[0001] Die Erfindung betrifft eine Antenneneinheit, insbesondere zur Verwendung bei der
drahtlosen Fernablesung von Verbrauchsmessern, gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Eine derartige Antenneneinheit ist in der EP 0 619 620 A2 beschrieben. Bei ihr umfaßt
die Antenneneinheit einen einzigen gebogenen Antennenarm, der an seinem einen Ende
mit der Leistungsstufe eines UHF-Sendekreises verbunden ist.
[0003] Es wurde nun herausgefunden, daß bei derartigen Antenneneinheiten das Arbeitsverhalten
stark von der jeweiligen Umgebung abhängt, z. B. durch an der Antenneneinheit vorbeilaufende
Personen oder vor die Antenneneinheit gestellte Gegenstände (z. B. im Falle von an
Heizkörpern angebrachten Wärmeverbrauchsmessern Sessel, Vorhänge und dergleichen).
[0004] Durch die vorliegende Erfindung soll eine Antenneneinheit gemäß dem Oberbegriff des
Anspruches 1 dahingehend verbessert werden, daß sie in ihrem Arbeitsverhalten weniger
empfindlich auf in ihrer Nachbarschaft befindliche Hindernisse reagiert.
[0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch eine Antenneneinheit mit den im Anspruch
1 angegebenen Merkmalen.
[0006] Die Erfindung macht davon Gebrauch, daß die meisten der in Haushalten in der Nachbarschaft
von Verbrauchsmessern von Fall zu Fall unterschiedlich aufgestellten Hindernisse und
auch der sonstigen in der Nachbarschaft von Sende- und/oder Empfangsantennen angetroffenen
Hindernisse Dielektrika darstellen. Diese haben einen stärkeren Einfluß auf das Arbeitsverhalten
einer solchen Antenne, welche in unmittelbarer Nachbarschaft der Antenne ein überwiegend
elektrische Anteile aufweisendes Wechselfeld aufweist. Die erfindungsgemäße Antenneneinheit
erzeugt dagegen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft ein elektromagnetisches Wechselfeld
mit überwiegend magnetischem Anteil, und aus diesem Grunde wird das Arbeitsverhalten
der erfindungsgemäßen Antenneneinheit nur wenig durch die üblicherweise in der Nähe
von in Verbrauchsmessern oder anderen eine Antenneneinheit enthaltenden Geräten angefundenen
Hindernisse beeinträchtigt.
[0007] Auch arbeitet die erfindungsgemäße Antenneneinheit auch gut in der Nachbarschaft
großer Metallflächen, wie sie häufig in unmittelbarer Nachbarschaft von Verbrauchsmessern
angefunden werden (Zählergehäuse bei Gas-/Stromzählern, Heizkörper und Wasserleitungen
in der Nachbarschaft von Wärmemengenzählern).
[0008] Eine erfindungsgemäße Antenneneinheit kann auch deutlich kleiner als ein Viertel
der Wellenlänge der zur Datenübertragung verwendeten Frequenzbänder (200 bis 1 000
MHz, in Europa überwiegend 433,92 MHz) gebaut werden, wobei sie trotzdem einen guten
Abstrahlwirkungsgrad hat, was ermöglicht, daß der Strombedarf des drahtlos ablesbaren
Verbrauchsmessers klein gehalten werden kann. Letzteres ist im Hinblick darauf, daß
die zum Betreiben der Verbrauchsmesser verwendeten Mehrjahres-Batterien für die gesamte
Eichdauer, also etwa fünf bis zwölf Jahre, ausreichen soll, von Vorteil.
[0009] Eine erfindungsgemäße Antenneneinheit läßt sich mit Vorteil auch in einem Empfänger
einsetzen, z.B. in einer zentralen Erfassungseinheit, die mit durch Funk auslesbaren
Verbrauchsmessern zusammenarbeitet. Sie gewährleistet bei dieser Anwendung durch ihre
hohe Güte eine starke Unterdrückung von Fremdsendern ohne Verstärkerübersteuerung
und eine gute Unterdrückung von durch Nichtlinearitäten des Senders bedingten Oberwellen,
ohne daß hierzu gesonderte Filtermaßnahmen erforderlich wären.
[0010] Eine erfindungsgemäße Antenneneinheit eignet sich auf Grund der oben geschilderten
Eigenschaften auch gut als Sende/Empfangsantenne in bidirektionalen Datenübertragungsanwendungen.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben.
[0012] Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 2 erhält man eine induktive Ankopplung
an einen UHF-Sendekreis (oder Empfänger). Auf diese Weise ist die Antenneneinheit
gleichstrommäßig vom Sender/Empfänger getrennt (Vermeidung von Potential- und Sicherheitsproblemen),
und man kann durch entsprechende Bemessung der Speiseinduktivität auch gleichzeitig
eine Impedanzanpassung an den angeschlossenen Sender/Empfänger vornehmen, denn typische
Strahlungswiderstände von hier interessierenden Antennen liegen im Bereich von 30
bis 200 mOhm, die typischen Impedanzen von Sendern und Empfängern im Bereich von 50
Ohm.
[0013] Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 3 gestattet es, den Phasenwinkel zwischen
dem Strom in der Speiseinduktivität und dem Strom in den Antennenarmen auf einen gewünschten
Phasenwinkel einzustellen, insbesondere den Phasenwinkel 0.
[0014] Auch die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 4 dient der Optimierung der Anpassung
von Antenneneinheit und Sender bzw. Empfänger und zum Ausgleich von Fertigungstoleranzen.
[0015] Eine Antenneneinheit, wie sie im Anspruch 5 angegeben ist, läßt sich sehr einfach
aus elektrisch gut leitendem Rohrmaterial durch Abschneiden und Schlitzen einzelner
Ringe herstellen.
[0016] Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 6 ist im Hinblick auf eine möglichst
gute Führung der Feldlinien im Spalt zwischen den Enden der Antennenarme und im Hinblick
auf geringen ohmschen Widerstand der Antenneneinheit von Vorteil. Das Zusammenhalten
der Feldlinien ist im Hinblick auf das Kleinhalten von Rückwirkungen von Hindernissen
auf das Arbeitsverhalten der Antenneneinheit von Vorteil. Aus Gründen langer Haltbarkeit
der Betriebsbatterie des Verbrauchsmessers sind geringe ohmsche Verluste wünschenswert:
Diese können für erfindungsgemäße Antenneneinheiten bei einigen mOhm oder Bruchteilen
hiervon liegen, sind also viel kleiner als der Strahlungswiderstand von typischerweise
30 bis 200 mOhm. Man hat somit in den erfindungsgemäßen Antenneneinheiten eine hohe
Kreisgüte von 100 bis 1000. Letzteres ist auch im Hinblick auf die Unterdrückung von
durch einen nichtliniearen Sendekreis erzeugten Neben- und Oberwellen durch die Antenneneinheit
von Vorteil.
[0017] Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 7 erlaubt ein sehr einfaches Herstellen
der Antennenarme unter Verwendung der bekannten und preisgünstig durchzuführenden
Technologie gedruckter Leiterbahnen. Die Dicke mit konventionellen Techniken erzeugter
gedruckter Leiterbahnen ist im Hinblick auf die Antennenwirkung ausreichend, da das
Feld bei den hier in Frage stehenden Frequenzen zwischen 200 bis 1 000 MHz in der
Praxis in Deutschland von 433,92 MHz nur wenige um in die Leiterbahn eindringt. Durch
entsprechende Bemessung der Breite der Leiterbahn erhält man einen ausreichend kleinen
Widerstand der Antennenarme im Bereich von einigen mOhm. Über die Geometrie der Leiterbahn
läßt sich auf sehr einfache Weise das Abstrahlverhalten der Antenneneinheit vorgeben.
Typischerweise sind für die Funkfernauslesung von Verbrauchszählern lichte Abmessungen
der Antennenarm-Leiterbahn im Bereich von 50 x 50 mm ausreichend.
[0018] Ein weiterer Vorteil der Ausbildung der Antenneneinheit gemäß Anspruch 7 ist der,
daß man auf der die Leiterbahn tragenden Leiterplatte auch zusätzliche weitere elektronische
Komponenten anordnen und zusammenschalten, die zum UHF-Sender gehören oder zur Ankopplung
der Antenneneinheit an den UHF-Sender (bzw. Empfänger) gehören.
[0019] Gemäß Anspruch 8 kann man auch die potentialfreie Ankopplung und impendanzmäßig Anpassung
der Antennenarme an den Sender bzw. Empfänger auf einfache Weise realisieren, wobei
die Zuordnungsgeometrie zwischen Speiseinduktivität und Antennenarmen fest vorgegeben
ist, so daß hier keine Montagefehler auftreten können.
[0020] Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 9 ist im Hinblick auf eine gute magnetische
Kopplung zwischen Speiseinduktivität und Antennenarmen von Vorteil.
[0021] Die Weiterbildungen der Erfindung gemäß den Ansprüchen 10 und 11 ermöglichen ein
einfaches Anpassen der Größe der Speiseinduktivität noch durch den Benutzer.
[0022] Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 12 gestattet es auf einfache Weise,
auch den die Enden der Antennenarme verbindenden Kondensator auf der die Antennenarme
tragenden Leiterplatte auszubilden. Bezüglich der durch die hohe Dielektrizitätskonstante
und den niederen dielektrischen Verlustfaktor des Abschlußkondensators erhaltenen
Vorteile der Antenneneinheit wird auf die obigen Ausführungen zum Anspruch 6 Bezug
genommen.
[0023] Dabei kann man gemäß Anspruch 13 auf besonders einfache Weise und ohne zusätzlich
Montagearbeiten und ohne Bohren der Leiterplatte diesen Anschlußkondensator anbringen,
während die Variante gemäß Anspruch 14 im Hinblick auf eine besonders sparsame Verwendung
des verhältnismäßig teueren Kondensator-Dielektrikums von Vorteil ist. Das Anbringen
des im Anspruch 12 näher angegebenen Anschlußkondensators kann auf einfache Weise
ähnlich wie bei surface-mounted-Komponenten erfolgen.
[0024] Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 15 gestattet es, über die Lage der
Unterbrechungen in der eine Kondensatorplatte bildenden Leiterbahn die Kapazität des
Anschluß-Kondensators einfach auch an der fertiggestellten Antenneneinheit einzustellen,
z.B. durch mechanisches Ritzen oder Unterbrechen der Leiterbahn unter Verwendung eines
Lasers.
[0025] Eine Antenneneinheit, wie sie im Anspruch 16 angegeben ist, eignet sich gut in Verbindung
mit Geräten, wie z.B. Verbrauchsmessern, die von Hause aus ein zylindrisches Gehäuse
haben, z.B. Wasseruhren und dergleichen, und kann sogar selbst eine Umfangswand des
Gehäuses des Gerätes bilden.
[0026] Bei einer Antenneneinheit gemäß Anspruch 17 hat man eine besonders gute Unabhängigkeit
des Sendevermögens bzw. Empfangsvermögens von der Gegenwart oder nicht Gegenwart ausgedehnter
metallischer Objekte in der Nachbarschaft der Antenneneinheit.
[0027] Durch die gemäß Anspruch 18 vorgesehene metallische Anschirmplatte werden in dem
hinter den Antennenarmen liegenden Halbraum definierte Feldverhältnisse geschaffen,
die dann durch die Gegenwart weiterer Hindernisse nicht mehr nennenswert modifiziert
werden; die Eigenschaften der Abschirmplatte lassen sich schon bei der Auslegung der
Antenneneinheit mit berücksichtigen.
[0028] Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 19 ist im Hinblick auf eine nochmals
verbesserte Unempfindlichkeit der Antenneneinheit gegenüber Gegenwart oder Nichtgegenwart
von dielektrischen Hindernissen von Vorteil.
[0029] Das Vorsehen einer solchen weiteren Schirmung kann fertigungstechnisch besonders
einfach und besonders preisgünstig gemäß Anspruch 20 erfolgen.
[0030] Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
- Figur 1:
- ein Blockschaltbild eines Wärmeverbrauchsmeßgerätes mit Funkauslesung des Zählerstandes;
- Figur 2:
- ein erstes Ausführungsbeispiel für eine Antenneneinheit des Verbrauchsmessers nach
Figur 1;
- Figur 3:
- eine Aufsicht auf die eine Seite einer abgewandelten Antenneneinheit für das Verbrauchsmeßgerät
nach Figur 1;
- Figur 4:
- eine Aufsicht auf die Rückseite der in Figur 3 gezeigten Antenneneinheit;
- Figur 5:
- eine Teilansicht einer Antenneneinheit, die durch Abwandlung der in Figur 3 gezeigten
Antenneneinheit erhalten ist;
- Figur 6:
- eine teilweise weggebrochene vergrößerte Ansicht eines durch Leiterbahnen gebildeten
flachen Abschlußkondensators der Antenneneinheit nach Figur 5;
- Figur 7:
- eine ähnliche Ansicht wie Figur 5, in welcher eine weiter abgewandelte Antenneneinheit
wiedergegeben ist;
- Figur 8:
- ein erstes Ausführungsbeispiel für eine hülsenförmige Antenneneinheit;
- Figur 9:
- eine ähnliche Ansicht wie Figur 8, in welcher eine abgewandelte Antenneneinheit gezeigt
ist; und
- Figur 10:
- ein Blockschaltbild eines Verbauchsmessers mit drahtlos umschaltbarer Arbeitscharakteristik.
[0031] Bei dem in Figur 1 wiedergegebenen Wärmeverbrauchsmeßgerät mit Funkauslesung des
Zählerstandes ist ein Temperaturfühler 10 thermisch an einen Wärmreverbraucher z.B.
einen Heizkörper angekoppelt. Das Ausgangssignal des Temperaturfühlers 10 wird über
einen Analog-/Digitalwandler 12 auf den einen Eingang eines digitalen Multiplizierkreises
14 gegeben. Der zweite Eingang des Multiplizierkreises 14 erhält das Ausgangssignal
eines Festwertspeichers 16, der über eine Buchse 18 mit einer für die Wärmeabgabeleistung
des Heizkörpers charakeristischen Zahl beschrieben werden kann. Bei einem Warmwasserzähler
kann der zweite Eingang des Muliplizierkreises 14 mit dem Ausgang eines Durchflußmessers
20 verbunden sein, wie gestrichelt angedeutet.
[0032] Das Ausgangssignal des Multiplizierkreises 14 gelangt auf einen Integrierkreis 22.
[0033] Dessen Ausgang ist mit einer am Gehäuse des Verbrauchsmessers angebrachten Anzeige
24, an welcher der Benutzer den jeweiligen Verbrauch ablesen kann, sowie mit dem einen
Eingang eines Zeichenverkettungskreises 26 verbunden. Letzterer setzt den momentan
vorliegenden Zählerstand mit in einem Festwertspeicher 28 abgelegten Zeichenketten
zusammen, welche die Identifikation der Meßstelle und charakterisische Größen des
Wärmeverbrauchsmessers beinhalten. Die zusammengesetzte Zeichenkette, welche, wie
gesagt, den aktuellen Zählerstand beinhaltet, wird auf einen Parallel-/Seriell-Umsetzer
30 gegeben.
[0034] Durch die an dessen Ausgang erhaltene Zeichenfolge wird ein Modulator 32 gesteuert,
dessen Arbeitsfrequenz dem Baudratentakt (in der Praxis 300-19200 Baud) entspricht.
Das Ausgangssignal des Modulators 32 steuert die Modulation (AM oder FM) eines UHF-Sendekreis
34, dessen Grundarbeitsfrequenz im Bereich zwischen 200 und 1 000 MHz gewählt ist,
in Europa in der Regel bei 433,92 MHz. Dessen Ausgang ist mit der einen Anschlußklemme
einer insgesamt mit 36 bezeichneten Antenneneinheit verbunden. Die zweite Anschlußklemme
der Antenneneinheit 36 ist mit der bei 38 angedeuteten Masseleitung des Sendekreises
34 verbunden.
[0035] Die Antenneneinheit 36 umfaßt eine Speiseinduktivität 40 sowie eine hierzu in Reihe
geschaltete vorzugsweise einstellbare Kapazität 42. Der hierdurch gebildete LC-Kreis
verbindet die beiden Anschlußklemmen der Antenneneinheit 36. An den auf Massepotential
liegenden Anschluß der Antenneneinheit 36 kann ferner der Mittelpunkt zweier in Reihe
geschalteter Arminduktivitäten 44, 45 angeschlossen sein, wie gestrichelt angedeutet;
vorzugsweise werden die Arminduktivitäten aber gleichspannungsmäßig potentialfrei
gehalten. Diese bilden räumlich zwei Antennenarme, welche zusammen einen im wesentlichen
geschlossenen Ring bilden.
[0036] Unter Ring soll im Zusammenhang mit der vorliegenden Anmeldung jede in sich geschlossene
geometrische Struktur verstanden werden, nicht nur Kreisringe. Ring beinhaltet somit
auch geschlossene Polygone wie Rechtecke. Wichtig für die vorliegende Erfindung ist,
daß der Antennenarm-Ring nicht vollständig geschlossen ist, vielmehr an einer Stelle,
die dem Mittelpunkt der Verbindungsleitung zwischen den Arminduktivitäten 44 gegenüberliegt,
eine Unterbrechung vorliegt, die durch eine Abschlußkapazität 46 überbrückt ist.
[0037] Auf diese Weise arbeitet die Antenneneinheit 36 als kompakte induktive Antenne, wobei
deren Abmessungen erheblich kleiner sind als die Wellenlänge der abgestrahlten elekromagnetischen
Wellen (diese liegt bei 433 MHz bei etwa 70 cm). In der Praxis lassen sich mit guten
Wirkungsgrad (20 bis 70%) gemäß der vorliegenden Erfindung Antenneneinheiten realisieren,
deren Abmessungen im Bereich von einem Zwanzigstel der Wellenlänge oder darunter liegt.
Einzelheiten praktischer Ausführungsformen der Antenneneinheit 36 werden weiter unter
Bezugnahme auf die Figuren 2 bis 9 beschrieben.
[0038] Der Verbrauchsmesser gemäß Figur 1 sendet nur während ausgewählter sehr kurzer Zeitspannen
innerhalb eines Tages, um die Belastung der für das Betreiben der logischen Komponenten
und Leistungskomponenten benötigten Batterien, die schematisch bei 48 bzw. 50 angedeutet
sind, über die Eichdauer des Verbrauchsmessers hinweg aufrechtzuerhalten, was in der
Praxis Funktionsfähigkeit über fünf bis zwölf Jahre bedeutet.
[0039] Ein statistisch arbeitender Sendezeitgenerator 52 bestimmt stochastisch über den
Tag verteilt einige wenige, z.B. vier Sendefenster, deren Dauer in der Praxis etwa
10 ms betragen kann. Einzelheiten eines solchen Sendezeitgenerators sind in der DE
42 25 042 A1 beschrieben, auf welche diesbezüglich in vollem Umfange verwiesen wird.
[0040] Zu Beginn eines der stochastisch verteilten Sendefenster aktiviert der Sendezeitgenerator
52 zunächst den Zeichenverkettungskreis, und nach Ablauf einer kurzen Zeitspanne,
die für das Zusammensetzen des Zählerstandes und des Inhaltes des Festwertspeichers
28 ausreicht, wird dieses erste, auf einer Steuerleitung 54 bereitgestellte Signal
beendet. Anschließend werden der Umsetzer 30, der Modulator 32 und der Sendekreis
34 durch ein auf einer zweiten Steuerleitung 56 abgegebenes Aktivierungssignal für
die zum Senden der Gesamtzeichenkette erforderliche Zeit aktiviert (typischerweise
10 ms).
[0041] Figur 2 zeigt ein erstes praktisches Ausführungsbeispiel für eine Antenneneinheit
36.
[0042] Auf einer Leiterplatte ist eine Kupferhülse 60 angeordnet, die am in der Zeichnung
oben liegenden Punkt einen schmalen durchgehenden Schlitz 62 aufweist. Dieser hat
in der Praxis eine Breite von Bruchteilen eines Millimeters, z.B. 0,2 mm. In den Schlitz
62 ist ein Isolierstück 64 aus einem Material eingesetzt, welches hohe Dieelektrizitätskonstante
bei niederem dielektrischem Verlustfaktor und geringen Temperaturgang seiner dielektrischen
Eigenschaften aufweist. In der Praxis kann das Isolierstück z.B. aus einer dünnen
Isolierglasscheibe bestehen.
[0043] Die Kupferhülse 60 kann in der Praxis einen Durchmesser von 30 mm eine Dicke von
3mm und eine axiale Abmessung von 7 mm haben. Eine solche Kupferhülse kann einfach
durch Ablängen eines entsprechenden Kupferrohres hergestellt werden. Der Schlitz 62
kann vor dem Ablängen im Kupferrohr oder nach dem Ablängen in der Kupferhülse angebracht
werden. Das aus Glas bestehende Isolierstück 64 ist im Preßsitz zwischen die Wände
des Schlitzes 62 eingefügt.
[0044] Auf diese Weise bilden die Wände des Schlitzes 62 die Platten, das Isolierstück 64
das Dielektrikum der Abschlußkapazität 46, welche die freien Ende von zwei Antennenarmen
66, 68 überbrückt, wobei die Antennenarme 66, 68 durch die beiden Hälften der Kupferhülse
60 gebildet sind, die sich zu den beiden Seiten des durch den Schlitz 62 verlaufenden
Ringdurchmessers befinden.
[0045] Der in Figur 2 unterste Punkt der Kupferhülse 60 ist über einen Leiter 70 mit flächenhaften
Leiterbahn 72 verbunden, die auf der Rückseite der Leiterplatte 58 vorgesehen ist
und geerdet sein kann, aber nicht muß.
[0046] Von der flächenhaften Leiterbahn 72 gehen symmetrisch zu beiden Seiten der Ringmittelinie
liegend zwei abgeknickte Schirmleiterbahnen 74, 76 sowie eine auf der Mittellinie
der Antenneneinheit liegende Schirmleiterbahn 78 aus.
[0047] Im in Figur 2 links unten gelegenen Bereich der Leiterplatte 58 ist auf der in Figur
2 hinten liegenden Seite eine gedruckte Kondensatorplatte 80 vorgesehen. Über dieser
liegt durch die Leiterplatte 58 getrennt eine weitere Kondensatorplatte 82. Die beiden
gedruckten Kondensatorplatten 80, 82 bilden zusammen mit dem zwischen ihnen liegenden
Abschnitt der Leiterplatte 58 als Dielektrikum die Kapazität 42.
[0048] Die gedruckte Kondensatorplatte 80 steht mit dem einen Ende einer streifenförmigen
Leiterbahn 84 in Verbindung, deren zweites Ende mit der Masse-Leiterbahn 72 verbunden
ist. Auf diese Weise bildet die Leiterbahn 84 die Speiseinduktivität 40.
[0049] Der Anschluß der Antenneneinheit 36 gemäß Figur 2 an den Sendekreis 34 erfolgt somit
an der Kondensatorplatte 82 und der Masse-Leiterbahn 72.
[0050] Um die Abschlußkapazität 46 noch zusätzlich elektrostatisch zu schirmen, ist am Ende
der Schirmleiterbahn 78 ein vergrößerter Kopfabschnitt 86 vorgesehen, welcher die
Enden der Antennenarme 66, 68 noch überdeckt.
[0051] Zur zusätzlichen kapazitiven Schirmung ist über der Kupferhülse 60 eine weitere Leiterplatte
88 angeordnet, die gleiche Geometrie aufweist wie die Leiterplatte 58, wobei aber
die Kondensatorplatte 82 dieser Leiterplatte unverbunden bleibt.
[0052] Die so gebildete Sandwichstruktur aus den Leiterplatten 58, der Kupferhülse 60 und
der Leiterplatte 88 ist über Distanzhülsen 90 mit einer allseitig überstehenden metallischen
Abschirmplatte 72 verbunden. Diese gibt für den rückwärtigen Halbraum der Antenneneinheit
36 definierte Leitfähigkeitsverhältnisse vor, so daß die Sendecharakteristik der Antenneneinheit
36 weitgehend unabhängig davon ist, ob sich im Rückraum der Antenneneinheit 36 metallische
Gegenstände befinden, bzw. welche spezielle Geometrie derartige metallische Hindernisse
haben.
[0053] Bei einer Antenneinheit, wie sie soeben beschrieben wurde beträgt die Änderung der
Antennencharakteristik durch einen in einer Entfernung von 10 cm aufgestellten Gegenstand
nur weniger als 15%.
[0054] Bei der in den Figuren 3 und 4 Antenneneinheit besteht eine Leiterplatte 94 aus einem
Material, welches hohe Dielektrizitätskonstante und geringe dielektrische Verluste
aufweist. Ein derartiges Plattenmaterial ist z.B. ein Glasfasergewebe, welches in
eine entsprechende dielektrische Eigenschaften aufweisende Kunstharzmatrix eingebettet
ist. Derartige Spezial-Leiterplattenmaterialien sind im Handel erhältlich.
[0055] Die Arminduktivitäten 44 sind durch eine Rechteckkontur aufweisende gedruckte Leiterbahn
96 gebildet, welche dem Rand der Leiterplatte 94 unter kleinem Abstand folgt und in
ihrem oberen horizontalen Bahnabschnitt eine Unterbrechung 98 aufweist. Die Mitte
des unteren horizontalen Leiterbahnabschnittes ist mit einem Masseanschluß 100 verbunden.
Auf diese Weise gibt die Leiterbahn 96 zwei C-förmige Antennenarme 102, 104 vor.
[0056] Auf der Rückseite der Leiterplatte 94 ist eine gedruckte streifenförmige Kondensatorplatte
106 vorgesehen, welche mit den oberen freien Schenkeln der Antennenarme 102, 104 fluchtet.
Die Kondensatorplatte 106 bildet so zusammen mit den Endabschnitten der Antennenarme
102, 104 und dem dazwischenliegenden Abschnitt der Leiterplatte 94 als Dielektrikum
die Abschlußkapazität 46.
[0057] Die Größe der Abschlußkapazität 46 kann dadurch eingestellt werden, daß man in der
Kondensatorplatte 106 Unterbrechungen 108 vornimmt, z. B durch mechanisches Durchritzen
oder lokales Verdampfen unter Einsatz eines Lasers. Vorzugsweise erfolgt das Abstimmen
der Abschlußkapazität 46 so, daß die Symmetrie der Abschlußkapazität 46 bezüglich
der Mittellinie der Antenneneinheit 36 gewahrt bleibt.
[0058] Auf der Rückseite der Leiterplatte 94 ist ferner eine schleifenförmige Leiterbahn
110 vorgesehen, welche die Speiseinduktivität 40 bildet.
[0059] Die beiden Anschlußfahnen der Leiterbahn 110 sind unterbrochen und durch einen im
Surface Mounting angebrachten Kondensator 112 bzw. einen durch Surface Mounting angebrachten
Abgleichwiderstand 114 überbrückt. Der Kondensator 112 entspricht der in Figur 1 mit
42 bezeichneten Kapazität.
[0060] Man erkennt, daß eine Antenneneinheit 36, wie sie in den Figuren 3 und 4 gezeigt
ist, in großen Stückzahlen preisgünstig hergestellt werden kann.
[0061] Durch die Größenrelation zwischen der Leiterbahn 96 und der Leiterbahn 110 läßt sich
das Übertragungsverhältnis des durch diese beiden Leiterbahnen gebildeten Transformators
auf einfache Weise vorgeben, damit auch die impedanzmäßige Anpassung der durch die
Leiterbahnen 96 gebildeten Arminduktivitäten 44 an den Ausgangswiderstand des Sendekreises
34.
[0062] Bei dem abgewandelten Ausführungsbeispiel nach Figur 5 ist die Leiterplatte 94 aus
normalem Leiterplattenmaterial hergestellt. Auf die Oberseite der freien Endabschnitte
der Antennenarme 102, 104 ist ein spezieller flacher Abschlußkondensator 116 aufgelötet,
der ebenfalls in Leiterplattentechnik hergestellt ist.
[0063] Wie aus Figur 6 ersichtlich, umfaßt der Abschlußkondensator 116 eine Substratplatte
118, die aus einem Material mit hoher Dielektrizitätskonstanten, geringem dielektrischem
Verlustfaktor und hoher Temperaturkonstanz der vorgenannten dielektrischen Eigenschaften
hergestellt ist. Ein derartiges Material ist unter der Typbezeichnung RO3000 von der
Rogers Corp. zu beziehen.
[0064] Die Substratplatte 118 trägt auf ihrer Oberseite eine Kondensatorplatte 120, deren
Rand allseitig vom Rand der Substratplatte 118 beabstandet ist, um zu vermeiden, daß
beim Auflöten des Abschlußkondensators 116 auf die Antennenarme 102, 104 durch überschüssiges
Lötzinn ein unbeabsichtigter Kontakt zur Kondensatorplatte 120 entsteht.
[0065] Auf der Unterseite ist die Substratplatte 118 mit zwei gedruckten Kondensatorplattensegmenten
122, 124 versehen, wobei der zwischen diesen liegende freie Raum 126 mindestens so
groß ist wie die Unterbrechung 98, so daß die magnetischen Eigenschaften der Arminduktivitäten
nach wie vor durch die Geometrie der Antennenarme 102, 104 vorgegeben ist.
[0066] In Abwandlung des gezeigten Ausführungsbeispieles kann man aber die Kondensatorplattensegmente
122, 124 auch näher aufeinanderzu fortsetzen, so daß dann der freie Raum 126 zugleich
auch den effektiven Abstand zwischen den Enden der Antennenarme 102, 104 vorgibt.
[0067] Schließlich kann man den Abschlußkondensator 116 auch etwas asymmetrisch auf die
Enden der Antennenarme 102, 104 auflöten, so daß der elektrisch wirksame Abstand zwischen
den Antennenarmen 102, 104 durch eines der Armenden und eines der Kondensatorplattensegmente
vorgegeben ist.
[0068] Zum Abgleich des Abschlußkondensators 116 kann man in diesem wieder (vorzugsweise
symmetrisch) Unterbrechungen 128 z.B. durch Laserschnitt erzeugen.
[0069] Die Ausführungsform der Antenneneinheit 36 gemäß den Figuren 5 und 6 hat den Vorteil,
daß man bei weiterhin kompakter Struktur und unter Verwendung der Leiterplattentechnik
eine Abschlußkapazität erhält, wobei aber gemäß den Figuren 5 und 6 nur eine geringe
Menge des teueren Materiales mit guten dielektrischen Eigenschaften benötigt wird.
[0070] Bei der weiter abgewandelten Ausführungsform gemäß Figur 7 ist mit den Enden der
Antennenarme 102, 104 ein verlustarmer herkömmlicher Abschlußkondensator 130 verbunden,
der z.B. ein Metallpapierkondensator sein kann.
[0071] Figur 8 zeigt eine hülsenförmige Antenneneinheit, die von der Grundidee des Aufbaus
der Antenneneinheit nach den Figuren 3 und 4 nahekommt. Auf eine Leiterplattenhülse
132, welche aus einem Material mit den schon oben angesprochenen guten dielektrischen
Eigenschaften besteht, ist eine außenliegende Leiterbahn 134 mit einer Unterbrechung
136 sowie einen innenliegende Leiterbahn 138 aufgebracht.
[0072] Die Leiterbahn 134 wird an dem der Unterbrechung 136 gegenüberliegenden Ende mit
einer Masseleitung verbunden und stellt wieder Antennenarme 140, 142 bereit, während
die innenliegende Leiterbahn 138 zusammen mit den Antennenarmen 140, 142 eine Abschlußkapazität
bildet, deren Umfangserstreckung durch Unterbrechungen 144 vorgegeben sind, deren
Lage je nach Bedarf gewählt wird.
[0073] Das in Figur 9 gezeigte Ausführungsbeispiel für eine hülsenförmige Antenneneinheit
erhält man ausgehend vom Ausführungsbeispiel nach Figur 8 dadurch, daß man die innenliegende
Leiterbahn 138 wegläßt und über den Enden der Antennenarme 140, 142 einen Abschlußkondensator
116 auflötet, wie er unter Bezugnahme auf Figur 6 oben stehend im einzelnen beschrieben
wurde.
[0074] In Abwandlung des Ausführungsbeispieles nach Figur 9 kann man die Leiterbahn 134
und den Abschlußkondensator 116 auch auf der Innenseite der Leiterplattenhülse 132
vorsehen, sodaß die Außenseite der letzteren von elektrischen elementen frei ist.
Eine solche Antenneneinheit kann dann zugleich die mechanischen einer Umfangswand
eines zylindrischen Gehäuses übernehme, z.B. einer Wasseruhr.
[0075] Schließlich kann man bei den Antenneneinheiten nach den Figuren 8 und 9 auch eine
gedruckte Speiseinduktivität auf der Leiterplattenhülse vorsehen, wie oben für ebene
Leiterplatten unter Bezugnahme auf die Figuren 3 und 4 beschrieben.
[0076] Figur 10 zeigt einen durch Funk auslesbaren Verbrauchsmesser mit ferneinstellbarer
Arbeitscharakteristik, z.B. einen Stromzähler mit umschaltbaren Tarifen.
[0077] Ein Fühler 146 gibt ein der momentan vom Verbraucher aufgenommenen Leistung entsprechendes
Zählsignal auf einen Verbrauchskosten-Rechenkreis 148. Das Zählsignal kann z.B. eine
Impulsfolge sein, die man durch Auslesen von Marken erhält, die auf der Wirbelstrom-Meßscheibe
des Leistungsmessers vorgesehen sind.
[0078] Beim betrachteten Ausführungsbeispiel arbeitet der Rechenkreis z.B. so, daß er für
jeden erhaltenen Zählimpuls eine in einem Festwertspeicher 150 abgelegte Zahl, welche
den einem Zählimpuls entsprechenden Strom-Elementarverbrauch angibt (charakteristische
Eichgröße des digital arbeitenden Fühlers 146), mit einem dem Preis des Elementarverbrauches
zugeordneten Kostensignal multipliziert, welches ihm auf einer Leitung 152 überstellt
wird.
[0079] Das so erhaltenene Produktsignal wird zum Inhalt eines Kostenspeichers 154 hinzuaddiert.
Das in diesem stehende Kostensignal wird in stochastischen Abständen drahtlos an eine
zentrale Abrechnungseinheit übermittelt, ähnlich wie obenstehend schon unter Bezugnahme
auf die Figur 1 beschrieben. Die Signalumsetzung, die in Figur 10 nicht im einzelnen
dargestellt ist, erfolgt durch einen Umsetzkreis 156, der einen UHF-Sendekreis 158
steuert, der über eine Sende/Empfangsweiche 160 mit einer Antenneneinheit 36 verbunden
ist, die der nach den Figuren 3 und 4 ähnelt.
[0080] Bei der Antenneinheit nach Figur 10 ist die Leiterbahn 110 ähnlich einer Sprossenleiter
ausgebildet und hat Holmbahnen 162, 164 und diese verbindende Sprossenbahnen 166.
Letztere können mit vorbereiteten Unterbrechungsstellen 168 versehen sein, in Abwandlung
stattdessen oder zusätzlich die Holmbahnen.
[0081] Dadurch, daß man eine oder mehrere der Unterbrechungsstellen 168 durchkratzt, kann
man die effektive Fläche der durch die Leiterbahn 110 gebildeten Speiseinduktivität
abändern.
[0082] Bleiben hierbei mehrere Sprossenbahnen 166 stehen, so entspricht die effektive Fläche
der Speiseinduktivität der gemittelten Sprossenlage. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel
ist nur die oberste der Sprossenbahnen unterbrochen, sodaß die effektive Fläche der
Speiseinduktivität der entspricht, die man mit einer Sprossenbahn erhielte, die zwischen
der mittleren und der unteren Sprossenbahn liegt.
[0083] Ein Empfangsausgang der Sende/Empfangsweiche 160 ist mit dem Eingang eines Demodulators
170 verbunden. Der von diesem abgegeben Bitstrom wird von einem Umsetzer 172 wieder
in Parallel-Format zurückgebracht. Das so erhaltene digitale Signal, das im vorliegenden
Falle dem momentan geltenden Tarif (Preis pro Elementarverbrauch) entspricht, wird
auf der Leitung 152 bereitgestellt.
[0084] Momentan geltender Tarif und aufgelaufene Verbrauchskosten werden auf einer Anzeige
174 dem Benutzer mitgeteilt.
[0085] Bei dem oben beschriebenen Verbrauchsmesser, werden der zentralen Ablese- und Abrechnungseinheit
nur die vom Verbraucher zu entrichtenden Kosten übermittelt. Diese sind auch dem Verbraucher
bekannt, sodaß im Prinzip die Übersendung einer Rechnung an den Verbraucher entfallen
kann.
[0086] In Abwandlung des Ausführungsbeispieles nach Figur 10 kann man an den Verbrauchsmesser
drahtlos Zählwerk-Umsteuer-Befehle übermitteln, die den Rechenkreis 148 veranlassen,
je nach drahtlos erhaltenem Befehl die Verbrauchszählung in einem bestimmten einer
Mehrzahl von Verbrauchsspeichern fortzuschreiben, die anstelle des Kostenspeichers
154 vorgesehen sind. Zur Abrechnung werden dann die Zählerstände der verschiedenen
Verbrauchsspeicher an die zentrale Ableseund Abrechnungseinheit übermittelt.
[0087] Man erkennt, daß ein durch Funk ausgelesener und durch Funk gesteuerter Verbrauchsmesser
eine sehr variable Verbrauchsabrechung auch unter Anwendung einer größeren Anzahl
von Tarifen ermöglicht.
[0088] Gemäß dem an Hand von Figur 10 beschriebenen Prinzip lassen sich auch andere Aufgaben
lösen, z.B. das Betreiben einer Vielzahl von Meßstellen mit ferneinstellbarer Empfindlichkeit,
das Fernbetätigen von Aktoren in Abhängigkeit von Ausgangssignale von diesen räumlich
benachbarten Sensoren usw..
[0089] In all den genannten Fällen sind das gute, von zufälligen Hindernissen unabhängige
Arbeitsverhalten und die geringen Verluste einer Antenneneinheit von Vorteil, wie
sie oben beschrieben wurde.
1. Antenneneinheit, insbesondere zur Verwendung bei der Funkfernauslesung von Verbrauchsmessern,
dadurch gekennzeichnet, daß sie zwei zusammen im wesentlichen einen Ring bildende
Antennenarme (44, 45; 66, 68; 102, 104; 140, 142) aus Nichteisenmetall aufweist; daß
die Fußabschnitte der Antennenarme mit einer der Anschlußklemmen der Antenneneinheit
verbunden sind, während eine zweite Anschlußklemme derselben mit von den Fußabschnitten
der Antennenabschnitte abliegenden Abschnitten der Antennenarme (44, 45; 66, 68; 102,
104; 140, 142) gekoppelt ist und daß die freien Enden der Antennenarme (44, 45; 66,
68; 102, 140; 140; 142) über eine Abschlußkapazität (46) mit niederen dielektrischen
Verlusten gekoppelt sind, derart, daß die Güte des durch die Antennenarme und die
Abschlußkapazität gebildeten Resonanzkreises über 100 liegt.
2. Antenneneinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Anschlußklemme
über eine magnetisch mit den Antennenarmen gekoppelte Speiseinduktivität (40) mit
der ersten Anschlußklemme verbunden ist.
3. Antenneneinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Reihe zur Speiseinduktivität
(40) eine Kapazität (42) geschaltet ist.
4. Antenneneinheit nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in Reihe zur Speiseinduktivität
(40) ein ohmschen Abgleichwiderstand (114) geschaltet ist.
5. Antenneneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Antennenarme (66, 68) durch einen geschlitzen Ring (60) gebildet sind und die einander
unter kleinem Abstand gegenüberliegenden Schlitzflächen die Platten der Abschlußkapazität
(46) bilden.
6. Antenneneinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (62) eine
Dicke von größenordnungsmäßig 0,1 bis 1,0 mm, vorzugsweise 0,2 bis 0,5 mm aufweist
und der Zwischenraum zwischen den Schlitzwänden durch ein Materialvolumen ausgefüllt
ist, dessen Dielektrizitätskonstante zwischen etwa 2 und etwa 10 liegt und dessen
dielektrischer Verlustfaktor kleiner ist als 0,002, wobei die vorgenannten dielektrischen
Eigenschaften vorzugsweise nur kleinen Temperaturgang aufweisen.
7. Antenneneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Antennenarme durch gedruckte Leiterbahnen (102, 104; 140, 142) gebildet sind.
8. Antenneneinheit nach Anspruch 7 in Verbindung mit Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Speiseinduktivität (40) durch eine gedruckte Leiterbahn (84; 110) gebildet
ist.
9. Antenneneinheit nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die die Speiseinduktivität
(40) bildende Leiterbahn (84; 110) im Inneren derjenigen Fläche liegt, welche durch
die die Antennenarme bildende Leiterbahn (102, 104; 140, 142) begrenzt ist.
10. Antenneneinheit nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiterbahn
(110) eine Mehrzahl von Schleifen (162, 164, 166) aufweist, die wahlweise aktivierbar
sind.
11. Antenneneinheit nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet daß die Leiterbahn (110)
ähnlich einer Sprossenleiter ausgebildet ist und zwei beabstandete Holmbahnen (162,
164) und diese verbindende Sprossenbahnen (166) aufweist.
12. Antenneneinheit nach einem der Ansprüche 7 bis 11, gekennzeichnet durch eine gedruckte
Kondensatorplatte (106; 120; 138), welche die freien Endabschnitte der Antennenarme
(102, 104; 140, 142) unter Zwischenschaltung einer Isolierschicht (94; 118) überdeckt,
deren Dicke zwischen 0,1 und 1 mm liegt, vorzugsweise etwa 0,3 mm beträgt, deren Dielektrizitätskonstante
zwischen etwa 2 und etwa 10 liegt und deren dielektrischer Verlustfaktor kleiner als
0,002 ist, wobei die letztgenannten dielektrischen Eigenschaften vorzugsweise geringen
Temperaturgang aufweisen.
13. Antenneneinheit nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierschicht durch
eine Leiterplatte (94) gebildet ist, auf welcher die die Antennenarme bildenden Leiterbahnen
(102, 104) angebracht sind, und daß die Kondensatorplatte (106) eine weitere gedruckte
Leiterbahn ist, welche auf der Leiterplatte (94) auf der den Antennenarmen (102, 104)
gegenüberliegenden Seite angeordnet ist.
14. Antenneneinheit nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierschicht eine
gesonderte Substratplatte (118) ist und auf der den Antennenarmen (102, 104) zugewandten
Seite liegend beabstandete Kondensatorplattensegmente (122, 124) aufweist, welche
die Endabschnitte der Antennenarme (102, 104) zumindest teilweise überdecken, und
daß auf der von den Antennenarmen abliegenden Seite der Substratplatte (118) die gedruckte
Kondensatorplatte (120) vorgesehen ist, welche beide Kondensatorplattensegmente (122,
124) überdeckt.
15. Antenneneinheit nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die gedruckte
Kondensatorplatte (106; 120) mindestens eine, vorzugsweise zwei zu ihrer Mitte symmetrische
Unterbrechungen (108; 128) aufweist.
16. Antenneneinheit nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiterplatte
(132) ein hülsenförmiges Teil ist und die Antennenarme (140, 142) durch eine auf einer
Umfangsfläche der Hülse aufgebrachte eine Unterbrechung (136) aufweisende Leiterbahn
(134) gebildet sind.
17. Antenneneinheit nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die
gedruckte Kondensatorplatte (120) allseitig von Rändern der Isolierschicht (118) beabstandet
ist.
18. Antenneneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß unter
Abstand hinter den Antennenarmen (66, 68; 102, 104; 140, 142) eine metallische Abschirmplatte
(92) vorgesehen ist, welche größer ist als die lichte Kontur der Antennenarme, wobei
der genannte Abstand vorzugsweise zwischen 5 und 20 mm, wiederum vorzugsweise etwa
10 mm beträgt.
19. Antenneneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 18, gekennzeichnet durch eine Schirmung
(74 bis 78) für die Abschlußkapazität (46).
20. Antenneneinheit nach Anspruch 19 in Verbindung mit Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schirmung für die Abschlußkapazität (46) durch weitere gedruckte Leiterbahnen
(74, 76, 78, 86) gebildet ist.