[0001] Die Verbindungsstelle eines Schleifbands gilt als besonders empfindlicher Teil, weil
sie vorzeitig versagen kann. Sie kann auch das Schliffbild beeinflussen, weil u. a.
die Flexibilität des Materials in ihrem Bereich von derjenigen des übrigen Schleifbandes
abweicht.
[0002] Bekannt ist es, die beiden an der Verbindungsstelle benachbarten Ränder der Schleifbandunterlage
dadurch zu verbinden, daß sie auf ihrer der Schleifkornschicht abgewandten Seite schräg
oder stufig ausgefräst werden zur Bildung einer beiderseitigen Vertiefung, in die
eine aus dem fließfähigen Zustand erstarrende Verbindungsmasse (US-A 3729873) eingebracht
oder ein Verbindungsstreifen (US-A 1728673, US-A 4215516) eingelegt wird. Diese Technik
hat sich insbesondere bei solchen Unterlagen bewährt, die auf der der Schleifkornschicht
zugewandten Seite eine Schar von zueinander parallelen, nicht verwebten Fäden aufweisen,
die in Querrichtung durch eine auf ihrer der Schleifkornschicht abgewandten Seite
befindliche weitere Schicht zusammengehalten werden, in welcher sich die Vertiefung
für den Verbindungsstreifen befindet (EP-B 213353); der Verbindungsstreifen kann dabei
in jedem der beiden Ränder unmittelbar mit der für die Übertragung der Längskräfte
verantwortlichen Schicht zusammenwirken. Dennoch läßt sich auch hierbei nicht vermeiden,
daß im Verbindungsbereich die Flexibilität sowie die Geometrie des Bandes z. T. stark
verändert werden. Auch ist - wie bei allen bekannten Verbindungstechniken - ein hohes
Maß an Handarbeit mit den daraus folgenden Fehlermöglichkeiten unvermeidlich.
[0003] Die Erfindung verbessert bei einem Schleifband der zuletzt genannten Art die Verbindungsstelle
im Hinblick auf Lebensdauer, Flexibilität sowie Form- und Paßgenauigkeit. Die erfindungsgemäße
Lösung besteht in den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0004] Demnach wird eine Unterlage verwendet, die wie in dem bekannten Fall aus zwei Schichten
besteht, von denen die eine Schicht so ausgebildet ist, daß sie hauptsächlich die
in der Bandlaufrichtung verlaufenden Kräfte aufzunehmen vermag und deshalb hier als
Längsfestigkeitsschicht bezeichnet wird. Sie besteht zweckmäßigerweise aus gestreckt
verlaufenden, unverwebten Strängen oder Fäden. Die zweite Schicht ist überwiegend
im Hinblick auf die Aufnahme der in Querrichtung verlaufenden Kräfte ausgebildet und
wird deshalb hier als Querfestigkeitsschicht bezeichnet.
[0005] Wie im bekannten Fall werden die beiden zu verbindenen Ränder in der Querfestigkeitsschicht
mit übereinstimmenden Vertiefungen versehen. Die im Nahtquerschnitt etwa in Längsrichtung
verlaufende Fläche dieser Vertiefung reicht an die Längsfestigkeitsschicht zumindest
etwa heran oder auch in diese hinein. Da über diese Fläche die Verbindungskraft hauptsächlich
übertragen wird, wird sie als Verbindungsfläche bezeichnet.
[0006] Die neuen Merkmale der Erfindung bestehen darin, daß einer der beiden zu verbindenden
Abschnitte die Kornschicht auf seiner Längsfestigkeitsschicht und der andere sie auf
seiner Querfestigkeitssicht trägt und daß die im Bereich der Vertiefung vorstehenden
Randstreifen der Längsfestigkeitsschicht jedes der beiden Ränder in der Vertiefung
des jeweils anderen Randes liegen, wobei die Verbindungsflächen der beiden Ausfälzungen
unmittelbar miteinander verklebt sind.
[0007] Dies wird vorzugsweise im Falle von Breitbändern dadurch erreicht, daß die quer zur
Herstellrichtung verlaufenden Fäden die Längsfestigkeitsschicht ausbilden und diese
wechselseitig die Ober- bzw. die Unterseite des Schleifbandes bildet. Die Kornschicht
befindet sich demnach abwechselnd auf einer Fadenschicht der Unterlage, welche längs
bzw. quer zur Herstellrichtung verläuft.
[0008] Bei Schleifbändern, deren Breite die Fertigungsbreite der Unterlage nicht überschreitet,
wird die Kornschicht vorzugsweise einheitlich auf ein und dieselbe Fadenschicht der
Unterlage aufgetragen. Die Verbindung der jeweils in Längsrichtung verlaufenden Fadenlagen
wird möglich, wenn sich die zu verbindenden Abschitte hinsichtlich der Ausrichtung
ihrer Herstellrichtung um jeweils ca. 90° unterscheiden.
[0009] Dadurch erübrigt sich in beiden Fällen ein bandförmiges, beiderseits überlappendes,
eine Fuge zwischen den zu verbindenden Rändern überbrückendes Verbindungsglied. Durch
die unmittelbare Verklebung der vorstehenden Randstreifen der Längsfestigkeitsschichten
entfällt ein besonderes Verbindungselement, und es ist nur noch eine Verklebung statt
deren zwei erforderlich. Die Verbindungssicherheit wird dadurch beträchtlich gesteigert
und der Kraftfluß wird günstiger. Vorteilhaft sind in diesem Zusammenhang die für
eine Verklebung besonders geeigneten Oberflächen im Bereich der Vertiefungen, während
die Verklebung von sehr dünnen und reißfesten Verbindungselementen trotz aufwendiger
Vorbehandlungen immer wieder zu Problemen führt. Die Vermeidung eines besonderen Verbindungselements
bringt es auch mit sich, daß die Flexibilität des Bandes im Bereich der Verbindungsstelle
weniger verändert ist, als wenn ein besonderes, eine Fuge überbrückendes Verbindungselement
vorhanden ist.
[0010] Die unterschiedliche Orientierung der beiden Bandabschnitte gegenüber der Kornschicht
verstößt allerdings gegen die bislang geltende Grundüberzeugung, daß ein befriedigender
Bandlauf nur dann zu erreichen sei, wenn das Band über seine gesamte Erstreckung gleichmäßig
aufgebaut ist. Jedoch hat sich gezeigt, daß die unterschiedliche Orientierung der
aufeinanderfolgenden Schleifbandabschnitte den Bandlauf kaum beeinträchtigt und daß
vielmehr die erfindungsgemäß erreichte, größere Homogenität im Bereich der Verbindungsstelle
höher zu bewerten ist als die Unterschiedlichkeit der aufeinanderfolgenden Bandabschnitte.
Trotz der unterschiedlichen Orientierung der aneinander anschließenden Schleifbandabschnitte
leistet die Erfindung somit einen bedeutenden und überraschenden Beitrag in dem Bemühen,
die Laufeigenschaften eines Schleifbands zu vergleichmäßigen.
[0011] Die Verbindungsflächen werden zweckmäßigerweise so gelegt, daß eine unmittelbare
Klebeverbindung zwischen den Längsfestigkeitsschichten zumindest in einem wesentlichen
Bereich der Verbindungsflächen zustandekommt. Jedoch ist dies nicht unbedingt erforderlich,
wenn die Schleifbandunterlage - wie üblich - im Grenzbereich zwischen den beiden Schichten
so stark mit Kunstharz gefüllt ist, daß eine hinreichende Kraftübertragung auch dann
gewährleistet ist, wenn die Verbindungsflächen nicht ganz an die zugehörige Längsfestigkeitsschicht
heranreichen.
[0012] Bei einer ersten, zweckmäßigen Ausführungsform liegen die Verbindungsflächen im wesentlichen
oberflächenparallel etwa an der der Querfestigkeitsschicht zugewandten Grenze der
Längsfestigkeitsschicht. In vielen Fällen wird jedoch eine Ausführung vorgezogen,
in welcher die Verbindungsflächen unter einem spitzen Winkel zur Grenze der Längsfestigkeitsschicht
verlaufen. Ein erster Vorteil dieser Ausführung besteht darin, daß die im Bereich
der Vertiefung vorstehenden Randstreifen an der Stelle, wo sie in den Bereich der
nicht verringerten Banddicke übergehen, dicker sind und daher die Flexibilität der
Verbindungsnaht gegenüber dem übrigen Bandmaterial weniger verändert ist. Ein zweiter
Vorteil liegt darin, daß das Verbindungsverfahren erleichtert wird, weil die mit Klebemittel
versehenen, zu verbindenden Ränder in Richtung ihrer eigenen Erstreckung, also beispielsweise
auf einer gemeinsamen Unterstützungsfläche liegend, zusammengeschoben werden können.
Dies kann maschinell geschehen und dadurch von den Zufälligkeiten manueller Bearbeitung
befreit werden. Letzteres gilt insbesondere dann, wenn die zu verbindenen Ränder und
ihre Vertiefungen mit einer oder mehreren zusammenwirkenden Anschlagkanten versehen
werden, die auf einfache und sichere Weise den Vorgang des Zusammenschiebens der Ränder
begrenzen.
[0013] Zweckmäßig ist es ferner, wenn die Verbindungsflächen jeweils die Grenze der zugehörigen
Längsfestigkeitsschicht schneiden, so daß sich eine Art Schäftung der Längsfestigkeitsschicht
ergibt, in welcher diese mit günstigem Kraftverlauf unmittelbar an der Verklebung
teilnimmt.
[0014] Ferner ist es zweckmäßig, die Verbindungsflächen so anzuordnen, daß das Ende der
Längsfestigkeitsschicht in der Querfestigkeitsschicht liegt. Dadurch wird nämlich
vermieden, daß die an dieser Stelle zu erwartende Kerbwirkung sich unmittelbar auf
die Längsfestigkeitsschicht auswirken kann. Vielmehr wird die Kerbwirkung durch die
in Längsrichtung größere Nachgiebigkeit der Querfestigkeitsschicht vermindert.
[0015] Die Ränder der zu verbindenden Abschnitte im Bereich der Verbindungsnaht schließen
zweckmäßigerweise oberflächengleich aneinander an.
[0016] Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist die Längsfestigkeitsschicht dicker als
die Querfestigkeitsschicht. Dies hat nicht nur damit zu tun, daß in Längsrichtung
größere Kräfte als in Querrichtung zu übertragen sind, sondern hat auch Vorteile für
die Ausbildung der Verbindungsstelle, weil dann über eine geneigt verlaufende Verbindungsfläche
eine unmittelbare Klebeverbindung zwischen den angeschäfteten Bereichen der Längsfestigkeitsschichten
über eine größere Länge zustandekommt.
[0017] Jedoch kann es auch zweckmäßig sein, die Längsfestigkeitsschicht dünner als die Querfestigkeitsschicht
auszubilden, wobei die Differenz etwa der Dicke der Klebeschicht entspricht. Dadurch
vermeidet man die Entstehung einer Stufe in den Schleifbandoberflächen, wenn die Verbindungsfläche
genau in der Grenzebene der beiden Schichten liegt.
[0018] Hingegen hat eine Ausführung, in welcher beide Schichten gleich dick sind und auch
in Richtung ihrer höheren Festigkeit etwa gleiche Festigkeitswerte aufweisen, den
Vorteil, daß sie alternativ und ggf. im Wechsel, unabhängig von ihrer Herstellrichtung
als Längsfestigkeitsschicht eingesetzt werden können. In diesem Fall kann das Schleifband
aus einer einheitlichen Grundware gefertigt werden, wobei die Kornschicht ausschließlich
auf nur eine Fadenschicht der Unterlage aufgebracht ist. Ein derartiges Schleifband
weist angrenzend an eine Verbindungsstelle Unterlagensegmente auf, welche sich hinsichtlich
der Erstreckung der Herstellrichtung jeweils um ca. 90° unterscheiden, wodurch eine
Verklebung der Längsfestigkeitsschichten in der oben beschiebenen Art möglich wird.
[0019] Besonders vorteilhaft sind solche Unterlagen, in denen die Längsfestigkeitsschicht
gestreckt und parallel zueinander in Bandlaufrichtung verlaufende Fäden enthält, die
zweckmäßigerweise Stapelfasern enthalten, da diese sich besonders gut mit der umgebenden
Appretur und Bindemitteln verbinden. Werden besondere Anforderungen an die mechanischen
Eigenschaften der Unterlage gestellt, so kann anstelle von Stapelfasergarn auch Filamentgarn
verwendet werden. Auch die Querfestigkeitsschicht kann Fäden enthalten, die vorzugsweise
in Querrichtung verlaufen. Besondere Eignung hat eine Unterlage, die eine Textilstruktur
von der Art eines Fadenlagen-Nähwirkstoffes enthält, in welchem eine Fadenschar in
Längsrichtung und die andere Fadenschar quer dazu verläuft.
[0020] Man kann die beiden zu verbindenden Schleifbandabschnitte so anordnen, daß ihre Längsfestigkeitsschichten
die gleiche Herstellrichtung haben und somit im einen Abschnitt die Herstelloberseite
und im anderen Abschnitt die Herstellunterseite die Kornschicht trägt. Eine solche,
besonders für die Herstellung von Breitbändern geeignete Ausführung vereinfacht die
Anforderungen an das Unterlagenmaterial, weil lediglich eine Schicht desselben als
Längsfestigkeitsschicht vorgesehen ist und die andere Schicht nur geringeren Anforderungen
an die mechanischen Eigenschaften zu genügen braucht. Da die Verbindung der Bandabschnitte
in der Regel aber erst nach dem Bekörnen erfolgt, hat diese Ausführung den Nachteil,
daß zwei Typen derselben Ware verfügbar sein müssen, nämlich eine oberseitig bekörnte
und eine unterseitig bekörnte. Damit man für beide Typen dieselbe Unterlage verwenden
kann, müssen die beiden Oberflächen der Unterlage etwa gleiche Kornträgerqualität
haben, damit beide als Kornträgerflächen verwendet werden können. Unter gleicher Kornträgerqualität
ist zu verstehen, daß beide Seiten die gleiche Oberflächenstruktur sowie gleiche Haftfähigkeit
gegenüber Appretur- und Bindemitteln aufweisen.
[0021] Den Nachteil, die Unterlage wechselseitig bekörnen zu müssen, kann man dadurch vermeiden,
indem beide Schichten der Unterlage in ihrer Fadenlaufrichtung etwa gleiche Festigkeits-
und Dehnungseigenschaften aufweisen und die Längsfestigkeitsschicht im einen Abschnitt
von der Schicht gebildet ist, in der die Fäden in Herstellrichtung verlaufen, während
sie im angrenzenden Abschnitt von der Schicht gebildet ist, in der die Fäden quer
zur Herstellrichtung verlaufen. Während im Fall der oben beschriebenen, besonders
für Breitbänder geeigneten Ausführung jeweils eines von aneinander angrenzenden Schleifbahnsegmenten
um 180° gewendet ist, wird in der zweiten Ausführungsform das eine Segment gegenüber
dem anderen in derselben Ebene um 90° gedreht eingesetzt.
[0022] Die erfindungsgemäß erreichte hohe Homogenität der Schleifeigenschaften im Bereich
der Verbindungsstelle ermöglicht es, den spitzen Winkel zwischen der Verbindungsnaht
und der Erstreckungsrichtung des Schleifbandes, der im folgenden als Nahtwinkel bezeichnet
wird, beträchtlich zu vergrößern. Während bislang ein Nahtwinkel von 55-75° für erforderlich
gehalten wurde, kann er erfindungsgemäß auf 60-90° vergrößert werden.
[0023] Dies hat besonders vorteilhafte Auswirkungen auf dem Gebiet der Schleifbreitbänder.
Bei diesen gleicht gewöhnlich der Nahtwinkel dem Winkel zwischen der Bahnlaufrichtung
und der Kettfadenrichtung der einzelnen Schleifbandabschnitte. Je kleiner dieser Winkel
ist, um so größer ist die Gefahr, daß das Band sich verzieht und Falten bildet. Dies
kann in der Praxis zur Beeinträchtigung des Schliffbilds und ggf. zur Zerstörung des
Schleifbands führen. Diese Gefahr wird bei den in der Praxis gebräuchlichen Schleifbreitbändern
durch einen hohen Einsatz von Harz zur Versteifung der Textilstruktur beherrscht.
Zwar besteht auch die Möglichkeit, durch geeigneten Aufbau der Textilkonstruktion
mit schräg verlaufenden Fadenscharen dafür zu sorgen, daß mindestens eine Schußfadenschar
in der Laufrichtung des Schleifbands des Bands verläuft (US-A 4589233), jedoch ist
die Herstellung derartiger Unterlagen sehr aufwendig. Die Praxis bevorzugt daher bislang
trotz einiger Nachteile die erwähnten Konstruktionen für Breitbänder in denen die
Richtung der Fadenstruktur der Unterlage erheblich von der Bahnlaufrichtung abweicht.
[0024] Dank der erfindungsgemäßen Vergrößerung des Nahtwinkels verringert sich der Winkel
zwischen der Bahnlaufrichtung und den kraftübertragenden Längsfäden der einzelnen
Schleifbandabschnitte und entsprechend geringer ist die Gefahr des Bandverzugs und
der Faltenbildung. Das Band braucht weniger stark mit Harz gefüllt zu werden und fällt
entsprechend leichter, flexibler und handhabbarer aus. Dabei entspricht eine Halbierung
des Nahtwinkels etwa einer Halbierung der Verzugskräfte.
[0025] Darüber hinaus besteht erfindungsgemäß die wirtschaftliche Möglichkeit, trotz des
Einsatzes normaler, rechtwinklig orientierter Textilstrukturen in Breitbändern die
Längsfäden genau auf die Bandlaufrichtung auszurichten. Die Vergrößerung des Nahtwinkels
führt nämlich dazu, daß die Segmente, aus denen das Schleifband zusammenzusetzen ist,
ohne wesentlichen Verschnitt so gelegt werden können, daß die Zuschnitt-Längskanten
des zu fertigenden Bandes parallel zur Schußfadenrichtung verlaufen. Wenn in diesem
Zusammenhang von Kett- und Schußfäden die Rede ist, so soll damit keine Festlegung
auf bestimmte Textilstrukturen beabsichtigt sein. Vielmehr wird diese Ausdrucksweise
zur Bezeichnung derjenigen Strukturen in einer textilen Unterlage benutzt, die deren
Längs- bzw. Querfestigkeit bestimmen.
[0026] Wenn im vorliegenden Zusammenhang nur von einer Längsfestigkeitsschicht und einer
Querfestigkeitsschicht gesprochen wird, so soll dies nicht besagen, daß die Unterlage
nicht auch noch weitere Schichten enthalten darf. Beispielsweise kann zwischen einer
Fadenschicht, die die Längsfestigkeit bewirkt, und einer Fadenschicht, die für die
Querfestigkeit vorgesehen ist, eine Verbindungsschicht liegen, oder es kann auf einer
oder beiden Schichten eine besondere Oberflächenschicht vorgesehen sein oder die Längs-
bzw. Querfestigkeitsschichten können jeweils aus mehreren Schichten zusammengesetzt
sein. Was jeweils als Längsfestigkeitsschicht anzusehen ist, richtet sich nach der
Funktion dieser Schicht, nämlich Längsfestigkeit zu begründen. Alles andere, was auf
der der Kornseite bzw. der Schleifbandrückseite abgewandten Seite der Längsfestigkeitsschicht
liegt, ist in der Regel als Querfestigkeitsschicht anzusehen. Eine Mittelstellung
kann eine etwa dazwischen befindliche Verbindungsschicht einnehmen, die ggf. als Teil
der Längsfestigkeitsschicht angesehen werden kann, wenn sie in bezug auf die Nahtverklebung
als Haftvermittler wirkt.
[0027] Die Erfindung wird im folgenden näher unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert,
die vorteilhafte Ausführungsbeispiele veranschaulicht. Es zeigen:
- Fig. 1
- den Nahtquerschnitt einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 2
- eine Herstellungsvorstufe dieser Ausführungsform,
- Fig. 3
- eine Ausführungsform mit dünner Längsfestigkeits-schicht
- Fig. 4 bis 6
- weitere Ausführungsformen,
- Fig. 7 und 8
- die schematische Zuschnittdarstellung eines Schleifbands und
- Fig. 9 bis 12
- Zuschnittdarstellungen von zwei Ausführungsformen eines Schleifbreitbandes.
[0028] Die in Fig. 1 gezeigte Verbindungsnaht 1 verbindet Abschnitte 2 und 3 einer Schleifbandunterlage.
Diese besteht aus zwei Schichten, von denen die in Abschnitt 2 oben gezeigte Schicht
4 und die in Abschnitt 3 unten gezeigte Schicht 5 die Längsfestigkeitsschicht, beispielsweise
parallel zueinander verlaufende Fäden 22 einer Schicht eines Fadenlagen-Nähwirkstoffes,
enthält, von denen angenommen sei, daß sie parallel zur Zeichenebene verlaufen. Die
beiden anderen Schichten 6 und 7 können entsprechend in Querrichtung verlaufende Fäden
22 umfassen und werden deshalb als Querfestigkeitsschicht bezeichnet.
[0029] Die in Fig. 1 gezeigte Verbindungsnaht kommt dadurch zustande, daß gemäß Fig. 2 die
(ohne Kornschicht dargestellten) miteinander zu verbindenden Ränder im Bereich ihrer
Querfestigkeitsschichten 6 und 7 zur Bildung einer Vertiefung 8 ausgefräst werden.
Die zu verbindenden Ränder werden somit begrenzt durch eine Stirnfläche 9, eine etwa
in Richtung des Schleifbands, an der Grenze 21 der Längsfestigkeitsschicht verlaufende
Fläche 10 der Vertiefung 8, die als Verbindungsfläche bezeichnet wird, und eine Stirnfläche
11 der Vertiefung 8. Beide Vertiefungen haben gleiche Abmessungen.
[0030] Die Längsfestigkeitsschichten 4 und 5 können von artgleichen Schichten desselben
Unterlagenmaterials gebildet sein, beispielsweise bei der Herstellung von Breitbändern
von der Schußfadenschicht einer Unterlage, die einen Fadenlage-Nähwirkstoff enthält.
Zur Herstellung der Verbindungsnaht gemäß Fig. 1 wird dann der eine Abschnitt 3 gegenüber
dem anderen Abschnitt 2 um 180° gewendet und die zu verbindenden Ränder werden derart
ineinander geschoben, daß ihre vorstehenden Randstreifen der Längsfestigkeitsschicht
jeweils in die Vertiefung 8 des anderen Abschnitts zu liegen kommen. In dieser Lage
werden sie durch eine Klebemittelschicht 13 zwischen den Verbindungsflächen 10 sowie
den Stirnflächen 9, 11 miteinander verbunden. Man erkennt, daß die Längskräfte ohne
Vermittlung eines besonderen Verbindungselements von einer Längsfestigkeitsschicht
4 in die andere Längsfestigkeitsschicht 5 übergehen können. Man erkennt auch, daß
die Flexibilität im Nahtbereich nicht durch Einsatz eines vom übrigen Schleifbandmaterial
abweichenden Verbindungselements gestört ist.
[0031] Die Kornschicht 14 wird im Segment 2 von der Längsfestigkeitsschicht 4 und dem Abschnitt
3 von der Querfestigkeitsschicht 7 getragen. Dies setzt voraus, daß beide Oberflächen
des Grundmaterials die Mindestvoraussetzungen für Bekörnbarkeit erfüllen. Wenn die
Unterlage bekörnt wird, bevor das Schleifband konfektioniert und zusammengefügt wird,
muß das Grundmaterial in zwei unterschiedlichen Typen vorliegen, die die Bekörnung
jeweils auf unterschiedlichen Seiten tragen. Diese Notwendigkeit entfällt, wenn die
Unterlage vor dem Bekörnen zusammengefügt wird.
[0032] Die Notwendigkeit, unterschiedlich bekörntes Grundmaterial bereitzuhalten, entfällt,
wenn die Längsfestigkeitsschichten 4 und 5 der beiden Abschnitte 2 und 3 nicht denselben
Textilschichten des Grundmaterials angehören, sondern verschiedenen. So kann beispielsweise
die Längsfestigkeitsschicht des Abschnitts 2 von der Kettfadenschicht des Grundmaterials
gebildet sein, während die Längsfestigkeitsschicht 5 des Abschnitts 3 von der Schußfadenschicht
des Grundmaterials gebildet ist. Die beiden Abschnitte 2 und 3 sind dann im zusammengefügten
Zustand in gleicher Ebene um 90° zueinander verdreht. Diese Ausführung setzt voraus,
daß beide Schichten des Grundmaterials jeweils in der Richtung ihrer die Festigkeit
vermittelnden Stränge etwa gleiche mechanische Eigenschaften hinsichtlich Festigkeit
und Dehnung aufweisen. Nicht erforderlich ist, daß ihre Oberflächen in gleicher Weise
bekörnbar sein müssen, weil die Kornschicht in beiden Abschnitten auf derselben Seite
des Grundmaterials angebracht ist.
[0033] In jedem Fall besteht das fertige Schleifband aus mindestens zwei, jedenfalls einer
geradzahligen Anzahl von Abschnitten mit einer entsprechenden Zahl von Verbindungsnähten.
[0034] Die erfindungsgemäße Naht läßt sich leicht maschinell und daher gleichbleibend zuverlässig
herstellen, weil kein Verbindungselement eingelegt werden muß. Vielmehr können die
zu verbindenden Ränder, nachdem sie mit Klebemittel versehen worden sind, leicht automatisch
zusammengeschoben werden, bis ihre Stirnflächen 9, 11 zusammenstoßen und dann ggf.
gepreßt und zur Aushärtung des Klebemittels behandelt werden. Dieses Zusammenschieben
der zu verbindenden Ränder gelingt leichter bei den weiter unten beschriebenen Ausführungsformen
mit schräg verlaufender Verbindungsfläche, sofern auch sie mit Anschlagflächen 9,
11 versehen sind.
[0035] Man erkennt im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1, daß die Oberflächen der zusammengefügten
Ränder um die Dicke der Klebschicht 13 geringfügig gegeneinander stufig versetzt sind.
Dies kann vermieden werden, wenn gemäß Fig. 3 die Längsfestigkeitsschicht um die Dicke
der Klebemittelschicht verringert ist oder die Verbindungflächen 10 gemäß den folgenden
Ausführungsformen schräg angeordnet werden.
[0036] In der Ausführungsform gemäß Fig. 4 sind die Längsfestigkeitsschichten 4, 5 und die
Querfestigkeitsschichten 6, 7 gleich dick. Die Vertiefung weist eine schräge Verbindungsfläche
10 auf. Die Vertiefung liegt in diesem Fall nicht nur in der Querfestigkeitsschicht
6 bzw. 7, sondern erstreckt sich über diese hinaus in die Längsfestigkeitsschicht.
Diese Ausführung hat den Vorteil, daß die in den Längsfestigkeitsschichten 4 und 5
enthaltenen Fäden über einen großen Teil ihrer Querschnittsausdehnung von der Klebemittelschicht
13 erfaßt werden, so daß eine sehr gleichmäßige Kraftübertragung stattfinden kann.
Dadurch wird vermieden, daß diese Kraftübertragung zu einem beträchtlichen Teil über
in Längsrichtung weniger widerstandsfähiger Teile der Querfestigkeitsschichten 6 und
7 stattfindet. Diese Ausführungsform vermeidet im Vergleich zur Konstruktion entsprechend
Fig. 1 die Gefahr einer Beschädigung der Längfestigkeitsschicht beim Ausfräsen der
Vertiefung ebenso wie eine fertigungsbedingte Schwankung der Tiefe der Ausfräsung,
welche einen stufigen Übergang der angrenzenden Segmente verursachen kann. Die miteinander
zu verbindenden Ränder weisen auch in dieser Ausführungsform der Erfindung Anschlagflächen
9, 11 auf, die das genaue Zusammenfügen erleichtern. Wenn dieser Effekt entbehrlich
ist, können die Verbindungsflächen auch von einer zur anderen Oberfläche gerade durchgeführt
werden, wie es strichpunktiert angedeutet ist.
[0037] Die Ausführungsform gemäß Fig. 5 unterscheidet sich von derjenigen gemäß Fig. 4 dadurch,
daß die Längsfestigkeitsschichten 4 und 5 dicker als die Querfestigkeitsschichten
6 und 7 ausgebildet sind.
[0038] Dadurch überschreiten die Verbindungsflächen 10 beiderseits der Klebemittelschicht
13 die Grenzen 21 der Längsfestigkeitsschichten und schneiden diese Schichten im Bereich
großer, einander gegenüberliegender Strecken direkt an, so daß eine unmittelbare und
großflächige Verbindung der Längsfestigkeitsschichten zustandekommen kann. Dabei liegen
die inneren Kanten 15 der Vertiefungen innerhalb der Querfestigkeitsschichten 6 und
7 in einem gewissen Dickenabstand von der Schichtgrenze der Längsfestigkeitsschichten
4, 5. Die Längsfestigkeitsschichten werden daher hinsichtlich ihrer Festigkeit nicht
von Kerbwirkungen beeinträchtigt, die von den Kanten 15 ausgehen. Es ist zweckmäßig,
wenn die erwähnte, direkte Verbindung der Längsfestigkeitsschichten in einem Bereich
von einer gewissen Mindestlänge vorhanden ist, die mindestens etwa der Dicke der Längsfestigkeitsschicht,
besser mehr als dem fünffachen dieser Dicke, entspricht.
[0039] Für die Ausführungsform der Verbindung gemäß Fig. 5 sind nur solche Schleifbandanordnungen
geeignet, in denen jeweils eines von aneinander angrenzenden Segmenten um 180° gewendet
ist und bei denen also die Längsfestigkeitsschichten 4 und 5 die gleiche Ausrichtung
zur Herstellrichtung (beispielsweise Kett- oder Schußrichtung) aufweisen, wie es bei
Schleifbreitbändern der Fall ist. Will man die Freiheit haben, eine andere Anordnung
zu verwenden, bei der beispielsweise aufeinanderfolgende Abschnitte um 90° gedreht
sind, greift man zweckmäßigerweise zu der Ausführungsform gemäß Fig. 4 oder 6, bei
der die Schichten etwa gleich dick sind und daher in ihren jeweiligen Richtungen etwa
die gleichen mechanischen Eigenschaften aufweisen.
[0040] Die Ausführung gemäß Fig. 6 ähnelt derjenigen gemäß Fig. 4 mit abgewinkelter Vertiefung
mit dem Unterschied, daß die Verbindungsflächen 10 unter einem sehr spitzen Winkel
zur Längsrichtung geführt sind und die Klebemittelschicht 13 verhältnismäßig dick
ausgeführt ist. Dadurch ergibt sich innerhalb der Verbindungsstrecke ein verhältnismäßig
langer Abschnitt 14, in welchem die angeschnittenen Oberflächen der Längsfestigkeitsschicht
einander direkt gegenüberstehen und unmittelbar miteinander verbunden sind ohne Zwischenlage
eines Teils der Querfestigkeitsschicht. Dies ist dann empfehlenswert, wenn die Längsfestigkeit
der Querfestigkeitsschicht ungewöhnlich gering ist.
[0041] Fig. 7 und 8 veranschaulichen die Zusammensetzung eines Schleifbands (Fig. 8) aus
den Zuschnitten einer Grundwarenbahn (Fig. 7), deren beide Schichten in je ihrer Richtung
etwa gleiche mechanische Eigenschaften aufweisen. Dazu eignet sich eine Unterlage,
die einen Fadenlagen-Nähwirkstoff enthält, der in Kett- und Schußrichtung etwa gleiche
Festigkeit und Dehnung aufweist. Beispielsweise kann sowohl für den Kett- als auch
für den Schußfaden ein Stapelfasergarn der Stärke Nm 12 verwendet werden, während
der Nähfaden aus Polyester-Filamenten dtex 76 besteht. Die Fadendichte der Kett- bzw.
Schußfäden ist mit 36 Fäden/Inch fast identisch. Zur Erzielung einer glatten Oberfläche
erfolgt die Abbindung der Kettfäden in Hoch-Tief-Bindung, wobei sich mindestens zwei
Kettfäden innerhalb einer Nadelgasse befinden.
[0042] In beiden Darstellungen ist jeweils die Kettrichtung durch Längsschraffur angegeben.
Zwischen die Enden des beliebig langen Abschnitts A wird zu deren Verbindung ein Abschnitt
B eingesetzt, dessen Zuschnitt aus derselben Grundware in der in Fig. 7 angedeuteten
Anordnung erfolgt. Dieser wird gegenüber dem Abschnitt A um 90° in derselben Ebene
gedreht eingesetzt, so daß die Kettfadenrichtung - wie in Fig. 8 durch die Schraffur
angedeutet - quer verläuft und die Längsfestigkeitsschicht von der Schußfadenschicht
gebildet wird. Die Grundware kann vor dem Konfektionieren des Schleifbands bekörnt
sein, wobei die Kornschicht in den Abschnitten A und B auf derselben Seite der Unterlage,
jedoch einmal auf der Querfestigkeitsschicht und einmal auf der Längsfestigkeitsschicht
des Schleifbandes liegt.
[0043] Aus den Fig. 9 und 10 ergibt sich die Konfektionierung eines Breitbandes aus zwei
Bahnen I und II der Grundware, deren Unterlagen übereinstimmen, aber auf verschiedenen
Seiten bekörnt sind. Grundsätzlich kann das Schleifband aber auch aus ein und derselben
Bahn unbekörnter Grundware hergestellt und anschließend bekörnt werden. Im Schleifband
(Fig. 10) werden alternierend Abschnitte aus den Bahnen I und II eingesetzt, wobei
die Abschnitte aus der Bahn II gegenüber denjenigen aus Bahn I gewendet sind. Dies
wird in Fig. 10 dadurch anschaulich gemacht, daß die in Fig. 9 durch Querschraffur
angedeutete Schußfadenrichtung in den aus Bahn I stammenden Abschnitten A und B des
Schleifbands mit vollen Linien und in den aus der Bahn II stammenden Abschnitten C
und D mit gestrichelten Linien angedeutet ist. In allen Abschnitten verläuft die Nettfadenrichtung
parallel zur Richtung der Nähte 16, die unter dem Nahtwinkel Alpha gegenüber der der
Bandkante 17 geneigt sind. Lotrecht zur Nahtrichtung verläuft die Schußrichtung 18,
die demnach unter dem Nahtwinkel Alpha gegenüber der Lotrechten 17 zur Bandlaufrichtung
geneigt ist. Da die günstigen Eigenschaften der erfindungsgemäßen Schleifbandverbindung
einen großen Nahtwinkel Alpha gestatten, ist diese Abweichung der Schußfadenrichtung
von der Bandlaufrichtung gering und daher kann die Harzausrüstung des Schleifbands
leichter als üblich sein.
[0044] Wenn man die Schleifbandabschnitte 20 des in Fig. 12 dargestellen Breitbandes aus
der Grundware so schneidet, wie Fig. 11 dies zeigt, verlaufen die Schußfäden genau
in Bandlaufrichtung. Dies ist deshalb wirtschaftlich möglich, weil der in Fig. 11
punktiert angedeutete Verschnitt, bedingt durch einen großen Nahtwinkel, der erfindungsgemäß
über 80° betragen kann, sehr gering ist.
1. Schleifband mit einer Schleifkornschicht auf einer Seite einer flexiblen Unterlage,
das folgende Merkmale aufweist:
1. Die Unterlage umfaßt zwei Schichten, nämlich eine Längsfestigkeitsschicht (4, 5)
die zur Aufnahme des größten Teils der in Bandlaufrichtung wirkenden Kräfte ausgebildet
ist, und eine Querfestigkeitsschicht (6, 7), die zur Aufnahme des größeren Teils der
quer zur Bandlaufrichtung verlaufenden Kräfte ausgebildet ist;
2. das Schleifband ist aus mindestens zwei Abschnitten (2, 3) zusammengesetzt, deren
Ränder durch mindestens eine quer zur Bandlaufrichtung verlaufende Klebenaht (1) miteinander
verbunden sind;
3. die durch die Klebenaht verbundenen Ränder enthalten auf der Seite der Querfestigkeitsschicht
(6, 7) eine Vertiefung (8), die eine im Nahtquerschnitt etwa in Längsrichtung verlaufende
Verbindungsfläche (10) bildet, die zumindest nahe an die Längsfestigkeitsschicht (4,
5) heranreicht;
4. einer der beiden Abschnitte (2) trägt die Kornschicht (14) auf seiner Längsfestigkeitsschicht
(4), der andere (3) auf seiner Querfestigkeitsschicht (7);
5. die im Bereich der Vertiefung (8) vorstehenden Randstreifen (12) der Längsfestigkeitsschicht
(4, 5) jedes der beiden Ränder liegt in der Vertiefung (8) des jeweils anderen Randes;
6. die Verbindungsflächen (10) der beiden Vertiefungen sind unmittelbar miteinander
verklebt.
2. Schleifband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsfestigkeitsschichten
(4, 5) unmittelbar miteinander verklebt sind.
3. Schleifband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsflächen
(10) oberflächenparallel etwa an der der Querfestigkeitsschicht zugewendeten Grenze
(21) der Längsfestigkeitsschicht (4, 5) liegen.
4. Schleifband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsflächen
(10) unter einem spitzen Winkel zur Grenze (21) der Längsfestigkeitsschicht (4, 5)
verlaufen.
5. Schleifband nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsflächen (10)
die Grenze (21) der Längsfestigkeitsschicht schneiden.
6. Schleifband nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das innere Ende (15) der
Verbindungsflächen (10) in Abstand von der Längsfestigkeitsschicht (4, 5) in der Querfestigkeitsschicht
(6, 7) liegt.
7. Schleifband nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die in den
Verbindungsflächen (10) frei liegenden Bereiche der Längsfestigkeitsschicht (4, 5)
einander in einem Nahtabschnitt (14) unmittelbar gegenüberliegen, dessen Länge mindestens
etwa der Dicke der Längsfestigkeitsschicht (4, 5) gleicht.
8. Schleifband nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder
oberflächengleich aneinander anschließen.
9. Schleifband nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schichten
(4, 5; 6, 7) gleich dick sind.
10. Schleifband nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsfestigkeitsschicht
(4, 5) dicker als die Querfestigkeitsschicht (6, 7) ist.
11. Schleifband nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsfestigkeitsschicht
(4, 5) dünner als die Querfestigkeitsschicht ist.
12. Schleifband nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Oberflächen etwa gleiche Kornträgerqualität haben.
13. Schleifband nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsfestigkeitsschicht
(4, 5) gestreckt und parallel zueinander verlaufende Fäden (22) enthält.
14. Schleifband nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden (22) Stapelfasern
enthalten.
15. Schleifband nach einem der Ansprüche 13 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Querfestigkeitsschicht
(6, 7) Fäden (22) enthält, die in Querrichtung verlaufen.
16. Schleifband nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage eine
Textilstruktur von der Art eines Fadenlagen-Nähwirkstoff enthält.
17. Schleifband nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß in beiden
Abschnitten (2, 3) die Längsfestigkeitsschichten (4, 5) gleiche Herstellrichtung haben
und im einen Abschnitt (2) die Herstelloberseite und im anderen Abschnitt die Herstellunterseite
die Kornschicht (14) trägt.
18. Schleifband nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß beide Schichten
(4, 5; 6, 7) in ihrer Fadenlaufrichtung etwa gleiche Festigkeits- und Dehnungseigenschaften
aufweisen und die Längsfestigkeitsschicht (4) im einen Abschnitt (2) von der Schicht
gebildet ist, in der die Fäden in Herstellrichtung verlaufen, während sie im anderen
Abschnitt (3) von der Schicht (5) gebildet ist, in der die Fäden quer zur Herstellrichtung
verlaufen.
19. Schleifband nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder
und Vertiefungen (8) quer zur Bandebene verlaufende Anschlagflächen (9, 11) bilden.
20. Schleifband nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Nahtwinkel
Alpha zwischen der Klebenaht (16) und der Bandlaufrichtung (17) über 80° liegt.
21. Schleifband nach den Ansprüche 17 und 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden der
Längsfestigkeitsschicht in Bahnlaufrichtung verlaufen und der Nahtwinkel Alpha zwischen
60° und 90° liegt (Fig. 12).