[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Montagevorrichtung für eine Leuchte umfassend
ein an einer Wand oder Decke anbringbares Befestigungsteil und eine an diesem Befestigungsteil
anbringbare Leuchtenarmatur mit Anschlußeinrichtungen für die für die Leuchte notwendigen
elektrischen Leitungen.
[0002] Die Montage einer Leuchte kann so erfolgen, daß man zunächst an einer Wand oder Decke
ein Befestigungsteil anbringt z.B. mittels Schrauben und Dübel. Anschließend setzt
man die Leuchtenarmatur, die auch weitere Teile der Leuchte wie Fassung, Lampe, Leuchtenglas,
Reflektor etc. umfassen kann, auf das Befestigungsteil auf und befestigt die Leuchtenarmatur
an dem Befestigungsteil. In einem zusätzlichen Arbeitsgang muß man dann noch die elektrischen
Verbindungen zwischen den für die Leuchte notwendigen elektrischen Leitungen und den
gebäudeseitigen Leitungen herstellen. Diese Herstellung der elektrischen Anschlüsse
bringt einen zusätzlichen Aufwand mit sich. Außerdem ist zu bedenken, daß bei der
Montage derartiger Leuchten die Person häufig in einer ungünstigen Lage z.B. über
Kopf die Montageschritte vornehmen muß. Zudem sind bei der Montage häufig Elemente
für mechanische Verbindung von Leuchtenarmatur und Befestigungsteil für die montierende
Person nicht sichtbar, was die Montage zusätzlich erschwert.
[0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, eine Montagevorrichtung
für eine Leuchte der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der die mechanische Verbindung
von Befestigungsteil und Leuchtenarmatur gleichzeitig mit dem notwendigen elektrischen
Anschluß und von der montierenden Person gegebenenfalls auch ohne Sicht auf die von
Befestigungsteil und Leuchtenarmatur zu verbindenden Teile rasch und bequem erfolgen
kann.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe liefert eine erfindungsgemäße Montagevorrichtung der eingangs
genannten Art mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs. Die Aufgabenlösung
umfaßt folgende Merkmale:
Das Befestigungsteil weist von seiner wandparallel oder deckenparallel anbringbaren
Bodenplatte etwa senkrecht abragende sich nur über einen Teil der Länge des Befestigungsteils
erstreckende längsseitige Teilwände auf mit parallel zur Bodenplatte des Befestigungsteils
ausgerichteten Führungseinrichtungen.
Auf dem Befestigungsteil ist ein ebenfalls in Längsrichtung ausgerichtetes mehrpoliges
Buchsenteil oder Steckerteil fest angebracht, und in seiner Position genau fixiert.
Die Leuchtenarmatur weist eine im montierten Zustand zur Bodenplatte des Befestigungsteils
parallele Grundplatte auf, mit einer ersten Aussparung und einer zweiten Aussparung,
die bei der Montage der Leuchtenarmatur von den längsseitigen Teilwänden des Befestigungsteils
durchgriffen werden.
Die Leuchtenarmatur weist Längswandstege auf, die von der Grundplatte der Leuchtenarmatur
etwa im rechten Winkel nach oben ragen und nach der Montage an dem Befestigungsteil
jeweils außenseitig an dessen längsseitigen Teilwänden anliegen.
Die Leuchtenarmatur weist an den Längswandstegen Führungselemente auf, die mit den
Führungseinrichtungen des Befestigungsteils zusammenwirken.
Auf der Leuchtenarmatur ist ein mehrpoliges Steckerteil oder Buchsenteil befestigt
in genau fixierter Position.
Bei der Montage der Leuchtenarmatur an dem Befestigungsteil bei Verschieben der Leuchtenarmatur
in Längsrichtung des Befestigungsteils gelangt diese einerseits in einen kraftschlüssigen
Eingriff mit dem Befestigungsteil, die Leuchtenarmatur ist in einer Eingriffs- und
Anschlagposition gegenüber dem Befestigungsteil in allen drei Raumrichtungen lagefixiert
und andererseits geht gleichzeitig das Buchsenteil eine elektrische Steckverbindung
mit dem Steckerteil ein.
[0005] Die gewünschte mechanische Verbindung zwischen Befestigungsteil und Leuchtenarmatur
geschieht somit zwangsläufig durch die Führungseinrichtungen des Befestigungsteils
und die in diese eingreifenden Führungselemente der Leuchtenarmatur, wobei in Verbindung
mit den längsseitigen Teilwänden des Befestigungsteils und den Längswandstegen der
Leuchtenarmatur ein kraftschlüssiger Eingriff zwischen Befestigungsteil und Leuchtenarmatur
erzielt wird und in der Eingriffsposition und Anschlagposition eine Lagefixierung
von Leuchtenarmatur am Befestigungsteil in allen drei Raumrichtungen. Bereits nach
dem Aufsetzen der Leuchtenarmatur auf das Befestigungsteil und geringfügigem seitlichen
Verschieben entsteht der Eingriff zwischen Führungselementen und Führungseinrichtungen
und beim weiteren Verschieben der Leuchtenarmatur in Längsrichtung des Befestigungsteils
ergibt sich quasi eine Zwangsführung bis schließlich die Anschlagposition und der
vollständige Eingriff erreicht ist. Die Montage ist daher einfach und bequem blind
möglich. Gleichzeitig bewirkt diese Zwangsführung den Eingriff zwischen dem auf dem
Befestigungsteil befindlichen Buchsenteil und dem auf der Leuchtenarmatur fixierten
Steckerteil. Ebensogut kann natürlich sich umgekehrt auf dem Befestigungsteil ein
Steckerteil befinden und auf der Leuchtenarmatur ein passendes Buchsenteil. Wichtig
ist nur, daß beim Einschieben mit einer Zwangsführung gleichzeitig auch die elektrische
Verbindung hergestellt wird und sich deshalb zusätzliche Arbeitsschritte hierzu erübrigen.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung sind die Führungseinrichtungen
des Befestigungsteils etwa rechteckige Führungsschlitze, die in die längsseitigen
Teilwände eingeschnitten sind. Diese Führungsschlitze können zu einer Längsseite des
Befestigungsteils hin offen und an ihrem anderen Ende geschlossen sein, wobei die
längsseitigen Teilwände des Befestigungsteils Winkelstücke mit einer etwa umgekehrten
L-Form sein können. Die Führungselemente der Leuchtenarmatur können an deren Längswandstegen
angeordnete jeweils paarweise gegenüberliegende Führungswölbungen sein, die dann beim
Einschieben in die etwa rechteckigen Führungsschlitze des Befestigungsteils eingreifen.
[0007] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist außerdem vorgesehen, daß
an der Grundplatte quer zu den Längswandstegen wenigstens ein Anschlagsteg vorhanden
ist, der von der Grundplatte etwa senkrecht nach oben ragt und dann als stirnseitiger
Anschlag für z.B. einen Distanznocken des Befestigungsteils beim Einschieben der Leuchtenarmatur
in das Befestigungsteil dient, wenn die Endstellung erreicht ist. An einem weiteren
Quersteg der Grundplatte der Leuchtenarmatur kann man eine Bohrung vorsehen, so daß
man durch eine Gewindebohrung einer Querwand des Befestigungsteils eine Schraube schrauben
kann, die Befestigungsteil und Leuchtenarmatur in der montierten Stellung zusätzlich
gegeneinander fixieren. Diese Fixierung ist aber nicht notwendig, da bereits durch
die Führungswölbungen und Führungsschlitze nach dem Einschieben eine Fixierung gegeben
ist.
[0008] Um die gleichzeitige Herstellung der elektrischen Verbindung bei der Verschiebung
von Leuchtenarmatur und Befestigungsteil gegeneinander sicher und passend zu machen,
ist es zweckmäßig, das mehrpolige Buchsenteil auf dem Befestigungsteil über geeignete
Fixierelemente in einer vorgegebenen Position genau zu fixieren und ebenso das mehrpolige
Steckerteil an der Leuchtenarmatur über ähnliche Fixierelemente in einer vorgegebenen
Position genau zu fixieren, so daß der Stecker des Steckerteils mit den Buchsen des
Buchsenteils beim Einschieben der Leuchtenarmatur in das Befestigungsteil genau fluchtet.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Variante der Erfindung weist das Befestigungsteil vier einander
paarweise gegenüberliegende und in Längsrichtung jeweils beabstandete längsseitige
Teilwände auf, so daß vier Führungsschlitze am Befestigungsteil vorhanden sind. Entsprechend
sind dann an der Leuchtenarmatur vier diesen längsseitigen Teilwänden zugeordnete
Längswandstege mit insgesamt vier Führungsnocken vorhanden. Diese Längswandstege der
Leuchtenarmatur liegen dabei paarweise gegenüber und zwar zwei Längswandstege in Höhe
der ersten Aussparung der Grundplatte und zwei Längswandstege in Höhe der zweiten
Aussparung der Grundplatte. In der Mitte zwischen den beiden Aussparungen weist die
Leuchtenarmatur vorzugsweise einen Quersteg auf, an dem das Steckerteil befestigt
werden kann. Das Buchsenteil des Befestigungsteils befindet sich dann vorzugsweise
in einem Endbereich zwischen zwei gegenüberliegenden längsseitigen Teilwänden in Höhe
zweier Führungsschlitze des Befestigungsteils. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
sind außerdem jeweils an dem mehrpoligen Buchsenteil an der den Steckbuchsen gegenüberliegenden
Seite jeweils Anschlußklemmen für die Anschlußleitungen für den wandseitigen Anschluß
vorgesehen und an dem mehrpoligen Steckerteil befinden sich an der den Steckern gegenüberliegenden
Seite jeweils die Anschlußklemmen für die Leitungen für den leuchtenseitigen Anschluß.
[0010] Die Unteransprüche betreffen bevorzugte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Aufgabenlösung.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Detailbeschreibung.
[0011] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben. Dabei zeigen
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf ein Befestigungsteil gemäß der Erfindung;
- Fig. 2
- eine Ansicht des Befestigungsteils von der einen Stirnseite her gesehen;
- Fig. 3
- eine Ansicht des Befestigungsteils von der anderen Stirnseite her gesehen;
- Fig. 4
- einen Längsschnitt durch das Befestigungsteil gemäß den Fig. 1 bis 3;
- Fig. 5
- eine Seitenansicht des Befestigungsteils gemäß den Fig. 1 bis 4;
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf eine Leuchtenarmatur, wobei nur die für die Funktion der Erfindung
wesentlichen Teile der Leuchtenarmatur eingezeichnet sind;
- Fig. 7
- einen Längsschnitt durch eine Leuchtenarmatur gemäß Fig. 6;
- Fig. 8
- einen Querschnitt durch eine Leuchtenarmatur gemäß Fig. 6 entlang der Linie VIII-VIII
von Fig. 6;
- Fig. 9
- einen weiteren Querschnitt durch eine Leuchtenarmatur gemäß der Linie IX-IX von Fig.
6;
- Fig. 10
- die auf das Befestigungsteil aufgesetzte Leuchtenarmatur im abnehmbaren Zustand nach
dem Aufsetzen;
- Fig. 11
- die auf das Befestigungsteil aufgesetzte Leuchtenarmatur nach der Montage in der Eingriffposition.
[0012] Zunächst wird unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 5 das Befestigungsteil 10 näher
beschrieben. Es handelt sich um ein Befestigungsteil für die Wand- oder Deckenbefestigung
einer Wand- oder Deckenleuchte. Das Befestigungsteil wird an der Wand so angebracht,
daß dessen Bodenplatte 11 parallel zur Decke der Wand liegt und kann dann durch Befestigung
mit Schrauben und Dübeln (nicht dargestellt), die durch die Befestigungslöcher 12
gesteckt werden an der Wand bzw. Decke fest angebracht werden.
[0013] Wie man aus Fig. 1 erkennt, ist auf diesem Befestigungsteil 10 im linken Abschnitt
ein mehrpoliges, im vorliegenden Fall vierpoliges Buchsenteil 13 angebracht. Dieses
Buchsenteil ist fest angebracht und in seiner Position genau fixiert. Diese exakte
Fixierung geschieht dadurch, daß das Buchsenteil senkrechte zylindrische Bohrungen
13d aufweist, die im Umriß dreieckige Fixiernocken 13e aufnehmen, die in die Bodenplatte
11 des Befestigungsteils 10 eingeprägt sind und von dieser nach oben hin vorstehen.
Diese Fixiernocken 13e können so bemaßt sein, daß sie ein geringes Übermaß gegenüber
dem Innendurchmesser der senkrechten Bohrung 13d aufweisen. Das mehrpolige Buchsenteil
13 wird dann nach der Positionierung und Fixierung mittels einer Befestigungsschraube
13f am Befestigungsteil 10 angebracht.
[0014] Das mehrpolige Buchsenteil 13 umfaßt im linken Abschnitt gemäß der Zeichnung Fig.
1 mehrere Anschlußklemmen 13c für elektrische Kontakte. Im rechten Teil weist das
mehrpolige Buchsenteil 13 mehrere nebeneinander liegende Steckbuchsen 13a auf, mit
jeweils innenliegenden Kontakten 13b. Dieses mehrpolige Buchsenteil 13 wird, wie nachstehend
noch näher erläutert wird, mit einem mehrpoligen Steckerteil 27 der Leuchtenarmatur
20 (siehe Fig. 6 bis 9) elektrisch verbunden.
[0015] Das Befestigungsteil 10 weist im Bereich seiner Bodenplatte 11 einen mittleren erhöhten
Teil 11a auf, der auch etwas schmaler ausgeführt ist als der linke Teil des Befestigungsteils
10, der das mehrpolige Buchsenteil 13 aufnimmt, und auch als der rechte Teil des Befestigungsteils
10, der ähnlich ausgeführt ist, wie dieser linke Teil, insbesondere im Hinblick auf
die jeweiligen längsseitigen Teilwände. Es sind vier solcher längsseitigen Teilwände
vorgesehen und zwar eine rechte längsseitige Teilwand 14a und dieser gegenüberliegend
eine weitere rechte längsseitige Teilwand 14c. Außerdem sind zwei den längsseitigen
Teilwänden 14a, 14c gleichgestaltete linke längsseitige Teilwände 14b und dieser gegenüberliegend
eine weitere linke längsseitige Teilwand 14d vorgesehen wobei diese beiden Teilwände
14a, 14c das mehrpolige Buchsenteil 13 flankieren. Die vier längsseitigen Teilwände
des Befestigungsteils 10 weisen alle vier jeweils rechteckige horizontale Führungsschlitze
15a, 15b, 15c, 15d auf, die parallel zur Bodenplatte 11 des Befestigungsteils 10 verlaufen.
Zwischen den längsseitigen Teilwänden befinden sich in der Längswand eine mittlere
Aussparung 16a und dieser gegenüberliegend ebenfalls eine mittlere Aussparung 16b
in der Längswand. Die rechteckigen Führungsschlitze 15a, b, c, d sind dadurch gebildet,
daß die längsseitigen Teilwände 14a, b, c, d waagerecht eingeschnitten sind, so daß
von den Teilwänden nur noch ein Winkelstück stehenbleibt, das in der Seitenansicht,
wie man aus Fig. 5 erkennt, eine L-Form hat. Gegenüber den offenen Enden der rechteckigen
Führungsschlitze 15a, b, c, d bleiben noch schmale senkrecht nach oben ragende Stege
19a, 19b, 19c, 19d der längsseitigen Teilwände stehen. An dem dem mehrpoligen Buchsenteil
13 gegenüberliegenden Ende weist das Befestigungsteil 10 eine Querwand 17 auf, die
durch Aussparungen von diesen schmalen Stegen 19a, c beabstandet ist und die an ihrer
nach außen gewandten Seite zwei Distanznocken 18 aufweist. Zwischen diesen beiden
Distanznocken 18 ist außerdem eine Gewindebohrung 17a für die Befestigung einer Schraube
vorgesehen für die Verbindung von Befestigungsteil 10 und Leuchtenarmatur 20, wie
weiter unten noch erläutert wird.
[0016] Nach der Anbringung des Befestigungsteils 10 an der Wand oder Decke wird nun die
Leuchtenarmatur 20, die in den Fig. 6 bis 9 dargestellt ist, auf das Befestigungsteil
10 aufgesetzt, wobei dann schon an der Leuchtenarmatur 20 sämtliche funtionswesentlichen
Teile der Leuchte angebracht sein können, also praktisch die komplette Leuchte. Diese
weiteren Teile sind jedoch in der Zeichnung zum besseren Verständnis nicht dargestellt.
Vielmehr ist nur die reine Leuchtenarmatur 20 mit den für das Verständnis der Erfindung
wesentlichen Teilen gezeigt. Diese Leuchtenarmatur 20 ist in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
im Umriß kreisrund mit einer flachen Grundplatte 21, die eine linke Aussparung 22
und eine rechte Aussparung 23 aufweist, so daß jeweils Durchbrüche gegeben sind, die
bei der Montage der Leuchtenarmatur 20 auf dem Befestigungsteil 10 den Durchgriff
der längsseitigen Teilwände 14a, 14b, 14c, 14d des rechten und des linken Teils des
Befestigungsteils 10 durch die Aussparungen 22, 23 der Leuchtenarmatur 20 ermöglichen.
Diesen längsseitigen Teilwänden 14a, b, c, d des Befestigungsteils 10 sind Längswandstege
24a, 24b, 24c, 24d der Leuchtenarmatur 20 zugeordnet, die von der Grundplatte 21 ausgehend
im rechten Winkel nach oben ragen. An diesen Längswandstegen 24a, b, c, d, sind jeweils
vorstehende Führungswölbungen 25a, 25b, 25c, 25d vorgesehen, die nach innen ragen,
so daß je zwei gegenüberliegende Führungswölbungen einander zugewandt sind. In der
Mitte zwischen den beiden Aussparungen 22, 23 weist die Leuchtenarmatur 20 einen Quersteg
28 auf, der die beiden Hälften der Grundplatte 21 verbindet und etwas aus der Ebene
der Grundplatte nach oben hin aufgebogen ist. An diesem Quersteg 28 ist ein mehrpoliges
Steckerteil 27 befestigt.
Dabei weist der Quersteg 28 wiederum Fixiernocken 27d auf, die etwas Übermaß gegenüber
zylindrischen senkrechten Bohrungen 27c des mehrpoligen Steckerteils 27 aufweisen
und der Fixierung dieses Steckerteils 27 an der Leuchtenarmatur 20 dienen. Das mehrpolige
Steckerteil 27 hat mehrere im vorliegenden Fall vier Stecker 27a, die den entsprechenden
Steckbuchsen 13a des mehrpoligen Buchsenteils 13 zugeordnet sind. Außerdem sind mehrere
Anschlußklemmen 27b, im vorliegenden Fall ebenfalls vier, vorgesehen für die notwendigen
elektrischen Anschlüsse der Leuchte.
[0017] Wie man aus Fig. 6 weiterhin erkennt, ragen von der Grundplatte 21 der Leuchtenarmatur
20 senkrecht nach oben drei kurze Stege, die der Querwand 17 des Befestigungsteils
10 zugeordnet sind. Es ist einmal ein rechter Anschlagsteg 26a und ein linker Anschlagsteg
26b vorgesehen, zwischen denen etwas zurückspringend ein mittlerer Quersteg 26c angeordnet
ist, der für die Befestigung der Schraube dient, die in die Gewindebohrung 17a eingreift
und der daher eine entsprechende Durchgangsbohrung für diese Schraube hat. Der rechte
und der linke Queranschlagsteg 26a, 26b dienen als Anschlag für die beiden Distanznocken
18 des Befestigungsteils 10 um die Bewegung des Einschiebens der Leuchtenarmatur 20
in das Befestigungsteil 10 zu begrenzen und diese gegeneinander in Einschubrichtung
genau zu positionieren. Dieser Vorgang des Einsetzens und Einschiebens der Leuchtenarmatur
20 bei der Montage an dem Befestigungsteil 10 wird nun nachfolgend unter Bezugnahme
auf die Fig. 10 und 11 näher erläutert.
[0018] Zunächst wird wie in Fig. 10 dargestellt die Leuchtenarmatur 20 auf das an der Wand
oder Decke befestigte Befestigungsteil 10 aufgesetzt, so daß dann die beiden Längswandstege
24a, 24b und 24c, 24d, die längsseitigen Teilwände 14a, 14b, bzw. 14c, 14d des Befestigungsteils
10 jeweils außenseitig flankieren und der mittige Quersteg 28 sich, wie man aus Fig.
10 sieht, im rechten Teil der mittleren Aussparungen 16a, 16b der Längswände des Befestigungsteils
10 befindet. Die Führungswölbungen 25a, b, c, d der Leuchtenarmatur 20 liegen dann
noch frei, so daß die Leuchtenarmatur nach oben abgehoben werden kann vom Befestigungsteil
10, wobei das mehrpolige Steckerteil 27 ebenfalls noch außer Eingriff ist mit dem
mehrpoligen Buchsenteil 13 des Befestigungsteils 10.
[0019] Nun wird aus dieser in Fig. 10 dargestellten Position die Leuchtenarmatur 20 gegenüber
dem Befestigungsteil 10 in der Zeichnung nach links verschoben, so daß die Führungswölbungen
25a, b, c, d in die rechteckigen Führungsschlitze 15a, b, c, d gelangen. Sobald dieser
Eingriff in die Führungsschlitze gegeben ist, kann die Leuchtenarmatur 20 nicht mehr
vom Befestigungsteil 10 abgehoben werden. Durch die außenseitig an den längsseitigen
Teilenden 14a, b, c, d anliegenden Längswandstege 24a, b, c, d ist die Leuchtenarmatur
20 gegenüber dem Befestigungsteil 10 auch in Richtung quer zur Einschubrichtung fixiert.
Es besteht also bereits eine Fixierung in zwei Koordinatenrichtungen. Die Führungswölbungen
25a, b, c, d werden dann beim weiteren Verschieben der Leuchtenarmatur 20 gegenüber
dem Befestigungsteil 10 in den Führungschlitzen 15a, b, c, d gleiten bis zum hinteren
geschlossenen Ende der Führungsschlitze. Die Distanznocken 18 des Befestigungsteils
10 gelangen dann zum Anschlag an den beiden Queranschlagstegen 26a, 26b, wodurch auch
die Festlegung in der dritten Koordinatenrichtung gegeben ist. Gleichzeitig mit dieser
mechanischen Befestigung erfolgt auch die elektrische Verbindung, da beim Verschieben
der Leuchtenarmatur 20 gegenüber dem Befestigungsteil 10 in der durch die Führungsschlitze,
Führungswölbungen, längsseitigen Teilwände und Längswandstege vorgegebenen geführten
Bewegung die Stecker 27a des mehrpoligen Steckerteils 27 in die Steckbuchsen 13a des
mehrpoligen Buchsenteils 13 gelangen und in der Endstellung, die in Fig. 11 dargestellt
ist, die Stecker 27a vollständig in die Steckbuchsen 13a eingeschoben sind, so daß
die elektrische Verbindung hergestellt ist.
Dabei kann ein kleiner Rastwiderstand vorgesehen sein, der gegen Ende der Verschiebebewegung
überwunden werden muß, so daß die Leuchtenarmatur in die Eingriffposition einrastet.
1. Montagevorrichtung für eine Leuchte umfassend ein an einer Wand oder Decke anbringbares
Befestigungsteil und eine an diesem Befestigungsteil anbringbare Leuchtenarmatur mit
Anschlußeinrichtungen für die für die Leuchte notwendigen elektrischen Leitungen,
dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungsteil (10) von seiner wandparallel oder
deckenparallel anbringbaren Bodenplatte (11) etwa senkrecht abragende sich nur über
einen Teil der Länge des Befestigungsteils erstreckende längsseitige Teilwände (14a,
14b, 14c, 14d) aufweist mit parallel zur Bodenplatte (11) des Befestigungsteils ausgerichteten
Führungseinrichtungen (15a, 15b, 15c, 15d),
daß auf dem Befestigungsteil (10) ein ebenfalls in Längsrichtung ausgerichtetes mehrpoliges
Buchsenteil (13) oder Steckerteil fest angebracht und in seiner Position genau fixiert
ist,
daß die Leuchtenarmatur (20) eine im montierten Zustand zur Bodenplatte (11) des Befestigungsteils
(10) Parallele Grundplatte (21) aufweist mit einer ersten Aussparung (22) und einer
zweiten Aussparung (23), die bei der Montage der Leuchtenarmatur (20) von den längsseitigen
Teilwänden (14a, 14b, 14c, 14d) des Befestigungsteils (10) durchgriffen werden,
daß die Leuchtenarmatur (20) Längswandstege (24a, 24b, 24c, 24d) aufweist, die von
der Grundplatte (21) der Leuchtenarmatur etwa im rechten Winkel nach oben ragen und
nach der Montage an dem Befestigungsteil (10) jeweils außenseitig an dessen längsseitigen
Teilwänden anliegen,
daß die Leuchtenarmatur (20) an den Längswandstegen (24a, b, c, d) Führungselemente
(25a, b, c, d) aufweist, die mit den Führungseinrichtungen (15a, b, c, d) des Befestigungsteils
(10) zusammenwirken,
daß auf der Leuchtenarmatur ein mehrpoliges Steckerteil (27) oder Buchsenteil befestigt
ist in genau fixierter Position,
und daß bei der Montage der Leuchtenarmatur (20) an dem Befestigungsteil (10) bei
Verschieben der Leuchtenarmatur (20) in Längsrichtung des Befestigungsteils (10) diese
einerseits in einen kraftschlüssigen Eingriff mit dem Befestigungsteil (10) gelangt,
die Leuchtenarmatur (20) in einer Eingriffs- und Anschlagposition gegenüber dem Befestigungsteil
(10) in allen drei Raumrichtungen lagefixiert ist und andererseits gleichzeitig das
Buchsenteil (13) eine elektrische Steckverbindung mit dem Steckerteil (27) eingeht.
2. Montagevorrichtung für eine Leuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Führungseinrichtungen des Befestigungsteils (10) etwa rechteckige Führungsschlitze
(15a, b, c, d) sind, die parallel zur Bodenplatte (11) des Befestigungsteils (10)
verlaufen und in die längsseitigen Teilwände (14a, b, c, d) eingeschnitten sind.
3. Montagevorrichtung für eine Leuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Führungsschlitze (15a, b, c, d) zu einer Längsseite des Befestigungsteils (10) hin
offen und an ihrem anderen Ende geschlossen sind, und daß die längsseitigen Teilwände
(14a, b, c, d) Winkelstücke mit einer etwa umgekehrten L-Form sind.
4. Montagevorrichtung für eine Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Leuchtenarmatur (20) von der Grundplatte (21) ausgehend im rechten Winkel
nach oben ragende Längswandstege (24a, b, c, d) aufweist, an denen jeweils nach innen
vorstehende jeweils paarweise einander gegenüberliegende Führungswölbungen (25a, b,
c, d) angebracht sind, die in die rechteckigen Führungsschlitze (15a, b, c, d) des
Befestigungsteils (10) eingreifen.
5. Montagevorrichtung für eine Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Grundplatte (21) quer zu den Längswandstegen (24a, b, c, d) wenigstens
ein Anschlagsteg (26a, b) vorgesehen ist, der von der Grundplatte (21) etwa senkrecht
nach oben ragt und als stirnseitiger Anschlag für Distanznocken (18) des Befestigungsteils
(10) beim Einschieben der Leuchtenarmatur (20) in das Befestigungsteil (10) in der
Endstellung dient.
6. Montagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein
weiterer Quersteg (26c) von der Grundplatte (21) im Bereich der Anschlagstege (26a,
b) nach oben ragt mit einer Bohrung für eine Schraube, so daß man mittels einer durch
eine Gewindebohrung (17a) der Querwand (17) des Befestigungsteils (10) geschraubten
Schraube Befestigungsteil (10) und Leuchtenarmatur (20) in der montierten Stellung
zusätzlich gegeneinander fixieren kann.
7. Montagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das
mehrpolige Buchsenteil (13) über Fixierelemente (13e) auf dem Befestigungsteil (10)
in einer vorgegebenen Position genau fixiert ist und das mehrpolige Steckerteil (27)
an der Leuchtenarmatur (20) über Fixierelemente (27d) in einer Position genau fixiert
ist, in der die Stecker des Steckerteils (27) mit den Buchsen des Buchsenteils (13)
beim Einschieben der Leuchtenarmatur (20) in das Befestigungsteil (10) miteinander
genau fluchten.
8. Montagevorrichtung für eine Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Befestigungsteil (10) vier einander paarweise gegenüberliegende und in Längsrichtung
jeweils beabstandete längsseitige Teilwände (14a, b, c, d) aufweist und die Leuchtenarmatur
(20) vier diesen längsseitigen Teilwänden zugeordnete entsprechend angeordnete Längswandstege
(24a, b, c, d) aufweist.
9. Montagevorrichtung für eine Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das mehrpolige Buchsenteil (13) an seiner den Steckbuchsen (13a) gegenüberliegenden
Seite jeweils für jeden Pol Anschlußklemmen (13c) aufweist und das mehrpolige Steckerteil
(27) an seiner den Steckern (27a) gegenüberliegenden Seite für jeden Pol jeweils eine
Anschlußklemme (27b) aufweist.