| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 777 020 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
21.08.2002 Patentblatt 2002/34 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.10.1996 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E04C 5/08 |
|
| (54) |
Bandförmiges Vorspannelement
Prestressed element in ribbon form
Elément de précontrainte en forme de ruban
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT CH DE ES FR GB IT LI NL SE |
|
Benannte Erstreckungsstaaten: |
|
SI |
| (30) |
Priorität: |
30.11.1995 AT 195695
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
04.06.1997 Patentblatt 1997/23 |
| (73) |
Patentinhaber: Thal, Hermann, Dipl.-Ing. |
|
5310 Mondsee (AT) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Thal, Hermann, Dipl.-Ing.
5310 Mondsee (AT)
|
| (74) |
Vertreter: Köhler-Pavlik, Johann, Dipl.-Ing. |
|
Patentanwälte
Sonn, Pawloy, Weinzinger & Köhler-Pavlik
Riemergasse 14 1010 Wien 1010 Wien (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 393 013 US-A- 3 513 609
|
EP-A- 0 505 351
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein bandförmiges Vorspannelement gemäß dem Oberbegriff des
Anspruches 1.
[0002] Vorspannelemente dieser Art sind durch die EP-A-0 393 013 A1 und die EP-A-0 505 351
A1 bekannt geworden. Diese Vorspannelemente bestehen aus Bündeln parallel zueinander
verlaufender Spannglieder, wobei jedes Bündel mit einem Überzug aus Fett und Kunststoffummantelung
umschlossen ist und allenfalls auch nebeneinander liegend zu einem Band zusammengefasst
werden kann. Das Herstellungsverfahren solcher Vorspannelemente war aufwendig und
brachte keine befriedrigenden Resultate.
[0003] Außerdem bestand im Falle der Zerstörung oder Beschädigung der Kunststoffummantelung
eine Korrosionsgefahr für die Spannglieder und damit eine Verminderung ihrer Tragkraft.
[0004] Die Erfindung stellt sich zur Aufgabe, ein bandförmiges Vorspannelement zu schaffen,
welches unter Vermeidung der angeführten Nachteile der bekannten Vorspannelemente
einfach in der Herstellung ist, eine hohe Tragkraft aufweist und ohne Schwierigkeiten
auf eine Trommel aufwickelbar ist und im Vergleich zu den bekannten Verfahren wesentlich
billiger herzustellen ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Maßnahme nach dem kennzeichnenden Teil
des Patentanspruches 1 gelöst.
[0006] Unter Monolitzen versteht man ein korrosionsgeschütztes Spannglied mit einer einzigen
Litze, welche mit Fett und einem Kunststoffmantel umschlossen ist. Sie werden im Werk
als Handelsware hergestellt und bringen den Vorteil, dass der heikle Korrosionsschutz
der Litzen schon im Werk hergestellt wird. Das erfindungsgemäße bandförmige Vorspannelement
bietet somit in der Praxis einen doppelten Korrosionsschutz, und zwar einerseits durch
die Verwendung einer Monolitze, welche eine eigene Kunststoffummantelung besitzt und
andererseits durch die gemeinsame Ummantelung der zu einem Band zusammengestellten
Monolitzen.
[0007] Weitere Vorteile werden durch die Merkmale nach den Ansprüchen 2 bis 7 erzielt.
[0008] Die Maßnahme nach Anspruch 8 verhindert, dass beim allfälligen Aufextrudieren des
zweiten Mantels ein Verschweißen der beiden Mäntel erfolgt. Als Trennmittel kann beispielsweise
ein Gleitmittel oder Talkum verwendet werden.
[0009] Weitere Merkmale der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen näher erläutert, in
welchen einige Ausführungsbeispiele des bandförmigen Vorspannelementes und seiner
Verlegung dargestellt sind. Es zeigen die
- Fig. 1 und 2
- die Herstellung einer Monolitze,
- Fig. 3
- ein im Querschnitt rechteckiges bandförmiges Vorspannelement mit einer einzigen Reihe
nebeneinander liegender Monolitzen, welche dicht Mann an Mann gelegen sind,
- Fig. 4
- ein im Querschnitt ebenfalls rechteckiges bandförmiges Vorspannelement mit zwei Reihen
von Monolitzen,
- Fig. 5
- ein ähnliches Ausführungsbeispiel wie Fig. 3, bei welchem aber zwischen den einzelnen
Monolitzen ein Zwischenraum vorhanden ist, wobei jedoch ähnlich wie in Fig. 3 die
Monolitzen an dem sie gemeinsam umschließenden Mantel anliegen, und
- Fig. 6 und 7
- je ein weiteres Ausführungsbeispiel eines bandförmigen Vorspannelementes nach Fig.
5 bzw. 3, jedoch mit abgerundeten seitlichen Enden.
[0010] Das bandförmige Vorspannelement nach Fig. 3 besteht aus einer einzigen Reihe Mann
an Mann nebeneinander liegender Monolitzen 1, welche von einem gemeinsamen Kunststoffmantel
2 umschlossen sind und an der Innenseite desselben anliegen. Eine Monolitze 1 besteht,
wie Fig. 1 und 2 zeigen, aus einem mittigen Draht 3, welcher von einem Kranz, vorzugsweise
sechs Drähten 3' umschlossen ist. Dieses Drahtbündel bildet eine Litze, welche gefettet
und von einem Kunststoffmantel 4 umschlossen ist.
[0011] Zwischen je zwei benachbarten Monolitzen 1 des bandförmigen Vorspannelementes ist
ein zwickelförmiger Hohlraum 5 vorhanden, der allenfalls mit einem Füllmaterial, z.B.
Zement, Talkum od.dgl. ausgefüllt sein kann, welches auch in den Ecken des im Wesentlichen
rechteckigen Kunststoffmantels 2 vorhanden ist.
[0012] Beim Ausführungsbeispiel des bandförmigen Vorspannelementes nach Fig. 4 sind zwei
Reihen von Monolitzen 1 vorgesehen, welche übereinander liegen. Selbstverständlich
kann die Anzahl der neben- oder übereinanderliegenden Monolitzen beliebig gewählt
sein. So besteht die Möglichkeit, nur zwei oder drei oder mehr als vier Monolitzen
nebeneinander anzuordnen. Auch die Reihen der übereinanderliegenden Litzen können
beliebig ausgeführt sein.
[0013] Beim Ausführungsbeispiel des bandförmigen Vorspannelementes nach Fig. 5 sind zwischen
den Monolitzen 1 Zwischenräume 6 vorgesehen, die ähnlich wie die Zwickel 5 mit dem
gleichen Füllmaterial ausgefüllt sind.
[0014] Im Rahmen der Erfindung können auch zwischen den Monolitzen und dem Sie gemeinsam
umschließenden Kunststoffmantel Zwischenräume vorgesehen sein, welche ebenfalls mit
dem erwähnten Füllmaterial ausgefüllt sein können.
[0015] Weiters besteht die Möglichkeit, zwei Kunststoffmäntel für ein bandförmiges Vorspannelement
vorzusehen, von welchen der innere Kunststoffmantel als Trennfolie ausgebildet sein
kann, welche z.B. eine Dicke von 1,5 mm aufweist, wobei der äußere Kunststoffmantel
z.B. eine doppelte Dicke von 3 mm aufweisen kann. Die Trennfolie selbst oder in Verbindung
mit einem darüber aufgebrachten Trennmittel verhindert, dass beim Aufextrudieren des
äußeren Mantels ein Verschweißen des Mantels mit den äußeren Mäntel der Monolitzen
erfolgt.
[0016] Beim Ausführungsbeispiel des bandförmigen Vorspannelementes nach Fig. 6 ist der die
Monolitzen 1 gemeinsam umschließende Mantel 2 an den Bandenden, vorzugsweise halbkreisförmig
abgerundet und umgreift die endseitigen Monolitzen 1' bzw. 1". Bei diesem Ausführungsbeispiel
sind zwischen den Monolitzen Zwischenräume 6 vorhanden. Bei der Ausführungsform nach
Fig. 6 liegen die Monolitzen in Abstand voneinander, während die Monolitzen 1 beim
Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 der Zeichnung Mann an Mann anliegen und dazwischen
Zwickel 5 bilden. In beiden Fällen sind die Enden des bandförmigen Vorspannelementes
vom gemeinsamen Mantel 2 halbkreisförmig umschlossen.
[0017] Bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 5 und 6 sind auch zwischen den Monolitzen
1 Zwischenräume 6 vorhanden, welche ebenso wie die Zwickel 5 z.B. mit Zement oder
Talkum ausgefüllt sein können.
[0018] Selbstverständlich kann im Rahmen der Erfindung an Stelle des Aufextrudierens jede
andere Art des Aufbringens des die Monolitzen 1 gemeinsam umschließenden Mantels 2
vorgenommen werden. So besteht die Möglichkeit, zwei halbschalenförmige Mäntel aus
vorszugsweise thermoplastischem Material zu verwenden, welche im warmen Zustand auf
die Monolitzenreihe zu beiden Seiten aufgelegt und endseitig, d.h. an den Stoßstellen,
verschweißt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, ein Band aus thermoplastischem
Material zu verwenden, welches im warmen Zustand über die Monolitzenreihe gebogen
und am Ende derselben die zusammenstoßenden Enden des Bandes durch eine einzige Schweißnaht
zu verbinden.
1. Bandförmiges Vorspannelement, bestehend aus mehreren, parallel zueinander verlaufenden,
kunststoffummantelten Spanngliedern, welche von einem gemeinsamen, aus Kunststoff
bestehenden Mantel umschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, dass als Spannglieder Monolitzen (1) mit jeweils einer einzigen von einer Fettschicht
und einem Kunststoffmantel umhüllten Litze vorgesehen und in mindestens einer Ebene
nebeneinander lose in dem sie gemeinsam umhüllenden Mantel (2) angeordnet sind.
2. Bandförmiges Vorspannelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Monolitzen (1) dicht Mann an Mann nebeneinander liegen.
3. Bandförmiges Vorspannelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Monolitzen (1) ein Zwischenraum (6) vorgesehen ist.
4. Bandförmiges Vorspannelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Monolitzen (1) und dem sie umhüllenden Mantel (2) ein Zwischenraum vorgesehen
ist.
5. Bandförmiges Vorspannelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenräume innerhalb des Mantels (2), z.B. äußere Zwickel (5) zwischen den
Monolitzen (1) und dem sie umschließenden Mantel (2), ausgefüllt sind, wobei als Füllmittel
z.B. Zement vorgesehen ist.
6. Bandförmiges Vorspannelement nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden des die Monolitzen (1) umschließenden Mantels (2) endseitig, vorzugsweise
halbkreisförmig abgerundet sind.
7. Bandförmiges Vorspannelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Monolitzen (1) in mindestens einer Lage angeordnet sind und mit dem sie gemeinsam
umhüllenden Mantel (2) ein rechteckiges Band bilden.
8. Bandförmiges Vorspannelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der die Monolitze (1) umschließende Mantel (2) von einem zweiten, aus Kunststoff
bestehenden Mantel umgeben ist, wobei zwischen den beiden Mänteln ein Trennmittel
vorhanden ist, und dass der innere Mantel als Trennfolie (2') ausgebildet ist.
1. A band-shaped tendon element, comprised of several plastics-enveloped tensioning members
extending in parallel to each other, and enclosed by one common jacket made of plastics,
characterised in that mono-strands (1) each comprising a single strand enveloped by a grease layer and
a plastics jacket are provided as tensioning members and are adjacently loosely arranged
in at leave one plane in their commonly enveloping jacket (2).
2. A band-shaped tendon element according to claim 1, characterised in that the mono-strands (1) are closely adjacently arranged.
3. A band-shaped tendon element according to claim 1, characterised in that a space (6) is provided between the mono-strands (1).
4. A band-shaped tendon element according to claim 1, characterised in that a space is provided between the mono-strands (1) and the jacket (2) enveloping them.
5. A band-shaped tendon element according to claim 4, characterised in that the spaces within the jacket (2), e.g. outer gusset-shaped spaces (5) between the
mono-strands (1) and the jacket (2) enclosing them are filled, with cement, e.g.,
being provided as the filler.
6. A band-shaped tendon element according to at least one of the preceding claims, characterised in that the ends of the jacket (2) enclosing the mono-strands are rounded, preferably semi-circularly
rounded.
7. A band-shaped tendon element according to claim 2, characterised in that the mono-strands (1) are arranged in at least one layer and form a rectangular band
with the jacket (2) enveloping them in common.
8. A band-shaped tendon element according to claim 1 or 2, characterised in that the jacket (2) enclosing the mono-strand (1) is surrounded by a second jacket made
of plastics, a separating agent being provided between the two jackets, and in that the inner jacket is designed as a separating foil (2').
1. Elément de précontrainte en forme de bande, constitué par plusieurs organes de serrage
qui sont parallèles entre eux, sont gainés d'une matière plastique et sont entourés
par une enveloppe commune formée d'une matière plastique, caractérisé en ce qu'il est prévu comme organes de serrage, des torons individuels (1) comprenant chacun
un seul toron enveloppé d'une couche de graisse et d'une gaine en matière plastique
sont prévus en tant qu'organes de serrage et sont disposés de façon lâche les uns
à côté des autres, dans au moins un plan, dans l'enveloppe (2) qui les enveloppe conjointement.
2. Elément de précontrainte en forme de bande selon la revendication 1, caractérisé en ce que les torons individuels (1) sont juxtaposés de façon dense.
3. Elément de précontrainte en forme de bande selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un espace intercalaire (6) est prévu entre les torons individuels (1).
4. Elément de précontrainte en forme de bande selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un espace intercalaire est prévu entre les torons individuels (1) et l'enveloppe (2)
qui les entoure.
5. Elément de précontrainte en forme de bande selon la revendication 4, caractérisé en ce que les espaces intercalaires à l'intérieur de l'enveloppe (2), par exemple des interstices
extérieurs (5) entre les torons individuels (1) et l'enveloppe (2), qui les entoure,
sont remplis, par exemple du ciment étant prévu comme milieu de remplissage.
6. Élément de précontrainte en forme de bande selon au moins l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que les extrémités de l'enveloppe (2), qui entoure les torons individuels (1), sont arrondies,
côté extrémité, de préférence avec une forme semi-circulaire.
7. Elément de précontrainte en forme de bande selon la revendication 2, caractérisé en ce que les torons individuels (1) sont disposés dans au moins une couche et forment, avec
l'enveloppe (2) qui les entoure conjointement, une bande rectangulaire.
8. Elément de précontrainte en forme de bande selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'enveloppe (2), qui entoure les torons individuels (1), est entourée par une seconde
enveloppe formée d'une matière plastique, un milieu de séparation étant présent entre
les deux enveloppes et que l'enveloppe intérieure est agencée sous la forme d'une
feuille de séparation (2').