[0001] Die Erfindung betrifft ein Spannmodul der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen
Art.
[0002] Bei aus DE-A-42 37 901 und DE-U-94 13 273 bekannten Spannmodulen ist das Wegeventil
ein Schwarz-Weiß-Ventil, das für beide Stellrichtungen jeweils eine Durchgangsöffnung
einer vorbestimmten Größe freigibt. Damit ergibt sich in jeder Stellrichtung eine
bestimmte Bewegungsgeschwindigkeit der Spannvorrichtung. Da die Spannvorrichtung nicht
zu schnell die Spannstellung erreichen darf, erfolgt die Verstellung, insbesondere
bei niedrigem Spanndruck, relativ langsam. Bei großen Hüben wird dadurch viel Zeit
verbraucht. Da bei modernen Werkzeugmaschinen die Spannvorrichtung, z.B., eine Reitstockpinole
oder der Reitstock, nach jedem Arbeitstakt erst weit in eine Ausgangsstellung und
dann wieder in die Spannstellung verfahren wird, sollte über einen für das Spannen
unkritischen Hubweg im Eilgang verstellt werden, und sollte die Annäherung an die
Spannstellung im Kriechgang und drucküberwacht ablaufen. Dies ist bei den bekannten
Spannmodulen nicht möglich. In der Praxis sind deshalb machmal ein zweites, an die
Druckquelle angeschlossenes Wegeventil vorgesehen und zwischen dem zweiten Wegeventil
und den Verbraucherleitungen verstellbare Drosselventile vorgesehen, um die Spannvorrichtung
ohne Einflußnahme des Spannmoduls in jeder Stellrichtung im Eilgangg zu verfahren.
[0003] Bei einem aus DE-AS 23 10 193 bekannten Spannmodul fehlen ein Eilgang und ein Kriechgang.
[0004] Bei einer aus DE-A1-42 34 036 bekannten, mittels der lastdruckregelenden Ventilanordnung
für einen hydraulischen Verbraucher an einem mobilen Arbeitsgerät arbeitet jedes Steuerschieberwegeventil
mit einer Druckwaage zusammen, die einen lastdruckabhängigen Zulaufregler bildet.
Für eine Eilgang-Funktion ist zwischen der Lastdruckleitung und der Pumpen- bzw. Rücklaufleitung
ein weiteres Wegeventil vorgesehen. Ferner ist die Lastdruckleitung ein Rückschlagventil
im Normalbetrieb von dem zusätzlichen Wegesteuerventil bzw. vom Rücklauf getrennt.
Für die Eilgangfunktion wird die Lastdruckleitung mit dem Pumpendruck beaufschlagt,
so daß die Druckwaage des Zulaufreglers vorne öffnet. Es ist eine typischerweise für
einen mobilen Kran übliche Ventilanordnung, die sich für einen Werkzeugmaschinen-Spannvorrichtung
nicht eignet.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Spannmodul der eingangs genannten Art
zu schaffen, das bei baulich einfachem Aufbau wenigstens einen Eilgang und einen Kriechgang
ermöglicht.
[0006] Die gestellte Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0007] Die Kriechgang-Drossel begrenzt in der Kriechgang-Schaltstellung des Wegeventils
die Geschwindigkeit der Spannvorrichtung, die langsam in die Spannstellung verfährt.
Das Druckminderventil überwacht mit seinem Druckschalter die Einhaltung des Spanndruckes.
Erst in der Eilgang-Schaltstellung wird über den ungedrosselten Strömungsweg eine
rasche Verstellung der Spannvorrichtung eingesteuert. Der bauliche Mehraufwand für
den Kriechgang und den Eilgang ist gering, weil ohnedies im Spannmodul bereits vorgesehene
Komponenten für die zusätzlichen Funktionen herangezogen werden. Auch im Eilgang kann
das Druckminderventil mit dem Druckschalter den Druck überwachen. Die für die wichtige
Funktion des Druckschalters des Druckminderventils erforderliche Verbraucherdruck-Anzapfung
wird durch die stromauf der Verbraucherdruckanzapfung angeordnete Kriechgangdrossel
nicht beeinträchtigt. Im Eilgang läßt sich in kurzer Zeit ein großer Hub durchfahren.
[0008] Da bei am Druckminderventil niedrig eingestelltem Spanndruck das Druckminderventil
im Eilgang unerwünscht abregeln könnte, ist gemäß Anspruch 2 in der Eilgang-Schaltstellung
des Wegeventils die Steuerdruckleitung zum Rücklauf entlastet, damit der Druckschalter
nicht anspricht.
[0009] Kostengünstig und funktionssicher ist gemäß Anspruch 3 ein Schaltmagnet für eine
Schaltstellung des Wegeventils verantwortlich.
[0010] Gemäß Anspruch 4 verstellt ein Proportionalmagnet stromabhängig das Wegeventil. Dies
kann günstig sein, wenn das Wegeventil neben einer Eilgang- oder Kriechgang-Schaltstellung
eine weitere Eilgang- und/oder Kriechgang-Schaltstellung bräuchte. Es könnte auch
eine Stufenmagnetbetätigung mit mehreren Schaltmagneten benutzt werden.
[0011] Gemäß Anspruch 5 wird baulich einfach die Steuerung im Eilgang und im Kriechgang
erreicht. In der Eilgang-Schaltstellung kann das Druckmittel im wesentlichen ungedrosselt
zur Spannvorrichtung strömen. In der Kriechgang-Schaltstellung hat das Druckmittel
im Wegeschieber die Kriechgangdrossel zu passieren, so daß sich eine niedrige Kriechganggeschwindigkeit
ergibt. Die Lastdruck-Anzapfung meldet den Verbraucherdruck für den Druckschalter
an das Druckminderventil.
[0012] Gemäß Anspruch 6 ist die Lastdruck-Anzapfung baulich einfach mit einer vom Hub des
Schiebers abhängigen Umschaltung versehen, um die Lastdruckanzapfung und damit ein
Arbeiten des Druckminderventils mit dessen Druckschalter dann zu sichern, wenn der
Spanndruck überwacht werden muß.
[0013] Gemäß Anspruch 7 ist auf eine bauliche Vereinfachung gerichtet.
[0014] Gemäß Anspruch 8 werden die Stellbewegungen der Schaltmagneten auf direktem Wege
und exakt übertragen. Mittels der Anschläge und/oder Änderung der Stößellängen lassen
sich die Geschwindigkeiten für den Kriechgang und/oder den Eilgang ändern.
[0015] Gemäß Anspruch 9 läßt sich die Verstellgeschwindigkeit der Spannvorrichtung zumindest
in der Eilgang-Schaltstellung des Wegeventils nach Wunsch einstellen. Die Verstellschraube
legt die Endlage des Schiebers im Hinblick auf eine gewünschte Durchgangsgröße fest,
z.B. über den Anker des Schaltmagneten, der für die zweckmäßigerweise ebenfalls als
Eilgang-Schaltstellung ausgelegte dritte Schaltstellung des Wegeventils für die andere
Stellrichtung vorgesehen ist.
[0016] Anhand der Zeichnung werden Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Blockschaltbild eines hydraulischen Spannmoduls mit einer schematisch angedeuteten
Spannvorrichtung einer Werkzeugmaschine,
- Fig. 1A
- eine Detailvariante zu Fig. 1,
- Fig. 2+3
- einen Vertikalschnitt und einen zugehörigen Horizontalschnitt des Spannmoduls gemäß
Fig. 1, in der Grundstellung,
- Fig. 4+5
- das Spannmodul in einem Vertikal- und einem Horizontalschnitt in einer Kriechgang-Schaltstellung,
- Fig. 6+7
- einen Vertikalteilschnitt und einen zugehörigen Horizontalteilschnitt des Spannmoduls
in der Eilgang-Schaltstellung,
- Fig. 8+9
- einen Vertikalteilschnitt mit zugehörigem Horizontalteilschnitt des Spannmoduls in
einer Eilgang-Schaltstellung für die andere Stellrichtung der Spannvorrichtung,
- Fig.10+11
- einen Vertikalteilschnitt mit zugehörigem Horizontalteilschnitt der Ausführungsvariante
des Spannmoduls der Fig. 1A in der Grundstellung, und
- Fig. 12
- einen vergrößerter Ausschnitt aus Fig. 4.
[0017] Eine Spannvorrichtung S gemäß Fig. 1, beispielsweise für eine Reitstockpinole einer
Drehmaschien, wird mittels eines Spannmoduls M gesteuert, derart, daß die Pinole in
einem Eilgang in Fig. 1 von rechts nach links über einen vorbestimmten Hubweg verstellbar
ist und den Rest des Hubwegs bis in die endgültige Spannstellung in einem Kriechgang
zurücklegt, bis der gewünschte Spanndruck und eine bestimmte Position der Pinole erreicht
sind. In entgegengesetzter Stellrichtung wird die Pinole in einem Eilgang über den
gesamten Hub verstellt. Das Spannmodul M wird, z.B. programmiert, durch eine nicht
gezeigte Steuervorrichtung geführt.
[0018] Das Spannmodul M ist an eine Pumpenleitung P und an eine Rücklaufleitung R angeschlossen.
Die Pumpenleitung P führt zu einem einstellbaren Druckminderventil D, das mit der
Rücklaufleitung R verbunden ist. Vom Druckminderventil D führt ausgangsseitig eine
Versorgungsleitung P' zu einem Eingang 7 eines Richtungssteuer-Wegeventils W. Die
Rücklaufleitung R ist an einen Anschluß 8 des Wegeventils W angeschlossen. Im Druckminderventil
D ist ein von einer Regelfeder 3 belasteter Regelkolben 1 enthalten. Ein Gehäuse 2
des Druckminderventils D weist einen Regeleingang 4 sowie einen elektrischen Druckschalter
5 auf, der an die übergeordnete Steuerung "Spanndruck erreicht" oder "Spanndruck nicht
erreicht" meldet und auf Regelbewegungen des Regelkolbens 1 anspricht. Vom Regeleingang
4 führt eine Steuerdruckleitung 6 zu einem Anschluß 9 des Wegeventils W. Das Wegeventil
W ist bei dieser Ausführung zwischen vier Schaltstellungen verstellbar, und zwar mittels
einer Magnetbetätigung 11, die im vorliegenden Fall in Serie geschaltete Stufenmagneten
11a und 11c an einer Seite sowie einen Schaltmagneten 11b auf der anderen Seite aufweist.
Im Wegesteuerventil W ist ein Schieber 10 enthalten, der in den vier Schaltstellungen
eine Grundstellung "0" (dargestellt), bei Erregen des Stufenmagneten 11c eine Kriechgang-Schaltstellung
c, bei Erregen des Stufenmagneten 11a eine Eilgang-Schaltstellung a, und bei Erregen
des Schaltmagneten 11b eine weitere Eilgang-Schaltstellung b für die entgegengesetzte
Stellrichtung einnimmt. Am Wegeventil W sind an Anschlüssen 12, 13 Verbraucherleitungen
A, B (einen doppelseitig beaufschlagbaren Hydraulikzylinder) zur Spannvorrichtung
S angeschlossen.
[0019] Im Schieber 10 des Wegeventils W ist eine Verbraucherdruck-Anzapfung Z vorgesehen,
die sich in einem in der Kriechgang-Schaltstellung c vorliegenden Strömungsweg 15
befindet, der stromauf der Verbraucherdruck-Anzapfung Z eine Kriechgang-Drossel K
enthält. Der abgezapfte Verbraucherdruck wird über einen Strömungsweg 14 am Anschluß
9 des Wegeventils bereitgestellt, und zwar gemäß Fig. 1 auschließlich in der Kriechgang-Schaltstellung
c. In der Eilgang-Schaltstellung a ist im Schieber 10 ein im wesentlichen ungedrosselter
Strömungsweg zur Verbraucherleitung A vorgesehen, und in der weiteren Eilgang-Schaltstellung
b ein ebenfalls im wesentlichen ungedrosselter Strömungsweg 15'' zur Verbraucherleitung
B. In den Schaltstellungen a und b ist der Anschluß 9 des Wegeventils W zum Rücklauf
R entlastet.
[0020] Das Wegeventil W und das Druckminderventil D sind in Fig. 2 einem gemeinsamen Gehäuse
G untergebracht, derart, daß die Versorgungsleitung P' vom Regelkolben 1 des Druckminderventils
D, der mit dem Druckschalter 5 kooperiert und durch die Regelfeder 3 beaufschlagt
wird, in etwa mittig und radial zu einer Bohrung 16 führt, in der der Schieber 10
abgedichtet verschieblich geführt ist.
[0021] Die Magnetbetätigung 11 mit den drei Magneten 11a, 11c, 11b ist koxial zum Schieber
10 am Gehäuse G angeflanscht. Der Stufenmagent 11a weist einen gegen einen gehäusefesten
Anschlag 18 bewegbaren Anker 17 auf, der über einen Stößel 19 am Schieber 10 unmittelbar
angreift. Der Stufenmagnet 11c weist einen gegen einen gehäusefesten Anschlag 35 bewegbaren
Anker 36 auf, der über einen Stößel 37 auf den Anker 17 wirkt. Der Schaltmagnet 11b
weist einen in der entgegengesetzten Richtung gegen einen gehäusefesten Anschlag 21
bewegbaren Anker 20 auf, der über einen Stößel 22 am Schieber 10 angreift. Die Endlage
des Schiebers 10 zumindest in der Schaltstellung a ist mittels einer Verstellschraube
23 wählbar, die über den Anker 20 und den Stößel 22 auf den Schieber 10 einwirkt,
und einen Stößel 23a für eine Hand-Notbetätigung enthalten kann.
[0022] Im Schieber 10, der in der Bohrung 16 verdrehgesichert ist, sind in etwa mittig zwei
diametral gegenüberliegende Taschen 24 geformt, die über innenliegende Kanäle 24'
im Schieber 10 miteinander verbunden sind. Axial beiderseits der Taschen 24 sind über
Dichtzonen 26, 27 beabstandete Einschnürungen 25 im Schieber 10 geformt. In der Bohrung
16 bildet beiderseits der Versorgungsleitung P' die Bohrungswand Dichtzonen 28 und
29, die mit den Dichtzonen 26, 27 des Schiebers zusammenwirken. In der Dichtzone 28
ist ein Verbrauchereinstich 30 vorgesehen, an den die Verbraucherleitung A angeschlossen
ist. In der Dichtzone 29 ist ein Verbrauchereinstich 31 vorgesehen, der an die Verbraucherleitung
B angeschlossen ist. Im Übergangsbereich von jeder Tasche 24 zur angrenzenden Dichtzone
26 ist die Kriechgang-Drossel K vorgesehen (s. Fig. 12).
[0023] In dem Fig. 2 zugehörigen Horizontalschnitt der Fig. 3 durchsetzt in etwa in derselben
Axialebene wie die Kriechgang-Drosseln K den Schieber 10 ein Verbraucherdruck-Anzapfungs-Kanal
32, der mit einem axial beabstandeten Querkanal 33 verbunden ist, dessen beiderseitige
Öffnungen mit einem im Gehäuse G vorgesehenen Anschluß 34 zur Steuerdruckleitung 6
und einem annähernd diametral gegenüberliegenden Anschluß 39 zum Rücklauf R zusammenwirken.
Ausschließlich in der Kriechgang-Schaltstellung c (Fig. 4 und 5) herrscht der abgezapfte
Verbraucherdruck im Anschluß 34 herrscht, während in der Schaltstellung a der Anschluß
34 und die Steuerdruckleitung 6 mit dem Anschluß 39 und dem Rücklauf R verbunden sind.
Erreicht wird dies dadurch, daß die durch Sackbohrungen 42 bzw. 43 erweiterten Öffnungen
des Querkanals 33 axial zueinander versetzt mit den Mündungen der Anschlüsse 34 und
39 bzw. mit einer engeren Mündung 44 des Anschlusses 39 in Abhängigkeit von der jeweiligen
Hubstellung des Schiebers 10 auf bestimmte Weise zusammenarbeiten. Ein weiterer Querkanal
45 im Schieber 10 verbindet, den Anschluß 34 in der Schaltstellung a mit dem Anschluß
39. Die Kanäle 32, 33 und 45 sind in Fig. 2 angedeutet.
[0024] In der Schaltstellung "0" gemäß Fig. 2 sind die Verbraucherleitungen A und B abgetrennt.
Die Steuerdruckleitung 6 steht mit der Rücklaufleitung R in Verbindung. Kein Magnet
ist erregt. Die Spannvorrichtung S hält ihre Position.
[0025] In der Kriechgang-Schaltstellung c (Fig. 4 und 5) ist der Stufenmagnet 11c erregt.
Sein Anker 36 ist am Anschlag 35. Der Stößel 37 hat über den Anker 17 und den Stößel
19 den Schieber 10 nach links verstellt, bis das Druckmittel aus der Tasche 24 durch
die Kriechgang-Drossel K und den Strömungsweg 15 in den Verbrauchereinstich 30 und
in die Verbraucherleitung A strömt. Die Spannvorrichtung S bewegt sich im Kriechgang,
wobei der in der Verbraucherleitung A herrschende Verbraucherdruck über die Verbraucherdruck-Anzapfung
Z und die Steuerdruckleitung 6 den Regelkolben 2 des Druckminderventils D entgegen
der Kraft der Regelfeder 3 beaufschlagt, so daß das Druckminderventil D regelnd arbeitet
und mittels des Druckschalters 5 den an der Regelfeder 3 eingestellten Spanndruck
überwacht. Die Schaltstellung c wird gewählt, wenn die Spannvorrichtung S einen Resthub
in die endgültige Spannstellung auszuführen hat, in der der am Druckminderventil D
eingestellte Spanndruck einzuhalten ist.
[0026] Gemäß Fig. 5 wird der in der Verbraucherleitung A herrschende Druck durch den Querkanal
32 an den Querkanal 33 und von diesem dem Anschluß 34 und der Steuerdruckleitung 6
übermittelt. Der Querkanal 33 ist gegenüber dem Anschluß 39 abgesperrt. In der Kriechgang-Schaltstellung
c hat der Anker 17 zum Anschlag 18 einen Resthubweg frei.
[0027] Die Fig. 6 und 7 verdeutlichen die Eilgang-Schaltstellung a, in der der Stufenmagnet
11a erregt ist und über den an den Anschlag 18 gefahrenen Anker 17 und den Stößel
19 den Schieber 10 so weit verschoben hat, daß von der Tasche 24 zum Verbraucher-Einstich
30 der im wesentlichen ungedrosselte Strömungsweg 15 geöffnet ist. Es verfährt die
Spannvorrichtung S im Eilgang, dessen Geschwindigkeit sich nach dem Druck in der Versorgungsleitung
P' und der Größe des Querschnitts des Strömungsweges 15 richtet.
[0028] In Fig. 7, Schaltstellung a ist der Querkanal 33 gegenüber dem Anschluß 34 abgesperrt,
der über den weiteren Querkanal 45 direkt mit dem Anschluß 39 und dem Rücklauf R verbunden
ist. Das Druckminderventil hält in der Versorgungsleitung P1 im wesentlichen den Pumpendruck
der Pumpenleitung P aufrecht, so daß eine hohe Geschwindigkeit für die Spannvorrichtung
möglich ist, die sich nicht nach dem eingestellten Spanndruck richtet.
[0029] Die Eilganggeschwindigkeit kann verstellt werden, indem mittels der Verstellschraube
23 die Endlage des Schiebers 10 in Fig. 6 weiter nach rechts versetzt wird (Geschwindigkeit
verringern).
[0030] Die Fig. 8 und 9 verdeutlichen die weitere Eilgang-Schaltstellung b, in der der Schaltmagnet
11b erregt ist und über den Anker 20 und den Stößel 22 den Schieber 10 in seine rechte
Endlage verschoben hat. Von den Taschen 24 sind ungedrosselte Strömungswege 15'' zu
den Verbrauchereinstichen 31 und zur Verbraucherleitung B geöffnet.Üüber den Querkanal
33 ist der Anschluß 34 mit dem Anschluß 39 verbunden, so daß das Druckminderventil
D keinen Einfluß auf die Eilganggeschwindigkeit hat und der Druckschalter 5 nicht
anspricht.
[0031] In allen Schaltstellungen c, a und b ist der jeweils andere Verbrauchereinstich 31
bzw. 30 mit dem Rücklauf R verbunden, so daß das Druckmittel aus der anderen Kammer
des Zylinders der Spannvorrichtung S ausgeschoben werden kann.
[0032] Bei der Ausführungsvariante gemäß Fig. 1A ist die Verbraucherdruck-Anzapfung auch
in der zweiten Eilgang-Schaltstellung a aktiv. Der in der Verbraucherleitung A herrschende
Druck wird über die Steuerdruckleitung 6 dem Regelkolben 1 des Druckminderventils
D übermittelt.
[0033] Eine konkrete Ausführung dieser Variante des Spannmoduls M ist aus Fig. 10 und 11
zu entnehmen. Der Schieber 10 unterscheidet sich vom vorher gezeigten Schieber dadurch,
daß der weitere Querkanal 45 weggelassen und an der oberen Öffnung des Querkanals
33 eine zweite Sackbohrung 41 vorgesehen ist, die in der Eilgang-Schaltstellung a
den Querkanal 33 mit dem Anschluß 34 zur Steuerdruckleitung 6 verbindet, während der
Querkanal 33 vom Anschluß 39 getrennt ist.
[0034] Gemäß Fig. 12 ist im Übergangsbereich von der Tasche 24 zur Dichtzone 26 in die Tasche
24 in einem Querbereich F eine Ausnehmung 48 eingeformt zu der von außen zur Kriechgang-Drossel
K wenigstens eine radiale Bohrung 46 führt. In der in Fig. 12 angedeuteten Kriechgang-Schaltstellung
c kann das Druckmittel aus der Tasche 24 nur den Weg über die Radialbohrung 46 nehmen.
Wird der Schieber 10 weiter in die Eilgang-Schaltstellung a verstellt (s. Fig. 6 und
7), dann arbeitet eine Kante 47 der Tasche 24 mit einer von einem Rand des Verbrauchereinstichs
30 gebildeten Steuerkante 38 zusammen, um den Durchgang für die im wesentlichen ungedrosselte
Strömungsverbindung 15 von der Tasche 24 in den Einstich 30 zu öffnen.
[0035] Die Magnetbetätigung 11 könnte für mehr als einen Kriechgang oder/und Eilgang entsprechend
viele Stufenmagneten aufweisen oder einen Proportionalmagneten (nicht gezeigt), der
in Abhängigkeit von der Strombeaufschlagung die Verstellhübe ausführt. Zum Ändern
der Geschwindigkeiten der Kriech- und Eilgänge wäre es denkbar, die Anschläge 18,
35 bzw. 21 verstellbar auszubilden, bzw. die Stößel 22, 19 und 37 in ihrer Länge zu
verändern oder gegen Stößel mit anderen Längen auszutauschen. Das Wegeventil W könnte
in einem eigenen, und vom Druckminderventil D getrennten Gehäuse angeordnet sein.
[0036] Das Druckminderventil D könnte ausgebildet sein wie in der DE-A-42 37 901 oder dem
DE-U-94 13 273, auf die hiermit nachdrücklich Bezug genommen wird.
1. Hydraulisches Spannmodul (M) für Werkzeugmaschinen-Spannvorrichtungen (S), mit einem
an eine Druckquelle angeschlossenen, einen Regelkolben (1) enthaltenden Druckminderventil
(D) mit einem spanndrucküberwachenden Druckschalter (5), an das über eine Versorgungsleitung
(P') ein mit dem Rücklauf (R) verbundenes Richtungssteuer-Wegeventil (W) angeschlossen
ist, das über Verbraucherleitungen (A, B) mit der Spannvorrichtung (S) verbunden ist,
und mit einer über eine Steuerleitung (6) mit einem Regeleingang (4) des Druckminderventils
(D) verbundenen Verbraucherdruck-Anzapfung (Z) im Wegeventil (W), dadurch gekennzeichnet, daß das Wegeventil (W) für wenigstens eine Stellrichtung der Spannvorrichtung (S)
in wenigstens eine Kriechgang-Schaltstellung (c) und in wenigstens eine Eilgang-Schaltstellung
(a) verstellbar ist, daß im Wegesteuerventil (W) stromauf der Verbraucherdruck-Anzapfung
(Z) eine Kriechgang-Drossel (K) vorgesehen ist, daß in der Kriechgang-Schaltstellung
(a) zwischen der Versorgungsleitung (P') und der Verbraucherleitung (A) ein mittels
der Kriechgang-Drossel (K) gedrosselter Strömungsweg (15) vorgesehen ist, und daß
in der Eilgang-Schaltstellung (a, b), zwischen der Versorgungsleitung (P') und der
Verbraucherleitung (A, B) ein im wesentlichen ungedrosselter Strömungsweg (15', 15'')
vorgesehen ist.
2. Spannmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Wegesteuerventil (W) eine Entlastungsverbindung (39, R) vorgesehen ist, über
die in der Eilgang-Schaltstellung (a, b) des Wegeventils (W) die Steuerleitung (6)
zum Rücklauf (R) entlastet ist.
3. Spannmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wegeventil (W), zumindest für die eine Stellrichtung der Spannvorrichtung
(S), eine Zweistufen-Magnetbetätigung (11) mit zwei in Reihe hintereinandergesetzten
Magneten (11a, 11c) aufweist.
4. Spannmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wegeventil (W) zumindest für die eine Stellrichtung der Spannvorrichtung
(S), vorzugsweise für mehr als zwei Schaltstellungen, eine Proportional-Magnetbetätigung
mit einem Proportionalmagneten aufweist.
5. Spannmodul nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Wegeventil (W) in einer Gehäusebohrung (16) ein axial verstellbarer Schieber
(10) mit wenigstens einer mittleren, umfangsseitigen Tasche (24) vorgesehen ist, der
über umfangsseitige Dichtzonen des Schiebers (10) beiderseits beabstandete Rücklauf-Umfangseinschnürungen
(25) zugeordnet sind, daß die Versorgungsleitung (P') mittig radial an die Gehäusebohrung
(16) angeschlossen ist, daß der Rücklauf (R) axial über Bohrungswand-Dichtzonen (28,
29) beabstandet beiderseits der Versorgungsleitung (P') an die Gehäusebohrung (16)
angeschlossen ist, daß in den beiden Bohrungswand-Dichtzonen (28, 29) jeweils ein
Verbraucherleitungs-Einstich (30, 31) vorgesehen ist, daß die Kriechgang-Drossel (K)
im Übergang von der Tasche (24) zu einer der Tasche benachbarten Dichtzone (26) des
Schiebers (10) eingeformt ist, und daß in die Dichtzone (26) des Schiebers (10) ein
Druckanzapfungskanal (32) mündet, dessen Mündung sich in etwa in derselben Radialebene
des Schiebers (10) befindet wie die Kriechgang-Drossel (K).
6. Spannmodul nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckanzapfungskanal (32) im Schieber (10) mit einem Querkanal (33) verbunden
ist, der beiderseitige Öffnungen im Schieberumfang aufweist, daß in der Bohrung (16)
zur Zusammenwirkung mit beiden Öffnungen des Querkanals (33) ein Steuerleitungsanschluß
(34) und ein Rücklaufanschluß (39) vorgesehen sind, und daß entweder die beiden Öffnungen
des Querkanals (33) oder die beiden Anschlüsse (34, 39) relativ zueinander in axialer
Richtung versetzt sind.
7. Spannmodul nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kriechgangdrossel (K) wenigstens eine radiale Bohrung (46) ist, die im Schieber
(10) zur Tasche (24) führt, und daß der Verbraucherleitungseinstich (30) in der Bohrungswand
eine in der Kriechgang-Schaltstellung (c) mit der Bohrung (46) und in der Eilgang-Schaltstellung
(a) mit der Tasche (24) zusammenwirkende Steuerkante (38) aufweist.
8. Spannmodul nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmagneten (11a, 11c) gegen gehäusefeste Anschläge (18, 35) verschiebbare
Anker (17, 36) aufweisen, von denen der dem Schieber (10) nähere Anker (17) einen
ersten, am Schieber (10) angreifenden Stößel (19) aufweist, während der zweite Anker
(36) einen am ersten Anker (17) angreifenden Stößel (37) aufweist, und daß der zweite
Anker (36) an seinem Anschlag (35) in einer Stellung abfangbar ist, in der der erste
Anker (17) seinem Anschlag (18) mit einem Abstand gegenübersteht.
9. Spannmodul nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Wegeventil (W) an der Magnetbetätigung (11) mit einer Schieber-Hubeinstellvorrichtung
(23) ausgestattet ist, mit der wenigstens die Endlage des Schiebers (10) in der Eilgang-Schaltstellung
(a) des Wegeventils (W) einstellbar ist.