[0001] Die Erfindung betrifft einen Schraubenverdichter für Gaskreisläufe, insbesondere
für Kälteanlagen, umfassend ein Verdichtergehäuse mit einem Einlaß und einem Auslaß
für das zu verdichtende Medium, zwei in einer Schraubenkammer des Verdichtergehäuses
angeordnete und sich zwischen dem Einlaß und dem Auslaß erstreckende Schraubenkörper,
welche unter Bildung von zwischen dem Einlaß und dem Auslaß liegenden geschlossenen
Verdichtungsräumen ineinandergreifen.
[0002] Derartige Schraubenverdichter gehören zu den Verdrängermaschinen mit fest eingebautem
Verdichtungsverhältnis. Bei derartigen Verdrängermaschinen wird das angesaugte Volumen
durch Verkleinerung der Verdichtungsräume auf ein konstruktiv vorgegebenes Endvolumen
verkleinert. Das hat zur Folge, daß bei Systemdrücken, die von diesem fest vorgegebenen
oder eingebauten Druckverhältnis abweichen, Über- oder Unterverdichtung mit entsprechend
verringertem Wirkungsgrad stattfinden kann. Erfolgt ein Ansaugen von Flüssigkeiten,
so können sogar starke hydraulische Druckspitzen, sogenannte "Flüssigkeitsschläge"
auftreten.
[0003] Eine Leistungsregelung derartiger Schraubenverdichter über einen sogenannten Volumenschieber
ist aus den VDI-Berichten Nr. 1135, 1994 bekannt. Ein derartiger Volumenschieber erreicht
eine stufenlose Anpassung an verschiedene Lastzustände, wobei mit einem derartigen
Volumenschieber das eingebaute Druckverhältnis des Verdichters sowie das letztendlich
angesaugte Volumen bei Teillast korrigiert werden kann.
[0004] Ein derartiger Volumenschieber hat jedoch den Nachteil, daß der Bauaufwand sehr hoch
ist, da der Volumenschieber in einer Nut nahe der Grenze zur Schraubenkammer zu führen
ist und somit zwischen dem Schieber und den Schraubenkörpern zusätzliche Toleranzen
entstehen.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Schraubenverdichter der gattungsgemäßen
Art derart zu verbessern, daß dieser eine möglichst vorteilhafte Leistungssteuerung
zuläßt.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einem Schraubenverdichter der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß in einem bei Maximalleistung geschlossene Verdichtungsräume begrenzenden
Wandbereich der Schraubenkammer mehrere jeweils an unterschiedlichen Verdichtungsverhältnissen
entsprechenden Orten dieses Wandbereichs angeordnete Leistungssteueröffnungen vorgesehen
sind, von denen jede mit einem von mehreren separat betätigbaren Steuerkörpern entweder
dadurch verschließbar ist, daß der Steuerkörper die Leistungssteueröffnung im wesentlichen
ausfüllt, oder mit einem mit dem Einlaß verbundenen Rückströmkanal dadurch verbindbar
ist, daß der Steuerkörper im Abstand von der Leistungssteueröffnung steht.
[0007] Der Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung ist darin zu sehen, daß durch den in die
Leistungssteueröffnung hineinbewegbaren und diesen im wesentlichen ausfüllenden Steuerkörper
einerseits die Möglichkeit gegeben ist, möglichst totraumfrei die Leistungssteueröffnung
zu verschließen und andererseits die Möglichkeit geschaffen ist, die einzelnen Leistungssteueröffnungen
durch getrenntes Ansteuern der einzelnen Steuerkörper in gewünschter Zahl mit dem
Rückströmkanal zu verbinden, so daß einlaßseitig eine dem Volumenschieber ähnliche
Leistungssteuerung erreichbar ist, andererseits aber diese Leistungssteuerung sich
konstruktiv vorteilhafter in das Verdichtergehäuse integrieren läßt und außerdem bei
verschlossenen Leistungssteueröffnungen der Totraum - wenn ein solcher überhaupt vorhanden
sein sollte - minimal ist.
[0008] Besonders zweckmäßig ist es dabei, wenn die Steuerkörper quer zu einer Querschnittsfläche
der jeweiligen Leistungssteueröffnung in Richtung von der Schraubenkammer weg bewegbar
sind, so daß das aus dem Stand der Technik bekannte axiale Bewegen von an die Schraubenkammer
angrenzenden Teilen, welches die bekannten konstruktiven Probleme aufwirft, vermieden
werden kann.
[0009] Um den bei den durch die Steuerkörper verschlossenen Leistungssteueröffnungen gegebenenfalls
noch gebildeten Totraum zu minimieren oder möglichst weitgehend gegen Null gehen zu
lassen, ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß die Steuerkörper eine Stirnfläche aufweisen,
mit welcher die jeweilige Leistungssteueröffnung in der diese verschließenden Stellung
der Steuerkörper der Wandfläche der Schraubenkammer in diesem Bereich entsprechend
verschließbar ist, so daß im Bereich der verschlossenen Leistungssteueröffnungen weder
ein Totraum noch eine Undichtigkeit beim Passieren des Schraubenkamms auftritt.
[0010] Prinzipiell ist es im Rahmen der erfindungsgemäßen Lösung denkbar, nur einem Schraubenkörper
eines Schraubenverdichters die Vielzahl von Leistungssteueröffnungen zuzuordnen und
somit eine Leistungssteuerung zu erreichen, dies würde jedoch dazu führen, daß die
sich zwischen dem anderen Schraubenkörper und der Wand der Schraubenkammer bildenden
Verdichtungsräume schwer entspannbar wären. Aus diesem Grund ist es zu Leistungssteuerung
wesentlich zweckmäßiger, wenn jedem Schraubenkörper eine Vielzahl von Leistungssteueröffnungen
zugeordnet ist, so daß mittels der bei jedem Schraubenkörper gebildeten Verdichtungsräume
eine Leistungssteuerung erfolgen kann.
[0011] Prinzipiell können die Leistungssteueröffnungen auf die die Verdichtungsräume begrenzenden
Wandbereiche verteilt sein. Aus Gründen einer möglichst einfachen Betätigung der Steuerkörper
ist es besonders zweckmäßig, wenn die Leistungssteueröffnungen längs einer in der
Wandfläche der Schraubenkammer liegenden Linie angeordnet sind, wobei die Linie eine
Schraubenlinie, eine Kreislinie oder eine Gerade sein kann.
[0012] Um den Strömungsquerschnitt der einzelnen Leistungssteueröffnungen zu vergrößern
ist es aber auch denkbar, mehrere nebeneinander verlaufende Linien von Leistungssteueröffnungen
vorzusehen.
[0013] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Leistungssteueröffnungen in einer zur Axialrichtung
parallelen Reihe angeordnet sind, da in diesem Fall die Ansteuerung der einzelnen
Steuerkörper konstruktiv besonders zweckmäßig realisierbar ist. Bei einer derartigen
Anordnung entsprechen dann in unterschiedlichem Abstand von der Einlaßseite liegende
Orte der die Reihe festlegenden Linie unterschiedlichen Druckverhältnissen.
[0014] Aus fertigungstechnischen Gründen ist es besonders vorteilhaft wenn alle Steuerkörper
identisch ausgebildet sind, so daß die entsprechenden Leistungssteueröffnungen ebenfalls
identisch ausgebildet sind und somit die Vielzahl von Leistungssteueröffnungen mit
den diese verschließenden Steuerkörpern besonders zweckmäßig und kostengünstig hergestellt
werden können.
[0015] Vorzugsweise sind die Leistungssteueröffnungen so längs der Linie angeordnet, daß
benachbarte Leistungssteueröffnungen im wesentlichen denselben Abstand voneinander
aufweisen.
[0016] Um eine besonders effiziente Leistungssteuerung zu erreichen, ist vorteilhafterweise
vorgesehen, daß die Mittenabstände aufeinanderfolgender Leistungssteueröffnungen kleiner
als ein zweifacher Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Schraubenkämmen ist.
[0017] Vorzugsweise beträgt der Abstand der Leistungssteueröffnungen weniger als die 2fache
Erstreckung der Leistungssteueröffnungen in Axialrichtung, noch besser maximal das
1,8fache oder maximal ungefähr das 1,5fache dieser Erstreckung.
[0018] Ferner ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß die Leistungssteueröffnungen sich in
Richtung der Linie über mindestens die Breite eines Schraubenkamms der Schraubenkörper
im Bereich der Wandfläche der Schraubenkammer erstrecken.
[0019] Vorzugsweise entspricht diese Ausdehnung ungefähr auch dem Durchmesser einer Leistungssteueröffnung
mit ungefähr runder Kontur.
[0020] Die maximale Erstreckung der Leistungssteueröffnungen in Richtung der Linie oder
der maximale Durchmesser liegt vorzugsweise bei ungefähr dem 1,5fachen des Abstandes
zweier aufeinanderfolgender Schraubenkämme, noch besser bei ungefähr dem Abstand zweier
aufeinanderfolgender Schraubenkämme.
[0021] Die Anzahl der Leistungssteueröffnungen beträgt insbesondere mindestens zwei, vorzugsweise
mindestens drei um eine genügend feinstufige Leistungssteuerung realisieren zu können.
[0022] Die maximale Anzahl der Leistungssteueröffnungen liegt vorzugsweise bei sieben, in
vielen Anwendungsfällen aber auch bei fünf.
[0023] Vorzugsweise ist die Zahl der Leistungssteueröffnungen und deren Größe so gewählt,
daß eine im wesentlichen stufenlose Steuerung der Leistung möglich ist.
[0024] Die Ansteuerung der einzelnen Steuerkörper kann in unterschiedlichster Art und Weise
erfolgen. So wäre es beispielsweise denkbar, die Steuerkörper durch ein mehrere Steuerkörper
sukzessive erfassendes oder freigebendes Antriebselement zu betätigen.
[0025] Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn jedem Steuerkörper ein Antriebselement
zugeordnet ist.
[0026] Ein besonders zweckmäßiges Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Lösung sieht
vor, daß das Antriebselement zum Verschließen der Leistungssteueröffnung durch den
Steuerkörper diesem mit einer dem auslaßseitigen Druck proportionalen Kraft beaufschlagt.
Diese Art der Ausbildung des Antriebselements hat den Vorteil, daß die zum Schließen
der Leistungssteueröffnung vorgesehene Kraft abhängig vom auslaßseitigen Druck ist
und somit so gewählt werden kann, daß eine sich in einem Verdichtungsraum ausbildende
Druckspitze, beispielsweise durch das Ansaugen von Flüssigkeit, dadurch kompensiert
werden kann, daß der Steuerkörper dieser Druckspitze ausweichend kurzzeitig aus seiner
die Leistungssteueröffnung verschließenden Stellung heraus bewegt wird, nach Abbau
der Druckspitze jedoch die durch das Antriebselement auf den Steuerkörper wirkende
Kraft sofort wieder ein Verschließen der Leistungssteueröffnung bewirkt.
[0027] Mit dieser Lösung ist somit zusätzlich zur vorstehend bereits beschriebenen vorteilhaften
Art der Leistungssteuerung die Möglichkeit geschaffen, die der Leistungssteuerung
dienenden Steuerkörper gleichzeitig dazu einzusetzen, um unerwünschte Druckspitzen
in den Verdichtungsräumen, beispielsweise durch das Ansaugen von Flüssigkeit, abzubauen
und damit zusätzlich zur Leistungssteuerung einen hydraulischen Überlastungsschutz
zur Verfügung zu haben.
[0028] Vorzugsweise ist die auf den Steuerkörper in seiner die Leistungssteueröffnung verschließenden
Stellung wirkende Kraft geringfügig größer als die auf den Steuerkörper wirkende lokale
Kraft, die bei Auslaßdruck in der Schraubenkammer auftreten würde.
[0029] Das Antriebselement könnte beispielsweise elektrisch betätigbar sein.
[0030] Besonders vorteilhaft ist jedoch ein druckmediumbetätigtes Antriebselement, da damit
eine Installation einer elektrischen Versorgung entfallen kann.
[0031] Um das Antriebselement vorteilhaft betätigen zu können, ist vorgesehen, daß dieses
zum Überführen und/oder Halten des Steuerkörpers in seiner die Leistungssteueröffnung
verschließenden Stellung mit einem unter einem zum auslaßseitigem Druck proportionalen
Steuerdruck stehenden Medium betätigbar ist, so daß der von dem Schraubenverdichter
erzeugte Druck zur Erzeugung der auf den Steuerkörper wirkenden Kraft einsetzbar ist.
[0032] Im Falle eines durch ein druckbeaufschlagtes Medium betätigten Antriebselements ist
es ferner vorteilhaft, wenn das Antriebselement in der die jeweilige Leistungssteueröffnung
mit dem Rückströmkanal verbindenden Stellung des Steuerkörpers maximal mit einem zum
einlaßseitigen Druck proportionalen Steuerdruck beaufschlagbar ist.
[0033] Im einfachsten Fall ist bei der Ausbildung der druckmediumbetätigten Antriebselemente
vorgesehen, daß jedes Antriebselement einen Steuerkolben aufweist, auf welchen einerseits
der lokale Druck in der Schraubenkammer am Ort der jeweiligen Leistungssteueröffnung
und andererseits der Steuerdruck wirkt. Diese Ausführungsform ermöglicht es besonders
vorteilhaft, sicherzustellen, daß der Steuerkörper in der beschriebenen Art und Weise
auf die unerwünschten Druckspitzen reagiert.
[0034] Prinzipiell bestünde die Möglichkeit, den Steuerkörper getrennt vom Kolben vorzusehen.
[0035] Bei einer konstruktiv besonders einfachen Lösung ist vorgesehen, daß jeder Steuerkörper
Teil des jeweiligen Steuerkolbens des Antriebselements ist.
[0036] Aus herstellungstechnischen Gründen ist es im Fall der Verwendung von Steuerkolben
besonders vorteilhaft, wenn alle Steuerkolben identisch ausgebildet sind.
[0037] Um eine geeignete Führung der Steuerkolben im Verdichtergehäuse zu erreichen, sind
die Steuerkolben zweckmäßigerweise in quer zur Axialrichtung der Schraubenkörper verlaufenden
Bohrungen im Verdichtergehäuse angeordnet und in diesen geführt, wobei im Falle der
Integration der Steuerkörper in dem Steuerkolben auch hiermit gleichzeitig eine Führung
des Steuerkörpers sichergestellt ist.
[0038] Aus fertigungstechnischen Gründen ist es besonders zweckmäßig, wenn die Bohrungen
mit ihren Achsen parallel zueinander verlaufen.
[0039] Noch vorteilhafter lassen sich die Bohrungen dann herstellen, wenn die Achsen der
Bohrungen in einer Ebene liegen, so daß die Vielzahl der Bohrungen in einem einzigen
Fertigungsgang eingebracht werden kann.
[0040] Vorteilhafterweise sind die Steuerkolben so ausgebildet, daß sie mit ihrer dem Steuerkörper
abgewandten Seite eine vom Steuerdruck beaufschlagbare und eine Steuerzylinderkammer
begrenzende Kolbenfläche aufweisen.
[0041] Zur Ansteuerung der einzelnen Antriebselemente und damit auch der einzelnen Steuerkörper
ist vorteilhafterweise eine Leistungssteuereinrichtung vorgesehen, mit welcher festlegbar
ist, welche Leistungssteueröffnungen geschlossen oder mit dem Rückströmkanal verbunden
sein sollen.
[0042] Eine Leistungssteuerung wäre bereits dadurch möglich, daß die Leistungssteueröffnung
geöffnet wird, deren Verdichtungsverhältnis am nächsten unterhalb des ausgewählten
Verdichtungsverhältnisses liegt, ab welchem eine Verdichtung bis zum Auslaß erfolgen
soll. In diesem Fall würde das Medium von Einlaß bis zum der offenen Leistungssteueröffnung
entsprechenden Verdichtungsverhältnis verdichtet und dann wieder durch die Leistungssteueröffnung
und den Rückströmkanal zum Einlaß zurückströmen.
[0043] Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn die Leistungssteuereinrichtung sämtliche
Verdichtungsverhältnisse unterhalb des ausgewählten Verdichtungsverhältnisses entsprechenden
Leistungssteueröffnungen öffnet, da dann bis zum ausgewählten Verdichtungsverhältnis
im wesentlichen keine Verdichtung erfolgt und somit die zum Antrieb des Schraubenverdichters
erforderliche Wellenleistung ungefähr proportional zur Kälte- oder Nutzleistung des
Schraubenverdichters reduzierbar ist.
[0044] Um bei einzelnen Steuerzylinderkammern in geeigneter Weise einzeln ansteuern und
mit Steuerdruck beaufschlagen zu können, ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß die
Steuerzylinderkammern unterschiedlicher Steuerkörper mit unterschiedlichen Ausgängen
einer an den Ausgängen Steuerdrucke vorgebenden Leistungssteuereinrichtung verbunden
sind.
[0045] Die Leistungssteuereinrichtung könnte dabei grundsätzlich so ausgebildet sein, daß
sie einen Ventilblock mit einer Vielzahl von Ventilen umfaßt. Konstruktiv weit einfacher
ist es jedoch, wenn die Leistungssteuereinrichtung einen bewegbaren Steuerschieber
aufweist, durch welchen ausgewählte Ausgänge der Leistungssteuereinrichtung mit unterschiedlichem
Steuerdruck beaufschlagbar sind.
[0046] Eine konstruktiv zweckmäßige Lösung sieht dabei vor, daß der Steuerschieber in einem
Steuerkanal angeordnet ist und durch den Steuerschieber der Steuerkanal in einen Abschnitt
unterteilt wird, in welchem der zum auslaßseitigen Druck proportionale Druck als Steuerdruck
vorliegt, und einen anderen Abschnitt, in welchem ein maximal zum einlaßseitigen Druck
proportionaler Druck als Steuerdruck vorliegt, und daß die einzelnen Steuerzylinderkammern
über an unterschiedlichen Stellen des Steuerkanals abzweigende Zweigleitungen mit
diesem verbunden sind, so daß je nachdem, in welchen Abschnitt des Steuerkanals die
Zweigleitungen münden, in den Steuerzylinderkammern der jeweilige Steuerdruck vorliegt.
[0047] Vorzugsweise ist dabei der Steuerkanal so ausgerichtet, daß er sich in Axialrichtung
der Schraubenkörper in dem Verdichtergehäuse erstreckt und auch der Steuerschieber
in diesem in Axialrichtung verschiebbar ist.
[0048] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung dieser Lösung mit dem Steuerkanal sieht
vor, daß zwischen dem einlaßseitigen Abschnitt des Steuerkanals und dem Einlaß ein
einen Gasstrom vom Einlaß in den einlaßseitigen Abschnitt blockierendes Rückschlagventil
angeordnet ist. Ein derartiges Rückschlagventil ermöglicht es, in dem einlaßseitigen
Abschnitt des Steuerkanals einen Druck zu erzeugen, der noch unter dem einlaßseitigen
Druck ist, um damit - beispielsweise beim Anlaufen des Verdichters - alle Steuerkolben
in ihre die Leistungssteueröffnungen freigebenden Stellungen zu bringen, was beispielsweise
durch Verfahren des Steuerschiebers unter Vergrößerung des einlaßseitigen Abschnitts
des Steuerkanals möglich ist.
[0049] Eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung sieht vor, daß die Steuerkörper
mit einer Einspritzöffnung zum Einspritzen eines Mediums in einen der sich bildenden
Verdichtungsräume versehen sind und daß die Einspritzöffnung eines die jeweilige Leistungssteueröffnung
verschließenden Steuerkörpers mit einem Einspritzkanal verbindbar ist, so daß die
Steuerkörper dazu eingesetzt werden können, in ihrer die Leistungssteueröffnung verschließenden
Stellung, auch zum Einspritzen eines Mediums in einen der sich bildenden Verdichtungsräume
zu dienen.
[0050] Diese erfindungsgemäße Lösung hat den großen Vorteil, daß mit ihr die Möglichkeit
eröffnet wird, trotz einer Leistungssteuerung des Schraubenverdichters eine Möglichkeit
zum Einspritzen eines Mediums in einen sich bildenden geschlossenen Verdichtungsraum
vorzusehen, ohne daß der Fall eintreten kann, daß - beispielsweise bei sehr niedriger
Leistung des Schraubenverdichters - eine Einspritzung des Mediums vor Ausbildung geschlossener
Verdichtungsräume erfolgt.
[0051] Eine besonders vorteilhafte Lösung sieht dabei vor, daß die Einspritzöffnung des
mit seinem Verdichtungsverhältnis dem ausgewählten Verdichtungsverhältnis nächstkommenden
und in seiner die Leistungssteueröffnung verschließenden Stellung stehenden Steuerkörpers
mit dem Einspritzkanal verbunden ist. Damit ist einerseits sichergestellt, daß das
Einspritzen des Mediums nicht vor der Ausbildung geschlossener Verdichtungsräume erfolgt
und andererseits sichergestellt, daß in den sich soeben gebildeten geschlossenen Verdichtungsräumen
über den Steuerkörper eine Einspritzung des Mediums möglich ist.
[0052] Um in einfacher Weise sicherzustellen, daß eine Verbindung zwischen dem Einspritzkanal
und der Einspritzöffnung nur dann möglich ist, wenn der Steuerkörper in seiner die
Leistungssteueröffnung verschließenden Stellung steht, ist vorteilhafterweise vorgesehen,
daß die Verbindung zwischen der Einspritzöffnung und dem Einspritzkanal durch die
Stellung des Steuerkörpers relativ zur Leistungssteueröffnung steuerbar ist. Hierbei
ist insbesondere die konstruktive Einfachheit dieser Lösung von großem Vorteil.
[0053] Um ferner sicherzustellen, daß der mit seinem Verdichtungsverhältnis dem ausgewählten
Verdichtungsverhältnis nächstkommenden und die Leistungssteueröffnung verschließende
Steuerkörper eine mit dem Einspritzkanal verbundene Einspritzöffnung aufweist, ist
vorzugsweise vorgesehen, daß jeder Steuerkörper in seiner die Leistungssteueröffnung
mit dem Einlaß verbindenden Stellung den jeweils nächstfolgenden einem höheren Verdichtungsverhältnis
entsprechenden Steuerkörper mit dem Einspritzkanal verbindet. Damit dienen alle nicht
die jeweilige Leistungssteueröffnung verschließenden Steuerkörper dazu, eine Verbindung
zwischen dem mit seinem Verdichtungsverhältnis dem ausgewählten Verdichtungsverhältnis
nächstkommenden und die Leistungssteueröffnung verschließenden Steuerkörper und dem
Einspritzkanal herzustellen.
[0054] Um ferner zu erreichen, daß nur die Einspritzöffnung des mit seinem Verdichtungsverhältnis
dem ausgewählten Verdichtungsverhältnis nächstkommenden Steuerkörpers mit dem Einspritzkanal
verbunden ist und nicht die Einspritzöffnungen der weiteren höheren Verdichtungsverhältnissen
entsprechenden Steuerkörper, ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß jeder Steuerkörper
in seiner die Leistungssteueröffnung verschließenden Stellung eine Verbindung der
Einspritzöffnung des nächstfolgenden einem höheren Verdichtungsverhältnis entsprechenden
Steuerkörpers mit dem Einspritzkanal unterbricht.
[0055] Alternativ oder ergänzend zu den bislang beschriebenen erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen,
umfassend mit Steuerkörpern verschließbare Leistungssteueröffnungen, sieht ein weiteres
Beispiel einer erfindungsgemäßen Lösung vor, daß in einem Verdichtungsräume mit hohen
Verdichtungsverhältnissen begrenzenden Wandbereich der Schraubenkammer eine Überverdichtungsregelöffnung
vorgesehen ist, welche mit einem Regelkörper in einer ersten Stellung desselben verschließbar
und einer zweiten Stellung desselben mit dem Auslaß verbindbar ist, wobei der Regelkörper
mit einer dem auslaßseitigen Druck proportionalen Kraft elastisch beaufschlagt ist.
[0056] Diese erfindungsgemäße Lösung hat den großen Vorteil, daß bei dieser die Möglichkeit
besteht, den Schraubenverdichter so auszulegen, daß das gewünschte maximale Verdichtungsverhältnis
erreichbar ist, wobei dann aber trotzdem der Schraubenverdichter mit einem geringeren
Verdichtungsverhältnis betreibbar ist ohne daß Überverdichtung eintritt, nämlich dadurch,
daß der Regelkörper in diesem Fall die Überverdichtungsregelöffnung öffnet und mit
dem Auslaß verbindet, so daß bereits dadurch das die gewünschte maximale Verdichtung
aufweisende Medium zum Auslaß strömen kann.
[0057] Bei dieser erfindungsgemäßen Lösung wird also bereits lediglich durch Veränderung
des Drucks im Auslaß die Möglichkeit geschaffen, das Verdichtungsverhältnis so weit
zu reduzieren, daß die maximale Verdichtung nur auf ungefähr den im Auslaß gewünschten
Druck erfolgt.
[0058] Um bei den von beiden Schraubenkörpern gebildeten Verdichtungsräumen auslaßnah die
Überverdichtung zu vermeiden, ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß jedem Schraubenkörper
mindestens eine Überverdichtungsregelöffnung zugeordnet ist.
[0059] Die Überverdichtungsregelöffnung kann dabei prinzipiell entweder stirnseitig der
Schraubenkörper im Bereich der auslaßseitigen Stirnseite des Verdichtergehäuses angeordnet
sein oder auch mantelseitig der Schraubenkörper ebenfalls im auslaßnahen Bereich des
Verdichtergehäuses.
[0060] Insbesondere im letztgenannten Fall besteht die Möglichkeit, vorteilhafterweise mehrere
an unterschiedlichen Verdichtungsverhältnissen entsprechenden Orten vor dem Auslaß
liegende Überverdichtungsregelöffnungen vorzusehen.
[0061] Zweckmäßigerweise ist der die Überverdichtungsregelöffnungen verschließende Regelkörper
so ausgebildet, daß er in seiner ersten Stellung die Überverdichtungsregelöffnung
im wesentlichen ausfüllt, um ebenfalls im Inneren des Verdichtergehäuses, also im
Bereich der Schraubenkammer, keine Toträume in dieser ersten Stellung zu schaffen.
[0062] Vorzugsweise ist der Regelkörper so ausgebildet, daß er eine Stirnfläche aufweist,
mit welcher die jeweilige Überverdichtungsregelöffnung in der ersten Stellung desselben
mit einer mit der Wandfläche der Schraubenkammer in diesem Bereich entsprechenden
Fläche verschließbar ist.
[0063] In vielen Fällen ist das Anordnen einer Überverdichtungsregelöffnung pro Schraubenkörper
ausreichend. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn mehrere Überverdichtungsregelöffnungen
vorgesehen sind, wobei vorzugsweise die mehreren Überverdichtungsregelöffnungen entweder
stirn- oder mantelseitig der Schraubenkörper angeordnet sind.
[0064] Hinsichtlich der Bewegbarkeit des Regelkörpers relativ zur Überverdichtungsregelöffnung
wurde im Zusammenhang mit der bisherigen Erläuterung der einzelnen Ausführungsbeispiele
keine näheren Angaben gemacht.
[0065] So sieht beispielsweise ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel vor, daß der Regelkörper
quer zur Stirnfläche der Überverdichtungsregelöffnung bewegbar ist.
[0066] Aus fertigungstechnischen Gründen ist es besonders zweckmäßig, wenn alle Regelkörper
identisch ausgebildet sind.
[0067] Vorzugsweise ist der Regelkörper Teil eines Regelkolbens, auf welchen einerseits
der lokale Druck in der Schraubenkammer am Ort der Überverdichtungsregelöffnung und
andererseits die dem auslaßseitigen Druck proportionale Kraft wirkt.
[0068] Im einfachsten Fall kann die dem auslaßseitigen Druck proportionale Kraft dadurch
erhalten werden, daß der Regelkolben auf seiner dem Regelkörper gegenüberliegenden
Seite eine Kolbenfläche aufweist, welche mit einem dem auslaßseitigen Druck proportionalen
Druck beaufschlagt ist.
[0069] Bei Verwendung von Regelkolben hat es sich aus Gründen einer möglichst einfachen
und zweckmäßigen Fertigung als günstig erwiesen, wenn alle Regelkolben identisch ausgebildet
sind.
[0070] Die Anordnung des Regelkolbens selbst kann in unterschiedlichster Art und Weise erfolgen.
Ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel sieht vor, daß der Regelkolben in einer Kolbenbohrung
im Verdichtergehäuse angeordnet ist.
[0071] Diese Bohrung kann entweder parallel oder quer zur Axialrichtung der Schraubenkörper
verlaufen, wobei im Fall mehrerer mantelseitig der Schraubenkörper angeordneter Regelkolben
vorzugsweise die Bohrungen quer zur Axialrichtung der Schraubenkörper ausgerichtet
sind.
[0072] Vorzugsweise sind im Hinblick auf eine besonders kostengünstige Fertigung die Kolbenbohrungen
mit ihren Achsen parallel zueinander verlaufend angeordnet.
[0073] Besonders zweckmäßig ist es, wenn die Achsen der Kolbenbohrungen in einer Ebene liegen.
Ein im Hinblick auf eine vorteilhafte Fertigung besonders günstige Lösung sieht vor,
daß die Regelkolben und die Steuerkolben identisch ausgebildet sind, so daß diese
identisch gefertigt werden können und auch die entsprechenden Bohrungen zur Aufnahme
derselben identisch gefertigt werden können.
[0074] Diese Fertigung der einzelnen Bohrungen ist besonders dann vorteilhaft durchführbar,
wenn die Achsen der Kolbenbohrungen und der Bohrungen in einer Ebene liegen, so daß
diese sich beispielsweise mit mehreren Werkzeugen in einem Arbeitsgang oder mit ein-
und demselben Werkzeug in aufeinanderfolgenden, aber jeweils in derselben Ebene erfolgenden
Arbeitsgängen herstellbar sind.
[0075] Weitere Merkmale und Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung sind Gegenstand der nachfolgenden
Beschreibung sowie der zeichnerischen Darstellung einiger Ausführungsbeispiele.
[0076] In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Schraubenverdichter;
- Fig. 2
- einen Schnitt längs Linie 2-2 in Fig. 1;
- Fig. 3
- einen teilweisen Längsschnitt längs Linie 3-3 in Fig. 1;
- Fig. 4
- einen Schnitt ähnlich Fig. 3 durch eine Variante des Ausführungsbeispiels gemäß Fig.
3;
- Fig. 5
- einen vergrößerten Schnitt längs Linie 5-5 in Fig. 3;
- Fig. 6
- einen Schnitt ähnlich Fig. 5 durch eine zweite Variante.
[0077] Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schraubenverdichters, dargestellt
in Fig. 1, umfaßt ein als Ganzes mit 10 bezeichnetes Verdichtergehäuse mit einer Schraubenkammer
12, in welcher zwei Schraubenkörper 14 und 16 drehbar gelagert sind. Die beiden Schraubenkörper
14 und 16 sind dabei Teil von als Ganzes mit 18 und 20 bezeichneten Rotoren, welche
zusätzlich zu den Schraubenkörpern 14 und 16 noch Wellenstummel 22 und 24 bzw. 26
und 28 umfassen, mit welchen die Rotoren 18 und 20 beiderseits der Schraubenkammer
12 in dem Gehäuse 10 drehbar gelagert sind. Der Wellenstummel 22 des einen Hauptrotor
darstellenden Rotors 18 ist aus dem Gehäuse 10 herausgeführt und an seinem dem Schraubenkörper
14 abgewandten Ende mittels eines Antriebs antreibbar.
[0078] Wie in Fig. 2 dargestellt, sind die Schraubenkörper 14 und 16 jeweils um zueinander
parallele Achsen 30 und 32 drehbar in der Schraubenkammer 12 angeordnet und zwar so,
daß eine Außenkontur 34 bzw. 36 eines Schraubenkamms 15 bzw. 17 jedes Schraubenkörpers
14, 16 dichtend an einer Wandfläche 38 der Schraubenkammer 12 anliegt. Ferner greifen
die Schraubenkämme 15 und 17 der Schraubenkörper 14 bzw. 16 noch zusätzlich ineinander,
so daß sich zwischen den Schraubenkämmen 15, 17 und der Wandfläche 38 der Schraubenkammer
12 in Abwicklung V-förmige Verdichtungsräume 40 bzw. 42 bilden, deren Volumen sich
bei Drehung der Schraubenkörper 14 und 16 um die Achsen 30 bzw. 32 verkleinert, so
daß in dieser Verdichtungsräumen 40 bzw. 42 eine Verdichtung des in diesen eingeschlossenen
Mediums erfolgt.
[0079] Das zu verdichtende Medium wird, wie in Fig. 1 dargestellt, über einen Einlaß 50
zugeführt und tritt, wie in Fig. 3 und 4 dargestellt, durch einen Auslaß 52 aus, wobei
der Auslaß 52 eine in die Schraubenkammer 12 mündende Auslaßöffnung 54 aufweist, die
stirnseitig der Schraubenkammer 12 in einer zu der jeweiligen Achse 30 oder 32 senkrechten
Ebene angeordnet ist, während der Einlaß 50 eine die Schraubenkörper 14 und 16 einlaßseitig
azimutal umgebende Ausnehmung 56 umfaßt.
[0080] Wie in Fig. 2 dargestellt, reicht die Ausnehmung 56 des Einlasses 50 über ungefähr
die obere Hälfte der Schraubenkörper 14 und 16, so daß nach Vorbeilaufen eines Schraubenkammes
60 oder 62 an einer durch ein unteres Ende der Ausnehmung 56 definierten Einlaßkante
64 zwischen den Schraubenkämmen 15 und 17 die geschlossenen Verdichtungsräume 40 und
42 gebildet werden.
[0081] In einem die geschlossenen Verdichtungsräume 40 und 42 begrenzenden Wandbereich 66
der Schraubenkammer 12 sind, wie in Fig. 3 und 4 dargestellt, in Axialrichtung 68
von einer Einlaßseite ausgehend mehrere aufeinanderfolgende Leistungssteueröffnungen
70a bis 70h vorgesehen, welche im dargestellten Fall gemeinsam eine Reihe bilden und
in ungefähr gleichen Abständen A aufeinanderfolgen.
[0082] Vorzugsweise haben alle Leistungssteueröffnungen 70a bis 70h dieselbe Form und dieselbe
Querschnittsfläche.
[0083] Jede dieser Leistungssteueröffnungen 70 mündet, wie in Fig. 5 dargestellt, in die
Schraubenkammer 12, wobei jeder der Leistungssteueröffnungen 70a bis 70h ein Verdichtungsverhältnis
dadurch zugeordnet werden kann, daß ein über dieser stehender Verdichtungsraum 40,
42 das zu verdichtende Medium stets mit demselben Verdichtungsverhältnis aufweist.
Je größer der Abstand der jeweiligen Leistungssteueröffnung 70 in Axialrichtung 30,
32 von der Einlaßseite ist, um so größer ist das dieser Leistungssteueröffnung zugeordnete
Verdichtungsverhältnis, da das Volumen der über dieser stehenden Verdichtungsräume
40, 42 immer kleiner wird.
[0084] Der Schraubenkammer 12 gegenüberliegend mündet jede der Leistungssteueröffnungen
70a bis 70h in einen mit dem Einlaß 50 verbundenen Rückströmkanal 72, welcher sich
beispielsweise ebenfalls in Axialrichtung 68 vom Einlaß 50 ausgehend erstreckt.
[0085] Ferner ist in Fortsetzung einer jeden Leistungssteueröffnung 70 in dem Gehäuse 10
eine sich in einen Gehäusekörper 74 hineinerstreckende Kolbenbohrung 76 vorgesehen,
welche sich an die Leistungssteueröffnung 70 unmittelbar anschließt, den Rückströmkanal
72 durchsetzt und dann noch tiefer in den Gehäusekörper 74 eindringt bis zu einer
Bodenfläche 78. In die Bodenfläche 58 mündet ein Zweigkanal 80, welcher einen Ausgang
eines als Ganzes mit 82 bezeichneten Steuerkanals darstellt. Der Steuerkanal 82 ist,
wie in Fig. 3 und 4 dargestellt, mit dem Auslaß 52 verbunden.
[0086] In der Kolbenbohrung 76 ist ein als Ganzes mit 84 bezeichneter Steuerkolben angeordnet,
welcher eine der Bodenfläche 78 zugewandte Kolbenfläche 86 und dieser gegenüberliegend
einen Steuerkörper 88 umfaßt, der seinerseits in die jeweilige Leistungssteueröffnung
70 und mit dieser dichtend abschließend einführbar ist, wobei eine der Schraubenkammer
12 zugewandte Stirnfläche 90 des Steuerkörpers 88 in ihrer Form der Form der Wandfläche
38 im Wandbereich 66 angepaßt ist, so daß durch einen die Leistungssteueröffnung 70
dichtend abschließenden Steuerkörper 88 im Bereich der Leistungssteueröffnung 70 gegenüber
der Schraubenkammer 12 ein gegen Null konvergierendes Schadraumvolumen verbleibt.
[0087] Vorzugsweise ist die Leistungssteueröffnung 70 als Bohrung mit zylindrischen Wandflächen
92 ausgeführt, welche koaxial zu einer Zylinderachse 94 der Kolbenbohrung 76 angeordnet
sind, jedoch einen geringeren Radius als die Kolbenbohrung 76 aufweisen, so daß sich
auf der der Schraubenkammer 12 gegenüberliegenden Seite der Leistungssteueröffnung
70 ein Ringflansch 96 bildet, gegen welchen der Steuerkolben 84 in seiner mit dem
Steuerkörper 88 die Leistungssteueröffnung 70 verschließenden Stellung seinerseits
mit einer Ringfläche 98 anlegbar ist. Dabei erhebt sich vorzugsweise der Steuerkörper
88 über die Ringfläche 98 mit Zylinderflächen 100, so daß der Steuerkörper 88 mit
seinen Zylinderflächen 100 passend in die zylindrischen Wandflächen 92 der Leistungssteueröffnung
70 einführbar ist und durch den Ringflansch 96 und die Ringfläche 98 mit seiner Stirnfläche
90 exakt in Höhe der Wandfläche 38 im Bereich der Leistungssteueröffnung 70 positionierbar
ist.
[0088] Die Kolbenfläche 86 begrenzt ihrerseits gemeinsam mit dem zwischen dieser und der
Bodenfläche 78 liegenden Bereich der Kolbenbohrung 76 einer Steuerzylinderkammer 110,
welche über den Zweigkanal 80 mit dem Steuerkanal 82 verbunden ist.
[0089] Ist die jeweilige Steuerzylinderkammer 110 des entsprechenden Steuerkolbens 84 mit
einem dem Druck im Auslaß 52 entsprechenden Steuerdruck beaufschlagt, so bewegt sich
der Steuerkolben 84 von der Bodenfläche 78 weg und verschließt mit dem Steuerkörper
88 die jeweilige Leistungssteueröffnung 70, so daß über diese Leistungssteueröffnung
70 keinerlei Verbindung zwischen den über der jeweiligen Leistungssteueröffnung gebildeten
Druckräumen 40 oder 42 mit dem mit dem Einlaß 50 verbundenen Rückströmkanal 72 besteht.
[0090] Allerdings hat der Steuerkolben 84 gleichzeitig noch eine Regelfunktion, insbesondere
eine Überlastschutzfunktion, da beim Auftreten eines Überdrucks - beispielsweise durch
Ansaugen von Flüssigkeit - in dem über der jeweiligen Leistungssteueröffnung stehenden
Verdichtungsraum 40 oder 42 dieser auf die Stirnfläche wirkenden Überdruck zu einer
Kraft führt, die die Kraft übersteigt, welche von dem auslaßseitigen Druck erzeugt
wird, wenn dieser auf die Kolbenfläche 86 wirkt.
[0091] Damit bewegt sich der Steuerkolben 84 so weit in Richtung der Bodenfläche 78, bis
der Steuerkörper 88 die Leistungssteueröffnung 70 freigibt und der Überdruck über
den Rückströmkanal 72 abgebaut werden kann. Anschließend ist die vom auslaßseitigen
und auf die Kolbenfläche 86 wirkenden Druck erzeugte Kraft wieder größer, so daß der
Steuerkörper 88 die Leistungssteueröffnung 70 wieder verschließt.
[0092] Entspricht der Steuerdruck in der jeweiligen Steuerzylinderkammer 110 ungefähr dem
einlaßseitigen Druck oder ist er kleiner als dieser, so führt der auf den Steuerkolben
84 im Bereich der Stirnfläche 90 des Steuerkörpers 88 und der Ringfläche 98 wirkende
Druck in dem jeweiligen Verdichterraum 40, 42 dazu, daß sich der Steuerkolben 84 in
Richtung der Bodenfläche 78 so weit bewegt, bis die Kolbenfläche 86 auf der Bodenfläche
78 aufliegt. In diesem Fall gibt der Steuerkörper 88 die jeweilige Leistungssteueröffnung
70 frei, so daß der über dieser Leistungssteueröffnung 70 liegende Verdichterraum
40 oder 42 durch die Leistungssteueröffnung 70 hindurch mit dem mit dem Einlaß 50
in Verbindung stehenden Rückströmkanal 72 verbunden ist. In dem Rückströmkanal 72
bildet sich durch das zum Einlaß 50 zurückströmende Medium ein Druck aus, der geringfügig
über dem einlaßseitigen Druck liegt und ausreicht, um die Steuerkolben 84 gegen die
Wirkung eines dem einlaßseitigen Druck entsprechenden Steuerdrucks auf die Kolbenfläche
86 in der die Leistungssteueröffnung freigebenden Stellung zu halten.
[0093] Eine Ansteuerung der jeweiligen Steuerkolben 84 ist dadurch möglich, daß die zu den
unterschiedlichen Kolbenbohrungen 76a bis h führenden Zweigkanäle 80a bis 80h in unterschiedlichen
axialen Abständen von einem einlaßseitigen Ende 112 des Steuerkanals 82 angeordnet
sind. Ferner ist das einlaßseitige Ende 112 des Steuerkanals 82 über einen Verbindungskanal
114 mit dem Einlaß 50 verbunden, während ein auslaßseitiges Ende 116 mit dem Auslaß
52 über einen Verbindungskanal 118 verbunden ist. Durch einen in dem Steuerkanal 82
vorgesehenen Schieber 120 ist der Steuerkanal 82 in einen einlaßseitigen Abschnitt
122 und einen auslaßseitigen 124 aufteilbar, wobei im auslaßseitigen Abschnitt 124
bedingt durch den Verbindungskanal 118 ein Druck vorliegt, welcher dem Druck im Auslaß
52 entspricht, während im einlaßseitigen Abschnitt 122 bedingt durch den Verbindungskanal
114 ein Druck herrscht, welcher dem Druck im Einlaß 50 entspricht.
[0094] Je nachdem, ob die Zweigkanäle 80 in den einlaßseitigen Abschnitt 122 oder den auslaßseitigen
Abschnitt 124 münden, werden die Steuerkolben 84 mit einem dem einlaßseitigen Druck
oder dem auslaßseitigen Druck entsprechenden Steuerdruck beaufschlagt und folglich
in eine Stellung verfahren, in welcher die Steuerkörper 88 die jeweilige Leistungssteueröffnung
70 freigeben oder verschließen.
[0095] Ferner ist durch die Anordnung des Steuerkanals 82 und die Aufteilung desselben in
einen einlaßseitigen Abschnitt 122 und einen auslaßseitigen Abschnitt 124 sichergestellt,
daß stets alle von der Einlaßseite her aufeinanderfolgend angeordneten Steuerkolben
84a bis 84d in der ihre Leistungssteueröffnungen 70a bis 70d mit dem Rückströmkanal
72 verbindenden Stellung stehen, da deren sämtliche Zweigkanäle 80a bis 80d in dem
einlaßseitigen Abschnitt 122 münden.
[0096] Ferner ist sichergestellt, daß sämtliche, in Richtung des Auslasses angeordneten
Steuerkolben 84e bis 84h in ihrer die jeweiligen Leistungssteueröffnungen 70e bis
70h verschließenden Stellung stehen, da deren Zweigkanäle 80e bis 80h in den auslaßseitigen
Abschnitt 124 des Steuerkanals 82 münden.
[0097] Dadurch daß die Leistungssteueröffnungen 70a bis 70d, wie beispielsweise in Fig.
3 dargestellt, einerseits mit dem Rückströmkanal 72 und somit über diesen mit dem
Einlaß 50 verbunden sind und andererseits die Leistungssteueröffnungen 70a bis 70d
in die Schraubenkammer 12 münden, wirken die Leistungssteueröffnungen 70a bis 70d
so, wie wenn die Ausnehmung 56 des Einlasses 50 bis zur Leistungssteueröffnung 70d
reichen würde, so daß der Verdichter eine geringere Leistung aufweist.
[0098] Je nachdem wie viele der Steuerkolben 84a bis 84h in einer Stellung stehen, in der
die entsprechenden Steuerkörper 88 die entsprechenden Leistungssteueröffnungen 70
freigeben, läßt sich die Leistung des erfindungsgemäßen Schraubenverdichters steuern,
wobei insbesondere dann eine im wesentlichen stufenlose Steuerung der Leistung möglich
ist, wenn die Leistungssteueröffnungen 70a bis 70h eine Erstreckung in der Axialrichtung
68 aufweisen, welche maximal einen Abstand der Schraubenkämme 15 und 17 entspricht
und der Abstand aufeinanderfolgender Leistungssteueröffnungen 70a bis 70h ungefähr
dem Abstand aufeinanderfolgender Schraubenkämme 15, 17 bis maximal dem 2fachen Abstand
derselben entspricht.
[0099] Dabei werden die noch vorhandenen Inkremente durch die Erstreckung der Leistungssteueröffnungen
70a bis 70h in der Axialrichtung 68 festgelegt, so daß eine Reduzierung dieser Erstreckung
auch noch diese Inkremente verkleinert.
[0100] Die Steuerung erfolgt durch Verschieben des Schiebers 120 in dem Steuerkanal 82 mittels
einer Stelleinrichtung 130, die über eine Schubstange 132 auf den Schieber 120 wirkt.
[0101] In der in Fig. 4 dargestellten Stellung des Schiebers 120 stehen alle Steuerkolben
84a bis 84h in einer Stellung, in welcher die entsprechenden Steuerkörper 88 die Leistungssteueröffnungen
70a bis 70h freigeben und mit dem Kanal 72 verbinden.
[0102] Bei einer bevorzugten Variante der erfindungsgemäßen Lösung ist zusätzlich in dem
Verbindungskanal 114 ein Rückschlagventil 134 vorgesehen, welches stets eine Druckentlastung
des einlaßseitigen Abschnitts 122 des Steuerkanals 82 zuläßt, jedoch keine Druckrückwirkung
vom Einlaß 50 auf den einlaßseitigen Abschnitt 122 des Steuerkanals 82. Damit besteht
die Möglichkeit, daß ein Bewegen des Schiebers 120 zur Vergrößerung des einlaßseitigen
Abschnitts 122 in diesem den Steuerdruck noch unter den einlaßseitigen Druck absenken
kann und damit mit einer derartigen Bewegung des Schiebers 120 vor dem Anlaufen des
Verdichters sicherstellt, daß alle Steuerkolben 84 so stehen, daß die Steuerkörper
die Leistungssteueröffnungen freigeben und somit der Schraubenverdichter nur ein geringes
Anlaufdrehmoment benötigt.
[0103] Jeder der Steuerkolben 84 ist ferner mit einer Ringnut 140 versehen, welche in der
Stellung des Steuerkolbens 84, in welcher der Steuerkörper 88 die entsprechende Leistungssteueröffnung
70 nicht verschließt, mit einem Durchbruch 142 zur Ringnut 140 des nächstfolgenden
Steuerkolbens 70 fluchtet und außerdem fluchtet die Ringnut 140a des dem Einlaß 50
nächstliegenden Steuerkolbens 84a mit einem Einspritzkanal 144 zum Einspritzen eines
Mediums oder Öls.
[0104] Zusätzlich ist jeder der Steuerkolben 84 mit einer Einspritzöffnung 146 versehen,
an welche sich eine den Kolben 84 axial durchsetzende Bohrung 148 anschließt, die
ihrerseits in einer Querbohrung 150 mündet, deren Mündungsöffnung 152 in der Stellung
des Kolbens 84, in welcher der Steuerkörper 88 die Leistungssteueröffnung 70 verschließt,
mit dem Durchbruch 142 zum vorangehenden Kolben 84 fluchtet, so daß von dem Durchbruch
142 ein einzuspritzendes Medium durch die Bohrungen 150 und 148 zur Einspritzöffnung
146 strömen und aus dieser austreten kann.
[0105] Wie in Fig. 3 dargestellt, bilden die Ringkanäle 140a, 140b, 140c und 140d zusammen
mit den Durchbrüchen 142 zwischen dem Ringkanal 140a, dem Ringkanal 140b, dem Ringkanal
140c und dem Ringkanal 140d ein Kanalsystem in Fortsetzung des Einspritzkanals 144,
so daß letztlich von dem Ringkanal 140d das einzuspritzende Medium durch den Durchbruch
142 zwischen dem Ringkanal 140d und der Mündungsöffnung 152 im Steuerkolben 84e hindurchtreten
sowie durch die Bohrungen 150 und 148 in diesem Steuerkolben 84e bis zur Einspritzöffnung
146 strömen kann, wobei der Steuerkolben 84e in seiner die Leistungssteueröffnung
70 verschließenden Stellung gleichzeitig dafür sorgt, daß eine Verbindung zum Durchbruch
142 zwischen der Kolbenbohrung 76e und der Kolbenbohrung 76f unterbrochen wird.
[0106] Durch die Ringkanäle 140 und die Durchbrüche 142 wird somit ein Kanalsystem geschaffen,
welches jeweils dem von Einlaß aus gesehen ersten die Leistungssteueröffnung 70e verschließenden
Steuerkolben 84e gleichzeitig dazu verwendet, um in die sich über der Einspritzöffnung
146 gebildeten Verdichterräume 40 oder 42 ein Medium einzuspritzen.
[0107] Ein derartiges Medium kann beispielsweise ECO-Gas eines Economizer Systems oder auch
Öl sein.
[0108] Der erfindungsgemäße Schraubenverdichter weist ferner noch eine der Auslaßöffnung
54 naheliegende und in dem Wandbereich 66 angeordnete Überverdichtungsregelöffnung
170 auf, welche einerseits in die Schraubenkammer 12 mündet und andererseits in einen
zum Auslaß 52 führenden Auslaßkanal 172.
[0109] An die Überverdichtungsregelöffnung 170 schließt sich ebenfalls eine von dieser ausgehend
in den Gehäusekörper 74 hineinragende Kolbenbohrung 176 an, welche bis zu einer Bodenfläche
178 reicht, wobei in diese Bodenfläche 178 ein ebenfalls vom auslaßseitigen Abschnitt
124 des Steuerkanals 82 ausgehender Zweigkanal 180 mündet. Ein in der Kolbenbohrung
176 angeordneter Regelkolben 184 umfaßt ebenfalls einen Regelkörper 188, welcher in
die Überverdichtungsregelöffnung 170 zum Verschließen derselben einführbar ist. Dabei
weist der Regelkörper 188 ebenfalls eine der Schraubenkammer 12 zugewandte Stirnfläche
190 auf, welche der Wandfläche 38 im Bereich der Überverdichtungsregelöffnung 170
angepaßt ist, so daß sich bei die Überverdichtungsregelöffnung 170 verschließender
Stellung des Regelkörpers 188 über der Stirnfläche 190 ein gegen Null gehendes Schadraumvolumen
bildet.
[0110] Der Regelkolben 184 weist ferner noch eine Kolbenfläche 186 auf, wobei in gleicher
Weise wie bei den Steuerkolben 84 zwischen der Kolbenfläche 186, der Bodenfläche 178
und dem zwischen diesen liegenden Abschnitt der Kolbenbohrung 176 eine Regelzylinderkammer
200 gebildet wird, welche stets mit Regeldruck beaufschlagt ist, welcher einem Druck
im Auslaß 52 entspricht.
[0111] In gleicher Weise wie im Fall der Steuerkolben 84 weist auch der Regelkolben 184
noch eine den Regelkörper 188 umgebende Ringfläche 198 auf, welche bis zu einer Mantelfläche
202 des Regelkörpers 188 reicht, die so ausgeführt ist, daß sie passend in eine zylindrische
Fläche 192 der Überverdichtungsregelöffnung 170 einführbar ist, um diese mit dem Regelkörper
188 zu verschließen.
[0112] Der Regelkolben arbeitet nun so, daß der auf die Kolbenfläche 186 wirkende dem auslaßseitigen
Druck entsprechende Regeldruck zu einer Kraft führt, die den Regelkörper 188 in seiner
die Überverdichtungsregelöffnung 170 verschließenden Stellung hält, da im Normalfall
ohne Überverdichtung auf die Stirnfläche 190 desselben maximal ein Druck wirkt, der
höchstens gleich dem auslaßseitigen Druck sein kann. Die daraus resultierende Kraft
ist aufgrund der kleiner als die Kolbenfläche 186 ausgebildeten Stirnfläche 190 stets
kleiner als die vom Regeldruck erzeugte Kraft.
[0113] Sinkt jedoch der auslaßseitige Druck ab und wird kleiner als der ursprünglich durch
das maximale Verdichtungsverhältnis vorgegebene Druck, so würde eine Überverdichtung
eintreten. In diesem Fall kann jedoch der Regeldruck kleiner werden als der durch
die Verdichtungsräume 40, 42 auf die Stirnfläche 190 wirkende Druck und folglich bewegt
sich der Regelkolben 184 unter freigeben der Überverdichtungsregelöffnung durch den
Regelkörper 188 in Richtung von der Schraubenkammer 12 weg, so daß das nicht bis zum
maximalen Verdichtungsverhältnis verdichtete Medium zum Auslaß 52 durch den Auslaßkanal
172 strömen kann und dadurch eine Überverdichtung vermieden wird.
[0114] Bei dem ersten Ausführungsbeispiel ist jedem der Schraubenkörper 14 bzw. 16 eine
Reihe von Leistungssteueröffnungen 70a bis 70h sowie eine Überverdichtungsregelöffnung
170 zugeordnet, wie in Fig. 5 dargestellt.
[0115] Vorzugsweise ist dabei in allen Fällen die Mittelachse 94 oder 194 der jeweiligen
Kolbenbohrung 76 bzw. 176 radial zur entsprechenden Drehachse 30 oder 32 angeordnet.
[0116] Bei einer Variante der erfindungsgemäßen Lösung, dargestellt in Fig. 6, ist dagegen
vorgesehen, daß jedem Schraubenkörper 14 oder 16 zwei Reihen von Leistungssteueröffnungen
70' bzw. 70'' zugeordnet sind, um den Strömungsquerschnitt der Leistungssteueröffnungen
zu vergrößern.
[0117] Im übrigen sind die Steuerkörper 88' und 88'' sowie die Steuerkolben 84' bzw. 84''
in gleicher Weise ausgebildet, wie im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel
beschrieben, allerdings sind in diesem Falle die Mittelachsen 94' bzw. 94'' der Kolbenbohrungen
76' bzw. 76'' nicht mehr radial zum jeweiligen Schraubenkörper 14 ausgebildet, sondern
parallel zueinander, die Mittelachsen 94' der einen Reihe 70' und die Mittelachsen
94'' der anderen Reihe 70'' liegen jedoch jeweils in einer Ebene.
1. Schraubenverdichter für Gaskreisläufe, insbesondere für Kälteanlagen, umfassend ein
Verdichtergehäuse mit einem Einlaß und einem Auslaß für das zu verdichtende Medium,
zwei in einer Schraubenkammer des Verdichtergehäuses angeordnete und sich zwischen
dem Einlaß und dem Auslaß erstreckende Schraubenkörper, welche unter Bildung von zwischen
dem Einlaß und dem Auslaß liegenden geschlossenen Verdichtungsräumen ineinandergreifen,
dadurch gekennzeichnet, daß in einem bei Maximalleistung geschlossene Verdichtungsräume (40, 42) begrenzenden
Wandbereich (66) der Schraubenkammer (12) mehrere jeweils an unterschiedlichen Verdichtungsverhältnissen
entsprechenden Orten dieses Wandbereichs (66) angeordnete Leistungssteueröffnungen
(70) vorgesehen sind, von denen jede mit einem von mehreren separat betätigbaren Steuerkörpern
(88) entweder dadurch verschließbar ist, daß der Steuerkörper (88) die Leistungssteueröffnung
(70) im wesentlichen ausfüllt, oder mit einem mit dem Einlaß (50) verbundenen Rückströmkanal
(72) dadurch verbindbar ist, daß der Steuerkörper (88) im Abstand von der Leistungssteueröffnung
(70) steht.
2. Schraubenverdichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkörper
(88) quer zu einer Querschnittsfläche der jeweiligen Leistungssteueröffnung (70) in
Richtung von der Schraubenkammer (12) weg bewegbar sind.
3. Schraubenverdichter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkörper
(88) eine Stirnfläche (90) aufweisen, mit welcher die jeweilige Leistungssteueröffnung
(70) in der diese verschließenden Stellung der Steuerkörper (88) der Wandfläche (38)
der Schraubenkammer (12) in diesem Bereich entsprechend verschließbar ist.
4. Schraubenverdichter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß jedem Schraubenkörper (14, 16) eine Vielzahl von Leistungssteueröffnungen (70)
zugeordnet ist.
5. Schraubenverdichter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Leistungssteueröffnungen längs einer in der Wandfläche (66) der Schraubenkammer
(12) liegenden Linie angeordnet sind.
6. Schraubenverdichter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Leistungssteueröffnungen
(70) in einer zur Axialrichtung (30, 32) parallelen Reihe angeordnet sind.
7. Schraubenverdichter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß alle Steuerkörper (88) identisch ausgebildet sind.
8. Schraubenverdichter nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
Mittenabstände aufeinanderfolgender Leistungssteueröffnungen (70) kleiner als ein
zweifacher Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Schraubenkämmen (60) ist.
9. Schraubenverdichter nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Leistungssteueröffnungen (70) sich in Richtung der Linie über mindestens die Hälfte
des Abstandes aufeinanderfolgender Schraubenkämme (60) der Schraubenkörper (14, 16)
erstrecken.
10. Schraubenverdichter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß jedem Steuerkörper (88) ein Antriebselement (84) zugeordnet ist.
11. Schraubenverdichter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebselement
(84) zum Verschließen der Leistungssteueröffnung (70) durch den Steuerkörper (88)
diesen mit einer dem auslaßseitigen Druck proportionalen Kraft beaufschlagt.
12. Schraubenverdichter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebselement
(84) druckmediumbetätigt ist.
13. Schraubenverdichter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebselement
(84) zum Überführen und/oder Halten des Steuerkörpers (88) in seiner die Leistungssteueröffnung
(70) verschließenden Stellung mit einem unter einem zum auslaßseitigen Druck proportionalen
Steuerdruck stehenden Medium betätigbar ist.
14. Schraubenverdichter nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebselement
(84) in der die jeweilige Leistungssteueröffnung (70) mit dem Rückströmkanal (72)
verbindenden Stellung des Steuerkörpers (88) maximal mit einem zum einlaßseitigen
Druck proportionalen Steuerdruck beaufschlagbar ist.
15. Schraubenverdichter nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß
jedes Antriebselement einen Steuerkolben (84) aufweist, auf welchen einerseits der
lokale Druck in der Schraubenkammer (12) am Ort der jeweiligen Leistungssteueröffnung
und andererseits der Steuerdruck wirkt.
16. Schraubenverdichter nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Steuerkörper
(88) Teil des jeweiligen Steuerkolbens (84) ist.
17. Schraubenverdichter nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß
alle Steuerkolben (84) identisch ausgebildet sind.
18. Schraubenverdichter nach Anspruch 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkolben
(84) in quer zur Axialrichtung (30, 32) der Schraubenkörper (14, 16) verlaufenden
Bohrungen (76) im Verdichtergehäuse (10) angeordnet sind.
19. Schraubenverdichter nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen (76)
mit ihren Achsen (94) parallel zueinander verlaufen.
20. Schraubenverdichter nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen (94)
der Bohrungen (74) in einer Ebene liegen.
21. Schraubenverdichter nach einem der Ansprüche 15 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuerkolben (84) so ausgebildet sind, daß sie mit ihrer dem Steuerkörper (88)
abgewandten Seite eine vom Steuerdruck beaufschlagbare und eine Steuerzylinderkammer
(110) begrenzende Kolbenfläche (86) aufweisen.
22. Schraubenverdichter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Leistungssteuereinrichtung vorgesehen ist, welche sämtliche Verdichtungsverhältnissen
unterhalb eines ausgewählten Verdichtungsverhältnisses entsprechenden Leistungssteueröffnungen
öffnet und sämtliche Verdichtungsverhältnissen beim oder oberhalb des ausgewählten
Verdichtungsverhältnisses entsprechenden Leistungssteueröffnungen verschließt.
23. Schraubenverdichter nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerzylinderkammern
(110) unterschiedlicher Steuerkörper (88) mit unterschiedlichen Ausgängen (80) einer
an den Ausgängen (80) Steuerdrucke vorgebenden Leistungssteuereinrichtung (82, 120)
verbunden sind.
24. Schraubenverdichter nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Leistungssteuereinrichtung
einen bewegbaren Steuerschieber (120) aufweist, mit welchem ausgewählte Ausgänge (80)
der Leistungssteuereinrichtung mit unterschiedlichem Steuerdruck beaufschlagbar sind.
25. Schraubenverdichter nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieber
(120) in einem Steuerkanal (82) angeordnet ist und durch den Steuerschieber (120)
der Steuerkanal in einen auslaßseitigen Abschnitt (124) unterteilt ist, in welchem
der zum auslaßseitigen Druck proportionale Druck als Steuerdruck vorliegt, und einen
einlaßseitigen Abschnitt (122), in welchem ein maximal zum einlaßseitigen Druck proportionaler
Druck als Steuerdruck vorliegt, und daß die einzelnen Steuerzylinderkammern (110)
über von unterschiedlichen Stellen des Steuerkanals (82) abzweigenden Ausgängen (80)
mit diesem verbunden sind.
26. Schraubenverdichter nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem einlaßseitigen
Abschnitt (122) des Steuerkanals (82) und dem Einlaß (50) ein einen Gasstrom vom Einlaß
(50) in den einlaßseitigen Abschnitt (122) blockierendes Rückschlagventil angeordnet
ist.
27. Schraubenverdichter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerkörper (88) mit einer Einspritzöffnung (146) zum Einspritzen eines Mediums
in einen der sich bildenden Verdichtungsräumen (40, 42) versehen sind und daß die
Einspritzöffnung (146) eines die jeweilige Leistungssteueröffnung (70) verschließenden
Steuerkörpers (88) mit einem Einspritzkanal (144) verbindbar ist.
28. Schraubenverdichter nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Einspritzöffnung
(146) des mit seinem Verdichtungsverhältnis dem ausgewählten Verdichtungsverhältnis
nächstkommenden und in seiner die Leistungssteueröffnung (70) verschließenden Stellung
stehenden Steuerkörpers (88) mit dem Einspritzkanal (144) verbunden ist.
29. Schraubenverdichter nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung
zwischen der Einspritzöffnung (146) und dem Einspritzkanal (144) durch die Stellung
des Steuerkörpers (88) relativ zur Leistungssteueröffnung (70) steuerbar ist.
30. Schraubenverdichter nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Steuerkörper
(88) in seiner die Leistungssteueröffnung (70) mit dem Einlaß (50) verbindenden Stellung
den jeweils nächstfolgenden, einem höheren Verdichtungsverhältnis entsprechenden Steuerkörper
(88) mit dem Einspritzkanal (144) verbindet.
31. Schraubenverdichter nach einem der Ansprüche 27 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder Steuerkörper (88) in seiner die Leistungssteueröffnung (70) verschließenden
Stellung eine Verbindung der Einspritzöffnung (146) des nächstfolgenden, einem höheren
Verdichtungsverhältnis entsprechenden Steuerkörpers (88) mit dem Einspritzkanal (144)
unterbricht.
32. Schraubenverdichter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß in einem Verdichtungsräume mit hohen Verdichtungsverhältnissen begrenzenden Wandbereich
(66) der Schraubenkammer (12) eine Überverdichtungsregelöffnung (170) vorgesehen ist,
welche mit einem Regelkörper (188) in einer ersten Stellung desselben verschließbar
und in einer zweiten Stellung desselben mit dem Auslaß (52) verbindbar ist und daß
der Regelkörper (188) mit einer dem auslaßseitigen Druck proportionalen Kraft elastisch
beaufschlagt ist.
33. Schraubenverdichter nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Schraubenkörper
(14, 16) mindestens eine Überverdichtungsregelöffnung (170) zugeordnet ist.
34. Schraubenverdichter nach Anspruch 32 oder 33, dadurch gekennzeichnet, daß der Regelkörper
(188) so ausgebildet ist, daß er in seiner ersten Stellung die Überverdichtungsregelöffnung
(170) im wesentlichen ausfüllt.
35. Schraubenverdichter nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß der Regelkörper
(188) so ausgebildet ist, daß seine Stirnfläche (190) die jeweilige Überverdichtungsregelöffnung
(170) in der ersten Stellung desselben mit einer der Wandfläche (38) der Schraubenkammer
(12) in diesem Bereich entsprechenden Fläche verschließt.
36. Schraubenverdichter nach einem der Ansprüche 32 bis 35 dadurch gekennzeichnet, daß
der Regelkörper (188) quer zur Stirnfläche (190) der Überverdichtungsregelöffnung
(170) bewegbar ist.
37. Schraubenverdichter nach einem der Ansprüche 32 bis 36, dadurch gekennzeichnet, daß
alle Regelkörper (188) identisch ausgebildet sind.
38. Schraubenverdichter nach einem der Ansprüche 32 bis 37, dadurch gekennzeichnet, daß
der Regelkörper (188) Teil eines Regelkolbens (184) ist, auf welchen einerseits der
lokale Druck in der Schraubenkammer (12) am Ort der Überverdichtungsregelöffnung (170)
und andererseits die dem auslaßseitigen Druck proportionale Kraft wirkt.
39. Schraubenverdichter nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, daß alle Regelkolben
(184) identisch ausgebildet sind.
40. Schraubenverdichter nach Anspruch 37 oder 38, dadurch gekennzeichnet, daß der Regelkolben
(184) auf seiner dem Regelkörper (188) gegenüberliegenden Seite eine Kolbenfläche
(186) aufweist, welche mit einem dem auslaßseitigen Druck proportionalen Druck beaufschlagt
ist.
41. Schraubenverdichter nach Anspruch 37 oder 39, dadurch gekennzeichnet, daß der Regelkolben
(184) in einer Kolbenbohrung (176) im Verdichtergehäuse (10) angeordnet ist.
42. Schraubenverdichter nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenbohrungen
(176) mit ihren Achsen (194) parallel zueinander verlaufen.
43. Schraubenverdichter nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen der Kolbenbohrungen
(176) in einer Ebene liegen.
44. Schraubenverdichter nach einem der Ansprüche 39 bis 43, dadurch gekennzeichnet, daß
die Regelkolben (184) und die Steuerkolben (84) identisch ausgebildet sind.
45. Schraubenverdichter nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen der Kolbenbohrungen
(176) und der Bohrungen (76) in einer Ebene liegen.