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EP 0 775 787 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.05.2000 Patentblatt 2000/19 |
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Anmeldetag: 18.11.1996 |
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Hausdach
Building roof
Toit pour bâtiment
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR LU NL |
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Priorität: |
21.11.1995 DE 19543330
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.05.1997 Patentblatt 1997/22 |
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Patentinhaber: Unidek Bouwelementen b.v. |
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5421 XL Gemert (NL) |
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Erfinder: |
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- van Dijk, Hendrikus Johannes Maria
5421 ZP Gemert (NL)
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Vertreter: Masch, Karl Gerhard, Dr. et al |
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Patentanwälte,
Andrejewski, Honke & Sozien,
Theaterplatz 3 45127 Essen 45127 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 354 149 DE-A- 2 750 898
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BE-A- 888 357 DE-U- 9 217 987
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- BOUWWERELD, Bd. 75, Nr. 3, 2.Februar 1979, DOETINCHEM, NL, Seiten 54-56, XP002022970
"SNEL ONDER DE KAP MET DOOSDAKELEMENTEN"
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Hausdach, bestehend aus einer vorgefertigten, im wesentlichen
selbsttragenden Gesamtdachkonstruktion aus mehr als zwei nebeneinander angeordneten
rechteckigen Plattenelementen, die jeweils aus einer unteren und einer oberen Holzspanplatte,
zwischen den beiden Holzspanplatten zumindest längs des Elementrandes angeordneten
Holzriegeln und zwischen den beiden Holzspanplatten angeordneten, die Zwischenräume
zwischen den Holzriegeln ausfüllenden Isolierschichtabschnitten aufgebaut sind.
[0002] Bei einem bekannten Hausdach der vorgenannten Art (DE-U-92 17 987) werden die einzelnen
Plattenelemente getrennt voneinander auf der Baustelle angeliefert und dann zum Hausdach
zusammengesetzt. Das ist in montagetechnischer Hinsicht aufwendig.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Herstellung und Montage eines gattungsgemäßen
Hausdaches dadurch weiter zu vereinfachen, daß aufgrund eines höheren Vorfertigungsgrades
die Montage auf der Baustelle vereinfacht wird.
[0004] Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß die Plattenelemente
durch endseitige Scharniergelenke miteinander verbunden und faltenbalgähnlich aneinanderlegbar
sind.
[0005] Das erfindungsgemäße Hausdach wird also weiter als bisher vorgefertigt und faltenbalgähnlich
aneinandergelegt, auf der Baustelle angeliefert und dort nur noch entfaltet und aufgelegt.
Eine separate Manipulation der einzelnen Plattenelemente entfällt. Im übrigen entfällt
beim erfindungsgemäßen Hausdach der ansonsten übliche Dachstuhl, weil dessen Funktion
von den selbsttragenden kastenförmigen Plattenelementen übernommen wird. Diese Plattenelemente
werden kostengünstig industriell vorgefertigt und auf die Stützmauern des betreffenden
Bauwerks aufgelegt sowie mit diesen verbunden. Abschließend ist nur noch die Dacheindeckung
aufzubringen. Alle diese Maßnahmen können in wesentlich kürzerer Zeit und kostengünstiger
als bisher vorgenommen werden.
[0006] Für die weitere Ausgestaltung bestehen im Rahmen der Erfindung mehrere Möglichkeiten.
So verlaufen die Plattenelemente bei einem geneigten Hausdach vorzugsweise quer zur
Dachneigungsrichtung; bei einem Satteldach empfiehlt sich insoweit eine Teilung der
Gesamtdachkonstruktion in die Dachelemente zumindest längs des Firstes. Eine weitere
Einsparung an Bauzeit und -kosten resultiert aus einer bevorzugten Ausführungsform,
bei der die obere Holzspanplatte auf ihrer Außenseite noch mit einer aus Konterlatten
und Dachlatten aufgebauten Lattung für eine Ziegeleindeckung versehen ist. Um weitestgehende
Luft- und Feuchtigkeitsdichtheit zu gewährleisten, empfiehlt es sich, die Einzelteile
der Plattenelemente durch Verleimung miteinander zu vereinigen, also keine Verschraubungen
vorzunehmen. Zur Nahtabdichtung benachbarter Plattenelemente sollen aneinanderliegende
Randflächen der Holzriegel eine Längsauskehlung für eine eingelegte Hartholzleiste
und oberhalb sowie unterhalb der Längsauskehlung ein elastisches Dichtungsband aufweisen;
ist die Hartholzleiste in einer der beiden Längsauskehlungen festgelegt, sind Verwechslungen
bezüglich der Aneinanderanordnung der Plattenelemente nicht mehr
[0007] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch ein Hausdach,
- Fig. 2
- eine Ansicht eines Plattenelementes des Hausdaches gemäß Fig. 1 in Richtung des Pfeiles
A mit Längs- und Querschnitt des Plattenelementes, und
- Fig. 3
- das Detail B aus Fig. 1 (ohne Scharniergelenk) in vergrößerter Darstellung.
[0008] Das in den Figuren dargestellte Hausdach besteht aus einem einhüftigen Satteldach
und ist gekennzeichnet durch eine vorgefertigte, selbsttragende Gesamtdachkonstruktion
aus insgesamt fünf Plattenelementen 1. Die in der Figur linke Dachhälfte wird von
drei parallel zum First 2 verlaufenden Plattenelementen 1 und die rechte Dachhälfte
von zwei parallel zum First 2 verlaufenden Plattenelementen 1 gebildet.
[0009] Jedes Plattenelement 1 hat eine Größe von etwa 3 x 5 m und weist eine 14 mm starke
untere Holzspanplatte 3 und eine 12 mm starke obere Holzspanplatte 4 auf. Zwischen
den beiden Holzspanplatten 4 sind 172 mm hohe und 59 mm breite Holzriegel 5, 6 angeordnet,
die längs des Elementrandes umlaufen; zwischen den quer verlaufenden Holzriegeln 5
ist noch ein zusätzlicher, parallel zu den längs verlaufenden Holzriegeln 6 verlaufender,
92 mm hoher Holzriegel 7 angeordnet. Die Zwischenräume zwischen den Holzriegelen 5,
6 sind mit Isolierschichtabschnitten 8 aus EPS (= expandierbarem Polystyrol) ausgefüllt.
Die genannten Einzelteile sind miteinander verleimt. Auf der Oberseite ist die obere
Holzspanplatte 4 noch mit einer Lattung 9, 10 für eine Ziegeleindeckung 11 versehen.
Die Lattung 9, 10 besteht aus Konterlatten 9 sowie Dachlatten 10 und bildet folglich
einen belüfteten Hohlraum 12. Die unteren Plattenelemente 1 haben im Zuge der Vorfertigung
auch eine Dachrinne 13 erhalten.
[0010] Wie man aus Fig. 1 erkennt, sind die Plattenelemente 1 durch endseitige Scharniergelenke
14 miteinander verbunden und faltenbalgähnlich aneinanderlegbar. Das vorgefertigte
Hausdach wird im aneinandergelegten Zustand zur Baustelle gebracht und auf das Mauerwerk
eines Bauwerks 15 aufgelegt und entfaltet. Aneinanderliegende Randflächen 16 der Holzriegel
6 benachbarter Plattenelemente 1 (vgl. Fig. 1/3) weisen eine Längsauskehlung 17 für
eine einelegte Hartholzlatte 18 und oberhalb sowie unterhalb der Längsauskehlung 17
ein elastisches Dichtungsband 19, 20 auf; die Längsauskehlung 17 mit der Hartholzlatte
18 ist besonders wichtig, wenn die gessamte Dachkonstruktion ohne die Scharniergelenke
14 ausgeführt sein sollte, weil die in der Längsauskehlung 17 befestigte Hartholzlatte
18 die zutreffende Zuordnung benachbarter Plattenelemente 1 sicherstellt. Nach dem
Entfalten werden die Plattenelemente 1 noch am entsprechend vorbereiteten oberen Rand
des Mauerwerks mit Schrauben 21 angeschraubt und die Spalte zwischen den Plattenelementen
1 durch ein Kunststoffprofil 22 abgedichtet. Nachdem dann noch längs des Firstes 2
Füllstücke 23 aus Holz und EPS angeordnet sind, ist nur noch die Ziegeleindeckung
11 vorzunehmen.
[0011] Das beschriebene Hausdach hat in der Praxis eine sehr gute Wärmeisolierung und Schalldämmung
gezeigt.
1. Hausdach, bestehend aus einer vorgefertigten, im wesentlichen selbsttragenden Gesamtdachkonstruktion
aus mehr als zwei nebeneinander angeordneten rechteckigen Plattenelementen (1), die
jeweils aus einer unteren (3) und einer oberen Holzspanplatte (4), zwischen den beiden
Holzspanplatten (3, 4) zumindest längs des Elementrandes angeordneten Holzriegeln
(5, 6) und zwischen den beiden Holzspanplatten (3, 4) angeordneten, die Zwischenräume
zwischen den Holzriegeln (5, 6) ausfüllenden Isolierschichtabschnitten (8) aufgebaut
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Plattenelemente (1) durch endseitige Scharniergelenke (14) miteinander verbunden
und faltenbalgähnlich aneinanderlegbar sind.
2. Hausdach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem geneigten Hausdach
die Plattenelemente (1) quer zur Dachneigungsrichtung verlaufen.
3. Hausdach nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Satteldach
die Gesamtdachkonstruktion zumindest längs des Firstes (2) in die Plattenelemente
(1) geteilt ist.
4. Hausdach nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Holzspanplatte
(4) mit einer aus Konterlatten (9) und Dachlatten (10) aufgebauten Lattung (9, 10
) für eine Ziegeleindeckung (11) versehen ist.
5. Hausdach nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelteile
der Plattenelemente (1) durch Verleimung miteinander vereinigt sind.
6. Hausdach nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß aneinanderliegende
Randflächen der Holzriegel (6) benachbarter Plattenelemente (1) eine Längsauskehlung
(17) für eine eingelegte Hartholzlatte (18) und oberhalb sowie unterhalb der Längsauskehlung
ein elastisches Dichtungsband (19, 20 ) aufweisen.
1. A house roof, consisting of a prefabricated, substantially self-supporting overall
roof construction comprising more than two rectangular panel elements (1) which are
disposed side by side and which are each constructed from a lower (3) and an upper
particle board (4), from wooden ties (5, 6) which are disposed between the two particle
boards (3, 4) at least along the element edge, and from insulating layer sections
(8) which are disposed between the two particle boards (3, 4) and which fill the intermediate
spaces between the wooden ties (5, 6), characterised in that the panel elements (1)
are joined to each other by hinged joints (14) at their ends and can be laid together
like an expansion bellows.
2. A house roof according to claim 1, characterised in that on a sloping house roof the
panel elements (1) run transversely to the direction of slope of the roof.
3. A house roof according to claims 1 or 2, characterised in that on a gable roof the
overall roof construction is divided into the panel elements (1) at least along the
ridge (2).
4. A house roof according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the upper
particle board (4) is provided with a lath arrangement (9, 10), constructed from counter-laths
(9) and roof laths (10), for a tiled roof covering (11).
5. A house roof according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the component
parts of the panel elements (1) are joined to each other by glueing.
6. A house roof according to any one of claims 1 to 4, characterised in that adjacent
edge faces of the wooden ties (6) of adjacent panel elements (1) have a longitudinal
channel (17) for an inserted hardwood lath (18) and have a flexible sealing strip
(19, 20) above and below the longitudinal channel.
1. Toit de maison formé d'une structure de toit complet préfabriquée, essentiellement
autoportante, comprenant plus de deux éléments en forme de plaques (1) rectangulaires
disposés côte à côte, lesquels éléments sont formés chacun d'un panneau de particules
inférieur (3) et d'un panneau de particules supérieur (4), de traverses de bois (5,
6) qui sont disposées au moins le long du bord de l'élément, entre les deux panneaux
de particules (3, 4), et de sections de couche isolante (8) qui sont disposées entre
les deux panneaux de particules (3, 4) et remplissent les cavités entre les traverses
de bois (5, 6), caractérisé par le fait que les éléments en forme de plaques (1) sont
liés les uns aux autres par des articulations (14) d'extrémité de type charnière et
peuvent être pliés les uns contre les autres, en accordéon.
2. Toit de maison selon la revendication 1, caractérisé par le fait que, lorsque le toit
de maison est incliné, les éléments en forme de plaques (1) sont disposés transversalement
à la direction de la pente du toit.
3. Toit de maison selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que, dans le
cas d'un toit à deux versants, la structure de toit complet est divisée en éléments
en forme de plaques au moins le long du faîte (2).
4. Toit de maison selon une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que le
panneau de particules supérieur (4) est pourvu d'un lattis (9, 10) formé de contre-lattes
(9) et de liteaux (10) pour une couverture de tuiles (11).
5. Toit de maison selon une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que les
différentes parties des éléments en forme de plaques (1) sont liées les unes aux autres
par collage.
6. Toit de maison selon une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que des
bords contigus des traverses de bois (6) d'éléments en forme de plaques (1) voisins
comportent une gorge longitudinale pour l'insertion d'une latte de bois dur (18) et
présentent une bande d'étanchéité (19, 20) élastique au-dessus et au-dessous de la
gorge longitudinale.