[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Rafflamellenstore gemäss dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 und auf ein Verbindungselement gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs
7.
[0002] Bei Rafflamellenstores ist es bekannt, die Lamellen mittels Gelenkverbindungen an
den Tragsträngen zu befestigen. Nebst einer langen Lebensdauer werden an diese Gelenkverbindungen
noch weitere Anforderungen gestellt. Zum einen müssen der Gelenkkopf und die Gelenkpfanne
kostengünstig herstellbar und ebenso kostengünstig an den Tragsträngen bzw. den Lamellen
montierbar sein. Hinsichtlich der Montage muss die Gelenkverbindung zudem die Möglichkeit
bieten, die einzelnen Vorgänge mit einfachen Mitteln mechanisieren und automatisieren
zu können, damit die Verwendung der Gelenkverbindung sowohl in der Klein- als auch
in der Grossserienfertigung möglich ist.
[0003] Die Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, einen Lamellenstore der eingangs erwähnten
Art bzw. ein Verbindungselement für eine Gelenkverbindung zu schaffen, an dem bzw.
mit dem die vorerwähnten Bedingungen besser als mit allen bisher bekannten Lösungen
erfüllbar sind.
[0004] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale der
Ansprüche 1 und 7.
[0005] Anhand der beiliegenden schematischen Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Gelenkverbindung zwischen dem Tragstrang eines
Rafflamellenstores und der Längsseite einer Lamelle,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch eine Lamelle eines Rafflamellenstores mit zwei sich gegenüberliegenden
Gelenkverbindungen,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf ein einen Gelenkkopfkäfig bildendes Verbindungsteil in Abwinklung,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht eines Verbindungsteils vor dessen Befestigung an einer Lamelle,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf das Verbindungsteil in Fig. 4,
- Fig. 6
- einen Längsschnitt durch einen Lamellenbördel mit einem daran befestigten Verbindungselement
vor dem Einsetzen des Gelenkkopfes,
- Fig. 7
- eine gleiche Darstellung wie Fig. 6 nach dem Einsetzen des Gelenkkopfes.
[0006] Der in den Fig. 1 und 2 ausschnittsweise gezeigte Rafflamellenstore weist Lamellen
1 mit gebördelten Längsrändern 2, 3 auf, die durch Gelenkverbindungen 4 mit den Tragbändern
5 des Stores verbunden sind. Die Lamellen 1 sind mit ihren Längsrändern 2, 3 je an
mindestens zwei Tragbändern 5 befestigt.
[0007] Die Gelenkverbindung 4 weist einen Gelenkkopf 6 auf, der mittels eines Halses 7 mit
einem quaderförmigen, am Tragband 5 angespritzten Körper 8 verbunden ist. Der Gelenkkopf
6, der Hals 7 und der Körper 8 sind aus Kunststoff einstückig gefertigt und in einem
Arbeitsgang an das Tragband 5 angespritzt.
[0008] Weiter gehört zur Gelenkverbindung 4 ein Verbindungselement 9. Dieses Verbindungselement
9 besteht aus einem heftklammerartigen Abschnitt mit zwei durch einen Steg 10 verbundenen
Schenkeln 11 mit je einer Sollknickstelle 12 und aus einer in der Längsmitte des Steges
10 angeordneten und mit ihm einstückig gefertigten Öse 13. Die Öse 13 ist um eine
zum Bördel 2, 3 parallele Gerade 14 (Fig. 4 und 5) U-förmig gebogen. Der hierdurch
gebildete Bogen 15 der Öse 13 wölbt sich bei horizontaler Lamellenlage (Fig. 2) auf
der Storenaussenseite A nach oben und auf der Storeninnenseite I nach unten. Weiter
ist die Öse 13 von einem Schlitz 16 durchbrochen, dessen Länge so bemessen ist, dass
der darin gefangene Gelenkkopf 6 um mindestens 90° um die Gerade 14 verschwenkt werden
kann.
[0009] Dadurch können die Lamellen mittels den an der Schwenk- bzw. Wippeinrichtung des
Stores aufgehängten Tragbändern 5 zwischen einer horizontalen Offenstellung und einer
im wesentlichen senkrechten Schliessstellung, in der sie einen Raum abdunkeln, verschwenkt
werden.
[0010] Die Breite des Schlitzes 16 ist kleiner als der Durchmesser des Gelenkkopfes 6, so
dass er in allen Schwenklagen in der Öse 13 gefangen ist.
[0011] Bei der Herstellung des Verbindungselementes 9 wird vorerst ein Flachstanzteil (Fig.
3) aus rostfreiem Stahl hergestellt. Bei diesem Flachstanzteil verbreitert sich der
Schlitz 16 der Öse 13 mit zunehmendem Abstand vom Steg 10 von der Breite "a" auf die
Breite "b". Die kleinste Breite "a" des Schlitzes 16 ist grösser als der Durchmesser
des den Gelenkkopf 6 tragenden Halses 7 (Fig. 1) und kleiner als der Durchmesser des
Gelenkkopfes 6; die grösste Breite "b" dagegen ist grösser als der Durchmesser des
Gelenkkopfes 6. An diesem Flachstanzteil (Fig. 3) wird in einem nachfolgenden Arbeitsgang
die Öse 13 halbkreisförmig um eine in der Ebene der Schenkel 11 und des Steges 10
liegende und zum Steg 10 parallele Gerade 14 gebogen (Fig. 4 und 5). Nach diesem Formgebungsschritt
ist das Verbindungselement 9 bereit für den Einsatz im Fertigungsprozess des Rafflamellenstores.
Dort wird das Verbindungselement 9 vom Treiber eines Heftapparates mit den Schenkeln
11 voraus durch den Lamellenbördel 2, 3 hindurch gegen den Umbieger des Heftapparates
geschossen. Während dieses Heftvorganges knicken die Schenkel 11 wegen der Sollknickstelle
12 mittig ein und umgreifen formschlüssig die angrenzenden Wandabschnitte der Bördel
2, 3 (Fig. 6). Danach wird ein mit einem Tragband 5 fest verbundener Gelenkkopf 6
durch den Schlitz 16 hindurch geschoben und anschliessend die Öse 13 im Bereich der
grössten Schlitzbreite "b" mit einer Zange zusammengedrückt (Fig. 7, Pfeile 18). Dabei
wird der Schlitz 16 über seine ganze Länge gleichmässig auf die kleinste Schlitzbreite
"a" gebracht (Fig. 7) und der Gelenkkopf 6 gefangen. Dieser kann nun in der Öse 13
um 90° verschwenkt werden (Fig. 4), wodurch die Lamelle 1, die mit Bezug auf die Fig.
2 bereits erwähnte Verschwenkbarkeit zwischen einer horizontalen Offenstellung und
einer Schliessstellung erhält.
1. Rafflamellenstore mit Tragsträngen (5), die mit den Lamellen (1) durch Gelenkverbindungen
(4) an den Lamellenlängsseiten verbunden sind, wobei der Gelenkkopf (6) jeder Gelenkverbindung
(4) am Tragstrang (5) und das die Gelenkpfanne bildende Verbindungselement (9) an
der Lamelle (1) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement
(9) einen heftklammerartigen Abschnitt (10, 11) aufweist, der mit einer daran angeordneten
Öse (13) den Gelenkkopf (6) gefangen hält.
2. Rafflamellenstore nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der heftklammerartige
Abschnitt (10, 11) und die Öse (13) einstückig gefertigt sind.
3. Rafflamellenstore nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der heftklammerartige
Abschnitt (10, 11) zwei durch einen Steg (10) verbundene Schenkel (11) aufweist, wobei
die Öse (13) in der Stegmitte vorgesehen ist.
4. Rafflamellenstore nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die
Öse (13) um eine zum Steg (10) parallele Gerade (14) U-förmig umgebogen ist.
5. Rafflamellenstore nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Bogen (15) der
Öse (13) auf einer Lamellenlängsseite nach oben und auf der anderen Lamellenlängsseite
nach unten weist.
6. Rafflamellenstore nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Öse (13) eine
schlitzförmige Durchbrechung (16) bildet, die in Längsrichtung gesehen kreisbogenartig
um die Gerade (14) über einen Winkel von mindestens 90° verläuft.
7. Verbindungselement für eine Gelenkverbindung zum Verbinden der Lamellenlängsseite
eines Rafflamellenstores mit einem seiner Tragstränge (5), wobei der Gelenkkopf (6)
der Gelenkverbindung am Tragstrang (5) angeordnet ist und das Verbindungselement (9)
eine Gelenkpfanne für den Gelenkkopf (6) bildet, dadurch gekennzeichnet, dass das
Verbindungselement (9) einen heftklammerartigen Abschnitt (10, 11) aufweist, der mit
einer daran angeordneten Öse (13) eine einen Gelenkkopf (6) hintergreifende Gelenkpfanne
bildet.
8. Verbindungsteil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der heftklammerartige
Abschnitt (10, 11) und die Öse (13) einstückig gefertigt sind.
9. Verbindungsteil nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der heftklammerartige
Abschnitt (10, 11) zwei durch einen Steg (10) verbundene Schenkel (11) aufweist, wobei
die Öse (13) im wesentlichen in deer Stegmitte vorgesehen ist.
10. Verbindungsteil nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die
Öse (13) um eine zum Steg (10) parallele Gerade (14) U-förmig gebogen ist.
11. Verbindungsteil nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Öse (13) einen
Schlitz (16) aufweist, der sich kreisbogenartig über einen Winkel von mindestens 90°
um die Gerade (14) erstreckt.
12. Verbindungsteil nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (a, b) des
Schlitzes (16) mit zunehmendem Abstand vom Steg (10) grösser wird.
13. Verbindungsteil nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die
Schenkel (11) des heftklammerartigen Abschnitts (10, 11) mit Sollknickstellen (12)
versehen sind.