
aufweisenden Gehäuse, einer Kolbenführung, die gegen die Kraft einer Feder und gegenüber
dem Gehäuse axial versetzbar ist sowie einer sich entgegen der Setzrichtung an die
Kolbenführung anschliessenden Zündstiftführung, die gegenüber dem Gehäuse axial versetzbar
ist und mit einer Dämpfeinrichtung zusammenwirkt, die sich an einer der Setzrichtung
zugewandten Anschlagfläche des Gehäuses abstützt.
[0002] Aus der EP-A- 0 331 168 ist ein pulverkraftbetriebenes Setzgerät mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1 bekannt, das dem Eintreiben von Befestigungselementen,
beispielsweise Nägel, Bolzen oder dgl. in harte Aufnahmewerkstoffe dient. Gegenüber
einem einen Handgriff aufweisenden Gehäuse ist eine Kolbenführung und eine sich entgegen
der Setzrichtung an die Kolbenführung anschliessende Zündstiftführung axial versetzbar.
Die Kolbenführung ist gegen die Kraft einer Feder und die Zündstiftführung gegen die
Kraft einer Dämpfeinrichtung versetzbar, die sich an einer der Setzrichtung zugewandten
Anschlagfläche des Gehäuses abstützt. Die Kolbenführung überragt eine setzrichtungsseitige
Stimseite des Gehäuses axial und weist einen in einer Führungsbohrung der Kolbenführung
versetzbaren Treibkolben auf.
[0003] An einem der Zündstiftführung zugewandten Endbereich der Kolbenführung ist eine Kartuschenaufnahme
angeordnet, die der Aufnahme einer Treibladung dient. Ein in der Zündstiftführung
angeordneter Zündmechanismus weist einen gegen die Kraft eines Federelementes axial
versetzbaren Zündstift auf. Beim Anpressen des Setzgerätes gegen einen Aufnahmewerkstoff
erfolgt eine axiale Versetzung der Kolbenführung entgegen der Setzrichtung, bis diese
an der Zündstiftführung anliegt. Dabei wird das Federelement und die zwischen der
Kolbenführung und dem Gehäuse angeordnete Feder vorgespannt.
[0004] Beim Betätigen eines im Handgriff angeordneten Betätigungsschalters wird der Zündstift
von dem vorgespannten Federelement in Richtung Treibladung beschleunigt und zündet
diese beim Aufprallen auf derselben. Der Treibgasdruck beschleunigt die Kolbenführung
und die Zündstiftführung entgegen der Setzrichtung und einen Treibkolben in einer
Führungsbohrung der Kolbenführung in Setzrichtung, so dass der Treibkolben ein im
setzrichtungsseitigen Bereich der Kolbenführung angeordnetes Befestigungselement in
den Aufnahmewerkstoff treibt. Die Beschleunigung der Kolbenführung und der Zündstiftführung
entgegen der Setzrichtung gegenüber dem Gehäuse wird von der Dämpfeinrichtung gedämpft.
[0005] Erfolgt der Anpressvorgang mit sehr viel Kraft, so erfolgt bereits während des Anpressvorganges
eine axiale Verschiebung der Zündstiftführung gegenüber dem Gehäuse. Die Folge davon
ist eine zumindest zum Teil zusammengedrückte Dämpfeinrichtung. Beim nachfolgenden
Setzvorgang ist die Dämpfeinrichtung dadurch nicht mehr in der Lage die auf das Gehäuse
bzw. den Handgriff wirkende Rückstosskraft ausreichend zu dämpfen. Es entsteht somit
eine Verletzungsgefahr für die Bedienungsperson.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein pulverkraftbetriebenes Setzgerät der
gattungsbildenden Bauart zu schaffen, das unabhängig von der Höhe der Anpresskraft
eine sichere Betätigung des Dämpfungselementes gewährleistet, der Bedienungsperson
einen hohen Komfort bietet und einfach sowie wirtschaftlich herstellbar ist.
[0007] Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass das Gehäuse einen der Führung
der Kolbenführung dienenden Aufnahmeraum aufweist, wobei die axiale Länge der Kolbenführung
höchstens der von den setzrichtungsseitigen Stimseiten des Gehäuses und der Zündstiftführung
begrenzten axialen Länge des Aufnahmeraumes entspricht.
[0008] Der die Kolbenführung aufnehmende Aufnahmeraum weist eine axiale Länge auf, die sich
von einer setzrichtungsseitigen Stimseite des Gehäuses bis zu der setzrichtungsseitigen
Stimseite der Zündstiftführung erstreckt. Die in dem Aufnahmeraum axial versetzbare
Kolbenführung ist höchstens gleich lang ausgebildet wie der Aufnahmeraum. Beim Anpressvorgang
wird die das Gehäuse setzrichtungsseitg überragende Kolbenführung soweit in den Aufnahmeraum
verschoben, bis die setzrichtungsseitige Stirnseite der Kolbenführung in der gleichen
Ebene wie die setzrichtungsseitige Stimseite des Gehäuses liegt.
[0009] Wenn die Zündstiftführung dem Verschliessen der an der Kolbenführung angeordneten
Kartuschenaufnahme dienen soll, dann entspricht vorzugsweise die axiale Länge der
Kolbenführung der axialen Länge des Aufnahmeraumes. Im angepressten Zustand des Setzgerätes
liegt die Kolbenführung an der Zündstiftführung an, ohne die Dämpfeinrichtung zusammenzudrücken.
[0010] Eine annähernd konstante Dämpfkraft wird vorzugsweise mit einer Dämpfeinrichtung
erreicht, die von einem, flüssiges Medium unter Gasdruck beinhaltenden Zylinder und
einem, Drosselöffnungen aufweisenden Druckkolben gebildet wird.
[0011] Aus Gründen der Gewichtsverteilung in dem Setzgerät wirkt zweckmässigerweise der
Druckkolben mit der Zündstiftführung und der Zylinder mit der Anschlagfläche des Gehäuses
zusammen.
[0012] Die Erfindung wird anhand einer Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel wiedergibt,
näher erläutert.
[0013] Das in Ruhestellung dargestellte erfindungsgemässe Setzgerät dient dem Eintreiben
von Befestigungselementen 21, beispielsweise Nägel, Bolzen oder dgl. in harte Aufnahmewerkstoffe
22 und weist ein Gehäuse 1 mit einem seitlich abragenden Handgriff 2, einen im Handgriff
2 angeordneten Betätigungsschalter 3, eine Kolbenführung 4 mit einer Führungsbohrung
5, in der ein Treibkolben 6 versetzbar ist und eine sich entgegen der Setzrichtung
an die Kolbenführung 4 anschliessende Zündstiftführung 8 einem Zündmechanismus 9 auf,
wobei die Kolbenführung 4 und die Zündstiftführung 8 gegenüber dem Gehäuse 1 axial
versetzbar sind.
[0014] Die Zündstiftführung 8 ist gegen die Kraft eines Rückstellelementes 10 versetzbar,
das sich an einer der Setzrichtung zugewandten Anschlagfäche 7 des Gehäuses 1 abstützt.
An einem der Zündstiftführung 8 zugewandten Endbereich der Kolbenführung 4 ist eine
Kartuschenaufnahme 11 angeordnet, die der Aufnahme einer nicht dargestellten Treibladung
dient.
[0015] Der Zündmechanismus 9 setzt sich aus einem Zündstift 12, einem den Zündstift 12 umgebenden,
seitlich von diesem abragenden Mitnahmenocken 13 sowie einem Federelement 20 zusammen.
Der Mitnahmenocken 13 ragt in die Axialprojektion eines in der Zündstiftführung 8
gelagerten, mit der Kolbenführung 4 zusammenwirkenden Mitnahmebolzens 14.
[0016] Seitlich von der Zündstiftführung 8 ragt ein Mitnehmer 15 ab, der in die Axialprojektion
eines, nicht dargestellte Drosselöffnungen aufweisenden Druckkolbens 16 einer Dämpfeinrichtung
17 ragt, die seitlich neben der Zündstiftführung 8 angeordnet ist. Neben dem Druckkolben
16 weist die Dämpfeinrichtung 17 einen Zylinder 18 auf, in dem der Druckkolben 16
gelagert ist. Im Innern des Zylinders 18 befindet sich unter Gasdruck stehendes, flüssiges
Medium 19.
[0017] Die Dämpfeinrichtung 17 stützt sich, wie auch das Rückstellelement 10 und das mit
dem Zündstift 12 zusammenwirkende Federelement 20, an der Anschlagfläche 7 des Gehäuses
1 ab.
[0018] Vor einem Eintreibvorgang wird das einzutreibende Befestigungselement 21 in das setzrichtungsseitige
Ende der Kolbenführung 4 eingesetzt und das Setzgerät in eine zündbereite Stellung
gebracht. Dazu wird das Setzgerät mit der Kolbenführung 4 gegen den Aufnahmewerkstoff
22 gedrückt, so dass sich die Kolbenführung 4 in den Aufnahmeraum 24 des Gehäuses
verschiebt und eine sich am Gehäuse 1 abstützende, die Kolbenführung 4 umgebende Druckfeder
23 vorgespannt wird. Der zwischen der Kolbenführung 4 und dem Mitnahmenocken 13 des
Zündstiftes 12 angeordnete Mitnahmebolzen 14 drückt den Zündstift 12 in eine zündbereite
Position, wobei das mit dem Zündstift 12 zusammenwirkende Federelement 20 zusammengedrückt
wird.
[0019] In der angepressten Stellung liegt die Kolbenführung 4 an der Zündstiftführung 8
und die Zündstifftführung an der Dämpfeinrichtung 17 an.
[0020] Beim Betätigen des Betätigungsschalters 3 bewegt sich der Zündstift 12 aus der Axialprojektion
des Mitnahmebolzens 14 und wird in Richtung Treibladung beschleunigt, wo er dieselbe
zündet. Der Treibladungsdruck beschleunigt den Treibkolben 6 in der Führungsbohrung
5 der Kolbenführung 4 in Setzrichtung und die Kolbenführung 4 und die Zündstiftführung
8 entgegen der Setzrichtung. Das im setzrichtungsseitigen Bereich des Setzgerätes
angeordnete Befestigungselement 21 wird dabei von dem Treibkolben 6 in den Aufnahmewerkstoff
22 eingetrieben. Gleich zu Beginn der Beschleunigung der Zündstiftführung 8 spricht
die Dämpfeinrichtung 17 an, so dass die Kraft des Rückstosses derart stark gedämpft
wird, dass keine grossen Belastungen auf die Bedienungsperson einwirken.
[0021] Das parallel zur Dämpfungseinrichtung 17 wirkende Rückstellelement 10 in Form einer
Druckfeder, die zwischen der Zündstiftführung 8 und der Anschlagfläche 7 angeordnet
ist, schiebt die Zündstiftführung 8 nach dem Eintreibvorgang in ihre Ausgangsstellung
zurück, bis diese an einem zwischen der Kolbenführung 4 und der Zündstiftführung 8
angeordneten Anschlag des Gehäuses 1 anliegt. Die mit der Zündstiftführung 8 zusammenwirkende
Dämpfeinrichtung 17 kann dabei ebenfalls in ihre Ausgangsstellung gelangen.
[0022] Mit Hilfe der die Kolbenführung 4 umgebenden Druckfeder 23 wird der Treibkolben 6
innerhalb der Führungsbohrung 5 in seine Ausgangsstellung zurückversetzt.
1. Pulverkraftbetriebenes Setzgerät mit einem, einen Handgriff (2) aufweisenden Gehäuse
(1), einer Kolbenführung (4), die gegen die Kraft einer Feder (23) und gegenüber dem
Gehäuse (1) axial versetzbar ist sowie einer sich entgegen der Setzrichtung an die
Kolbenführung (4) anschliessenden Zündstiftführung (8), die gegenüber dem Gehäuse
(1) axial versetzbar ist und mit einer Dämpfeinrichtung (17) zusammenwirkt, die sich
an einer der Setzrichtung zugewandten Anschlagfläche (7) des Gehäuses (1) abstützt,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) einen der Führung der Kolbenführung (4) dienenden Aufnahmeraum
(24) aufweist, wobei die axiale Länge (LK) der Kolbenführung (4) höchstens der von
den setzrichtungsseitigen Stirnseiten des Gehäuses (1) und der Zündstiftführung (8)
begrenzten axialen Länge (LA) des Aufnahmeraumes (24) entspricht.
2. Setzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Länge (LK) der
Kolbenführung der axialen Länge (LA) des Aufnahmeraumes (24) entspricht.
3. Setzgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfeinrichtung
(17) von einem, flüssiges Medium (19) unter Gasdruck beinhaltenden Zylinder (18) und
einem, Drosselöffnungen aufweisenden Druckkolben (16) gebildet wird.
4. Setzgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkolben (16) mit der
Zündstiftführung (8) und der Zylinder (18) mit der Anschlagfläche (7) des Gehäuses
(1) zusammenwirkt.
1. Explosively actuated setting tool, comprising a housing (1) with a handle (2), a piston
guide (4) which is axially displaceable against the load of a spring (23) and relative
to the housing (1), as well as a firing pin guide (8) which is against the setting
direction adjacent the piston guide (4) which is relative to the housing (1) axially
displaceable and co-acts with a damping device (17) which supports itself against
a contact surface (7) of the housing (1) facing in the setting direction, characterised in that the housing (1) comprises an accommodation space (24) which serves to guide the piston
guide (4), and the axial length (LK) of the piston guide (4) corresponds maximum with
the axial length (LA) of the accommodation space (24) as defined in the setting direction
by the end surfaces of the housing (1) and the firing pin guide (8).
2. Setting tool according to Claim 1, characterised in that the axial length (LK) of the piston guide corresponds with the axial length (LA)
of the accommodation space (24).
3. Setting tool according to Claim 1 or 2, characterised in that the damping device (17) is formed by a cylinder (18) which contains fluid medium
(19) under gas pressure and a pressure piston (16) comprising throttle apertures.
4. Setting tool according to Claim 3, characterised in that the pressure piston (16)
co-acts with the firing pin guide (8), and the cylinder (18) co-acts with the contact
surface (7) of the housing (1).
1. Outil de scellement par explosif, avec un carter (1) comportant une poignée (2), un
guide-piston (4) apte à se déplacer axialement à l'encontre de la force d'un ressort
(23) et par rapport au carter (1), ainsi qu'un guide-percuteur (8) qui est disposé
dans le prolongement du guide-piston (4) à l'opposé du sens d'enfoncement, qui est
apte à se déplacer axialement par rapport au carter (1) et qui coopère avec un dispositif
amortisseur (17), lequel prend appui sur une surface de butée (7) du carter (1) tournée
dans le sens d'enfoncement, caractérisé en ce que le carter (1) comporte une chambre
réceptrice (24) servant au guidage du guide-piston (4), la longueur axiale (LK) du
guide-piston (4) correspondant au maximum à la longueur axiale (LA) de la chambre
réceptrice (24) délimitée par les faces frontales, orientées dans le sens d'enfoncement,
du carter (1) et du guide-percuteur (8).
2. Outil de scellement selon la revendication 1, caractérisé en ce que la longueur axiale
(LK) du guide-piston correspond à la longueur axiale (LA) de la chambre réceptrice
(24).
3. Outil de scellement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif
amortisseur (17) est formé par un cylindre (18) contenant un milieu liquide (19) sous
pression de gaz et par un piston de compression (16) pourvu d'orifices d'étranglement.
4. Outil de scellement selon la revendication 3, caractérisé en ce que le piston de compression
(16) coopère avec le guide-percuteur (8) et le cylindre (18) coopère avec la surface
de butée (7) du carter (1).